Ausgabe 
13.5.1902 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Nr. HO erf*ei*t täglich außer Sonntags.

Dem Gießener Anzeiger werden hn Wechsel mit dem veffische« Laudwitt bU Siebener Familien, blätter viermal in der

Woche beigelegt.

Rotationsdruck u. Ver­tag der Brüh lachen Unioer1.-Buch- u. Stein­druckerei (Pietl ch Erden) Redaktion, Expedition und Druckerei:

Gchalstrahe *U

Adresse für Depeschen: Anzeiger Sieben.

Kernsprechanschluß Nr. bl.

P* V. |Ufc

und Land' und

a

Erstes Blatt. 15». Jahrgang Dienstag 13.2)rai lttO»

«HHW ^8äT* .-a75'L'L,vtertel-

Är V jährlich Mk. LL0; durch

GietzenerAMiger sg

V General-Anzeiger " »WrL

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

Bekanntmachung.

Setr.: Die Ernennung der Vertrauensmänner und deren Stellvertreter der land- und forstwitthschaftlichen BerufS- genossenschast für das Großherzogtum Hessen.

' Herr Otto Schneider in Utphe ist zum Vertrauens­mann des 87. Bezirks an Stelle des Herrn Dr. Shiguft Fillberth in Utphe ernannt worden.

Gießen, den 10. Mai 1902.

Großherzogliches Kreisamt Gießen- v- Bechtold.

ölet englischen Goldes patriotischen Erwägungen oorziehen, vor Scham erröten zu müssen."

Der iuternationale Bergarbeiter-Koügreß ivird am Pfingstmontag im Gewerkschaftshause in Düsseldorf eröffnet. Der Hauptgegenstand der Beratung wird der Acht- stundentag inkl. Ein- und Ausfahrt bilden; die englischen, französischen und belgischen Delegierten haben einen dahin­gehenden Antrag eingebracht, seine Annahme ist zweifellos. Die Franzosen haben die Nationalisierung (Verstaatlichung) der Gruben beantragt; die Stimmung hierfür ist zweifellos im Wachsen, jedoch ist wohl noch nicht daran zu denken, daß dieser Antrag angenommen wird. Die Deutschen sind mit zwei größeren Anträgen erschienen, der eine beziveckt die Errichtung eines internatronalen Berg-Arbeiter- Sekretariats mit dem Sitz in Brüssel, in dem anderen wird verlangt, daß bei Wahlen zu gesetzgebenden und Ver­waltungs-Körperschaften die Bergarbeiter nur für solche Kan­didaten stimmen sollen, die sich verpflichten- den Forderungen der Bergarbeiter gesetzliche Anerkennung zu verschaffen. Die Franzosen und Engländer beantragen die Festsetzung von Minimallöhnen, die Franzosen allein eine Vereinbarung der Nationen über die Haltung bei ausbrechenden Streiks, über­haupt eine festere internationale Organisation.

Das Programm ist also nach jeder Richtung sehr reich­haltig; die Entscheidungen in Düsseldorf können von größter Bedeutung werden; denn daß gerade in den Bergar­beiterkreisen überall viel Streitlust herrscht, große Gährung vorhanden ist, unterliegt keinem Zweifel.

Eduard Bernstein hat sich bereit erklärt, bei dem deutschen Kongreß der Bergleute in Essen, welcher dem in­ternationalen vorangeht, als Uebersetzer mitzuwirken; denn auch in Esten werden fremde Delegierte anwesend fein. Jeden­falls wird der nationale Bergarbeiter-Kongreß in Esten und der internationale in Düsseldorf die Bergarbeiterbewegung stark in Fluß bringen, jedoch kann als ganz sicher ange­nommen werden, daß von einem Streik bei uns absolut keine Rede sein wird.

^andcspferdezuchtvercin.

i C riginalbericht desGieß. Anz.") n. Mainz, 12. Mai.

Am Sonntag sand hier int Kasino zum Gutenberg die 2 5. ordentliche Mitgliederversammlung des

Zur Auhlaudfahrt.

Heute tritt der Präsident der französischen Republik die Reise nach Rußland au . Das PanzerschiffMoittcalm", geleitet von dem eigens zusammengestellten baltischen Ge­schwader, trägt .Herrn L o u b e t nach Kronstadt, wo der Zar seinen Gwst persönlich begrüßen wird. Zur Maien- zeit des vorigen Jahres weilte Frankreichs Minister des Auswärtigen. Herr D e l c a s s 6, am Newastrande. Seine Ausgabe war es bekanntlich, das Anleihegeschäft ins Reine zu bringen und die Vorerörterungen roegen des im Herbst erfolgten Zarewbefuchs in Frankreich zu führen.

Diesmal dürfte das finanzielle Thema nicht zur Dis­kussion stehen; Rußland ist einstweilen der Geldsorgen überhoben, es hat seine 300 Millionen-Anleihe vom März d. I. mit Umgehung des französischen Marktes im Hand­umdrehen untergebracht und kann mit dem Selbstgefühl des out Akkreditierten besonders auf die starke Ueberzeichnung feiner Anleihe in Deutschland Hinweisen. Was das also anbetrifst, so befindet sich Präsident Loubet eher in der Lage, gegebenenfalls zu versichern, daß Frankreich die Kreditwürdigkeit feines Verbündeten keineswegs geringer einschätzt und jederzeit bereit istz dies von neuem durch die Thal zu beweisen.

Ebensowenig hat die Vermutung für sich, Präsident Loubet werde Verabredungen wegen eines erneuten Zarenbesuchs in Frankreich treffen. Nikolaus II. ist lein Freund politischer Auslandsreisen, zu solchen entschließt er sich nur bei zwingenden Anlässen, selbst an dem mit dem russischen durch verwandtschaftliche Bande eng ver­bundenen Kopenhagener Hofe ist der Zar ein seltener Gast. Besuchsreisen in Frankreich zählen vollends zu den Aus­nahmen, u ngeachtet der telegraphisch nach Paris gerich­teten Versicherungen Nikolaus IL, daß er die Erinnerung an den Besuch in Frankreich zu den schönsten seines Lebens zahle. Es ist letzteres mehr ein Ausdruck der Höflichkeit, der Vertiefung des Dankes für die glänzende Aufnahme. Irgend ein politisches Moment, was dem Zaren Anlaß geben könnte, eine neue Reise nach Frankreich ins Auge zu fassen, ist zur Zeit weniger denn je ersichtlich. Die Wahlen zur Deputiertenkammer haben an der politischen Physiog­nomie der Republik nichts von Belang geändert. Paris hat wiederum stramm nationalistisch gewählt, eine Erschein­

ung, die /Väterchen" nicht gerade den Gedanken ehted Besuchs in der Seinstadt nahelegen wird. Im übrigen bleibt das ätlianzfreundliche Ministerium Waldeck-Rousseau am Ruder, dem der Zar bereits feineKarte" abgab.

Gegenstcurd der Unterhaltung zwischen Nikolaus II. und Präsident Loubet dürste in der Hauptsache die Aus­land spolitik sein, speziell die o st a s ia t i s ch e Politik. Der Gegen-Zweibund hat die politische Konstellation im fernen Osten wesentlich verändert. England und Japan stehen jetzt vereint gegen Rußlartd, Rußland und Frankreich vereint gegen England. Die Kenner der ostasiatischen Ver­hältnisse, unter ihnen Graf Waldersee, meinen aller­dings, dajß der nächste Zusammenstoß dort zwischen Japan und Rußland zu erwarten fei. Das würde dann umsomehr den Wunsch des Zaren nach einer Rücksprache mit dem Präsidenten der Republik, einer Konferenz zwischen den Staatsmännern, erklären. Ein solcher persönlicber Mein­ungsaustausch über den stanzösisch-rusfischen Chinavertrag hat bisher nicht stattgefunden.

Möglicherweise kommt mau in Petersburg während der Besuchstage auch auf den südafrikanischen Krieg zu sprechen, sicherlich aber nicht int Sinne einer schieds­richterlichen Intervention. Diese ist erst recht jetzt für alle Mächte einRührmichnichtan."

Alles in allem: die viertägige Anwesenheit des Präsi­denten Loubet am russischen Hofe wird eine besondere poli­tische Wirkung nicht haben. Sie ist in erster Reihe ein Akt der Höflichkeit, die allgemeine politische Bedeutung dürfte durch die Tischreden der beiden Staatsoberhäupter und die Kommentare der offiziösen Presse klargelegt werden.

Politische Tagesschau.

Das Rhodes-Stipendium und die deutschen Korpsstudenten.

In denAkademischen Monatsheften", dem Organe der deutschen Korpsstudenten, lesen wir über das Rhodes-Stipendium folgendes:

Wir können uns nicht vorstellen, daß deutsche Hochschüler, aus deren Mitte sich der erste gewaltige Sturm gegen Chamberlains Schmähungen unserer Armee erhob, jemals von dem Danaer­geschenk eines Mannes Gebrauch machen, der noch in seinem Testa­mente seine englischen Gesinnungen und Plane so unverhohlen gezeigt hat. Es gehört mchr als Naivetät dazu, zu glauben, ein Rhodes, der mit brutalster Rücksichtslosigkeit die englische Hcrr- chast über ganz Südafrika erstrebte, werde dem gefährlichsten Rivalen Altenglands auch nur den geringsten Borteil zuwenden. Rhodes wußte nur zu gut, wie unzugänglich seine Landsleute für remde Einstüsie sind, wie sehr dagegen der Deutsche geneigt ist, ich fremdem Wesen anzusügen, ja unterzuordnen. Wenn er seine Stipendien nicht für Engländer, die in Deutschland studieren sollen, ondern für deutsche Studenten in England bestimmte, so rechnete er sicher mit den erwähnten Eigenschaften beider Völker. Und wenn selbst solche Folgen nicht eintrelen würden, so dürfte schon allein der Gedanke ihn zu dem für seine Vermögensverhältnisse nicht einmal großen Opfer bewogen haben, daß seine Landsleute den die Stipendien annehmenden deutschen Studenten mit Recht zurufen könnten:Seid ihr nicht wie die Hunde? Wenn man euch mit Stockschlägen traktiert, knurrt und bellt ihr, wirft man euch aber einen Brocken hin, so kommt ihr heran und nehmt ihn dank­bar schweifwedelnd entgegen." Wir hoffen, daß es uns erspart bleiben wird über Kommilitonen, die das non

Landespferdezuchtvereins statt. Dieselbe war aus allen drei Provinzen des Landes gut besucht. Trotz der großen Ent­fernung war die Provinz Oberhessen verhältnismäßig stark vertreten. Dem Präsidenten des Vereins, Exz. von Westerweller, welcher 25 Jahre an der Spitze des­selben steht, sprach der Vertreter der Regierung, Ministerial­rat Braun, die Glückwünsche und die Anerkennung für die mühevolle 25jährige Arbeit im Interesse der Pferde­zucht des Landes aus. Der Vorsitzende dankte und betonte, daß er von frühester Jugend lebhaftes Interesse für die Pferdezucht gehabt habe. Seine Beobachtungen der Pferde- zücht des Auslandes, besonders Frankreichs und Englands hätten ihn angespornt, im Verein mit vielen anderen gleich- denkenden die .Hebung der Pferdezucht in der engeren Heimat anzustreben. Tas sei Tank der energischen Mithilfe der Vereinsmitglieder, insbesondere aber auch der Regierung, des Oberlandstallmeisters v. Willich, des Generals An- schütz bis zu einem gewissen Grade heute gelungen. Mit Befriedigung könne man aus die Arbeit von 2o Jahren zurückblicken, so viel auch noch zu thun übrig bleibe.

Ter Verein ist im Mai 187 7 ins Leben gerufen durch den jetzigen Präsidenten der Zweiten Karniner, den da­maligen Polizeirat Haas in Darmstadt. Seit dieser Zeit führte Exz. v. Westerweller den Vorsitz. Die Mitgliederzahl ist auf 2400 gestiegen und wächst stetig. Es giebt im Großherzogtum 56 UOO Pferde, die Qualität derselben steht nicht im richtigen Verhältnis zur Quan­tität. Durch die große Zahl der Händler wird viel minder^ wertiges Material ins Land gebracht. Durch den Jrnpo;. von gutem Stutenmaterial durch den Verein werden all- mählich aus diesem nutes Material geschaffen. Es ist heute schon ein guter Stamm Zuchtstuten im Lande, der aber an Zahl fortgesetzt zunehmen muß. Besonders ist im Reich Mangel an gutem Pferdematerial für das Militär. Die Einfuhr an Pferden für das Reich stellt die Summe von 50 Millionen bar, das Großherzogtum Hessen verausgabt jährlich 1 Million für Einfuhr von Pferden. Es müßten in unserem Lande jährlich 5000 Fohlen geboren werden, um die Einfuhr unnötig zu machen, ein Ziel, das erstrebt, aber unter den Verhältnissen voraussichtlich nie erreicht werden wird. Der Regierung müsse man dankbar sein, daß sie durch Bewilligung von Geldmitteln die Bestrebungen des Vereins unterstütze. Bedauerlicherweise seien von den erbetenen 19 000 Mk. für 1902/03 8000 Mk. gestrichen wor­den infolge der ungünstigen Finanzlage des Landes.

Da große Gebiete des Landes sich für die Pferdezucht sehr eignen, stehen der Entwicklung derselben nach große Auf­gaben bevor. Bei der Aufzucht der Pferde sei freie Beweg­ung auf der Weide ein .Haupterfordernis, man habe daher für Fohlenweiden gesorgt,'für Rheinhessen und Starkenburg durch Erwerbung der großen Fohlenweide bei Dieburg, in Oberhessen sei durch den Provinzialverein durch Schaff­ung einer Fohlenweide in Merlan, im Tiergarten bei Hungen gesorgt. Auch auf anderen Jnngviehweiden der Provinz Oberhessen werben Fohlen zugelassen.

Nach diesen einleitenden Worten wurde die Jahres« rechnung vorgelegt und dem Rechner Entlastung erteilt. Die nach den Statuten ausscheidenden Mitglieder des Aus­schusses wurden wiedergewähtt und Ergänzungswahlen vor­genommen, infolge der Erwerbung der Rechtsfähigkeit des Vereins wurden unerhebliche Aendernngen und Ergänzungen der Statuten vollzogen. Für den Fv h l e n i m pv r t aus Belgien und Oldenburg ernannte man die Ankaufs­kommission. Oberlairdstallmeister v. Willich referierte über die Stutenkörung für 1902 und über die Ein­führung des allgemeinen Stntbuches.

Als Anträge ftanben auf der Tagesordnung: 1. Antrag der Herren Pf. Wechsler und E. R o e m e r im Auftrage einer Versammlung von Mitgliedern des Landespferdezucht­vereins zu Gau-Odernheim betr. die Einführung von Zucht­stuten und Fohlen aus Nheinpreußen, lieber diesen Antrag entspann sich eine sehr lebhafte Debatte. Oberlandstall­meister b. Willich erkannte an, daß man in Rheinpreußen in den letzten 35 Jahren mit der Zucht des belgischen Pferdes sehr große Fortschritte gemacht habe, dank dem Bestreben, nur allein die Zucht des belgischen Pferdes zu fördern und dank der reichen Weiden des Niederrheins und der sonstigen kräftigen und ausreichenden Ernährung der jungen Pferde in dieser Landschaft. Tie Futter- und klimatischen Verhält­nisse ähnelten denen im benachbarten Belgien sehr. Man dürfe aber nicht behaupten wollen, daß Zuchttiere aus Rheinpreußen denen des belgischen Landes jetzt schon gleich­wertig seien. Zur Zucht des belgischen Pferdes bei uns solle man immer noch an die Quelle gehen und Zucht- material erwerben, selbst wenn es an der uQelle nahezu doppelt zu teuer sei, als in Rheinpreußen. Gingen doch die Züchter in bnefem Landesteil auch immer wieder nach Belgien zurück, «um ihr Zuchtmaierial zu ergänzen, und lieferten damit den Beweis, daß sie selbst ihre seit 35 Jahren herangezogenen belgischen Pferde noch nicht als konstant vererbend ansähen. Von anderer Seite wurde be­hauptet, daß die rheinpreußischen belgischen Pferde die belgischen auf der Weltausstellung in Paris geschlagen hätten, was wiederum vom Oberlandstallmeister lebhaft be­stritten und durch Thatsachen widerlegt wurde. Es sprach eine ganze Reibe von Rednern, zum Teil recht leidenschaft' lich, zu dem Gegenstände. Als nach Schluß der Tebatte der von den Antragstellern schriftlich eingereichte Antrjag zur A b st i m m u n gl am, fiel derselbe gegen eine geringe Mehrheit.

2. Antrag der Herren C. Fritsch, F. R. Ramge und Schönberger betr. Gründung einer Pfer deb<er- s ich er un gsg e se llsch a s t im Großherzogtum Hessen. Ersterer begründete den Antrag; es fehle besonders in bei Provinz Starkenburg an heimischen Vieyversicherungs- fayen, man sei auf auswärtige Versichernngskafsen ange-,

Kekanntmachung.

Unser zwecks Verhütung der Verschleppung der Maul- ttnb Klauenseuche erlassenes Verbot, wonach Händlervieh in Wieseck nicht m den von verschiedenen Schildwitten daselbst gehaltenen Einftellstallungen zur Einstellung kommen barf, setzen wir hiermit außer Kraft.

Gießen, den 12. Mai 1902.

Grohherzogliches Kreisamt Gießen-

I. V.: Dr. Heinrichs.

Bekanntmachung.

Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die nach tz 6 des ReichSgefetzeS vom 21. Juni 1887 über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden ermittelten Durchfchnittsmarttpreise, einschließlich eines Auf fchlagS von Fünf vom Hundett pro Monat April 1902 für den Lieferungsverband Gießen pro 100 Kg. betragen

Hafer Mk. 19,10, Heu Mk. 9,70, Stroh Mk. 7,60. Gießen, den 12. ÜDlai 1902.

Grobherzogliches Kreisamt Gießen-

v- Bechtold.___________________

Kekanntmachung.

Detr.: Fekdbereinigung in der Gemarkung Daubringen.

In der Zeit vom 13. Mai bis einschließlich 26. Mai l. I. liegt auf dem Amtszimmer der Großh. Bürgermeisterei Daubringen

der allgemeine Meliorationsplan von den Wiesen nebst ErläuterungSbettcht, Kostenanschlag und Prü­fungsprotokoll

zur Einsicht der Beteiligten offen.

Tagfahtt zur Entgegennahme von Einwendungen hier­gegen findet statt:

Dienstag den 27. Mai 1902, vormittags von 9'/, dis 10*/2 Uhr, im Amtszimmer der Großh. Bürgermeisterei Daubringen, wozu ich die Betelligten unter dem Anfügen einlade, daß die Nichterscheinenden mit Einwendungen ausgeschlossen sind. Einwendungen sind schriftlich abzufaffen, zu begründen und auf Papier in Aktengröße (mindestens */a Bogen) ein­zureichen.

Friedberg, den 6. Mai 1902.

Der Großh. Feldbereinigungskommiffär: Spam er, Kreisamtmann.