Ausgabe 
13.3.1902 Erstes Blatt
 
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Bei Titel 2, Domoniakbauweferr, werden 16 600 Mk. 'für den Hof Rheinfelden bewilligt, für die Forstwartwohnung 'Kühlkopf 12 500 Mk. mit dem Zusatz, daß 20 000 Mk. be­willigt werden, falls der Forstwart 5000 Mk. zu 4 Prozent verzinst; für die Oberförsterswohnung für die Oberfürslerei auf Weiler Zipfen werden 38 000 Mk. und für Hof Gräben- bruch 1800 DU. bewilligt.

Es folgt die 3. Hauptabteilung: Staats­domänen.

Kapitel 120: Braunkohlenbergwerk Lud­wigs Hoffnung, sowie Kapitel 121: Saline und Baoe-AnstaltBad-Nauheim mit einer Ausgabe von 131 200 Mk., die aus dem Kurfonds bestritten wird, werden genehmigt.

Bei Kapitel 122: Staatseisenbahnen fragt Abg. Morneweg (nl.) an, ob die Regierung sich bereits auf ein Projekt bezüglich des Umbaues der Bahn- Höfe in Darmstadt festgelegt habe.

Finanzminister Gnauth antwortet, dies sei nicht ge­schehen, da die Regierung zuvor das Resultat der zu ver­anstaltenden Erhebungen abwarten wolle; er könne zur Beruhigung der Stadt Darmstadt sagen, daß ihre Wünsche in erster Sinie Berücksichtigung fänden. Die landesherrliche Genehmigung werde jedenfalls erst dann erteilt bezw. ver­sagt werden, wenn man alle beteiligten Kreise habe zu Wort kommen lassen. Die Regierung habe keinen Augenblick das eminente Interesse verkannt, das für Darmstadt in der richtigen Gestaltung seiner Bahnhofsverhältnisse liege; sie sei denn auch bei der Gemeinschaftsverwaltung für einen Umbau ein getreten und ihren ernsten Willen zur Verwirk­lichung des Umbauprojektes durch Einstellen einer Rate in das diesmalige Budget kundgethan.

Abg. Köhler-Darmstadt (nl.) bittet, die erste Rate zu bewilligen, will jedoch die Genehmigung weiterer Raten davon abhängig gemacht wissen, daß den Wünschen der Stadt Darmstadt vor allem Gehör geschenkt werde.

Abg. Schmitt (Zentr.) spricht sich gegen Bewilligung aus, weil man damit das Heft aus den Händen gebe. Dem schließt sich Abg. Bähr (fr. w. Vg.) an, besonders betonend, daß man nicht im voraus ein Projekt genehmigen solle, das man noch nicht kenne.

Finanzminister Guauth weist demgegenüber daraus hin, daß man durch Bewllligung der geforderten eine Million für Betriebsmittel der herrschenden Notlage in der Industrie mit achzuhelfen in der Lage sei.

Abg. Ulrich (Soz.) wünscht die Lllissetzung der Be­schlußfassung, wogegen sich Finanzminister Gnauth aus- spricht, der die Sache nicht noch einmal ein Jahr ber^ögert wissen will.

Abg. Cramer (Soz.) glaubt, daß mit dem Umbau der Bahnhöfe noch etwas gewartet werden könne, wenn er auch anerkenne, daß die jetzigen Bahnhofsverhältnisse durch­aus unzulänglich seien. Auch er verlangt, daß an erster Stelle die Stadt Darmstadt gehört werde.

Abg. Morneweg (nl.) bittet, die eingestellte Rate zu bewllligen, womit man nicht nur die Interessen der Stadt Darmstadt, sondern auch des Landes fördere. Daß Gründe des Verkehrs und des Betriebsinteresses den als­baldigen Umbau der Bahnhöfe erheischen, könne keinem Ein­sichtigen verborgen bleiben. Er sei deshalb von den Erklä­rungen des Finanzministers befriedigt, zumal er nunmehr keine Besorgnis zu hegen brauche, daß man sich für ein Projekt entschieden habe oder entscheide, das den Wünschen der Stadt Darmstadt entgegengesetzt sei.

Nachdem tz'ich noch verschiedene Abgeordnete, insbesondere auch der Berichterstatter Abg. Jöckel (nl.) für Bewllligung der Rate ausgesprochen hatten, wurde zur Abstimmung ge­schritten, und zwar über die einzelnen Positionen: Für Geländeerwerb in Darmstadt werden 99 000 Mark bewilligt, die Forderungen für den Umbau des Bahnhofes Heppenheim und die Nh einbrücke bei Mainz werden ebenfalls genehmigt. Für die Hauptwerkstätte Darmstadt werden 600000 Mark, als erste Nate für den Umbau der Bahnhöfe in Darmstadt 500 000 Mark und für Vermehrung der Betriebsmittel eine Million bewilligt. Für den Bahnhof Waldhos wird die erste Baurate genehmigt.

Schluß Uhr. Nächste Sitzung heute Nachmittag 4 Uhr.

Aus Staöt uud Land.

Gießen, 13. März 1902.

Großh. Gymnasium zu Gießen. Dem soeben er­schienenen Programm des Großh. Gymnasiums entnehmen wir folgendes: An der Anstalt waren im vergangenen Jahre 25 Lehrkräfte thätig, darunter abgesehen von dem Direktor Geheimrat Prof. Dr. Schädel 12 Oberlehrer, von denen 6 den TitelProfessor" haben. Das Jahr war im Ver­gleich zu dem vorhergehenden füll; nur die fürstlichen Fest­tage brachten Abwechslung in das Alltagsleben. Am Ge­burtstag des Großherzoglichen Paares hielt der Direktor die Festansprachede gloria Chatforum, am Geburtstag oes Kaisers, Prof. Rahn über die Bedeutung des Tages von Bronzell. Die Schülerzahl betrug zu Anfang des Schuljahres 427. Während des Jahres traten 16 ein; im Sommer traten 14, im Winter 8 aus, sodaß der Bestand am Ende des Schuljahres sich auf 421 belief. Davon waren 395 Hessen. 347 Schüler gehörten dem evangelischen, 41 dem katholischen, 51 dem israelitischen Bekenntnis an; 1 war kon­fessionslos, 3 Muhamedaner. Da die VI. mit 56 Schülern, überfüllt war, mußte sie am 15. Juli geteilt werden, und VLB. mußte sich, bis die 3. Vorklasse im sog. Turmhaus untergebracht war, mit der Aula begnügen. Herr Albert Klein wurde mit der Führung dieser Klasse betraut, während die Seminarmitglieder zu weiterer Deckung des Stunden­bedarfes herangezogen wurden. Am 25. November 1901 wurde dem Direktor der Charakter als Geheimer Schulrat verliehen. Am L November gab Oberlehrer und Privatdozent Dr. Kornemann seine Stellung im Gymnasium auf, um sich ganz seinem akademischen Beruf als Dozent der Alten Geschichte zu widmen. Für ihn trat Professor Rahn, bisher am Gymnasium in Woms, in die Lucke, und zwar übernahm er, um die Unterrichtsverteilung nicht zu stören, zunächst die Stunden seines Vorgängers (Ordinariat in V1B). Während der Ge­sundheitszustand des Lehrerkollegiums im übrigen sehr günstig war, mußte Pros. Dr. Clemm vor Weihnachten zwei, der Direktor im Oktober eine Woche dem Unterricht fembteiben. Oberlehrer Urstadt hatte für eine Studienreise nach Paris einen vierteljährlichen Urlaub bis Pfingsten und wurde durch Alb. Klein vertreten. Auch Dr. Kornemann mußte mehrere Wochen, Dr. Schmitt von Pfingsten bis Herbst aussetzen. Aus dem Schülerkreis entriß der Tod zwei

brave hoffnungsvolle Schüler der Vorschule. Wilh. Schädel starb in den Weihnachtsferien, Hans Egly am 23. Ja­nuar 1902, in den Herbstferien Karl Bogunjewski, ein braver Schüler ber 111B. Der Sanitätskursus wird diesmal im April und Mai stattsinden, um auch Hebungen im freien Gelände zu ermöglichen.

** Die Höhere und Erweiterte Mädchenschule veranstaltet am Freitag, nachmittags 3 Uhr m Steins Saalbau eine Schlußfeier, zu der die Eltern und nächsten Angehörigen der Schülerinnen eingeladen sind. Das Mitbringen von Kindern, auch von solchen, die die Vorschulen besuchen, kann mit Rück- icht auf den sehr beschränkten Raum nicht gestattet werden. Zur Aufführung kommt: Waldmeister und Rebenblüte. Ein Elfenmärchen mit teilweiser Benutzung eines Roquette'schen Werkes von Johanna Siedler, in Musik gesetzt für zwei- timmigen Chor und Soli mit Klavierbegleitung von Hof­kapellmeister August Klug Hardt. Die Soli haben Frau Prof. Rahn und Frl. Joh. Krausse, die Klavierbegleitung hat Herr Mulch übernommen.

* * Kaufmännische Fortbildungsschulen. Nachdem auf Antrag der Großh. Regierung von den Land- tänden des Großherzogtums ein Staatsbeitrag zur Förderung des kaufmännischen Fortbildungsschulunter­richts bewilligt worden ist, hat die Regierung die obere Leitung und Aufsicht über das kaufmännische Fortbil­dungsschulwesen den Handelskammern übertragen. Dabei sind folgende Grundsätze aufgestellt: Die Dauer des Schulunterrichts umfaßt drei Jahre, jedes Jahr zu 40 Unter­richtswochen, jede Woche zu sechs Lehrstunden. Tev Unter­richt muß bis spätestens 7 abends beendigt sein und hat ich auf die Ausbildung nicht nur in den Elementarfächern, andern auch in den kaufmännischen Fächern zu erstrecken, worüber die Handelskammern nähere Bestimmungen treffen. Nur diejenigen kaufmännischen Schulen, welche sich der Aufsicht der Handelskammer unterstellen und nach den vor- tehenden und von der zuständigen Handelskammer weiter­hin etwa erfolgenden Vorschriften richten, haben künftig Anspruch darauf, daß ihr Besuch von dem Besuche des allgemeinen Fortbildungsfchulunterrichtes befreit. Vorbe­dingung zur Aufnahme ist der in allen Fächern erfolgreiche Besuche der ersten Klasse einer Volksschule oder einer ihr mindestens gleichwertigen Anstalt.

* * Der Schluß der landw. Winterschulen 1902 fällt auf folgende Termine: Mainz Mlltwoch, 12. März, Alsfeld Donnerstag, 13. März, Büdingen Freitag, 14. März, Darmstadt Samstag, 15. März, Alzey Montag, 17. März, Worms Dienstag, 18. März, Friedberg Mittwoch, 19. März, Langen Donnerstag, 20. März, Heppenheim Freitag, 21. März und Michelstadt Samstag, 22. März.

^Pensionierung. In den Ruhestand wurde versetzt der Monteur bei der Main-Neckar-Eisenbahn Wolfs zu Darmstadt auf fein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. April.

* * Ernennung. Ernannt wurde der Vorarbeiter bei der Main-Neckar-Eisenbahn Geilfus aus Darmstadt zum Monteur bei dieser Bahn mit Wirkung vom 1. April.

* * Einziehung der Zeitungsgelder. Nachdem die versuchs­weise eingeführte Einziehung der Zeitungsgelder durch das Postbestellpersonal sich allgemein bewährt hat, soll das Verfahren dauernd beibehalten werden. Wir bitten unsere verehrten Postabonnenten, von der Einrichtung im Interesse ihrer Bequemlichkeit und der rechtzeitigen Zustellung der Zeitung beim Vierteljahrswechsel einen möglichst ausge­dehnten Gebrauch zu machen.

" In der hiesigen Klinik befindet sich eure Frau aus Egelsbach, die eine schwere Magenoperation glücklich über» landen hat. Dieser Tage wurde sie von ihrer erwachsenen Tochter besucht. Diese fragte chre Mutter, ob sie die cm sie abgeschickten sechs Mark empfangen habe. Die Mutter ver­neinte die Frage. Es stellte sich heraus, daß die Tochter einer Schwindlerin in die Hände gefallen ist. Unter dem Vorgeben, sie käme von Gießen aus der Klinik und sei von der Mutter des Mädchens beauftragt, sechs Mark zu erheben, erschwindelte von der letzteren eine Frauensperson das Geld und verduftete damit. Hoffenllich gelingt es, der Gaunerin ihr Handwerk zu legen.

* * Gesuche um Verleihung desGoldenen Kreuzes" an Dienstboten für langjährige treue Dienste in ein und derselben Familie zum 11. März 1903 müssen dis längstens den 15. Februar t I. bei dem Oberhofmeister Frecherr v. Riedesel zu Eisenbach eirrgereicht sein.

S ch o t te n, 10. März. Einer von den beiden wegen des Raubanfalls im Einartshäuser Wald, von dem wir urzlich berichteten, inhaftierten Burschen wurde, da ich feine Schuldlosigkeit erwies, wieder freigegeben. Desto chlimmer stellt sich die Angelegenheit für den eigentlichen Schuldigen, der jetzt nicht nur des Raubes, sondern auch noch eines anderen Verbrechens gegen die 71jährige Frau aus Gonderskivchen bezichtet wird. Der Attentäter ist erst 21 Jahre alt und kehrte von der Rekrutierung vom hiesigen Rathause zurück; jedenfalls stand er bei Verübung seiner That unter dem Einflüsse des Alkohols. In dem benachbarten Stornfels wollte die Frau eines Land­wirts an einer abschüssigen Stelle das Hemmwert des Wagens, dessen Kurbel sich zwischen Vorder- und Hinter­rad befand, zuschrauben; dabei kam sie zu Fall und geriet unter das Hinterrad. Sie wurde eine Strecke durch das bereits teilweise gehemmte Rad fortgeschleift und liegt jetzt an den Folgen des Unfalls schwer verletzt darnieder.

§ Vadenrod, 12. März. Ein Mann, namens Heddrich aus Heblos, kam jüngst zum Besuch seiner verheirateten Tochter hierher. Kaum hatte er das Haus betreten, so stürzte er, vom Schlage getroffen, tot zu Boden. Als Leiche wurde er noch an demselben Tage nach seinem Heimatsorte zurück­gebracht, den er am Morgen gesund verlassen hatte.

0 Ober-Ohmen, 12. März. Die Preise bei den ersten Brennholzversteigerungen in den Frhrl. Riedesel'schen Waldungen waren sehr gering im Verhältnis zu den früheren, bet den letzten Versteigerungen haben sie aber wiederum erneu bemerkenswerten Aufschwung erfahren. Nur das Werkholz blieb billig. Vier Raummeter Buchenrollen (zer­sägte Stämme) kosteten 2830 Mk., desgl. Spalten 26 bis 28 Mk., Prügel 1824 Mk., 6 Meter Buchenreisig 8 bis 10 Mk. Scharlach und Masern herrschen immer noch unter den hiesigen Schulkindern, sodaß die Schule noch nicht wieder beginnen konnte und auch jedenfalls bis zum Schlüsse des Schuljahres geschlossen bleiben wird. Auch unter den Kindern zu Ruppertenrod treten Masern und Röcheln auf. Ueberhaupt sind Erkrankungen unter Erwachsenen und Kindern, namentlich influenzaartige Fälle, in unserer Gegend außerordentlich häufig.

Kandel und UerKehr. Volkswirtschaft.

Oberursel, 11. März. Die Aktiengesellschaft für Spinnerei und Webereian der hohen Mark" hat im letz­ten Geschäftsjahre, dem ungünstigsten seit mehr als 30 Jahren, mit ca. 140 000 Alk. Verlust gearbeitet. Die Unterbilanz belauft sich jetzt auf 319 606 All. bei 600 000 Mk. Aktienkapital.

Verein für chemische Industrie in Mainz. Der JahrA- abschluß ergiebt einen Ueberschuß von Mk. 616 729 gegen Mk. 572106 im Vorjahre. Die Dividende ist auf 8 Prozent rote tm Vorjahre festesetzt.

Frankfurter Maschinenfabrik Act.-Ges. Frankfurt a. M. Die Aktien dieser Unternehmung wurden im Jahre 1901 durch die Pfälztsche Bank zum Kurse von 142 Prozent in Frankfurt eingeführt. Im ersten Geschäftsjahre 1899 verteilte die Gesellschaft 25 Prozent Dividende auf die gegen die Sachemlagen gewahrten 725 000 Mk. Aktien sowie 5 Prozent p. r. t. auf 275 000 Mk. aus Alk. 310 080 Reingewinn nach Mk. 97 807 Abschreibungen. In 1900 ging der Reingewinn nach Alk. 76 614 Abschreibungen auf Mk. 150 683 zurück. Es wurden 12 Prozent Dividende auf Mk. 1 Million ausgeschüttet. In Folge dessen sind die Aktien vorläufig bis auf pari zurück- gegangen.

Gesellschaft für Brauerei, Spiritus und Preßhefenfabri- katiou vorm. Sinner Grüuwinkel. Diese Gesellschaft, die zum Spiritusring gehört, hat im abgelaufenen Jahr einen Reingewinn von Mk. 907 502 erzielt. Tie Aktionäre erhielten eine Dividende von 12 Prozent. Die flüssigen Mittel der Gesellschaft erfahren durch die Dividendenzahlung, die 600 000 Mk. erfordert, eine Schmälerung, die um so mehr ins Gewicht fällt, als die fumnzielle Lage der Ge­sellschaft ohnehin ziemlich stark gespannt ist.

Märkte.

Limburg a. d. L., 12. März. Frachtmarkt. Durch- schnittspreise pr. Malter. Roter Weizen 14.40 Mk., Weißer Weizen 14.00 Alk., Korn 10.60 Mk., Gerste 9.40 Mk., Hafer 8.57 All., Erbsen 0.00 Mk., Kartoffeln 0.00 Alk.

Artmterliewegung.

Mainz, 11. März. Nach Anerkennung des Lohntarifs ist die Arbeit bei der Firma Julius Herzberger (Inhaber Louis Heß), Herrenschneiderei, wieder ausgenommen roorben.

Gottesdienst in der Synagoge, Südantage.

Israelitische ReliyionsgcmeinLe.

Samstag, den 15. Mär^ 1902.

Vorabend: 615 Uhr. Morgens: 9 Uhr. Nachmittags: 3 Uhr Schrifterklärung. Sabbathausgang: 7" Uhr.

GoürÄnrnst brr israelitischen Keligionsgeseüschast.

Sabbathfeier am 15. März 1902.

Freitag abend 600. Samstag vormittag 8*°. Nachmittag 3. Sabbathausgang 7".

Wochengottesdienst: morgens 6" Uhr, abends 600 Uhr.

Krieskasten der Redaktion.

(Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.

Wir werden um die Beantwortung folgender Anfrage ge­beten:Ist es möglich, die preußische oder gar deutsche Armee (Friedensstärke), Mann dicht an Mann gestellt, auf dem Trieb auf­zustellen, wenn man zu demselben auch die abschüssigen Teile und die angrenzende Chaussee hinzunimmt, und zwar das Heer ohne Pferde, ohne Artillerie und Gepäck, alle zu Fuß gedacht?" Natür­lich sind wir nicht imstande, die Frage ausgiebig zu beantworten. Wrr bitten aber um Meinungsäußerungen aus unserem Leserkreise über die Frage, aus deren Vergleich sich vielleicht annähernd eitu richtige Lösung ergeben könnte.

Meteorologische Beobachtungen der Stativ« Gießen.

März

Barometer auf 0° reduziert

Temperatur der Luft

Absolute Feuchtigkeit

Relative Feuchtigkeit

Windrichtung

Windstärke

Wetter

12. 2

750,1

+ 6,5

34

43

S.

2

Sonnenschein

12. 9

750,2

+ 0,6

4,0

83

NNE.

1

Sternh.Humn.

13. 7"

752,6

- 24

3,7

94

E.

2

Heller ,

Höchste Temperatur am 11.12. März + 11,3° C.

Niedrigste 11.12. , 4,1° C.

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