Ausgabe 
12.4.1902 Drittes Blatt
 
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frage seinen Arzt.

2053

vom

Güterversteigerung. Tropelin

Montag den 14. April, nachmittags 2'/» Uhr, erspart die WMeiche.

sollen die den

Grundstücke

auf hiesigem

veranschlagt zu

2850

Mk.

»

168.75

820.

2896

Spezialität; Billige Ausgaben.

960|

ff

ff

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Abteilung wird der iheinpfalz, Württem- Vorführuna bringen iscbe Aus- , oie zum

Bekanntmachung,

die Reinigung der Schornsteine betreffend.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum.

473.80

265.

Den größten Raum in der Erzeugnisabteilun. Tabak einnehmen, welchen Baden, Elsaß, dieR' ,

berg und Brandenburg mit 850 Proben zur Vorführung bringen werden. Eine ebenfalls für Süddcutschland charakteristif' ~ " stellung bilden etwa 200 SQummem Edelbranntweine, 0.....

PreiSbewerb stehen. An Brau- und Brenngerste und-Weizen werden 108 Nummern vorgeführt werden und von Hopsen 79. Es sind dies diejenigen Proben, welche auf der Berliner Vorprüfung im Herbst 1901 mit Preisen ausgezeichnet worden sind. Außerdem wird noch eine größere Sendung von Hopfen aus dem Elsaß zur

Großh. OrtZgericht Gießen. Gros.

408.

168.

36.

April, nachmittags 2/2 Uhr, Chr. Löber I. Erben gehörigen

a) Turmstraße.

1. Steinhauerarbeiten in Lungsteinen .

2. Maurerarbeiten .....

3. Erdarbeiten zur Kanalisation . .

4. Eisenguß-Lieferung ....

. 5. Lieferung von glasierten Thonröhren

6. Pflasterarbeiten .....

7. Liefern und Verlegen von Cement- Trottoirplatten . . .

8. Lieferung von 4 Waggon Schlackensand

9. Lieferung von 1 Waggon Basaltgries

b) Gießenerstratze.

10. Maurerarbeit zur Kanalisation .

11- Lieferung von glasierten Thonröhren (Steingut) .....

12. Steinhauerarbeiten in Lungsteinen .

13. Liefern und Verlegen von Eement- Trottoirplattcn ....

Lich, den 9. April 1902.

Fort mit Soda und Bleichsoda, verwendet als Zusatz zur Seife nur Tropelin.

Man mache einen Versuch und man wird von der Wirkung, Ein­fachheit, Zeitersparnis überrascht sein und in Zukunft nur das unschädliche Tropelin verwerrden. Zu haben mben bekannten Nieder­lagen in Packeten zu 10, 15 und 25 Pfg. 2558 Fabrikant: L. Spuck II., Lollar.

Vertreter gesucht.______

Bemerkt wird, daß die Wiese in der Speck, Gemarkung Wieseck, in einzelne Morgen aufgeteilt ist und so ausgeboten wird.

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274.50

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klinisch erprobt und ärztlicherseits mehrfach als geradezu ideales Schnupfenmittel bezeichnet! Bei leichtem Schnupfen Forman-Watte lDose 30 Pfg.) In hartnäckigen Fällen Forman-Pastillen zum Jn- haliren 50 Pfg. Wirkung frap­pant! In allen Apotheken. Man

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Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. Heller.

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aus der Fabrik von A.W. Andem3 Ch in Beuefam Rhein.

-"Xusier. Anlegung, beweise über Bewährung postfrei und umsonst

Zu haben in Gieße» auf dem Fabriklager bei Herrn Emil

Horst, Riegelpfad. 175

Landwirtschaft.

Die Erzeuguisabteiluug auf der 16. Wanderausstellung der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft zu Mannheim vom 5. bis 10. Juni 1002.

Dergeöung von Mauaröeiten

bei der Stadt Lich.

Donnerstag den 17. April 1902, mittags iys Uhr, sollen zur Herstellung der Turmstraße und Fortsetzung des Trottoirs an der Gießenerstraße nachstehende Arbeiten und

Ortsgericht einer nochmaligen Versteigerung ausgesetzt werden.

Lieferungen durch öffentliche Versteigerung in Akkord gegeben werden, als:

Vorhänge

in weiß und cröme.

Großer Posten v. Mk. 3.50 anp. Fenster.

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Für die psychiatrische Klinik soll die Lieferung von 100 Centn ern guter Speife- tartoffelu auf dem Wege der öffentlichen Submission vergeben werden.

Die für diese Lieferung gil- tigen allgemeinen Bedingungen (Erlaß der Großh. Ministerien vom 16. Juni 1893) und die speziellen Bedingungen liegen an den Wochentagen nach­mittags von 3 bis 5 Uhr auf dem Verwaltungsbureau offen.

Offerten sind versiegelt mit entsprechender Aufschrift ver­sehen und unter Beifügung von Probekartoffeln bis zum Samstag den 19. April 1902, vormittags 11 Uhr, auf dem erwähnten Bureau abzugeben.

Der Zuschlag erfolgt bis 26. April 1902. 2868

Gießen, am 8. April 1902. Großh. Verwaltungs-Direktion der psychiatrischen Klinik.

I. V.: Dr. Dannemann.

_____ytex»

Benz & Co., Rheinische Gasmotorenfabrik, Act.-Ges., Mannheim. | Neuer Kraft-Gasmotor BENZ sein Gas selbst erzeugend.

Betriebskosten

sich bei Grünberg passende Plätze für eine größere Irren­anstalt finden lassen, so muß andererseits darauf hinge­wiesen werden, daß dies für die in der Gemarkung Leih­gesternGroßenlinden vorgeschlagenen Plätze nicht der Fall war, daß nicht allein die Bodenbeschaffenheit und die Unter­grundverhältnisse an sich, sondern auch die ganze Lage des Platzes der Besichtigungskommission wenig passend erschien.

Tie rheinhessische Irrenanstalt soll nach dem Wunsche der Regierung in Alzey errichtet werden.

Aus den Darlegungen der Regierung geht weiterhin hervor, daß die Notwendigkeit einer Entlastung der psychia­trischen Klinik durch Evacuation und die Schaffung einer Abteilung für kriminelle Irre besonders dringlich erscheine, daß daher mit dem Neubau entsprechender Abteilungen, d. h. eines Baues für Kriminelle und für unruhige Männer nebst dem Verwaltungsbau und den Wirtschafts­gebäuden in O b e r h e s s e n m Ü g l i ch st rasch vorgegangen werden müßte. Die Einrichtung einer Abteilung für geisteskranke Verbrecher und verbrecherische Irre ist auch vom Ministerium der Justiz in Anregung gebracht worden und die Unmöglichkeit, jeweilig unruhige geistes­kranke Männer in die Landesirrenanstalten abschieben zu können, hat die Aufnahmefähigkeit der psychiatrischen Klinik schon wiederholt in Frage gestellt. Sollte die Wahl der Plätze gebilligt werden, dann würde nach dem Gelände­erwerb zunächst an die Feststellung und Bearbeitung der Pläne für die beiden Anstalten herangetreten werden müssen. In Kapitel 124 Titel 18 des Hauptvoranschlages für 1902/03 E 21 sind für Ausarbeitung der Pläne und Veranschlagung der geplanten Anstalten je 8000 Mk., zusammen 16 000 Mk. vorgesehen. Ter Antrag der Regierung geht auf Bewilli­gung dieser Summe. In einer erläuternden Bemerkung zu dem gleichen Titel sind für jede der beiden Anstalten 1800 000 Mk. in Aussicht genommen, wobei die Erfahrung, daß je ein Bett oder ein Platz auf 4500 Mk. kommen würde, leitend war. Bei rascher Förderung der bezüglichen Vorarbeiten würde es möglich werden, vielleicht noch im Herbst laufenden Jahres mit der Fundamentierung und Unterkellerung der Mftc der beiden Anstalten beginnen zu können; voraussichtlich würde dazu eine Summe in der Höhe von 7 Prozent des halben Bautäpitals für die beiden Anstalten, also etwa 120 000 Mk. genügen. Nach dem Vor­ausgeschickten geht die Vorlage der Regierung dahin: 1. zu genehmigen, daß die für Oberhessen geplante Landesirren­anstalt in die unmittelbare Nähe von Gießen, diejenige für Rheinhessen bei Alzey errichtet werde, 2. für Aus­arbeitung der Pläne und Veranschlagung der geplanten Neubauten je 8000 Mk. zusammen 16 000 Mk. und 3. als erste Baurate für die Errichtung der beiden Anstalten 120 000 Mark als Nachtragsforderung zu bewilligen.

-velcher für die psychiatrische Klinik, für die wissenschaftliche Durchbildung der jungen . Mediziner und für die Fortbildung der psychia­trischen Wissenschaft an der Lande sunive r- si.tät an sich von der innigen nahen Verbindung der Klinik mit einer. Irrenanstalt erwartet werden darf. Die Re­gierung wiederholt in der Vorlage einen Ausspruch des Geheimrats Dr. Ludwig, der bekanntlich bereits in einem sehr vortrefflichen Artikel imGieß. Anz" für die Erricht­ung der Anstalt in Gießen eingetreten ist, sowie folgende Bemerkung der Redaktion des Gießener An­zeige rs vom 22. März v. I.:

Es ist von höchstem Interesse und von größter Wich­tigkeit, daß das Krankenmaterial in der Klinik für die studierenden Mediziner ständig, oder möglichst oft wechselt. Nur durch Vorführung verschiedener Fälle kann dem Stu­denten die Ausbildung zu teil werden, die er in diesem jüngsten Zweig der medizinischen Wissenschaft braucht. Tie Geisteskrankheiten sind zu verschieden, als daß ein­zelne Patienten allgemeine Schlüsse zur Behandlung zu­ließen. Tas ist so klar, daß es eines Beweises nicht bedarf. Neue Fälle bringen dem Psychiater neue Rätsel, deren Lösung oft wohl erst der Vergleich mit den anderen Kranken bringen kann/'

Diese unsere Ausführungen werden von der Regierung noch weiter ausgebaut und auch mit Recht der Gewinn hervorgehoben, der sich für die Irrenanstalt wie für die psychiatrische Klinik aus der Nähe weiterer klinischer und wissenschaftlicher Institute überhaupt ergeben würde. Tie 9iähe des pathologisch-anatomischen Instituts wird sich durch Unterstützung bei der Deutung der erhobenen Leichenbefunde ebenso wertvoll erweisen, wie die zu jeder Zeit zu Gebote stehende Hülfe durch den inneren Kliniker, den Chirurgen und Gynaekologen, insbesondere auch den Ophtalmologen beim Auftreten von Komplikationen, bei vorkommenden Ver­letzungen; in wichtigeren Fällen können seltene pathologisch- anatomische Befunde aucty den Studierenden zugänglich ge­macht werden. Zu allen diesen Gründen kommen nun weiter noch die wertvollen Beziehungen, die sich aus der Nähe der größeren Stadt für den bautechnischen und ökonomischen Betrieb der Anstalt ergeben, wie das Vorhandensein leist­ungsfähiger Handwerker und Geschäftsleute, maschinentech- nsicher Arbeiter und Aufsichtsbeamten usw. Auch die Rück­sicht auf die Beamten und Bediensteten der Anstalt wird in der von der größeren Stadt reichlicher dargebotenen Gelegenheit zu körperlicher Erholung und geistiger Er­frischung, zur Erziehung und zum Unterricht der Kinder usw. chre Beachtung finden.

Das Ministerium kann sich der Meinung nicht ent- schlagen, daß das Gewicht der aufgezählten Gründe zu Gunsten des Platzes bei Gießen und einer innigen, unmittel­baren Verbindung der Irrenanstalt für Oberh-essen mit der psychiatrischen Klruik den Ausschlag geben müsse. Nachdem , mit Sicherheit zu erwarten steht, daß der Erwerb des not- < wendigen Geländes bei Gießen die von beiden Kammern genehmigte Summe von 150 000 Mk. 75 000 Mk. nicht übersteigen wird, bleibt von den für Grün berg geltend zu machenden Gründen nur die Rücksicht auf die geschädigte 1 wirtschaftliche Lage des Landstädtchens übrig. So wünschens- 1 wert es wäre, Grünberg einen Ersatz für den Verlust einer ' großen Zahl von Amtsstellen durch Errichtung einer Krankenanstalt daselbst zu bieten, so scheint doch die vor- \ liegende Gelegenheit, einen derartigen Versuch zu machen, J wenig geeignet. Wenn es als richtig anzusehen ist, daß .

Vorführung kommen. Flachs bringen sechs Aussteller aus Baden. Von norddeuffchen Provinzen liefern Posen und Schlesien hiervon 22 Nummern.1 ;Jn der Hanfabteilung werden 66 Aussteller aus Baden und Elsaß-Lothringen mit 86 Losen Rohhans und 13 Num­mern der verschiedensten Bearbeitungssormen erscheinen. Auch die Molkerei-Ausstellung wird eine sehenswerte werden. Um diese zu beschicken, haben auch die norddeutschen Gebiete den weiten Weg nicht gescheut und haben die Zahl der Anmeldungen aus Süd­deutschland sogar übertroffen; denn von 450 Butteranm el- dungen aus allen Teilen Deutschlands steht Schleswig-Holstein mit ungefähr 200 Proben an der Spitze der Beschickung, dann folgt Bayern mit 73, Württemberg mit 40, Westfalen und Lippe mit 26 und Elsaß-Lothringen mit 20 Proben. Weitere Länder, bezw. Pro-- vinzen sind mit kleineren Beschickungen vertreten. Ferner werden sich etwa 150 Käseaussteller mit 250 verschiedenen Sorten aus Schleswig-Holstein, Westfalen, Lippe, Waldeck, Elsaß-Lothringen und dein bayerischen Allgäu beteiligen. Besondere Beachtung verdient auch die Dauerwarenausstellung, welche in diesem Jahre wieder veranstaltet werden wird. Die Anmeldungen betreffen in der Hauptsache Dauerbutter, Teig waren und Weine. Im ganzen werden sich 46 Aussteller beteiligen.

Auch die Samenausstellung, zu welcher sich 15 Aus» steller mit 81 Nummern angemeldet haben, wird die Beachtung der Besucher verdienen. Zu ihr zählt die Vereinigung deutscher Saatgutzüchter, bestehend aus 9 Ausstellern mit etwa-50 Nummern. In erster Reihe beteiligen sich an dieser Ausstellung die Provinzen Sranbcnburg, Sachsen, Rheinprovinz, Westfalen, Pommern, ferner Baden, Sachsen-Weimar-Eisenach und Königreich Sachsen.

Mitten im Weinland wird hier in Mannheim wieder eine T r a u b e n w e i n k 0 st h a l l e errichtet werden, die zum Bedauern vieler Besucher in den letzten beiden Jahren nicht in der früheren Form eingerichtet war. Die Traubenweinkosthalle wird aus den wesentlichsten Gebieten des deutschen Weinbaues beschickt werden, sodaß etwa 130 Proben der besten deutschen Gewächse zur Stelle sein werden. Außerdem wird Obst- und Schaumwein von 7 Aus­stellern in einer besonderen Halle, wie immer, vertreten sein.

Schließlich findet eine kleinere Ausstellung von Dünger, Futtermitteln und anderen Hilfsmitteln für den lcmdwirt-- lichen Betrieb statt.

Die Ministerien beider Länder, welche den Ausstellungsgau bilden, also von Baden und Elsaß-Lothringen, werden in sehr um­fänglicher Weise die Landeskultur in den verschiedenen Zweigen der landwirtschaftlichen Verwaltung zur Darstellung bringen, und zwar hat jedes der beteiligten Ministerien einen größeren Zeltbau für die Vorfübrrmg vorgesehen. Die deutsche Kornhauskommission wird auch diesmal wieder ihre Be­strebungen zeigen.

Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntnis, daß _____

1. April 1902 bis dahin 1903 der südöstlich der Straße von Frank­furt nach Marburg gelegene Stadtteil dem Kaminfeger Keil, und der nordwestlich dieser Straße gelegene Stadtteil dem Kaminfeger Zwesch zugewiesen worden ist.

Gießen, den 7. April 1902. 2926

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Studium und Militärdienst 584

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Die Stelle des besoldeten Beigeordneten der Stadt Gießen ist wegen Rücktritt des bisherigen Inhabers in den Staatsdienst aus die Dauer von 12 Jahren neu zu besetzen.

Das Gehalt beträgt jährlich 4500 Mark, steigend von 3 zu 3 Jahren um je 500 Mark. Etwaige Vordienstzeit im Staats­oder Gemeindedienst kann bei Bemessung des Anfangsgehaltes be- rücksichttgt werden. Ruhegebalt, Wittwen- und Waisenversorgung sind wie bei höheren Staatsveantten geregelt.

Bewerber, welche die Befähigung zum höheren Verwaltungs­dienst oder zum Richteramt in Hessen besitzen, wollen ihre Mel­dungen mit kurzem Lebenslauf und Zeugnisabschriften bis zum 27. d. Mts. an unterzeichnete Stelle gelangen lassen.

Gießen, den 11. April 1902. 2927

.Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum.

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