Ausgabe 
11.2.1902 Zweites Blatt
 
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weilten. Ta man vorher beobachtet Halle, daß W. mit einem Kaufmann zur Tages- und Abendzeit auf einem Roulette übten, so war der Verdacht entstanden, daß jenes Zimmer als Spielhölle benutzt würde. Dadurch kam die Sache zu Ohren der Polizei, die das Nest ausnahm und zwei Roulettes beschlagnahmte. Soviel bisher bekannt ist, hat W. eine Reise nach Monako unternommen, sich dort die Roulette? beschafft und wahrscheinlich auch m der Handhabung Überweisung er­halten. Wer die Bankhalter waren, wer mit Gewinn oder Verlust das einsame Zimmer verlassen hat, muß bei den noch mchl abgeschlossenen Feststellungen einer späteren Veröffent­lichung vorbehalten bleiben.

* lieber neue Moden in den Haartrachten schreibt ein englischer Modebericht: Die neue Mode in den Haartrachten, wie sie zu Gesellstt-aften getragen werden, bestehl darin, das Haar an beiden Seiten hervortreten zu lassen und diese hervortretenden Teile mit den üblichen Kämmen zu halten. Dann wird das Haar hinten in drei Heine Nollen horizontal eine über der andern gerade auf hem Nacken arrangiert. Das ist nicht schwierig und erfordert auch durchaus wicht reichlichen Haarwuchs. Ein Scheitel in der Mitte ist jetzt sehr oft zu sehen und steht einigen Gesichtern sehr gut, besonders Wenn das Haar an beiden Seiten nicht zu flach gehalten ist. Dies letztere würde sehr altmodisch ausiehen, m einer Zeit, wo das Wesentliche der Frisur darin besteht, das Haar um das Gesicht so lotter wie möglich zu tragen, sodaß es dasselbe einrahmt. Dadurch sieht das Gesicht schmal aus, und diese Haarfrisur sollte immer bei breiten Gesichtszügen und sehr vollen Backen getragen wer­den. Obgleich oas Haar jetzt immer hervortritt, wird es oollfommcn eigen arrangiert, in: Gegensatz zu denästhett- schen" Frisuren, bei denen das Haar sehr sorglos behandelt wurde und mehr vogelnestartig aussah. Am beliebtesten als Putz sind kleine Blumenkränze oder Blätterkränze, Schmetter- Unge aus mit Juwelen besetztem Chiffon oder Spitze, ober Aigrettes aus Blumen und Knospen. Manchmal wird ein 6tud hellfarbigen Sammetbandes zwischen die Locken der Frisur gedreht. Weiße Blumen sehen in grauem Haar gut aus, besonders wenn sie mit einem Knoten schwarzen Sammetbandes gebunden sind. Ist das Haar sehr dick und schön, so braucht es weiter keinen Ausputz, aber ein kleiner Knoten aus weißem, schwarzem oder farbigem Tüll ist manch­mal sehr wirkungsvoll

New York, 10. Febr. Hoch in Detroit (Michigan), Vize­präsident der (Litt) Savinas Bank, unterschlug 1 Million Dollars. Die Bank ist fallit.

Märkte.

Gießen, 11. Februar. Marktbericht. Aus dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter pr. Psund 0,901,00 Mk., Hühner­eier pr. Stück 78 Pf., 2 Stück 00.00 Ps., Jläfc pr. Stück 57 Pf., Kasematte 2 Stück 00 Pfg., Erbsen pr. üitcr 19 Psg., Linsen per Liter 32 Psg., Tauben pr. Paar 0,901,00 Hühner pr. Sluck

1,201,50 ÜJtf., vahnen pr. Stück 1,302,00 Alk., Enten pr. Stück 2,202,50 Alk., Gänse pr. Psd. 0000 Psg., Ochscnftcisch pr. Psund 6676 Psg., Kuh» und Rindfleisch pr. Pfund 6064 Psg., Schweine- leisch pr. Psund 7080 Psg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 84 Psg., Kalbfleisch pr. Psd. 6066 Psg., Hammelfleisch pr. Pfund 5070 Pfg., Kartoffeln pr. 100 Kar. 3,500,00 Alk., Weißkraut per Stück 0000 Pfg., Zwiebeln pr. Zentner 7,008,00 Alk., Aiilch per Liter 1b Pfg. Acpfel per Psd. 915 Pfg., in Körben 1215 Psg. Trauben 3550 Pfg., Tomaten per Psd. 1820 Pfg.

Tauer der Marktzeit von morgens 8 Uhr bis nachmittags 2 Uhr, während der ersten drei Stunden der Marktzeit darf nicht im Umherziehen seilgeboten werden.

Meteorologische Bcobuchtungen der Station Gießen.

Wetter

Februar

-O

-

§

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C H

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10.

2,s

738,5

+ 1,7

3,3

64

W.

2

Sonnenschein

10.

9"

736,0

+ 0,4

3,8

78

E8E.

1

Bed.H., Echnee

11.

7

738,0

0,6

4,1

94

NW.

6

Bcd. Himmel

»ochste Temperatur am 9. Febr. bis 10. Febr. 4- 3,2° C.

fiebrigste , 9. ,10. , 3,9° C.

Schiffsnachrichten.

Norddeutscher Lloyd.

In Gießen vertreten durch Earl Loos, Kirchenplatz.

Bremen, 10. Februar. (Per transatlantischen Telegraph.) Der ToppeischraubendampferBreslau^, Kapitän H. Feyen, vom 9lorddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 7 Uhr morgens wohl­behalten in Newyork angekommen.

Gerichtssaal.

Das Gewerbegericht ist zuständig für Lohnklagen, ist es aber auch umgekehrt zuständig, wenn zuviel gezahlter Lohn zurück- E' dert wird? Das Gewerbegericht Frankfurt a. Dl. hat die e bejaht, denn wenn die Rückforderung sich auch als eine e wegen ungerechtfertigter Bereicherung darstelle, so sei die verlangte Rückzahlung doch gleichzeitig eineLeistung aus dem Arbeitsverhältnis .

Brandenburg, 10. Febr. Ter Stalions-Eef in Togo, Haupt­mann Wegener, welcher der tödlichen Mißhandlung von Eingeborenen angeklaat und deswegen nach Deutschland zurück­geschickt worden war, ist vom Kriegsgericht freigesprochen worden

Kandwirtschaft.

** Der Verband rheiuhefsischer Weinhändler hat folgende .Änträge zu dem Entwürfe eines neuen Zolltarifs dem Reichstag unterbreitet: Zu Nr. 176 Anderer Branntwein, Kognak, Arrac, in Fässern den vorgesehenen Zoll von 150 Mark für 100 Kilo­gramm auf 125 Mark ermäßigen zu wollen Zu Nr. 177 Branntwein aller Art in anderen Behältnissen als in Fässern -i- Satt dem vorgesehenen Zollsatz von 241 Mk. für 100 Kilogramm en bisherigen Zollsatz von 180 Mk. zu belassen. Zu Nr. 178 Wein und frischer Aiost in Fässern oder Kesselwagen bittet der Verband den Reichstag dringend, die Staffelung der Zollsätze nach dem Weingeistgehalte beseitigen und einen einheitlichen Zoll für alle Weine und Moste bis zu 20 Grad Weingelstgehalt entführen zu wollen. Für letzteren Aittrag werden dieselben Erwägungen Sielicnb gemacht, die bei den verbündeten Regierungen für die Be- eitigung der Staffelung bei Branntwein den Ausschlag geben »ürften. Insbesondere wird bemerkt, daß Weine mit einem Wein­gehalt von 14 bis 20 Grad den einheimischen Weinen nur eine sehr geringfügige ^lonkurrenz bereiten, weil sie durch letztere nicht ersetzt werden können und weil sie zum großen Teile als Medizinal­weine Verwendung fmben.

Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.

" Bad-Nanheimcr Ltadtaulerhc. Unserem gestrigen Be­richt über die Vergebung der Bad-9tauheimer Stadtanleche tragen wir noch nach, daß in Gemeinschaft mit dem Bankhauje Ephraim Meher u. Sohn in Hannover auch das hiesige Baickhaus Jakob Grünewald sich mit 97,10 Prozent unter den Wettbewerbern befand.

Frankfurt a. M., 10. Febr. Der Reingewinn des Frank- futer Hypotheken Kreditvereins beträgt 1280 361 Alk. gegen 1251 528 Mark im Vorjahre. Tie Dividende wirb wieder mit 71/« Prozent beantragt

Berlin, 10. Febr. In der heutigen Sitzung des Aufsichtsrats der Rationalbank für Deutschland wurde seitens der Direktion die Bilanz und das Gewinn- und Verlust-Konto für das abgelaufene Geschäftsjahr vorgelegt Nachdem die außerordentlichen Reserven von Alk. 2 500 000 mit Mk. 1000 000 für den aus den Beziehungen der Bank zu der Allg. Deutschen Kleinbahn-Gesellschaft, Akt.-Ges., und dem Besitze von Werten derselben sich ergebenden Verlust, ferner mit Alt. 700 000 auf die Forderung an die Leipziger Bank in Leipzig, und mit Alk. 800 009 auf Eonsortialbestände ab­geschrieben worden sind, ergiebt sich auf Wechsel- und Zinsen-Konto ein Gewinn von Mk. 3 462 898.84 (im Vorjahr 4 498 179.50), Provisions-Konto 1 127 994.37 (1 465 672.83), Effekten- und Con- sorttal-Konto 543 826.37 (457 988.25), Sorten- und Koupons-Konto 36 461.40 (52 698.21), Gewinnvortrag aus dem Vorjahre 151 616.63 (109 c>08.34> Alark. Rach Abzug der Verwaltungsspesen von Alk. 1433 075.21 (1 462 452.01), Steuern 360 445.98 (367 013.56) und ferner nach Abschreibung auf Eonfortialbestände 1000 000 auf Conto-Corrent-Konto 462 939.11 (390 376.45) Alk., sowie auf Bank- gebäube- und Inventar-Konto 35 911,10 Alk., verbleiben verfüg­bar 2030425.70 Mk. Es wurde beschlossen, der auf den 27. März 1902 einzuberufenden Generalversammlung die Verteilung einer Dividende von 3 Pr oz. vorzuschlagen, dem Beamten-Pensions- unb Unterstützungsfonds 25000 Alk. zuzuwenden, für Bearnten- Gratisikationen 100 000 Alk. zu verwenden unb den verbleibenden Rest mit 105 42o.70 Alk. ach neue Rechnung vorzutragen.

Hamburg, 10. Febr. Tabak. Das Geschäft zeigte sich etwas lebhafter. Für Brasll-^abake herrschte reges Interesse, da un- Ä 25000 Ballen vorjähriger Ernte für Regiezwecke hier und achbarmarkt aufgenommen wurden. Es scheint dies eine Folge des schlechten Ausfalles der diesjährigen Ernte zu sein, welche trotz der früheren gegenteiligen Berichte nicht beit Anforderungen einer leichten, guten Ernte entspricht. Nach allem, was hier bisher von neuer Ware gezeigt wurde, dürften die Tabake schwerlich für bessere Zwecke Verwendung finden können, sodaß man schon jetzt auf die alten Bestände refleftiert Verkauft wurden ca. 1000 Packen St. Felix Tabake zu guten Preisen, ferner wurden einige kleinere Partien Rio Grande und Carmen begeben. Heber die Havana- Ernte laufen andauernd ungünstige Berichte ein. In anderen Sorten fehlten Zufuhren. Für türkische Tabake, namentlich billige Sorten, bleibt rege Nachfrage bestehen. Verkauft wurden zirka 600 Packen billige Griechen zu guten Preisen.

Neueste Meldungen.

OriginaldrahtmeUmugen des Gießener Anzeigers.

Berlin, 11. Febr. Die Reichsbank setzte heute chren Wechseldiskont auf 3pCt. und ihren Lombardziusfutz auf 4pEt. herab.

London, 11. Febr. In hiesigen Hofkreifeu wird ernstlich mit der Eventualität einer Vertagung der auf den 26. Juni angesetzten Krönungsfeier gerechnet und zwar mit Rücksicht auf die zunehmende Ausbreitung der Pocken-Epidemie. Amtlichen Kreisen kommt das nicht ganz ungelegen. Zn einem Times-Telegramm aus Pretoria heiht es:Trotz der ge­waltigen Ausdehnung der Blockhaus-Linie sei es nicht möglich, auch nur einen Bezirk von dem Umfange der Grafschaft York als auf die Dauer vom Feinde gezaubert zu bezeichnen. Auch wurde selbst die Gefangennahme von D ewe t, Louis Botha und anderer leitenden Bnren-Generale keinen merklichen Einfluß auf den Fortgang des Krieges ausüben". Dieses Telegramm giebt die Auffasfnug des britischen Haupt-Quartiers wieder. Man macht sich deshalb iu leitenden Kreisen mit dem Gedanken erheblich längerer Kriegsdauer von neuem vertraut und wird, da man die Krönung keinesfalls vornehmen kann und will, bevor die Waffen ruhen, eventuell die Pocken-Epidemie als plausiblen Vorwand zu einem Aufschübe benutzen.

London, 11. Februar. Daily Chronicle veröffenllicht eine Mitteilung des Staatssekretärs von Indien, worin dieser be- kannt macht, daß in Roajpootana die Hungersnot noch durch ein Ueberhandnehmen der Ratten verschlimmert wird, die alle Vorräte anfgesreffen haben. Dec Regen bleibt noch immer ans. Die Zahl der Notteidenden beträgt 200,000. Das Blatt erklärt die Lage in Indien für noch schlimmer als die in Südafrika.

Loudon, 11. Febr. Die ministeriellen Erklärungen über die Zukunft von Wei-hai-wei haben in parlamentarischen Kreisen nicht befriedigt, weßhalb heute Lord Crauborue darüber interpelliert werden wird, ob die Entfernung der Besatzung in­folge des Abkommens mit Deutschland oder einer anderen Macht erfolgt ist.

London, 10. Febr. Kitchener meldet ans Pretoria vom 10. Febr. die Burenverluste betrugen in den letzten 3 Wochen 69 Tote, 17 Verwundete, 574 Buren wurden ge­fangen genommen, 57 ergaben sich. General French berichtet: daß ein aus 60 Wagen bestehender Convoi, der nach Beaufort westlich nach Fraserburg, ging und von 160 Mann eskortiert war, 30 Meilen vorn Bestimmungsort genommen. Der Oberst Crabbe trieb den Feind nach heftigem Kampfe zurück. Ten Engländern wurden zwei Offiziere und 11 Mann ge­tötet, ein Off izier und 47 Manu verwundet. Von den Buren wurden 24 Mann getötet und 47 verwundet. Von der Kolonne Darum, die bei Cativia operi rt und Nachts au dem Rückzüge angegriffen wurde, find 3 Offiziere und 7 Mann getötet, 17 Alaun wurden verwundet. Die Koloune von Donop, die von Lord Methuen am 7. Februar nach Walmirstadt gesandt wurde, überraschte am 8. Februar morgens ein Bnrenlager. Bei dem Ueberfaü wurden 2 Buren getötet, 3 Der­rn unbet und 33 gefangen genommen. Der Kommandant Pot- giester entkam.

Budapest, 1L Febr. Auf Anregung Deutschlands werden die Handelsverträge mit Deutschland, Italien und Serbien durch provisorische Verträge auf die Tauer eines Jahres ver- läng er t.

Breslau, 1L Febr. Ter Leiter der hiesigen Sing­akademie, Komponist und Musikschriftsteller Prof. Julius Schäfer, ist gestern im Alter von 78 Jahren ge­storben-

Dresden, 11. Febr. Wahrscheinlich wird sich auch der infolge seiner Niederlage amlsmüde Minister von Metz sch ins Privatleben zurüttziehen. Der Direktor im Staatsministerium Geheimrat Diller hat gestern den Abschied erhalten.

Chemnitz, 11. Febr. Der Laufmanns - Lehrling Schneider hat gestern ab em- nach 9 Uhr an der 33jähr. ledigen Direktrice Derlei einen Mordversuch be­gangen. Er lauerte ihr vor ihrer Wohnung auf und ver­suchte ihr mit einem Rasiermesser den Hals durchzuschneiden

Er wurde noch in der Nacht in dem Schuppen des Wohn­hauses seiner Mutter verhaftet. Als Motiv gilt die That- ache, daß die Oertcl von einem Einbruch lvußte, den der Lehrling im Gesttstifte seines Prinzipals begangen hatte.

Paris, 11. Febr. Nach einer Londoner Privatdepciche desMatin" ist die Meldung daß Uvischen der englisch«: und französischen Regierung eine geheime Abmachung über die Zuckers rage getroffen worden ist, vollkommen un­begründet.

Nachod, 11. Febr. Die Prinzessin Wilhelm vonSch au m bürg-Lippe, geb. Prinzessin von Anhalt, ist gestorben- Ihre Tochter, die Königin von Württem­berg, sowie ihr jüngster Sohn, der Prinz Max von Schaum­burg, sind hier eüigctroffen.

Sidney, 11. Febr. General Hntto, Befehlshaber der australischen Armee, hielt gestern eine Parade ab, wobei er eine Ansprache hielt, in der er den Militarismus verurteilt, uwd erklärte, Australien brauche keine Armee. Seine Miliz genüge vollständig zu feiner Verteidigung.

van H outeris cacao

Ein nahrhaftes, belebendes Getränk, welches einen wohlthuenden Einfluss auf die Nerven ausübt»

Salvatorbier. Tas weltberühmte Münchener Bier aus der Großbrauerei zum Paulanerbräu kommt wie alljährlich auch Heuer wieder Anfangs März zum Versandt!

Telephonischer Kursbericht.

Frankfurt a. M

37,o/0 Reicbeanleiho . . 102.30 30/g do. ... 91.90 8*/,% Konsole .... 101.95 3°/o do......91.65

3/a°/o Hessen .... 100.00 3% Hessen. 4% Oesterr. Goldrento . 103.20 41/,% Oesterr. tiilberrente 101.40 4% Ungar. Goldrento . . 101.10 40/0 Italien. Rente . . . 101.10 4V,% Portugiesen . . . 42.00 bO/, Portugiesen .... 27.60 1 % C. Türken . . . 28.10

Türkcnlose 115.20 4% Griech. Monopo.l-Anl. 45.60

11. Februar.

3°/q Mexikaner .... 26.80 4,/8"/o Chinesen .... 90.80 Electric. Bohuckert . . . 122.00

Nordd. Lloyd

Kreditaktien 219.80

Diskonto-Kommandit . . 194.50

Darmstädter Bank . . . 187.20

Dresdener Bank .... 138.60

Berliner Handelsges. . . 153.00

Oesterr. Staatsbahn . . . 148.00

Lombarden 20.80

Gotthardbahn 170.30

Laurahütte 205.50

Bochum 194.20

Harpener 168.50

4*/i% äussere Argentiner.

Tendenz: ruhig.

Bekanntmachung.

Der Boranschlag der Gemeinde Großen-Linden pro 1902/03 liegt vom 13. d. Mts. an während 8 Tagen zur Einsicht und Entgegennahme etwaiger Einwendungen bei uns offen.

Großen-Linden. am 11. Februar 1902.

Großh. Bürgermeisterei Großen-Linden. _____________________Leun.________________1280 Oeffentliche Vergebung.

Für Großh. Landgericht Gießen und die Staatsanwalt­schaft bei diesem Gericht soll die Lieferung der für 1902/03 erforderlichen Schreibmaterialien (mit Ausnahme der Arten­de ckel) und die Fertigung der Buchbiuderarbeiten im An- gebotswege öffentlich vergeben werden und können verschlossene Angebote und Muster der Materialien bis zum Eröffnungs­termin, Freitag, 28. Februar 1902, vormittags 11 Uhr, auf der Gerichtsschreiberei Großh. Landgerichts (Justizgebäude Zimmer Nr. 33) niedergelegt werden. Der Zuschlag bleibt 7 Tage vorbehalten.

Die Vergebung erfolgt unter den in Anlage A zu dem Ministerialerlass vom 16. Juni 1893, betr.: das Verdingungs­wesen, enthaltenen allgemeinen und den dahier aufgestellten besonderen Bedingungen, welche, wie auch der Tarif für Buchbinderarbetten, auf der Gerichtsschreiberei zur Einsicht offen liegen bezw. erhältlich sind.

Gießen, 10. Februar 1902. 1281

Gerichtsschreiberei Großh. Landgerichts.

Bilanz am 31. Dezember 1901.

Aktiva. JL H

1. An Kassa-Konto 95.07

2. Waren 8134.38

3. Mobilien nach Abschreibung von 10<70 115.93

4. , Utensiüen nach

Abschreibung von 15% 32.04

5. u Debitoren 1202.63

Passiva. JC. H

1. Per Mitglieder- guthaben 1761.

2. Reseroefond 1248.28

3. Betriebsrück­lage 1547.27

4. , Waren-Kredt- toren 2071.99

6. , Geschäfts­unkosten 371.72

6. Reingewinn 2579.79

9580.05

Mttgliederstand Ende Zugang m 1901

Abgang in 1901

9580.05

1900 ... 109 .....10

119

..... 4

Mttgliederstand Ende 1900 . . 115 Klein-Linden, den 31. Dezember 1901.

Konsum-Derein e. H. m. u. K. Klein-Linden.

Der Borstand:

P. Jung EX., G. Jung IL, Naumann. Direktor. Rechner. 1276

Couverts mit Firma

liefert billigst

Brühlsche Universitäts - Druckerei, Schulstr. 7