Ausgabe 
11.2.1902 Zweites Blatt
 
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Nr. 35 Zweites Blatt.

153. Jahrgang

Dienstag 11. Februar 1902

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Are heutige Dummer umfaßt 10 Seite«.

Aatiouate Kunst.

Vor einigen Tagen hat die moderne Kunst im preußischen Mgeordnetenhaus eine recht abfällige stritif über sich ergehen lassen müssen. Es handelte sich dabei um die Erzeugnisse der Königlichen P orzellanmanu- saktur. Männer, deren konservative und nationale Ge- jinnung über jeden Zweifel erhaben ist, priesen die inter­nationaleAntike".

Es ist noch nicht lange her, daß ein Abgeordneter den Inhaber einer Berliner Kunsthandlung durch einen Schutz­mann aussordern ließ, eine Vase aus dem Schaufenster zu entfernen, die das Sittlichkeitsgefühl des Volksvertreters verletzte. Die Base war ein Erzeugnis der Königlichen Por­zellanmanufaktur. Wie es um das Kunstverständnis manches ^>errn im Reichstage bestellt ist, dürfte ans den Debatten über die Lex Heinze in Erinnerung sein. Etliche entrüstete Abgeordnete würden, wäre ihnen für ihre Handlungen außerhalb des Reichstages dieselbe Unverletzlichkeit zuge- sichert, wie für ihre Reden innerhalb desselben, sich viel­leicht kaum von den Bilderstürmern des 16. Jahrhunderts! unterscheiden.

Es gab eine Zeit, in der man in der Politik den BeyrisfRationalgefühl" nicht kannte: die Zeit des Abso- llittsmus. Dian operierte mit Ländern wie mit Schach­figuren; die 9tationalität der Bewohner kam nicht in Be­tracht. So haben die Habsburger Länder in Menge sich Lu eigen gemacht. Der große Besitz ist durch das Erwachen des Nationalgefühls zur schweren Sorge geworden. Der Msolutismns ist international, er schließt die Anerkennung einer Nation ans, wie Rußland bei seinem Verhalten gegen Finnland beweist. Das Endstreben des absoluten Fürsten ist die Beherrschung der Welt. Der letzte absolute Fürst großen Stiles, Napoleon, ging an dem Erwachen des Na­tional gefühls zu Grunde.

Der absolute Herrscher auf dem Gebiete der Kunst war das Griechentum. Wie international es war, zeigt einer seiner größten Vertreter: Thorwalds en. Seine dänische Heimatlvrache hatte er verlernt, das Italienische undDeutsche nie vollständig erlernt, sodaß sich keiner recht mit ihm unterhalten konnte, und Kestner seine Sprache einHervor­stammeln" nannte. -(

Das erwachte Nationälbewußtsein brachte auf dem Ge­biete der Kunst die Emanzipation von derAntike". Man spricht von französischer, englischer Kunst. Von deut­scher Kunst zu sprechen, möchte ein Teil der Männer ver­hüten, die unsere Nation politisch vertreten sollen. Unsere moderne Kunst ist eine durchaus nationale Kunst. Wer hätte es früher gewagt, beispielsweise von malerischen Reizen der märkischen Landschaft zu sprechen? Ein Maler, der statt in Italien oder Griechenland in der Mark landschaftliche Vorwürfe gesucht hätte, wäre verlacht worden. Seit der alte Fontane feineWanderungen durch die Mark"" geschrieben und der vortreffliche Maler Walter Leiftikow und andere mit ihrem Skizzenbuche hinausgingen und sich andächtig vertieften in die schlichten Schönheiten des Grunewaldes und der Spree- und Havel­ufer, hat man darüber anders denken gelernt. Ebenso haben unsere hessischen Architekten die malerischen Reize des hessischen Bauernhauses, des mittelalterlichen Fach­werkbaues entdeckt und unsere heimischen Poeten Alfred Bock und Wilh. Holzamer Oberhessen und den Oden­wald in die Litteratur eingeführt. Ist die Arbeit des Mnstlers, der den Blick erschließt für die Reize der Heimat, nicht eine nationale That?

Der Turnvater Jahn hatte mancherlei Absonderlich­keiten, die uns lächerlich und durchaus nicht nachahmens­wert erscheinen; sie können unsere Bewunderung und Dank­barkeit vor dem nationalen Manne nicht beeinträchtigen. Die moderne Kunst hat zweifellos ihre trüben Aus­wüchse, jede neue Bewegung hat sie sie trägt doch viel zur Stärkung des Heimatgefühls und damit zur Hebung des Nationalbewußtseins bei.

Man hört allerorten über Kunst reden. Am 28. und 29. ^eptcinber ü. I. tagte der Kunsterziehungstag in Dresden. In bufcni ^ahre wird in Chemnitz der deutsche Lehrertag das DhemaKunst und Schule" erörtern. Ueberall regt es sich. Nur in den Berliner Parlamentsgebäuden prallt die Woae ab. Gott sei Dank, daß in Darm stadt eine rudere Luft weht!

Volitischc Tagesschau.

Zum Entwurf des Hauptvorauschlags der Staatseinnahmen uod -Ausgaben für das Etattjahr 1902/03 und dem Beschluß des ()inanz-Ausschuffes der 2. Kammer veröffentlicht die ,Darmst. Ztg." eine Regierungs-Erklärung, die wir ihrem Inhall nach bereits gestern telegraphisch mitteilten. Wir -affen lie heute im Wortlaut folgen: Nach dem zu Ende des vorigen Jahres der Zweiten Knmmer der Landftände vor­gelegten Entwurf des Hauptvoranschlags der Staatsein­nahmen und -Ausgaben für das Etatsjahr 1902/04 schloß ^r die laufende Verwaltung enthaltende erste Teil des Vor- mschlags ab mit einem Fehlbetrag von rund 1960000 Mk., 'elcher nach dem Vorschlag der Großh. Regierung zum Teil gedeckt werden sollte durch eine Erhöhung der Vermöaens- steuer (um 20 Psg. für je 1000 Mk. Vermögen) im Gesamt­betrag von 809 091 Mk., im übrigen aber durch Entnahme von 881509 Mk. aus den in früheren Jahren angefammclten Vermögensüberschüssen der Hauptstaatskasse (von insgesamt rund 1701390 Mk.) Inzwischen ist der Finanzausschuß

der Zweiten Kammer der Landstände zu einem anderen Ausgleich gekommen: er hat unter Erhöhung einiger Einnahmen und weitgehender sogar produktiver Aus- gaben den Fehlbettag der laufenden Verwaltung um rund 500 000 Mk. vermindert und vorgefchlagen, den danach noch verbleibenden Fehlbettag ganz aus den Vermögensüberschüssen früherer Jahre zu decken, sodaß diese danach auf rund 520000 Mk. zufammenschmelzen würden. Die Großh. Re­gierung hat in den Beratungen des Finanzausschusses den auf Verminderung des Fehlbetrags gerichteten Bemühungen des Ausschusses, wenn auch keineswegs in dem von demselben schließlich beliebten Umfang, so doch wenigstens insoweit gerne nachgegeben, als sich dies ihres Erachtens ohne empsindliche Schädigung wichtiger Interessen rechtfertigen ließ; dagegen hätte die Großherzogliche Regierung, wenn sie über die beabsichtigte vollständige Deckung des darnach verbleibenden Fehlbetrags aus dem damit nahezu aufgezehrten Ver­mögensrest gehört worden wäre, mit einer solchen Maßnahme unter keinen Umständen sich einverstanden erklären können. Dieselbe steht vielmehr auch gegenüber dieser wie jeder an­deren, weitergehenden Inanspruchnahme des Vermögensrestes für das eine Jahr 1902/03 auf dem Standpunkt des Finanz­ministers, welcher mit Rücksicht darauf, daß die beiden fol­genden Budgets nach aller Voraussicht keineswegs leichter zu balancieren sein werden, als dasjenige für 1902/03 in seinem Expos« zum Entwurf des Hauptooranschlages ausgeführt hat, es müßte ein Versahren, welches den vorhandenen Vermögensrest lediglich zur Deckung des Fehl­betrages de§ einen Jahres 1902/03 v er w enden und vollständig aufzehren würde, als überaus kurz­sichtig und nicht zu verantworten bezeichnen werden." Nunmehr hat auch der Finanzausschuß der Ersten Kammer der Land stände sich von der Notwendigkeit einer solchen Steuererhöhung überzeugt und dieser Auffassung in der- am 8. d. Mts. stattgehabten gemein­samen Sitzung der Finanzausschüffe beider Kammern Aus­druck gegeben.

Dom Burenkrieg.

Dewetist, wie uns gestern bereits Depeschen meldeten, aus dem großen Kesseltreiben, bas von Lord Kitchener gegen itn veranstaltet war, entwischt, wie schon so oft, wie besonders in jener Zeit, als sieben englische Generäle hinter ihm her waren. Und babei hatte Lord Kitcheuer diesmal nicht nur die größten Vorbereitungen getroffen, er hatte auch im Gegensatz zu früher insofern ein neues System angewandt, als die vielgerühmten Blockhauslinien ihm be- hülflich sein sollten. Aber seine Hoffnung betrog ihn. Das ist besonders deshalb für England ein großer Schlag, weil man darauf die größten Hoffnungen gesetzt hatte. Man war wieder einmaldiesmal ganz sicher", den großen Feld- Herrn zu fangen- Dieser moralische Schlag sollte dann die übrigen Buren veranlassen, die Flinte ins Korn zu werfen, und sich endgültig demHerrn von und über Transvaal" in London zu ergeben-

In dem Blockhaussystem, das diesmal zu Hilfe genommen wurde, ist gleichsam dieMaschinenstrategie" ord Kitcheners verkörpert; diese Bezeichnung rührt von der Kriegführung ^kitcheners im Sudan her, wo er seine Er­folge gegenüber den schlechttreffenden Eingeborenen nur unter Aufwendung aller erdenklichen maschinellen Kriegs- hülfsmittel zu erzielen vermochte. Man wollte nun die Hauptmacht Dewets durch Angreifen in langer Linie in eine Ecke zweier Blockhauslinien zwängen und sollte Tewet von Osten hergetrieben werden. Bekanntlich standen die Blockhäuser ursprünglich 1000 bis 1200 Meter von einander entfernt; dies erwies sich als unwirksam, da die durch sie zu schützenden Bahnlinien in den Zwischenräumen wieder­holt von Burenabteilungen überschritten oder auch zerstört wurden. Sodann rückte man sie bis auf ea 700 Meter nahe aneinander und verband sie mit Stacheldrahtzäunen, die man auch in breiterer Ausdehnung die Linien entlang und um die Blockhäuser herum anlegte. Tas geschah natürlich besonders sorgfältig mit den für die Jagd gegen Tewet bestimmten Linien. Also die Hoffnungen waren groß, sind doch außerdem 33 Kolonnen gegen ihn in Thätigkeit gesetzt worden.

Wie die eiserne Umarmung in Funktion trat und wie Tewet sie zerbrach, haben wir bereits gestern gemeldet. Dieses Entschlüpfen Dewets wird für England nach jener stolzen Mittwoch-Rede des englischen Premierministers, Lord Salisbury, eine sehr bittere Pille bilden. Immer weiter noch, das zeigt sich jetzt wieder recht deutlich, werden den Buren jene starken, alten Bundesgenossen beiseite stehen, und da­gegen kann das große englische Weltreich nichts machen: der jahrhundert alte holländisch-englische Rassenhaß, das für die Guerillakriegführung so günstige Gelände, die Englands Kraft dahinraffende Zeit, und endlich last not least, so tapfere und treue Heerführer wie Tewet, die dem einzelnen Buren im Kampfe ein glänzendes Beispiel und Vorbild geben. Ob nun wohl Lord Rosebery feine angekündigte große Rede, die nichts als eine Bestätigung der Rede Salis­burys bringen sollte, halten wird? Ter südafrikanische Krieg könne anders nicht, als durch Verzicht der Buren auf die Unabhängigkeit beendet werden, war bisher auch Roseberys Ansicht. Sie wird nun doch wohl ein wenig ins Wanken geraten sein.

Das Gerücht, die drei Buren delegierten tyätke» freies Geleit nach Südafrika verlangt, ist voll­kommen ^unbegründet. Auch ist keineswegs die Rede vov einer Erhaltung der Besetzungen zwischen dem Präsi­

denten Krüger und den Burendelegierten, noch auch von einer Absicht Krügers, sich in Genf niederzulassen.

Deutsches Reich.

Berlin, 10. Febr. Ter Kaiser begiebt sich am IR. Februar mit größerem Gefolge nach Hubertusstock zur Jagd. Tie Kaiserin toi s ihren OK mahl dorthin begleiten-

Bon ehu.u Geschenk des Kaisers an die deutschen Kriegsveteranen in Amerika wird berichtet: Der Kaiser hat dem ^Zentralverband der beut- deutschen Vaterlandokrieacr in Amerika" (Sitz der Zentral­leitung befindet sich in Philadelphias aus den Beständen des Zeughauses in Berlin ein im Feldzuge gegen Frankreich 1870/71 erbeutetes Broncegeschütz als Geschenk über­weisen lassen. Dieses Geschütz soll mit allem Zubehör auf dem städtischen Friedhof zu Philadelphia ausgestellt toerben und zwar neben einem Monument, das der Verband zur Ehrung der alten Kriegsveteranen daselbst errichten will. Für diesen Zweck ist ein Komitee gebildet worden, das schon einen größeren Tenkmalssonds zusammen- gebracht l)at und dem auch von Deutschland aus Spenden zugeflossen sind. Erst kürzlich haben die Großherzöge von H e s s en und von Baden dem Fonds je 200 Mark überwiesen.

TieNordd. Allg. Ztg." schreibt: In den letzten Wochen ist in englischen und amerikanischen Blättern wieder­holt behauptet worden, während des spanisch-ameri­kanischen Krieges habe England den Vereinigten Staaten dadurch einen wertvollen Dienst geleistet, daß es eine von anderen Mächten, z. B. auch von Deutschland, beabsichtigte Einmischung verhinderte. Im Verlauf der hierüber entstandenen Erörterungen wurde in der deutschen Presse die geschichtliche Thatsache zur Sprache gebracht, daß ein die amerikanische Politik in Kuba mißbilligender Kvl- lektivschritt der Mächte gerade vom Vertreter Großbritan­niens in der Konferenz der Botschafter in Washington am 14. April 1898 angeregt worden ist. Diese Thatsache, die nicht als ein nur zwei Mchten bekanntes Geheimnis gelten kann, sucht man jetzt auf der Gegenseite zu bestreiten- Ein englisches Zeitungs-Telegramm meldet:

Der Washingtoner Korrespondent der Newyorker Evening Post" drahtet, er fei zu der Erklärung ermäch­tigt, daß die am 6. Februar veröffentlichte Berliner De­pesche, wonach der englische Botschafter Pauncefote am 14. April 1898 eine Kollektivnote an die Regierung der Vereinigten Staaten über die Unrechtmäßigkeit einer In­tervention in Kuba vorgeschlagen habe, eine thörichte Behauptung (absurd ftatement) fei-

Wir haben hieraus zu erklären, daß in dieser Sache eine Thorhcit nur dort zu entdecken ist, wo inan versuchen will, den Vorgang zu verdunkeln, der sich nicht unter vier Augen abgespielt hat, über den vielmehr am 14. April 1897 die Vertreter sämtlicher Großmächte in Washington nach Verabredung gleichzeitig und gleichartig an ihre Re­gierungen berichtet haben.

Im preußischen Abgeordnetenhaus wurde die Novelle zum Wiesbadener Landesbank-Gesetze in zweiter Lesung genehmigt, ebenso der Gesetzentwurf betr- die Landeskreditanstalt Kassel genehmigr. Er folgte die erste Lesung des Gesetzentwurfes betr. die Um­legung der Grundstücke in Frankfurt a M. Minister v- Thielen begründete die Vorlage. Dieselbe sei ein wich­tiger Faktor für Beseitigung der Wohnungsnot- Abg. O e f er (freif- Volksp.), der neue Vertreter von Frankfurt, befür­wortete die Vorlage und schloß mit der Bemerkung, daß man in Frankfurt Dringend bas Zustandekommen des Ge­setzes wünsche- Die Vorlage wurde an eine besondere 21er Kommission verwiesen-

Für das bevorstehende Iubiläumsjahr des Papstes ist eine gleichlautende Anordnung sämt­licher deutschen Bischöfe ergangen, die singendes enthält:

Vom 20. Februar 1902 bis 20. Februar 1903 sollen die Priester täglich beim hl. Meßopfer das Ofebct für den Papst einlegen- Am Sonntag, 23. Februar, sollen die Gläubigen in der Predigt auf die Bedeutung des jetzt schon einzuleitenden Festes hingewiefen werben. Ter Haupt- gotresdienst Hai vor ausgesetziem Allerheiligen stattzu­finden. Gemeinschaftlicher Empfang der heuigen Koin- munion ist zu empfehlen- An demselben Sonntag ist eine Sammlung von Liebesgaben für den Heiligen Vater vorzusehen."

Ulm, 10. Febr. Infolge von Vorgängen bei der 2. Eskadron des Ulanenregiments in Wiblingen hat der Regi­mentskommandeur Oberst Frani ganz schnell seine Ent­lassung genommen und ist abgereist. Auch Rittmeister Foester geht ausGesundheitsrücksichten" in Urlaub-

Ausland.

London, 10. Febr. (Unterhaus.) Brodrick erklärt, die Regierung habe beschlossen, die gegentoärtige, aus einem chinesischen Regimenr uno einer ubtc.. :ng Genietruppen bestehende Garnison von Weihaiwei zurückzu- ziehen. Auf Anfrage Dittes bezüglich der Schaoeneriatz- ansprüche infolge der Wirren auf Samoa erwidert Uuterstaalssekretär Granborne, die Angelegenheit unterliege gegenwärtig dem Schiedssprüche des Königs von Schweden.

(Oberhaus.) Ter Unter;aatSjefretär der Kolo­nien giebt betr. Weihaiwei eine ähnliche Erklärung ab, wie Brodrick. Es werde dort eine Polizeitruppe errichtet. Dian sei zu der Erkenntnis gekommen, daß der Platz nur enter großen pekuniären Opfern befestigt werden könne. Er habe Grund zu der Annahme, daß die Besitzung von Rcutzen und Wert jein werde. Tas Gerücht, Wei Haiwat au Ehina MÄckzugeben oder an eine andere Macht allzu.