Ausgabe 
10.7.1902 Zweites Blatt
 
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Iftine Stevrmg ol§ Arzt zu Betrügereien und Heiratsschrvindeleien benutzt und sich nicht gescheut, trotz seiner durstigen ärztlichen Kenntnisse und Fähigkeiten diesen verantwortlichen Beruf auszu- Lben. Aus alledem rechtfertigt sich die beantragte vierjährige Zucht­hausstrafe sowie der Antrag auf Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 6 Jahren. Die Verteidigung hält idie Charakterisierung des Angeklagten seitens der Staatsanwalt- schaft für durchaus ungerechtfertigt und die Konstruktion des Be­trugs zum Nachteil des Ulrichsteiner Arztes für unhallbar, bei den übrigen Delikten fehle die rechtswidrige Absicht. Der Antrag des Verteidigers geht aus Freispruch, ev. auf Verhängung einer Gefäng- chisstrase. Nachdem der Angeklagte in längerer Verteidigungsrede Hegen die wider ihn erhobenen Beschuldigungen protestiert hat, iwirb das Urteil gegen ihn dahin verkündet, daß er von der An­klage des Betrugs gegenüber dein Ulrichsteiner Arzt und einigen Wetteren Betrugsdelikten freigesprochen, wegen der übrigen ihm zu Last gelegten Strafthaten dagegen in eine Gefängnis- strafevon dreiJahrenuud wegen des Vergehens gegen die .Gewerbeordnung zu SWochen Haft verurteilt wird abzüg­lich 2 Monate von der erlittenen Untersuchungshaft. In dem Be- -trugsfalle zum Nachteile des Ulrichsteiner Arztes hiell das Gericht den objektiven Thatbestand des Betrugs für gegeben, verneinte je­doch das subjektive Verschulden des Angeklagten, der nicht das Be- Wusitseiu gehabt habe, daß er durch seine Handlungsweise den Arzt schädige und der davon überzeugt gewesen sei, daß seine Leistungen wertentsprechend seien. Er habe nicht gewußt, daß der Arzt einen approbierten Vertreter suche und es sei nicht erwiesen, daß er den salschen Namen gewählt habe, um zu betrügen; er habe ihn wohl nur gewählt, um sich vor Entdeckung zu schützen. Er sei in ErsiMung seiner Pflichten unerrnüdlich gewesen und habe die Praxis nicht verschlechtert, sondern gehoben. Das Gleiche gelte für die in Wohlbeck angenommene Vertretung. Die Rezepte habe -er Angeklagte nicht in rechtswidriger Absicht mit Dr. Haag unter­schrieben unb nicht zum Zwecke der Täuschung von denselben Ge­brauch gemacht; es sei vielmehr diese Handlungsweise nichts als eine Konsequenz seines Auftretens als Dr. Haag überhaupt; eine Urkundenfälschung sei damit nicht begangen. Auch als Heirats­schwindler fönne der Angeklagte nicht bezeichnet werdew da er nicht zum Zwecke der Ausbeutung die Bekanntschaften angeknüpst habe, fonbern lediglich, nachdem er verlobt gewesen sei, diese Gelegenheit zu Darlehensausnahmen benutzt habe. Es seien hierdurch nichts als zwei gewöhnliche Betrugsdelikte enthalten. Seine gleichzeitige Annäherung an verschiedene junge Damen erkläre sich nicht aus einer ehrlosen Gesinnung, sondern aus dem Bedürfnis des Ange­klagten, auf Abenteuer auszugehen. Was die Betrugsfälle inUlrich-- ftein anlange, so habe der Angeklagte nicht von vornherein betrü­gerische Absichten gehabt. Nachdem jedoch im Laufe der Zeit seine Schuldenlast angewachsen sei nnb er trotzdem noch stets neue Schulden kontrahiert habe, habe er sich sagen müßen, daß er nicht in der Lage sei,"sie alle zu bezahlen, in diesem Augenblick habe sich seine betrügerische Absicht eingestellt. In 27 Fällen, die das Ge­richt als eine einheitliche Handlung ansah, sei mithin der Thatbe- ftand des Betrugs ergeben. Das Gericht vermochte, ohne die Schwere der Verfehlungen des Angeklagten zu verkennen, denselben nicht als den gemeinen Hochstapler und Verbrecher anzusehen, als welchen ihn die Anklagebehörde hinstellte. Der Angeklagte sei ein Opfer seines Leichtsinns und ferner Abenteuerlust, vor Allem aber feiner mangelhaften Erziehung. Er habe sich redlich bemüht, die Lücken seiner Schulbildung auszusüllen, er habe verschiedentlich ver­sucht, das Maturitätsexamen zu machen und ernstlich gestrebt, sich medizinische Bildung anzueignen. Wesentlich durch den Mangel an den erforderlichen Schulzeugnissen sei er an einem regelrechten unb abschließenden Studiengang gehindert worden. Nicht nur sein Leicht­sinn, sondern zum großen Teil unverschuldete Umstände hätten seine Bemühungen, sich herauszuarbeiten, scheitern lassen. Arrs diesen Erwägungen heraus gelangte das Gericht zur Zubilliguug mildernder Umstände und zur Verhängung einer Gefängnis,trase, bei deren Ausmaß die Rücksälligkeit und Schwere der Strafthaten belastend ins Gewicht fiel.

Darmstadt, 9. Juli. Wegen Zweikampfes mit tätlichen Waffen, bezw. Kartellträgerer hatten sich der Rittmeister a. D. Egbert v. Simon aus Eharlottenburg, sowie dessen Schwager, der Kaufmann Hans Edmund Kirchhofs aus Berlin vor der Strafkammer zu verantworten, v. Simon hatte am 28. v. M. mit dem Hauptmann v. Meien an der Gehspitze einen Zweikampf aus­zufechten, wobei sein Schwager als Kartellträger fungierte. Da der Ehrenhandel auf hessischem Gebiete zum Austrag gekommen und auch zur Anzeige gelangt war, wurde die Affaire dem Darmstädter Gericht zur Aburteilung überwiesen. Dieses verurteilte v. Simon izu 4 und Kirchhoff zu 3 Monaten Festungshaft.

heute und morgen hier. Mit den Derbandstagen ist ine Ent­hüllungsfeier des Denkmals Raiffeisens verbunden. Vertreten sind sämtliche 4000 Vereine aus allen Gauen Deutschlands. Eine größere Zahl von Reichstagsabgeordneten ist auch anwesend.

Sport.

Butzbach, 8. Juli. Wie uns nachträglich nritgeteitt wird, ist bei dem T u r n f e st e der 1. Preis der Unterstufe an Wilhelm Schmidt nicht in Lauterbach, sondern in Lannsbach, unb ferner ist ein zweiter 17. Preis mit 523/8 Punkten noch an Karl Möser- Grünberg gefallen.

Arbeiterbewegung.

Mainz, 9. Juli. (Eigener Drahtbericht.) Im be­nachbarten Kostheim traten 43 Maurer in den Aus st and wegen nichtbewilligter Lohnforderungen

Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft.

Wetzlar, 9. Juli. Auf der Tagesordnung der am 18. Juli hier stattfindenden Handelskammersitzung steht u. A. eine Eingabe der Handelskammer Gießen über den Petro­leum-Kleinhandel durch die Deutsch-Amerikanische Petro­leum-Gesellschaft.

Märkte.

Gießen, 10. Juli. (Viehmarktbericht,) Der dies- wöchenttiche Viehmarkt hatte einen Austrieb von ca. 1400 Stück Rindvieh, darunter etwa 100 Stück Gangochsen und 300 Stück Kälber. Der Schweinemarkt wies einen Austrieb von 8900 Stück auf. Der Handel in Milchvieh war bereits am Vormarkte über­aus lebhaft und dürften m den Ställen vor Beginn des Marktes wohl 2300 Stück Kühe, meistens schwarz-bunte und Simmen- thaler Waare, abgesetzt sein. Der Markt wurde von Käufern vom Rhein und Main besucht, die Kundschaft von der Sieg fehlte ganz, während diesmal auch ansehnliche Geschäfte für die Provinz ge­macht wurden. Der Handel in Fahrvieh war ebenfalls gut, während der Vorrath an Kälbern zwar Nehmer fand, aber nur zu den gedrückten Preisen des letzten Marktes anzubringen war. Der Schwernemarkt hatte wie immer nur einen lokalen Charakter, doch wickelle sich der Handel bei guten Preisen schneller ab, als dies bei den letzten Märkten der Fall war. Es wurden gehandelt: Kühe frischmelkend und tragend (Preise per Stück) besonders schwere Exemplare 480525 Mk., 1. Qual. 400450 Mk., 2. Qual. 350375 Mk., 3. Qual. 275300 Mk.; zweijährige Rinder 200220 Mk.; Gangochsen (Preise per Paar) 1. Qualität 800 bis 900 Mtt 2. Qualität 700750 Mk. Gehandell wurde (pr. Ctr. Schlachtgewicht) ältere fette Kühe 4244 Ml^ fetteRin° der 6063 Mk^ Kälber L Sorte (über 50 Pfuud schwere Tiere) 5962 Mk., 2. Sorte (zwischen 40 und 50 Pfund schwer) 5557 Mk., 3. ©orte (leichtere Ware) 5052 Mk. Die Preise für Schweine stellten sich das Paar: Ferkel, 810 Wochen alt, 40 bis 45 Mk., 1214 Wochen all 5568 Mk^ 1820 Wochen alte Thiere 7590 Mk. Es verblieb mir wenig Ueberstand. Nächste Markttage 22. und 23. Juli.

Limburg a. d. L., 9. Juli. Fruchtmarkt. Durch- schntttspreise pr. Matter. Roter Weizen 14.80 Mk., Weißer Weizen 14.70 Mk., Korn 11.94 Mk., Gerste 0.00 Mk., Hafer 9.15 Mk., Erbsen 0.00 Mk^ Kartoffeln 0.00 Mk.

Kirchliche Nachrichten.

Gottesdienst der israelitischen Keligionsgeseüschast.

Sabbctthseier am 12. Juli 1902.

Freitag abend 745. Samstag vormittag 800. Nach­tag 4. Sabbatbausgang 950.

Wochengottesoienst: morgens 680 Uhr, abends 780 Uhr.

Krieskasten der Redaktion.

(Auouhme Anfragen bleiben unberücksichtigt.)

K. B. Sie müssen sich an das Bezirkskommando, hier, Seltersweg, wenden.

Kirche und Schule.

Köln, 9. Juli. DerKöln. Ztgll zufolge gestattete der Kultus- mürifter dem Verein Mädchenaymnasiunll in Köln auf dessen Eingabe durch einen Erlaß, daß der Verein zunächst ver­suchsweise einen sechsjährigen Lehrgang für Mädchen einrichtet, der zu den Zielen des Gymnasiums führt. Die Anstatt ist dem königl. Provinzialschulkollegium zu unterstellen unb soll die BezeichnungGvmnasialklassen für Mädchen" führen. Die aufzu­nehmenden Schülerinnen müssen die Reife für die Oberstufe der höheren Mädchenschule nach dem Lehrplan vom 31. Mai 1894 nach­weisen unb beim Beginn des Schuljahres bas 12. Lebensjahr voll­endet haben.

Universitäts-Nachrichten.

Marburg, 9. Juli. Vergangene Nacht starb im Mter von 35 Jahren infolge eines Schlaganfalls der außerordentliche Professor der Theologie, Dr. Richard Kraetzsch- mar. Er war seit 1894 hier als Privatdozent und vorher in seiner Vaterstadt Leipzig Oberlehrer an der 2. städtischen Realschule. Im vorigen Jahre wurde er außerordentlicher Professor. Sein spezielles Fach war alttestamentliche Exegese.

Landwirtschaft.

Neuwied, 9. Juli. Der Generalverband ländlicher Ge­nossenschaften Raif f ei s en'scher Organisation tagt

Neueste Meldungen.

Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers.

Darmstadt, 10. Juli. (Ottg.-Tel. desGieß. Anz.") Die Erste Kammer der Stände ist heute unter dem Vorsitz des Grasen Schlitz zusammengetreten und tritt den Be­schlüssen der Zweiten Kammer bis aus den nachfolgenden bei. Der Antrag des Abgeordneten Möllinger, die Er­teilung von Wirtschaststonzessionen wurde entgegen den Beschlüssen der Zweiten Kammer abgelehnt. Die Kammer setzt ihre Beratung morgen früh 10 Uhr fort. Die Zweite Kammer der Stände, unter Vorsitz des Prä­sident Haas stimmt dem Antrag des Ausschusses, das Gesuch des Stadtvorstandes zu Butzbach betreffend den Ausbau der Realschule daselb'stz in eine Oberrealschule zu.

Der Großherzog wird morgen vormittag 11 Uhr den Landtag persönlich schließen. Das Diner findet nachmittag 4 Uhr statt,

Alzey, 9. Juli. (Orig.-Tel. desGieß. Anz.") In Albig wurde ein löjähriges Dienstmädchen, das das zehnjährige Kind seiner Herrschaft mit Salzsäure vergiftete, verhaftet. Das Kind liegt an schweren Brandwunden danieder.

Berlin, 10. Juli. Die Veröffentlichung der kaiser­lichen Verordrrung wegen Inkrafttretens der noch nicht

geltenden Bestimmungen des FleischbeschangesetzefM zum 1. April 1903 dürfte in den nächsten Tagen erfolgen. Ueber die noch ausstehende Veröffentlichung des Brannt­wein steuerges!etzes wird berichtet, daß an der Ber^ zögerung nur äußere nicht ins Gewicht fallende Umstände chuld sei em

London, 10. Juli. Die drei Million en PfuuÄ Sterling, die den Buren zum Wi^eranfbau ihren Farmen überwiesen werden sollen, werden von dem Er­gebnis der Steuer auf die Goldminen gedeckt und nichH von den englisch en Steuerzahlern entrichtet wer­den. Die Nachricht hat in den Minenkreisen von Bloem­fontein große Aufregung verursacht.

London, 10. Juli. Die begonnenen Mariue-Mv^ növer geben einem Teile der Oppositionspresse Gelegen­heit, die Thatsache zu kommentieren, daß entgegen benr Herkommen den Journalisten keine Einladung zu den Manövern zugegangen ist. ,^Qaily News'" erklärt, daß wenn der Aiarineminister so gehandelt habe, er feine Gründe dazu hatte und nicht wolle, daß.die Nation über die traurige Lage der Marine aufgeklärt werden Die, ministerielle Presse bezeichnet die Nicht-Einladung ohne' Kommentar.

London, 10. Juli. Lord Knvllys, der PrivatsekreMf des Königs, erklärte einem Vertreter der St. James Ga­zette, über den Tag der Krönung sei noch absolltt nichts endgiltiges beschlossen . Der König werde sich in der Krönungsangelegenheit durchaus nach, der Meinung der Aerzte richten. Diese haben bis jetzt jedoch keinerlei Gutachten darüber abgegeben und solange sie dies nicht vermögen, wird auch mit irgend welchen Vorbereitungen» nicht begonnen werden Eine Ankündigung darüber werde' wahrscheinlich, innerhalb einer Woche erfolgen Auch über eine Abreise des Königs von Loudon sowie über eine etwaige Seefahrt mit seiner Gemahlin ist noch nichts äep schlossen worden Der Fortschritt der Besserung Cham­ber l a i n s hall sehr befriedigend an

Charleroi, 10. Juli. In Manage wurde in der Nacht vom 8. zum 9. d. M. ein Dynamit-Attentats gegen die Wohnung des Bürgerme isters Boursier ver­übt. Zwei Patton en wurden von der Straße aus auf das Dach des Hauses geschleudert Die Explosion erfolgte nm 21/2 Uhr und zerstörte einen Tell des Daches. Der Bürger» meister, der noch nicht schlief, fand eine weitere Pattons mit brennender Lunte. Es gelang ihm, sie zu löschen. Dis Behörden glaubten den Attentätern auf der Spur M ferm Der Bürgermeister hatte vor der Explosion eine Gruppe, Personen auf der Straße reden hören und in letzter Zett mehrere Drohbriefe erhalten. Man glaubt daß das Attentat aus Rache dafür verübt wurde, daß der Bürgermeister, während des Generalstreikes jede öffentliche KmrdgebunL untersagt hatte.

Bern, 10. Juli. Im hiesigen Parsoneuba-huchos. brach heute nacht Feuer aus, welches die Dienstwohnungen und die Bedachung der Haupthalle zerftötte. Der Bahn­verkehr erleidet keine Unterbrechung.

Wien, 10. Füll. Aus Saloniki wird gemeldetr Ein Berichterstatter, der die von dem Erdbeben heimge- suchten Dörfer bereiste, erzählt, der Mittelpuntt des Erd­bebens sei bei Guvesno gewesen, wv- man die ersten nicht beachteten Erdstöße am 22. Juni spürte, denen dann stärkere am 23. und 28. folgten. Seitdem ist der Boden nicht zur Ruhe gekommen Da die Bevölkerung auf der Hut war, forderten die sehr starken Stöße vom letzten Samstag keine Opfer an Menschenleben Nach dem Stoß um 4 Uhr 21 Min. stiegen eine halbe Stunde lang Dampf und siedendes Wasser aus der Erde. Risse von 25 Meter Tiefe sind jetzt noch zu sehen Die Bevölkerung kampiert weiter unter Zellen Auch in Saloniki dauert die Bewegung fort.

Bloemfontein, 8. Juli. Der Basutohmrplling Joek wird verräterischer Haltung während des letzten Krieges bezichllgt und soll in Masuru vor ein Kriegsgericht wegen Hochverrats gestellt werden. Ein Infanterie-Regiment ist mit einer Batterie nach dem Basntoland abgegangen, um einem eoent. Au fstand vorzubeugen

Kapstadt, 8. Juli. General Lukas Meysr ist nach Europa abgereist.

Telephonischer Kursbericht.

Frankfurt a. M., 10. Juli 1902.

3ya% Reichsanleihe . . 102.40 30/0 do. ... 92.85 3V,°/o Konsols .... 102.20 3<Vo do......92.50

372% Hessen .... 1002.0 37'2% Oberhessen . . . 99.45 4% Oesterr. Goldretne . . 103.25 473 % Oesterr. Silberrente 101.80 4% Ungar. Goldrente . . 102.30 40/0 Italien. Rente . . . 103.25 47a 56 Portugiesen . . . 47.30 S°/K Portugiesen. .... 29.25 156 0. Türken .....

Türkenlose......113.00

4% Grieoh. Monopol.-Anl. 43.20 472 % äussere Argentiner.

3% Mexikaner .... 26.40 4%% Chinesen .... 91J0 Electric. Sohuckert . . . 102.70 Nordd. Lloyd . . . ..

Kreditaktien ..... 210.60 Diskonto-Kommandit. . . 184.80 Darmstädter Bank . , . 136.50 Dresdener Bank .... 144J50 Berliner Handelsges. . . 156.00 Oesterr. Staatsbahn . . . 148.50 Lombarden.....17.20

Gotthardbahn.....168.10

Laurahütte......199.00

Bochum ....... 191.10 Harpener......169,50

Tendenz: fest.

O boll ist aller schonen Zähne Anfang!

Aufforderung.

Ansprüche an die unten näher bezeichneten, den bei­bemerkten Besitzern in den Grundbüchern zugeschriebenen Liegenschaften, die teils veräußett, teils überschrieben werden sollen, sind so gewiß

binnen vier Wochen

vom Erscheinen in den Blättern gerechnet, dahier gehörig begründet vorzulegen, als sonst die vorliegenden Verttäge bestätigt, die Beschränkungen gelöscht und die Einträge in das Diutationsverzeichnis verfügt werden.

Gemarkung Alten-Buseck.

Reuter, Phllipp II., und Ehefrau Elisabetha geb. Hofmann zu Alten-Buseck XX 117.

Gemarkung Gießen.

Becker, Hch. II., und Ehefrau Margarethe geb. Zecher in Gießen I 220 221.

Gemarkung Climbach.

Stein, Peter, und Ehefrau Elisabetha geb. Hillgättner zu

Climbach II 117.

Gemarkung Heuchelheim.

Hartmann, Ludwig II., und Frau Elisabecha geb. Sack zu Heuchelheim I 65 I 299,5.

Gemarkung Lang-Göns.

Schäfer, Georg, Schmied zu Hörnsheim, VII 404.

Müller, Johannes, zu Hörnsheim VII 400.

Gemarkung Garbenteich.

Hofmann, Leonhard, ledig, zu Steinbach X 517.

Stumpf, Franz, und Ehefrau geb. Keßler zu Garbenteich X 998.

Gemarkung Beuern.

Stroh, Heinrich, zu Beuern X 695.

Gemarkung Gieße«.

Weller, Katharina Elisabeth, zu Klein-Linden XXII 74.

Gemarkung Wieseck.

Oßwald, Jakob IL, zu Wieseck I 647 648 VIII 287 288.

Gemarkung Groß-Buseck.

Frank, Kaspar, und Frau geb. Wagenbach

Buseck XXV 449.

Schwalb, Ph. Chr. S., und dessen Eheftau XI 326.

Gießen, den 27. Juni 1902.

Großherzogliches Amtsgericht.______________

tn jeder beliebigen Scdrtftatt nnv rr«lon.

fitem forte, sowie mit Zirkeln aller ftndentiscken

V Vereinigungen, liefert zu mäßigen preisen

vrühl'sche Ullioerfitäk-Vruckerei, Zchulstrahe 7

zu Großen- geb. Pfeiffer

5045

Versteigerung

SaruStag den 12. ds. Mts., vormittags 11 Uhr, versteigere ich Erleugasse 7 da­hier im Auftrage bes Bahn- Spebiteurs A. Lyncker gegen Barzahlung:

1 Kiste Metallwarcn,

6 Platten zu Waschtischen, 12 Stühle,

250 Kg. Seegras (geflochten), 200 Flaschen Fußbadewasser (Borosol).

Bersteigernng bestimnrt. 5090 Born, Gerichtsvollzieher.

Versteigerung

Samstag den 12. Juli d. I., vormittags 11 Uhr, versteigere ich im Lager des Bahn-Spediteurs A. Lyncker baljter, Erlengasse 7, gemäß handelsgesetzlicherBestimmungfür Rechnung ben es angeht

4,3 Mlllc Cigarren, 16,7 Stg. Feuerwertslörpcr.

Bersteigernng bestimmt. 5059J Born, Gerichtsvollzieher.

Versteigerung.

Donnerstag den 17. d. Mts., nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im Pfandlokal, Seltersweg 11, gegen Barzahlung:

1 Wagen, l Verttkow,2Schweine Sofas, Kommode, Kleider- schrärcke, Wanduhren, 1 Näh­maschine, Spiegel, Tische u.curn. Gießen, den 10. Juli 1902.

5051 Johann, Pfandmeister.

Mag Ätn 11. Juli L J^ nachmittags 2 Uhr, werden im Bieker'schen Saale Neustadt 55 versteigern

600 amcrik. Seidel. 7< Ltt, 600 Stangen, 0,4 Ltt, ehre Kiste Cylmdergläser, Kaffee­service, Tassen, Teller, Nipp­sachen, 220 Einmachgläser mitPateutvcrschluß, Gewürz- etagöre, Gemüscetagsre u. a.

3>te Serfteigcrurlg findet 0c- stimatt statt. 5022

Geißler, Gerichtsvollzieher.