Ausgabe 
8.9.1902 Zweites Blatt
 
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Zweites Blatt.

ISS. Jahrgang

Montag 8. September 1902

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Wiesbaden, 8. Sept. (Eigener Drahtbericht.) Der deutsche und österreichische Alpenverein unternahm eine Rheinfahrt nach dem Niederwald, an der sich 1200 Personen beteiligten. Am Nationaldenkmal hielt der Vor­sitzende der Sektion Wiesbaden eine längere Ansprache.

Reiche zu feiern. E§ sei nur eine Pflicht der Dankbarkeit, wenn er den beiden Herrschern ein donnerndes Heil bringe. Begeistert stimmten die Anwesenden in den Ruf ein, während die Musik einen Vers der deutschen und österreichischen Nationalhymne spielte. Stadtverordneten-Vorsteher Geh. Sanitätsrat Dr. Pagen stech er begrüßte nun nochmals namens der Stadt die anwesenden Gäste. Es sei ihm ein Bedürfnis, das was der Herr Oberbürgermeister in der General-Versammlung gesagt habe, zu wiederholen. Er freue sich, daß das ganze Fest so harmonisch verlaufen sei und er könne versichern, daß Wiesbadens Bevölkerung den regsten Anteil an dem Feste nehme. Sein Hoch galt dem Deutsch- Oesterreichischen Alpenverein. Es sprachen noch die Herren von Sch u in ach er, 2. Präsident des Zentral-AuSschusseS auf die Stadt Wiesbaden, Provinzialschulrat Kais er-Kastel auf den Zentral-Ausschuß, Statthaltereirat Posselt- Czorich-Innsbruck, in überaus geistvoller, humoristischer Weise auf die Damen, Hofrat Dr. T r n k a - Innsbruck auf die Sektion Wiesbaden. Damit war die Reihe der Reden noch nicht abgeschlossen und noch lange ertönten, bis zum Beginn des Gartenfestes die heitersten Reden und die fröh­lichsten Lieder durch den Festsaal des alten ehrwürdigen Kur­hauses.

Bald darauf füllte sich der Saal. Der Anwalt, bei Vorsitzende, Königl. Rat Proebst-München und die stell­vertretenden Vorsitzenden und Schriftführer nahmen am Vorstandstische Platz. Es lagerte eine gewisse Spannung über der Versammlung. Ter Vorsitzende Proebst eröffnete die Versammlung.

Verbanbsdtrektor R a b e st o ck (Dresden): Zur Geschäfts- orbnung. Ich erlaube mir folgenden Protest zu verlesen. Bors.: Ich habe nichts gegen bie Verlesung bes Protestes, eine Debatte über den Protest werbe ich aber nicht zu- lassen. Radestock: Tas wollen wir auch nicht. Rabestock verliest banach folgenben Protest:Durch ben Beschluß, wonach 98 Konsum- unb sonstige Genossenschaften ohne jeden Grunb aus bern Allgemeinen Verband der Erwerbs- und Wirtschaftsgenosslnrschaften ausgeschlossen worden sind, ist es für die betreffenden Vereine unmöglich, hier noch weiter mitzuberaten. Wir fordern deshalb diejenigen Herren Dele­gierten, welche uns in der gestrigen Versammlung zustimm­ten, auf, mit uns den Saal zu verlassen." (Stürmisches Bravo, große Unruhe.) lieber die Hälfte der Versammelten verließ unter Hochrufen aus den neu zu begründenden Ver­band der Konsumvereine und Produktiv-Genossenschasten Deutschlands den Saal.

Von Verbandsdirektor Rabestock unb Genossen wird ein Manifest veröffentlicht, in dem es am Schlüsse heißte Genossenschafter! Von heute ab ist es ben Jnteres^u unb bei Würde eines Konsumvereins und einer ProbuL»

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Konsumvereine unb Produktivgenossenschaften Deutschlands zu gründen, angeschlossen.

Von dem Verbandsdirektor Radestock - Dresben würbe beantragt, zu beschließen, nach Eröffnung ber heute nach­mittag stattsinbenden Versammlung in Angelegenheiten ber Konsumvereine einen Protest zu verlesen und da fort ben Saal zu verlassen. (Lebhafter Beifall.) Einbeck: Ich stimme im Prinzip diesem Vorschläge zu, ich bin aber der Meinung, da wir doch noch Konsumvereine vertreten, die nicht ausgeschlossen, so sind wir verpflichtet, an den Verhandlungen noch teilzunehmen. Wir sind im Auftrage unserer Vereine hier erschienen und können ohne ihre Zustimmung nicht gut den Saal verlassen. (Wider­spruch.) Sch m i d t ch en-Harburg: Auch ich bin Ver­treter von noch nicht ausgeschlossenen Vereinen. Ich habe aber keine Lust, nach der uns zu teil gewordenen Be­handlung hier noch mitzuberaten. Ich bin der Meinung, nach den vorgestrigen Vorgängen müssen die Delegierten den Mut haben, aus eigener Entschließung zu handeln und nachträglich die Genehmigung ihrer Vereine einLuholen. (Beifall.) Nachdem sich noch einige andere Redner in demselben Sinne geäußert, gelangte der Antrag Radestock einstimmig zur Annahme.

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tungsw esens hatte nach einem vom Vorsitzenden des Zentralausschusses Prof. Dr. Jpsen erstatteten Berichte im April 1896 die Sektion Reichenau den Antrag gestellt, der Zentralausschuß möge die Gründung eines Fonds ver­anlassen, aus dessen Mitteln die Sektionen die Auslagen für Hilfeleistungen bei Touristenunfällen bestreiten könnten. Das veranlaßte den Zentralausschuß Graz sich mit der Frage der Hilfeleistung bei Unfällen eingehender zu be­schäftigen und es erging ein Rundschreiben an die Sek­tionen, worin besttmmte Maßnahmen empfohlen wurden. Insbesondere sollten die Sektionen in ihrem Arbeitsgebiete die Bevölkerung, namentlich die Wirte, vor allen auch die Hüttenwarte veranlassen, auf einzelne Touristen oder Partien, besonders wenn diese gewagte Touren oder unter ungünstigen Verhältnissen unternehmen, zu achten, sich über den Verbleib derselben nach Möglichkeit erkundigen und bei der ersten Vermutung, es sei ein Unfall möglicher­weise vorgekommen, der Sektion oder deren Vertrauens-

mann schleunigst Nachricht zu geben, ferner sollte die Be­völkerung instruiert werden, daß sie sofort mindestens zwei Personen auf die Stelle entsende. Ehrenpslicht jedes Touristen sollte es sein, in Unglücksfällen, selbst sofern das Anfgeben der Tour damtt verbunden wäre, seinen Führer zur Verfügung zu stellen. Die Bestimmungen des Notsignals weiter sollten beachtet, überhaupt bie Bevöl­kerung mit letzterem mehr vertraut gemacht werben. So­fern oie Kosten nicht anberweit gedeckt werden, sollten, dieselben nach bestimmten Grundsätzen auf die Zentral­kasse genommen werden. Den Sektionen endlich solle es überlassen bleiben, je nach den örtlichen Verhältnissen int Sinne dieser allgemeinen Grundsätze zu verfahren. In­zwischen haben sich alpine Rettungsausschüsse und Ret- tungsstattonen gebildet und die Generalversammlung richtete daher in der Folge an den Zentralausschuß das Ersuchen, einer Organisation des Rettungswesens durch den Verein sein intensives Studium zuzuwenden und über die Resultate Bericht zu erstatten. Demgemäß legte derselbe Grundzüge eines Organ isat io ns plan es heute vor, wonach ebenfalls, wo es möglich ist, an dem Ätze ber Sektion eine Rettungsstelle zu errichten ist, nach Bedarf auch an weiteren Orten, mit einem Obmcmne resp. seinem Stellvertreter an ber Spitze, Meldeposten geeignete Per­sönlichkeiten für bie freiwillige Beteiligung an Rettungs­arbeiten, Rettungsmitteln usw. Diese Grundsätze, sowie Weisungen für bie Sektionen, bie Rettungsstellen unb bie Melbeposten fanden en bloc Annahme.

Ein weiterer Bericht des Central-Ausschufles hat Führer - Agelegenheiten (Führerkurse, Führertage, Führettarife und Handhabung ber Führer-Aufsicht) zum Ge­genstände. Nach einem ohne Widerspruch zur Annahme ge­langten Antrag des Unterstaatssekretärs Sydow- B erlin wurde der Centtalausschuß mit Erhebungen, ev. mit vorläufigen Vereinbarungen mit den Sektionen und mit der späteren Berichterstattung über die von ihm gethanen Schritte beauftragt. Von einem Bericht des Ausschusses über die Central-Bibliothek wurde Kenntnis genommen. Die von Rickmers dem Verein geschenkte Bibliothek repräsentiert einen Wett von 80000 Mk. Zwischenzeitlich sind die Bücher vollständig geordnet; der Katalog wird zum 1. Oktober d. I. erscheinen können und zu demselben Termin die Bibliothek formell eröffnet werden können. Nach auswärts werden Bücher nur enlliehen, wenn die Sektion, welcher der Leiher angehört, ür jede Beschädigung oder Verlust hastet. Die Verleihung indet in der Regel nur auf 14 Tage statt. Die bisher auf­gewandten Kosten belaufen sich auf 6699,05 Mk. Die Bi­bliothek befindet sich in München.

Die Sektionen Berlin und München haben be­antragt:

Die Generalversammlung wolle die §§ 10 und 14 der Satz­ungen dahin erläutern: Vorort und Centralausschüß können bei Ablauf der dreijährigen Amtsdauer durch einfache Stimmenmehrheit wiedergewählt werden."

Dieser Antrag fand nach kurzer Debatte Annahme mit 310 gegen 230 Stimmen. Ebenso trat die Generalversamm­lung einem Antrag der Sektion Obersteier bei wie folgt:

Die Generalversammlung spricht im Anschlüsse an diese An­träge die Erwartung aus, daß von der Möglichkeü der Wieder­wahl desselben Vorortes und Centtalausschusses nicht öfter als ein­mal Gebrauch gemacht werde."

Das Festessen.

In dem festlich geschmückten großen Saale des Kur­hauses hatten sich am Nachmittag etwa 400 Personen, Herren und Damen, eingefunden, um bei fröhlichem Mahle gemütlich zu tafeln. Nach dem zweiten Gang erhob sich der Vorsitzende des Zentral-Ausschuß'es Dr. Jpsen, um in alt hergebrachter Weise die Beherrscher der beiden verbündeten

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Nr. 210

Erscheint täglich außer Sonntags.

Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kesfischen Landwirt die (Siebener Familien- blätter viermal in der Woche beigelegt.

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Deutscher und Kesterreichischer Alpenverein.

Am Abend des 5. September fand auf dem Nervberg bei Wiesbaden bie Begrüßung ber erschienenen Mit­glieder des Deutschen unv Oeiterreichischen Alpenvereins statt. Der .Vorsitzende der dortigen Sektion, Pfarrer Veesenmeyer, hieß die Gäste in herzlichen Worten will­kommen, wofür der Vorsitzende des Zentralausschusses, Dr. E. Jpsen, dankte. Am Vormittag des folgenden Talges um 9 Uhr begannen im weißen Saale des Kurhauses die geschäftlichen Verhandlungen der 2 9. Generalver­sammlung des Vereins. Der Vorsitzende des Zentral­ausschusses, Dr. Jpsen, eröffnete die Sitzung, indem er die erschienenen Ehrengäste begrüßte. Hierauf erteilte der Vorsitzende das Wort dem Ob.-Reg.-Rat Bake, welcher die Versammlung namens der kgl. preuß. Staatsregierung und im Auftrage und in Vertretung des Regierungspräsi­denten Dr. Wentzel willkommen hieß. Die edlen Zwecke des Vereins rechtfertigten das Interesse, das man ihm von allen Seiten entgegen bringe. Auch die Regierung verfolge mit regster Teilnahme das edle Streben des Vereins, bie herrliche Gottesnatur für jedermann zu erschließen, für bie Führer und bereit Hinterbliebenen zu sorgen. Oberbürger­meister Dr. v. Jbell hieß bann bie Versammlung namens ber Stadt Wiesbaden willkommen. Er hoffe, daß bie heutigen Verhandlungen von Erfolg begleitet seien und baß sie bazu beitragen möchten, bas geistige, freundschaflliche unb herzliche Band, bas Deutschland mit dem stammver­wandten Oesterreich verbinde, zu vertiefen.

Im weiteren Verlaufe begrüßte Pros. Dr. Boßhard- Winterthur die Versammlung namens des Schweizer Alpen­klubs, Tr. Spannagel -Wien namens des österr. Tou- ristenklubs, Hans Hochmeister - Wien namens des nieder- österr. Gebirgsvereins, Rickmers- Radolfzell namens des Kaukasusklubs. Es wurde bann in bie Erlebigung ber Tagesordnung eingetreten.

Den Jahresbericht erstattete das Mitglied des Zentralausschusses, Posselt-Czorich-Jnnsbruck. Tas Wachstum des Vereins dauerte in der bisherigen Weise an. Die Mitgliederzahl ist auf 52 266 ober um 2717 ge­stiegen; die Zahl ber Sektionen auf 279 und um 10. Eme Sektion hat sich aufgelöst, 2 sind eben in der Bildung begriffen. Ter Bestand an Latembildem (für Vorträge) hat sich um ca. 500 vermehrt. Tas österr. Finanzmini- fterium hat auf Ersuchen des Zentralausschusses bie zoll­freie Einfuhr ber Laternbilder im Tausch verkehr bewilligt. Die Zahl ber Schutzhütten einschließlich bet von Sektionen gepachteten Häuser beträgt 213, bavon 131 bewirtschaftete unb 20 offene. Außer ben Neubauten fanden noch mehr­fach Um- und Zubauten bei älteren Hütten statt. Um ben Aufwand der Sekttonen aus eigenen Mitteln für die ver­schiedenen Zweige ihrer Thättgkeit seststellen zu können, sind Fragebogen versandt worden. Nach den Antworten aus 108 Sekttonen wurden von diesen verausgabt für Weg- und Hüttenbauten 177 582 Mk., für Führerwesen 1106 Mk., für Unterstützungen 7666 Mk., für wissenschaftliche und litte» rarische Unternehmungen 9967 Mk. unb für bie Biblio­theken 8843 Mk. Tie Abamellokarte wirb leider auch in diesem Jahre noch -nicht zur Ausgabe gelangen, bagegen er­scheint demnächst das erste Blatt der Uebersichtskarte der Dolomiten, welches den östlichen Teil des Gebietes (Ampezzcmer und Sextner-Dolomiten) umfaßt. Auch für die nächsten Jahre ist Vorsorge getroffen. Es stehen zur Verfügung das zwette Blatt der Tolomiten-Uebersichtskarte unb bie Abamellokarte, welche sich beide im Stich befinden; ferner liegt die Zeichnung der Tetailkarte der Langkosel- Sella-Gruppe vor und die Aufnahme der Marmolata-- Gruppe wird in diesem Jahre vollendet. Mit dem Stich ber ersterwähnten Gruppe wird in diesem Jahre begonnen werden können. Zu den bisherigen Veröffentlichungen ist neuerdings der vom Zenttalausschuß edierteKalender" gekommen, um namentlich ben Sekttonsleitungen ein Haud- düchlein für verschiebene geschäftliche Angelegenheiten zur Verfügung ftelten zu können. Tie Zahl ber Führer betragt heute 1229, bie ber Aspiranten 201. In die Versorgungs­liste find eingetragen 1025, vorgemertt für dieselbe 105 Führer. Altersrenten beziehen 19, Unfallrenten 3, Jnva- liden-Unterstützungen 62, Pensionen 57 Führer; ferner er­halten 34 Witwen und Waisen dauernde Unterstützungen. Ter Gesamtbetrag ber Bezüge belief sich im vergangenen Jahre auf 10 512 Mk., in deren Genuß 175 Personen stehen. Tie Finanzlage der Führerklasse ist nach jeder Richtung hin eine befriedigende. 3 Führerkurse mit einer Teilnahme von 97 Führern und Aspiranten fanden statt. 90 Personen erhielten Zeugnisse; 44 bestanden die Prüfung mit sehr gutem Erfolge. 2 Versuchskurse im Sttlaufen wurden ab­gehalten bei 21 Teilnehmern. Ter Erfolg war im ganzen zufriedenstellend. Auf Grund der gemachten Wahrnehm­ungen kann die weitere Einrichtung von Skikursen in Aus­sicht gestellt werden. Tie Förderung wissenschaftlicher Unternehmungen laßt sich der Zenttalausschuß besonders angelegen sein. Eingehend beschäftigte dieser sich mit der Einrichtung des alpinen Rettungswesens. Tie Zahl der von der studierenden Jugend ftafF benützten Studenten- Herbergen beträgt 537 in 413 Orten. Durch den Tod verlor der Verein eine Reihe sehr verdienter Mitglieder.

Nach dem Kassenbericht stand hinsichtlich der \V nanziellen Ergebnisse das Jahr 1901 seinen Vorgängern nicht nach, da nicht nur die Einnahmen den Voranschlag erheblich übersteigen, sondern auch Ersparungen erzielt wurden, welche es ermöglichten, für nicht im Voranschlag vorgesehen gewesene Ausgaben bie Mittel zur Verfügung ru stellen. Tie Gesamt-Einnahmen betrugen 356 576 Mk- 34 Psg. Tem Zentral-Kassierer sprach die General-Ver­sammlung für die Führung der Kassengeschäfte ihren Tank aus.

In den wissenich.afMch.en Ausschuß wurde an Stelle des

ausscheidenden Mitgliedes Dr. Graf v. Zeppelin Professor Dr. Fin sterw al de-München gewählt. Die Wahl zweier Beiräte und von vier Ersatzmännern in den Wege- und Hüttenbau-Ausschuß fiel auf die Herren Julius Grnzel- Prag und Hans Rehm-München resp. Prof. Cranz- L>tuttgart, Kaufmann Alfred Braun-Leipzig, Prof. Dr. Sch üßl er-Graz und Oberlehrer Dr. Nievmann- Düsseldorf.

Als Ort der nächstjährigen Generalversammlung wurde einstimmig Bregenz gewählt.

Für Unterstützungen von Wege- und Hüt­tenbauten werden 66 000 Mark verlangt; bewilligt sollen nach den vom Zenttalausschuß gestellten Anträgen insgesamt 80000 Mark werden. Der Zuschuß für $ubauten usw. der Wiesbadener 5Mte, welcher nach den von der hiesigen Sektion gestellten Anträgen 7 500 Mk. betragen sollte, wurde mit 4000 Mark fixiert.

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43. Kenossenschaftstag.

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Kreuznach, 5. Sepd

Heute vormittag fand eine Versammlung in Ange­legenheiten der Kreditgenossenschaften statt, wo rein fad)* liche Angelegenheiten erörtert wurden.

Nachmittags versammelten sich die Delegierten der ausgeschlossenen Konsumvereine zu einer Vorbesprechung. Der Direktor bes Verbanbes der süddeutschen Konsum­vereine, Barth-München hat, obwohl der süddeutsche Kon­sumvereinsverband nicht ausgeschlossen ist, sein Amt als' Mitglied des engeren Ausschusses niedergelegt. Wie Abg. v. Elm-Hamburg in ber Vorbesprechung mitteilte, haben von 74 durch eigene Delegierte auf dem Genossenschafts­tage vertretenen Konsumvereinen 70 ihren Beitritt in den neuen Verband erklärt. Außerdem haben der Ver­bandsdirektor der Konsumvereine des Königreichs Sachsen, Radestock-Dresden, der Direktor des Verbandes der süd­deutschen Konsumvereine, Barth-München, der stellvertte- tende Verbandsdirektor der thüringischen Konsumvereine, Hebestreit-Zeitz und der stellvertretende Verbandsdirektor der nordwestdeutschen Konsumvereine, Harste-Linden (bei Hannover) sich dem Bestreben, einen neuen Verband der