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Freitgg 8. August 1S«S
23
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Die heutige Kummer umfaßt 8 Seiten
153. Jahrgang
den 235 Mk. bewilligt.
Tie Gesuche von Witwe Stefani und H. Scherfs W i t w e um Ueberlassung von Grübern aus nicht zur Wiederbelegung vorgesehenen Gräberfeldern des alten Friedhofes
dische Presse während des Krieges ein Wort über das Treiben der kolonialen Truppen verlor, schrie die ganze englische Presse voll edler Entrüstung auf, und heute muß nun sie selbst solche Berichte veröffentlichen! Die Frage liegt aber gewiß nahe, wie müssen sich diese „vollkommenen Gentlemen" erst in Feindesland aufgeführt haben, wenn sie sich in britischen Städten wie wilde „Teufel" benehmen?
Die Zolltarifkommisfiou
nahm am Donnerstag die Position 889, Blankscheite, ähnliche Waren aus unedlen Metallen, nach der Vorlage an und beriet verbunden die Positionen 890, 891 und 912, Draht aus unedlen Metallen, Läutewerk re., Telegraphenwerke. Zu Position 890 wurde ein Antrag. Gothein angenommen, nach dem die Staffel 3 und 4 zu streichen ist und für alle Arten Draht, außer dem in Staffel 1 genannten, ein Zollsatz von 15 Mark angesetzt wird. Für die Position 691 werden nach Anträgen von Gothein und Speck verschiedene Streichungen vorgenommen. Für bestimmte Instrumente, wie astronomische, nautische, meteorologische Apparate, Modelle fürLaboratorien und Unterricht wird Zollfrei!) eit festgesetzt. Im übrigen wird die Vorlage belassen. Die Anmerkungen 1 und 3 zu Pos. 891 wurden genehmigt. Zu Anmerkung 2 wurde eine Erhöhung des Zollsatzes für anderes als rechtwinkeliges Blech auf 30 vom Hundert statt 15 festgesetzt. Die Pos. 912 wurde nach der Vorlage genehmigt. Pos. 892 und 893, Dampflokomotiven, werden nach der Vorlage angenommen, letztere unter Streichung der Worte „und der Dampfpfluglokomo- t i v e n", ebenso Pos. 903, Feuerspritzen und Pumpen. Im Laufe der Debatte erklärte Dr. Hahn, er könne leider, obwohl er von der Notwendigkeit der Zölle überzeugt sei, nicht für die Vorlage stimmen, weil die L a n d w i r t s ch a f t n i ch t genügend g e s ch ü tz t sei. Staatssekretär Graf v. P o s a d o w s k y erwiderte/ wenn man solche Ausführungen höre, habe man den Eindruck, als ob es sich nicht uin eine Regierungsvorlage handle, sondern lediglich um ein Kompensationsgeschäft zwischen Landwirtschaft und Industrie, als ob, sobald diese sich über bestimmte Zollsätze einigen, die verbündeten Regierungen sie einfach acccptierten. Dies ist ein großer Irrtum. Tie Regierungen machen, was Sie bewilligen oder nicht bewilligen, nicht davon abhängig, lvie sich die Landwirtschaft und Industrie zu einander stellen, sondern davon, was man verständigerweise dem deutschen Konsumenten zumuten kann, und davon, ob die Sätze derartig sind, daß man in einem handelsvertrags- sreundlichen Verhältnis zu anderen Staaten verbleiben oder in neue eintreten kann. Die Regierungen haben eine ganz bestimmte Auffassung und werden sich darin durch Kompromisse nicht stören lassen.
Kolonialpost.
Tie Ausführung der kolonialen englischen Helden wird, seit der Friede geschlossen ist, auch von der chauvinistischen englischen Presse scharf gegeißelt. Ein ,-Starward"-Korrespondent beschreibt „beispiellose Szenen", die sich beim Turchzug der Australier zweimal in der Kapstadt abgespielt haben, und der imperialistische ,Mercury" von Turban beschreibt einen ähnlichen Karneval der Brutalität in dieser Hafenstadt, dessen Helden
werden abgelehnt.
Ten Pachtern derjenigen Trieb v i e r t el, die als Bauplatz an rlantinenwirt Seip an der Grünbergerstraße I verkauft wurden, werden entsprechende Nachlasse am Pacht- I aeld bewilliat.
die Kanadier waren. „Tie Straßenszenen", schreibt er, „übertrafen an Schamlosigkeit alles, was man bisher in Turban erlebt hat." Die Kanadier feuerten auf die Polizei und zwangen sie, arretierte Soldaten freizugeben; sic demolierten mehrere Häuser, schlugen überall alles kurz und klein, insultierten Frauen, führten gefesselte Polizisten im Triumph die Strafen auf und ab il s. w. Aehnliche brutale Orgien der kolonialen Irregulären in Johannesburg schildert der gleichfalls imperialistische „Leader" der erscheint. Wenn die ausllän-' geld bewilligt
Nr. 184
Erscheint täglich
außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Gießener Familien- dlätter viermal in der
Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Der» . lag der Brühl'schen Univers.-Buch-u.Stein- druckerei (Pietsch Erben) Redaktion, Expedition
und Druckerei:
Schul st raße 7.
Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen.
FernsprechanschlußNr.51.
Politische Tagesschau.
Kinderspielzeug und Orden.
In jder Zolltarifkommission spielte sich am Mittwoch eine in verschiedener Beziehung recht interessante Szene ab. Bei der letzten Position des Zolltarifs, Nr. 946, die „Kinderspielzeuge" betrifft, beantragte Abg. Stadthagen, wie wir bereits gestern mitteilten, folgende Anmerkung: „Orden sind, auch wenn sie von Souveränen verliehen sind, nach Beschaffenheit des Materials, ohne Rück- Rücksicht auf das Gewicht, keinesfalls unter 1000 Mark für jedes Stück, zu verzollen." Der Antrag wurde vom Verfasser an das Bureau zum T"uck eingereicht und bald darauf den Mitgliedern gedruckt: vorgelegt. Als die Verhandlungen über den Kupferzoll beendigt waren, nahm der Vorsitzende Rettich das Wort, um in erregtem Tone zu erklären, daß er, wenn der Antrag Stadthagen ihm vorher vorgelegt worden wäre, die Drucklegung verhindert haben würde. Der Antrag, der die Orden unter die Position „Kinderspielzeug" bringe, enthalte eine Verhöhnung der Stellen, die Orden verleihen, und der Personen, die Orden erhalten. Prof. Dr. Paasche schlug vor, sofort den Antrag zu kassieren und die vorhandenen Druckexemplare zu vernichten. Staatssekretär Graf Posadowsky bezeichnete in großer Erregung den Antrag als eine Verhöhnung des monarchischen Gefühls aller Beamten und erklärte, daß die verbündeten Regierungen es ablehnen müßten, sich an der Verhandlung über einen solchen Antrag zu beteiligen. Dr. Hahn bestand aus der Kassation der vorhandenen Druckexemplare.
Der sozialdemokratische Antragsteller hat mit seinem Antrag, die Orden unter die Position „Kinderspielzeug" zu bringen, wohl einen Witz machen wollen, den man als „höchst geschmacklos" gelinde eintaxiert. Wenn man auch das Ordenwesen nicht hoch einschätzt, wird man doch der Ansicht sein müssen, daß die Feststellung eines Zolltarifs eine viel zu ernste Sache sei, als'daß man dabei schlechte Witz« in gesetzgeberische Form bringen könnte.
schlossen, aus Mitteln der Stadt 9000 Mk. zuzuschießen, sodaß die ganze Anlage auf 50 000 Mk. zu stehen kommt.
Zu den Kosten der Verbreiterung der Rod- Heimer st raße sollte die Stadt mit einem Achtel der Baukosten und «AteÜung des erforderlichen Geländes heran- gezogen werden, wogegen sie Einspruch beim Kreisamt erhob, da die Verbreiterung durch die Anlage der Bieberthalbahn notwendig geworden, der Stadt ein Vorteil aus der Verbreiterung auch nicht erwachse. Eine nochmalige Verhandlung zwischen den Vertretern der Stadt und des Kreises führte zu einer Einigung, wonach die Stadt das Gelände (zu dessen Gestellung sie ohnedies verpflichtet ist) stellt und ein Achtel der Baukosten trägt, jedoch nur für die Strecke bis zur zukünftigen Gemartungsgrcnze gegen Heuchelheim, von weiteren Beiträgen und Gclündestetlung aber entbunden ist, wenn die Straße jenseits des Landwehr- grabens (der Abzweigung nach Heuchelheim) verbreitert werden sollte. Tas Abkommen wird, nachdem Stadtv. Krumm und Hanau dagegen gesprochen, gutgeheißen.
Für Einrichtung von Klosetts imSchlachthause wer-
Für die Leitung des elektrischen Kabels durch die Bleich str aße waren 2500 Mk. vorgesehen. Da indes vorläufig Anschlüsse in gen. Straße nicht zu erwarten, wogegen solche für die L ö b e r st r a ß e angemeldet wurden, wird beschlossen, von den verfügbaren Mitteln 1500 Mk. zur Legung des Kabels in der Löberstraße zu verwenden.
Ter Anstellung eines dritten Lehrers an der Vorschule des Gymnasiums tritt die Versammlung nach Kenntnisnahme eines eingehenden Berichtes des Direktors Tr. Schädel unter der Bedingung bei, daß die geteilte Klasse im Gymnasium untergebracht wird, da der Stadt ein geeigneter Raum nicht zur Verfügung steht.
Tie Abttennung der Vorschule des Gymnasiums von der des Realgymnasiums im katholischen Religionsunter-« richts wird abgelehnt, weil die hierfür geltend gemachten Gründe durch die Anstellung eines dritten Lehrers hinfällig geworden sind.
Dem Vertragsentwurf zwischen Baurat Schmick und der Stadt betr. der Sielbauten und der .Verwendung und Besoldung des zum Vorsteher des Tiefbauamtes bestellten, Ingenieurs Braubach sttmmt die Versammlung zu, ebenso dem Anträge der Baudeputation, die Stadtv. Heyligen- staedt und Schiele zu ermächtigen, die Lieferung der zu den Sielbauten nötigen Eisenteile und Kanalschieber nach Prüfung der bezeichneten Materialien auf ihre Brauch- barfeit zu vergeben; dasselbe wird beschlossen bezüglich der Lieferung der Tücker durch die Wieseck.
Aks s. Z. darüber verhandelt wurde, wo die Provin- zial-Siechenanstalt zu errichten sei, wurde von denjenigen, die sich gegen die Errichtung in Gießen aus- Iprachen, u. a. geltend gemacht, daß die Anstalt nicht entwässert werden könne. Der damalige Oberbürgermeister Gnauth gab darauf die Erklärung ab, daß bis zur Fertigstellung der Anstalt auch der Anschluß derselben an dre Kanalisation erfolgen könne. Ties Versprechen konnte, wie Stadtv. Schiele zu den Ausführungen des Bürgermeisters Mecum bemertte, deshalb nicht eingelöst werden, weil für die Kanalisation ein neues, die Ausführung wesentlich verbilligendes Projekt ausgoarbeitet werden mußte. Um nun doch der eingegangenen Verpflichtung nachzukommen, hat die Baudcputation die Anlegung einer Sammelgrube für die Schmutzwässer und die Ableitung des Regenwassers in den Straßengraben am alten Steinbacher Weg beantragt Die Anlage der Grube ist zu 2700 Mk. veranschlagt; die Provinz hat denselben Betrag zu entrichten, den sie als Kanalgebühr nach. Fertigstellung der Kanalisation zu entrichten hat. Ter Voranschlag über die beantragte provisorische Entwässerung wird genehmigt.
Aus Stadt und Hand.
Gießen, 8. August 1902.
** Wohlthätigkeitskonzert. Bezüglich der für Samstag geplanten Veranstaltung sei noch erwähnt, daß der Vorverkauf bei Herrn Ehallier Samstag abend 7 Uhr geschlossen wird, es sich also empfiehlt, den Bedarf an Karten früh zu decken. Da es den Witwen und Waisen der verunglückten Sangesbrüder wohl nicht an Sympathien seitens des Publikums fehlen wird, und weiterhin der Beginn des Konzerts mit Rücksicht auf den Ladenschluß erst aus 81/2 Uhr festgesetzt ist, dürfte ein vollbesetzter Saal zu erwarten sein.
** Liederabend. Man schreibt uns: Es ist eine bedauerliche, aber unbestteitbare Thatsache, daß mit wenigen Ausnahmen unsere Männergesangvereine eine schwache Mitgliederzahl aufweisen und dadurch verhindert sind, die größeren Werke unserer reichen Männerchor-Litteratur ent- jprechend auszuführen. Dieser Mißstand wird in ernsteren Sängerkreisen selbst am schwersten empfunden, daher der Drang nach Anschluß an befreundete Vereine, durch Bildung von Sängerschaften und Sängerbünden. Derartige Vereinigungen beseitigen aber den Uebelstand durchaus nicht vollkommen, jeder Verein hat seinen angestammten Dirigenten, der Bund aber kann nur einem die Leitung übertragen. Dieser Eine nun soll in wenigen Proben mit Sängern, die ihm zum größten Teil fremd sind, die aufl der anderen Sette seine Direktionsweise, seine Auffassung nicht kennen, ein abgerundetes Ganzes fertig bringen. Ein günstiger Umstand hat es gefügt, daß wir in Gießen zwei namhafte Vereine besitzen, den Liederkranz und den Sängerkranz, die seit vielen Jahren, äußerlich getrennt, musikalisch aber gleichmäßig vorgcbildet sind. Herr Franz Bauer, einer unserer geachtetsten und streb- samsten Musiker, hat seit Jahren mit unermüdlicher Ausdauer beide Vereine, die er leitet, durch einheitliches Programm zu einem musikalischen Ganzen versch-molzen, ohne im übrigen die Selbständigkeit jedes einzelnen zu berühren. Am Dienstag, dem 12. August, wird Herr Franz Bauer mit seinen 65 Sängern in Steins Saal einen Liederabend veranstalten, dessen Programm hervorragende Werke enthält und namentlich solche, an welche numerische Ansprüche gestellt sttrd. Der Abend ist leider nur Geladenen zugängig, es ist aber zu wünschen, daß sich Herr Bauer und feine Vereine demnächst der Allgemeinheit zu Tiensten stellen .
(?) Staufenberg, 7. Aug. Bei der heute hier abgehaltenen Beigeordnetenwahl erhielten Heinrich Z e ch e r VI. 26, Heinrich B e n z l e r 19 und Philipp Meyer 13 Stimmen. Da das Wahlrefultat bei keinem der Gewählten eine absolute Majorität ergeben hat, ist eine Stich- wayl zwischen den beiden Erstgenannten nötig.
(—) Hungen, 7. Aug. Uebcr den von uns gestern telegraphisch gemeldeten Raubanfall wird noch gemeldet, daß der verhaftete Schwinn die That leugnet, aber überführt ist; er ist Derheiratet und giebt an, in Westfalen eine Frau mit fünf Kindern zu haben. Tie beraubte Frau des Gastwttts in Trais-Horloff war nach der That so auf-
Sitzung -er Stadtverordneten.
Gießen, 7. August 1902.
Anwesend Bürgermeister Mecum, Beigeordneter Grüneberg, die Stadtverordneten Brück, Emmelms, Euler, Faber, Hanau, Helfrich, Heyligenstaedt, Huhn, Jann, Jughardt, Keller, Kirch, Krumm, Leib, Löbcr, Loos, Orbig, Petri, Pirr, Schiele, Schmall und Wallenfels. Entschuldigt: Bcia. Georgi, die Stadtv. Dr. Fuhr, Dr. Gafsky, Tr. Gutfleisch, Haubach, Heichelheim, Dr. Schäfer und Schaffstaedt.
Stadtgeometer Wißner stattet in einem Schreiben an die Stadtverordnetenversammlung seinen Dank ab für seine Versetzung in die 3. Gehaltsklasse, desgl. Ingenieur Braubach für feine Ernennung zum Vorsteher des Tiefbauamts. — Bürgermeister Mecum teilt weiter mit, daß an der Turbine des städtischen Elektrizitätswerks eine Welle gebrochen sei, für deren Ersatz indessen die Firma, die die Einrichtung hergestellt, laut Vertrag haftbar sei.
Bei der Rohbauabnahme des Metzger Kreuderschen Hauses in der Neustadt hat sich ergeben, daß durch zwei Stockwerke ein 60 Ctm. ^Vortragender Erker angebracht ist, der nicht genehmigt war. Das dieserhalb von Kreuder ein- tzereichte Gesuch um Dispens von den einschlägigen Bestimmungen der Bauordnung hat die Baudeputation mit Einstimmigkeit abzulehnen beantragt. Nach längerer Debatte, in der einerseits auf die Konsequenzen einer Genehmigung hingewiesen, andererseits eine solche mit Rücksicht daraus, daß. der Erker dem Bau zur Zierde gereiche, empfohlen wurde, wird dem Antrag der Baudeputation beigetreten, ,d. h. das Gesuch abschläglich beschieden.
Dasselbe geschieht mit dem wiederholt gestellten Gesuch des C. Rübs am en. R- hat ohne Genehmigung eine Scheune in der Schwarzlach zu Stallungen, Lagerräumen und einer Wohnung umgebaut. Tie Baudeputation hatte beantragt, in eine erneute Erörterung des Dispenses nach dem bereits am 4. Juli erfolgten ablehnenden Bescheid nicht einzutretcn.
Die Gärtner Karl und Louis Becker suchen um die Erlaubnis zur Errichtung von Treibhäusern im Schiffen- berger Thal nach; die Gesuche werden befürwortet, desgl.
das Gesuch des Louis Troß um Erlaubnis zur Erbauung eines Wohnhauses neben seiner Ziegelei an der Rodheimerstraße. Weiter wird befürwortet
das Gesuch des Dr. Reinewald, der den Giebel eines an der Liebigstraße zu erbauenden Wohnhauses in Holzfachwerk ausfül)ren will;
das Gesuch der Lederhändler Keil W w e. für die Schulstraße bezüglich Anbringung eines Erkers und Dispenses von der Bestimmung, nach der ein Fünftel des Bauplatzes unbebaut bleiben muß;
das Gesuch des Bauaufsehers Marx für die Wilhelm- sttaße bezüglich Ausführung eines Giebels in Holzfachwerk und
das Gesuch des Ernst B l ü d n e r, der sein Haus in der Plockstraße um ein Stockwerk erhöben will, bezüglich der Belassung zweier Mauerlatten über oem jetzigen oberen Stockwerk.
Für die Ueberwölbung des K l i n g e l b a ch e s von der Oberhess. Eisenbahn bis zur Stephansttaße waren früher 32 000 Mk. bewilligt worden, und für die Verlegung des Baches von der Stephanstraßc bis zur Kreuzung in der Bruchstraße 9000 Mr., sofern die Anlieger 3000 Mk. beitragen und das Gelände stellten. Sanitäre und sonstige Gründe gaben weiter Veranlassung, den Klingelbach überhaupt aus der Häuserreihe herauszulegen und durch die Goethestraße nach der Wieseck abzuleiten, was 18 000 Mk. Kosten verursachen würde. Nachdem aber auf Verwendung des Stadtv. Huhn sich die Anlieger bereit erklärt haben, teils durch bare Beisteuer, teils durch Ankauf des frei- werdenden Geländes ca. 12 000 Mk. betzutragen, wird be-
JPSSSF ® -w*T Bezugspreis:
▼ KW k-.f ® monatlicb75Ps., viertel-
SietzenerAnzeiger«
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Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gietzen
_________ __________________________ zeiganteil: Hans Beck.


