Mittwoch 8. Januar 1902
152 Jahrgang
Zweites Blatt
ES
Mr-. K
Erscheint täglich außer Sonntags.
Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dern^Sesfischen Landwirt die Giehener Familien- blätter viermal in der Woche beigelegt.
Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Univers.-Buch-u.Stein- druckerei (Pietsch Erbech Redaktion, Expedition und Druckerei:
Schulstraße 7.
Adresse für Depeschen: Anzeiger Gieße».
Fernsprechanschluß Nr. 51.
GietzenerAnzeiger
M General-Anzeiger
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
Bezugspreis: monatlich 75Ps.,vierteljährlich Mk. 2L0; durch Abhole- u. Zweigstellen inonatlich 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— Vierteljahr!. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 10 Uhr. Zeilenpreis: lokal 12 Pf^ auswärts 20 Pfg.
Verantwortlich: für den polit. u. allgem. Teil: P. Wittko; für „Stadt und Land" und „Gerichtssaal": R.Ditt- mann; für den Anzeigenteil: Hans Beck.
Die ynttige Yummer umfaßt 10 Sette».
tznglauds „Revanche".
Chamberlain hielt, wie uns bereits gestern aus Birmingham depeschiert wird, in dieser seiner Vaterstadt eine Rede, in der er für den Imperialismus eintrat und erklärte, England sei die liberalste Nation, welche die Welt jemals gesehen habe (!), ebenso aber auch die am meisten gehaßte.
Die anderen Volker beneideten England, verleumdeten es in der häßlichsten, verdammenswertesten. und schändlichsten Weise und lauerten mit Freude auf seinen ^>lurz, den sie nahe wähnten. Es sei durchaus falsch, daß diese Gesinnung chren Grund habe, daß die gegenwärtige Regierung, und besonders der Kolonialsekretär, nichts tauge; vielmehr sei es gerade ko gewesen zur Zeit von Pitt, Vöel- Lourne, Wellington und Palmerston. Das englische Volk müsse sich auf sich allein verlassen, umgeben und unterstützt in seiner glänzenden Vereinsamung von seinen Blutsverwandten in Australien, Kanada und den anderen Kolonien. Chamberlain fuhr dann fort, er beklage zwar den Krieg, würde aber doch einen Krieg mit allen seinen Schrecken einem unwürdigen Preisgeben der ererbten Stellung Englands vorziehen. Lieber müsse jedes Opfer gebracht werden, als daß England auf die Stellung eines gesunkenen Staates herabgedrückt werde und des Vertrauens der blutsverwandten Völker verlustig gehe, welche dann in Zukunft an Macht und Wohlstand mit ihm erfolgreich wetteifern würden. Chamberlain fuhr fort, es sei von höchster Wichtigkeit, daß England sich seine Märkte erhalte; es müsse sich darauf vorbereiten, berechtigten Wettbewerb zu bekämpfen Man habe in letzter Zeit viel von einer Krisis der britischen Industrie gesprochen, indessen habe er kein Zeichen einer unmittelbaren, die Wohlfahrt des Landes bedrohenden Gefahr beobachtet. Die Aussicht für die Handelsentwickelung sei ausgezeichnet, doch sei es angesichts der Entwickelung der Wissenschaft im Auslande gewiß, daß England ernsthaft leiden würde, wenn sich die englischen Fabrikanten nicht die sich bietenden Gelegenheiten zu nutze machten, um die höchste theoretische Kenntnis im Verein mit praktischer Erfahrung zu erwerben.
Redner stellte in Abrede, daß der Beweggrund zu dem Kriege in schmutzigen Interessen gelegen habe, und erklärte, das Urteil der Geschichte werde das sein, daß England keine andere Wahl hatte, daßj es, wenn es den Buren alles Verlangte zugestanden hätte, Südafrika und das Vertrauen der Kolonien würde verloren haben. Das englische Volk habe sich seiner Ueberlieferungen in der bemerkenswertesten Weise würdig gezeigt, da es sich auf die Höhe seiner Verpflichtungen erhoben und alle Opfer gebracht habe, um den Krieg W einem befriedigenden Ende zu führen.
Der englische Kolonialminister Chamberlain spielt das Prävenire. Bevor man sich mit ihm im deutschen Reichstag etwas näher beschäftigt, verteidigt er sich mit großem Eifer. Seine Rede enthält alle die bekannten Phrasen von der Notwendigkeit und Gerechtigkeit des siidaftikanischen Krieges; ebenso fehlt der Appell an das „Urteil der Geschichte" nicht, das natürlich nicht anders aus fallt, als Herr Chamberlain es gern hätte.
In welcher Weise der Kampf gegen die ausländische Konkurrenz gedacht ist, davon giebt eine Probe der Bescheid d^ Ministers für Indien Lord Hamilton an zwei deutsche Firmen, die sich um Lieferungen von Eisenbahn-Material nach Indien beworben hatten. Lord Hamilton verweist auf dre anti-englische öffentliche Meinung in Deutschland; die Folge fei eine der Ausdehnung des deutschen Handels sehr ungünstige Stimmung „im ganzen Reiche Sr. Majestät". Deutlicher als durch diese Begründung der Ablehnung, die in ein Londoner Blatt, „Daily Expreß", vermutlich von einer Herrn Chamberlain und Genossen nicht ganz fernstehenden Seite, lanciert wird, konnte kaum die Ermunterung an Englands Patrioten ergehen, die deutsche Industrie und den deutschen Handel zu boykottieren! „Daily Expreß" ist denn auch hoch entzückt darüber, daß die Ent- nrstung über Chamberlains Schmähreden gegen die deutsche Kriegsführung „bittere Früchte" trage. Die Ablehnung wird verschärft durch die ausdrückliche Erwähnung in dem Antwortschreiben Lord Hamiltons, alle britischen Kolonien brauchten unverzügliche Lieferung von Maschinen- und Eisen- material, wozu die heimische Industrie gegenwärtig außer stände sei. Also: „Lieber Mangel leiden, als nach Deutschland Aufträge geben", das ist der Rat, den Lord Hamilton fernen Landsleuten ans Herz legt. Man wird ja bald aus den Reichstags-Debatten erfahren, was unsere Regierung M der Boykottierungs-Parole des Staatssekretärs für Indien zu , agen hat. Es ist freilich kaum zu besorgen, daß die Aufforderung eine starke werbende Kraft übt. Die Engländer find nüchterne Kaufleute, die nicht viel nach Sym- pathre und Antipathie fragen, sondern mit demjenigen ab- schlreßen, der die günstigsten Bedingungen stellt. Die deutsche Ausfuhr nach England ist bisher von den Differenzen der öffentlichen Meinung hüben und drüben kaum beeinflußt worden. Um so aufsehenerregender erscheint das Vorgehen eines Mitgliedes der englischen Regierung. Mit Recht bezeichnet die „Voss. Ztg." es als „ein sehr plumpes und unge.chicktes Mittel, durch wirtschaftliche Nachteile auf die öffentliche Meinung zu wirken". Diese Selbstschädig- ung Englands, um einen Anderen zu schädigen, beweist, wie sehr den britischen Staatsmännern das Verständnis für die Sentenz verloren gegangen ist, daß der Zorn ein Gericht ist,chas kalt genossen werden muß.
*
Soeben kommt aus London folgende Meldung: Den „Evening News" zufolge ist der vom „Daily Expreß" mit
geteilte Brief Lord George Hamiltons an zwei deutsche Fabrikanten gefälscht. Ein Beamter des indischen Amtes sagte, die beiden Fabrikanten hätten allerdings Angebote gemacht; diese seien aber ohne Angabe eines Grundes abgelehnt worden, wie das in solchen Fällen üblich sei. Der Wortlaut des Briefes sei der beste Beweis dafift, daß er von keiner Regierungsabteilung ausgegangen sei.
Politische Tagesschau.
Die Stimmungsbesserung an der Börse.
Man schreibt uns aus Berlin, 7. Januar:
Es fehlt zwar auch heute noch an der hinreichenden Bestätigung dafür, daß eine Renten-Emissionsära im Anzuge ist; andererseits läßt sich aber nicht bestreiten, daß die glatte Unterbringung der gegen Schluß des Vorjahres zur Subskription gelangten Rentenwerte in Kapitalistenkreisen zuversichtliche Stimmung erweckt hat. , Sie sand ihren Ausdruck zunächst in der verstärkten Steigung dieser Kreise, höher verzinsliche Fonds, also ausländische, zu erroerben. Solche Transaktionen pflegen aber gar bald zum Ankauf noch höher verzinslicher Werte, industrieller Anteilscheine, überzuleiten. Das Eingreifen der „privaten" Hände macht sich in der That schon jetzt auf dem Jndustriemarkt bemerkbar. Freckich sind die Beträge, die direkt eingelegt werden, verhältnismäßig bescheiden, und es ist auch nicht anzunehmen, daß eine förmliche Hausse in absehbarer Zeit auf dem Markt der Jndustriepapiere platzgreifen wird. Die „Nackenschläge" des letzten Jahres sind doch zu empfindlich gewesen. Aber die Mutlosigkeit ist im Schwinden begriffen, man beginnt an einen neuen Aufschwung der deutschen Industrie zu glauben und gründet diese Auffassung wohl wesentlich auf das Urteil hervorragender Finanzmänner, wie des Reichsbankpräsidenten Dr. Koch, demzufolge weitere Erschütterungen des deutschen Wirtschaftslebens ausgeschlossen sein dürften.
Neber die Entwickelung des Kiautschou-Gebietes wird, wie die „Nationalztg." hört, zur Zett im Reichs- Marine-Antt eine eingehende Denkschrift ausgearbeitet, die voraussichtlich in der zweiten Hälfte dieses Monats dem Reichstag vorgelegt werden wird.
Also noch rechtzeiitg genug, um bei der Beratung des Etats für Kiautschou in der Budgetkommission herangezogen werden zu können. Die Prüfung der Ausgabe-Positionen dürste diesmal besonders eingehend sein, da der verhältnismäßig größte Teil des Reichszuschusses für sämtliche Kolonien — 12 Millionen von 36 Millionen Mark — auf Kiautschou entfällt. Gegen das Vorjahr erfordert diese Kolonie an Zuschuß Itt/r Millionen Mark mehr. Die einmaligen Ausgaben sind vorwiegend zu Bauzwecken bestimmt, während die fortlaufenden fast durchweg milttärischen Interessen dienen sollen. Es liegt u. a. in der Absicht, eine Marine-Reite rtruppe in Stärke von 120 Mann zu bilden, das Matrosenartillerie- Detachement zu einer vollen Abteilung auszugestalten, Tsingtaus Befestigungs-Anlagrn zu armieren usw. Mit Interesse ist namenttich auch den die Entwicklung des Eisenbahnbaues betreffenden Ausführungen der Denkschrift entgegenzusehen — die ersten Strecken sind im Vorjahr dem Betrieb übergeben worden —, und den Bemerkungen über das bisherige Verhalten des neuen Gouverneurs von Schantung. Im „Ostasiat. Lloyd" wird der neue Mann als ein arger Reaktionär gekennzeichnet, unter dessen Verwaltung sich allenthalben Rückschritte bemerkbar machen würden!
Deutsches Keich.
Berlin, 7. Jan. Das Kaiserpaar besuchte heute mittag das Mausoleum im Schloßpark zu Charlottenburg und legte anläßlich des Todestages der Kaiserin Augusta an bereit Sarge einen kostbaren Kranz nieder. Die Großherzogin von Baden hatte ebenfalls einen Kranz gesandt. Auch das Offizierskorps des Königin Augusta-Regiments war durch eine Abordnung vertreten.
— Der Kaiser hörte heute den Vortrag des Generals v- Einem vom Kriegsministerium und später die Vorträge des Chefs des Admiralftabes der Marine und des Chefs des Marinekabinetts. Um 1 Uhr empfing der Kaiser den Kommandeur der 14. Infanterie-Brigade, General Frhr. v. Gayl. Am Abend fuhr der Kaiser beim Reichskanzler vor, und verweilte längere Zeit bei demselben- —
— An den Amtsrat v- Dietze-Bardy hat der Kaiser aus Anlaß des Todes der Frau von Dietze ein Beileids- Telegramm gesandt-
— Wie die „Tagt- Rundsch." von angeblich bestunterrichteter Seite erfährt, halten die Verbündeten Regierungen an ihrer in der ersten Lesung des Zolltarif- Gesetzes präzisierten Stellungnahme unverbrüchlich fest und sind entschlossen, ihren ganzen Einfluß für den Entwurf einzufetzen.
— Bei einem Frühstück, das der Hamburger Senat dem Botschafter Grafen Wolff-Metternich nach Ueber- reichung seines Abberufungsschreibens gestern gab, sprach sich derselbe in einer längeren Rede für sorgfältige Pflege der deutsch-englischen Beziehungen aus- —
— Das preußische Staatsministerium hat sich für die Zulassung v vn Abiturienten be-r Real- gymnasien und Oberrealschulen zumjuristi - fch.em Stu-dium entfststedeA,
Wiesbaden, 7. Jan. Großfürst Sergius von Rußland traf heute mittag mit Gemahlin von Darmstadt kommend zum Besuche der Großfürstin Konstantin hiev ein. Nach dem Besuche des Weihnachtsgottesdienstes in der hiesigen russischen Kapelle fuhren die Herrschaften nach einem Frühstück bei der Großfürstin Konstantin wieder nach Darmstadt zurück.
Ausland.
Peking, 7. Jan. Der Einzug des Hofes in die Verbotene Stadt erfolgte am Nachmittag IV2 Uhr. Der Kaiser, die Kaiserin-Witwe, Prinz Tschun und die junge Kaiserin wurden in gelben Sänften getragen, eskortiert von einer glänzenden Kavalkade und einer großen Truppenmasse. Die Geleitmannschaften trugen bunte Fahnen und seidene Schirme. Vor der Sänfte des Kaisers marschierten Juanschikais Truppen- Die Ausländer hatten sich oben auf dem Chienmen-Thor versammelt- Der Kaiser und die Kaiserin-Witwe traten in den gleich hinter dem Thor gelegenen Tempel und verbrannten Weihrauch. Beim Verlassen des Tempels verneigte sich dieKaiserin- Witwe vor den Ausländern- Dann setzte der Zug seinen Weg zum Paläste fort Zu beiden Seiten der vier Meilen langen Einzugsstraße knieten chinesische Soldaten- Der Einzug im Palast erfolgte um! 2 Uhr.
Washington, 7. Jan. Es ist in Niutschwang dreimal zu Schlägereien zwis ch en Matrosen des amerikanischen Kriegsschiffes „Vicksvurg" und russischen Soldaten gekommen.
Vom Burenkriege
Ein neuer verblümter Burenerfolg! Lord Kit ch euer meldet aus Johannesburg vom 6. d. M.: General Plumer beschäftigte am 3. und 4. Januar feindliche Trupps unter Christian Botha und Oppermann und trieb sie aus einer Reihe von Stellungen. Ein Teil seiner Truppen unter Major Vallentin, bestehend aus leichter Somerset- Infanterie, erlitt hierbei aber am 4. f ch were Verluste, 18 Engländer fielen, 5 Ofsiziere und 28 Mann wurden verwundet Die Buren hatten neun Zotei. — Natürlich weiß Kitchener wieder diese Schlappe zu bemänteln. Nach einem weiteren Telegramm Lord Kitcheners aus Johannesburg sind in der vergangenen Woche 36 Buren getötet, 9 verwundet und 261 gefangen genommen worden; 72 hoben sich ergeben- General Elliots Truppen sind ständig mit Dewets Vorposten in Fühlung gewesen, haben aber, obwohl sie große Entfernungen zurücklegten und Menschen und Tiere sich keine Schonung auferlegten, den Feind nicht zu einem allgemeinen Kampfe stellen können- Neue Truppenteile werden jetzt schleunigst nach dieser Gegend beordert
Korlragskurs für praktische Landwirte.
(Fortsetzung aus dem 1. Blatt.)
Den zweiten Vortrag hielt Prof. Dr. Albert- Gießen über „Neue Forschungen auf dem Gebiet des Molkereiwesens". Wir geben auch diesen Vortrag, der für jeden Landwirt von dem größten Interesse ist, in ausführlicher Meise wieder- — In der Milchwirtschaft, so führte der Redner aus, haben wir einen Zweig des landwirtschaftlichen Betriebes von außerordentlich st er Bedeutung- Sagen uns doch die statistischen Erhebungen, daß in Deutschland über 19 Millionen Stuck Rindvieh gehalten werden, und daß diese Zahl von Jahr zu Jahr in fortdauerndem Wachstum begriffen ist. Nehmen wir an, daß hierunter über die Hälfte Milchkühe sind, so hätten wir mit Werten zu thun, die IV2—3 Milliarden Mark allein an Milch wert darstellen- Leider müssen wir dabei fest- stetten, daß ein großer Teil der in Deutschland erzeugten Milch unter den Produktionskosten verwertet wird, und es ist das Streben voll berechtigt, ja geradezu Pflicht der Selbsterhaltung, hier Wandel zu schaffen. Vom landwirtschaftlichen wie vom wirtschaftlichen Standpunkt aus müßte es als ein Unglück bezeichnet werden, wenn die fortdauernde Vermehrung unserer Viehbestände beschränkt würde und nicht gleichen Schritt mit der Bevölkerungszunahme hielte. Als Mittel, die Milchwirtschaft rentabler zu machen, kommt einmal die Preissteigerung in Betracht, d- h. daß die Landwirte sich klar über die Er- zeugunßskosten der Milch werden und keinesfalls zu niedrigeren Preisen verkaufen- Dieses Ziel streben genossenschaftliche Vereinigungen und Verbände an, und es ist zu hoffen, daß hierdurch in späterer Zeit Erfolge erzielt werden- An zweiter Stelle kann die Steigerung des Reinertrages durch Erhöhung des Rohertrages der Milchviehbeftände erreicht werden- Und hierzu muß eine genaue Kontrolle unserer Viehbestände nach ihrer Leistung führen- Drittens haben wir die Steigerung des Reinertrages durch Verwendung aller technischen Hilfsmittel anzustreben, die uns gerade in letzter Zeit in reichem Maße zur Verfügung flehen-
Was zuerst die Milcyviehhaltung betrifft, so wird bei einer Revision der Kuhställe fast immer das Bild ekscheinen, daß ein Drittel der Viehbestände hohe Erträge abwirft, ein Drittel gerade die Haltnugs- und Fütterungskosten deckt und ein letztes Drittel wenig ertragreicher Kühe nur mit Sckaden gehalten wird und damtt zu einem ungünstigen Abschluß der gesamten Kuhhaltung führt-
Eine genaue Beachtung der Milchzeichen bet Auswahl der Kühe kann uns im voraus mit annähernder Sicherheit über die Leistungsfähigkeit einer Kuh unterrichten- Die erste Bedingung ist Gesundheit und kräftige Konstitution, Euterbildung, Gestaltung von Haut und Haar, Kopfittldung mit seinen Hörnern und Ohren, und Aus-


