Ausgabe 
6.5.1902 Zweites Blatt
 
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Telephonischer Kursbericht.

Frankfurt a. ML, 6. Mai

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3/a°/o Hessen

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Alcorta, ist gestorben. . .

Santiago de Chile, 6. Mai. Die Regierung fordert zu Angeboten für die Legung eines Kabels von Talca- huano nach der Magellanstraße auf.

Ein Mädchen für Küche und Hausarbeit für so­fort oder 1. Juni gef. von 3503 Iran Otto Kempff, Wallchorstr.24

hunger Hausbursche gesucht.

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Kirchliche Nachrichten.

Cvaugelische Gemeinde.

Himmelfahrtstag, Donnerstag den 8. Mai. Gottesdienst.

In der Stadtktrche.

Vormittags 97, Uhr: Psarrer Tr. Grein.

In der JohauueSkircke.

Vormittags 97, Uhr: Psarrer Dr. Naumann.

normal Ttt L-gr M gegenwsrng |tenntg »e- friedigend, obwohl fie noch volle Aufmerfsarnkeil »nd Sorg-

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Fn der Frtedhofdkapelle.

A^l^Pfi^gstseunag findll Beichte und hell. Abendmahl für die Lukas- und die Johannesgemeinde xxn pauptgott^diens statt, lnmeldungen vorher bei dem.Plärrer ieder Gemeinde erbeten.^.

Stabt. Schlachthaus.

Freibank.

Schleuftni« äO M.

An einen Käufer werden nicht mehr als 3 Pfund abgegeben.

Während der Marktzerl findet der Verkauf des Fleisches in der Grobschlachtviehhalle Halt.

P^aris 6. Mai. Auf der hiesigen holländischen Ge­sandtschaft bestätigt man die Meldung über die Besse­rung i!n Befinden der Königin Ebenso wird klärt, daß kein Anlaß zu Besorgnissen mehr vorhanden ifL

Pis 6. Mai. Wie der /Malm' meldet, hat Brisson offiziell seine Kandidatur für Marseille angcmeldet und ist heute früh dorthin abgcrcift

Madrid, 5. Mai. In Oporto und Vianna fand« !Kundgebungen von Studenten statt, gegen die die Poliz« einschreiten mußte. In Oporto wurde eine für gestern an- gesagte Versammlung vom Präfekten verboten.

Madrid, 6. Mai. In der Provinz Murcia erregt- gestern ein heftiger E r d st otz gro^e ©efturjung. Der an­gerichtete Schaden in der Stadt Murcra ist nur germH, dagegen sollen in Alberca viele Hauser emgestürzt sein.

Sofia, 6. Mai. Fürst Fe r d in an d entging gelegent­lich der gestrigen Eröffnung der außerordentlichen So» branje-Tagung einer großen Lebensgefahr. Auf tarn Wege zum Gebäude der Sobranje s ch eu t e vor em er sich senkenden Regimentsfahne das Pferd des, den fürstlichen Wagen beglettenden Leibgarde-Rtttmeisters Kaßarow, sprang mit den Vorderfüßen in den Wagen, seßte aber, dura- den Rittmeister angespornt, glücklich über den ^-agen hin- 11-eg. Kaßarow siel vom Pferde, richtete sich aber sofort; wieder auf, ohne Schaden genommen zu haben.

Konstantinopel, 6. Mai. Der Sultan hat dem deutschen Kaiser aus Anlaß des Todes des Prinzen Georg sein Bei­leid telegraphisch ausgcdrückt.

Pretoria, 6 Mai.. Das Kriegsgericht ver­urteilte gestern David Demet zu 500 Pfd. Sderl- oder ein Jahr Gefängnis und seinen Bruder Piet zu 1000 ZPfd. Sterl. oder zwei Jahren Gefängnis.

| New-York, 5. Mai. Nach einem Telegramm aus Bermuda

/'Line Verkäuferin, welche 37» I. V/ in einem KuNwaren^eschcht thälig war, sucht sofort ähnliche Stelle. Lteiustraße 66, II.

»-ücht., energischer junger Mann, -L seither thäng als Aufseher über Tiefbau, sucht ähnliche Stell­ung. Offerten umer Nr. 02101 I an die Expedition d. Bl.

021061 Für ein hiesiges groß. Geschäft werden einige junge, ge­wandte Milcr gesucht.

Nur solche finden Berücksichtig­ung, die gute Zeugnisse vorlegen können und auch mit dem Fuhr­wesen vertraut sind.

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Neueste Mell-ungen.

OriginaldrahtMkUmngcn des Gietze«er «nztigerS.

Be r l i n 6 Mai. dtirch einem Telegramm bed Berliner T«ZlaL ^ Lübeck beschloß der Lrstmid der D°lv- ffi, bkaneere«« Kandidatur des Prrnzcn r i cf) nicht Wetter in Erwägung zu ziehen. ,, .. I Berlin 6. Mai. Der ,Lokal-Auzeiger" bezeichnt dre Meldung von einem schweren Unsall des Komm-uiL«lr^ des 3. Garde^Rcgiments Grafen v- Haslmger tiä üb er- trie den. Den Grafen habe lediglich em leichtes lln wohlsein befallen, wett er schon seit einigen Tagen einem Influenza-Anfall litt Der Besichttgung wohnte er bis zum

, 6. Mai. Ein für Sonntagabend von Po len! anaesaates Konzert hervorragender Künstler und emc | polnisK Theate-ärorstcüung i-n Af-°lk>.THeat°r wurde au. geblich auf Grund einer neuen noch unbekannten anti-polni scheu Regierungs-Verordnung polizeilich derb o t e n. Dm Militär-Behörde verbot ferner den Soldaten den Besuch einer Reihe polnischer Restaurants.

Köln, 6. Mai. Hier und m der Umgegend ist heute früh leichter Schneefall eingetreten, der stellenweise mtt Hagel untermischt ist. , m .

Mühlheim a. Ruhr, 6. Mai. In der vergangenen Nacht brannte ein Lagerschuppen nieder, in dem mehrere Per­sonen Unterkunft gesucht hatten. Bisher wurden 3 xote geborgen. 3 Leichen befinden sich wahrscheinlich noch un-

Nmdsmühle, Leihgestern.

Donnerstag den 8. Mai (Himmelfahrttag):

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Tarr; und Musik frei. Großer, neuer Tanzboden.

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/Lin tüchtiges Mädchen, welches \2/ kochen kann und alle Haus­arbeit verst., sucht Stellung auf 15.Mai ob. spät. Off. Gehalts­ang. u. Nr. 02094 an die Exped.

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gegen guten Lohn sofort gesucht.

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Tüchtiges Mädchen welches gut kocht und die Haus- , arbeit versteht, gesucht. Lohn25Mk.

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ter den Trümmern. ,

Wilhelmshaven, 6. Mm. Mef bemmit Del-

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SUt nammS bCi emEm

Niklas wurde» schwer verletzt. Das Torpedoboot ist gering ^ai. Nach einer amtlichen Schätzung bc.

beschädigt.^ o n 6 Mai. Das Telegramm aus Pietermcrritz- finden sich noch 16 Millionen Bushels des für ben Markt bura über die" Annexion verschiedener Transvaal- verfügbaren Wetzens m Manitoba und tm Nordwesten, distrikte durch die Kolonie Natal wird amtlich be- 224 305 Acker Neuland sind im Herbst umgebrochen worden, stätiat. Gestern erklärte Lord Balfour im Unterhause, es Buenos-Ayres, 6. Mai. Der Minister des Aeußeren, ei richtig, daß die Distrikte Bryheid, llttecht und em ^ett des Transvaal-Distriktes Wackerstroom der Kolonie Natal einv er leibt wurden. Der Minister fügt h^ziLdie Regie­rung beabsichtige indes nicht, einen formellen Beschluß hier­über im Unterhause einzubringen. _r. I

Loudon, 6. Mai. Wie die ^Times aus Buenos Aires vom 5. ds. meldet, hat sich der Präsident von Argen­tinien dahin geäußert, daß die Verhandlungen mit Chile zur Beilegung der Schwierigkeiten von beiden Regie­rungen unterstützt und vom englischen Gesandten in freund­schaftlichem Sinne geführt werden. Er hoffe, daß sie binnen Kurzem zu einem erfolgreichen Ende gebracht werdens

Schloß Loos, 6. Mai. Der gestrige Abend vertief ruhig. Der Zustaud der Köuigiu ist augenblicklich uuverändert. Die beiden behandelnden Aerzte verlaffen ketneu Augenblick das Krankenlager, ebensowenig die Königin-Matter und der Prtnz- W>° (8 h-itzt, hat sich die Köuigiu wählend d-r letzt-n Tage eine Unvorfichtigkett zu Schulden kommen taffen, welche die jetzige Lage verschuldet hat. Die Aerzte erklären, daß der äugen- blickliche Zustand der Königin keine Gefahr mehr biete.

Schloß Loo, 6. Mai. Vormittags 1072 Uhr. Der heutige Kraukheitsbericht besagt: Gestern Abend zeigte sich eine geringe Erhöhung der Temperatur. Dte Königin verbrachte die Nacht ruhig und schlief wahrend emes großen TettS derselben. Heute Morgen war die Temperatur

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Beweis der Wcchrhett nicht gelang, so wurde er unter Nichtig­keitserklärung des ersiinüanllichen Urteils wegen eines formellen Verstoßes wegen übler Nachrede zu einer Geldstrafe von 20 Mk. veruxteilt. In der Privatklagesache Balthasar Heß II. in Stein­berg gegen ben Georg Harnack daselbst, hatte das Schöffengericht Bietzen gegen den Angelloqten wegen Beleidigung aus eine Geld- [tra e von 40 Atark ertannL Der Angeklagte haue in einer Wirt­schaft gelegentlich der Bürgermeisterwahl nach einer Wählerver­sammlung geäußert, er könne noch angeben, daß em Ortsgerichts­mann unter Eid vor Gericht ausgesagt habe, .er traue dem Bürgermeister zu, daß er die Gemeinde betrogen hätte, wo er ge­konnt hätte uno daß et Gemeindegeld einkassiert und nicht abge­geben habe'. Der Wahrheitsbeweis mißlaiig dem Angeklagien ebenso rote in der ersten Instanz. Der Angeklagte rotll in Wah­rung berechtigter Interessen als Wähler gehandelt haben. Das Gertchl war der Ansicht, daß es dem Angeklagten als Wähler «nd Ortsburger straflos freigeftcmden hätte, sich tn der Wähler­oersammlung m der angebeuteten Richtung zu äußern, daß aber eine derartige Aeußerung nach der Wählerversammlung, tm Wirtshaus und Nichtwählern gegenüber ferne Wahrung berech­tigter Interessen mehr eitthalte. Die Berufung des Angeklagten wurde kostensällig verivorsen. Da der Prtoackläger seinersetts keine Berufung eingelegt hatte, so mußte es bei der von dem Schöffen­gericht derhängten Geldstrafe bleiben, obwohl im Verhältnis zur Schwere der Beleidigung die Strase nach Ansicht des Gerichts eine äußerst milde war und gegebenenfalls eine Erhöhung erfahren hätte. In der Privatklagesache des Joseph mann aus Roggenstein gegen den Joseph Küchler aus Gießen hatte bas Schöffengericht Gießen ben Angeklagten von ber Beschulbtgung ber Beleibigung freigesprochen. Die Strafkammer bestätigte das frei- sprechettde Erkenntnis, indem sie den Wahrheitsbeweis für erbracht und zudem ein berechtigtes Interesse zu der inkriminierten Aeuße­rung für vorliegend erachtete. In der Privattlagesache des Spenglers I. H. Schmidt in Friedberg gegen die Ehefrau Wer­ner daselbst hatte bas Schöffengericht Friebberg die Angeklagte und auf erhobene Widerklage auch den Privatklager wegen wechselseitiger Beleidigungen zu Geldstrafen von je Aik. 50 verur­teilt. 4)er Privatkläger hat gegen dies Urteil Berufung eingelegt, bie jedoch verworfen wird, da scststeht, daß nicht nur die Beklagte, sondern auch ber Privatkläger bei bem fraglichen Disput Schimpf- worte gebraucht Hal. -----------------

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Unioersstäts-Nachrichtell.

Der a.-o. Profeffor an ber Berliner Universität, Direktor ,ber Poliklinik für Ohrenkrankheiten, Geh. Mebizinalrcst, General­arzt a. D. Trautmann, ist gestorben. Der a.-o. Profeffor für englische Sprache unb Literatur an ber Kieler Universität, Dr. F. Holthausen ist zum o. Prosessor baselbst ernannt worben. In Berlin ist ber Sanitätsrat Dr. Beely, ber sich um die orthopädische Chirurgie verdient gemacht hat, gestorbe,i. In Utrecht starb Dr. V. A. I u l i u s, Profeffor für Arathematik und Naturwiffenschasten an ber Universität, im Alter von 61 Jahren, gjaniid und VerlulirV Nolltswirlschast.

Gießen, 6 Mai. Marktbericht. Aus dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter pr.Pfb. 1,101,30 Mk., Hühnereier 1 Stck. 5-6M (Sänfeeier 1012 Pfg., Enteneier 67 Pf., Käse nt. totud ^-7 Ps^ Kasematte2StcL0-0Psg., Erbsen pr.ßiter 19Pfg.,Lmsenper Liter 32 Pfg., Tauben pr. Paar 0,801,00 Mk., Hühner pr. Swck 1 ool 50 Mk Hahnen pr. Stück 1,201,80 Mk., Enten pr. Stück 2 40^2^60 Mk. Gänse pr. Psd. 00-00 Pfg., Ochsenfleisch pr. Pfund 6676 Pfg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 6064 Pfg., Schweme- fleisch pr. Pfiind 70-80 Pfg., Schweinefleisch, ge alzen, pr. Pfimd

Kcllbfleisch pr. Psd. 6466 P g., Hammelfleisch pr. Pfund to-70 $f<u Gffeta pr. 100 Rgr. 2,80-3,50 SD«., W-ißkr-mt p-r 0000 Ma Zwiebeln pr. Zentner 7,508,50 Mk., Milch per ®?er l^Psg Äepftt per Pfd. 0-00 Pfg., in Körben 00-00 Pfg. 3-rmiben 0000 Pfg. __ ______________

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