Ausgabe 
6.3.1902 Zweites Blatt
 
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Gerichtssaal.

Trier, 5. März. Der Landesbauinspektor Wilkens, technischer Beamter im Ministerium für öffentliche Arbeiten, früher bet der Regierung in Trier thätig, wurde vom Schwurgericht nach LOstündiger Sitzung heute der Urkundenfälschung, Unter­schlagung und des Betruges in 12 Fällen schuldig be­funden. In sieben weiteren Anklagepunkten verneinten die Ge­schworenen die Schuldfrage. Da die Bertheidigung weitere Be­weisanträge stellte, wurde die Verhandlung vertagt.

telliaen. Zur Darstellung werden Schillers «Raubes kommen. Folgende Professoren der Leipziger und der Pariser Universität baden das Protektorat der Veranstaltung übernommen. Aus Leivüa Lamprecht, Heinze, Ratzel, Volkelt, Kästner; au^ $ort^ $te Professoren Lavine, Gabriel Monod, Gaston Paris und Larröumet. Das Programm der Fahrt ist folgendes: Am b. April: Eintreffen der mitwwkenden Studierenden in Leipzig; 6. Aprrl: Beginn der Proben; 9. April: Aufführung tm Leipziger Stadttbeater 10. Apnl. Eintreffen in Paris, abends Arrangierprobe; 12. und 13. April. 8,30 Uhr abends Aufführung in Paris; 14. Aprll: gemeinsame Peranstaltung nut der Pariser Studenten,chast; lo. April abends. Abfahrt nach Antwerpen auf Einladung der dortigen deutschen Kolonie; 16. April abends: Aufführung in Antwerpen rm^heater Royal; 17. AprU: vielleicht Aufführung m Köln; 18. und 19. April Aufführungen in Berlin; 20. April vielleicht Aufführung in Dresden.

ZMdel und Derketzr. UolkswMschast.

Rheinische Bank in Mühlheim a. d. Ruhr. Wrr haben bereits mitgeteilt, daff diese Bank notleidend geworden ist undi eine Unterbilanz von Mk. 4559928 aufweist. Auf Debitoren mußten allem über 4 Alillionen abgeschrieben werden. Man kann mir von einer Alißwirtschast ersten Ranges reden. Eine große Anzahl im Besitze der Bank befindlichen Erzkuxe ist,fast vollständig wertlos geworden. Das Eff'ektenconto setzt sich fast ausschließlich aus in­dustriellen Werten und namentlich aus solchen zusammen, die lerne BärsennotU haben. Jedoch sind die Verbindlichkeiten, die uriOftober noch 67, Millionen betrugen, inzwischen bis Mk. 1000 M Zurück- gegangen. Sobald auch diese gedeckt sind, wird den Aktionären Gelegenheit gegeben werden, über die Zukunft der Bank Beschluß ,u salstn.^^ «viontanhibuftric wird gemeldet, daß es rn den Kohlendislrikten noch immer recht traurig aussieht und,, fpezreu m Schlesien trotz einer lOprozentigen Förderungselnschrankung ore Haldenbestände so groß sind wie kaum jemals vorher. Em Ber­liner Blatt meldet, daß die dortigen Kohlengroßhandler ihre Preise zwar ofsiziell noch nichtermäßigt haben, bieten aber m einzelnen Fällen bei Lieferung Marz bis -September 1902 bis zu 3 Psg. pro Eentner unter den bisherigen Preisen an. Ob dieser Abschlag ge niigen wird, bleibt dahingestellt.

Köln, 5. März. Das in der heutigen Auffichtsratssitzung des Schaffhausenschen Bankvereins oorgelegte Gewinn- und Verlustkonto für 1901 weist nach Abzug von 23894r0 Mark Un­kosten einen Reingewinn von 6o565-4 8egen 9476739 ^00 auf. Die Aktiva betragen 302379538 Mk. gegen 32/035349 im Jahre 1900. Die Verluste aus dem Zusammenbruch d«: Kammgarn­spinnerei Eitorf, aus dem Konkurse der Rhederei der Vereinigten Schiffer in Breslau sind vollständig abgeschrieben. Der- zum. 5. Aprll einzuberufenden Generalversammluiigsoll vorgeschlagen werden, zunächst einen weiteren Betrag von 500000 zur Verstärkung der inneren Rücklagen zu bestimmen, eine sofort zahlbare Dividende für das Aktienkapital von 100 Millionen aus b Prozent gegen 3',2 Prozent im Vorjahre festzusetzen und den nach Abzug der Ver­trags- und statutenmäßigen Tantiemen verbleibenden Rest Rein­gewinns von 808351 All. für neue Rechnung oorzullagm.

Elsässische Tabakmauufaktur, Straßburg. Die Gesellschaft, die im Februar 1901 ihr Aktienkapital von 1 Million auf Mark 1 200000 erhöhte, erzielte nach der per 31. Oktober 1901 gejogenen Bilanz nach Alk. 17 886 (13298) M. Abschreibungen einen verfüg­baren Reingewinn von 116985 Mark gegen 42937 Mark u V. Die Generaloersammlung setzte die Dividende für die Aktien ^cms 6 Prozent (4 Prozent) und für die Genußscheme auf 33,35 Maft (0) fest. Bei H. Oldenkott u. Eo., Hanau, ist die Gesellschaft mll 817 931 Mk. (620115 Mk.), bei Karl Gräff, Bingen, mst 475000 Mk. (0) beteiligt.

Gingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Zur Frage der Getreidezölle

erhalten wir heute folgende Zuschrift, wie wir crusdrück- lich bemerken, nicht aus landwirtschaftlichen, sondern aus akademischen Kreisen:

Ihre sehr geschätzte Zeitung hat sich ein großes Ver­dienst mit dem sachlichen Bericht über die Arbeit von Tr. König über den Verkauf von Getreide in kleinbäuer­lichen Betrieben Hessens erworben. Es ist für alle Ihre Leser, Gegner wie Freunde der Getreibezölle, sicher sehr lehrreich gewesen, noch all den vielen Schlagworten, die die Diskussion in dieser Frage beherrschten, einmal bestimmte thatsächliche Angaben, loenn auch nur über ein verhältnismäßig kleines Gebiet, zu erhalten und zu erfahren, wer überhaupt in Hessen Getreide verkauft oder nur für den eigenen Bedarf produziert. Das Hauptrefultat, daß in sehr fruchtbarer Gegend ein Betrieb mit zwei Hektaren, im Durchschnitt aber ein Betrieb mit drei Hek­

taren Getreide absetzen kann und daß auch nicht einmal ein Fünftel der kleinbäuerlichen Familien Hessens Ge­treide zukauft, verdient vor allem Beachtung. E i n bei­läufiges Resultat darf jedoch auch nicht überfehen werden. Tie Großh. Handelskammer in Gießen hatte rn einer Eingabe an den Reichstag von den Verhältnifsen in den Kreisen Fulda und Lauterbach aus verall­gemeinernd die Behauptung aufgestellt, daß man für Hessen zehn Hektar als die Grenze annehmen könne, von der ab aufwärts ein Ueberschuß von Brotgetreide über den eigenen Bedarf erzeugt werde. Wie sehr diese Behauptung die thatfächlichen Verhältnisse verkennt, liegt auf der Hand. Selbst in Dörfern von mittlerer Fruchtbarkeit, wie in dem nahen preußischen Willingshausen, Kreis Ziegen­hain, ist ein rationeller Landwirt mit Durchschnitts-Fa­milie (drei Erwachsene, zwei Kinder) und bei großem Vieh- stand (drei Kühe, 1 Rind, drei Schweine) in der Lage, von seinen zwei Hektar Ackerland und anderthalb Hektar Miesen fünf Doppelzentner Roggen und über f e ch s Dop­pelzentner Hafer zu verkaufen. Daß die Großh. Handels- kammcr in Gießen in der Frage so sehr irren konnte, liefert leider einen Beweis für die Thatsache, daß eine Körper­schaft in Fragen der Industrie und des Handels sehr sachkundig sein kann, während sie über die Lage der Land­wirtschaft, selbst in nächster Nähe der Stadt, völlig im Unklaren ist. Von der Gießener Handelskammer nimmt es uns aufrichtig Wunder, daß sie so wenig Fühlung mit der Landwirtschaft Oberhessens hatte, daß sie über deren Lage nicht wenigstens in der Hauptfache zutreffende An­gaben machen konnte. Hatte sie aber keinen Einblick in landwirtschaftliche Verhältnisse, so hätte ibr wohl eine bescheidenere Sprache geziemt, als sie in der Frage der Getreidezölle Stellung nahm.

Zu der Frage, ob Deutschland seinen Bedarf an Brot­getreide selbst zu erzeugen im stand sei, noch eine Be­merkung. König glaubt, daß vielleicht die Weizen-E i n- f uh r mit einer Hafer- und Gersten-Aus fuhr bezahlt werden könne. Sie wird schon jetzt durch unsere Zucker- Ausfuhr bezahlt. Es ist mit Bestimmtheit darauf zu rechnen, daß, wenn unsere Zuckerausfuhr nachläßt, große Flächen besten Weizenbodens, z. B. in der Wetterau und Rheinhessen, wieder dem Getreidebau zurückgegeben werden und uns von der Getreide-Einsuhr zu einem Teile unabhängig machen helfen. W. W.

Gottesdienst drr israelitischen Keligionsgesellschast.

Sabbathfeier am 8. Marz 1902.

Freitag abend 550. Samstag vormittag 880. Nachmittag 3°°. Sabbathausgang 706.

Wochengottesdienst: morgens 6" Uhr, abends 6°° Uhr.

Wöchentliche Akberßcht dkl Todesfälle in dkl Stadt Gießen.

8. Woche. Dom 16. Februar bis 22. Februar 1902.

Einwohnerzahl: angenommen zu 26 400 (inkll 1600 Mann Militär). Sterblichkettsziffer: 21,67, nach Abzug von 2 Ortsfternden 13,79 n/co.

Kinder

Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom

1. Lebensjahr: 2.15. Jahr

Unterleibstyphus 1 (1) 1 (1)

Croup 1 1

Scharlach 1 (1) 1 (1)

Krebs 2 (1) 2 (1) - -

Schlagfluß des Gehirns 2 2

Catarrhal. Lungen­

entzündung 1 1

Blinddarmentzündg. 2 (1) 1 1 (1)

UnbekannteKrankhell 1 1

Summa: 11 (4) 8 (2) 3 (2)

Anm.: Die in Klammern gefetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

klärt. Ulrich kritisiert das Vorgehen der Regierung bei der Nichtbestätigung eines freireligiösen Lehrers in Mainz zum Schulvorstand. Staatsmiaister Rothe sagt gesetzliche Regelung zu. Die Regierungsvorlage wird darauf angenommen.

London, 6. März. Campbell Banuermauu hielt gestern in einer liberalen Versammlung eine längere Rede über den Krieg. Er beschuldigte Salisbury, teUweise die Schuld für den Krieg zu tragen und befürwortete die Einleitung von Friedens-Verhandlungen, welche dem Wunsche der großen Mehrheit des Volkes entsprächen und eine Politik des Opportunismus wären. Die meisten liberalen Blätter kommentieren diese Rede dahm, daß sie den richtigen Liberalis- mus dokumentiere. Sir Redmond hielt eine Rede über die irische Bewegung, worin er erklärte, dieselbe verfolge noch immer denselben anti-englischen Zweck.

London, 6. März. Seit Beginn des Krieges find nach einer amtlichen Statlstik 20 922 Engländer gestorben. Hiervon fielen auf dem Schlachtfelde 89 Offiziere und 4900 Manu. 173 Offiziere und 1700 Mann find später ihren Wunden erlegen.

London, 6. März. Aus Ean ton wird gemeldet: Tie Cholera nimmt immer weiteren Umsang an. Ein englischer Offizier und ein Amerikaner sind derselben bereits erlegen, Nach einer anderen Tepesche sind die Nachrichten über die Ausbreitung der Epidemie übertrieben.

Paris, 6. März. Der französische Botschafter tu Petersburg ist beauftragt worden, die Annahme der Ein­ladung Loubets dem Zaren mitzuteilen. Wie der Gauuüs" wissen will, soll die Reise am 15. Mai siattfindeu, woraus das Blatt schließt, daß die Kammerwahlen am 27. April und die Stichwahlen am 11. Mai stattsinden werden. Außer Delcassö werden General Negrier und Ad-- miral Gervais den Präsidenten begleiten.

Teplitz, 6. März. Der Sohn eines hiesigen Gast­wirts ist von der Stephanshöhe abgestürzt und blieb sofort tot.

Warschau, 6. März. Nachdem das Rektorat der hie­sigen technischen Hochschule von dem größten Teil der Studentenschaft die strikte Zusicherung erhalten hat, daß sich dieselbe jeder weiteren Teilnahme an den Demonstra­tionen enthalten werde, dürfte die Schließung der Hoch­schule schon Ende d'ieser Woche aufgehoben werden.

Saloniki, 6. März. Die Situatian in den alb a- ne fischen Distrikten Berat und Valona ist wieder äußerst bedrohlich. Die Albanesen verweigern jede Steuerzahlung und setzen den Behörden thätlichen Wider­stand entgegen. Die von Konstantinopel aus unternommeneu Versuche, die Albanesenführer durch Versprechungen zu ge­winnen, sind erfolglos geblieben.

Washington, 5. März. Während der Unter­redung mit Staatssekretär Hay beklagten sich die Burendelegierten über die Verschiffung von Pferden, Maultieren und Lebensmitteln nach Südafrika. Hay ging ausführlich auf die Sache ein und führte Autoritäten und Präzedenzfälle an, wonach es seststehe, daß keine Be- f örde Amerikas in der Lage sei, den amerikani- chen Farmern zn verbieten, die Erzeugnisse rhres Ackerbaues oder ihrer Viehzucht nach irgend einem Teile der Well bin zu verschiffen. Hay führte weiter aus, daß die Haltung der Regierung gegenüber der Südasrikafrage streng neutral gewesen sei und daß die Regierung nichts gethan-habe, um die Verschiffung von Gütern für die Buren zu verhindern.

Schiffsnachrtchten.

Norddeutscher Lloyd.

In Gießen vertreten durch Carl Loos, Kirchenplatz.

Bremen, 5. März. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Doppelschrauben-PostdampferKöln", Kapllän H. Langreuteer vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist .gestern 9 Uhr morgens wohlbehalten in Baltimore angekommen.

Neueste Meldungen.

Origiualdrahtweldunge« des Gießener Anzeigers.

8 Darmstadt, 6. Marz Die 2. Kammer setzt die Beratung des Budgets fort. Bei dem Kap. 40Seminare nnd Präparandenanstalten" beantragt der Ausschuß den Sllich von 33 460 AU. für ein neues Volksschullehrerinnenseminar in Darmstadt. Ministerialrat Eisenhnth befürwortet die Vor- läge warm. Bei der Abstimmung wird der Ausschußantrag ab- gelehnt und die Regierungsvorlage auf Errichtung des Semmars angenommen. Es folgt die Beratung des Kap. 41Volksschule". Der Ausschuß beantragt die Genehmigung von 1973 600 Mk. in Ausgaben. Hierbei werden die Anträge W e i d n er betr. die Remuneration der Schullehrer in abgelegenen Orten und H ä n s el betr. Vergütung an kleinere Gemeinden für Schulhausneubauten mit beraten und schließlich für erledigt er«

Telephonischer Kursbericht.

Franklurt u. Jl., 6.

37g% Reichsanleihe . .

3% do. . . .

3>/,0/o Konsole . . . .

3% do. . . . . . 3*/2% Hessen .. . .

3% Hessen . . . . .

4% Oesterr. Goldretne . . 47,56 Oesterr. bilberrente 4% Ungar. Goldrente . . 4°/. Italien. Rente . . .

47,56 Portugiesen . . .

0O/ Portugiesen. . . . .

1% C. Türken . . . .

Türkenlose......

4% Griech. Monopol -Anl.

47,56 äussere Argentiner

102.10

93.15

102.00

92.90

100.30

103*00 101.65 10U3 101.00

42.80

28.45

28.10

115.00

45.45

3-/0 Mexikaner . . 47s /a Chinesen . , Electric, bchuckert . Nordd. Lloyd . . . Kreditaktien , . . Diskonto-Kommandit. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Beniner Handelsges. Oesterr. Staatabahn , Lombarden . . . Gotthardbahn . . . Laurahütte .. . . Bochum . , , » . Harpener . . . .

Tendenz: fest.

März.

. 26.65

. 91.10

. 120.50

220*50

. 194.80

. 141.20

. 13710 . 152.80 . 146.30 . 19.30 . 169,50 . 202.50 . 200.30

. 166.75

AWchKilüP am 31. Dezember 1901

129.10

v4L.

104.16

5014.13

2789.05

Während 1901 gingen zu

Daher Stand der Mitglieder Ende 1901

8036.44 Die Zahl der Mitglieder

Aktiva.

Kaffenvorrat Waren lt. Inventur Debitoren

Mobllien nach Ab­schreiben von 10%

Sohversteigerung

, Das an der Kreisstraße Gießen - Hausen angefallene Holz und zwar:

50 Haufen Ausputzreiser,

14 rin Pappelholz, und ,

7 Pappel - Stämme, je ' 2,5 Meter lang,

wird am Dienstag, dem 11. März l. I., vormittags 9 Uhr, an Ort und Stelle versteigert. Zusammenkunft am Gasthaus zum Schiffen- bergerthal. 1881

Gießen, den 5. März 1902. Der Großh. Kreisbauinspektor. Stahl.

betrug Ende 1900

Während 1901 gingen ab

Mhw. ßonsum-Neeei«, ringele. 6cv. mit uub. Hoftpfi., zu Siaufrulwg.

Heinrich Stephan, Direktor. Philipp Meyer, Rechner.

Wilhelm Heibertshausen, Lagerhalter. 1882

Passiva. Mitglieder-Einlage Reservefonds Betriebsrücklage Kapitalschuld Kreditoren Reingewinn

910.

1226.68

2903.43

700.

789.81

1506.52

8036.44

97

4

93

2

95

K. 13/02.

Donnerstag den 10. April 1902, nachmittags 2% Uhr, werden auf hiesigem Ortsgericht die dem Carl Schleenbecker und dessen Ehesrau vor Namen stehenden Grundstücke der Ge­markung Gießen:

Flur 26/114,8 306 qm Hof- raite auf der Weißerde, auf den obersten Riegelpfad,

Fllrr 26,11437100 1121 qm Gras- garten daselbst,

Flur '26 114/ioo 185 qm Hof- raite daselbst,

Fllw 26414» 231 qm Hof-

raite daselbst,

Flur 26/2528 10 46 qm Hof- taitegrunb am untersten Riegelpfad,

Flur 26/2517io 359 qm Gras­garten daselbst,

Flur 3/85 u. 86 2044 qm Wiese am Krofdorferweg,

Flur 3/87 u. 88 1812 qm Acker daselbst,

Flur 3/91 4056 qm Acker daselbst,

Flur 5/438 1038 qm Wiese über dem Fabricischcn Acker auf den Fluthgraben,

Flur 5/461 1869 qm Wiese am Krofdorferweg

öffentlich meistbietend versteigert werden.

Gießen, den 5. März 1902.

Großh. Ortsgericht Gießen.

Gros.

Stadt. Schlachthaus.

Freibank.

Heute «uo morgen:

Ztierfieilch 52 M

Fluß- und Leesffch

J. ML Schulhof

Telephon 119. 314

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