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mrd ein paar seiner Untergebenen. Die Sitzung begann.
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ebenen. Die Sitzung begann, an Frauen: Ehefrauen, Witwen, altere unverheiratete ööz, Erwartungsvolle Stille um^ die beiden zusammengerückten Gewerbetreibende 139, Dienstmädchen, Lauffrauen 62, 2lr- Tische! Da läßt sich eine Stimme hören. Der Impresario beiterinnen, Ladenmädchen 84, Beamtinnen 54, Pflegerinnen 32,
feen nötig werdenden Einschnitte in unsere Basaltberge gehens ihrer Fertigstellung entgegen; in geologischer Hinsicht bieten sie manches Interessante. Zur näheren Untersuchung verweilten vor kurzem Professor Klemm von der technischen Hochschule in Darmstadt und Bergassessor Petri aus Gießen hier. In dem bei der Stadt liegenden sog. „roten Berg" ist eine in Basalt liegende weiche Thonschicht von gelbbrauner Farbe von besonderem Interesse. Es ist dies die früher als medizinisches Heilmittel bekannte terra sigillata, von der etwa vor 100 Jahren große Mengen über unser Vaterland hinaus verschickt und die als Mittel gegen Kolik rc. verordnet wurden.
Darmstadt, 4. März. Prinzessin Elisabeth feiert am Dienstag, den 11. März, bekanntlich ihren 7.Geburtstag. Aus diesem Anlaß findet im Großh. Hoftheater eine Extra- Kinder-Vorstellung statt, in der das im verflosienen Jahre so beifällig aufgenommene Märchenspiel der Frau Life Ramspeck „Es war einmal oder die Reise durch das Märchenland" zur Aufführung kommen wird.
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Meteorologische Beobachtungen
der Station Gießen.
Jentsch spricht. Er redet von Geistern, die da schweben und sich zur Erde niederlassen, und von Längstgestorbencn, die wieder wach werden und ihre Lieben grüßen. Der Speech war zu Ende. Und nun kam Anna Rothe an die Reihe. Sie hatte sich vorher die Büste von Damenhand nach irgend etwas Verdächtigem untersuchen lassen. Man fand nichts bei dem unschuldigen Engelein. Der Tanz sollte jetzt in Fluß kommen. Das Medium stellte sich schlafend. Aber das war
Höchste Temperatur am 4.-5. März
Niedrigste „ „ 4.-5. „
Schiffsnachrichten.
„Red Star Linie" Antwerpen.
Der Postdampfer „Vaüerland" der „Red Star Linie" in Antwerpen ist laut Telegramm am 3. Marz wohlbehallen in New-Port angekommen.
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Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.
Markte.
Limburg a. d. L., 5. März. Fruchtmarkt. Durchschnittspreise pr. Malter. Roter Weizen 14.36 Mk., Weißer Weizen 14.00 Mk., Korn 10.54 Alk., Gerste 9.34 Mk., Hafer 8.43 Nlk^ Erbsen 0.00 Alk., Kartoffeln 0.00 Alk.
Geflunker. Durch einen Augenschlitz konnte die kluge Dame die Situation überschauen. Sie fing zu reden an. Dasselbe Blech wie ihr Impresario. Und dabei klopfte es vom Tische her. Immer stärker und stärker. Eins, zwei, drei. . . . Und es klopfte immer gerade dann, wenn der Impresario im Salon mar, sonst nicht. Frau Rothe träumte weiter. Dian stellte ihr Fragen. Sie antwortete dummes Zeug. „Haben Sie nicht vorher eine Geisterrede gehalten?" „Nein, ich weiß von nichts. Hab' ich gesprochen? Ich weiß von nichts!" Und mit einem Male hob sie die Hände, und Blumen kamen, Blumen — aus freier Luft. Schöne, langstielige, weiße Narzißen. „Ah" — die Gesellschaft war paff. Blumen aus freier Luft. Da plötzlich erhob sich der Kriminalkommissar und mit ihm seine Untergebenen: „Meine Damen, so leid es mir thut, ich muß Sie untersuchen lassen!" Frau Rothe fiel in Ohnmacht. So etwas war ihr noch nicht passiert. Ein Polizeimann! Der Impresario stürzt hinzu. Er fleht und lamentiert Die Tochter der Rothe kommt und der Mediumsehemann, von dem man so lange nichts gesehen. Ein kunterbuntes Durcheinander, Frau Rothe liegt in Krämpfen oder thut so. Es Hilst ihr Alles nichts. Eine Polizeibeamtin vifitiert sie von oben bis unten. Man hielt ihr die Hände fest, daß sie sich nicht rühren konnte, und dann ging es ans Suchen. Und was fand man da in den Unterkleidern verborgen? Acht schöne, runde, frische Apfel- ftnen und einen ganzen Haufen dieser zierlichen, langstieligen, weißen Narzissen, die eben erst die Geister herabgeworfen hatten. Arme Frau Rothe! Die Polizei war erbarmungslos. Von der Straße her waren während des Lärms noch ein paar handfeste Polizisten heraufgekommen. Alles Sträuben half nichts. Frau Rothe und ihre Verwandschaft samt ihrem ingeniösen Impresario mußten in sicheren Gewahrsam wandern, auf daß sie in der Dämmernacht der Zelle über das Reich der Geister nachdenken können.
Das der Ausgang der Tragikomödie. Endlich hat das Schicksal die Frau Rothe, die einstige Töpferftau aus Chemnitz, ereilt. Mit der Mediumschaft wird es nun aus sein. Und die zahlreichen Gläubigen, die, nachdem sie schriftlich um Einlaß zu den Seancen gebeten hatten, gar oftmals sich die Spukgeister zitieren ließen, werden nun dem Obolos, den sie 'm gutem Silber und Gold erlegen mußten, manche Thräne nachweinen. Im Gewahrsam der Kriminalpolizei fiel sie noch ^dreimal in „Trance". Die Geister ließen sie jedoch ebenso im Stich, rote Herrn Jentsch, den Impresario, Sprachlehrer und früheren Kognakreisenden, „Talisman". Das ist eine große Glaskugel, die er immer bei sich trägt. Die Wohnung der Rothe ist gleich an dem verhängnisvollen Abend von^der Kriminalpolizei abgesucht worden, und man hat die Listen der Personen, die an den „Seancen" teilnahmen, beschlagnahmt. Pon einer polizeilichen Versiegelung der Wohnung, an die man zuerst gedacht hatte, wurde Abstand genommen. Das Material scheint also schon zu genügen. Die der Polizei in ;bie Hände gefallenen Listen reichen ziemlich weit zurück und ;roeifen recht interessante Namen auf. Es sind einige aus der der höchsten Aristokratie darunter. Es ist bekannt, daß die Rothe sich im vorigen Jahre auch in Paris, der Stadt des Lichtes, unter dem Protektorate einer schwedischen Aristokratin, der Wittroe eines stüheren Botschafters, produziert hat; den Deutschen, die damals teilnahmen, fiel auf, daß die Geister den schönsten sächsischen Tonfall hatten; sie hatten eben die Stimme der Chemnitzerin durch „Materialisation" übernommen. Auch dort hatte die Rothe unter anderem ihre Blumenapporte vorgeführt. Der zu erwartende Prozeß dürfte wette Kreise ziehen und sich sehr ergötzlich gestalten. Die Anklage wird natürlich wegen Betrugs erhoben werden, und es ist kein Zweifel, daß die Grundlage dafür geboten ist. Als die „Geschädigten" werden Diejenigen aufzumarschieren haben, die für ein Eintrittsgeld von zehn Mark (!) Abschlüße aus der Geisterroelt und über das Leben nach dem Tode zu bekommen hofften und dafür mtt Taschenspielerkniffen abgespeist wurden.
junge Mädchen, Lehrmädchen 188, zusammen 891 Bände. Nach auswärts kamen 87 Bände.
** Wichtig für unsere Fleischermeister ist die Mitteilung, die uns von befreundeter Sette gemacht wird, dahingehend, daß der technische Auffichtsbeamte der Fleischerei-Berufsgenossenschaft, Gewerbeinspektor a. D. Deiters, sich z. Zt. behufs Vornahme von Revisionen der Fleischereibetriebe hier aushält. Gerwerbeinspektor Deiters ist im Sinne des § 119 u. f. des Gewerbe-Unfallversicherungsgesetzes vom 30. Juni 1900 als technischer Aufsichtsbeamler und als Rechnungsbeamter — für das Revisions-Gebiet: Deutsches Reich —
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angestellt, und wir machen besonders darauf aufmerksam, daß durch ihn die Befolgung der durch die Berufsgenossenschaft erlassenen und vom Reichsversicherungsamt genehmigten U n - falloerhütungsvorschriften überwacht wird. Diese Vorschriften, sowie weitere ausführliche Mitteilungen — auf deren Wichtigkeit hiermit nochmals hingewiesen sein soll — sind allen Fleischermeistern, die Mitglieder der Berufsgenossen- schast sind, als Drucksachen zugegangen. Von dem Inhalte dieser Unfalloerhütungsvorschriften ist eingehend Kenntnis zu nehmen; sie sind nicht nur nach allen Richtungen im eigensten Interesse pünktlich zu befolgen, sondern auch den Arbeitnehmern einzuschärfen und an geeigneter Stelle auszuhängen. In den Betrieben mit Danipf- oder Motorkraft soll ferner eine „Anleitung für die erste Hilfeleistung bei Verletzungen" ausgehängt sein und in allen Schlachtereien das erforderliche Verbandsmaterial vorrätig gehalten werden. In jedem Fleischereibetriebe muß ein Aushang vorhanden sein, der angibt, daß der Betrieb zur Fleischerei-Berufsgenossenschaft gehört und daß die Adresse des Vorstandes Mainz ist. Von jedem Besitzer eines Betriebes ist bei Ver- meiduna einer Geldstrafe bis zu 300 Mark ein Lohnbuch nach Vorschrift zu führen (dasselbe ist drei Jahre aufzuwahren). Bestellkarten für das Material zum Verbinden (vom Vertrauensarzt der Genossenschaft zusammengestellt) und für die Lohnbücher sind den Mitgliedern ebenfalls zugeschickt worden. — Besondere sich als notwendig erweisende Anordnungen technischer Art in den Betrieben werden von Fall zu Fall durch Gewerbeinspektor Deiters vorgeschrieben werden. Zuwiderhandlungen der Betriebsunternehmer ziehen künftig Geldstrafen bis zu 1000 Mark oder die Einschätzung des Be- ttiebes in eine höhere Gefahrenklasse und, falls der betrieb schon in der höchsten Klasse ist, Zuschläge bis zum doppelten Bettag der Betträge nach sich. Wir fügen noch hinzu, daß diese Revisionen nicht etwa als lästiger Zwang aufzufassen sind, sondern daß der technische Aufsichtsbeamte als Berater des Einzelnen anzusehen ist.
** Die Frau Großherzogin. Aus Nizza vom 2. ds. wird der „D. Ztg." berichtet: Die auswärts nerbreitefen Gerüchte von einer Erkrankung der Großherzogin von Hessen sind grundlos, da die Fürstin sehr häufig im besten Wo h lbe- finden ausfährt, Besuche macht oder solche von den in Cannes wohnenden' russischen Verwandten empfängt. Unlängst kam die greise Herzogin Clementine von Ko- b u r g samt den Brüdern des Fürsten von Bulgarien, (der in Mentone wohnt) den Prinzen Phttrpp und Clemens hierher.
p Leihgestern, 3. März. An unserem Schulhausneubau, der im vorigen Herbst im Rohbau fertig gestellt worden ist, wurde den Winter über nicht gearbeitet Gegenwärtig sind nun die Arbeiten für den inneren Ausbau ausgeschrieben. Die Maurerarbeit en hat Herr Sarnes aus Grü- ningen ausgeführt Die Arbeiten im Innern werden mit Beginn des Frühjahrs in Angriff genommen und sollen bis spätestens zum 1. Oktober beendet fern. Das neue Schulhaus wird alsdann eingeweiht und mit Anfang des Winterhalbjahrs in Benutzung genommen werden. Der stattliche Bau enchält einen Schulsaal und eine Wohnung; er ist so eingerichtet, daß später noch ein gleicher Flügel an den Treppenbau angeschlossen werden kann.
Grimberg, 2. März. Gestern abend fand im Gasthaus „Zum englischen Hof" hier eine außerordentliche Hauptversammlung des Ortsgewerbevereins Grünberg statt. Der Vorsitzende, Spenglermeister Kaiser, hieß die Erschienenen willkommen, und der von der Handwerkskammer ernannte Vorsitzende des Prüfungsausschußes, Fabrttant H. Schmidt sen., erläuterte sodann die für Bildung der Prüfungsausschüße für Handwerkerlehrlinge maßgebenden Vorschriften. Hiernach sind durch die Generalversammlung vier Beisitzer, nämlich zwei Meister und zwei Gesellen zu ernennen. Gewählt wurden als solche: Zimmermeister Haaß aus Grünberg, Schmiede- meister H. H o ch aus Queckborn, Steinhauer H. Schmidt IV. aus Grünberg und Maurer Fr. Jäger aus Queckborn. Die diesjährige Gesellenprüfung, zu welcher sich beretts 13 Lehrlinge des Bezirks angemeldet haben, soll zwischen Ostern und Pfingsten stattfinden. Als letzter Gegenstand der Tagesordnung wurde der von der Handwerkskammer ausgearbettete Entwurf einer Prüfungsordnung zur Vornahme der Meisterprüfungen bekannt gegeben und besprochen. — Die Kirche auf dem Friedhöfe, die sich schon seit Jahren in einem reparaturbedürftigen Zustande befindet, soll nun eine gründliche Renovierung erfahren. Der Voranschlag ist bereits genehmigt, und es soll zunächst das Aeußere des Gotteshauses repariert werden. Die Wiederherstellung im Innern wird voraussichtlich im nächsten Jahre erfolgen.
W. Nidda, 3. März. Arn 28. v. M. hielt der Verein Krankenpflege seine Generalversammlung ab. Die Rechnungsablage ergab eine Einnahme von Mk. 1422,05 und eine Ausgabe von Mk. 1298.26, worunter auch Kapitalanlagen sich befinden. Das Vereinsvermögen (ohne Inventar) beträgt Mk. 3123.79; an Schenkungen erhielt derselbe Mk. 767.00. Die Zahl der Mttglieder beträgt 200. Die Pflegeschwester pflegte in 1901 186 ganze Tage, hatte 76 Nachtwachen, wurde zu Rat gezogen in 110 leichten Fällen und half 12 Operationen machen hier und in der Umgegend. Die Versammlung beschloß, die Gemeinde zu ersuchen, ein erst kürzlich in der Stadt für Mietzwecke an gekauftes Haus zu einem Krankenhaus einzurichten. In den Vorstand wurden die alten Mitglieder wiedergewählt.
Laubach, 4. März. In der Samstag Nacht wurde in der Nähe des Engelbrunnens ein Nachtwächter verletzt auf
schwarz, weiß u. farbig von 95 Pf. bis Mk. 18.65 p. Met. Absolut kein Zoll zu zahlen! da die portofreie Zusendung der Stoffe durch meine Seidenfabrik auf deutschem Grenzgebiet erfolgt. Nur echt, wenn direkt von mir bezogen! Muster umgehend, ti. Henneberg, Seidenfabrikant (K. u. K. Hoflief.), Zurich. 342
Aus Stadt und Sand.
Nachrichte« von allgemeinem Interesse sind uns stets willkommen und werden ««gemeßen honoriert.
Gießen, 5. März 1902.
** Private Verficherungsurrternehmungen. Durch Kaiser!. Verordnung vorn 3. Februar l. Js. ist die Beaufsichtigung aller im Großherzogtum zum Geschäftsbetrieb zugelaßenen privaten Versicherungsunternehmungen dem Kaiserl. Aufsichts- amt für Privatversicherung übertragen worden. Durch diese Ueberiragung wird an den seitherigen Konzessionsbedingungen dieser Versicherungsunternehmungen nichts geändert. Dieselben sind daher nach wie vor verpflichtet, in allen Rechts- sttettigketten mit Versicherten im Großherzogtum sowohl als Kläger wie als Beklagte bei hessischen Gerichten Recht zu nehmen und zwar als Beklagte nach der Wahl der Versicherten entweder bei dem ordentlichen Gerichtsstand ihres Hai^rtagenten im Großherzogtum oder bei dem ordentlichen Gerichtsstand desjenigen Agenten, welcher die Versicherung vermtttelt hat.
** Oeffentliche Lesehalle. Im Februar 1902 wurden 2247 Bände ausgeliehen.. Von diesen Bänden kommen auf: Erzählende ßitteratur 1051, Illustrierte Zeitschriften 610, Jugendschriften 286, Verdichtungen 14, Litterctturgeschichte 8, Länder- und Völlerkunde 35, Kulturgeschichte 17, Naturwissenschaft, Technologie 101, Geschichte und Biographien 67, Seewesen 9, Hauswirtschaft 6, Gesundheitslehre 5, Philosophie und Religion 19, Staatswissenschaft 9, Fremdsprachliches 10 Bände. Es wurden verliehen an Männer: Handwerksmeister 341, akademisch Gebildete 29, Kaufleute 201, Unterbeamte 116, Techniker, Schriftsetzer 129, Diener, Hausburschen 44, Arbeiter, Taglöhner 107, Lehrlinge, Gehilfen 307, Studenten 60, Rentner 7, Soldaten 15, zusammen 1356 Bände;
gefunden. Er gibt an, von Unbekannten überfallen und mißhandelt worden zu sein. — Die beim Bahnbau nach Freien-1
Arbeiterbewegung.
AlaiS, 5. März. Der nationale Kongreß der Grubenarbeiter entschied sich für den Achtstundentag und beschloß mtt 124 gegen 105 Stimmen, die Einführung des Achtstundentages durch einen Generalausstand zu erzwingen, ohne sich in neue 93er- handlungen mit der Regierung einzulaffen.
Für den armen Bergmann vom Westerwald erhiell ich folgende Gaben: Frl. Tasche 2 Mk., Frau Klein 2 Mk^ E. 1 Alk., Heinrich Roth, Schneidermeister, 2 Mk., C. K. 20 Mk. Ungenannt 1 Mk., Frau Ebel Ww. 3 Mk., C. U in Offenbach 3 Mt., Frl. Bock 1 Mk^ G. Kreuder 1 Mk., Lehrer Kling und Ober- postassistent Pitzer 1 Mk., Ungenannt 10 Mk., zus. 47 Mk.
Mit herzlichem Darrt für die Geber verbinde ich die freundliche Bttte um weitere Gaben, da Hilfe dringend notwendig.
Die Mk. 47.— habe ich beide Herrn Pfarrer Casar in Marirr. berg übersandt.E. Krumm.
Gin unabweisbares Bedürfnis
ist in jedem Haushalt ei« guter Kaffeezusatz. Alle Auforderuugeu, die mau au einen solchen stelle» muß, erfüllt Kathreiners Malzkaffee. Er hat wirkliches Kaffee - Aroma, schmeckt delikat und bekömmt ausgezeichnet. Man verlange aber stets den echten Kathreiners Kneipp-Malzkaffee in Packeten.
Gerichtssaal.
Rastenburg (Ostpr.). 5. März. Einen interessanten Prozeß führt die Stadt gegen den Generalmajor v. Lis in gen in Lübeck, v. L. war früher Kommandeur des Grenadier-Regiments Nr. 4. Als das Regiment 1898 nach Rastenbiwg versetzt wurde, waren auf dem Kasernenhof noch Leute beschäftigt, so die Techniker in dem eigens zu dem Zweck erbauten Baubureau. Das in Fachwerk hergestellte Gebäude stand den Rekruten-Exerzitien im Wege und die otabt wurde vom Kommandeur aufgefordert, das Bau- bureau zu verlegen. Geeignete Räumlichkeiten waren aber nicht so schnell beschafft und der Oberst wendete nach Stellung eines Ultimatums die Zwangsregel an, das Saubureau abjju- brechen, noch ehe der Magistrat dies durch Einsprüche an geeigneter S teile verhindern konnte. Durch diesen plötzlichen Abbruch waren eine Anzahl Abrechnungen und Beläge über den Kasernenbau vernichtet worden bezw. abhanden gekommen. Infolgedessen verzögerte sich die Bauabrechnung. Die Intendantur verweigerte nach Ablauf der von ihr geiteüten Frist die Zahlung von Bauhilfskosten für die Abrechnungsarbeiten an die Stadt; sie hiell vielmehr den Generalmajor v. L. für ersatzpflichtig wegen des nicht ordnungsmäßig erfolgten Abbruchs des Baubureaus, da infolgedessen wertvolle Beläge vernichtet seien und neue Aufrechnungen und Vermessungen haben stattfinden müssen. Die Stadt sah sich nach vergeblichen Einigungsversuchen gezwungen, Klage gegen Herrn v. L. auf Ersatz der durch die Verzögerung der Bauabrechnung entstandenen Mehrkosten anzustrengen. Es haben bereits Vernehmungen stattgefunden.
m. &en wms «Sieben.


