Ausgabe 
5.8.1902 Erstes Blatt
 
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ch besonders giftig, so wird der sich verloren hat, wiederholt.

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Krieskasten der Redaktion.

(Anonyme Anfragen bleiden unberücksichtigt^

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ebner technischen Rerchsbeyorde ui Berlm.

14 HanbelsLunmer Magdeburg: Verband mMeldeut- scher HmrdelsLrunnern, Vorschriften für die beeidigten Probenehmer von Getreideölsaaten rc.

bezw. an die Resiortredccktenre. Sie werden hrer gewrtz Den oeflen Rat finden, was Sie von anderen Personen, die die Sache ver­mitteln sollen, nicht immer zu erwarten haben. r

H. Z. Als Mittel gegen Mückenstiche ch gewotzLhe- anaeseuchtete Waschseife zu empfehlen, welche aus dar Stich dick aufgeschmiert wird. Eine Anschwelllmg tritt mcht ern und das Jucken hört bald auf. Ist der ©ti(' Aufftrich, nachdem der vorherige , ...

Außerdem ch Waschseife bequemet ceure Satrnrorflajche nut-

Für die Hausfrau.

Salate, grüne sowie alle anderen Sorten, erhalten einen unvergleichlich feinen Wohlgeschmack durch Zusatz einiger xtapK« Maggi-Wurze.

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at Koch, Vop- l' Balser, toatt, Rinn, le, Wallach, schuldigt fchlar mspeL n. Em der ft mit Unter* utrag, es solle t gememMst- i, der Verwal- äskammer fest* der Fahrplau- iesen Behörden

beim Deutschen standsgeldes an Vir hatten uns nttag Verden.) 'djea Ministers banuM twn jerer EinM

vsr. Atch, das Aibeiten ckjMgmg der

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gezogen, durch alle Buchhhandlungen beMgeu werden lönneu, ist weiteste Verbreitung sicher.

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Meteorologische Beobachtungen

der Station Gießen.

Sport.

Alcht neue Radfahrer- und Reisespa^iaL- karten sind soeben rechtzeitig zur Sport- und Reise­saison im Verlage der geographischen Anstalt Ludwig Lcb- v en st ein, Frankfurt a. M., erschienen Es sind das die Nr. 71 Arnsberg, 72 Kassel-Göttingen, 73 Halle, 85 M nr« burg-Gießen-Wetzlar, 86 Eisenach, 100 Kissingen; 76 Liegnitz mrd 77 Breslau in Neu-Ausgabe der W. Liebe- now'schen Spezialkarte von Mittel-Europa 1:300 000 in 164 Blättern und der offiziellen Radfahrerkarte des Deut­schen Radfahrer-Bundes, der Ravenstein'schen Rcchfahrer- und Automobilkarte in 164 Blättern. Wahrend die ersten,

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stellung in Athen.

11. Mitteilungen des Großh. Ministerium^des Innern, dah der Freundschaft^, Handels-, Schisfahrts- mw Kon­sularvertrag mit Guatemala vom 20. September 1887 für 22. Juni 1904 gekündigt ist.

12. Mitteilungen über: Lage des fudaftrMurschen Marktes. Wirtschaftliche Verhältnisse das Orientmarktei- und der deutsche Export nach der Dürrer. - ^aiibetätoerMyr mit Chile, Canada, Südafrika, Formosa, Mexiko, Neuseeland und Argentinien

Eingänge:

1. Nachtrag zum Handelsregister des Karserl. Gerichts in Kiautschan

2. Denkschrift der Handelskammer Offenbach bete. Ver­einbarungen über Warenerzeugungen und Warenverkauf.

3 Eingabe der Handelskammer Freiburg t. Br. an das Ministerium des Innern Karlsruhe, betr. Zugehörigkeit von Fabrikbeirieben zu den Zwangsinnungen.

4. Eingabe der Vereinigung für dre Zollfragen der Dapier verarbeitenden Industrie und des Papierhandels an den Reichstag zu Zolltarifentwurf 656/8. Desgl. an den Reichskanzler: Neuregelung unserer Handelsbeziehungen zur Schwerz^in Zentralausschusses kaufmännischer, ge­

werblicher und industrieller Vereine an Preuß Staats­ministerium, betr. Anträge zur Regelung der Nahrungs­mittelkontrolle. _ , -

6. Denkschrift der Handelskammer Hamburg: Haftung der Rheder aus dem Frachtverträge

7. Vorlesungsverzeichnis der Akademie für Sozml- und Handelswissenschaften in Frankfurt a. M.

8. Eingabe der 5^andelskammer Darmstadt an das Rerchs- Postamt Berlin, betr. Briefdienst Mit England

9. Mitteilung des deutschen Handelstages. Feststellung der Wünsche in Bezug aus die Handelsvertretungen. Dit­scher Kolonialbmgrefi 1902. Haiidwerkskämmern uird ^zn- Uftlio". Zweifelhafte Firmen: Brüssel, Loirdon, Barce^lw,' Libau (Rußl.), Rustschstk, Internationale Griechische Aus-

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Universitäts-Nachrichten.

Man schreibt aus Halle: Dr. Kluge aus Magdeburg wurde in den Lehrkörper der hiesigen Universität berufen. Er bat den Lehrauftrag erhalten, über Fischzucht, Bienenzucht sowie über Seidengewinnung vom Wintersemester ab zu lesen. Weiter wird aus Halle berichtet: Der Senior der Juristensakultät Geh. Rat Dr. Fitting, der mit Schluß dieses Semesters, dem 80. seiner akademischen Lehrthätigkeit, vom Lehramt zurücktritt, verabschiedete sich von seinen Hörern, die ihm eine Huldigung bereiteten. An der Universität Bonn hat sich am 2. August Dr. Conrad Laar als Privatdozent in der philosophischen Fakultät mit einer Vor­lesung über die geschichtliche Entwickelung der Photographie habilitiert. Man berichtet aus Göttingen: ProfessorDr. Alt­bau s hat den an ihn ergangenen 9iuf an die Universität Er­langen abgelehnt.________________________________________

Gerichtssaal.

260000 ML, Abbuchung und Rückstellung für Ausftellungskosten 120 000 ML, Abschreibungen des Agiokontis 60 000 ML, ^Betriebs- Zuschüsse und Zinsgarantien für Elektrizitätswerke 700000 Mk. Be­züglich der gegenwärtigen Geschäftslage und der AnssichtLn rottb un Berichte mitgeteitt, daß die Fabrik zur Zeit nicht vollbeschäftigt sei und die Summe der Aufträge in den ersten 4 Monaten des neue« Geschäftsjahres um ungefähr 10 pCt. kleiner sei als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

eiuzuveichen. tmr.

Aus Anlaß des Hinscheidens des sehr verdienten Präsi­denten der Handelskammer Sonneberg, Herrn Kommerzien­rat Ilgen-Lindner gaben wir der Schwesterkammer unser Beileid zu erkennen.

Bei der Uebersührung der sterblichen Ueberreste des Herrn Provinziäldirektors Geheimrat v. Bechtold war die Kammer durch ihren Vorsitzenden, einige Herren Mitglieder und ihre Beamten vertreten. Herr Kommerzienrat Koch gab dem Schmerz der Kammer durch Niederlegung eines Kranzes und ein besonderes Beileid schreib en zu erkennen.

Von beiden Seiten wurde die Kammer durch, Dank­schreiben beehrt. E , ,

2. Tas Großh. Ministerium des Innern forderte dre Handelskammer auf, sich darüber zu äußern, nach welchen Grundsätzen die Staatszuschüsse an die Handelskammern zu verteilen seien. Es wird beschlossen, sich mit den hessischM Schwesterkammeru in Verbindung zu setzen und statistische Erhebungen anzuftellen. ..

3. Es werden verschiedene dre kaufmännischen Fachf- schuken betreffende Angelegenheiten erledigt.

Die übrigen Punkte der Tagesordnung werden für die nächste Sitzung zurückgestellt. i

Ten Schluß der Sitzung bildete die Beratung über dre Wähl des künftigen Handelskammersekretärs. Aus einer großen Anzahl von Bewerbern waren einige Herren zur engeren Wahl gestellt worden. Man entschstd sich für Herrn Dr C Knipper aus Nieder-Weisel, welchem seit seiner Pro­motion eine längere Thätigkeit bei den Aeltesteu in Berlin und als derzeitiger erster Assistent der Handels­kammer Halle a. S. zur Seite steht. Der Eintritt findet am 1. Oktober l. I. statt. Der Vorsitzende versicherte Herrn Cand. phll. C. Vogel, welcher sett Mitte Januar mit der provisorischen Verwaltung des Sekretariats bettaut war, der dankbaren Anerkennuiig Großh. Handelskammer für seine pflichtgetreue, ersprießliche Thätigkeit und wie diese An­erkennung namentlich auch der verständnisvollen Ab­fassung des jüngst erschienenen Jahresberichts gelte.

sechs Blätter die Gebttgsgegenden des Siegerlandes, den ganzen Harz, Westerwald, Vogelsberg, Rhön, Tchü- ringer Wald und Spessart der Kartenwerke zum Abschluß bringen, führen Blatt Liegnitz und Breslau bereits auf schlesisches Gebiet. Beiden Ausgaben der Karte gemeinsam ist Dank dem scharfen und exakten Stich ein sehr sauberer und gut lesbarer Druck. Mit Hilfe der vom Geuerctttzabe gelieferten Korrekturmaterialien sind die Karten auf bat; allerneuesten Stand gebracht hinsichtlich aller Verkehrswegs, Bahnen usw. Ortschaften sind nady Große und Bedeutung im Schriftcharakter und Signatur bis zur Mühle und ein­zelnen Häusern unterschieden; Gebirge ift in braunen Schroffen, Wald durch grüne Flächen dargestellt. Die Rad­fahrer-Ausgabe bringt in leuchtendem Rot eine auf Grund aller erreichbaren Tourenbücher sorgfältigst ausgearbeitete Darstellung der Landsttaßen und Fahrwege. Je nach Wich- I tigfeit, landschaftlicher Schönheit und Beschaffenhett find diese mit geschlossenen oder unterbrochenen Linien gegäben^ Entfernungszahlen und gefährliche Stellen find deutlich angegeben. Eine besondere Signatur kennzeichnet in Ver-- I bindung mit zahlreichen Höhenzahlen Steigung und Fall.

unserer früheren, bereits Mai ILM emgemrmmeuen ueuden Stellungnahme festhielten.

Wie bereits aus den Tageszeitungen hrulanä stmnt, hat die Handelskammer Mainz sich wegen E tung einer Reichsbankhauptstelle für dasGroß- herzogtum Hessen in Mainz an das Großh. Mintsterium des Innern gewendet. Wtt sprachen uns zustimmend dazu aus; gleichzeitig liegt eine Eiugäbee der Handelskammer Darmstadt vor, welche die Hauptstelle in Darmstadt errichtet wünscht.

An das GroW Ministerium des Innern wurde auf Grund einer Eingabe des Deutschen Handelstages an den Reichskanzler das Ersuchen gerichtet, Großh, Ministerium wolle in Anbettacht der Bedeutung der Hess. Handelskam­mern, wie sie zumal nach Erledigung des neuen Handels- kmumergesetzes in Erscheinung treten werde, auch seinerseits bei der Rerchsregierung für die Anerkennung der Handelskammern als berufene Vertreter von Handel und Industrie eintteten.

Dem Großh. Ministerium der Justtz wurde auf An­frage über die Erfahrungen, welche mtt den für die Protest- stnÄen für den Wechselverkehr getroffenen Bestimmungen awracht worden, mttgeteM, daß eine Aenderung beim Erlaß einer reickMgesetzlichen Vorschrift nicht erwünscht sei.

Unsere Kammer hatte seinerzett in Wahrnehmung der Interessen des hessischen Holzhandels erfolgreich bei Großh. Forstfiskus die Anregung gegeben, daß die Nadelhölzer ent­rindet zum Verkauf kommen, und es entspricht dem Wunsche fllnserer Holzhändler, dies System auch in den preußischen Waldungen, wo sie vielfach, als Mufer aus- Geten, eingeführt zu sehen. Bisher hat sich die preußisck)e Regierung zu der Frage abrehnend verhalten, es ist indessen zu erwatten, daß sie sich dieser berechttgten Forderung uicht auf die Dauer werde entziehen können, zumal diese Maßregel im Interesse eines reellen Holz­handels liegt und zugleich der besseren Konser­vierung der Nadelhölzer dient. Die Kammer hielt es für geeignet, zur Förderung der Angeleaenheit an den Nordwestdeutschen Verein für Holzhandel und Holz­industrie das Ersuchien zu richten, in einem wiederholten Anttage beim preußischen Landwtttschastsministerium dies gemeinsame Interesse zu vertreten. Unserem Wunsche ist seitens genannter Korporation beifällig entsprochen worden, wtt werden s. Zt. über den Erfolg berichten.

Zur Feststellung der Wünsche hinsichtlich der Handels- Oerträge wurden diesbezügliche Erläuterungen von uns aus- gegeben und die Interessenten um Einreichung der betr. Wünsche gebeten. Mr machen an dieser Stelle nochmals daraus aufmerksam mtt dem Hinweis, dah deren Vertretung durch den Deutschen Handelstag nur dann möglich ist, wenn wir in der Lage sind, sie noch im laufenden Monat dort

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3 ^8. Es sind bekanntlich verschiedene Mittel zur Vertttgrwg des Ungeziefers in Gebrauch, allein sie wurden bisher nicht nach chrer Wittsanikell durch eine streng wissenschastlrche MtthodQ geprüft. Ein französischer Chemiker V. Haazen, hat sich mm Mer 'Ausgabe unterzogen uno berichtet über ferne Experimente pÄgerwesq 1. Wanzen: Wenn man Formaldehyd (auch Forrmrlin genannt und unter dieser Bezeichnung in den Apotheken erhältlich) in ernern geschlossenen Raume, den man von Wanzen befreien wrchvw» darnpsen läßt und zwar in einer Menge von 9 Gr. für das meter, so werden alle Wanzen getötet Noch sicherer wrrd drefer^ Qroetf erreicht, wenn man 25 Gr. Schwefel für das Kubckmeter Nmim verbrennen laßt. 2. Fliegen und Mosquitvs: 2 Gr. Formaldehyd für das Kubikmeter des Raumes rerchen hin, um sicher die Insekten zu töten. 3. Flohe: Man muß 7 Gr. Format- dehnd für das Kubikmeter des betreffenden Raumes verdampfen: lassen. Bei der Verwendung des Formaldehyds ist c«r Rmrm sory» I sättig zu schließen, und man muß sich hüten, mtt dem Dampf m Beruhrrrng zu kommen, weil dieser dreSchleimhaut und ÄLAugenE reizt Nach der Prozedur wird nach Ablauf von 24 Stunden der Raum statt gelüstet, um auch den stechenden Geruch, den Mes Mittel zurückläßt, zu beseitigen. Haazen hat ferne Versuche auch auf dieVettilgnng von Ratten und Mäusen ausgedehnt tformnb- dehyd erwies sich in einer Quantität von lo Gräfin.das Kubrk-. meter des Raumes als durchaus wirksam, mdem famtlrche Ratten nach Verlaus von 36 Stunden zu Grunde gingen.

Strctt aut Biertisch. Die Bezeichtmng »Frau° muß aus- eschrieben werden. , .

Hcbbelfteund in L. Die wettaus beste Ausgabe der Werke^ Friedr. Hebbels hat der Lemberger Univ.-Proseßor Werner m S Behr's Vettag zu Berlin erschenten laffen. Ww texten voll­kommen Ihre Hoffnung, daß dieDichtungen drefes moßM Dithmarschen einst tief in dre Seele des gesamten deutschen Volles bringen werden.__________

A. Gießen, 1. August Ferien st rafkammer. Den Vorsitz fühtte Landgerichtsrat Müller, die Anklagebehörde vertrat Oberstaatsanwalt Theobald. Der Kaufmann Wilh. Albrecht I. von Düdelsheim hat gegen ein Urteil des Schöffengerichts Alten­stadt, das ihn wegen Beleidigung zu 50 Mk. Geldstrafe verurtetlt hatte, Berufung eingelegt In dem Hause des Angeklagten in Dü­delsheim erkrankte eine Mieterin an Typhus. Ties gab dem llreis- arzt von Büdingen°Veranlassung, in einem Bericht an das Büdinger Kreisamt die Vermutung auszusprechen, daß die Typhusettrankung vertwsacht sei durch den Genuß von verdorbenem Wasser, welches dem angeblich neben der Mistgrube befindlichen Brunnen entnommen sei. Das Kreisamt Büdingen schickte diesen Bettcht an die Bürger­meisterei in Düdelsheim mit dem Auftrage, den Angeklagten über diesen angeblichen Mißstand zu vernehmen. Diesen Bettcht legte die Bürgermeisterei dem Angeklagten vor, woraus der Angeklagte seinerseits Veranlaffung nahm, eine Eingabe an das Kreisamt in Büdingen zu richten, in der er den Kreisarzt auf das schwerste be­leidigte, insbesondere ihm unredliches und gehäffiges Verhallen gegen ihn vorwarf. In der Folge stellte sich übrigens heraus, day die Annahme, die Pumpe befinde sich neben der öliftgrube, insofern auf einem Mißverständnis beruhte, als nur der Pumpstock neben derselben stand, der Brunnen selbst aber in gehöriger Entfernung sich befand und mittelst Schläuchen mit dem Pumpftock verbunden Thatb est'and ^er^Belellngung fmgegÄ, der Angeklagte se? weit I Den Mrtchen, die ^nzeln^z^ P^^vostM^ 1 über die Grenzen des § 193 des St.-G.-Bs. hrnausgegangen und MitrM.hrniMimrrPtr

habe sich in ungehöttger und beleidigender, sachlich nicht gerecht-1 sertigter Weise mit der Persönlichkeit des Kreisarztes tn der Etn- gäbe beschäftigt. In weitergehendem Maße als das Schöffengericht I hielt jedoch die Straftammer dem Angeklagten seine Erregung, zu Gute, in die er durch die Einsicht in den Bericht des Kreisarztes ver-1 setzt worden sei. Die Gestattung der Einsichtnahme in den voll­ständigen Bericht durch die Bürgermeisterei sei , durchaus verkehrt I gewesen, wie es überhaupt ein Fehler gewesen sei, daß gerade drei Bürgermeisterei mit den ettorderlichen Amtshandlungen befaßt worderi sei. Aus allen diesen Gründen hielt das Gettcht eine Emäßigung der vom Schöffengettcht erkannten G e ld straf e aufdieHalftefür angemessen. Der Sattlerlehrllng Wilhelm Busch von Lauterbach war seiner Zell wegen fahrlässiger Eisen- bahntranspottgesährdung er hatte (Steine auf das Schienen-1 geleise gelegt zu 1 Monat Gefängnis nerurttmt worden. Auf die von dem Angeklagten eingelegte Revision hatte das I Reichsgettcht die Sache zur erneuten Verhandlung an I die hiesige ©traffantmer zurück verwiesen. In der heutigen« Hauptverhandlung war ein umfangreicher Beweis dafür I angetreten worden, daß der Angeklagte, der jugendlich ist, die ^ir I Erkenntnis der Strafbarkeit seines Thuns erforderliche Emiick)t bei der Thatbegehung nicht gchabt habe. Das Gettcht war jedoch wie früher der Ansicht, daß dem Angeklagten das gesetzlich geforderte I Unterscheidungsvermögen wohl zuzutrauen sei, dätz jedoch mit Rück­sicht auf seine, allseits bestätigte minderwettige Begabung und auf seinen jugendlichen Leichtsinn von Verhängung einer Gefangnissttme Abstand genommen werden müsse. Das Gericht hiell eine Geld-1 strafe in Höhe von 30 Mk. für eine ausreichende Sühne. Die Eheftau Philipp Henrich von Altenstadt hat m einem Belei­digungsprozeß gegen den Landwitt Heinttch Dauernheim von Alteri- stadt seinerzeit beschworen, der letztere habe ihr ein Packet mit I eckelhastem Inhalt durch das Fenster in die Stube geworfen. In der Folge gestand eine gewisse Frau Schmidt, daß sie das fragliche Packet geworfen habe. Die Ehefrau Henrich wurde alsdann wegen Meineides angeklagt und in der letzten Schwurqettchlsperiode dieserhalb oerurteitt. Heute hat sie sich zudem wegen wissentlich falscher Anschuldigung des Dauernheim, begangen durch jene Behauptung, zu verantwotten. Sie erhall dieserhalb eine Zusatzstrafe von 1 Monat Zuchthaus. Der Landwirt Dmierrcheim, den die Ehefrau Henrich wegen Beleidigung, begangen durch das angebliche Paquetwetten, angezeigt hatte und der in einem vor Beginn des Schwurgerichtsverfahrens beeidigten Strafverfahren vor dem Schöffengerickft Alteiistadt zu einer Geld-! strafe verurteilt worden ivar, wurde heute in derBerufungsinstanz fr ei gesprochen. Der Landwirt Katt Otto Reitz von Stockhausen ivar f. Z. wegen Verleitung zirm Memeid von der Strafkammer zu einer einjährigen Zuchthausstrafe penxtiedt worden. Das Reichsgericht hat das Utteil aufgehoben und die Sache zur nochmaligen Verhandlung hierher zurückverwiesen. In der heutigen Verhandlung sprach die Strafkammer den Angeklagten f r e i und zwar deshalb, weil die Sachlage durchaus verworren imd un­aufgeklärt sei und unter diesen Umstanden zu Gunsten des An­geklagten entschieden werden müsse. Tie Verhandlung gegen oen Georg Erk von Nidda und dessen Tochter wegen Verbrechens im Sinne des § 173 SüG.B. wurde zwecks Erhebung weiterer Be­

weise vorläufig ausgesetzt. ,, r

Kuriose Gerichtsurteile. Vor einigen Wochen erregte . der seltsame Spruch des W i e n e r Obersten Gettchtshofes, eme fi Zeitung habe keine Ehre, peinliches Aussehen.^ Ein Seitenstuck zu , dieser erstauiilichen Leistung österreichischer Rechtsprechung wird nun abermals aus Wien gemeldet : Die Sck)uhwarenerzeugerin > Josefine Singer verklagte Herrn Philipp Lauser wegen Beleidlgung, weit er ihre Erzeugnisse Ramsch- und Pofelware genannt hatt^ Ter Angeklagte gab dies zu, erbot sich aber zum Bewene, daß die Schuhe thatsachlich minderwertige Erzeugniffe seien. Wiewohl nun dieser Beweis nicht erbracht wurde, ging der Rlchter doch niit einem Freispruch vor, well der Angeklagte wohl die ' I

nid)t aber die Klägerin beleidig t habe, die Schuhe jedoch kein Rechtsobjekt sind, das beleidigt werden kann. I

Kandel und Verkehr. Volkswirlschast.

Elektrttitüts-Akt.-Gesellschaft vormals W. Lahmeyer, I Frankfurt a M. Tern Geschäftsbericht der Gesellschaft, die wie irhnn mitaeteitt. das abgelaufene Betttebsfahr mtt einem ans den I Reserven zu deckenden V e r l u st von 2 493 872 Mk. ^geschlossen hat, entnehmen mir u. 2t: Der Verlust ergiebt gns dem Rückgang des Fabrikationsbruttogewinns um Eid 2 Millioiieii Aik. und aus der Nolweiidigkeit von Rückstellinigen und Ablchreibungeii m unge­fähr derselben Höhe, aus der Verringerung des Umsatz«.^, dem Zu- rückweichen der Verkaufspreise und der (sntroeriung öer 3e|tant»e. Der Umsatz ist um 10-12 pCt. zurückgegangen, namentlich m öer xwetten Hälfte des Geschäftsjahres. Tie gesamte Mrechliungssuinme hat fid um reidlicb 25 pS. gegen das Vorjahr verringert. Der weitere Rückgaiui m den Verkausspreisen m Normal-Ma,chmen- tonen sei mit 1215 pCt. eher zu niedrig als zu hoch berechnet. Im Widerspruch damit ständen die Gestehungskossen, die hnistcht-1 llch der Löhne und der Generalunkosten nahezu unverändert waren, j Tu: Gesellschaft berechnet den Ausfall daraus au, bedeutend mehr als 1 Mill All Ter Minderwert der Bestände durfte durchschnitl- llch SÄ betragen- Das Rnckstellungskonw °°» zwm Mill. 2)lt jetzt sich im Wejeutticheri zusammen aus Vettusten bezw.

H. Wenden Sie sich an dieTeckMsch-Jndrrsttteüe Rund- schau" in Nürnberg. . ,

stnd. F. Für denKunstwort" scheint uns öer Autzcrtz noch, nicht reif zu fein. Dagegen Eötmen Sie es etnnud beinrLefttz. Gen.-Anz.^ versuchen, der dergleichen populäre Kunstbetrachtungen, gern veröffentlicht Das Manuskript liegt auf bet Redaktion zum Abholen bereit « . r <.

R. Z. nnd Andere. Wenn Sie enrGesnch an die Redaktion richten wollen, oder überhaupt irgend etwas von der Redaktion erlangen wünschen, z. B. etwas nicht in die Zettring tomT, oder ähnliches, so wenden Sie sich immer direkt cm dre Ptebattron,

Höchs e Temperatur vom 3. August bis 4. August 18,5® C.

Niedrigste 3. » 4. 9,7 C.

Risse in den Händen,

wie sie häufig bei Handwerkern, Köchinnen usw. vottornmen, ver­gehen bei Anwendung von Obermeyer's Herda-Seife in kurzer Zeih Z. h. p. St 1L5 SIL in Apotheken, Drogerien und Parsürnmnen oder v. Fabrikanten I. Gioth, Hanau.