Ausgabe 
4.12.1902 Erstes Blatt
 
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Allgemeiner Deutscher Versicherungs-Verein in Stuttgart.

Anf G^gfnspitigkpit Gegründet 1875. Mit Aktipn-Garantie.

Haftpflicht-, Unfall- und Lebens-Versicäierinij*. 945

Gesamtreserven über 27 Millionen Mark. Gesamtvertichprun gestand mehr als 490 000 V7ersichernn«*en. Monatlicher Zuzanz iib^r 6000 Mitglieder

Zum Abschluß von Versicherungen werden allerorts Mitarbeiter ans allen Ständen angenommen und bei berufsmäßiger Thätigkeit dauernd gegen feste Bezüge angestcllt.

06, wo die Bahn in daS Thal des Seenbachs tritt waren die Terrainschwieriqkeiten gering. Die Balm führt von hier nordöstlich durch herrliche Buchenwälder nach Freienseen und an den Orten Weickartshain, Lardenbach, Stockhausen, Flensungen vorbei nach Station Mücke. Die Stationsgebäude find im Rohbau fertig. Die Gesamtsirecke hat eine Länge von etwa 3 Stunden. Man gedenkt in Kürze mit der Her­stellung deS Oberbaues zu beginnen. Die Eröffnung der Bahn dürfte nicht vor Nachsommer 1903 erfolgen.

() Darmstadt, 2. Dez. Dem Gedächtnis des ver­storbenen Rudolf von Bennigsen war die Feier des Nationalliberalen Vereins des heutigen Abends gewidmet. Dieselbe wurde eröffnet durch den Rechtsanwalt Geh. Justizrat Schmeel, der den Heimgegangenen als Be­gründer des National-Vereins und der nationalliberalen Partei feierte. Jedoch nicht ein Parteimann im engeren und engsten Siwne sei er gewesen, sondern mit einem weit- schauenoen Blick ausgestattet, habe er stets das Wohl unseres weiten Vaterlandes im Auge gehabt. Hierauf er­griff Rechtsanwalt Geh. Justizrat Dr. Osann L das Wort. Er führte aus, daß es ihm eine besondere Freude bereite, das Andenken des Tahingeschiedenen zu ehren, da er ihn als Freund kennen gelernt hätte, und auch als solchen verehre. Er erinnerte daran, daß es ein merkwürdiger Zufall sei, daß drei so bedeutende Männer, wie Miguel, Plank und Bennigsen, erst in ihrer Heimat in Hannover, und dann im Reiche eine so hervorragende Rolle gespielt hatten. Er beleuchtete dann die parlamentarische Thätig- keit Miquels. Er sei mit Bennigsen, der 32 Jahre damals alt war, in die Hannoversche Kämmer ein getreten. Bennig­sen sei von seiner ihn damals vorgesetzten Behörde der Urlaub zum Eintritt in die Kammer versagt worden. Im August 1858 habe er den National-Verein mitbegründet. Er hatte die Idee einer Vereinigung der sämtlichen deut­schen Staaten unter dem Vorrange Preußens, ein Ziel, dessen Verwirklichung ja Bennigsen noch erleben konnte. Viele Vereine seien dazu berufen gewesen, eine Stütze für die deutsche Sache zu sein, iedoch in erster Linie ver­dient dem von Bennigsen ins Leben gerufenen National­verein dieses Verdienst. Der Konkurrenzkampf zwischen Preußen und Oesterreich habe damals schon gespielt. Eine Bennigsen angetraaene Stellung an leitender Stelle habe er damals ausgeschlagen, um nicht den Verdacht zu erwecken, daß er an einer etwa eintretenden Katastrophe schuld sein könnte. Bennigsens Streben wäre es gewesen, die Annexion zu verhindern; er sei eS gewesen, der den König von Hannover zum Anschluß an Preußen hätte 6c- wegen wollen. Wenn der König damals Bennigsens Rat gefolgt wäre, könnte jetzt noch Hannover, ebenso geachtet wie die übrigen Bundesstaaten als selbständiger Staat existieren. Mannigfaltig seien die Verdienste Bennigsens um die Gesetzgebung gewesen; so gebühre ihm ein großes Verdienst am Mstandekommen des Bürgerlichen Gesetzbuchs, da er es verstanden hätte, die im Reichstag bestehenden Gegensätze auszusöhncn. Oft schon habe man sich zu den Zeiten der Herrschaft der nationalliberalen Partei gefragt, warum man Bennigsen nicht zum Minister gemacht habe BiSmarck habe ihn 1877 zum Minister machen wollen, Ben­nigsen sei aber keine persona grata bei Kaiser Wilhelm I gewesen. Doch habe Bismarck es dnrchgesetzt, daß Bennigsen ausersehen wurde. Damals wie später habe er jedoch ab gelehnt oder doch seine Berufung abbänaig gemacht, daß noch andere F-reunde der Partei, wie Forkenbeck ins Mi­nisterium ebenfalls berufen würden. Davon habe jedoch der Kaiser nichts wissen wollen. Im Anfang der 80 er Jahre bis 1887 sei dann Bennigsen von der parlamenta­rischen Thätigkeit zurückgetreten, und berrm habe er wieder bis 1889 dem Reichstag angehört. Bennigsen sei ein sehr bedächtiger, ruhiger Mann gewesen. Einmal habe ihn Redner erregt gesehen und zwar damals, als er von Graf Kanitz wegen seiner Stellung zum Antrag Kanitz angegriffen, da er als Oberprälident gegen die Meinung der Negierung gestimmt hätte. Bennigsen sei niemals ein Parteiführer im eigentlichen Sinne des Wortes gewesen. Er habe die Partei nur als Mittel gebraucht und ge­brauchen wollen, um Großes zu erreichen. Persönlich sei er ein sehr liebenswürdiger und herzlicher Mensch ge­wesen, und jeder, der mit ihm in Berührung kam, hatte die Ueberzengung gehabt, daß er nicht dozieren, sondern lernen wolle. Bennigsen sei, anders als Bismarck, im Jahre 1898, von seinem Amte geschieden, jedoch schon in Voraussicht des kommenden Kampfes der wirtschaftlick^en Interessen. Er sei der Ansicht gewesen, daß der Reichstag zu hoch stehe, um nur wirtschaftlichen Interessen nach­zugehen und zu erörtern. Zu den großen Männern, die Bismarck gebraucht habe, um Tmtschland groß zu machen, gehöre auch Bennigsen Viele Männer seien der Vergessen­heit anheimgefallen, Bennigsen sei aber eine Leuchte ge­wesen; auch Bismarcks Gedächtnis sei schon stark erblaßt und man wisse nicht, wie dies in 40 bis 50 Jahren stehe. Bennigsens O^edächtnis müsse jedoch hoch gehalten werden von den Freunden der Partei, wenn er auch nicht an Bis­marck heranreiche. Schwer erschüttert sei er durch den anfangs des Jahres erfolgten Tod seines Sohnes worden. Zuletzt habe er sich ganz vom politischen Leben zurück­gezogen, und zwar dies vollständig, und sich wieder wissenschaftlich beschäftigt. Wenn Deutschland von Ben­nigsens Geist beseelt, sei es im stände, die wirtschaftliche Krisis zu überstehen. Der beifäEig aufgenommene 9?nT. traa dauerte en. V/a Stunden und dankte am Schluß Rechtsanwalt Justizrat Schmeel dem Redner für die ein­gehenden und interessanten Ausführungen.

Vermischtes.

"Meißen, 2. Dezember. Der Hauptgewinn der Meißener Dombau-Lotterie von 40000 Mk. fiel heute nach Bochum aus Nr. 99 488.

"Mailand, 2. Dez. Im Hafen von Genua ist ein Ponton mit über 1000Baumwollballen abgebrannt. Der Schaden beträgt eine halbe Million Lire.

" Der zweimal zum Tode verurteilte Tischler Leßnow, der Urheber der Kindermorde in Lechtingen bei Osnabrück und Göhren auf Rügen, hatte beantragt, das

Verfahren nHeber aufzunehmen. Dieser Antrag ist, wie man unS schreibt, jetzt abschlägig beschieden worden.

" Wie sich Minister unterhalten. AuS München wird derN. Fr Pr." vom 28. Nov. berichtet: In der Wohnung deS Ministerpräsidenten Grasen Crailsheim fand gestern anläßlich des 25jähr. Ministerjubiläums deS Finanz­ministers Freiherrn v. Riedel eine Abendunterhaltung statt, woran sämtliche Staatsminister mit ihren Familien teil- nahincn. Durch eine melodramatische Aufführung unter dem TitelLeiden und Freuden eines Finanzministers", Tert von Benno Rauchenegger, wurde das Wirken Riedels aus legis­latorischem und administrativem Gebiete veranschaulicht, wo­bei die Rollen zum Teil in den Händen der Ministerkollegen deS Jubilars lagen. Der scheidende Justizminister Freiherr v. Leonrod stellte sehr humorvoll einen Steuerboten dar.

* Ein heiteres Abenteuer ist vor kurzem Sir Hiram Maxim, dem Erfinder der Maxim-Kanone und Ti- rektor eines der größten Etablissements in England zu- gestoßen. Er befand sich mit seiner Frau an der See, und als der Wirt ihm bei seiner Abreise die Rechnung vorlegte, wollte er ihm einen Check geben. Tie Gastwirte sind jedoch mit Checks so oft betrogen worden, daß sie beschlossen hatten, keine mehr von Leuten anzunehmen, die sie nicht kannten. So weigerte sich auch dieser Wirt mit größter Höflichkeit, aber entschieden, eine andere Be­zahlung als bares Geld anzunehmen.Sehen Sie", sagte er,wir sind so oft angeführt worden; ich weiß ja nicht, ob Sie wirklich der Sir Hiram Maxim sind." Ter berühmte Erfinder mußte anerkennen, daß der Mann im Recht war; aber da er kein Geld bei sich hatte, wurde die Lage für ihn sehr peinlich. Ta hatte seine Frau einen großartigen Einfall.Gehen Sie zum Ouai", sagte sie zum Wirt; dort steht ein Mutoskop, stecken Sie einen Penny hinein und drehen Sie, dann werden Sie Sir Hiram Maxim sehen, wie er vor dem Schah von Persien eine Maxim-Kanone abschießt!" So geschah es auch. Als der Wirt einige Augenblicke darauf zurückkehrte, beeilte er sich, den Check unter vielen Entschuldigungen anzunehmen. Er hatte nicht den geringsten Zweifel mehr über die Persönlichkeit seines Gastes.

Handel und Verkehr. Volkswirtschaft

Helios Elektrizitäts-Aktiengesellschaft. An die Aktio- 're ergeht die Aufforderung, gemäß den Beschlüssen der General­versammlung, ihre Aktien behufs Zusammenlegung spätestens bis 17. Dezember einzureichen.

Italienische Mittelmeer-Eisenbahngesellschaft. Vom 2. Januar ab wird gegen Abgabe der Couvons Nr. 34 als erste Nate auf die Dividende 1902/03 der Betrag von Lire 7.50 aus- bezahlt.

Brauerei Pfefferberg. Die pro 1902/03 auf 14 Pro­zent 140 Mark per Aktie festgesetzte Dividende wird von heute ab ausbezahlt.

- Türkcu-Lose. Bei der am 1. Dezember er. stattgehabten Ziehung entfielen auf Nr. 1 438 856 600 000 Franks, Nr. 739 918 60 000 Fr., Nr. 922 993 und Nr. 1837 785 je 20 000 Fr. (Ohne Gewähr.)

Fortsetzung der Ziehung der Oesterretchischen 1864er Lose. 300 000 Kr. sielen auf Ser. 1062 Nr. 91; 40 000 Kr. sielen auf Ser. 3530 Nr. 89; 20 000 Kr. sielen auf Ser. 2835 Nr. 98; je 10 000 K. sielen auf Ser. 915 Nr. 57 und Ser. 1062 Nr. 100; je 4000 Kr. sielen auf Ser. 957 Nr. 27 und Ser. 2379 Nr. 19; je 2000 Kr. sielen auf Ser. 515. Nr. 36, Ser. 2379 Nr. 24 und Ser. 3740 Nr. 71; je 800 Kr. fielen auf Ser. 434 Nr. 39, Ser. 490

Nr. 53, Ser. 709 Nr. 31, Ser. 826 Nr. 52, Ser. 826 Nr. 92,

Ser. 1442 Nr. 17, Ser. 1442 Nr. 52, Ser. 1442 Nr. 82, Ser. 1618

Nr. 36, Ser. 1637 Nr. 2, Ser. 2077 Nr. 47, Ser. 2085 Nr. 36,

Ser. 2252 Nr. 42, Ser. 2252 Nr. 70, Ser. 2318 Nr. 2, Ser. 2318 Nr. 32, Ser. 2379 Nr. 76, Ser. 2779 Nr. 9, Ser. 2779 Nr. 60, Ser. 2779 Nr. 89, Ser. 2835 Nr. 38, Ser. 2835 Nr. 83, Ser. 2913 Nr. 29, Ser. 2933 Nr. 31, Ser. 2933 Nr. 93, Ser. 2962 Nr. 90, Ser. 2978 Nr. 93, Ser. 3294 Nr. 86, Ser. 3341 Nr. 72, Ser. 3530 Nr. 58, Ser. 3554 Nr. 39, Ser. 8554 Nr. 41, Ser. 3753 Nr. 26, Ser. 3753 Nr. 9', Ser. 3788 Nr. 40, Ser. 3788 Nr. 58, Ser. 3982 Nr. 20, Ser. 3982 Nr. 93, Ser. 3988 Nr. 1, Ser. 3996 Nr. 83. Alle übrigen in den gezogenen 44 Serien enthaltenen 4350 Nummern sind mit je 400 Kronen gezogen. Ohne Gewähr.

Märkte.

Limburg a. d. L., 3. Dez. Fruchtmarkt. Durch­schnittspreise pr. Malter. Roter Weizen 13.30 Mk., Weißer Weizen 00.00 Mk., altes Korn 10.53 Mk., neues Korn 10.60 Mark, Gerste 8.60 Mk., alter Hafer 6.85 Mk., neuer 0.00 SDIL, Erbsen 0.00 SDlf., Kartoffeln 0.00 Mk.

Eingesandt.

Für Form und Jnbu' aber urner 0 er Rubrik stehende, Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber leinerfei Verantwortung.)

Lnmdathalbahn.

Die vorgestrigen Ausführungen über die Zugverbindungen der Lumdathalbahn find ganz zutreffend. Zu bcinerken vt noch, daß die feblenden Anschlüffe jedeusalls nur dann geschaffen werden können, wenn die bestehenden in Grünberg teilweise aufgehoben werden. Letztere (in der Richtung nach Gießen! find für alle Be­wohner des Lumdathales DoUftänbia überflüssig und begehen sicherlich nur deshalb, weil die Strecke Londors-LoÜar der früher eröffneten Bahn Londorf-Grünberg angeschloffen wurde. Nachdem nun IN erfreulicher Weise die Zi'ge der vereinigten Linien sogar bis Gießen durchgehen, wäre im allgemeinen Jntereffe zu wünschen, daß der erste Zug von Londorf nach Grünberg ginge, dort wo-

KrieskaHen der Urdaktian.

(Anouhme Anfragen bleiben unberücksichtigt.)

I. 12. Ter einschlägige § 63 des L.-G.-B. lautet:Wird der Handlungsgehilfe durch unverschuldetes Unglück an der Leistling der Dienste verhindert, so behält er seinen Anspruch auf Gehalt und Unterhalt jedoch nicht über die Dauer von 6 Wochen hinaus; der Handlungsgehilfe ist nicht verpflichtet, sich den Betrag an­te d) n e n zu lassen, der ihm für bte Zeit der Verhinderung aus einer Kranken- oder Unfallversicherung^ zukommt. Eine Ver­einbarung, welche dieser Vorschrift zuwiderlällft, ist nichtig." Diese Bestimmung, die auch ferner Rechtens ist, gibt direkte Aus­kunft über Ihre Frage. Tie entgegengesetzte Beslimmiing existiert übrigens im H.-G.-B. für a u ß e r k a u f m ä n n i f ch e Tienstver- hältnisse. Interessieren dürfte Sie noch, daß, falls der Prin­zipal dein Handliingsgehilfen ohne Einhaltung einer Kündigungs­frist kündigt, weil dieser durch unverschuldetes Unglück längere Zeit an der Verrichtung seiner Dienste verhindert ist, der Gehilfe seine Ansprüche an5 dem oben zitierten § 63 H.-G.-B. behält.

möglich Anschluß an denArdeiterzng* hätte tmb barm alS für die meisten Reisenden sehr gelegener Zug, die aanie Linie durchlaufend, im Sommer etwas vor 7 Uhr, im Winter eint Stunde fväter in Gießen einträfe. Die mit dem 1. Oktober füt die Arbeiter neu eingelegten Züge verkehren nur abends zwischen Gießen und Londorf. Morgens dürfte aber ein sogenannter Ar­beiterzug von größerem Vorteil sein. Da jetzt der von den Ar­beitern zu benutzende Zug fast drei Stunden vor Tagesanbruch schon in Gießen ist, haben viele Arbeiter das Fahren ganz einge­stellt, und andere haben es aus demselben Grunde überhaupt nicht begonnen. Daß von maßgebender Seite derFahrvlan im nächsten Jahre geändert werde, wiirde bisher schon allgemein angenommen, da eine Aenderung in der angebenteten Art nicht nur im ?h> tereffe deS reisenden Publckums liegt, sondern auch in dem der Bahn erwünscht ist.

Arbeiterbewegung.

Wien, 3. Dez. Nach einem der hiesigen Arbeiterzeittrng aus Rußland zugegangenen Vrivatbericht wurde der in den Werkstätten der Wladikawka-Eisenbahn auSgebrochene Streik vom Lokal- Komitee der ruffis chen sozialistischen Arbeiterpartei organisiert und bezweckte die Durchführung von 30 Forderungen, die sich auf die Fabrik, die Schule und die Krankenhäuser beziehen.

Marseille, 3. Dez. Der A u s st a n d scheint in ein neues Stadium einzutreten. Admiral Rouvier hatte heute früh eine Be- svrechung mit dem Präsidenten und dem Sekretär der Ausstän­digen. Dieselben nahmen die Vermittlung des Admirals an, um die Rheder zu veranlaffen, in Besvrechungen mit den Abgeordneten der Ausständigen einzutreten. Die Rheder halten eine Versamm­lung ab, um sich über diese Angelegenheit schlüssig zu machen.

Kirchliche Nachrichten.

Hoürrdirnff brr israelitische ßeliytonsqesrllschast.

Sabbathfeier am 6. Dezember 1 902.

Freitagabend 4.00 Uhr. Samstag Vormittag 8.30 Uhr.

Nachmittags 3.30 Uhr. SabbathauSgang 5.15 llhr.

Wochengottesdienst: Morgens 7 Uhr, abends 4.00 Uhr.

Gottesdienst in der gqnagoge, Züdantage.

Israelitische Neliqiansgemeinde

SamStag, den 6. Dezember 1902.

Vorabend 4.30 Uhr. Morgens tt Uhr.

Haphtarah-Erklärung.

Nachmittags 3.80 llhr.

Sadbathansgang 5.15 Uhr.

Meteorologische Beobachtungen

der Station Gießen.

ochste Temperatur am 2.-3. Dezember 4- 5.4° C.

fiebrigste , , 2.-3. , 8,2' C.

3,

Dezember

D

2

Wetter

e B

Schnee

Bern. Himmel

749,5

753,7

L Q

746,4 6.0

-8,2 9,0

2 9"

2,4

2,0

9,0

NE. N. N.

75

75

78

Wödjrntlidif yrbtrfidjf brr ffobrefäHr in brr ?!nbf Citfn.

48. Woche. Vom 23. bis 29. November 1902. Einwohnerzahl: angenommen zu 26 400 (infl. 1600 Mann Militßr)

Sterblichkeitsziffer: 24,09, nach Abzug von 3 Ortsfremden: 18,06 / n.

Kinder

Anm.: Die in Klammern gefetzten Ziffern geben an, wu tnfl der Todesfälle in der betreffenden KrankheU auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke fommen.

ES starben an: Zusammen:

Erwachsene:

im

vom

Masern

1

1. Lebensjahr:

2.-1 b. Iah, 1

Keuchhusten

1

1

Tuberkulose der Lungen

1

-

1

-

Tuberkulose deS Gehirns

1(1)

1(1)

Evilepfie

1

1

Magenkrebs

1

1

.

Gehirnschlagfluß

1

1

Herzleiden

i m

1 fl)

V

Nierenentzündung

3(D

3(1)

-

Altersschwäche

1

1

Summa:

12 (3)

8 (3)

1

3

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