Provinz die Laudwirtschost als Hauptberuf selbstän- oig ausübt. — Von dem Beitrittszwang würden ausgeschlossen sein die sogen. Parzellenbetriebe. Bei dem sehr zersplitterten Grundbesitz im Großherzogtum, wür' man Betriebe von der Größe von mehr als einem Hektar landwirtschaftlich benutzter flache der Organisation anschließen können. Nach der Statistik würden dann 75 000 Betriebe (56 Prozent der Gesamtzahl mit zusammen rund 410000 Hektar Fläche znzuziehen und 60 000 Betriebe (44 Prozent der Gesamtzahl) mit Zusammen 22 500 Hektar aus-nscheiden sein. — Freiwillige Mitglieder können in den Berufsorganisationen aegen Entrichtung fester Jahresbeiträge Aufnahme finden. — Der ganze Aufbau der Organisation hat sich auf rein territorialer Grundlaae zu vollziehen. Tie Bernfsgenoffen eines Kreises bilden den Kreisverband oder Kreisverein, diese Mitglieder wählen in den Ausschuß des Provinzialverbandes ibren Vertreter. Die V"rtreter der Provinz'alverbande bilden die Landwirtschaftskammer. — Tie Zahl der Mitglieder der Landwirtschaftskammer, wie der Vertreter der einzelnen Verbände bemißt sich nach der Zahl der dem betreffenden Vertretungskörper angehörigen Mitglieder. In die Kammer ist auf je 2500 Mitglieder ein Abgeordneter zu wählen. Tie hiernach sich voraussichtlich ergebende, auf die drei Provinzen etwa auch gleich zu verteilende Zahl von 30—32 Abgeordneten dürfte genügen, zumal wenn noch Vertreter von Landesfachvereinen oder Sachverständige in die Kammer eintreten. — Tie Dahl in den Bezirken zu den Kreis- oder Bezirks- ausschüssen würde durch Zuruf, oder wenn es beantragt wird, durch Stimmzettel zu erfolgen haben. Bei der Wahl wird dann die Stimmberechtigung durch Vorzeigen des Dnforderungszettels über die Beiträge dargethan. — Stimmberechtigt ist, wer auf Grund der Beitragspfticht, sei eS infolge des Berufs oder der fteiwilligen Mitgliedschaft, sich legitimiert. Tasselbe gilt von der Wählbarkeit. — Soweit die Organe der Landwirtschaftskammer und diese selbst die bei Durchführung ihrer Aufgaben nötig werdenden Mittel nicht durch Staatszuschüsse und die Beiträge der freiwilligen Mitglieder oder sonstige Einnahmen erhalten, sind sie durch Umlagen aufzubringen. Dieselben werden auf die maßgebenden Steuer- oder Vermögenswerte auSgeschlagen. Tie Erhebung einer Umlage ohne Rücksicht auf ihre Höhe bedarf der staatlichen Zustimmung auf Grund der beim Ministerium des Innern zur Genehmigung einzureichenden Iahresvoranschläge der Kammer und der Provinztalverbände, in welchen auch die finanziellen Bedürfnisse der Lokalorganisationen zu berücksichtigen sind. — Welchen Stellen staatliche Mittel zur Förderung der Landwirtschaft zuftießen sollen, bestimmt zunächst das Staatsbudget. Wgesehen hiervon sind durch das Budget diese Mittel der Kammer mit der Maßgabe zu überweisen, daß die Verwendung auf Grund der genehmigten Voranschläge durch die Provinzial- und Lokalverbände zu bewirken und von der Kammer in ihren Rechnungen über die ^samten Eiirnahmen und Ausgaben nachzuweisen ist. Dte Rechnungen werden von der Ober- rechnungskammer geprüft und abgeschlossen. — Selbstverständlich soll die Landwirtschaftskammer durch diese Vorschriften nicht bloße Abrechnungsstelle für die Lokal« und Provinzialverbände gegenüber dem Staat werden. Tie Kammer ist über jede für die Landwirtschaft wichtigere Angelegenheit zu hören, sie vertritt die Landwirtschaft nach außen, ebenso kommen ihr die sonstigen, bisher oem Landwirtschaftsrat zustehenden Rechte zu. Was das Verhältnis zu den Provinzial- und Lokalverbänden angeht, so erfordern die meisten Zweige der Landwirtschaftspflege ein Vorgehen nach einem einheitlichen Plan, das nicht an die Grenzen der Gemeinde oder des Kreises gebunden sein form. Dieser gemeinsame Plan muß von der Landwirtschaftskammer geschaffen und die Ausführung bis hinunter in die kleinen örtlichen Organisationen beobachtet werden. — Die Fachvereine sollen sich je nach ihrer Größe an die Landwirtschaftskammer, den Provinzial- oder Lokalverband in der Weise angliedern, daß sie in den Körperschaften Vertreter besitzen, daß sie die Forderungen eines von der Kammer angenommenen Wrbeits- und Or- -ganisationsplanes erfüllen und daß chnen die etwa notwendigen Mittel unter Kontrolle zur Verwendung überwiesen werden. — Satzungen und Abänderungen der Landwirtschaftskammer bedürfen staatlicher Genehmigung. Tie Vorschläge des Entwurfes der Mgg. Haas und Genossen wegen eines verzinslichen und rückzahlbaren Betriebsvor- schussses können vorbehaltlich der Festsetzung der Höhe oeSseiben, gebilligt werden, ebenso die Vorschläge über die Staatsaufsicht. — Der Tag des Inkrafttretens des Gesetzes wird durch landesherrliche Verordnung bestimmt. l— Ter Landwirtschaftsrat und die landwirtschaftlichen Provinzial- und Bezirksvereine, auch die Kreisämter sind aufgefordert, sich zu den vorstehend au^ugsweise auf- gestellten Grundsätzen zu äußern, unter denen die Regierung glaubt, einen entsprechenden Gesetzentwurf einbringen zu können. Diesen Ausführungen soll an dieser Stelle nicht vorgegriffen werden. In den nächsten Wochen werden diese wohl bekannt sein und es wird sich dann Gelegenheit bieten, das Für unb Wider hier weiter zu erörtern.
Bad Nauheim, 2. Dez. Der (Etat der Saline und Badeanstalt Bad Nauheim steht in Ein
nahme vor:
Badegelder . 510 000 Mk.
Kurtaxe 170 000 „
Pacht von Grundstücken und WohrnmgSrntete . 27 217 „
Für Salz und Mutterlauge 87 000 „
Mineralwasser-Vertrieb ..... 20 000 „
Sonstige Einnahmen .... . 3 783 „
Zusammen 818 000 Mk.
An Ausgaben sind veranschlagt:
Derwaltungßkosten 166 120 Mk.
Betriebskosten 196100 „
Mineralwasser-Vertrieb 15 000 „
Kosten deS Parkes, der Anlagen, Straßen, Wege und Brücken 70 000 „
Inventar «darunter für innere Einrichtung der Jn- stallationSwerkstätte 6000 Mk.) . . . 44000 „
Gebäude......... 74 700 „
Quellen, Röhrenleitungen und Kanäle . . . 42 700 „
Reserve- und Dispositionsfonds .... 46000 „
Ablieferung an den Kuftonds Bad Nauheim. 73 380 „
Zusammen 718 000 Mk.
Zur Bestreitung allgemeiner StaatSauSgaben kann hiernach voraussichtlich ein Betrag von 100 000 Mk. (818 000 Mk. Einnahme minus 718 000 Mk. Ausgabe) verwendet werden. Im VcrmögcnSbudgct sind u. a. 20000 Mk. für Errichtung einer JnslallationSwerkstätte vorgesehen, für deren innere Einrichtung nach oben im Verwaltungsbudget 6000 Mk. gefordert werden; weiter find daselbst 15 000 Mk. für Erwerbung der Kolonnade im Park eingestellt. Zu letzterer Forderung ist erläutert: Die Tauer der Konzession für die im Jahre 1883 auS Prioatmitteln errichtete Kolonnade mit
Verkaufsläden im Dark zu Bad Nauheim beträgt 35 Jahre und endigt mit dem Jahre 1918. Mit Ablauf der Konzession geht die gesamte Kolonnade kostenlos in das unbeschränk (Eigentum deS Staates über. Der Domanial-Verwaltung steht jedoch das Recht zu, daS bezügliche Bauwesen 15 Jahre vor Ablauf der Konzessionszeit gegen Zahlung von 15 000 Mk. zu erwerben, unb wird beabsichtigt, von diesem Rechte ®e- brauch zu machen. Die Erwerbung liegt im finanziellen Interesse des Staates, da der Unternehmer vertragsmäßig nur ein Pachtgeld von 200 Mk. jährlich zu entrichten hat, während die jährlichen Mieterträge aus den Verkaufsläden 6000 bis 7000 Mk. betragen. Diese Ausgaben des Vermögensbudgets sollen aus dem Kurfonbs Bad Nauheim gebest werden.
Vermischtes.
• Ein Nassauer. Mit einem Briefe der Heidelberger „Rhenania^ versehen, in welchem es heißt, der Vorzeiqer des Briefes sei der EorpSbursche Gustav v. Rücken, der gegen eine Wette von 70 000 Mk. sich um die Welt nassauern wolle, stellte sich vor einigen Tagen ein junger Mann im Büreau der ,N.-P. StaatSztg.^ m New-Pock vor und ersuchte die Redaktion, das welterschüttecude Ereignis seines Stromerns der Mitwelt zu verkünden. Es stellte sich jedoch heraus, daß das Corpszeichen in dem Schreiben nicht mit dem der .Rhenania" übereinstimmte, und da überdies der Name Rbenania falsch geschrieben war, wurde der Jüngling, der in Newark bereits ewige von denen, die nicht alle werden, gefunden hatte, weniger höflich als entschieden ersucht, sich so schnell wie möglich an die freie Luft zu begeben. Er machte sich bann wieder nach Newark auf den Weg, scheint aber dort an den Unrechten gekommen zu fein, denn er wurde von der Straße weg wegen Bettelei verhaftet. Im Polizeigericht zeigte er wieder das angeblich von der Heidelberger ,Rhenania' ausgestellte Dokument vor unb fand im Kadi auch einen Gläubigen, der den Fechtbruder freiließ. Die ,91.-9). StaatSztg.* warnt trotzdem das Publikum vor dem „listigen Heidelberger", der wahrscheinlich den Bettel weiterzutreiben versuchen werde.
* Ein guter Tropfen. In einem vor der Strafkammer deS Landgerichts in Mainz jüngst verhandelten WeinoerfölschungSprozeß machte der als Zeuge vernommene Bürgermeister des Heimatortes des angeklagten Weinfälschers folgende naive Aussage auf die Frage des Gerichtsoorsitzenden: «Nun, Herr Bürgermeister, wie wird in der Regel der Wein bei Ihnen hergestellt?* antwortete der Bürgermeister prompt: ,Ei na, seither hawe mir'n immer halb und halb gemacht — daS heißt, halb Zuckerwasser und halb Wein — aber das war schon ein guter Tropfen.* An dem Gerichtstisch, wie auch bei dem Auditorium fand diese Antwort des ländlichen GemeindeoberhaupteS natürlich große Heiterkeit, zumal ein vorher vernommener chemischer Sachverständiger erklärt hatte, daß der in Betracht kommende Wein auß Trester und sehr verwässertem Wein hergestellt sei.
* Heber den Vogclmord in Südtyrol berichtet man der ,N. Fr. Fr.*: Wer in Rovereto — wir greifen hier nur diese größere Ortschaft Wälschtirolß heraus — seit einigen Wochen die Straßen durchwandelt, ist sicher über die unverfrorene Art und Weise empört, in der in Südtirol der Vogelmord betrieben wird. Außerhalb des Ortes werden Singvögel mit Netzen gefangen und getötet und dann in Ketten an Weiden vor den Spezereiläden zum Verkaufe angeboten und zwar daß Dutzend zu einer Krone biß zu einer Krone 20 Heller.
• Enthüllungen auß bem Jrrenhause. Einen peinlichen Eindruck haben in Oberitalien die Enthüllungen der Untersuchungskommission über grobe Mißstände tm Venezianischen Jrrenhause von San Seroilio gemacht. Anstatt der Zwangsjacke wurden zur Fesselung der Irrsinnigen große Eisenringe mit Vorlegeschlössern, die miteinander durch Ketten verbunden waren, angewandt. Bei vielen dieser Eisenringe fehlte die innere Lederbekleidung, so daß sie blutige Abschürfungen am Körper hervorriefen. Die Fesseln erlaubten den Kranken sich nur ganz wenige kurze Schritte zu bewegen ; in einem Fall traf die Untersuchungskommission einen Irrsinnigen, dessen Hände auf der Brust durch einen schweren Eisenmuff, der noch einen Teil des Unterarms bedeckte, gefesselt waren. Endlich wurden zwei Irre gesehen, die vollständig nackt, mit Eisenketten beschwert, an daS Bett gebunden waren. Und diese barbarischen Maßregeln wurden keineswegs nur vorübergehend angewandt, sondern ständig und Jahre hindurch, sso baß sich bei Vielen an den Stellen, wo die Eisenringe saßen, Hornhautbildungen zeigten. Nach dem „Corriere della Sera“, erklärte der Professor Lslwaodo, Direktor der psychiatrischen Klinik der Universität Padua seinem Gewährsmann, daß der Provinzialarzt Loriga von diesen Zuständen seit 1898 gewußt habe, daß aber nichts davon in die Oeffentlichkeit gedrungen sei. Nunmehr werden sich die Behörden mit dem Fall beschäftigen.
* Dec Bettmensch. Ein Original ist der Baron Hugo Ortliet in Rußland, ein Millionär, der, wie ein Lon- boner Blatt zu berichten weiß, seine Zeit in seinen prächtigen Palästen in St. Petersburg und Moskau und auf feinem herrlichen Landgut bei Kasan zubringt, aber — immer im Bett. Seit zehn Jahren ist er nicht aufgestanden unb hat sich nicht angekleidet. Körperlich fehlt ihm nichts und sein Körperzustand liefert ein Beispiel dafür, daß eß Menschen giebt, die auch ohne körperliche Bewegung gesund bleiben. Nachdem der Baron alle denkbaren Formen des Vergnügens erschöpft hatte, legte er sich aus bloßer Langeweile inS Bett und er ist seit dem Jahre 1892 nicht wieder daraus aufge- ftanben. Sogar bei seinen Reisen verläßt er daS Bett nicht. Dieses wird bann von seinen Zimmern auf einen besonders gebauten Wagen getragen und von dort in seinen Privat» Salonwagen. Er fährt immer im Sonberzug. In allen anderen Beziehungen ist er ganz vernünftig; er leitet sein großes Besitztum mit der größten Klugheit und mit Scharf» sinn und ist glänzend und witzig in der Unterhaltung. Die einzige Besonderheit seines Charakters ist fein Widerwillen gegen die Anstrengung deS AufstehenS. „Warum soll ich mir die Mühe geben?" fragte er. „Wozu muß ich aufstehen? Es qiebt sicherlich nichts, was ich nicht ebensogut im Bett machen könnte." — AuS dem Berichte deS ßonboner Blattes ist heraußzufühlen, daß die Engländer diesen Russen um feine
Absonderlichkeit geradezu beneiden. Hätte nicht auch n, Engländer auf den Gedanken verfallen können, zehn Jobrr lang im Bett liegen zu bleiben? Der Bettmensch ist jeden, falls daS Neueste.
Kunst und Wisscnschust.
Am Herzogl. Hvftheater in Coburg soll bem» nächst die Erstaufführung eines phantastischen Zauber- Märchens „Die brei Rosen" von Margarethe Benda. Musik von Johannes Toebber. ftattfinben. Johannes Doebber hu bereits verschiedene Opern (Tie Grille, Die Rose vva Genzano, Ter Schmied von Gretna-Green) komponiert.
„König Saul", eine fünfaktige Tragödie von Eberhard Koenig (Berlins wurde wm königl. Schauspielhaufe zu Tresden zur Uraufführung angenommen.
Eine Auszeichnung Professor Stpcks Vie aus München berichtet wird, ist Professor Stuck zum Mitglied des Maximilian-Ordens für Wissenschaft und Kunst ernannt worden.
Ter Tom zu Meißen, dessen Geschickte bis auf die Zeit Kaiser Heinrichs L zurückreicht, hat dreimal seine die Westseite krönenden Türme verloren; sie wurden 1222 t*om Brande zerstört, 1399 bis 1410 von neuem errichtet, aber schon im August 1413 mit ihren sieben Glocken von einem furchtbaren Unwetter „herniedergeworfen" und erst 1481 wagte man einen neuen Turmbau. Damals errichtete der ruhmreiche Baumeister Arnold von Westfalen, dessen Meisterwerk die Albrechtsburg zu Meißen ist, auf dem mächtigen, schönen Unterbau .der Türme drei „hohe Spitzen" auß Holz, ähnlich wie auf St. Scveri zu Erfurt. Ein Gottes, gerickt war es nach bem Glauben beS protestantischm Sacksenvolkes, bas im Jahre 1547 bi es.' Türme üernicfitete. Herzog Moritz hatte sick mit Kaiser Karl V. zur lleber- toinbung der protestantischen bürsten verbunden, was ihm das Kurfürstentum Sacksen einbrachte, und merkwürdigerweise gerade an dem Tage nach der Entscheidungsschlecbt bei Mühlberg, an welchem Moritzens Sieg über die Protestanten durch ein feierliches Hochamt verherrlicht ward, „kam nachmittags um 5 Uhr ein Detter über Meißen, tfiat einen einzigen Schlag, schlug in die drei hohen Spitzen der Domkirche, zerschmeißet und zerschmelzet alle Glocken samt der großen Orgel von der Wand herab, daß niemand gewußt, wo alles hingestoben". Seitdem steht der herrliche Unterbau Arnolds von Westfalen, da? Kirchcntzach überragend, turmlos da, durch ein flaches Dach mit Zinnenkranz abgeschlossen. Nachdem 1826 ein Tom bau verein v.rr Erneuerung des Toms gegründet worden war. bildeten sich drei Parteien, die in ihren Ansichten über die Diederuii- rieb hing der Türme weit auseinanderg"hen: der Verstand entschied sich für den Plan des Oberbaurats Schöler m Karlsruhe, der, wohl durch daS Vorbild des Magdeburger Domes bestimmt, zwei Türme errichten will. Andere geben den Entwürfen des Professors Linnemann in Franksiirt den Vorzug, der gleich Arnold von Destsalon auf Unterbau drei sehr schlanke Türme bauen will, sodaß die alle? überragende mittlere Spike einen einheitlichen Abschluß für die gesamte Gebäudemasse des DvmbergeS giebt Beide Pläne haben aber an Professor Dr. Gurlitt, an dem königlich sächsischen Alterhnnsverein, den Künig Georg bi? y seiner Thronbesteigung leitete, und an dem Dresdener Archi- tektenverein entschiedene Gegner gefunden, die ihren Widerstand gegen die Baupläne damtt begründen, daß „brr Meißener Dom durch das Aufbauen neuer hoher Türm auf die Westfront an künstlerischem Wert nicht gewinnt, an geschichtlicher Bedeutung jedoch verlieren" würde. biS jetzt scheint es, iraß die Gegner der Türme daS Feld behaupten werden.
Neues von MarconiS drahtloser Telegraphie. Aus Newyork wird gemeldet: Tie „World" veröffentlicht eine Unterredung mit Marconi, worin er erklärt, er glaube nicht, daß sein System der drahtlosen Telegraphie der Uebersee- und Landtelearaphie ernsten Wettbewerb schaffen werde; es werde für die letztere vielmehr eine Ergänzung und ein Hilfswittel bilden. Seine Verbindung mit England sei infolge der Notwendigkeit der Beschauung weiterer Apparate und der Erhöhung der Telegraphentürme verzögert worden. In einigen Tagen würden die Apparate zur Stelle sein und die Installation vervollständigt werden. Tann würben alle seine Vorbereitungen beendigt sein.
Eingesandt.
dr Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik Rebenbett Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Zur Handelskammerwahl «teste«.Ladd.
Wenn es einem größeren Teil der ,ur Handelskammerwam berufenen Interessenten des Landkreises Gießen möglich we^r-en fofi, ück an der Wahl n» beteiligen, so wird eS notwendig 'em, den Wahlakt nicht auf einen Montag ,u legen. An bttu-m tnq befinden sich zahlreiche ländliche Wähler auf au8märfinenTlarTten. unb sind somit, ebenso wie bei der letzten Wahl, nicht m ber. aa , der Abstimmung beiwohnen zu können. E« bedarf wohl nur die es Hinweises an die Großherzogliche Handelskammer, um eine -er» legrrng deS Wahltage« berbeizuführen. *
Kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinde.
TonnerSNig gen 4. Dezember Abend« 8 Uhr im oberen fw» sirmandensaal, Kirchstraße 9, Bibelstnnde. Malm 56.
Vfarrer Schlosser.
keinem bi« jetzt auf den Markt gebrachten zu vergleichen. Erhältlich in den Apoth/ken, Drogerien, Kolonialwaren, n. Delikatesten- Geschäften. Probeflafche Mk. 1.—, gwße Flasche M. 8.50.
Dr. W. Lnechl & Ca., Frankfurt a. M.
Sertertreter am Platze ist
Eh Lodwig rhowa», Dakmhof- srraße 37. Telephon 875.
9er Güter höchstes ist eine gute Verdauung.
Entbehren Eie dieselbe, ist Ihr Mage« krank, der ää Darm trüg, müssen Eie tu der Wahl ES der Speisen vor sichtig fein — dann
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Für die polir. Redatt. verantwortlich. I. v-. F. Hannemaim»


