Ausgabe 
3.2.1902 Zweites Blatt
 
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4' 2 96 Oesterr. tiilberrente 101.40

Tendenz: test.

4-6 Ungar. Goldrente 40/ Italien Rente .

4* .56 Portugiesen .

°/ Portugiesen . .

196 C. Türken . .

. 27.10

. 89.50

. 124.90

37»% SO/, 8V,% 8%

Reicheanleihe do.

Konsole do . .

3 8°/> Hessen . .

356 Hessen . . .

456 Oesterr. Goldrente

. 101.30

. 101.10

. 41.70

. 27.25

. 114.20

. 101.75 I 8u/o Mexikaner

. 91.45 4% /, Chinesen

. 101.65 | Electric, bet ackert

. 91.50 Nordd. Lloyd . .

Crajova (Rumänien), 2. Febr. Der nach Unter­schlagung von 100 000 Franks flüchtige Leiter der fertigen Filiale der Berliner Elektrizitäts-Ge- feilschasl, Friedrich Friedländer, wurde hier ver­haftet.

* Eine dankbare Herrin. Eine äußerst komische Rangerhöhung rindet sich in dem in Freinxrldau er­scheinendenMährisch-Schle,ischen Bolkssreund" verzeichnet- Dieses Blatt ist Eigentum der Frau Betty 2ii>e, die dort nachstehende, mit ihrem vollen Namen gezeichnete Notiz veröffentlicht:Ehrung. Ich erlaube mir zur öffentlichen

Spielplan der vereinigten Frankfurter Stadttheater.

LperuhauS.

Dienstag den 4. Februar, abenbs 7 Uhr:Figaros Hochzeit". Schauspielhaus.

Dienstag den 4. Februar, abends 7 Uhr:Mamsell Tourbillon"?

. 215.30

. 190.00

. 133.50

. 138.90 . 150.70

. 145 40

. 20.25

. 169.00

. 200.00

188.00 . 166.50

Kreditaktien . . Diskonto-Kommandit Darmstädt'-r Bank Dresd ner Bank . Ber iner Handelsges. Oesterr. ßtaaUbahn Lombarden . . Gotthar bahn . . Laurahütte . , , « Bochum .....

Harpener . . .

Beginn der Sitzung melden, daß er leider durch Besuch am Erscheinen verhindert sei. Das Komitee, das große An­strengungen zu einem würdigen Empfange gemacht, wie auch die zahlreich erschienenen Narrhallesinnen wie Narrhallesen waren dahrr sehr enttäuscht. Die Sitzung verlies glänzend, doch wollte die gedrückte.Stimmung lange nicht weichen. Ein gefährlicher Logisschwindler treibt hier sein Wesen. Er hat in verschiedenen Wohnungen ein Zimmer gemietet, ist aber bald daranf unter Mitnahme von Kleidern, Schirmen und sonstigen Wertgegenständen verschwunden; die vermißten Sachen hat er meist im Pfandhause versetzt. Ta die neuer­dings in Michelstadt i. O. ausgebrochenen Brände auf Brandstiftung zurückzuführen sind, die Thäter aber noch nicht ermittelt werden konnten, so ist seitens der Staats­behörde eine Belohnung von 30 0 Mk. für die Ermittelung der Thäter ausgesetzt worden. .

4- Launsbach, 2. Febr. Die hiesige zweite Lehrerstelle ist mit dem ersten Februar durch Lehrer Leltermann aus Nendenroth im Dillkreis besetzt worden. Zu der vakanten Stelle waren aus dem diesseitigen Bezirk gar keine Meld­ungen eingelaufen, ein Beweis, daß sich tm Regierungsbezirk Toblenz nach wie vor der Lehrermangel fühlbar macht. Aus diesem Anlaß sah sich die Königl. Regierung veranlaßt, die gut dotiette Stelle einem Nassauischen Lehrer kommissarisch zu übertragen. Obwohl Launsbach nicht zu den wohlhabenden Gemeinden zählt, war sie doch eine der ersten Gemeinden, die bei ber Neuregelung der Lehrergehälter das Grundgehalt für beide Schulstellen auf 1200 Mk. neben freier Wohnung festsetzte.

r. Kinzenbach, 2. Febr. Die sog. Hausschlachtungen fallen hier meist m den Januar. Allgemein fiel es auf, daß bei ber biesjährigen Mästung kein so hohes Gewicht erzielt würbe, wie m früheren Jahren. Obgleich bei uns keine Schweine gezüchtet werben, so werben boch so viel fette Schweine abgesetzt, wie wohl in keinem Dorfe der ganzen Umgebung. Alljährlich zwischen Ostern und Pfingsten werden die jungen Schweine auf dem Markte zu Gießen gekauft, und im Winter wird ber Ueberbebarf als fette Ware abgesetzt. Die fetten Schweine sinb ein begehrenswerter Artikel. Von Wetzlarer Metzgern würben 66 Pfg. für bas Pfund Schlacht­gewicht geboten. Die hiesigen Landwirte verkaufen aber mit Vorliebe ihre fetten Schweine an die Gießener Metzger.

fc. Wiesbaden, 2. Febr. Hier wurde ein gewisserDr." Münbing verhaftet, ber ein Jnseratenacqulsitionsgeschäft betrieb unb mehreren von ihm angestellten Leuten zusammen ca. 5000 Mk. unterschlagen hat.2)r/ Münbing ist identisch mit dem früheren Vikar unb Lehrer, späteren Versicherungsinspektor Max Johannes Münbing, ber bereits in Hanover unb Berlin im Ganzen 5 Jahre wegen ähnlicher Betrügereien hinter Schloß unb Riegel zugebracht hat.

Kassel, 31. Januar. Der wegen Amtsvergehen verhaftete Oberpo sts ekretär Kümmel ist gestern Nachmittag wieder auf freien Fuß gesetzt worben.

* Kleine Mitteilungen au8 Hessen und den Nachbarstaaten. Die Stabtkirche in Friedberg ist um ein Kunstwerk, ein Glasgemälbe, bereichert worben, bas nach dem Enttvurfe des Prof. A. Linnemann in Frankfurt a. M. in dessen Atelier zur Ausführung und Vollendung gebracht wurde. Der obere Teil des Fensters nimmt das Hauptbild,Paulus in Athen", auf, während das untere Bild die Speisung der 5000 Mann darstellt. Die Maßwerke in dem neuen Fenster nehmen symbolische Darstellungen von Wein und Brot auf. Durch die Anlehnung des Künstlers in der Ausführung des oberen Teppichfeldes an vorhandene alte Scheibenrestc der Kirche steigert sich der Wert des Fensters in hohem Maße. Die Stiftung rührt von dem Hotelbesitzer Friedrich Theobald her.

Neueste Meldungen.

Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers.

Berlin, 3. Febr. Kaiser Wilhelm hat, wie nach- tt'äglich bckaunt wird, durch ein sehr gnädiges Hand- schreiben an feinem Geburtstage dem Generalfeldmarschall Grafen Waldersee eines der in China erbeuteten Broucegeschutze überweisen lasten in dankbarer Erinnerung an die von dem greisen Feldmarschall in China geleisteten Dienste. Tas Geschütz, das sehr reich verziert ist und ein Ge­wicht von 1750 Kilo hat, ist schon sehr alten Tatums. Es stammt wahrscheinlich aus dem 17. Jahrhundert und gehörte zu den Geschützen, aus denen s.Z. auch auf die Gesandtschaften ge- schosten worden ist.

Kenntnis zu bringen, daß rch mein Dienstmädchen Bertha Saniert am Heiligen Abend des Jahres 1901 wegen ihrer Treue in meinem .<?aufe, wegen ihrer op]ermutigen Pflege während meiner schweren Erkrankung und wegen ihrer Verdienste gegenüber meinem Hausstande zur^ stütze der Hausfrau erhoben habe und sich dieselbe heuteFräu­lein Bertha Bamert, Stütze der Hausfrau im Hause der Frau Betty Titze" zeichnet-" Daß nur Fräulein Barnert nicbt all u stol- wird I __

. 114.20

. 44.10

Paris, 3. Febr Dr. Kuypers erklärte dem Sanio® zufolge, bis jetzt keine Antwort der englischen Re. gierung erhallen zu haben. Andeierseits ist Dr. Kuyper der Ansicht, daß eine Indiskretion der englischen Re­gierung ausgeschlosten (?) sei, da dies eine Unhöflichkeit' ! Allerdings!) wäre. Infolgedessen seien alle Blätttermeldungen. die über tue holländische Note veröffentlicht worden sind, aus der Luft gegriffen.

Bleibcrg (Kärnthen), 3. Febr. Am Fuß des Tobrats- ind gestern zwei l'aromen niedergezangeu, welche mehrere Häuser zerstörten. Eine größere Anzahl von Menschen wurde unter den Lawinen begraben. Zwei Lawinen bedrohen Bleiberg noch.

Köln, 3. Februar. Wie die .Köln. Ztg." meldet, ist ber Schlachtenmaler Emil Huenten am SamStag in2)üffcU borf gestorben.

Hannover, 3. Febr. Der Prozeß gegen den Domänen­pächter Fal kenhagen wegen Tödtung des LanbratS von Beningsen im Zweikampf kommt im Laufe beS MonatS vor bcni Schwurgericht zur Verhanblung. Der Verteidiger

hat bie Haftentlassung Falkenhagens beantragt.

Wilhelmshaven, 3. Januar. Das LinienschiffKaiser Karl ber Große" würbe heute in Dienst gestellt.

Thorn 3. Febr. Die erneute Verhanblung im Krosigk- Prozeß vor dem Oberkriegsgericht wirb erst Anfangs Marz stattfinben, ba noch zahlreiche Zeugen-Vemehmungen erfolgen ollen. Mit benselben wirb noch biefe Woche begonnen. Marten soll 8 Tage vor ber neuen Verhanblung von Danzig nach Thorn übergeführt werben.

Lyck (Ostpr.), 3. Febr. Infolge Genusses von in Ruh« land eingefaßten Schweinefleisches sind in ber Ortschaft Gollubien im streife Olepko eine ganze Anzahl Personen an Trichinose erkrankt. Eine Person ist deveits geq t o r b e n.

Kattowitz, 3. Febr. Wie dieKatt. Ztg." meldest, ist dieser Tage auf sämtlichen russischen 3 oll* ämt ern ein vom Finanzminister geaengezetch neber Ukas eingetroffen, nach welchem auf allerhöchsten Befehl den russischen Zollbeamten zur dringenden Pflicht gemacht toirb> all c aus Deutschland eingehenden Sachen einer besonders gründlichen Prüfung zu unterwerfen.

Kaschau, 3. Februar. Eine aus ca. 30 Mann bestehende Arbeitergruppe, die sich auf ber Station Forro Enes ungc» bührlich benahm, griff bie sie zur Ruhe aufforbemben brei Genbcrrmen mit Aexten an, wobei bie letzteren von den Waffen Gebrauch machten. Vier Arbeiter wurden ge­tötet, bie anberen flüchteten.

London, 3. Februar. DieTimes" melden aus Hong- kong vom 1. Februar: Trotz zweier gebieterischer Befehle aus Peking weigert sich ber Stabtkämmerer von Kanton, sich in Verhandlungen behufs Uebergabe ber einheimischen Zölle an bie kaiserliche Seebehörbe einzulassen.

London, 3. Febr. Die Arbeiterinnen der Graf­schaften Yorkshire unb Cheshire haben eine Petitions-Beweg­ung ins Werk gesetzt. Sie forbern bie Teilnahme an den parlamentarischen Wahlen. Der Sturm bauert fort. Die Verbinbungen mit dem Festlande sinb noch immer unterbrochen.

London, 3. Febr. Aus Middelburg wirb gemelbeh Der Norden ber Kapkolonie ist von Buren völlig gesäubert. Die Zustände in den Distrikten zwischen Tabanchu, Labybrand unb Maseru sinb wieder normal.

Paris, 3. Febr. Trotz aller Dementis bleiben einige Blätter dabei, zu erklären, Deutschland habe ebenso tote Frankreich dem englischen Kabinett dringend ge- raten, die Vorschläge Kuypers wohlwollend zu prüfen. (Daß Deutschland steh an der Aktion in keiner Weise beteiligt hat, schon aus dem einfachen Grunde, weil man das nicht vereiteln wollte, was durch Hervortreten einer Großmacht zweifellos geschehen wäre, ist zweifellose.)

Paris, 3. Febr.Echo de Pans" meldet aus Peters­burg: Der Termin ber Reise des Präsibenten Loubet fft nunmehr enbgiltig festgesetzt. Das ben Präsidenten beglei­tende Geschwader wirb in Kronstabt am 15. Juni eintreffen, Loubet wirb von einem ober zwei Ministern begleitet fein.

Wien, 3. Febr. Gestern explobierte auf der Station Deutsch-LanbsbergGraz ber Kessel eines Güterzuges. Der Maschinenführer, ber Heizer unb 2 Bahnbeamte wurden getötet.

New-Aork, 3. Jan. Die hiesigen Blätter bettachten den Ausbruch einer Revolution auf Cuba als bevorstehend, falls bie Vereinigten Staaten sich weigern, bie Forberungen ber (Kubaner zu genehmigen. Die letzten Telegramme ber 1 amerikanischen Beamten sinb in äußerst pessimistischem Ton ' gehalten. Die Blätter fordern ben Senat auf, bie Initiative' ' zu ergreifen, um bie Forberungen bei der Regierung durch- zusetzen.

Newyork, 3. Febr. Der für den Prinzen Hein- r i ch von der Regierung bestimmte Zug wird von ber Penm sylvania-Bahn gestellt. Er wird der größte und luxuriöseste Fliegerzug" sein, den Amerika je gesehen hat. Die Reise des Prinzen wird 0 Tage dauern und sich über 5000 Meilen durch 13 reich bevölkerte Staaten unb 14 der größten Städite erstrecken.

Türkenlose ...... 4% Üriech. alonopo.l-Anl, 41/: "6 äussere Ar genauer

Telephonischer Kursbericht.

Frankfurt a. M., 3. Februar.

Vermischtes.

Bochum, 2. Febr. Im benachbarten Bladenporst stürzten vier Schlosser vom Gerüst- Es sind alle verletzt, einer von ihnen sehr schwer.

* Gleiwitz, 1. Febr. Tie Frau des Holzhauers Hein bi Latscha bei Kiekerstädtel schloß ihre drei Kinder im Sliter von V2, o und 0 Jahren in ihrer Wohnung ein, während sie sich eine Zeit lang entfernte. Eins der Kinder kam dem geheizten Ofen zu nahe und die Kleider fingen Feuer. Das Kind warf sich auf das Bett, das verbrannte. Als die Frau zurückkehrte, fand sie die Wohnung voller Rauch Tie beiden jüngsten Kinder waren er st i ckt, während das älteste, das noch Lebenszeichen von sich gab, ins Leben zurückgerusen werden konnte.

* München, 2. Febr. Im Palais des Herzogs Karl Theodor in der Ludwigsstraße brach heute nachmittag ein sogenannter Feh lb 0 d enb r an d im zweiten Stock aus- Die Feuerwehr beseitigte mit der Dienerschaft nach einer halben Stunde jede Gefahr.

* Brüssel, 2. Febr. Die Leiche des verunglückte Hauptmanns S i g s f e l b (Dgl. unser heutiges Morgenblatt wurde in Zwyndrecht bei Antwerpen in einer Blutlache aufgefunben. Infolge ber entsetzlichen Verstümmelungen war sie fast unkenntlich. Dr. Linke befinbet sich zur Zeit im Hotel be Cologne in Antwerpen. Er ist am Arm verletzt. Die Verletzungen sind anscheinenb nicht sehr schwer. Da er sich aber in einem Znstanbe vollstänbiger Niebergeschlagenheit befinbet, gab er auf Anraten bes Konsuls feine sofortige Ab­reise nach Berlin auf.

* Belgrad, 1. Febr. Bei dem heutigen Brande des Mililardepots in Kragujewatz sollen eine halbe Million Gewehrpatronen explodiert sein. Verluste an Menschen­leben sind nicht zu beklagen.

*Ragusa,2. Febr. Die Meldungen der ausländischen Presse von einem angeblichen Duell zwischen dem Erb­prinzen Danilo und dem Prinzen Mirko ent­sprechen nicht den Thatsachem Die Prinzen haben zwar ihre Waffen gegeneinander erhoben, aber nicht in einem Duell. Zu einer Verwundung des Erbprinzen it es nicht gekommen.

168 B. Griechischer.

München, 1. Febr. Ter Aufsichtsrat derBayerr- s ch e n H y p 0 t h e k e n - n n d W e a) s e l b a n k" hat in seiner heutigen Sitzung, beschlossen, der Generalversammlung die Verteilung! jeiner Dividende von 12,95 Prozent, wie im Vorjahre, vorzuschlagen. Ferner soll der Genercttverjamm- lung die Erhöhung des Aktienkapitals um 5 Millionen Mark, vorbehaltlich der Festsetzung des Emissionskurses, vorgeschlagen werden-

Buderussche Eisenwerke. Tem Vernehmen nach ist für das abgelaufene Jahr eine Dividende von 67 Pro­zent (gegen 9 Prozent un Vorjahr) zu erwarten- Die Ab- chreibungen sollen bedeutend höher sein.

Aus Argentinien wird gemeldet, daß das seit 35 Jahren in Buenos-Ayres bestehende Engroshaus der Lebensmittelbranche Mautalen nos & Eia., infolge der erneuten Depression um Bewilligung eines Moratoriums einkommen mußte. Im übrigen glaubt man weder in eingeweihten Kreisen Südamerikas noch Europas, daß der Konflitt zivischen Argentinien und Chile endgiltig beigelegt sei- Sowohl Chile tote Argentinien rüsten weiter. Es scheint cheint beinahe, daß beide Staaten den Krieg suchen, um ich aus ihrer unerträglichen finanziellen Sage zu befreien.

41/2 prozentige Obligationen der Ro m- bacher Hüttenwerke. Von diesen mit 103 Prozent rükzahlbaren Obligationen gelangen am 5. Februar in Berlin und Frankfurt a. M. 4y2 Millionen zur Subskription und zwar zum Kurse von 100.40 Prozent. Der Tageskurs stellt sich auf 101.

Bielefelder Mas chin enf abrik vorm. Dürr- kopp. In der ordentlichen Generalversammlung, in der Bilanz und Dividende genehmigt wurde, teilte Herr General­konsul Baer-Frankfurt a. M. mit, daß durch den Verkauf der Fabrik in Oldesloe keine Verluste, sondern nur Gewinne entstehen. Auch bei der Grazer Fabrik sei das Uebergangs- stadium überwunden und da große Bestellungen in Fahr­rädern vorliegen, so seien die Aussichten dieses Unter­nehmens als günstig zu bezeichnen. Auch das deutsche Geschäft habe sich gebessert, so daß das neue Geschäftsjahr alle Chancen habe besser zu werden als das vergangene.

Deutsche Effekten- und Wechsel-Bank Frankfurta.M. Die Aktien dieser Bank sollen demnächst an der Züricher Börse zur Einführung gelangen. Die schweizerischen Börsen suchen nach Er,atz für ihre nunmehr ausfallenden Eisenbahnaktien.

Neue Italiener Rente. Der Senatsminister er­bittet von der Deputiertenkammer die Ausgabe einer neuen 3V2prozentigen vollkommen zinsfreien Iw- und Auslands­rente. Ueber die Höhe derselben verlautet noch nichts.

Märkte.

fc. Frankfurt a. M., 3. Febr. (Orig.-Telegr. besGießen. Anz.") Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreise. Weizen DU. 17.0000.00, Kurhessischer Mk. 17.0000.00, La Plata DU. 17.7518.00, Kansas All. 00.0000.00, Roggen (hiesiger) Alk. 14.2500.00, Gerste (Wetterauer) DU. 15.7516.50, Kleie Mk. 00.0000.00, Hafer Mk. 16.0016.25, Mais Mk. 00.00 bis DU. 00.00, Weizenmehl 0 Mk. 25.5026.00, 2. Qualität Mk. 23.50 bis Mk. 24.00, 3. Qualität Mk. 21.5022.00, Roggenmehl 0 Mk. 22.5023.00, 1. Qualität DU. 21.2521.50, Weizenkiele Mk. 8.50 bis Mk. 8.75, Roggenlleie ML 9.50O.dO, Maiskeime DU. 9.50 bis DU. 10.00, Frankenpfälzer Rieb DU. 00.0000.00. Alles per 100 Kg. ab hier.

fc. Frankfurt a. M., 3.'Februar. (Telegr. Orig.-Bericht des Gieß. Anz."). Amtliche Notierungen ber heutigen Viehmarkt­preise. Zum Verkaufe standen 395 Ochsen, darunter 141 ans Oesterreich, 33 Bullen, darunter 1 aus Oesterreich, 786 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 327 Kälber, 217 Schafe unb Hümmel, 1227 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegen-, 1 Schaflämmer. Bezahlt würbe für 100 Pfund Schlachtgewicht Ochsen 1. Qualität 6668 Mk., 2. Qual. 5963 DU., 3. Qual. 5456 DU.; Bullen 1. Qual. 54 bis 56 ML, 2. Qual. 5152 DU.; Kühe 1. Qual. 5860 ML, 2. Qual. 5557 ML, 3. QuaL 4345 DU, 4. Qual. 3234 DU., 5. Qual. 3031 Mk. Kalber: 1. Qualität7860Pfg.,Lebendgewicht 4648 Pf., 2. Qual. 6871 Pfg., Leberrdgewicht3941 Pfg., 3. QuaL Schlacht­gewicht 5860 Pfg., Schafe: 1. QuaL Schlachtgewicht 5860 Pfg., 2. Qual. 5256 Psg., 3. Qual. 4650 Pfg.; Schweine 1. Qual. 67 Pfg., Lebendgewicht 5300 Pfg., 2. Qual. 66 Pfg., Lebendgewicht 52 Pfg., 3. Qual. 58 bis 60 Pfg., Lebendgewicht 0000 Pfg. Geschäft bei Hornvieh gedrückt, Ueoerstand unbedeutend, bei Kleinvieh gut Markt: geräumt.

. 99.90

: 102'95

Mvcrjitüts-Nachrichten.

_Prof. Konrad Hellwig m Erlangen, ber an bie Uni­versität Berlin berufen worderr ist, übernimmt hier den ordent­lichen Lehrstichl für römisches unb bürgerliches Recht, der durch Per-nices Tode erledigt ist. 1856 in Zierenberg geboren, trat Hellwig 1881 zuerst wissenschaftlich hervor. 1883 wurde Hellwig bet der Universität Leipzig Prwatdozent. 1885 wurde er als außerordem lieber Professor nach Rostock berufen. Im selben Jahre wurde ihm eine ordentliche Professur an der Universität Gießen übertragen. Leit 1888 wirkt Hellwig in Erlangen. ______

Handel und Verkehr. VulkswirlschasL

Bremen, 31. Jair Tabak. In ben letzten 14 Tagen bueb der Markt ziemlich rrrhig. Bon Havannah würben zu bestehenden Preisen noch einige Posten Einlage verkauft, lieber Brasil neuer Ernte läßt sich noch wenig sagen; bislang bewahren die Käufer noch große Ruhe, und es sind nur wenige Abichlupe bekannt ge­worden. Das Gewächs dürfte aller Vorratissicht nach noch manche Enttäiischung bringen. Tie Zufuhren von Carmen wurden nach Besicht meistens verkauft, und es erzielen bessere -tabate sehr volle Preise. Für Paragiiay herrschte gute Frage für Schnerdegut; das .Zager hierin räunue sich zu hohem Preisen. In andern Sorten war kein Verkehr von Belang. Einfuhr: 344 Ser. Havannah, 443 B. (Sannen, 122 £er. Palmira, 972 B. Paraguay, 15 B. Türket, 88 B. Griechischer, 50 Kisten Seedleaf, 136 B. Java. Umsatz: 338 ^cr. Havannah, 897 B. Carmen, 1331 B. Paraguay, 15 B. xurfei,