als wohlhabend bekannt war, sich aber stets als zahlungsunfähig hinstellt. Als dieser Schuldner eines Tages in der in Deham am Nyong bei Kll-Batanga belegenen Faktorei erschien, duldete es Wittenberg, daß einige seiner Boys den Schwarzen ergriffen, und in furchtbarer Weise zu Tode marterten, indem sie chn mittelst eines Baumastes von hinten pfählten. Auf Anzeige beim zuständigen Truppenofftzier wurde Wittenberg sofort verhaftet und nach eingehender, an Ort und Stelle durch den kaiserlichen Richter geführter Untersuchung zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. — Kaufmann Keltenich weilte schon seit längerer Zeit in Afrika und stano zuletzt im Dienste der Bremer Westafrika-Gesellschaft. Nachdem sein Auftreten im Uaundelande wegen verschiedener Vorkonunnisfe Aergernis hervorgerufen hatte, wurde ihm fettens des Stationsoffiziers der weitere Aufenthalt dort verboten. Infolge dessen ließ sich Keltenich in Bane nieder und verübte dort gelegentlich eine abscheuliche Unchat. Er b a n d einen Neger an einen Baum, begoß d i e H ä n d e seines unglücklichen Opfers mit Petroleum und zündete diese dann an. Dieser wahrhaft bestialische Rohheitsakt, den er angeblich in anormalem Geisteszustände begangen hat, brachte ihm eure Gefängnisstrafe von ebenfalls 5 Jahren ein. — Kaufmann Haesloop war für eine Hamburger Firma in Paunde thätig. Er wurde schuldig befunden, einem alten Negerhäuptling hinterrücks mit der Nilpferdpeitsche über den Kopf geschlagen zu haben, wobei ein Auge getroffen wurde, das sofort aus lief. Der kaiserliche Richter verurteilte chn einem Jahre Gefängnis. Außer den Freiheitsstrafen ist in allen orei Fällen auch auf Beschlagnahme der bei.den heimischen Firmen für sie rückständigen Gelder und Tantiemen erkannt worben. Die Verurteilten wurden von drei Hamburger Kriminalbeamten an Bord der „Alice Woermann" in Empfang genommen und zunächst nach Dem Raboisengefängnis gebracht, wo sie so lange in Gewahrsam gehalten iverden, bis das Auswärttge Amt in Berlin darüber Bestimmung getroffen hat, in welcher Anstalt die zudtttterten Strafen zu verbüßen sind.
Vermischtes.
* Hamburg., 2. Jan. Der Dampfer „Kanawha Belle" ist bei Point Creek gestrandet, acht Mann der Besatzung sind ertrun ken.
* Raab, 2. Jan. Ein von zwei Soldaten des hiesigen Infanterie-Regiments inszenierter Scherz nahm einen tragischen Aus gang. Als beim Verlassen des Lokals der Eine dem Anderen ein Schimpfwort zurief, warf der Zurückbleibende ihm sein Bajonett nach, das sich in den Rücken des Soldaten einbohrte. Der Getroffene stürzte zu Boden und schien todt zu sein. Aus Verzweiflung über seine That stürzte der Kamerad auf den Korridor, lud sein Gewehr und drückte es auf sich ab. Die Kugel tödtete ihn augenblicklich; der Andere erholte sich bald wieder. Die durch den Bajonettstich verunsachte Verletzung ist nur leicht.
* Ein Mord um eines Kleides willen. In ,Cherson ermordete die Kaufmannsfrau Rifka Klimbail ihren Mann, weil dieser erklärte, das von chr gewünschte Kleid nicht kaufen zu können. Das Ehepaar war gerade mit den Vorbereitungen zur Abreise nach Odessa beschäftigt, als die Bewohnerschaft des Hauses durch einen markerschütternden Schrei, der aus der Wohnung Klimbails drang, aufgeschreckt wurde. Man fand den Ehemann mit einer Stichwunde in der Herzgegend im Blute schwimmend ermordet vor. Die Mörderin schien in einer Ohnmacht befangen. Als sie verhaftet wurde, gestand die Gattenmörderin, daß die von ihrem Manne im letzten Augenblick vor der Reise gegebene Erklärung, das Kleid sei von ihm garnicht bestellt worden, sie in sinnlose Wut versetzt habe. Sie habe zu einem Brotmesser .gegriffen und mit diesem den Todesstoß geführt.
Mteratur, Wissenschaft und Kunst.
An Preußen ist die Errichtung einer Art Akademie für Verwaltungsb eamte beabsichtigt. Als mutmaßlicher Leiter wird der,FönigÄb. Hartt- Ztg." der Göttinger Nationalökonom Prof. Lexis genannt- lieber die Form der Akademie in Berlin weih die „Nat.-Ztg." folgendermaßen aufzuklären: Es ist eine „Vereinigung" zur Veranstaltung staatswissenschaftlicher Vorträge und Uebungen (Anleitung Mr Bearbeitung staatswissenschaftlicher Fragen u. ß w.) in der Bildung begriffen. Berechnet sind diese Vorträge für vorgeschrittene, reifere Leute aller Stände, nicht nur für Verwattungsbeamte, sondern ebenso gut für Richter, Landwirte, Journalisten, Kaufleute, Militärs, kurzum für Gebildete aller Klassen und Berufsarten, für welche bei artige Vorträge und Uebungen von Interesse sind- Hauptbeteiligte an dieser „Vereinigung" sind, wie wir hören, einige Mitglieder des Kultusministeriums und anderer Ministerien, des königlichen Statistischen Bureaus, Professoren der Berliner und Göttinger Universität, sowie verschiedener technischer Hochschulen. Sollte die Vereinigung zu stände kommen, wie gehofft wird, so werden wahrscheinlich schon im nächsten Sommer die Vorlesungen beginnen können-
Kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinde.
G ottesdienst.
Sonntag nach Neujahr, den 5. Januar.
In der Stadtkirche.
Vormittags 91/, Uhr: Pfarrer Dr. Grein.
Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeindc.
Pfarrer Dr. Grein.
Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Schlosser.
Abends 8 Uhr im Konfirmandensaal: Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend aus der Markusgemeindc.
Donnerstag den 9. Januar, abends 8 Uhr: Bibel stunde im Konfirmandenhause (Krrchstraße 9)
Pfarrer Dr. Grein.
Montag den 6. Januar, Abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Markusgemeinde.
In der Johauueskirche.
Vormittags 91/. Uhr: Pfarrer Euler.
Vormtttags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Lukasgenreinde.
Pfarrer Euler.
Abends 5 Uhr: Siehe Stadtkirche.
Montag den 6. Januar, abends 8 Uhr, im Konftrmanden- faale der Johanneskirche: Bibel stunde.
Pfarrer Euler.
Dienstag den 7. Januar, nachmittags 5'/, Uhr: Vereinigung der neukonfirmierten Mädchen der Lukasgemeinde im Schwesternhaus. Pfarrer Euler.
Am nächstfolgenden Sonntag, dem 12. Januar, Landes- Mi ssionsfest; an diesem Tage nach allen Gottesdiensten Sammlung für die Heidenmission.
An demselben Tage Beichte und heil. Abendmahl für die Lukas- und Johannesgemeinde im Abendgottesdienst. Anmeldungen bei dem Pfarrer jeder Gemeinde vorher erbeten.
Katholische Gemeinde.
Samstag den 4. Januar.
Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenhett zur heil. Beicht.
Sonntag den 5. Januarr.
Sonntag nach Neujahr.
Vormittags von 61/, Uhr an: Gelegenhett zur heil. Beicht.
r um 7 Uhr: Die erste heil. Messe.
vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunion.
, „ 8 „ Die zweite heil. Messe.
„ „ 9'/, Uhr: Hochamt mit Predigt.
Nachmittags um 21/i Uhr: Christenlehre; darauf Andacht.
Gottesdienst der israelitischen Keligionsgesellschast. Sabbathfeier am 4. Januar 1902.
Freitag abend 4'°. Samstag vormittag 830. Predigt. Nachmittag 3°°., Sabbatbausgang 535.
Wochengottesdrenst: morgens 710 Uhr, abends 4°° Uhr.
Gottesdienst in der Synagoge, Südanlage. Israelitische Religionsgemeinde.
Samstag, den 4. Januar 1902.
Vorabend: 4S0 Uhr. Morgens: 9 Uhr. Predigt. Nachmittags: 3 Uhr. Sabbathausgang: 5W Uhr.
Neueste Meldungen.
OrigirraldrahLmeldrrngen des Gießener Anzeigers.
8. Darmstadt, 3. Jan. Heute früh nach 5 Uhr brach in dem Kunstsalon und der Möbelfabrik von Georg Schwab in der Heidelbergerstraße Feuer aus, das indes nach einftün- diger Thätigkeit der Feuerwehr gelöscht wurde, ehe es größere Ausdehnung gewinnen konnte. Doch ist der entstandene Materialschaden ziemlich bedeutend. — In der gestrigen nichtöffent- lichen Sitzung der Stadtverordneten wurde der Entwurf eines Vertrages mit der chemischen Fabrik von Merck, wonach die Stadt dieser das Kubikmeter Gas zu 7 Pfg. ablaßt, gegen 14 Stimmen angenommen. Die Firma verpflichtet sich dafür zn einem Konsum von 21 000 Mk.
Berlin, 3. Jan. In Sachen des Krosigk-Prozesses findet am Samstag den 11. Januar vor dem L Senat des Neichsmilitärgerichts die Revifionsverhandlung statt.
Berlin, 3.Jan. Der Reichstagsabg. Damm beabsichtigt, in der Zolltarifkommission des Reichstags die Einführung von Seezöllen für Getreide zu beantragen. Er will von staatswegea bestimmte Preise für die Hanptgetreidearteu fest- gesetzt und den Zoll stets aus die Differenz zwischen dem Weltmarktpreis und dem vom Staat festgesetzten Preis bemeffen wiffen. — Aus dem über 15000 Mitglieder zählenden Verband der Postas sist ent en werden demnächst etwa 900 ausscheiden. Der Austritt erklärt sich daraus, daß die Hauptziele, die sich die Organisation der Postassistenten gesteckt hatte, jetzt erreicht find, in erster Linie die Zulassung der Assistenten zur Sekretärprüfung. Der Verband hat jetzt in der Hauptsache nur noch für die wirtschaftlichen Bedürfniffe seiner Mitglieder zu sorgen.
Pforzheim, 3. Jan. Ein Liebesdrama hat sich hier in der vergangenen Nacht abgespielt. Heute morgen wnrde die unverehelichte Kettemnacherm Elise Repple und der verheiratete Kostgebereibefitzer Diebel durch Schüffe tötlich ver- letzt, aber noch lebend anfgesunden. Diebel hatte seit längerer Zeit ein Liebesverhältnis mit der Repple unterhallen.
London, 3. Jan. Die „Times" meldet aus Valparaiso: Es verlautet ans guter Quelle, daß das von dem Gesandten persönlich nach Buenos Ayres übersandte Protokoll von der argentinischen Regierung angenommen und die Einberufung der chilenischen Reserve vertagt worden sei.
London, 3. Jan. Ein Telegramm der Firnes" ans Wellington <Reu-Seeland) berichtet: Von einem französischen Schisse desertierte an der Küste der Reuen Hebriden ein ein- geboruer Schiffsjunge. Um Vergeltung zn üben, feuerte das Schiff auf die Eingeborenen an der Küste und landete
2J0HD on, ö. Jan. 2N.e ,/Lally Mari.- exyanyct, «VM Ernest Cassel, dessen Vater ein Kölner Bankier war, spendete? 200000 Pfund Sterling &ur Errichtung eines Sanato^ riumS für Schwindsüchtige. — Die „Daily Mail^ meldet aus Hongkong: Der dort gestern eingetroffene- Dampfer ,/Thaler" beruhtet, daß sich in dem in Hoihau eingetroffenen Boote der „Clara" auch der Kapitän Ulderutz und sämtliche Passagiere befanden.
Brüssel, 3. Jan. Das „Journal de Bruxelles" ttiEt} mit: Die Zücker ton fer enz sollte die Arbeiten am 6^ Januar wieder ausnehmen, aber der Zeitpunkt der Wieder^ aufnahme ist auf den 13. Jan. oder 20. Jan. verlegt worden^ Das Journal fügt hinzu, aus den Noten, die in den letztens Tagen in französischen Blättern erschienen seien, scheine? hervorzugehen, daß die ftanzösischen Delegierten solche struktionen empfingen, daß die Konferenz nur die pesfti mistischen Vorhersagungen werde bestätigen können. Hofferchi lich werde dies nicht der Fall sein.
Lissabon, 3. Jan. Die Cortes wurde mit FrvWö Feierlichkeit eröffnet. Die Thronrede betont die guten Bei Ziehungen Portugals zu allen Mächten, spricht die vollste! Anerkennung über den letzten TransVaal-Bertragj aus, giebt ihre Genugthuung über die Hebung der Finan^eni zu erkennen und stellt eine freund sch aflliche Regelung DOS auswärtigen Staatsschuld in Aussicht.
W i e n, 3. Jan. Der deutsche Botschafter Fürst Eule-«» bürg stattete am Mittwoch dem Grafen GoluchowskH einen Neujahrsbesuch ab, in dessen Verlauf mit Rücksicht aus die Note der „Nordd. Allg. Ztg." bezüglich der Erklärungj des Fürsten Czart orvski im gallischen Landtage Gvcch Goluchowsky entsprechende Erklärungen gab.
Wien, 3. Jan. Das hiesige auswärtige Amt hat trief österreichisch-ungarischen diplomatischen Vertretungen im! Auslande aufgefordert, von den dortigen österreichisch-un^ garischen Konsulaten ein Gutachten über die bevorstehend« Erneuerung der Handelsverträge zu verlangen
Prag, 3. Jan. Nachdem der Jungtschechen-Klub inj seiner Western abend stattgehabten Sitzung beschlossen hat, bei Beratung des Budget-Provisoriums im Landtage lediglich eine Erklärung abzugeben, dürfte der böhmische Landtags noch heute geschlossen werden, damtt däe deutsch- tschechischen V er ständigungs-Ko nferenKeu ihren Anfang nehmen können-
Sofia, 3. Jan. Blättermeldungen zufolge wurde die von Räubern gefangene Missionarin Miß Stone bereits frei gelassen- '
Warschau, 3. Jan. „Gazzeta Polska" erhält eine Zuschrift aus Wien, nach der der polnische Abg. Kollscher mit Rücksicht auf den Boykott deutscher Erzeugnisse! in Russisch-Polen mit den österreichischen In-, dustriellen in Fühlung getreten sei, um den russig schon Importeuren Bezugsquellen angeben zu können. Dep Boykott hat von den polnischen auf wichtige russische Plätze besonders Moskau und Kiew, üb er gegriffen.
Washington, 2. Jan. Im Monat Dezember betrugen die Staatseinnahmen 47 260 863 Dollars, dis Staatsausgaben 37 323000 Dollars. Die Staatsschuld hat bar 8 643192 Dollars ab genommen. Der Barbestand des, Schatzamts beträgt 1219 631 721 Dollars.
Meteorologische Beobachtungen
Januar
der Station Gießen.
c
04
10L° c.
6,00 0.
öS v t»
1$
»öchste fiebrigste
Bern. HimnnD Regen
L Jan. bis 2. Jan. L , , 2 ,
6,7 6h
6,4
731,2’
7354
738,9
8,8 7,2
6,7
80
86
87
W.
W. w.
a
5^ ’S«' Sa 2
<53
-S e
2® 9“ 7"
2LL0
372% Reichsanleihe
3%
do.
Eine Entschädigung wnrde
Straßenkommissar ist beretts flüchtig geworden.
47» % äussere Argentiner
Tendenz: fest.
Scheuet keine Mühe
eine Der
neue Bürgermeister hat Stadt angeordnet.
. 10145
. 90.90
. 101.40
. 90.90
. 99.20
3% Mexikaner , . 4V2V0 Chinesen . . Electric. Sohuckeri . Nordd. Lloyd . . . Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatsbahn , Lombarden . . . Gotthardbahn . . . Laurahütte . . . . Bochum . . « , « flarpener • • • «
Mannschaften, die die Besitzung eines Missionars zer- störten, und die Kirche, das Schnlhans und anden Gebände niederbrannten. Die Sache kam vor das französische Gericht in Vtta. Der dortige ftanzöfische Admiral vernrtettte das
372% Hessen . . .
3% Hessen » . . . .
4% Oesterr. Goldrente
47x % Oesterr. Silberrente
4% Ungar. Goldrente . .
40/0 Italien. Rente . .
4% 96 Portugiesen . . .
8% Portugiesen . . .
1% C. Türken . . . .
Schiff znm Verlust des Patents, verweigert.
New-York, 3. Jan. Der Revision der Bücher der
„ 88.05 , 107.50 . 199.80
. 182.60
. 126.10
. 129.50 . 140.60 . 140.50 , 20.75
, 166.00
, 187.00 , 177.80 , 158.80
Telephonischer Kursbericht«
Frankfurt a. 1ÖL, 3. Januar.
101.40
99.50
100.10
100.75
39.25
26.50
27.40
Türkenlose ...... 105.40
4% Grieoh. Monopo.l-Anl. 42.30
37,"/o Konsole 8% do.
I wo Elten 8 Keussen, Krefeld.
um Eure Kinder kräftig und gesund zu erhalten. Zwar ist es leichter, denselben morgens nur Kaffee und Brot zu geben, aber Kraft und Gesundheit sind sicherer entwickelt, wenn sie auch einen Brei aus „Quäker Oats“ bekommen. Das Rezept „Für den Frühstückstisch“ steht auf jedem Packet.
Quäker Oats nur echt in Packeten mit der Quäker Schutzmarke.
Berlin, 3. Jan. Den preuß. Staatshaushalts- Etat für 1902 beabsichtigt der Finanzminister im Landtage am 9. Januar, nachdem das Haus sich konstituiert haben wird, in der üblichen Weise einzubringen. Am 13. Januar soll die allgemeine Etatberatung beginnen.
Berlin, 3. Jan. Bei einem großen Brande, der gestern abend in einem Glas-^und Porzellan-Lager wütete und bedeutenden Schaden anrichtete, sind fünf Feuern wehrleute an Rauchvergiftung schwer erkrankt. — Den bisherigen Bestimmungen gemäß wird Prinz Eitel Friedrich im Sommersemester die Universität Bonn beziehen und dort in der Villa König gemeinschaftlich mit dem Kronprinzen in bereits für ihn eingerichteten Räumen Wohnung nehmen.
Posen, 3. Jan. Russische Blätter melden: Maßgebende Petersburger Kreise beschlossen die Gründung einer russischen akademischen Stipendienkasse. VLan will die in Preußen politisch verfolgten polnischen Gymnasiasten itni> Akademiker ohne Prüfung in den russischen Gymnasien und Hochschulen auf gleicher Stufe aufnehmen und später staatlich in Rußland anstellen.
London, 3. Jan. Aus Bloemfontein wird gemeldet: Montag abend versuchten die Buren, die Eisenbahn zwischen Springfontein und Kniefontein in der Richtung nach Bethulie zu überfchretten, wurden aber von der Besatzung der Blockhäuser zurück geworfen-
London, 3. Jan. Ein junger chinesischer Gelehrter Namens Putwingneu ist, einer Depesche aus Hongkong zufolge, unter der Beschuldigung, zur Reform-Partei zu gehören, in Canton von der chinesischen Regierung verhaftet worden und soll angeblich hingerichtet werden. Es werde englische Intervention zu seinen Gunsten erwartet.
London, 3. Jan. Ernste Verwickelungen bedrohen England anläßlich der Neufundlandfrage. Die Krisis ist latent- Die Einwohner von Neufundland protestierenenergisch gegen jede Erneuerung des Modus vivendi, mit Frankreich und beklagen sich über das Kolonialamt,! das nicht versuchen will, ^en C,inLÄü>rMtzn ue.W BMagr- Mngw Äü ftchLW., • J


