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Amis- Md Anzeigeblatt für den Ureis Gießen
Die heutige Yummer umfaßt 10 Seite«.
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Nachstehende Bekanntmachung des Königl. Landrats und
würdigen. Das
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Kunst und Wissenschaft.
ntönen versehen worden smd Die «rnier, iw « » f völlige Umarbeitung
der keramischen Abteilung smd wesentlich ßeht, nr hoh«n G il Durch die dadurch ent-
stoMickier und zeitlicher Zu- des Bauplanes verant tz v ... S..„t UNd
Lieilenvreis: lokal 12Pf^ auswärts 20 Psg.
Verantwortlich: für den polit. u. allgem. Teil: P. Wittko; für „Stadt und Land" und ,, Gerichts? a al": R. D i t t» mann; für den Anzeigenteil : Hans Beck.
gutem Willen" so leicht gewährt werden könnte. „ haben es besser": darauf läuft schließlich, wie „cm Leben ,
Sir. Ä
Erscheint täglich außer Sonntags.
Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel nut dem hessischen Landwirt die Gießener FamiUen- blätter viermal in der Woche beigelegt.
Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Univers.-Buch-u.Stem- druckerei (Pietsch Erbech Redaktion, Expedition und Druckerei:
Schulstratze 7.
Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen.
Fernsprechanschluß Nr. 51.
Kenntnis.
Gießeu, 2. Januar 1902.
Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Bech t o-Lb.
nähme von Gypsabgüsfen nach alten Sau- ’ 'chreinerarbeiten, welche Mit den ihnen eigentum- ichen Holzfarbentönen versehen Horden Dr^Ber, unteT^m Gesichtspünkte'stofflicher uL^tlicher Zu
Seinen Gegenstände an leidjter Kigäuglichkeit für Anschauung und Handhabung gewonnen Haven. Seit der letzten Be- tänntaebung von Zugängen hat die Sammlung eine an- «etmliche Vermehrung erfahren durch verhältnismäßig um- saugreiche Ankäuf- an der „Ausstellung der Künst. Ier-Kol on i e Darmstadt 1901". Diese Gegenstände über die demnächst ein Verzeichnis veröffentlicht wird, >md ihrer technologischen Gruppierung entsprechend emgeordnet worden- einige werden durch Abbildungen zur An,chauung gebracht werden. Die Wiedereröffnung des Gewerbc-Mu.eums erfolgt am 6. Januar 1902. Die Besuchszeiten sind wie früher täglich von 11—1 klhr.
^rankfurterOpernhause wurde am zweiten ; Weihnachtsfeiertage dem zum ersten Mal gegebenen musikalischen Einakter „Das Str eich h o lzmade l von Aug. En n g, Tert nach einem Märchen von Ander,em ein freundlicher Einpfang zu teil, der besonders auf Rechnung der hübschen Musik und einer sorgfältigen Inszenierung
begonnen, wurden jedoch plötzlich wieder <ms damals unbe-. kannten Gründen abgebrochen, ^eüt erfahrt man, daß der Kaiser, der sich belanntlich fuT alles, was Wiesbaden an-
zwischen Graf Bülow und dem Botschafter eine Aufhellung Ler Situation herbeigeführt. Die kleinen Verstimmungen, die kleinen Häkeleien in der großen Politik, ,ie können, wenn sie sich fortsetzen, die Beziehungen zwischen den beteiligten Staaten ungünstiger beeinflussen, als em ernsthafter Kon-
Pessimismus und Thatenlofigkeit find nahe verwandt.. Selbst eine übertrieben optimistische Weltanschauung ist der vesfimistischen vorzuziehen; denn wer das Vertrauen zur Zukunft hat, hat das Vertrauen zu sich selbst, zu seiner Arbeit. Nichts schlimmer, als ein in Pessimismus versinkendes Volk, das mehr fürchtet, als hofft, das resigniert den Dingen ihren Lauf läßt. Die Neigung, alles grau in grau M sehen, breitet sich in bedenklicher Weise aus. Es gehört Mu „Ton" der Heranwachsenden, von der Zukunft mit kühler Ueberlegenheit äußerst wenig zu erwarten. Anzunehmen, daß eine Sache mißlingt, gilt als Grundsatz der Weltweisheit. Der schafft stets nur mit halber Kraft, der nicht die starke innere Ueberzeugung von dem Gelingen seines Werkes hat. In der Politik ist der Pessimismus heute vielfach em Mittel, um Unzufriedenheit an den Tag zu legen. Zur Schilderung der Zustände werden die düsteren Farben
Werk wurde erleichtert durch den Scharfblick der Männer, welche die auswärtigen Angelegenheiten Frankreichs und Italiens geleitet haben und jetzt leiten, ^ ist leicht, w^l Mischen Frankreich und Italien keine feuer Arten des Mißtrauens bestehen, die aus den Seel«i der Volker lasten und die Quelle großer historischer Mlßverswndnisie sem können, ferner leicht, weil das Wesen der Beziehungen beider . Länder Aufrichtigkeit, Freimut, Loyalität ssrnd Achtung^gegenseitiger Jnteresftn ist. In wenig mehr ren
gelang es beiden Regierungen, die Ursache der ZMetracht oder des Mißtrauens auszuscheiden. Sie regelten die Frage der tunesischen Kapitulation, traten and ie schwierigeFrage der Wiederherstellung der handelspolitischen Beziehungen zwischen Frankreich und Italien heran und losten sie zum I Besten der großen Handelsinteressen Frankreichs und Italiens, sie setzten die Grenzen der Sitzung eiiim Roten I Meere fest, und endlich haben sie, um das fruchtbare Werk zu vollenden, jede Ursache eines Mißverständnisses zMschen Kn Fotonen im Wttelrn<^eto auf
diesem Gebiete befinde ich mich m der glücklich en Lage, lediglich den vollzogenen Fortschritt zu verzeichnen. Der italienische Minister des Auswärtigen, Prmetti, hat diesen in seiner kürzlich abgegebenen Erklärung ruck GenaurgkLit und Glück dargelegt, über welche ich mit Freuden nteutti I Genuatbuuna ausspreche, deren Echo Minister Delcasse gewiß teÄS&ßeMb. DieErWrungeu W Inettid u^taiÄ L
msinteressen auf dem Spiele stehen.
8Ef,t®et als Architekt. In Wiesbaden
wird ein neue» PoltzeidirektionSgebaiude errichtet Schon im Anfang vorigen Jahres waren d /r -
gestellt und nach mehrfacher Umarbeitung endlich vom Ministerium des Innern genehmigt worden. Die Grund- legungs- und .Erdarbeiten hatten im Frühlmg v. I. bereits
Wiedereröffnung des Gewerbe-Museums in Darmstadt. Das Gewerbe-Museum, das baulicher * Veränderungen halber während der letzten Monate geschlossen war, wird nunmehr wieder der öffentlichen Benutz- ung zugänglich gehalten werden. Durch Anbau einer Treppe im westlichen Teile des Südflügels smd die Hauptraume der Sammlung mit einem der im Erdgeschoß belegenen Werkstatträume unmittelbar verbunden worden. Die Aus- -stellungsräume haben hierdurch einen Nicht unbedeutenden Zuwachs erhalten. War es seither umständlich, über oen Flur auf einer nur engen Diensttrevpe m den genannten unteren Raum zu gelangen, so wird es nunmehr um so angenehmer empfunden werden, daß man von den Haupt- räumen unmittelbar in jenen Raum gelangen kann. Von den Veränderungen in der Ällisstellung werden die Hauptabteilungen, die Gruppen und die Klassen m verschiedenem Maße betroffen. Eine durchgreifende Veränderung wurde mit der Metallabteilung vorgenommen, deren mehr technologischer und mechanischer Bestand in Maschinen, Werkzeugen und Rohmaterialien nunmehr ün Erdgeichoß unter- gebracht worden ist, was insbesondere den ^selbst ato- haltenden Werkstattkursen für Meister dienlich sein wird. Die Sammlung der Gewebe, Stickereien, Spitzen und Posa- ni/mte ist unter Zuziehung des gewebekundigen Kunstmalers August Hochstetler-München systematisch bestimmt worden ynb hat nun eine geordnete und erweiterte AufftelliNig cw fahren. Die Wteilnng der kunstgewerblichen Metallarbe^en tonnte gleichfalls dem technoLgischen System aepaßt werden. Eme Erweiterung der Abteilung ^er Möbel und Schnitzstoffe ist bewirkt worden dstrch.H.mzu-i
seines Chefs, des Ministers Telcassö, gesprochen haben, sodaß eine vollgiltige Kundgebung der französischen Regierung vorliegt Darüber überrascht zu sem, ist aber kein Grund vorhanden, denn der Botschafter Barrere hat im großen und ganzen dieselben Tone angeschlagen, die am letzten Osterfest bei den französisch-italienischen Flot^n- festen in Toulon erklangen. Neu war allenfalls die Versicherung des Botschafters, daß es zwischen Frankreich und Italien keine Mittelmeerfrage mehr giebt. Das wird den Italienern umso angenehmer gewesen sein, zu hor«r,> als l bekanntlich vor wenigen Wochen erst die römische ^esse in Bestürzung geriet ob der Besetzung der Insel d^ytilen^ durch das Geschwader des Admirals Cp-illard.
tauchte sogar der Vorschlag auf, Italien solle schleunigst eine andere Insel im östlichen Mittelmeer besetzen, um nicht Frankreichs gegenüber W Hintertreffen zu ^°ten Dw Aufregung war unnütz, da die Cacklardsche Aktion schließlich den Charakter einer „Operettenfahrt annahm.
Zukunft braucht sich aber Italien, der Barröreschen Rede
Die Rede Barröres.
Wir haben gestern bereits kurz erwähnt, daß der französische Botschafter in Rom, Barröre, eme bedeutsame Rede in der Hauptstadt Italiens gehalten hat beim Neujahrsempfange der französischen Kolonie. Er führte, nach heute vorliegenden Meldungen, aus: Das verflossene ^abr ist für Italien, dessen bewundernswerte nationale Lebenskraft in denkwürdiger Weise sich offenbarte, besonders
Zweites Blatt. 152. Jahrgang Freitag 3. Jan Bezugspreis:
monatlich 75Ps.,viertek-
“ jährlich Rlk. 2.20; durch
GichenerAnMger
" General-Anzeiger ” **
standenen Erörterungen, die zwischen dem^rl^in^tt und dem Ministerium des Innern, teilwei.e auch der Wiesbadener Polizeidirektion gepflogen wurden, ist eine weitere Ve- zögerung des Baues veranlaßt worden, sodaß dieser nach ast viermonattrchem Ruhen der Arbeiten erst vor etwa sieben Wochen wieder in Angriff genommen,werden konnte. Jetzt aber werden die Arbeiten rasch gefordert.
Ludwig Fuldas Komödie „Die Zwillings^ s ch w e st e r" wurde am 1. d. M. im Duke of Lsorks ^heatre zu L o n d o n in metrischer Uebersetzung von Louis N. Parker zum ersten Male aufgeführt. Das Stück ^and ,ehr warme Ausnahme Zum Erfolge trug die malerische Inszenierung und dü Mitwirkung H. B. Jrving's (eines Sohnes von Sir Henry Irving), der in der Rolle des Orlando uberra,chend gute Leistungen bot, sehr bei. «„sph
Aus Stuttgart wird geschrieben: Frhr. v. Soden, Professor der Theologie in Berlin, hat durch die Vermittelung des Auswärtigen Amtes, an das er »ich wandte, vom Botschafter des deutschen Reiches m Konstantinopel die Mitteilung erhalten, daß der Sultan eine Reihe- wert voller Handschriften, die seither m einem k t AN Wiesoaoeu Gebäude des Hofes der alten Omajadenmoschee m Damas- ■ää rs ää?* ■S « Mr »«nsrft x»«® v Frühling v. I. bereits fcheuk bestimmt habe.
Mit Rücksicht auf den Umfang und die bösartige Form, _
'Wachmbuchem Mcktllbüchen und
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Viebmärkten, sowie das Beschicken der Wochenmärkte mii am ersten Tage des neuen JAes lautet: SV*.. ..d w*Ä M i* «...»
und Landkreises Hanau. ' vas Erwerbsle^ns nunmehr der Tiefpunkt
Hanau, 2. Januar 1902. Erreicht, wenn auch geschlagene Wunden noch geraume
Der Land rat u-rrd P-oAizeidirekt ar. I ™ Mtung bedürfen.
i I Das ist ein gutes und tapferes Wort, das da aus dem
bessere Zukunft, und es wird besser
wiegenden Teile auf einen recht pessimistischen Ton gestimmt, werden. _
Nach einzelnen Schilderungen konnte es so scheinen, als ob\-------------
wir in der schlimmsten, hofftmngslosLst«r NolÜlsche TagtSschMl.
lebten. Die wirtschaftliche Lage, die politischen Zustande - , J y r J
nirgends ein erfreuliches Moment. Mnsterms mngÄim. Die Grafen Bülow und Szögyeny.
Und um das Maß zu füllen, deuteten jene Uuglückstündev I Berliner Depeschen-Bureaus verbreiten heute die Mif
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gwaltitiften deutschen Erfolge MMeMMMr eine mrge. ^rgang-nen Jahres Uder bad Len eine lange, sichtbare Perwde brüderlicher Sreunb
ahnt große Rolle spielten, das erkennt man immer klarer I d österreichischen Regierungsvertreters bei den schäft und des Fadens Vorbehalt. nolitischen
L jeder neuen B^dfsentlichung intimer Au^chuungen Echw rg-U g^izischen Landtage.! >iefeKÄ
der an den Vorgängen Hauptbeteckgtem »er roenn man der Arn mitgeteilten Neujahrs-Ansprache des Kreisen der Tcher tadt große U-bemachungYerv°rgerufen
alles das liest, was die führenden Manner der Vergangen- ^en Mmisterpräsidenten 0. Ezell zu schließen, scheint Es ist tn der That ein u"grw°hnliche^°rgang dast nr^i
heit dem Papier anvertraut haben, so mutz ™ imUtiit und Wien eine gelinde Spannung vorhanden der verantwortliche Leiter der ou>-war g 1 Korps
dern, wie viel von diesen Äummermssen und Drfferenzen rwtschm 8ie Notiz der „Nvrdd, Ml«. Republik, sondern em Mttgded d-^^drplomat.schm Kor^
der Oeffentlichkeit sorgsam verborgen toorden tstl baß,1 wie Herr v. Szell behauptete bei offizieller Gelegenheet -me Pr°gr«^«de »°«
llnd für solche ZurückhÄtung kann man nur daEar sem, »^,bers .9 Zoll- und ,HandelsP°lrtrkI laßt, DoL Barrbre ward schwerkch ohne Autor^atwn sertens
WLre damals auf bie zahllosen zu uberwmdenden Schwierig. » Abschließung gerichtet sei, datz gerade an einem STaye, der feiten hingewiesen, waren „die Wunden aich dem^Markt I ^^jtionell den Freundschastsversicherungen zwischen nahegezeigt" worden, em allgemeiner, tiesgehend« Pessimismus Völkern gewidmet ist, eine etwas ungewöhnliche
% M°Echh°t tunten*
gewählt, tarn möglichst deutM M BewEE 'Zng^I fruchtbar u^eu^o S^nkreich^ da tu
was alles versäumt und vorenthalle^i wird, und was ,uuit ch ^?„essen beider Länder entwickelt und endgiltig be- mtt^n Millen" so leicht gewahrt werden konnte. ^otte in 2011(1)11
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durch Nachlässigkeit die Portionen zu erhalten, die für andere bestimmt waren." Dies Hinuberblicken nach dem „anderen" ist auch ein Zug des PessimiSNms., Die Freude, das Behagen pn dem, was man hat — wie spärlich find )te


