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Gießen, den L Slovember 1902. 7671
Der Vorstand.
Die Rechnung liegt bei dem ersten Vorsitzenden, Herrn A. Dickorö, Schanzenstraße 8, vom 1. bis 14. November zur gefl. Ein- sichl der Mttglieder offen. 7671
Darmstadt sind durch die unterzeichnete Behörde zwei Unterstützungslegate von jährlich 500 Mark an bedürftige elternlose Studierende der Rechtswissenschaft aus den Pro- vinzen Starkenburg oder Oberhessen zu vergeben. Zur Bewerbung um diese Legate mit Nachweis über die Qualifikation wird hiermit eine Frist von vier Wochen gesetzt.
Darmstadt, den 25. Oktober 1902.
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Hermann Langsdorf dahier. 28. Johanne« Dietrich Funk 1 Jahr alt Sohn des Arbeiters Johannes Funk dahier. 29. Amanda Törflein, geb. Schütz. 33 Jahre alt, Ehefrau des Küfers und Wirts Johann Leonhard Törftein dahier. 31. Susanne Margarethe ct 'y.-.k.r-n z»ir Ahnr» 9Rpmf hrthipr.
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Kunst und Wissenschaft.
— Wilhelm Jordan. Ein Berliner Blatt hatte gemeldet, Wilhelm Jordan fei plötzlich schwer erkrankt. Diese Nachricht ist durchaus unzutreffend. Der greise Dichter ist von einem Mitarbeiter der „Frkf. Ztg/ besucht und bei gutem Wohlsein angetroffen worden. Wllhelm Jordan wird heute Abeiid der Festvorstellung im neuen Frankfurter Schauspielhaus beiwohnen.
Ein moderner Schulpalast. In Frankfurt am Main ist, wie wir bereits meldeten, am 20. Oktober der Neubau des dortigen Lessing-Gymnasiums dem Gebrauche übergeben worden. Er stellt sich dar als ein in eigenartiger, vornehmer Weise gestalteter Typus jener großen, modernen Schulneubauten, wie sie uns die letzten Jahre in großen uiiö auch kleineren Städten zahlreich gebracht haben. Ganz herauswachsend aus dem inneren Naumbedürfnis, den Forderungen der Hygiene entsprechend ausgestaltel, mit hohen, luftigen Klassenräumen und Hellen weiten Korridoren, mit den besten Licht- und Heizanlagen, im Aeußeren möglichst einfach, doch mit künstlerischer Fassadengestaltung (hier in neuzeitlich ausgestaltetem Renaissancestil) dienen diese Schulbauten nicht nur ihrer praktischen Zweckbestimmung, sondern sie sind an sich geeignet, auch auf die Förderung des künstlerischen Sinnes der Heranwachsenden Jugend in günstiger Weise zu wirken. Kommt dann in einem solchen Schulhause noch eine reiche, künstlerische Innenausstattung mit Bildern und Plastiken hinzu, so ist nach mehr denn 250 Jahren die Forderung des allen ComeniuS erfüllt, daß „die Schule eine liebliche Stätte sei, von innen und außen den Augen einen angenehmen Anblick biete". Der Erbauer des neuen Gym- -najiums ist der über Deutschlands Grenzen hinaus bekannte Frankfurter Architekt Heinrich Theodor Schmidt; die Kosten des Baues betrugen 650 000 Mark. Die Stadt Franlfurt hat mit ihm den modernen Anforderungen auf Hygiene und Aesthetit in der Schule Rechnung getragen.
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