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1.9.1902 Zweites Blatt
 
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Zweites Blatt

ISS Jahrgang

Montag 1 September 1902

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Aie heutige Mmmer umfaßt 8 Seiten.

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Uermischles.

* Feuer. DieFrkf- Ztg." meldet unterm 29. d. M. aus Konstantinopel: In der Stadt Afium-Kara- h i s s a r, dem Knotenpunkt der anatolischen Smyrna-Kussa- dabahn brach vorgestern Feuer aus, das noch immer um sich greift und bis jetzt bereits eine große Anzahl Häuser eingeäschert hat.

* Die Cholera in Kiautschou. Von der in Oft- asien aufgetretenen Cholera ist auch das Schutzgebiet Kiau­tschou nicht verschont geblieben. Unter der chinesischen Be­völkerung der Umgegend von Tsingtau kommen seit Mitte dieses Monats täglich einzelne Todesfälle (bis zu 10) an der Cholera vor und auch die Europäer haben bei dem Baupersonal, welches mit den Chinesen am nächsten in Berührung steht, bereits Todesfälle zu beklagen. Es sind in der Zeit vom 18. bis 29. d. M. an der Cholera in Tsingtau verstorben: 1. Monteur Bruno Moritz Pleitz, 2. Bauaufseher Franz Benndorf aus Halle, 3. Aufseher Pfauer aus Hamburg, 4. Aufseher Karl Georg Logemann aus Bremerhaven. Die Benachrichtigung der Angehörigen ist durch das Reichsmarineamt direkt veranlaßt. Da jetzt mit Ende August die Regenzeit aufzuhören pflegt und damit ein totaler Witterungsumschlag eintritt (Einsetzen nördlicher Winde), so ist zu hoffen, daß die Krankheit, welche bis jetzt auch unter den Chinesen nach den Meldungen des Gouvernements keinen epidemischen Charakter ange­nommen hat, keine weitere Ausbreitung annehmen wird.

Politische Tagesschau.

Zum Fall Löhnmg.

Nach einer Samstag-Meldung sollte die Ent­scheidung in der Löhning-Affaire zu Gunsten des Oberpräsidenten v. Bitter gefallen sein. Die Ent­scheidung sei von allerhöchster Stelle ausgegangen, nachdem der Posener Oüerpttisident zum Bericht ausge­fordert und sich dabei eingehend zur Sache geäußert hatte. DasBerl. Tagebl." fügte dieser Mitteilung folgendes zu: Der EntscheidungdesKaisers ging eine Besprech­ung der Angelegenheit mit dem Grasen Bülow voraus. Die Verlobung Löhnings war insofern von Be­deutung, als sich in ihr unzweifelhaft eine Verbin­dung des Geh. Oberfinanzrats und Provinzialsteuerdirek­tors-Löhning mit exklusiv polnischen Kreisen dokumentierte, da die Verwandtschaft der Braut Löhnings größtenteils polnisch ist. Es konnte das bei der momen­tanen Lage der Posener Verhältnisse nicht als erwünscht angesehen werden. Auch die weitere Nachricht, die Presse hätte Löhning geschadet, trifft zu. An aller­höchster Stelle habe besonders das Vorgehen der Presse gegen Herrn v. Bitter unangenehm berührt, da der König in der Forderung der Presse, Bitter soll entamtet werden, einen Eingriff in seine Machtbefugnis gesehen habe.

Heute wird nun offiziös gemeldet: Von derNeuen Pol. Korr." und im Anschluß daran von anderen Blättern sind in den letzten Tagen Mitteilungen über angebliche neuere Entschließungen der Staatsregierung in der Löh- ningschen Angelegenheit verbreitet worden. Alle diese Mtt- teilungen beruhen auf freier Kombination und sind auf keine maßgebende Stelle 'zurückzuführen.

Der frühere Oberbürgermeister Thesiug

von Tilsit bestreitet in seiner bereits von uns erwähnten Zuschrift an dieVoss. Ztg." u. a auch, daß er sich in- einen Gegensatz zu der Tilsiter Bürgerschaft gestellt oder sich in einem solchen zu ihr befunden habe; ebenso sei es unwahr, daß seine Wiederwahl nur mit Rücksicht auf den Stadtverordnetenvorsteher erfolgt sei. Er habe seine frei­sinnigen Anschauungen auch in Offizierskreisen nicht ver­leugnet, und sei jahrelang Vorsitzender des Vorstandes der Bürgerhalle gewesen. Wir zweifeln keinen Augenblick, daß diese Ausführungen durchaus den Thatsachen entsprechen, ebenso wie seine Darstellung von der Geschichte seiner zweiten Ehe, und wir gestehen zu, daß wir lerder nicht in allen Punkten richtig unterrichtet waren. Aber, wie gesagt, das ändert wenig an der Beurteilung des Falles. Warum, so fragt ganz richtig dasB. Tgbl." beantragte er seine Pensio­nierung? In seiner langen Erklärung in derVoss. Ztg." erwähnt er nur beiläufig die Aeußerung des Regierungs­präsidenten Hegel,er sei nach dieser Verlobung als Oberbürgermeister unmögli ch". Im übrigen schreibt Thesing:

Es ist mir der Vorwurf gemacht worden, daß ich in meine Pensionierung gewilligt und nicht vielmehr die Disziplin aruntersuchung über mich habe ergehen lassen. Ich stehe nicht an, zu erklären, daß ich diesen Vorwurf als einen berechtigten erachte."

Nach wie vor bleibt also die Frage offen: Warum über­haupt eine Disziplinaruntersuchung? Worauf sollte sie sich gründen? Hat Regierungspräsident Hegel überhaupt Schritte in dieser Züchtung gethan? Die.Kreuzztg." meint, wenn Herr Oberbürgermeister Thesing allein wegen seiner Heirat mit einer städtischen Lehrerin, das heißt an­geblich nicht standesgemäßer Eheschließung, und zwar aus direkte Veranlassung des Regierungspräsi- denten Hegel, veranlaßt worden sein sollte, ferne Versetzung

wird man wohl darauf bauen können, daß die Generale ihr Recht bis zum äußersten verfechten werden.

Wie die Katze das Mausen nicht läßt, so kann übrigens die englische Presse auch das Hetzen gegen Teutschlanü nicht lassen. Sie sucht neuerdings die Eifersucht der übrigen Mächte gegen Deutschland wachzurufen durch Verbreitung der Nachricht, daß dieses mit Hol land behufs dessen Anschlusses an den Dreibund Verhandlungen pflege. Daß es von hier bis zum gänzlichen Aufgehen Hollands in das Deutsche Reich nur noch ein Schritt ist, kann den nicht wunder nehmen, der die phantastische Ver­anlagung der Jingopresse kennt, die denn mit diesen Tar- taren gerächten auch thatsächlich krebsen zu gehen versuchte, aber nicht sonderlich viel Gläubige sand. Deutschland hat in der That auch etwas Besseres zu thun, als derartige Weltmachtspläne zu verfolgen, die gleichbedeutend wären mit der Entfesselung eines europäischen Krieges.

In den d am e r i kani sch en Republiken so­wohl wie auf Haiti, der ewig unruhigen Negerrepublik, giebt es zunächst näher liegende Interessen wahrzunehmen. Dort wie hier wütet nach wie vor die schreckliche Geißel des Bürgerkrieges, und da die kriegführenden Parteien in ihrem Bestreben, den Gegner lahmzulegen, das Eigentum der fremden Staatsangehörigen wenig respettieren, hat man jeden Tag mit dem Einschreiten der betreffenden Macht zu rechnen. Allmählich fangen so die republikanischen Gebilde denn doch an, zu einem Erisapfel zwischen den Mächten zu werden. Es kann daher nur eine Frage der Zeit sein, daß eine Auseinandersetzung zwischen diesen erfolgr mit dem Endzweck, die Stcmtengebilde Südamerikas sowie des An- tlllenmeeres in eine Verwaltung zu nehmen, die Garantie für eine ruhige Fortentwicklung der Verhältnisse bietet, und wenn auch zugegeben werden soll, daß das eine Auf­gabe ist, des Schweißes der befähigtsten Staatsmänner wert, so wird sie diioch kaum zu umgehen sein. Für ihre Lösung aber bürgt das vitale Interesse, das sämtliche Mächte an der Aufrechterhaltung des Friedens haben«.

DasBerl. Tagebl." bemerkt dazu noch, daß nach einer ihm aus Tilsit zugehenden Mitteilung bereits ein Be­schluß des Oberverwaltungsgerichtes über Eröffnung des Disziplinarverfahrens auf Amtsentsetzung gegen Thesing vorlag, was Herr Thesing in seiner derVoss. Ztg." übersandten Richtig­stellung nicht erwähnt hat.

Nr. 804

Erscheint täglich

außer Sonntags.

Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem kessischen Landwirt die Siebener Kamillen, blätter viermal in der

Woche beigelegt.

Rotationsdruck u. Ver­lag der Brüh l'schen Univers.-Vuch- u.Stein- druckerei (Pietsch Erben) Redaktion, Expedition und Druckerei:

Schulstratze 7, Adresse für Depeschen:

Anzeiger Gießen.

Fernsprechanschluß Nr.bl.

Nach unserer Kenntnis der Dinge ist diese Ange­legenheit nicht geeignet, als ein Seitenstü ck zum Falle Löhning zu gelten. Ebenso wenig lassen sich die gegen das Verhalten des Regierungspräsidenten Hegel bei diesem Anlaß erhobenen Emwend

in den Ruhestand nachzusuchen, und wenn ihm im Meige- rungsfalle mit der Eröffnung eines Disziplinarverfahrens thatsächlich gedroht worden sei, dann wäre das unge­heuerlich.

Aus alledem ersieht man, daß dieVoss. Ztg." diesen Fall besser nicht aufs neue an die Öffentlichkeit gezogen hätte. Auch nach der ausführlichen Erklärung des Herrn Thesing behält man die Ueberzeugung, daß seine Affaire mit dem Falle Löhning nicht in eine Parallele gestellt werden kann. Er hat nicht nachgetviesen, daß ihm die preußische Regierung nur einzig aus dem Grunde sein Amt als Oberbürgermeister entziehen wollte, weil er eine ver­witwete Lehrerin mit fünf Kindern geheiratet hat.

Auch dieKönigsb. Hart- Ztg." schreibt, sie sei auf Grund zuverlässiger Informationen in der Lage, mitzu­teilen, daß die in derBoss. Ztg." gegebene Darstellung der Ursachen des Rücktrittes des Oberbürgermeisters The­sing nicht erschöpfend ist, daß vielmehr eine Reihe von Thatsachen vorliegt, die den Schritt, zu dem Herr Thesing sich auf Anregung seiner Freunde entschloß, be­greiflich erscheinen lassen. Es heißt dann Wetter:

Komische Wochenschau.

Es giebt in diesem Sommer kein Rasten und Rosten im Getriebe der Politik. Unaufhörlich gehen die Ereig- rrifse ihren Gang, und von jener Stille, in der aus Mangel an anderen Stoffen polittsche und unpolitische Un­geheuerlichkeiten aller Art auftauchen und verbreitet wer­den, ist heuer wenig zu merken. Der Sauerteig der öffent­lichen Meinung treibt gar gewaltige Blasen, eine Ursache jener Gahrung, in der sich seit geraumer Zeit unsere inner­politischen Verhältnisse befinden, die einem endlichen Reini- guntzs- und Gesundungsprozeß mit Macht zustreben. Tie Befürchtungen, die aus zolltarifarischen Erörterungen heraus entstanden, werden momentan zurückgedrängt durch die Misöre, die dmrch die Fleischnot gezeitigt wird, die an allen Ecken und Enden des Reiches sich bemerkbar macht. In Nord- und in Süddeutschkand, im agrarischen Osten wie im industriereichen Westen werden Klagen über Klagen laut, daß ein großer Mangel an Vieh besteht, die Preise gehen ruckartig in die Höhe, und der weniger bemittette Mann, obendrein, »wenn er unter der immer noch fortbestehenden Wirtschaftskrise zu leiden hat, ist schon nicht mehr in der Lage, sein Pfund Fleisch in den Topf zu thun; aber der vreuH. Landwirvschaftsminister lehnl alle Maßnahmen, von denen viele eine Abhilfe erwarten, ab und verweist auf die agrarische Zentralstelle für Viehverwertung als die Hilfespenderin in der Not. Ter große Einfluß, den die maßgebenden Persönlichkeiten der deutschen Landwirtschaft aus die preußische wie die Reichsregierung besitzen, wird dadurch umviderleglich dargethcuu <^ie also sind die Ton­angebenden im Reiche, und die offiziellen Ratgeber des Reichsoberhauptes nichts anderes als die Vollstrecker des Willens dieser Vormacht. Im Volke aber wird vielfach bezweifelt, daß die Einfuhr von Vieh zur alsbaldigen Schlach­tung die deutsche Viehzucht gefährden könnte. Die Vieh­zucht dürfe, so sagt man, doch nicht höher gestellt werden als die Volksgesundheit, die darunter leiden müsse, wenn die Massen sich mix unvollkommen zu ernähren vermögen. Und auch die agrarische Zentralstelle könne, so lange die Grenzen gesperrt bleiben, nicht mehr Vieh schaffen, als die deutsche Landwirtschaft produziert.

Ter Katholikentag in Mannheim hat sich für die agrarische Polttik erklärt, und wer weiß, ob Graf Bülow seine Zukunstspläne nicht wieder einmal der Abwechslung halber, angesichts des Swinemünder Leserlichen Unge- wttters, auf das Zentrum bauen will Die Stichwahl in Forchheim-Kulmbach, deren Ausgang ganz anders war, als ihn sich die meisten hatten träumen lassen, hat indes dem Zentrum eine Niederlage gebracht. Aber die Erwartung der dein Zentrum feindlich gesonnenen Presse, daß das, was sich hier im einzelnen und kleinen äbspielte, bei den nächsten Reichstagswahlen sich wiederholen wird, nur in größerem Umfange noch, ist denn doch sehr gering zu bewerten.

Auch die hohe Politik hatte in der vergangenen Woche ihr Ereignis, den Besuch des Königs von Italien in Berlin. Diejenigen Blätter, die da Hauben machen wollen, der Zusammenkunft könne wenig mehr denn eine persön­liche Bedeutung beigelegt werden, unterschätzen die Bedeu­tung des Besuches eben so sehr, wie er von wiederum anderen Seiten überschätzt wird. Als Vermittler zwischen Zweibund und Dreibund, per Viktor Emanuel doch ist, spielt der italienische König bei der Erhaltung des Weltfriedens eine Rolle, und der König sowohl wie Kaiser Wilhelm haben es ja in ihren Trinksprüchen auch zum Ausdruck gebracht, daß die Entrevue als neuer Beweis für die Festigkeit und Beständigkeit des Friedens zu gelten habe. Das Wiener.Frenrdenblcttt" freut sich ganz besonders über das deutsche Kaiserwort:Ter Dreibund hat sich in das Sein unserer .Völker fest eingelebt", und die ttalienischen Bllttter meinen, die Trinksprüche hätten einen hohen poli­tischen Wert als Bekräftigung des Friedens und als Be- stättgung der Befestigung der treuen Beziehungen zwischen Deutschland und Italien

Mit der Reise Viktor Emanuels nach Berlin sind die Monarchenbegegnungen, soweit sie offiziellen Charakter haben, für dieses Jahr abgeschlossen. Ter Gegenbesuch Kaiser Wilhelms am italienischen Königshofe wird sicherem Vernehmen nach im nächsten Jahre erfolgen. Auch der Zar wird dem König von Italien seinen Gegenbesuch erst später abstatten. Eine Fahrt über den Kanal zum Besuche feines Onkels Eduard wird allerdings Kaiser Wilhelm, wie es heißt, vielleicht Anfang November noch unternehmen, aber da dieser Besuch rein familiärer Natur sein soll, haben die Völker wenig danitt zu rechnen. Staatsattionen pflegen bei solchen Besuchen nicht verhandelt zu werden, zudem hat England mit der Liquidation des südafrikanischen Krieges ncich so viel zu thun, daß es sich der Beobachtung der anderen Nationen gern entrückt sieht. Vor allem ist es die Anwesenheit der Burengeneräle, die den ketten­den englischen Kreisen viel Kopsschmerzen bereitet. Botha, Tewet und Telarey wollen, wie es heißt, die endliche Anerkennung der mündlichen Zusagen fordern, die Kttchener den Burensührern gemacht hat, als es galt, sie rum Frie­densschluß zu bestimmen. Hierzu gehört u. a. der Orlaß des Treueides sowie die Gestattung unbehelligter Rückkehr der Flüchtlinge und Gefangenen, beides Bedingungen, die nicht in dem s. Z. veröffentlichten Friedensvertrage ge­standen haben. Tamit bestätigt sich also, was damals schon allgemein behauptet wurde, daß nämlich noch ein Geheim­vertrag bestünde, der den Buren noch günsttgere Beding­ungen zugestände. Es wäre perfid von England, wollte es jetzt die Zusagen nicht halten, auf der anderen Seite aber heißt es ja, daß Ohm Krüger auf die Führerschaft der KW,reu verzichtet und sie Botha übertragen habe, und. da

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Gießener Anzeiger

v General-Anzeiger **

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Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen KDZ

______________________________________________________________________ zeigenteil: Hans Beck.

Aniversitüls Nachrichten.

In Hattingen hat die Kreissynode beschlossen, an die Provinzialfynode den Antrag zu stelle,-., an zuständiger Stelle dahin vorstellig zu werden, das; au der Universität Munster eine evangelisch-theologische Fakultät errichtet werde.

Kunst und Wissenschaft.

Augsburg, 30. Aua. Der Wanderversammlung des Verbandes deutscher Architekten- und Ingenieur-Ver­eine ging eine Delegierten-Versammlung voraus, zu welcher sich etwa 50 Delegierte eingesundcn hatten. Als Ort der nächsten Delegierten-Vefiammlung im Jahre 1903 wurde Meißen, als Ort der nächsten Wanderoersammlung im Jahre 1904 Düsseldorf gewählt.

Le Ferrol, 30. August. Beim Empfange spanischer Tele­graphisten cur Bord des italienischen KreuzersCarlo Alberto" äußerle Marconi, er stehe täglich mit einer bei Plymouth ge­legenen Station in Verbündung; er habe auf diese Weise die An­kunst des Königs Victor Emanuel in Berlin erhalten; Marconi fügte hinzu, er habe das Problem der Unabhängigkeit mehrerer gleichzeitiger Mitteilungen gelöst.

gpulplan der vereinigten Frankfurter Sladttheater.

Opernhaus.

Dienstag den 2. September*):Die Großherzogin von Gerolstein". Mittwoch den 3. September, abends halb 7 Uhr: .Lohengrin". Donnerstag den 4. September:Violetta". Freitag )en 5. September, abends halb 7 Uhr:Die schöne Helena." Samstag den 6. September:Das Rheingold." Sonntag den 7. September:Der Wildschütz." Montag den 8. September, abends halb 7 Uhr:Tie Walküre/

Schauspielhaus.

Dienstag den 2. September*):Das Käthchen von Heil­bronn". Mittwoch den 3. September:Die versunkene Glocke." Rautendelein: Irl. Laue, als Antrittsrolle. Donnerstag den 4. September:Maria Stuart". Maria Stuart: Frl. Rottmann, als Antrittsrolle. Freitag den 5. September:Dte deutschen Klein- tädter." Samstag den 6. September:Der Erbförster." Sonntag den 7. September: Dramen-Zyklus zum Abschiede vom alten Schauspielhause. Zwölfter Abend. Roderich Benedix (geb. 1811, gelt. 1873):Die zärtlichen Verwandten." Montag den 8. Sep­tember:Die Braut von Messina". Isabella: Frau Mondthal, Ton Cäsar: Herr Ludwig, als Antrittsrollen.

*) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abeirds um 7 Uhr.