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Der Don in breiter Front überschritten

Doti

wichtige Anlagen mehrerer anderer Städte der

und 53 Flugzeuge zerstört.

Midlands und Ostenglands an. Bei guter

die Soro-

3m Raum Woronesch hatten

iels nach ihren ausiergewöhnlich hohen Verlusten Tresferlage wurden zahlreiche Zerstörunzen und

ausgedehnte Brände beobachtet.

es Selbst'

3tn eroberten Rostow

gutzleiter.

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Bei militärisch wirkungslosen Tagesstörangriffen einzelner britischer Bomber gegen Siedlungen im nordwestdeutschen Gebiet wurden drei Flugzeuge abgeschossen.

t70Ä» tigere.

Luftschutz-

: Kräfte m emanntei! en.

Der Wehrmachtberichi.

DRB. Aus dem Führerhauptquartier, 28. Iuli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

3m O st e n wurde der Brückenkopf über den Don bei R o st o w in fortschreitendem Angriff stark nach Süden erweitert. Ostwärts der Stadt haben 3n- fanterie und motorisierte Verbände in breiter Front den Don überschritten und nach Brechen feindlichen

angegriffen.

3m mittleren Frontabfchnitt wurden einge- chlossene feindliche Kräfte vernichtet oder gefangen genommen.

ließen an- en hiermit

ser, Getreidesilos und Derladeanlagen zusammenge­stürzt. An der von Stukas zerstörten großen Don- Brücke stauen sich die ineinandergeschobenen Züge mit Panzern und Artillerie, die die Bolschewisten ebensowenig auf ihrer Flucht mitnehmen konnten wie die Wagen und Traktoren, die die zum Ufer abfallende Straße verstopfen. Zwischen den Trüm­mern im Hafen wimmelt es von Frauen und Kin­dern, die der Hunger treibt. Aus den verfallenen Kühlhäusern strömen die Menschen heraus mit ein paar stinkenden Salzheringen in der Hand. Gegen Abend stehen wir auf einer Höhe am Nordufer des Don. Weit schweift der Blick über das Don-Delta. Einige hundert Meter hinter uns sind deutsche Bat­terien in Stellung gegangen und belegen den RaiM südlich Bataisk mit Granaten, die man durch das Glas deutlich einschlagen sieht. Bataisk brennt. Leuchtraketen der Jnfanteriespitze fordern Vorver- legen des Feuers. Nur zwei Tage nach der Erstür­mung von Rostow ist der wichtige Brückenkops Ba- taisk in deutscher Hand. Unter uns hinweg bewegt sich der Strom der Infanterie in den neuen Kampf­raum jenseits des Don. Einer der begleitenden Offi­ziere erklärt uns, daß da unten eine Division kämpft, die seit dem Polenfeldzug 5500 Kilometer reinen Fußmarsch hinter sich gebracht hat.

Wie Rostow befestigt war.

Im Westen, Norden und Osten von Rostow hatten die Bolschewisten in monatelanger Arbeit ein weit­räumiges Derteidigungssystem von 30 km Tiefe ge­schaffen. Drei hintereinanderliegende 6 bis 8 m breite Panzerabwehrgräben in einer Ge­samtlänge von 220 km sollten das Vordringen der deutschen Panzertruppen aufhalten. Das ganze Ge­biet war mit Tausenden von Minen ver­seucht. Hintes jedem der Panzergräben lag ein terrassenförmig ansteigendes nach modernsten Ge­sichtspunkten angelegtes Bunkersystem von etwa 400 schweren und 1900 leichten Bunkern, die durch Laufgräben untereinander verbunden waren. 3n der Stadt hatten die Durchgangsstraßen Meter- dicke Stein- und Betonbarrikaden, die von ausbetonierten Schützenstellungen flankiert waren. Haupt- und Nebenstraßen waren durch Mi­nenfelder gesperrt. Trotz größter Hitze und zähesten Widerstandes des Feindes wurde dieser Verteidi- gungsgürtel in zwei Tagen von schlesischen, hessi­schen, württem bergischen, badischen Divisionen, einer ff> und einer slowakischen Division durch­brochen. Haus für Haus mußte oft zusammen, geschossen, von Flammenwerfern ausgeräuchert und im Nahkampf genommen werden.

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an Menschen und Material am gestrigen Tage außer in einigen örtlichen Vorstößen nicht mehr

regelrechte Blätterstürme und Propagandawellen über England und Amerika hinwegbrausen zu lassen. Was uns gegenwärtig aus den angelsächsischen Län­dern berichtet wird, zeigt die Spuren eines organi­sierten Massenwahns eine Feststellung, die uns insofern erfreulich erscheint, als aus solchen Zuständen selten Vernünftiges geboren wird, und es ein Merkmal des Krieges ist, daß die Unvernunft des einen in der Regel Nutzen für den anderen bedeutet.

Es liegt uns ferne, diese Erinnerungen an die vielgestaltigen Phasen des Themas zweite Front" etwa durch Prophezeiungen für hie Zukunft zu er­gänzen. Wir bedürfen dafür keinerlei Spekulatio­nen, well wir über nützliche Erfahrungen und die Briten über nicht minder deutliche Lehren aus der Geschichte dieses Krieges verfügen. Mögen diese die Lehren vergessen, wir jedenfalls bekennen uns zu den gleichen Grundsätzen der unerschrockenen und unerschreckbaren Entschlossenheit, mit der das deut­sche Soldatentum in diesem großen Kampf von

An der Wolchowfronk fchellerle ein feind­licher Angriff gegen einen Brückenkopf in hartem Rahkampf.

3n Aegypten griff der Feind mit starken 3nfanlerie- und Panzerverbänden nachts die deutfch-italienischen Stellungen bei El Alamein an. 3m Gegenangriff wurden die Briten unter hohen Verlusten zurückgeworfen und hierbei 1000 Gefangene eiligebracht fowle 60 Panzerfahrzeuge vernichtet.

Kampf- und Sturzkampfflugzeuge griffen in die Abwehrkämpfe mit Erfolg ein. 3n Luftkämpfen schossen deutsche 3äger neun britische Flugzeuge ohne eigene Verluste ab. Auf Malta setzten deut­sche Kampfflugzeuge die Bekämpfung von Flug­zeugstühpunkten fort.

3m Kampf gegen Großbritannien griff !die Luftwaffe am gestrigen Tage zahlreiche 3ndu-

Der Führer zum Geburtstag des Duce.

B e r l i n, 29.3ull. (DRV. Funkfpruch.) Der Füh­rer hat dem Duce aus Anlaß feines 5 9. Ge­burtstages das nachfolgende Telegramm über­mittelt:

Zu 3hrem heutigen Geburtslage spreche ich 3hnen, Duce, in kameradschaftlicher Verbundenheit meine und des deutschen Volkes auf­richtigste Glückwünsche aus; sie gelten vor allem 3hrem persönlichen Wohlergehen und dem Gedeihen des faschistischen 3taliens. In der uner­schütterlichen lleberzeugung, daß unsere Völker ge­meinsam mit den Verbündeten der Achse in diesem Kampf um Europas Freiheit und Zukunft den End­sieg erringen werden, grüße ich Sie an diesem Tage wie immer auf das herzlichste. 3hr Adolf Hiller."

Eine bewundernswerte Leistung vollbrachten fünf italienische Flieger, die einen Flug RomTokio- Rom in vier Tagen Hin- und vier Tagen Rückflug durchführten und hierbei rd. 26 000 Kilometer zu­rücklegten. Unser Funkbild zeigt den Duce bei der Beglückwünschung des Oberstleutnants Mos- catelli, nach der Ankunft in Rom. Atlantik-Funk- bild-Luce (Sch.).

Tiefenausdehnung von gut 30 Kilometer. Hier ver­teidigt der Feind das Höhengelände nordwestlich Kalatsch. Südlich der Stadt und nördlich des Berg- geländes wurde der Widerstand des Feindes gebro­chen und die Bolschewisten zurückgeworfen. In die- en Kämpfen wurden von den deutschen Truppen gegen zum Teil frisch in die Schl geht geworfene Kräfte des Feindes feit dem 23. 7. 2 5 0 bolsche­wistische Panzer abgeschossen. Kampf­und Sturzkampfflugzeuge, die in rollenden Einsätzen die Kämpfe des Heeres unterstützten, vernichteten allein am Montag 44 Panzerkampfwagen. Aufklä­rungsflugzeuge wiesen den Kampfflugzeugen den Weg zu bolschewistischen Feldflugplätzen ostwärts Kalatsch. 53 bolschewistische Flugzeuge wurden durch Bomben am Boden zerstört. Nordwestlich Stalin­grad richteten Bombentreffer starke Zerstörungen in beladenen Güterzügen an. Jäger brachten 38 bolsche­wistische Flugzeuge zum Absturz.

Die Rolle der Luftwaffe als Wegbereiterin der Erdtruppen tritt also auch jetzt wieder zutage. Kampfflugzeuge haben ihre Angriffsflüge im mitt­leren Frontabschnitt b i s Saratow ausgedehnt, wo ein großes Kugellagerwerk schwer getroffen wurde. Saratow liegt an der mittleren Wolga und ist mit seinen fast 400 000 Einwoh­nern die Hauptstadt der Wolgarepublik, die von zahlreichen Volksdeutschen vor ihrer Ver- chleppung bewohnt war. Die Entfernung von Wo-

Es sind in diesen Wochen drei Jahre vergan- I n, seit. die britisch-amerikanischen Bemühungen, < ,s der Danzig- und Korridor-Frage einen euro-

'ner n in deq Injängen flemanii ebene.

Südlich des Don.

Der Wehrmachtbericht vom 28. Juli sagt, daß die Kämpfe im großen Donbogen nordwestlich von Ka­latsch noch andauern, während südlich dieses Ortes die deutschen und verbündeten Truppen den gesam­ten Unterlauf des Don erreicht bzw. überschritten haben. Kalatsch ist an sich eine kleine Kosakensied­lung und auch im Rahmen der wiederholten Fünf- jahrespläne Stalins eine Kleinstadt geblieben. Aber die Stadt ist wichtig, weil knapp unterhalb von Kalatsch, das bereits am Ostufer des Don liegt, der 1926 begonnene Kanal von der Wolga in den Don mündet. Der Don biegt hier aus feiner Süd- Ost-Richtung in die Süd-West-Richtung ab. Ka­latsch liegt also am unteren Ende des innersten Don- Knies. Die als noch nicht beendet bezeichneten Kämpfe nordwestlich Kalatsch finden in dem teils welligen, teils fast steilen Bergland statt, das den Don zu seinemKnie" zwingt. Die-Erhebungen int) bis zu 250 Meter hoch, das Bergland hat eine

P2. Jahrgang Nr. »76 Ericveim täglich, außer Sonntags und feiertags

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Widerstandes den Wanytfch - und Sal-Ab- f ch n i l t erreicht. 3m großen Donbogen dauern die Kämpfe nordwestlich K a l a l f ch noch an. Südlich diefes Ortes haben die deutschen und verbündeten Truppen den gesamten Unterlauf des Don erreicht bzw. überschritten. Die Luftwaffe hat durch starke Angriffe an der NiedSrkämpfung des feindlichen Widerstandes südlich Rostow besonderen Anteil. Bei - . - - - - - -

Tag und Rächt wurden auch gestern die Rachschub- strie- und Verkehrsziele m Sud- und.Mittel- Verbindungen, der Fährverkehr und FIMkühpunkie > n g I n n d m>> Einzel lugzeugen und in der ver- der Sowjets angegrifteu. Hierbei wurden zahlreiche gangen en Rächt m t starken Kräften das britische Züge und Eisenbahnanlagen, mehrere Frachtschiffe Industriezentrum Birmingham sowie kriegs-

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den sein, weil sie vermuten, daß ein Ueber- raschungserfolg wohl nicht mtt einer Ex« Zedition zu erhoffen ist, die seit mehr als Zwölf Monaten das Gespräch der ganzen Welt bildet.

Zu diesen und ähnlichen Momenten aus der Ent­wicklung des vergangenen Jahres tritt freilich noch ein Umstand, der für verstandbegabte. Betrachter ebenso ernüchternd wie für Stalin und seine Tra­banten in aller Herren Länder aufregend wirkt. Die ersten Rufe nach derzweiten Front" kamen nach den Sowjetzusammenbrüchen in der Gegend von Bialystok und Lemberg heute ertönen sie aus dem Bereich des Kaukasus! Und es zeigt sich nun, daß Moskau, obwohl es nicht in der Lage war, sich im Verlaufe eines Jahres auch nur an einer Stelle, an der der deutsche Soldat ihm in großem Angriff gegenübertrat, mit Erfolg zu halten es

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f- hon fühlten sich die Kriegstreiber sicher, und mit a er zynischen Offenheit gingen ihre publizistischen abanten daran, der immerhin etwas mißtrauischen Mischen und sonstwie beteiligten Weltöffentlichkeit

Aussichten und Chancen des beschlossenen Waf- fngangcs in verlockenden Farben darzustellen. Das j mptargument ihrer -Propagandaweisheit war da- biiderZweifrontenkrie g", der wie sie prophezeiten Deutschland nunmehr ebenso bevor- iiinde wie einst im- Jahre 1914. Von der einen &itc würden die Poilus, von der anderen die nicht 11 nder schneidigen Polen das Reich in wenigen -ochen zusammenschlagen kurz: den Gegner so­wohl von vorn wie auch im Rücken zu haben, das < nge über Deutschlands Kraft, das fei sein sicheres I ibe.

Es dauerte nach Ausbruch der Feindseligkeiten «nau 18 Tage, bis dieses so schöne Themazweite grollt" zum erstenmal in diesem Kriege auf britisch- «aenkanisches Verlustkonto gebucht werden mußte! Ls dann das Frühjahr 1940 herannahte, als da­mals alle Briten eineerlösende Tat" forderten und je Londoner Kriegsurheber ein dringendes Bedürf­nis empfanden, nach dem Erlebnis des Polenfeld- zlges und nach einem Winter des Wartens endlich

Initiative zu übernehmen, da fiel zum wieder­holten Male däs Wort von derzweiten" Front. ($icerste" Front war damals noch vor knapp zweieinhalb Jahren die Maginotlinie von Basel bis Aachen!). Anfang April 1940 schlug die herbei- Asehnte große Stunde, und es wurde nach der tzlnischen nun die norwegischezweite Front" «richtet. Sie ist in der Geschichte dieses Krieges als ejenfo kurzes wie für die Briten dramatisches Dor- soiel dßs französischen Zusammenbruchs eingegan- An, ähnlich der dann ein Jahr später gestarteten neuerlichen britischenInitiative" in Jugosla­wien und Griechenland, die ebenfalls als Errichtung einerFront" geplant und mit größten Hoffnungen begonnen erneut zum jäm­merlichen Schauspiel wurde und in nichts den Ab­lauf der geschichtlichen Ereignisse im Osten zu ver-

»andern vermochte.

IiMit dem 22. Juni 1941 nun hat sich das Thema zweite Front" in seinem Wesen insofern geändert, is seitdem nicht mehr britische Kriegstreiber, Aben- Nurer und Leitartikler dieses Wort in die Debatte warfen ihr Feuereifer war durch dreimalige blu­tige Erfahrung abgekühlt, sondern der zuerst so laut gepriesenemächtige Freund." Stalin, der furchtbare Koloß" Sowjetunion in immer, gröberen Ionen die Forderung nach einem neuen kriegerischen Experiment Englands auf dem Kontinent erhob.

' Seit die Sowjets in den Juliwochen des vergan- gtnen Jahres durch die ersten kühnen Schläge der bkutschen Wehrmacht nach Osten getrieben wurden, hot Moskau mit wachsender Schärfe auf ein mili­tärisches Unternehmen Englands zur Enttastung des Ölens gedrängt. Daß für die Sowjetaaitatoren die Frage, ob ein solches Experiment größeren Erfolg «rspreche und welche Opfer es erfordere, völlig ne- brnsächlich erschien, ist verständlich. Den Stalin, Mo­lotow und Konsorten war und ist es natürlich gleich­gültig, ob die Engländer ein neues Namsos, Dün­kirchen, Piräus oder Kreta erleben^ wenn nur sie jelbft dadurch eine Atempause in dringendster Not

Berlin, 28. Juli. (DNB. Funkspruch.) Vertreter der Auslandspresse und einige deutsche Schriftleiter, die sich nach der Erstürmung von Rostow mit dem Flugzeug dorthin begeben hatten, sind wieder nach Berlin zurückgekehrt. Ein Mitglied der Ausbands­redaktion des DNB. berichtet:

lieber Lemberg, Schitomir und Charkow erreich­ten wir das Asowsche Meer. Es ist strahlender Son­nenschein, als die beifoen Ju52 auf dem Flugplatz aufsetzen. Im Autobus geht es nach Taganrog weiter. Feiertäglich gekleidete Menschen erwecken den Eindruck einer Stadt im tiefsten Frieden. Auf dem Gehsteig sieht man Männer in weißer russischer Jacke und buntgeftirfter Kappe auf dem Kopf, die Frauen mit lässig über der Schulter getragenem knallbunten Sonnenschirm; denn es ist heiß, 35 Grad mindestens. Dor den Kinos drängt sich die Jugend. Im Autobus geht es n a ch R o st o w. Eine undurch­dringliche Wolke schwefelgelben Staubes steht vor dem Wagen. Nur an Wegbiegungen wird der Blick für Sekunden frei, und dann taucht neben uns aus dem Dunst des Staubes die Infanterie auf, die nach vorn strebt, staubbedeckt, Mann hinter Mann. Und über die endlosen Infanteriekolonnen hinweg lassen die Staubwolken dann und wann einmal einen kurzen Blick frei auf Sonnenblumenfelder und die endlose Steppe, die sich bis hinunter zu den Mo- gili, den 1500 Jahre alten Skythengräbern dehnt, deren Hügel der eintönigen Landschaft das einzige Merkmal aufprägen. _

Der Wagen poltert über eme Behelfsbrücke. Der Mius ist überschritten, der 15 km ostwärts von Ta­ganrog die deutsche Winterstellung bezeichnete, aus der heraus die deutschen Divisionen bei 35 Grad Hitze zum Angriff gegen Rostow antraten. Von Rostow sind nur'n och Ruinen übrig. Die hie­sigen Maschinenfabriken in den Vorstädten sind ebenso zerstört wie die Bahnanlagen und bie In­nenstadt mit ihren mächtigen Gebäuden. Die Bol­schewisten behaupten, sie hätten Rostow evakuiert. Nichts davon! Gewiß, ihM Parteifunkttonare haben sich frühzeitig in Sicherheit gebracht. Die Zivil­bevölkerung jedoch wurde dem Krieg schutzlos preis- gegeben in einer Stadt, die eine einzige große Festung war. Die Befestigungsanlagen ziehen sich bis in den Stadtkern, mitten durch bie Wohngegenden hindurch. Schwere Bunker und Kampfstände flankieren jede Straßen­kreuzung. . ,.

Dann kommen wir zu den Don-Kais hinun­ter Alles zerstört, so restlos, daß einer der uns begleitenden Ofsiziere, der in Dünkirchen mit bröei war meinte, das fei hier noch viel gewaltiger. Wie Kartenhäuser sind die Lagerschuppen und Kühlhäu-

Giehener Anzeiger

Brflblf<htllni6erfttmradetet8. lange General-Anzeiger für Oberhessen ^«Ießen^ch»Iftra^r-4

ischen Konflikt zu entfesseln und einen plan- äßigen Angriff gegen Deutschland die Wege zu leiten, ihren Höhepunkt erreichten.

Erinnerungen zum Themazweite Front"

Äon Helmut Lündermann, Stabsleiter des Reichspressechess.

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50 km

gewinnen.

Den aufgeregten angelsächsischen Journalisten, die sich gegenwärtig mit lautem Geschrei gebärden, als ! et diezweite Front" ihre eigene und eine strate- tcksch geradezu erleuchtete Erfindung wäre, feien die sachlichen Feststellungen in das Gedächtnis zuruckgc- mren, die die britischeSunday Times" schon am fAugust 1941, also vor Jahresfrist, über diese Frage getroffen hat. Es heißt da:Selbst wenn die Errichtung einer zweiten Front ben Eng- ' ländern Zehntaufende von Toten unb Verletzten loston würbe so bemerkt man in Myskau, dürfte eine berartige Entlastungsoffensive trotzdem nicht unterlassen werden." .

; Es scheint uns, daß in den einzelnen Formulie- rungen dieses Satzes theoretisch so ziemlich alles onsgesprochen ist, was auch heute noch zum Ibemazweite Front" zu sagen ist. Dn der Praxis irrilid) hat sich die Lage doch verändert, und dies nicht zugunsten^derer, die berufen sind, die Mos­kauer Wünsche in die militärische Tat umzusetzen, do märe beispielsweise daran zu erinnern, daß wäh­lend des Jahres, das seitdem verflossen ist, die bn= nsch-amerikanische Tonnage auf die unsere Gegner schließlich bei jeder Operation angewiesen lind um eine für sie furchtbare Millionenzlsfer versenkter Schiffsraumtonnen weniger geworben ist. äiß aber dabei die deutsche U-Boot-Wafte nicht schwächer geworben ist, fonbern im Gegenteil g r o - kre Formate angenommen hat als ie zuvor, Vorüber missen bie Herren auf den bntischen und ainerikanischen Regierungsbänken wohl atn aUer= beten Bescheid. Unb daß es unserer Wehrmacht ötber an Angriffsgeist noch an jenerKoordination mangelt, für die man bei unseren Gegnern immer neue Geheimrezepte sucht, das hat wohl diefür ßnglanb, Amerika unb die Sowjetunion, gleicher- Naßen furchtbare Nordmeerkataftrophe bewiesen.

| Wir werben uns ferner daran erinnern, datz stcy bie Welt auch sonst zu damaliger Zeit jur England un vieles rosiger darstellte, als es heute der Fa ist, nachdem seither nicht mehr wie früher nur seine Bmbesgenoffen niederbrachen, sondern es oon Singapur bis Marsa Matruk erstmals wichtigste 'igene Positionen opfern mußte. ^chüeßUch nngen die sonst so gesprächigen britischenri­schen Sachverständigen" zum Thema der Zwette Ziont, im Gegensatz zu ihren journalistischen Mai- lezen, vielleicht auch deshalb so schweigsam gewor-

doch fertigebracht hat, sich in genau der gleichen Zeit in den Ländern seiner Verbündeten einen Ettftluß auf die Presse und die Oeffentlichkeit zu verschaffen, , , der die Bolschewistenhäuptlinge in die Lage versetzt, Sieg zu Sieg geeilt ift