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Aus -em Reich

Donnerstag seinen 50. Geburtstag. Er

Asien, der größte der fünf Kontinente umfaßt sgefamt 44 Millionen Quadratkilometer Land und

wurde in

am

insgesamt 44

werfen hatte.

Dr. Robert Pfaff-Giesberg.

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allein 6 Millionen zur Sowjetunion, die noch wei­tere 15 Millionen Quadratkilometer asiatischen Bodens ihr eigen nennt und so bisher das größte Staatswesen unserer Erde gewesen ist. Daß dieses riesige Reich dabei mit kaum 190 Millionen Be­wohnern unvorstellbaren Ueberfluß an Raum hat gegenüber derart dicht besiedelten Ländern wie Deutschland, Italien und Japan, oder gegenüber Europa mit seinen 520 Millionen Menschen, ist auch eine der Ungerechtigkeiten in der Verteilung der Güter der Welt!

angriff unterstützt zwei Landungen, die die Stärke der Angreifer auf ein Regiment und schließlich a u f eine Marine-Brigade erhöhen.

Es ist eine gewaltige Uebermacht gegen die Gebirgsjäger, die sich an einer beherrschenden Seenenge zu einem Igel zusammengezogen haben. Erbittert stemmen sich die Männer mit dem Edel­weiß dem sowjetischen Druck entgegen, der als Glied einer Angriffszange in die rückwärtige Verbindung der deutschen Front greisen soll. Als begegnendes Zangenglied sind im Süden zwei Schi- und Renntier-Brigaden unterwegs. Auch sie bleiben weit draußen in der Tundra stecken. Mag hier im Norden noch über ein Tagesmarsch die Sowjets von der Derbindungsstraße trennen, die Gebirgsjäger lassen sie nicht einen Schritt weiter. Hinter Geröll und Birkengestrüpp haben sie sich ver­schanzt und halten stand. Die Hauptkampflinie ist vom heftigen Feuer aller Waffen umtobt, das in

über 1100 Millionen Bewohner. Davon wieder sind allein 450' Millionen Chinesen, die etwa 7 Mil­lionen Quadratkilometer Boden zur Verfügung haben, Afrika hat 30 Millionen Quadratkilometer Fläche bei 150 Millionen Einwohnern, Nordamerika 24 Millionen Quadratkilometer und 175 Millionen Menschen. Südamerika 18 Millionen Quadratkilo­meter bei 85 Millionen, Australien mit Ozeanien 9 Millionen Quadratkilometer und rund 10 Mil­lionen und die Antarktis gut 10 Millionen Quadrat­kilometer und keine Bewohner. Es kommen also auf einen Quadratkilometer Boden in Europa 52 Men­schen, in Asien 28, in Afrika 5, in Nordamerika 7,3,

den gottergebenen Menschen zum Herrn über das Schicksal macht und die in Kügelgens Schriften das Licht ist, das im Dunkeln leuchtet.

Ernst von Niebelschütz.

^-Obergruppenführer Sepp Dietrich 50 Jahre.

Der Kommandeur der Leibstandakte ^-Adolf- Hitler, ^-Obergruppenführer und General der Waffen-//, Sepp Dietrich, Träger des Eichen­laubs zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, begeht

jüjon beim ^Auftauchen unserer Sturmgeschütze die

Es wird eine kurze Nacht. Am frühen Morgen schon rollen wir weiter, diesmal talabwärts. Im nächsten Dorf geht es los: überall zwischen den Häusern Bolschewisten über Bolschewisten, Fahr­zeuge und Geschütze dazwischen. Noch während wir uns der Ortschaft nähern, brausen deutsche Bomber über uns hinweg. Im Nu stehen einige Häuser in Flammen, dicke weiße Rauchschwaden ziehen sich durch den strahlenden, sonnendurchfluteten Morgen. Unsere Sturmgeschütze fahren an das Dorf her­an, halten, feuern.

Bald steht das Dorf in Flammen. Hilflos scheint uns das schwache MG.-Feuer des Feindes. Geschütze und Fahrzeuge lassen sie im Stich, da die Brücken über den Bach zerschlagen find. Zu Fuß versuchen sie sich auf das andere Ufer zu retten und in wilder Flucht die jenseitige Höhe zu erreichen. Da schieben sich drüben auf die Sekunde im richtigen Augenblick unsere Panzer über den Hang und jagen einen Hagel von Granaten zwischen den flüchtenden Feind, dem jetzt auch der letzte Ausweg abgeschnitten ist. Gefangene über Gefangene, alle noch das Grauen in den Gesichtern, zahlreiche Fahrzeuge, ein großer Teil davon völlig intakt, verlassene Ge­schütze aller Kaliber, brennende Häuser, zertrüm­mertes Kriegsmaterial, Pferdeleichen und gefallene Bolschewisten: das sind die Bilder der Vernichtung, an denen jetzt unser Weg vorbeiführt, hinunter in das Dorf, in dem sich die West- und Nordostflanke des Kessels von Charkow die Hand reichen.

Hawangen geboren. 1911 trat er als Freiwilliger in das Heer ein und zeichnete sich im Weltkrieg in einem Sturmbataillon aus. Nach dem Kriege kämpfte er in einem Freikorps. Frühzeitig schloß er sich der NSDAP, an und führte bereits 1928 in München die erste Formation der Schutzstaffel im ganzen Reich. 1931 wurde er Kommandeur der Leibstandarte und Führer der ^-Gruppe Ost, 1934 ^-Obergruppenführer. Seit Kriegsausbruch steht Sepp Dietrich mit seinen ---Männern vor dem Feind. Am 5. Juli 1940 verlieh ihm der Führer das Ritterkreuz und am 31. 12. 1941 das Eichen­laub zum Ritterkreuz. (Bild: ^-PK.-Kriegsberichter Mobus-Scherl.)

Anschlag auf den stellvertretenden Reichsprotektor.

Prag, 27. Mai. (DNB.) Gegen den stellverlre- lenden Reichsproteklor ---Obergruppenführer heydrich wurde am INittwochvormitlag in Prag von bisher unbekannten Tätern ein Anschlag verübt. ---Obergruppenführer heydrich wurde hier­bei verletzt, befindet sich jedoch außer Le­bensgefahr. Für die Ergreifung des Täters ist eine Belohnung von 10 Millionen Kronen aus­gesetzt worden.

in Südamerika 4,7 und in Australien und der Süd­see 1,1. Man sieht auch hier, wie uneinheittich die Erde aufgeteilt ist und was für Möglichkeiten bei einer Neuordnung der wirtschaftlichen Kräfte sich ohne Zweifel ergeben können.

So weit und mannigfach die Länder der Erde nun auch scheinen, so verblüffend gering ist doch der Gefamtumfang alles Bodens gegenüber den unge­heuren Wassermassen, die den größten Teil der Erd­oberfläche bedecken. Die Meere erst übertreffen alle Vorstellungen von Größe und Weite. Während alle Festländer und Inseln zusammen höchstens 145 Mil­lionen Quadratkilometer Fläche, also nur 28 v. H. der ganzen Erde ausmachen, beträgt allein der Um­fang des Stillen Ozeans, an dessen Rändern der gegenwärtige Kampf Japans sich abspielt, über 180 Millionen Quadratkilometer! Der Atlantische Ozean ist 105 Quadratkilometer groß, der Indische gegen 80 Millionen. Hier erweist sich die Bedeutung der Schiffahrt für das Leben der Menschheit und man versteht den Vorteil, den eine meerbeherrschende Seemacht wie es England einst war gegenüber den landgebundenen Völkern auf dem Gebiet der Welt­wirtschaft und des Handels in die Waagschale zu

Vernichtungskamps imHerzen -es Kessels

Von Kriegsberichter Herbert Rauchhaupt.

Meister des Wortes.

Zu Wilhelm vom Kügelgens 75. Todestage.

Wer heute auf einem Gange durch das Harz- ftädtchen Ballenstedt einen Augenblick vor dem freundlichen Hause stehen bleibt, das Wilhelm von Kugelgen mit seiner zahlreichen Familie mehr als dreißig Jahre bewohnt hat, und in dem er am 25. Mai 1867 kaum bemerkt auch gestorben ist, fühlt sich unwillkürlich an Goethes WorteDie Stätte, die ein guter Mensch betrat, ist eingeweiht" erinnert und wird Bettachtungen anstellen über den sittlichen Wert eines Lebens, das wie wenige von der ur­sprünglichen Tugend einer fast genial zu nennen­den Herzensgüte geadelt war. Denn um seiner menschlichen Eigenschaften willen liebt ihn das deutsche Volk, dem er in denJugenderinne­rungen eines alten Mannes" und den später zu einem Lebensbilde zusammengestellten Briesen aus fast fünf Jahrzehnten eins der schön­sten, lebendigsten und innigsten literarischen Denk­mäler geschenkt hat, die wir besitzen.

Es liegt hier einer der bei Künstlern nicht sel­tenen Fälle vor, daß ein Maler von Beruf, ober ohne innere Berufung fein wahres und ange­borenes Talent, das ihn den Pinsel mit der Feder des Schriftstellers und Erzählers vertauschen läßt, erst spät und fast ohne sein Wissen entdeckt hat. Nicht um Gelderwerb oder um Ruhm zu ernten, schrieb dieser Meister des Wortes, sondern weil ihm die künstlerische Schilderung des in der Jugend Er­lebten und die regelmäßige briefliche Mitteilung unabweisbares Gemütsbedürfnis war. Wenn Wil­helm von Kügelgen literarischen Ehrgeiz hatte, so nur den, vor sich selber und vor der Sache, um die es ihm geht, bestehen zu können. Ein ganzes und volles Menschenleben liegt in den Erinnerungen und der tagebuchähnlichen Korrespondenz rein und schön vor uns ausgebreitet, aber bei seinem Tode wußte außer den nächsten Angehörigen niemand etwas von dem Wert und dem Umfang dieser ein­zigartigen Hinterlassenschaft. Er selber hat wohl am wenigsten daran gedacht, daß seine Denkwür­digkeiten einmal ein deutsches Volks- und Familien­buch werden könnten.

Aeußerlich gesehen hat seine Biographie nichts Bestechendes, aber da er die Gabe des begnadeten Schriftstellers besaß, auch den unscheinbarsten Stoff in Gold zu verwandeln, gewinnt unter feiner Feder alles Sinn und tiefere Bedeutung. Kindheit und

Sowjet-Marine-Briga-e an -er Murmanküste zerschlagen

Von Kriegsberichter Andres Feldle.

der Stoßrichtung eines Fjordeinschnittes eine Bresche für den Einbruch gewinnen möchte.

Heftige Nahkämpfe entfpinnen sich um die Scho­berhöhe. Die Stellung, die als breiter Felsschild zur weißüb erkrusteten Seen fläche des Backzahnsees abfällt, gibt den Gebirgsjägern eine harte Nuß auf, aber sie wird geknackt. Durch heftiges Granatwer­ferfeuer jagen die Stürmenden vorwärts. Die Sow- jetarmiften verkriechen sich hinter Schroffenköpfen und heben die Hände hoch, wenn sie aufgestöbert werden. Im nächsten Augenblick aber versuchen sie im Rücken der Jäger in Anschlag zu gehen. In har­tem Ringen gelingt es, zwei Kampfgruppen, die um eine Seenverbindung herumgeschwenkt sind, in einer Sperrstellung zu vereinen. Den entscheidenden Schlag führen Sturzkampfoerbände gegen einen Talkessel, in dem die Bolschewisten ihre schweren Waffen und ihr Hauptoersorgungslager gesammelt hatten. In rollendem Einsatz räumen Stukas die Schlucht aus, die sich für Minuten aus weißen Mulden und Wän-

DNB.... 27. Mai. (PK.) Winterliche Oede bedeckt die Murmanküste noch im Mai, wenn die Helligkeit der nahenden Mitternachtssonne bereits die Nacht­stunden überstrahlt. In dem kahlen Fels- und Seen­gelände dieses nördlichen Frontabschnittes fand nach 14tägigem Ringen ein Durchbruchsversuch fein Ende, der sich als letzter blutiger Akt den schweren Winter­kämpfen a schließt.

Das fahle Licht der Mitternachtsstunde der früb= sommerlichen Arktis leuchtet in die grüne Fläcye des Eismeeres hinaus, die sich hinter dem Schnee­schild der Murmanküste dehnt. Zwischen L. und T. setzen im Schutz sowjetischer Kanonenboote Kutter und kleine Transportschiffe zur Felsküste hinüber, die sich, kaum besetzt, in der weiten Flanke der Front dehnt. Die schwachen Abwehrkräfte legen im­merhin ein Kanonenboot auf Grund. Die Bolsche­wisten haben diesen Ausfall allerdings rasch mit neuen Landungstruppen gestopft. Ein Artillerie-

Im Osten fiel Hauptmann Frhr. v.Malapert gen. v. Neufoille, Gruppenkommandeur in einem Sturzkampfgeschwader und Träger des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes. 1912 als Sohn eines Offi-

Oie Graupner-Musiktage.

Dem Andenken eines landgräflichen Hofkapellmeisters in Darmstadt.

Darmstadt, im Mai.

Nicht um das Urteil der Geschichte über Bachs Genie anzutasten, sondern um einen einst hoch an­gesehenen Zeitgenossen Bachs und Händles auch außerhalb der Fachwelt wieder bekannt zu machen, hat man in Darmstadt den Plan zum Gedenken an Christoph Graupner und zur Herausgabe seiner Werke verwirklicht. Die ehemalige hessische Residenz, wo der Komponist 51 Jahre als landgräflicher Hof­kapellmeister wirkte und 1760 starb, darf sich mit Recht alsGraupner-Stadt" bezeichnen.

Die nun erstmals veranstalteten Graupner-Musik­tage haben 19 Werke mannigfachster Art zur Aus­sprache gestellt und gezeigt, wie nur die Praxis die rechten Anhaltspunkte dafür liefern kann, was von Graupners Hinterlassenschaft zeitgebundene, flüchtige Gelegenheitsarbeit und vergänglich bleibt, und was auch heute noch des Erklingens und fachkundiger Beförderung zum Druck würdig erscheint aus der Fülle des in der Hessischen Landesbibliothek ver­wahrten Handschriftenmaterials von etwa 1400 Kan­taten, 114 Sinfonien, 80 Suiten, 60 Jnstrumental- konzerten, Opern und anderen Werken.«

Diesmal war wohl gerade die Mischung verschie­denwertiger Schaffensproben geeignet, die Musiker- persönlichkeit Graupners bei einer solchen für die meisten Zuhörer ersten Begegnung zu porträtieren mit dem skizzenhaften Bildnis eines Meisters, in dem man das hohe Ethos, die tiefe Innerlichkeit und Polyphonie Bachs nicht suchen darf, in dem es aber statt dessen mancherlei Züge eines kernhaften Froh­sinns und eines lockeren, formgewandten handwerk­lichen Könnens zwischen den Zeiten und Zielen, innerhalb deren Graupners Dasein verlief, zu ent­decken gab: ein wendiger, die knappen Formeln und Umspielungen liebender, um Sequenzenketten unbe­kümmerter Generalbaßstil, der mit seiner Zeit ging, aber deutsch war und wandlungsfähig genug, um ourch Gemeinsamkeiten mit der Mannheimer Schule eines Stamitz und mit der Wiener Frühklassik zu

Jugend verlebt der 1802 in Petersburg Geborene zumeist in Dresden und in dem geistig regen Eltern- Hause, das den Grund 3u seiner Herzensbildung legt und den Heranwachsenden Knaben mit jener wun­dersamen Gemütsatmosphäre umhüllt, die wohlbe­hüteten Kindern bis ins Alter hinein nicht verloren geht und von der jede Zeile der3ugenberinnerun= gen" spricht. Die in Ballenstedt, Bernburg und Lausa verbrachten Monate vervollständigen seine Erziehung, die auf der Dresdener Kunstakademie abschließt und in das Mannesalter überleitet. Daß er, dem Vater, einem angesehenen und vielbeschäf­tigten Maler, folgend, selbst Maler wurde, war einer jener auf Selbsttäuschung beruhenden Fehl­griffe in der Berufswahl, die ein Leben verbittern können, wenn eigene Einsicht nicht für den Ausgleich sorgt. So war es am Ende doch ein Glück für ihn, daß der letzte anhalt-bernburgische Herzog Alexan­der Karl ihn 1833 als Hofmaler und Kammerherrn nach Ballenstedt berief, wo der Hofdienst ihm ge­nügend Muße ließ, sich seinen schriftstellerischen Nei­gungen zu widmen und in der Zurückgezogenheit der kleinen Residenz das Werk zu vollenden, das seinen Nachruhm begründen sollte.

Noch heute wird niemand die Aufzeichnungen desalten Mannes" lesen können, ohne sich von' dem wahrhaft Menschlichen, das sich so genau mit seinem Deutschtum deckt, aufs innigste ergriffen zu fühlen. Man ist geneigt, diese universale Tendenz in ihm, die in jeder seiner Schilderungen das Ewige durchleuchten läßt, einer glücklichen Mischung der elterlichen Erbanteile zuzuschreiben. Der Vater in der künstlerisch gehobenen Kleinstadtkultur des Rheinlandes verwurzelt, die Mutter einer altein­gesessenen Landadelsfamilie des Baltikums entstam­mend das gab einen guten, wenn auch polar entgegengesetzten Klang und jene geistige wie räum­liche Spannweite, in der echte Humanität am besten gedeiht. Zu der Erbmasse tritt in Wilhelm von Kügelgen die eigenhändige Individualität, der von Kind auf das Leben mehr ein Gegenstand der Be­trachtung als ein Anlaß zu energischer Betätigung ist. Dieser kontemplative Zug wird noch verstärkt durch ein erschütterndes Erlebnis, das den achtzehn­jährigen Jüngling trifft und wie ein schwerer Schatten über seinem ganzen weiteren Leben steht. Wir meinen den an dem heißgeliebten Vater ver­übten Raubmord. Dieser nie ganz verwundene Schicksalsschlag hätte den grüblerisch^ Veranlagten leicht zum Menschenfeind und Sonderling werden lassen, wäre in ihm nicht jene Kraft gewesen, die

den in eine rauchende Hölle verwandelt.

Heber die' umkämpften Höhen und Senken peitscht ein Schneesturm, der die schwersten Wintertage übertraf.Der Schneesturm", erzählt ein Oberleut­nant,war so heftig, daß er uns auf einer Höhe mehrmals zu Boden warf. Die Bolschewisten gingen eben nach vierstündigem Kampf über einen See zurück, in dem die Böen aufjagten. Wir haben trotz des Wetters keinem etwas geschenkt, die Erbitterung war zu groß. Meine Jäger sprangen auf, gaben................. __ V||l-

einen Schuß auf die Sowjethaufen unten ab und ziers inDarmstadt geboren, studierte er 1932/34 krallten sich wieder am Boden fest. Am Cis warf dort an der Technischen Hochschule. Dann trat er ein Mann in der Pickelhaube nach dem anderen die in das Augsburger Infanterie-Regiment ein und

überraschen um sich, kurz gesagt, an der Vorde- bereihmg des neuen Jnstrumentalstils zu beteiligen.

Sa gab es besonders bei den Sinfonien des zweiten Festtages Anlaß, aufzuhorchen und an den frühen Haydn zu denken, bei einer kraftvoll kon- turierten Eröffnung und wie ein mozartifcher Vor­klang: die Verbindung anmutigen Holzbläserge- tänbels mit gezupfter Streicherbegleitung. Auch der Sinn für gesangliche Melodienentwicklung in den langsamen Sätzen trat mit dem Fortgang der Werkauswahl mehr als am ersten Tage in Erschei- nung. Durch ihre sprudelnde Musizierlaune im Paar- und Wechselspiel haben besonders die Kon­zerte für jeweils zwei Oboen und zwei Flöten ge­fälliger als die vorausgegangenen Flöten- und Fa­gottkonzerte angesprochen. Durch beweglichen geige­rischen Duktus hat ein Violinkonzert gefesselt, wäh­rend die Viola damore, damals schon außer Ge. brauch kommend, vom Komponisten nicht mehr in ihren besonderen seraphischen Klangmöglichkeien ausgewertet wurde.

Aber diese Konzerte ließen erkennen, welche tüch­tigen Instrumentalisten Graupner in seiner weithin geschätzten Hofkapelle besaß, und wie mannigfach von ihrem solistischen Einsatz feine Produktion aus­gewertet worden ist. Von den dargebotenen Kam­mermusikwerken hat mehr noch als eine in Kunaus -Warner gehaltene Cembalosonate eine Triosonate rur zwei Violinen und Baß beeindruckt. Zwei Kan- taten kennzeichneten den Kirchenmusiker hinsichtlich der Beherrschung eines rezitatioischen Chor- und Sologesangstils, andernteils auch hinsichtlich der An­wendung eindrucksvoller Chorfugenplastik und anoser Ausdrucksdeutung typisch barocker Texte bei oer Schilderung der gläubig gestimmten Seelenver- faffung. Graupners Choräle haben nicht die kontta- punktische Mystik Bachs; das Klanggeschehen ist in die Oberstimmen verlagert; aber statt der chroma- tischen Spannungen und Harmoniefortgänge des Leipziger Meisters lernte man Beispiele einer selb­ständig den Ausdruck untermalenden Orchester­sprache kennen.

Um die Durchführung der von der Stadt ermög- lichten Musiktage machten sich mit Generalmusik- bireftor Fritz Mechlenburg, der Herausgeber Hermann L a h l und das Landestheaterorchester mit seinen Konzertmeistern und Solobläsern sowie der Chor der Musikoereinigung Darmstadts verdient. Die Landesbibliothek zeigte in einer Ausstellung Handschriften Graupners, Urkunden und Lieder zu feiner Darmstädter Wirksamkeit. Fritz Bouquet

Rücktritt

des Staatssekretärs Kleinmann.

Der Staatssekretär im Reichsverkehrs- m i n i ft e r i u ms, Dr.-Jng. e. h. Kleinmann, hat den Führer aus gesundheitlichen Gründen von der Entbindung von seinen Dienstgeschäften gebe­ten. Der Führer hat dieser Bitte stattgegeben und den bisherigen Leiter der Haupteisenbahndirektion Ost in Poltawa, Dr.-Jng. Ganzenmüller, zu seinem Nachfolger unter gleichzeitiger Ernennung zum Staats'sekretär bestellt.

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Staatssekretär Dr.-Jng. Albert Ganzenmüller wurde 1905 in Passau geboren. Schon mit 18 Jah­ren nahm er als Angehöriger derReichskriegs­flagge" im November 1923 an der Besetzung des Wehrkreiskommandos München teil. Nach dem Be­such des Realgymnasiums und nach Abschluß seines Hochschulstudiums des Maschinenbaufaches trat er . 1932 in den Dienst der Reichsbahn, wo er als Reichs­bahnrat in München und als Abteilungspräsident in Innsbruck tätig war. Im Oktober 1941 wurde er zur Uebernahme der Leitung der Haupteisenbahn­direktion Ost in Poltawa abgeordnet und im Fe­bruar 1942 zum Eisenbahngeneralkommissar er­nannt. Er verfügt damit über reiche Erfahrungen im Kriegseinsatz der Reichsbahn und ist besonders befähigt, die durch die Anforderungen der Front im Reiche auftretenden Notwendigkeiten im Reichs­bahnverkehr zu lenken. Staatssekretär Ganzenmül« ler ist Träger des Blutordens.

Sicherung des Gefolgschastsstandes in der Kriegswirifchast.

Um Höchstleistungen in der kriegswirtschaftlichen! Erzeugung zu erreichen, ist der unbedingt notwen- bige Bestand an Arbeitskräften in kriegswirtschaft­lich wichtigen Bettieben unter allen Umständen sicherzustellen. Um den Arbeitsplatzwechsel aus Be­trieben der Kriegswirtschaft auf besonders dring­liche Einzelfälle zu beschränken, dürfen in Betrie­ben der Kriegswirtschaft Arbeitsverhättnisse nur durch das Arbeitsamt gelöst werden. So­weit Arbeitsverhältnisse bereits zu einem künftigen Zeitpunkt gelöst worden sind, werden sie bis auf weiteres verlängert. Das gleiche gilt für be­fristete Arbeitsoerhältnisse, die durch Zeitablauf epden würden. Wer ohne Anordnung des Arbeits­amts fernen Arbeitsplatz in einem Betriebe der Kriegswirtschaft verläßt oder einen Gefolgsmann aus einem Betrieb der Kriegswirtschaft entläßt, wird mit Gefängnis und Geldstrafe bestraft.

Berlin, 27.Mai. (DNB.) Der Führer verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberleut­nant Clausen, der als Staffelkapitän in einem Jagdgeschwader im Kampf gegen einen zahlenmäßig meist überlegenen Gegner insgesamt 52 Flugzeuge abschoß.

Arme in die Luft und blieb liegen, bis ihn der Schnee verschüttete." Wenn die Tage auch manchen Ausfall brachten, so konnten sie doch den Angriffs­willen der Jäger nicht brechen. Als der Schnee- sturm abflaute, war das Ende der sowjetischen Bri­gade gekommen. Einzelne Gruppen wehrten sich noch zähe.- Doch eine Stellung nach der anderen wurde aus der sowjetischen Widerstandslinie her­ausgebrochen, bis die Reste im Eismeer verschwan­den. Ueber 3000 Sowjetarmisten aber hatten er­fahren, daß die Bewegungsfähigkeit der Gebirgs- truppen und die Stoßkraft der Luftwaffe auch eine starke zahlenmäßige Ueberlegenheit aufwiegen. Die Murmanfront der Gebirgsjäger steht weiterhin fest und schafft Bombern und U-Booten die Basis ihrer verderbenbringenden Einsätze.

Das Ritterkreuz.

DNB. ..., 27.Mai. (PK.) Marschieren und noch­mals marschieren, den weichenden Feind, für den es keine Rettung mehr gibt, den von Nordosten, vom Donez her, in den Kessel vorstoßenden deut­schen Gruppen immer mehr in die Arme treiben, das ist jetzt, am späten Nachmittag dieses kühlen, regnerischen Maitages die Aufgabe der Voraus- a Heilung mit ihren Sturmgeschützen, auf denen eine Infanteriekompanie hockt, froh, daß sie auf einige Kilometer einmal nicht den schweren, vom Regen aufgeweichteu Boden unter den müden Füßen hat.

In einem Tempo, wie im Manöver oder auf dem Uebungsplatz, geht es nach Osten. Es gibt jetzt keine Rücksicht auf offene Flanken mehr; vorwärts, immer hinein in den Kessel! Denn so schnell wie möglich soll die Verbindung mit den vom Donez auf das Herz des Kessels vorstoßenden Panzern hergestellt werden. Rechts, auf der Höhe, da sitzen sie noch! Die Infanteristen runter von den Ge­schützen, breit entfaltet über das freie Feld. Die Sturmgeschütze dazu. Da kommen sie drüben schon heraus. Auch drüben in dem Waldstück hocken sie bestimmt noch und halten sich versteckt. Aber das kann hinter uns die Infanterie erledigen. Ein paar MG.-Garben hinüber, das genügt, damit sie uns nicht aufhalten. Eine verstreute Häusergruppe, durch die unser Weg führt, wird ebenso schnell erledigt. Jetzt geht es ins Tal hinunter, auf dessen jen- Sem Hang der Brückenkopf gbildet und die

mdung mit den Panzern hergestellt werden soll. Auch hier nur schwache feindliche Kräfte, die