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braucht, in der Hauptsache die direkten Kriegsliefe- run-aen. Der Lebensmittelbedarf der englischen viel'oevölkerung muß im wesentlichen auch heute noch mit Dollars bezahlt werden. Solange die Engländer in den Kautschuk- und Zinnlieferun- gen Malayas, die ja zu einem großen Teil nach den USA. gin-aen, eine reichfließende Dollarein­nahmequelle besahen, machte die Bezahlung der englischen Lebensmittel verhältnismäßig wenig Sorge. Mit dem Verlust Malayas änderte sich aber das Bild ganz entscheidend. England braucht Dol­lars, ist aber nicht mehr in der Lage, sich durch Exporte welche zu verschaffen. So muß es pum­pen. Eine Anleihe von 425 Millionen Dollar gegen Verpfändung wertvollster amerikanischer Ef­fekten in englischem Besitz war nur ein Tropfen auf einen heißen Stein, und zudem verstanden es die gerissenen Neuyorker Juden durch einen geschickten Trick (nämlich Ertragsminderung der verpfändeten Effekten alsAuslandsbesitz" durch höhere Besteue­rung) sich in den Besitz des wertvollen Pfandes zu setzen.

Englands Dollarbedarf wuchs aber immer weiter, und da die Briten keine Lust hatten, ihren restlichen Besitz cm Amerika zu verschleudern, forderten sie immer nachdrücklicher, daß auch die Lebensmittel­lieferungen in die Pacht- und Leihhilfe e i n b e - zogen werden müßten. Zur Begründung bediente man sich dabei des Schlagwortes von derGleich­

heit der Opfer*, das Herr Roosevelt geschaffen hatte. Doch zeigten die Amerikaner wenig Neigung, darauf einzugehen.

Der Jude Morgenthau kam zwar nach London, auf- Der Jude Morgenchau kam zwar nach London, auf­fälligerweise zur gleichen Zeit wie Herr Smuts, und es ist kaum noch ein Geheimnis, daß bei diesen Londoner Finanzberatungen die englische Forde­rung auf Lieferung von Lebensmitteln im Pacht- und Leihwege mit anderen Zugeständnisses bezahlt werden mußte. England hat ja noch manche Werte, wie etwa die südafrikanischen Goldberg­bauaktien. Auf diese haben es die Amerikaner offensichtlich aboesehen, zumal man damit gleichzeitig auch die politislye Kontrolle über die Südafrikanische Union des Herrn Smuts in die Hand bekommt. Auch in diesen sauren Apfel werden die Engländer beißen müssen, denn sie brauchen Brot notwendiger als Gold. So lernt England jetzt am eigenen Leibe spüren, was Ernährungsabhängigteit bedeutet, wenn man nicht mit dem zahlen kann, was der Besitzer dieser Lebensmittel haben will. Der Druck dieser Brotschulden wird von Monat zu Monat unerträglicher werden, und Herr Churchill wird ein Stück des Empire nach dem -anderen dafür hin­geben müssen, auch wenn er sich noch so sehr da- aegen sträubt, der Liquidator des Empire zu sein. Aus der Brotschlinge gibt es kein Entrinnen mehr

V. A.

Lleberlegene Strategie des deutschen U-Boot-Krieges.

Lissabon, 24. Nov. (Europapreß.) Der USA.- Admiral William V. P r a t t schildert in der Zeit­schriftNews Week" die Schwierigkeiten einer wirk­samen Bekämpfung der deutschen U-Boote. Nach wie vor seien die Deutschen in der Offensive. Die An­forderungen des Geleitschutzes seien so groß, daß eine Flottenoffensive gegen die feindlichen Unter­seeboote überhaupt nicht möglich fein werde: außer­dem fehlten den Ueberwasserstreitkräften die An­griffs- und Ueberraschungsmöalichkeiten der U-Boot- Waffe. Besonders Mutterschiffe seien für U-Boot- Jäger verwundbar, ohne Mutterschiffe könnten aber U-Boot-Jäger nicht weit von ihrer Landbasis ope­rieren.

Die Deutschen haben sehr viel Erfindungsgabe in der Führung des U-Boot-Krieges bewiesen", schreibt der Admiral weiter.Ihre Strategie ist gut. Sie suchen eine günstige Stelle heraus und bearbeiten sie, bis sich nichts mehr versenken läßt. Dann wechseln sie ihren Standpunkt. Diese Ver­legung der U-Boot-Angriffe zwingt die Anglo-Ame­rikaner ständig zu der zeitraubenden Einrichtung neuer Stützpunkte für ihre Gegenaktionen. Auch taktisch haben die Deutschen neue Anqriffsmethoden entwickelt und vor allem ihre Geschwindigkeit wesentlich erhöht. Zahlreiche vernichtende U-Boot- Angriffe wurden bei Nacht von hinten auf Geleit­züge durchgeführt."

Der Webrmachiberichi.

DRV. Aus dem Führerhauplquartier, 23. Nov. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Die kampftätigkelt im Kaukasusgebiet be­schränkte sich auf örtliche Unternehmungen.

3m Raum südlich von Stalingrad und imgroßenDonbogen stehen die deutschen und rumänischen Verbände im Zusammenwirken mit starken Nahkampffliegerverbänden weiterhin in schweren Abwehrkämpfen.

Bei vorübergehender Wetterbesserung im mitt­leren Abschnitt der Ostfront waren Kampf- und Sturzkampfflugzeuge zur Bekämpfung feind­licher Artilleriestellungen und Truppenunterkünste eingesetzt.

Südostwärts des 3tmenseegebiets wurden wiederholte, von Panzern unterstützte Angriffe der Sowjets abgewiesen.

3m Gebiet von Agedabia wurden Vorstöße stär­kerer britischer Aufklärungskräfte gegen die deulsch- itatienifchen Stellungen zurückgeschlagen. Die Luftwaffe griff Panzeransammlungen, Kraftfahr- zeugkolonnen und Barackenlager in der Lyrenaika an und fügte dem Feind erhebliche Verluste zu.

Vor Algier warfen Kampfflieger in der ver­gangenen Nacht ein Handelsschiff von 7000 BRT.

in Brand, ein Zerstörer und ein großes Frachtschiff wurden beschädigt. Die Häsen und Flugstützpunkte im Küstengebiet wurden mehrfach mit Bomben be­legt und starke Schäden verursacht.

Nach einem militärisch wirkungslosen Einflug eines einzelnen feindlichen Flugzeuges in das nord- westdeutsche Grenzgebiet griffen britische Bomber in der vergangenen Nacht einige Orte Südwestdeutsch­lands an. Es entstanden vorwiegend Brandschäden, u. a. in Stuttgart. Nachtjäger, Flakartillerie der Luftwaffe und Kriegsmarine schossen zum Teil schon an der Kanalküste und über französischem Ge­biet zehn Flugzeuge, darunter mehrere vier­motorige, ab.

13 Britenflugzeuqe abgeschossen.

B erlin, 23. Nov. (DNB.) Bei ihren Angrif­fen inderNachtzumMontag wurden einige der einsliegenden britischen Bomber schon an der Küste der besetzten Westgebiete von der deutschen Abwehr zum Absturz gebracht. Andere erreichte das gleiche Schicksal beim Weiterflug in das fran­zösische Gebiet oder auf dem Rückflug nach England. Insgesamt wurden 13 Britenflugzeuge vernichtet, unter ihnen auch mehrere viermotorige Bomber, von denen einer in der Nähe von Paris eine Notlandung durchführen mußte. Der Flugzeugführer sagte, daß sein Flugzeug bereits bei der Annäherung an das Stadtgebiet von Stuttgart schwer getroffen wurde. Er mußte sich zum sofortigen Rückflug ent­schließen, kam aber nur bis Paris. An Bord be­fanden sich noch drei tote Besatzungsmitglieder, drei weitere waren unmittelbar nach-dem schweren, Tref­fer, welchen das Flugzeug bei Beginn seines An­griffs erhalten hatte, mit dem Fallschirm abge­sprungen. Sie wurden gefangengenommen. Bei diesen militärisch völlig wirkungslosen Angriffen verloren die Engländer mindestens 80 Mann flie­gendes Personal.

Die USA verloren Dreiviertel ih er Flugzeugträger.

Berlin, 23.Nov. (DNB.) Die nordamerikanische Flotte hat in den ersten elf Kriegsmonaten über Dreiviertel ihres bei Kriegsausbruch vorhandenen Bestandes an Flugzeugträgern und -mutterschiffen verloren. Von acht Schiffen wurden im Pazifik sieben vernichtet, die Flugzeugträger Dornet" (20 OÖO Tonnen),Wasp" (14 700 Tonnen),Enter- prise" (19 900 Tonnen),Yorktown" (19 900 Ton­nen),Lexington" (33 000 Tonnen),Saratoga" (33 000 Tonnen) sowie das Flugzeugmutterschiff Langley" (11050 Tonnen). Die Besatzung belief sich auf rund 10 000 Mann, von denen der größte Teil mit den Schiffen unter gegangen ist. Dieser hohe Verlust hat die USA: gezwungen, Ozeanbamp - f e r zu Hilfs-Flugzeugttägern umzubauen. Die er-

Aquarium und Gchaukelstuhl.

Von Margarete von Olfers.

Georg sagte eines Tages, daß ihm die schönste Erinnerung aus feiner Kinderzeit ein Aquarium märe. Er saß am Frühstückstisch und Sabine ihm gegenüber.Komisch", meinte sie,ein Aquarium ist doch etwas so Stumpfsinniges mit den langweiligen Goldfischen, das ist doch nichts für Kinder, unsere sollen etwas Lustigeres haben." Sie sah dabei in den Kinderwagen, in dem ihr erster Sprößling schlief. Ein Aquarium regt die Phantasie an", beharrte Georg,ich saß stundenlang davor und träumte und beobachtete die schönen Gold- und Schleierfische, die zwischen Algen und schwankem Grün hin und her schwammen."Reat die Phantasie an?" fraate Sa­bine ungläubig.Meine Phantasie wurde als Kind jedenfalls durch etwas ganz anderes angeregt. Denk dir mal, es war ein Schaukelstuhl meiner Groß­mutter, der mich wie ein Schiff in ferne Lande trug, und was ich da alles im Schaukeln erlebte, darüber könnte man Bücher schreiben. Ich muß sagen ich sehne mich oft nach solch einem Schaukelstuhl, in dem man träumen und so viel erleben kann."Ein Schaukelstuhl", spottete nun Georg,dieses Möbel vergangener Zeiten für Frauen, die nichts zu tun hatten. Erfreulich, daß du ihn nicht mit in die Ehe gebracht hast, diesen Schaukelstuhl der Großmutter." Das tut mir heute noch leid, bann setzte ich mich mit dem Bub hinein und reifte weg mit ihm, weit weg, und du kannst allein vor deinen Goldfischen sitzen und dichten."Meinetwegen", sagte Georg nun auch ein bißchen aereizt, zündete sich eine Zigarette an, nahm seine Aktentasche und ging mit einem kurzenAus Wiedersehen?^ in sein Büro.

Sabine blieb nachdenklich zurück.Nun ist er böse", sagte sie, schob den Kinderwagen hin und her und betrachtete zärtlich das winzige Etwas in den Kissen.Wie er Georg gleicht", fuhr sie fort und lächelte,ob er ihm auch sonst wohl ähnlich wird und Goldfische mögen wird?"

Sabine fand plötzlich, daß sie häßlich und eigen­sinnig gegen Georg gewesen war, sie hätte doch ein bißchen mehr auf ihn eingehen können, er sprach <o selten von seiner Kindhett und seinen Liebhabe­reien, viel zu müde und abgehetzt dazu. Eine schlechte Frau? Nein, das wollte sie wieder gut­

machen. Sie wollte ihm ein Aquarium besorgen, er sollte feine Freude an den Fischen haben.

Sabine griff eifrig nach der Zeitung und ver­tiefte sich in den Anzeigenteil. Die RubrikZu tauschen gesucht" machte ihr schon lange Svaß. Sie wollte auch aern etwas tauschen, ja, sie wollte etwas gegen ein Aquarium umtauschen. Vielleicht und wirklich, das war ein Wink des Schicksals, hier stand es fett gedruckt:Aquarium gegen Kuckucksuhr zu tauschen gesucht." Georg besaß eine alte Kuckucksuhr im Schlafzimmer, deren Ruf ihn jetzt oft störte; die konnte sie mit autem Gewissen gegen das Aquarium eintauschen. Schnell mußte bas geschehen, ehe Georg nach Hause kam. Was für ein Glück, daß das Büb­chen schon besorgt war und nun seine Tour schlief, da hatte sie Zeit genug, sich noch dem Aquarium umzusehen.

Es befand sich in einer etwas entlegenen Gasse, drei Treppen hoch im Hinterhaus. Dort stand es in einer Küche, und ein alter Mann war sein Eigen­tümer.Es sind so wenig Fische drin zu sehen", bemerkte Sabine etwas zweifelhaft.Die schlafen jetzt unten im Moos", sagte der alte Mann streng, Fische wollen auch ihre Ruhe haben, oder glauben Sie nicht?" Darauf wußte Sabine nichts zu ent­gegnen, und nach einigem Hin und Her wurden sie handelseinig, das heißt: der Alte erklärte sich bereit, das Aquarium am Nachmittag herüberzubringen unb dafür bie Uhr in Empfang zu nehnzen.

Als Sabine freudestrahlend in ihre Wohnung zurückkehrte, fand sie zu ihrem Erstaunen einen Zettel von Georg vor, er käme vielleicht etwas später zurück, hätte noch etwas Wichtiges zu erledi­gen und sei nur schnell nach Hause gekommen, um ihr das zu sagen. Merkwürdig, dachte Sabine, ob er wohl noch immer böse auf mich ist? Aber wie stehe ich nun vor ihm da mit meinem Aquarium? Gut, daß er später kommt, desto besser gelingt die Ueberraschung.

Der alte Mann erschien am Nachmittag pünktlich im Hause und stellte den Glaskasten und das Ein­machglas, in dem er die Fische transportiert hatte, auf den Küchentisch. Es waren nach wie vor nur drei Fische Sarin, Sabine aber wagte vor dem strengen Alten keine weiteren Einwände zu machen, ! schließlich sah der Glaskasten mit dem grünen Moos »doch sehr nett und stattlich aus, Fische konnte man

Aus dem Reich

pest konzertieren.

Vom 27. November bis

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22. Dezember wird das Strub-Quartett Kon­zerte in Italien geben. Die Reise erstreckt sich auf Mailand, Turin, Triest, Florenz und Rom.

Th. BergersLegende vom Prinzen Engen".

In Wien brachte Oswald K o b a ft a an der Spitze der Münchner Philharmoniker Theodor Ber­gers neues OrchesterwerkLegende vom Prinzen Eugen* zur Uraufführung. Es handelt sich um eine Art von Orchesterimprovifation über Motive bei Volksliedes. Eine Nachtstimmung aus dem Lager­leben der Soldaten kennzeichnet den einleitende» Teil des Werkes, das sich mit der Darstellung bei Aufbruchs der Truppen und des siegreichen Einzug!

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Bei der Uebergabe des Gebietes Mecklenburg an den K. ° Gebietsführer Hauptbannführer Unger überreichte Reichsjugendführer Armann an vierzig Hitlerjungen, die sich bei den britischen Terrorangrif- sen auf Rostock durch besonders tapferes Verhalten ausgezeichnet hatten, das Kriegsverdienstkreuz.

Aus einer Arbeitsbesprechung der westfälischen Hitler-Jugend gab Stabsführer Moeckel bekannt, daß das. bisherige Gebiet Westfalen geteilt und die neuen Gebiete Westfalen-Nord und -Süd den poli­tischen Gauen angeglichen werden. Mit der Führung der neuen Gebiete Westfalen-Nord'und -Süd beauf­tragte er die Oberbannführer van Dopen und Balt. Damit haben alle Gebiete der Hitler-Jugend ihre organisatorische Angleichung uii die Gaue der NSDAP, erfahren.

Wie aus Ankara gemeldet wird, wurde der Ein­spruch der sowjettschen Angeklagten im Ankaraer

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Sgbine trug das Aquarium in das Wohnzimmer füllte es mit Wasser und setzte die Fische hinehi. Einen Augenblick nur konnte sie sich an dem Anblick erfreuen, der Bub meldete sich, und Georg würbe wohl trotz Freude und Ueberraschung etwas z» Mittag essen wollen.

So kam sie erst nach Zwei Stunden dazu, nach den Goldfischen zu sehen. Aber was für ein Anblick bot sich ihr dar: eine Wasserlache, -bie sich zu einem Fluß erweiterte auf dem Fußboden, das Aquarium aber war leer, unb die Fischchen ruhten im Moos aus, vielleicht für immer

Sabine sank in einen Sessel, schlug die Hände vor das Gesicht und meinte bitterlich. In demselben Augenblick hörte sie Georg nach Hause kommen. Auch das noch! Er rief Sabine, und seine Stimm» klang froh.

Bine, ich hab' was für dich, eine ganz groß» Ueberraschung, dein Wunsch ist erfüllt."

Georg schleppte einen Schaukelstuhl in das Zim­mer.Zwar hat die alte Kuckucksuhr daran glauben müssen, ich habe sie gegen den Stuhl bei einem Kollegen eingetauscht und" Georg brach ab unb sah erschreckt auf das Jammerbild von Bine.Was! ist geschehen?" Er übersah mit raschem Blick das Zimmer, den Wasserstrom auf dem Fußboden, das Aquarium am Fenster und begriff alles. Es ist ein wunderbares Gefühl, wenn sich unsere Wunsch' träume jäh in Wirklichkeit umsetzen. So jäh wie die am Morgen geäußerten von Georg und Sabine. Georg schob den Schaukelstuhl rasch beiseite und eilte zu dem Aquarium.Du Dummchen", rief er bann, -.wein' doch nicht so, das Aquarium ist in Ordnung, du hast nur den Verschluß nicht richtig zugemacht... Komm setz dich in den Schaukelstuhl und erzähl mir, wie du zu dem Aquarium gekommen bist."Wie du zum Schaukelstuhl", sagte sie,ich wollte dir eine Freude machen, ebenso wie du mir." Unb sie fing von Anfang an zu erzählen:Zu tauschen gesucht und schloß mit der Tennishose, die nun in Herrn Fischers Besitz war.Was machen wir nur?* schluchzte Sabine von neuem.Deine gute Hose!"

Georg lachte:Ganz einfach wir setzen ein Inserat in bie Zeitung: Zu tauschen gesucht eine kluge Frau Sabine, zwanzig Jahre alt, blond, hübsch, 1,70 groß, gegen eine neue helle Tennishose!*

ften drei, die als Flugzeugträger eingesetzt waren, fielen den Japanern in der Seeschlacht bei den Santa-Cruz-Jnfeln zum Opfer.

Kleine politische Nachrichten.

Der Führer hat dem ordentlichen Professor em. Dr.med. Paul Schmidt in Halle (früher in Gießen) aus Anlaß der Vollendung seines 70. Le­bensjahres in Würdigung seiner verdienstvollen For- schertätigkeit auf dem Gebiet der Hygiene, insbe­sondere der Gewerbehygiene, die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen.

In München wurde die Hochschulgemeinschaft deut­scher Frauen, die alle am Leben'der Studentinnen und am Frauenstudium interessierten Frauen er­fassen wird, durch Reichsstudentenführer Dr. Scheel gegründet. Die Leiterin Frau Dr. Dammer hob hervor, daß bie Hochschulgemeinschaft bazu beitragen werde, baß nur hochbefähigte unS einsatzbereite Ka- merabinnen ben Weg zur Hochschule befreiten werben.

Attentatsvrozeß gegen die Zusammensetzung der Richterkollegiums zum zweiten Male abgewiesen, f» daß die Prozeßakten wieder an das Landesstrafge- richt von Ankara zurückgesandt werden.

Kunst und Wissenschaft.

Deutsche Musik im Ausland.

Wilhelm Furtwängler dirigierte als Gast in der Königlichen Oper zu Stockholm zwei Aufführungen von Richard WagnersWalküre". Der ersten Vorstellung wohnte König Gustaf von Schweden bei. Nach jedem Akt war Furtwängler von den Beifallsstürmen des Publikums umtost, das ihm und den Hervoragenden Solisten Dank unb Anerkennung zum Ausbruck brachte. Dai Berliner Kammerorchester unter Leitung Hanr von Bendas gab in bem überfüllten Teatr» San Fernanbo zu Sevilla, dem größten Andalu­siens, ein Konzert. Die Musiker rourSen zum Schluß mit Blumen überschüttet. Anschließend konzertiert das Orchester in Jerez und in Granada. Erich Röhn, der erste Konzertmeister des Berliner Phil­harmonischen Orchesters, wird in Lissabon, Porto, Madrid unb Barcelona je zwei Konzert! geben, wo er neben virtuoser Violinmusik die Kon­zerte von Beethoven und Bruch sowie Mozart* ^.-dur-Diolinkonzert spielen wird. Herman» Diener wird mit der Geigerin Charlotte Hampe beim Deutschen Wissenschaftlichen Institut in Buda-

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Beteiligten zu VI» bis acht Jahren Zuchthaus. Die Todesurteile wurden bereits vollstreckt. Der Händler Heinrich Kaufchinger hatte bet Bauern Fleisch, Butterschmalz, Geflügel und Honig auf. gekauft und diese Waren wieder gegen verschiedene Mangelwaren eingetauscht oder zu Ueberpreisen ab. gesetzt. Kauschinger wurde vom Sondergericht Nürn­berg zu drei Jahren und sechs Monaten Zuchthaus verurteilt. Im Kreise Gardelegen schlachtete der Landwirt Fritz Lemme nach und nach sieben Schweine unb drei Kälber ohne Schlachtgenehmi. gung. Das Fleisch verbrauchte er anfänglich selbst im Haushalt, später fuhr dann seine Ehefrau damit nach Berlin unb verkaufte es dort zu Wucherprei. sen. Auch an Bekannte in Magdeburg lieferten sie Speck und Butter im Schleichhandel. Das Sonder, gericht in Magdeburg verurteilte die Frau als An. ftifterin der Verbrechen zu zehn Jahren unb Fritz Lemme zu acht Jahren Zuchthaus. Gegen bie Ab­nehmer, bie alle ermittelt werben konnten, laufen gesonderte Strafverfahren.

Bankenhilfe beim Lohntransfer.

Für das Bankgewerbe hat sich seit einiger Zeit ein neues Arbeitsgebiet aus der Aufgabe ergeben, bie Lohnersparnisse ber fremben Ar- beiter, bie in ber deutschen Rüstungs- und Land­wirtschaft tätig finb, so rasch und reibungslos wie irgend möglich an ihre Angehörigen in der Heimat zur Uebermeifung zu bringen. Es handelt sich hier­bei um gewaltige Summen; denn im Jahre 4941 betrug bie Gesamtzahl der abgewickelten Lohnüber­weisungen 3,45 Millionen Stück mit einer Gesamt­summe ber angesammelten und in bie verschiedensten fiänber weitergeleiteten Lohngelber von über 340 Mill. RM. Zur ^Bewältigung dieser Arbeit haben bie Banken ein technisch möglichst einfaches Verfahren entwickelt, bas zugleich eine laufenbe Kontrolle bei richtigen Einsatzes der Auslanbsarbeiter gewähr leistet. Es werden hier bie Erfahrungen, die ein­gespielte Technik unb bie internationalen Beziehun­gen ber deutschen Bankinstitute eintzespannt, um Wirtschaft, Devisenstellen, Arbeitseinsatzbehörben unb staatliche Verrechnungsinstitute von mühseliger Kleinarbeit unb sonst unerläßlichen Kontrollen zu entlasten.

sich immer nachbesorgen. Sie führte nun den alten Mann in bas Schlafzimmer, bamit er die Kuckucks­uhr betrachten unb beurteilen konnte.Die Uhr geht tadellos", sagte sie und wies auf die Wand.

Aber was war. bas? Wie durch einen Zauber war die Uhr verschwunden, nur ein dunkler vier­eckiger Fleck bezeugte noch ihre frühere Anwesenheit. Wo ist denn bie Kuckucksuhr?" fragte ber alte Mann, unb in seiner Stimme bebte verhaltener Zorn. Sabine rang bie Hänbe:-Weg", sagte sie unb sah sich verzweifelt um.Weg gestohlen!" Das kann jeher sagen", legte der Alte jetzt los,bas nenne ich gemeinen Betrug, einen hierher zu locken mit ben Fischen, unb die Kuckucksuhr ist weg, die ist nie bagewesen, sage ich!"

Sabine beteuerte vergeblich ihre Unschuld. Ihr ahnte ja, baß Georg inzwischen zu Hause gewesen war unb bie Uhr fortgebracht hatte, wozu, bas konnte sie sich freilich nicht erklären, vielleicht aus Aerger über bie -Unterhaltung am Frühstücks­tisch ..."

Der Alte würbe immer zorniger.Ich hol die Polizei", rief er unb erschreckte Sabine daburch aufs höchste. Ach, wenn doch Georg da wäre! Sie legte sich aufs Bitten.Aber, lieber Herr Fischer", sagte sie,gibt es denn nichts anderes bei uns zu tau­schen? Sehen Sie sich doch erst mal bei uns um! Vielleicht finden Sie etwas, das Sie brauchen kön­nen."Ein Paar Hosen kann ich brauchen", er­klärte Herr Fischer, und der Anblick seiner schlam­pigen braunen Samthosen ließ keinen Zweifel dar­über.Ein Paar Hosen? Aber mein Mann ist so viel großer wie Sie, die passen Ihnen nicht", seufzte Sabine, in Gedanken Georgs Garderobe durch­gehend. Da waren ja ein paar alte Tennishosen, die er nie mehr getragen hatte, vielleicht

Sie ging an den Schrank, während Herr Fischer abwartend auf einem Sessel Platz nahm. Zögernd reichte Sabine ihm die hellen Tennishosen.Frie­densware." Der alte Mann erwies sich als Kenner, sachkundig betastete er ben Stoff unb erklärte sich enblich mit bem Tausch einoerftahben. Ob Georg ebenso eirwerftanben damit sein würde, wußte Sa­bine allerdings nicht. Immerhin das Aquarium! Und sie atmete erleichtert auf, als sich die Tür hinter Herrn Fischer schloß unb er mit seiner Tennishose entschwunden war.

Oie Abgabe von AZ.-Kleidung.

Wie Ministerialdirigent Dr. Bauer, ber Sach­bearbeiter bes Re chswirtschastsmimsteriums, in der ZeitschriftDas Junge Deutschland', mitteilt, soll in jedem Jahr der jüngste Jahrgang des Jungvolks eingekleidet werden. Der Reichsjugendführer hat genehmigt, daß bie gesamte Hitler-Jugend bie Dienstkleidung auch im täg­lichen Leben tragen darf. Da es sich bei ber Eintreibung des jüngsten Jahrgangs um mindestens 900 000 Jugendliche handelt, sind für die Herstellung der Bekleidung große Mengen an Rohstoffen nötig. Es war deshalb notwendig, die Ausgabe dieser Dienstbekleidung an Kleiderkarten-Ab­schnitte zu binden. Es mußte daher angeordnet werden, daß die Abgabe von parteiamtlicher Ju­gendkleidung ganz allgemein nur gegen Punkte der Reichskleiderkarte erfolgen darf. Um Öen Bezug der Dienstkleidung zu erleichtern, werden nur etwa 50 v. H. der für Zioilkleidung vorgesehenen Punkte verlangt. Die Umstellung kann nur im Rah­men der Rohstoffverhältnisse und Fertigungsmög­lichkeiten erfolgen.

Verbrecher am Volksgut müssen büß-n.

Wenn schon die Wegnahme allgemeinen Volks­gutes, wie sie in den Verbrechen gegen die Ratio- nierungSbeftimmungen vorliegt, im Kriege schwer bestraft wird, so muß die ganze Härte des Gesetzes erst recht bann angewendet werden, wenn sich Volksschädlinge selbst an ben Rationen vergreifen, die für Soldaten ober gar für Verwun­dete bestimmt waren. In einem Refervelazarett in Weißenfels hatten der als Magazinverwal­ter angefteHte Carl Bernhardt und bie als Köchin tätige Gertrud Müller aus ben Verpflegungsratio­nen der verwundeten Soldaten erhebliche Mengen Lebensmittelzuteilungen gestohlen. Sie vergriffen sich sogar an Weihnachtszuwendungen und Liebes­gaben. Die Müller verwendete die Lebensmittel überwiegend im eigenen Haushalt. Bernhardt ver­kaufte die gestohlenen Waren zu Wucherpreisen wei­ter ober tauschte sie gegen Tabak ein. Die beiden gaben auch anderem Küchenpersonal Lebensmittel, um sich besser vor Entdeckung zu schützen. Das Son­dergericht verurteilte beide zum Tode, die andern