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251 Zweites Blatt

24-/25. Oktober 1942

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhesien)

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auf Euch s heute an. Pfennig für Dinge aus, lerEuer ssenkonfo!

und so das Bewußtsein erlangen, daß es sie mit ankommt.

Wir befinden uns in einer Klasse der

mische iwodie 19« ^Oktober

stellt.

Zu Beginn der Einzahlung holen die Kinder zwei Kassetten aus dem Klassenschrank, die von der Bezirkssparkasse Gießen als federführendes Geld­institut für das Schulsparen in der Stadt und im Landkreis Gießen zur Verfügung gestellt sind. Diese Kassetten weisen auf ihrem Deckel ganze Reihen von kleinen Namens- und Nummernschildchen mit Einwurfschlihen für die Geldstücke auf, die jetzt aber auch zum Einschieben der Geldscheine benutzt werden können. Das Innere der Kassetten besteht aus einer

18 Erde und vertraut auf die Zukunft.

m Ende des Ackers rastet der Bauer für kurze |t, holt tief Atem und überschaut die frisch ge- ene Furche. Wie angewachsen steht er, wie mit Erde verwurzelt. Dann wendet er geruhsam, wieder schneidet das glänzende Eisen tiefe Fur- in das Land.

fbie Sonne schauc für kurze Augenblicke hinter den Mlkensetzen hervor. Der Acker ist fertig gepflügt, tofenb einer kurzen Pause wird gefrühstückt. Kann kommt die Sämaschine zu ihrem Recht. Sie ferb mit Saatkörnern gefüllt. Schon ziehen die Iftrbe die Maschine über das Land. Gleichmäßig, jr schnurgeraden Rillen, werden die Körner in das jtbretd) gesenkt. Mit der Egge wird alles zugedeckt. Pie Arbeit ist getan.

t Per Pflug wird aufgeladen, die Maschine ange- |ängt, und dann geht es heimwärts. Nun kann der hinter kommen. Wir wissen, daß die Körnchen

Wir stehen vor der Sparwoche vom 26. bis 31. Oktober. Im Hinblick daraus haben wir die Mittelschule in Gießen besucht, um der Spargeldeinzahlung der Kinder während der Unterrichtspause beizuwohnen. Die Erkennt­nis, daß der Spargedanke in den Kindern starke Wurzeln geschlagen hat und sie zu regelmäßigem Sparen bei der Schulsparkasse veranlaßt, stellt das erfreuliche Ergebnis dieses Schulbesuches dar.

Die Schulsparkasse ist keine Einrichtung der neue­ren Zeit. Schon die älteren Semester unter uns ind in ihrer Schulzeit zum großen Teil wöchentlich mit dem Sparbüchlein in der einen und dem Spar­betrag in der anderen Hand zum Tisch des Lehrers marschiert, um ihrenBatzen" zur Verstärkung des Sparkontos abzuliefern. Der Lehrer schrieb Öen4 Betrag fein säuberlich in das Heftchen ein, quit­tierte mit seiner Namensunterschrift und wanderte dann nach Schulschluß zur Sparkasse, um den Ge- amtbetrag des Spartages einzuzahlen. Auf diese Weise sparten die Kinder schon damals wie auch heute noch für besondere Ausgaben, die zu be­stimmten Terminen zu erwarten waren, z. B. für die Ausstattung zur Konfirmation oder zum Kauf der ersten Arbeitskluft und etwaiger Werkzeuge für die beginnende Handwerkslehrzeit usw., aber auch für Fälle unvorhergesehener Ausgaben bei Krank­heiten und dergleichen.

Das Schulsparen' hat sich seit Jahren als eine segensreiche Einrichtung erwiesen, der von jeher mit Recht alle Förderung zuteil geworden ist. In ihrer erzieherischen und materiellen Zielsetzung ist die Schulsparkasse unverändert geblieben, umgestaltet ist lediglich die Technik des Einzahlungsvorganges, bei dem jetzt die Kinder als selbst mitwirkende Per­sönlichkeiten noch stärker als früher innerlich an dem Sparvorgang interessiert sind. Das Sparen macht den Buben und Madels jetzt noch viel mehr Freude, weil sie sich zur Mitverantwortung bei der

Wieder ein Oberhesse 11 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. "* I per Führer verlieh auf Vorschlag des Oberbe- mlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschalls Go- fing, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an feaupfmann Riedefel Freiherr zu Elfen dach, Gruppenkommandeur in einem Kampsge- Mvader. Hauptmann V o l p r e ch t Riedesel Frei­herr von Lisenbach, 1912 zu Hofgeismar geboren, hol sich als ebenso hervorragender Eiyzelkämpser fcie als Verbandsführer im Westfeldzug und im

In den Schulsparkassen haben sich die jugendlichen Sparer, die Schulen und die Bezirkssparkasse zu einer Gemeinschaft vereinigt, deren fruchtbare Aus? Wirkungen dem einzelnen und auch der Gesamtheit zugute kommen. Diese Gemeinschaft mit aller Liebe zu pflegen, sieht die Schule als eine besondere Ver­pflichtung an, in der gleichen Weise im Geiste des - Gemeinnutzes tätig zu sein, wird auch von der De- zirkssparkasse, der. zentralen Sammelstelle dieser Schulspargelder, als eine ihrer bedeutsamsten Pflich­ten betrachtet. b.

tooblgeborgen in der Erde liegen, daß sie keimen unb wachsen werden. Im Geiste sehen wir schon die feier mit den hochgewachsenen Halmen im Winde

Mittelschule. Allwöchentlich einmal am in der großen Unterrichtspause werden Zahlungen in die Schulsparkasse entgegengenommen. Am Tische des Klassenlehrers G r u n d k e entsteht dann jedesmal Hochbetrieb. Davon bekommen wir bei unserem Besuch lebhafte Eindrücke. Der wöchent­liche Durchschnitt der Einzahlungen in dieser einen Klasse beläuft sich, wie Lehrer Grundke auf unsere Frage erklärt, auf rund hundert Mark. Im Hinblick auf die bevorstehende Sparwoche haben die Kinder diesmal wesentlich höhere Beträge als sonst mit­gebracht, so daß sich das Ergebnis der Einzahlungen dieser Klasse bei unserem Besuch auf 273,10 RM.

Einzahlung herangezogen fühlen, die Groschen oder Markstücke, aber auch die Fünfziger und natürlich alle Geldscheine selbst in diePinke" stecken können auch auf

Friedberg 1900.

ersten Spiel haben die Blau-Weißen gleich _____ der schwersten Hindernisse zu bewältigen Der Reichsbahn-Sportverein Friedberg ist neben dem Luftwaffen-Sportoerein Gießen und der Sportgemeinde Büdingen eine der spielstärksten Mannschaften in dieser Nunde. Dies mußte der LSV. erst vor einiger Zeit feststellen, als er im Kriegserinnerungsspiel eine hohe Niederlage ein­stecken mußte. Die Blau-Weißen haben deshalb nichts unversucht gelassen, um einmal den Beweis zu liefern, daß sie nach dem Rücktritt von den KE.-Spielen nicht gänzlich den Sportbetrieb ein­gestellt haben, und zum anderen, daß sie trstz der langen Ruhepause eine spielstarke Monnschast auf die Beine zu bringen in der Lage sind.

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Die einmalige Elterngabe

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sich bewegen.

I Neue Saat neue (Ernte!

«US der Stadt Gieße«.

Blinkende Pflugscharen.

iZluf den Wiesen blühen die Herbstzeitlosen 3hre Hütte Farbe fugt sich harmonisch in das satte r *« Grases Ganz still ist es im Feld - f,nb leer- Der Erntesegen wurde

Morgen. Kalt schauen uns die kahlen Stoppelfelder I Wo e-nst wogende Kornslachen sich leise im nde bewegten, da wuchert nur noch kurzes Un-

lut.

^2ie Natur rüstet sich zum Schlafe. Ihr Wiegenlied gen die Herbststurme. Sie zerren und reißen an k liegen Obstbäumen. Alte ehrwürdige Riesen I viele Menschenalter hindurch treulich ihre sichte brachten, knicken die Stürme um. Die Blät- wirbeln in der Luft, die Aeste krachen, und ßend neigen sich die Bäume ...

ön diesen Tagen, in denen der Herbststurm den hmenben Winter einleitet, fährt der Bauer hin- V um die Winterfrucht zu säen. Dem Boden wird ne Ruhe gegönnt. Blinkende Pflugscharen reißen Erde auf. Mit langsamen Schritten geht der uer hinter dem Pflug. Wir sehen die dampfenden rbe unb hören bie ermunternben Zürufe des mannes. Dort brüben pflügt noch einer, unb ter jenseits des Rains blinken die Pflug- ren von anderen. Stundenlang könnte man den igenben Bauern zusehen. Welch tiefe Bebeutung gerabe biefe Arbeit im Herbst! In den Tagen, enen die Bäume ihr Laub verlieren, die Wiesen und braun werden und alles sich zur Winter- e vorbereitet, legt der Bauer die Saatkörner in

Kampf gegen die Sowjetunion bewährt. Auf übet 250 Feintzflpgen, in Tages- und Rachteinsähen, rgielte er bedeutende Erfolge. Seinen schneidigen Griffen auf wichtige industrielle Werke und Flug- Me kommt wesentliche, oft kampfentscheidende Be­rufung zu. Der auf der Erde kämpfenden Truppe rächte er in Angriff und Abwehr fühlbare Unler- sltihung und Entlastung.

Zur Tapferkeit vor dem ßeinöe.

per Leutnant in einer Luftnachrichtenabteilung Pr. Theo Hopfenmüller aus Gießen wurde für leinen Einsatz bei den Kämpfen an der Ostfront mit hm Eisernen Kreuz I. Klasse ausgezeichnet.

bevorzugte Abfertigung in den Läden.

NSG. Um jedem Irrtum vorzubeugen, teilt das ..uenamt der Deutschen Arbeitsfront im Gau .chen-Nasfau mit, daß die Ausweife für beruss- Mae Frauen ihre Gültigkeit behalten Die vor einigen Tagen in den Tageszeitungen bekanntge- ene Notiz behandelte lediglich die Ausweise der SV., die erneuert werden müssen. Die Ausweise r berufstätigen Frauen können weiter verwendet

*

"Das Oberkommando der K r i e g.s? BiVtne erläßt unserem heuttßen

3 Abopttvettern, die Antraa auf Elterngabe stel­len'müssen darüber, daß der Verstorbene ihr Abop- ttvsohn war, eine Bescheinigung der Ortspolizei- behörbe beibringen. ...

4 Stief= unb Pflegeeltern müssen durch eine Be- lAeiniqunq der Ortspolizeibehörde nachweisen, m welcher Zeit sie den Derstorbene» unentgelllich

Die Kinder sind mit großer Begeisterung an dem Schulsparen interessiert. Von kleinsten Betrügen bis zu mehreren Mark in vielen Fällen tragen sie wö­chentlich über die Schulsparkasse zur Bezirkssparkasse pls der Verwalterin ihres Guthabens. Wie stark die Wirkung dieser Spartätigkeit ist, konnten wir bei unserem Besuch inmitten der einzahlenden Kinder feststellen. Da war um nur einige Beispiele zu nennen ein Junge, dessen Vater leider gefallen ist. Der &ub fegt in jeder Woche bei dem Nachbarn seines Wohnhauses den Hof. Dafür bekommt er in regelmäßigen Abständen 2 RM., die jedesmal beim nächsten Einzahlungstag zur Schulsparkasse gebracht werden. Ein anderer Junge, dessen Pater als Soldat im Osten kämpft, hat bisher regelmäßig Beträge von 1 bis 2 RM. eingezahlt. Nun erscheint er, gerade als wir dabeistehen, mit 50 RM., die er ganz ein» zahlen will. Auf des Lehrers und unsere überraschte Frage nach der Ursache der ungewöhnlichen Steige­rung seiner Einzahlung antwortet der Junge, daß er während der ganzen Ferienzeit in einem hiesigen Geschäft (dessen Namen er uns nannte) mitgeholfen und dafür nun diese 50 RM. erhalten habe. Ein anderer Junge nimmt es mit dem Einzahlen so genau, daß er auch die Groschen und Fünfer, die er nicht auf die volle Mark aufrunden kann, regel­mäßig mit zur Kasse bringt. Das Sprichwort von dem Pfennig, der des Talers wert ist, scheint diesem

Handball-Vorschau.

Gauklasse.

Luftwaffe Gießen SA. Frankfurt.

Das für den vergangenen Sonntag vorgesehene Treffen mußte vom Spielplan abgesetzt werden, da der Internationale Schunk an dem Länderspiel be­teiligt war und die Gäste nicht auf dessen Mitwir­kung verzichten wollten. Durch dessen Teilnahme an Öer sonntäglichen Begegnung sind die Sieges­aussichten der Gäste wesentlich gestiegen. Trotzdem gehen die Gießener nicht ohne Chancen in den Kampf.

Handball der HI.

Einige Spiele der DI.-Masse vom vergangene« Sonntag brachten überraschende Resultate:

Mtv. Gießen I Watzenborn 5:3 (0:3), Holzheim Mtv. Gießen II 21:3 (10:1).,

Briefkasten der Redaktion.

Ziegenfleisch. Die beste Art der Haltbarmachung von Ziegenfleisch ist die Sterilisierung durch Ein­kochen in Gläser oder Büchsen. Dadurch wird der Geschmack des Fleisches, am besten frisch erhallen. Man kann Ziegenfleisch natürlich auch einsalzen, je­doch ist gesalzenes Ziegenfleisch nicht nach jeder- manns Geschmack.

Verdunkelungszefk:

24. Oktober von 19,09 bis 7.34 UM

25. Oktober von 19.07 bis W Utzch

Das Gchulfparen als wichtiger Erziehungsfaktor

Eindrücke beim Gpartag einer Gießener Gchulsparkasse.

NSG. Nach dem Wehrmachtsfürsorge- und -ver- sorgungsgesetz tonn eine laufende Elternoersorgung nur an hierfür bedürftige Eltern gewährt werden. Dieser Grundsatz muß auch weiterhin aufrechterhal­ten bleiben. M .

Ein im Einvernehmen mit dem Letter der Partei- kanzlei vom Oberkommando der Wehrmacht soeben herausgegebener Erlaß bietet nunmehr die Mög­lichkeit, auch den Bedürfnissen, die ein Todesfall stets mit sich bringt, zu entsprechen. Dieser Er­laß des Oberkommandos der Wehrmacht steht die Gewährung einer einmaligen Ellerngabe im Be­trage von 300 RM. für jeden im jetzigen Kriege gefallenen oder als Wehrmachtangehöriger ver­storbenen Sohn a u f A n t r a g vor. Die Elterngabe können alle Eltern ohne Rücksicht auf ihr Einkom­men und ungeachtet dessen, ob der Sohn ledig oder verheiratet war, erhalten. Andere Verwandte der aufsteigenden Linie (Großeltern) usw.) können die Elterngabe nur erhalten, wenn sie laufende Eltern­versorgung beziehen und wenn die Eltern nicht mehr leben. Für Vermißte kann die Elterngabe erst nach erfolgter Todeserklärung beantragt werden. Die Elterngabe wird in gleicher Weise den Eltern von Angehörigen der Waffen-ff gewährt.

Der Antrag auf Ellerngabe ist nur bei der Be­treuungsabteilung der Gaudienststelle der NS.- Krieqsopferversorgung einzureichen, die ihn an das für die Bewilligung zuständige Wehrmachtsfursorge- und -versorgungsamt bzw. den zuständigen Fur- sorqeoffizier der Waffen-ff weiterleitet. Antrags­vordrucke sind bei jeder Kameradschaft der NS- Krieasopferversorgung unentgeltlich zu erhalten. Die Ausgabe der Antragsvordrucke erfolgt jeweils nur an die buchstabenweise aufgerufenen Eltern. Beizubringende Unterlagen:

1 Bei Eltern, die bereits eme laufende Ettem- versorqung erhalten, genügt die Vorlage des Be­scheides des Wehrmächtsfürsorge. und -versorgungs-

2 Alle übrigen Ellern benötigen zur Antragstel­lung entweder das Familienstammbuch mit Eintra­gung der Heiratsurkunde der leiblichen Ptern und der Sterbeurkünden des Sohnes oder die einzelnen Urkunden. An Stelle der Sterbeurkunde kann auch die Todesnachricht des Truppenteiles vorgelegt

sstadt GieW 25. Oktober 2.30 Uhr bester.

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Fußball im Sportkreis Wetterau.

Beginn der Meisterschaftsspiele 1942/43.

Unter Beteiligung der Vereine Büdingen, Fried- berg, Nidda, Nieder-Wöllstadt, Wölfersheim, 1900 Gießen, DfB.-R.Gießen und LSV. Gießen begin­nen am morgigen Sonntag die Spiele um den Meistertitel, den der Luftwaffen-Sportverein Gie­ßen zu verteidigen hat. Die ersten Paarungen sind folgende:

DfB.-R. Wölfersheim

Büdingen Nidda

Nieder-Wöllstadt- LSV. Gießen Friedberg 1900.

Irafenö die Lehrgemeinjchaflen in Techn. Rechen der eufen I, II unb III mit Erfolg durchgefuhrt hat. lirb im Winterhalbjahr 1942/43 °"^rdem em- ^rgemeinfdjaftHöhere Mathematik emgefetzb hierdurch wird dem Wunsche meler Rechnung »«ragen, welche diese zusätzliche Ausbildung längs erhebt haben. Für die Teilnahme an dieser tel)r »Iweinschast kommen Techniker, Ingenieure UN r1r"St°sf'"glkd°r^sich in eine kurze Wieder- loiung der Algebra und in ein Kennenlernen d-r i«zeln°n Funktionen, um genügend Ansatzpunk e ür die Differential- und Integralrechnung zu jcha, k Der Lehrgang behandelt: Potenzen Wurzeln, iigarithmen. Binomischer Lehrsatz, Rechenentwlck- iingen, Zinseszins- und Rentenrechnung Tabelle^ ahnen und Anwendungen. Der Stoff $ dhrganges verteilt sich Etwa aus. »«Nchnitte ümginare und Komplex-Zahlen, die Keg schntt >°d andere Kurven, Differentialrechnung. Mak^ma »d Minima. Integralrechnung. Nnchen u Mereäjnung,- Berechnung von ebenen Kurven 'Tein Anlausen der Lehrgemeinschast m Kürze kabfid)tigt ist, bittet das Derufserziehungswerr Pwtchen Arbeitsfront, die Anmeldungen b s spa Wiens Ende der letzten Oktober wache ,^ep5roab die Anmeldungen erfolgen bei der^^hung und hing Wetterau, Hauptstelle für Serut 3 Vistiebsführung, Gießen, Schanzenstraße , ö

kleinen Sparer besonders lebendig vor Augen zu stehen. Nicht minder genau nehmen es die Mädels. Auch sie bringen selbst kleine Beträge regelmäßig mit zur Kasse und zahlen sie mit ebenso großer Freude ein, wie sie Beträge über 1, 3, 5 ober 10 RM. usw. selbst in die Kassette hineinstecken. Daß es sich bei diesem Sparen der Kinder nicht etwa um einen gewissermaßen mechanischen Vor­gang handelt, mit dem sie den Auftrag ihrer Eltern ausführen, erkennen wir in einer kurzen Unter­richtsunterhaltung zwischen Lehrer Grundke und den Buben und Mädeln seiner Klasse. Hierbei geben die Kinder in ihren Antworten auf die Fragen des Lehrers nach dem Sinn und Zweck dieses Sparens so treffende Erklärungen, daß man ohne weiteres das tiefe Erfassen der Grundgedanken dieser Ein­richtung erkennen kann. Die vorerwähnten Beispiele bestätigen ja auch die Erkenntnis der Kinder, daß die beste und anerkennenswerteste Art ihres Spa­rens nicht etwa darin besteht, sich für diesen Zweck von den (Eltern oder Verwandten einfach Geld geben zu lassen, sondern gelegentlich selbstverdientes Geld oder einen Teil eines etwaigen Taschengeldes, der nicht für ganz dringliche Käufe gebraucht wird, zur Schulsparkasse zu bringen, also mit dem Sparen be­wußt einen gewissen Verzicht des Augenblicks um einis größeren Zweckes und Zieles der Zukunft mitten zu bekunden.

Wie stark sich das Schulsparen in der Kapital- bilöung der Volksgemeinschaft auswirkt, fei an einigen kurzen Beispielen dargelegt. Die Gesamt­summe der Schulspargelder bei der Bezirkssparkasse Gießen aus der Stadt und dem Landkreis Gießen" belief sich im Jahre 1940 auf rund 11000 Reichsmark, im Jahre 1941 stieg diese Summe auf rund 40 000 RM., und im Jahre 1942 ist bis Ende Oktober auch diese Summe schon erheblich überschritten worden, so daß man voraussichtlich wohl mit 50 000 RM. rechnen kann. Das sind gewaltige Summen, deren Zusammentragung aus kleinen und kleinsten Beträgen nicht nur den jugend­lichen Sparern, sondern auch den ehrenamttich als. Mittler zwischen «Sparern und Kasse tätigen Lehrern zur Ehre gereicht. Und wie in der Gesamtheit, so ist es auch in den einzelnen Fällen. In den meisten Schulen der Stadt und des Kreises Gießen ist ein geradezu sprunghaftes Anwachsen der Schulsparein- lagert zu verzeichnen, in vielen Fällen gegenüber dem Vorjahre schon eine mehr als hundertprozentige Steigerung eingetreten; die Mittelschule in Gießen z. B. leitete im vorigen Jahre rund 2000 RM., in diesem Jahre bisher schon weit über 4000 RM. Schulspargelder an die Bezirkssparkasse weiter. Die Landorte des Kreises brauchen sich mit den Erträgen ihrer Schulsparkassen durchaus nicht vor der Stadt zu verstecken, im Gegenteil, manche von ihnen könn­ten für städtische Schulen auf diesem Gebiete als nachahmenswertes Beispiel angesehen werden.

großen Anzahl kleiner Blechkästen, deren Nummer mit der auf dem Kassettendeckel verzeichneten am Einwurfschlitz des Sparers übereinstimmt. Die Kas­setten werden auf den Tisch des Lehrers gestellt. Nun kann das Schulsparen beginnen. Die Kinder kommen mit ihren kleinen Einzahlungshesten an den Tisch und stecken den mitgebrachten Geldbetrag selbst durch den Einwurfschlitz in die Kassette hinein. Dadurch hat jeder Bub und jedes Mädel selbst die Verantwortung für den eingesteckten Geldbetrag. Währenddem macht der Lehrer in dem Einzahlungs­heft, in das der Vater oder die Mutter des Kindes zu Hause schon den Sparbetrag eingeschrieben und mit Namensunterschrift bestätigt hat, den Kontroll- vermerk, aus dem die (Eltern ersehen können, daß der Bub oder das Mädel das Geld ordnungsgemäß abgeliefert hat. Mit dem Einzahlungsbuchlein m der Hand begibt sich das Kind dann zu seinem Platz zurück. Wieder einmal hat das Schulsparen zu einer fruchtbaren Tat geführt. Die verschlossenen Kassetten, die nur von dem Lehrer und einem Vertreter der Bezirkssparkasse gleichzeitia geöffnet werden können, kommen in dieRuhestellung" zurück, bis sie eine Woche später wieder auf der Bildfläche zurGeld­schlacht" erscheinen.

Die (Entleerung der Kassetten erfolgt durch einen Beamten der Bezirkssparkasse. Zunächst wird die vergleichende Kontrolle der in den einzelnen Kas­settenkästchen liegenden Geldbeträge mit den (Ein­tragungen in den Einzahlungsbüchern vorgenom­men. Sodann wird das Gesamtergebnis aller Ein­zahlungen am Entleerungstage buch- und geld­mäßig festgestellt, und schließlich werden die ein­zelnen Beträge der sparenden Kinder in eine Ent­leerungsliste eingetragen, von der aus zum Schluß die Bettäge in die eigentlichen Sparbücher über­tragen werden, die als Ausweis für die Gesanttspar- beträge, für die Berechnung der Zinsen und zu­gleich als Grundlage für Abhebungen dienen. Die Einzahlungsbücher dagegen werden den Kindern zurückgegeben und berechtigen nicht zur Geldabhe­bung bei der Kaffe.

Zunächst werden in der Woche vom 26.10. bis 31.10.42 die Anträge der Eltern mit den An­fangsbuchstaben AG des Familiennamens des Sohnes bei den Kameradschaften der National­sozialistischen Kriegsopferversorgung entaegengenom- men. Die (Eltern werden gebeten, die Antragszeiten möglichst einzuhalten. Eltern, die durch besondere Umstände an der Antragstellung in der festgesetzten Zeit verhindert sind, werden später zur nachträg­lichen Antragstellung nochmals aufgerufen.

Gießener Dochenmarktpreise.

* Gießen, 24. Oft. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Markenbutter, Vi kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 9 bis 10, Kartoffeln, 5 kg 51, Wirsing, -kg 6 bis 8, Weißkraut 4 bis 6, Rotkraut 9, gelbe Rübeiz 6 bis 10, rote Rüben 5 bis 8, Spinat 12, Rämifchkohl 10, Unterkohlrabi 4 bis 6, Rosenkohl 20 bis 25, Tomaten 25, Schwarz­wurzeln 20 bis 40, Feldsalat 47 bis 50, Aepfel 20 bis 30, Birnen 20 bis 25, Lauch 15, Sellerie 16, Endivien das Stück 10 bis 12, Oberkohlrabi 8 bis , Rettich 5 bis 20, Radieschen, das Bund 10 Rpf.

** Ein Siebzigjähriger. Der Postamt­mann a. D. Karl Drescher in Gießen, Frank­furter Straße 60 wohnhaft, begeht am kommenden Montag, 26. Oktober, in voller Rüstigkeit seinen 70. Geburtstag. Dem Jubilar bringen auch wir unsere herzlicysten Glückwünsche dar.

Amtsgericht Gießen.

Die A. H. aus D. hotte völlig unbegründet einen Beamten der Gießener Stadtverwaltung der Ver­letzung seiner Amtspflicht und außerdem unerlaubter Anträge gegen sie beschuldigt. Das Gericht ver­urteilte die Angeklagte wegen wissentlich falscher Anschuldigung zu vier Monaten Gefäng­nis. Strafverschärfend wirkten die Vorstrafen der Verurteilten.

Strafkammer Gießen.

Ein Mann aus Klein-Linden,der bei einer Wach- und Schließgesellschaft angestellt war, sollte versucht haben, sich für eine Arbeitsleistung, die ohne be­sondere Vergütung zu verrichten war, in unzu­lässiger Weise ein Entgelt zu verschaffen Aus Grund dieser Anschuldigung war er vorn 2ttnts- gericht wegen versuchten Betrugs zu 60 RM. Geld- fträfe verurteilt worden. Gegen dieses Urteil ver- folate er Berufung mit dem Ergebnis, daß dem Angeklagten eine Betrugsabsicht nicht nachgewiesen werden konnte. Daher wurde das Urteil des Amts­gerichts von der Strafkammer aufgehoben und der Angeklagte jreigefprocheq«

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