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GietzenerAnzeiger

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gebiet an. Zwei britische Bomber wurden schosten.

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irische Politiker erklärt, daß diese Neutralität unter allen Umständen aufrechterhal- t e n werden müsse.

Aber heute wie ehedem ist es England, dem diese Haltung Irlands nicht paßt. Obwohl man in England im Laufe der Jahrhunderte einsehen ge­lernt hat, daß der junge Nachbarstaat heute England gleichzu gleich gegenübersteht, kein willfähriges Dominion mehr ist und daß er nicht mehr nur als Speisekammer der britischen Insel dient, wird heute Irland immer wieder unter schärfsten Druck gesetzt, weil England in seiner verzweifelten Situation Handlanger seiner Kriegführung braucht und vor allem Stützpunkte, die die englischen Seewege nach den USAi abkürzen. Heute wie ehedem ist es also wieder Irland, das sich diesmal als selb­ständiger Staat gegen englische und nordamerika­nische Uebergriffe zur Wehr setzen muß, um sein Eigenrecht und seine Sonderheit zu wahren. Die englischen Drohungen stehen diesmal unter dem Zeichen einer großen Not, und die Mittel sind ent­sprechend brutal und rücksichtslos. So ist England vertragswidrig seinen Kohlenlieferungen nach Ir­land nicht mehr nachgekommen, so wird die Insel von der Einfuhr abgeschnitten. Wer jedoch den irischen Charakter, die irische Vaterlandsliebe und Zähigkeit, kennt, weiß auch um die Entschlossenheit, mit der den britischen Ansinnen und Druckmanövern begegnet wird.

Es ist d e Valero und seinen Männern ernst um die irische Neutralität, die in einem in der Geschichte beispiellos harten Ringen erkauft werden mußte. Irland weiß sich außerhalb des Empires und ist nicht gewillt, dem brutalen bri­tischen Egoismus und dem politischen Gangstertum, das dem Schicksal nicht mehr entrinnen kann, Zu­geständnisse zu machen.

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699 Flugzeuge in Luslkämpfen, 159 durch Flakartillerie und

331 durch Zerstörung am Boden.

Diesem Verlust von 1189 feindlichen Flug­zeugen sicht ein Verlust vou 127 deutschen Flug­zeugen gegenüber.

3n Nordafrika Spähtrupptattgkeit im Gebiet von El Vtechili. Italienische Iäger griffen mit großem Erfolg einen feindlichen Flugplatz im Ost- teil der Eyrenaika an und zerstörten dabei 15 britische Flugzeuge.

Im östlichen Mitlelmeer vernichte­ten deutsche Kampfflugzeuge bei Tage in wieder­holten kühnen Angriffen trotz starker Jagd- und Flakabwehr einen von Zerstörern gesicherten bri­tischen Geleitsug im Seegebiet nördlich Sidi Baran i. Sie versenkten zwei Frachtschiffe mit zusammen 16 000 VRT. und beschädigten auch das dritte Schiff des Geleitzuges durch Vombenvolltreffer so schwer, daß es mit Schlagseite liegenblieb.

Auf der Insel Malta wurden Flugplätze sowie Werstanlagen und Schiffsziele des Hafens LaVa - letta durch deutsche Kampffliegerkräfte bombar­diert.

Die britische Luftwaffe flog mit schwachen Kräften in der vergangenen Vacht das norddeutsche Küsten-

Stalin und die deutschen Erfolge

Don Leningrad bis zur Krim steht die deuische Front fest.

Irlands dornenreicher Weg

»Kämpfer für das Schicksal.

Von unserem nn.-Vcrichterstatter.

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Immer wieher vergebliche Anstürme der Sowjets

Oie Verluste des Feindes steigen andauernd.

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DNB. Ausdem Führerhauptquartier, 23. Februar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

«Osten wiederholte der Feind in mehreren nitten der Front feine vergeblichen Angriffe unter rücksichtslosem und verlustreichem Einsatz seiner Kräfte.

Bei Luftangriffen im Donez-Gebiet und im Vordleil der O st front wurden 26 Eiseu- bahnzüge der Sowjets schwer getroffen. Der Feind verlor am gestrigen Tage an der Ostfront 44 Flugzeuge.

In der Zeit vom 1.Januar bis 2 0. Februar 1942 wurden an der O st f r 0 n t 56 806 Gefan­gene eingebracht. Die blutigen Verluste des Fein­des betragen ein Vielfaches dieser Gefangenen­zahlen. Während der gleichen Zeit wurden

960 Panzer, 1789 Geschütze und mehr als 8000 Fahrzeuge aller Art erbeutet oder vernichtet. Zahlreiche weitere Panzer, Geschütze, Eisenbahnzüge usw. wurden durch Luftangriffe hinter der feindlichen Front zer­stört.

Die sowjetische Luftwaffe verlor in der gleichen Zeit

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(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Stockholm, Mitte Februar 1942.

Durch die politischen und wirtschaftlichen Druck- Manöver, die in den letzten Monaten in steigendem Maße sowohl von England als auch von den USA. auf Irland ausgeübt wurden, ist die Frage nach dem Schicksal der grünen Insel wieder in den Vorder­grund gerückt worden. Die Probleme sind die glet- chen wie gestern und vor Jahrhunderten. Um sie zu verstehen, muß man die Geschichte und die Eigenart Irlands und seines Volkes kennen, das sich in jeder Beziehung von den Engländern unterscheidet.

Die Iren sind fast reine Kelten, der Urname Ir» lands, Erin später Eire, heißt Land des Jr, des Sohnes von Miledh, eines jener Siedler, die etwa 1000 Jahre v. Ztw. aus Spanien nach Irland kamen und zu den noch wenig erforschten medi­terranen Iberern gehörten. Von den Römern nicht unterworfen, konnte sich in Irland eine sehr alte und hochstehende Kultur entwickeln, die bereits zur Bronzezeit in hoher Blüte stand. Irlands Ge­schichte ist also neben der römischen und griechischen die älteste in Europa. Dan der englischen unter­scheidet sie sich in jeder Beziehung. So hat die gälische Sprache nichts mit der englischen gemein; im Gegenteil, sie ist eine von Keltologen be­stätigte wissenschaftliche Tatsache? mit dem 2Lra- bischen verwandt. Welche Schwierigkeiten das Gä­lische bietet, mag an einem Beispiel gezeigt werden. So lautet der Titel d e D a l e r a s auf gälisch:An Taoiseagh agus Aire Gnotbai Eachtracha", was nichts anderes heißt alsMinist-rpräsident und Minister des Aeußeren". Um die Ausspracheschwie- rigkeiten zu demonstrieren, sei bemerkt, daß z. B. die beiden ersten Wörter etwaon thischack" aus­gesprochen werden.

Der irische Dolkscharakter unterscheidet sich eben­falls denkbar stark von dem des britischen. Sehe­risch und träumerisch das irische Wappen trägt die Leier!, dabei leicht aufwallend, künstlerisch, phantasievoll, auf der anderen Seite aber als Erbe der besonders starten Dodenverbundenheit des Iren realistisch und materiell, und im Zentrum feines Lebens, der Religiosität und der nationalen Aktivität, von unglaublicher Zähigkeit, zu keinerlei Kompromissen geneigt, hart, unbeugsam, unsenti. mental Erbe des keltisch-iberischen Blutes! ist der Ire in allen bücken völlig anders als der Engländer. Dernard Shaw, selbst ein Ire. hat das einmal so ausgedrückt:Grob gesaat ist der Engländer immer ganz feiner Vorstellungskraft ausgeliefert, da er nicht ge^'ug Rralitätssinn hat, sie in Schranken zu halten. Der Irländer, mit einer weit subtileren und unheilvolleren Imagination, hat ein Auge immer auf die Dinge gerichtet, so wie sie sind." Dieser Dolksschlaq, der die besten Polizisten Englands und der USA. stellte, ist weniger gleich­mütig als der britische, ist leidenschaftlicher und leichter erregbar und zeigt in der Unterdrückung eine urtümliche Wildheit, jene saeva indi?natio, die Empörerwut, die der Ire Jonathan Swift noch auf seiner Grabschrist verewigte.

Alle diese Eigenschaften haben zu der britischen Deutung beigetragen, daß in einem unendlichen Kampf um die Bezwingung Irlands die grüne Insel aus der Tiefe ihres Bodens geheimnisvolle Kräfte ausstrahlen müsse, die das Volk in Unrast und Bosheit stürzten Es liegt dieser Erklärung, hie aus dem Unverständnis geboren wurde, ein tiefer Sinn zugrunde, denn anders läßt sich die siegreiche Behauptung der 1rifch?n Eigenart. die sich in endlosen und außerordentlich blutigen Kämp­fen vom Jahre 1169 bis zum Jahre 1938 hinzog, schlechterdings nicht deuten. Worum ging es bei diesem grausamen und erbitterten Ringen, bei dem England wie kaum ein zweites Mal in seiner Geschichte Verträge brach, mit den grausam­sten Mitteln unterdrückte, terrorisierte und ganze Provinzen Irlands einfach ausrottete und gänzlich verwüstete? Seit 1492 etwa erkannten die Eng­länder die Gefährlichkeit der Lage Irlands, da sie -en Zugang vom Atlantik her für einen etwaigen Feind erleichterte. Der Ire Chatterton- Hill schrieb:Geographische Lage und angeborene -Fähigkeiten waren das Verhängnis der irischen Nation." Der Gegensätze waren unendlich viele. Da war vor allem das irische Clan-System, das

nachlassen und vor allem die Wintermonate dazu gusnützen sollten,die Deutschen aus dem Lande herauszujagen". Es muß zugegeben werden, daß Stalin keine Opfer gescheut hat, um dieser Forde­rung nachzukominen. Er hat seine letzten Elite­armeen, die sibirischen und kaukasischen Divisionen, eingesetzt in der Hoffnung, daß sie, gewöhnt an die Unbilden eines harten Winters, die Widerstands­kraft der deutschen Truppen zerschlagen würden.

Soeben hat das Oberkommando der Wehrmacht eine kurze Zusammenstellung über das Ergebnis der Kämpfe während der härtesten Wintermonate des Ostens, nämlich vom 1. Januar bis 20. Februar d. I., der Öffentlichkeit übergeben: 56 806 Gefangene, 960 Panzer, 1789 Geschütze und mehr als 8000 Fahr­zeuge aller Art wurden erbeutet oder vernichtet. Dazu kommen rund 1190 vernichtete Sowjetflug- zeuae. Wenn man berücksichtigt, daß dieses Ergebnis der Erfolg vor allem örtlicher Unternehmungen bzw. der Abriegelungs- und Dernichtungskämpfe gegen eingebrochene Feindkräfte darstellt, dann läßt sich ungefähr ermessen, mit welchen blutigen und Materialverlusten Stalin seine erfolgloseWinter- offensive" bezahlen mußte.

Glänzende Waffenlat der Hegen und Westfalen.

D e r l i n , 23. Febr. (DNB.) Im Rahmen der er­bitterten Abwehrkämpfe im mittleren Teil der O st front singen vom 10. bis 20. Februar hessische und westfälische Truppen im Zusammenwirken mit anderen Verbänden einen schweren Durch bruchsversuch starker feindlicher Kräfte auf.

Trotz ungünstiger Geländeverhältniffe und teil­weise heftigen Oststurmes und Schneetreibens stie­ßen die hessischen und westfälischen Truppen in zehntägigen, erbitterten Kämpfen in die Flanke des Gegners, so daß feindliche Teile, denen es gelungen war, vorübergehend in die deut«

Weltkrieg in die irische Aufstandsbewegung und ent­ging nach dem Osterausstand 1916, der ihm als mMtärischer Anführer das Todesurteil brachte, nur dadurch der Hinrichtung, daß Lloyd George nach 15 Erschießungen erkannte, daß die zehn Mll- lionen Iren in den USA. eine gewaltige Macht dar­stellten, aus die auch England Rücksicht zu nehmen hatte. In außerordentlich zähen und von schweren Aufständen, die vor allem von 1921 bis 1923 noch einmal den furchtbarsten englischen Ter­ror über die Insel brachten, gelang es schließ­lich de Dalera» der sich von der Partei derSinn Fein" (Wir selbst") getrennt hatte und 1925 eine eigene Partei, dieFianna Fall" (^Kämpfer für das Schicksal") ins Leben gerufen hatte, Schritt für Schritt die irische Selbständigkeit zu erringen und Irland aus dem Comntonwealth zu lösen.

Richtschnur des staatsmännischen Handelns de Daleras und der irischen Politik war nach der Er­reichung dieses Ziels und der Verkündung der neuen Verfassung im Jahre 1937 die st r i k t e st e Neu­tralität, wie sie schon in dem berühmten Inter­view de Daleras vom 6. Februar 1920 in Neuyork zum Ausdruck kam, als er betonte, daß die künftige irische Regierung niemals mit einer fremden Macht ein Abkommen treffen dürfe, das die Selbständig­keit Großbritanniens gefährde. Dieser Politik ist de Valera mit der ganzen irischen Unbedingtheit treu geblieben. Immer wieder haben er und andere

der englischen Grundherren-Ordnung auf feudaler Grundlage in jeder Beziehung widersprach und die Beziehungen für Jahrhunderte gradezu unlösbar vergiftete. Da waren weiter die Glaubensgegensätze, die zum ersten Mal ausbrachen, als die Königin Elisabeth sich als Oberhaupt der Kirche in Irland erklärte. Selbst der irenfeindliche englische Histori­ker Froude muß zugeben, daß die elisabethanischen Truppen die Irenerschossen und würgten wie Füchse und Schakale". Und der Vizekönig Elisa­beths berichtete ihr:In Irland ist für Eure Ma­jestät zum Herrschen wenig mehr übrig geblieben als Leichname und Aschenhausen!" Oliver Crom­well und seine Truppen trieben es danach noch wüster; Zehntausende von Iren kamen damals um, ganze Landstriche gab es, in denen kein einiges lebendes Wesen mehr zu finden war, da die Eng­länder alles niedergemacht hatten, eine Folge des irischen Au'standes, der sich gegen die Henker Ja­cobs I. richtete, des Nachfolgers Elisabeths. Bis auf den heutigen Tag währten fast diese Gegensätze, in denen sich ^schließlich doch die keltisch? Zähigkeit durchsetzte. England erkannte im Lau^e der Jahr­hunderte, daß es mit Mord und Totschlag allein nichts ausricksten konnte.

Wir müssen die Zelt des Unionsgedankens und der ersten Kämpfe um die Home-Rule-Beweguyg überspringen und wollen dort einsetzen, wo de Va­lero sein Werk begann. Dieser Professor der Mathematik, Soldat der Aufstandsbewegung, Ver­schwörer und Staatsmann, der von einem spanischen Vater und einer irischen Mutter ab stammt, kam im

vrühlsche Univerfitättdruckerei H. Lange General-Anzeiger für Oberhessen *iehtn.8$d|*iera6eZ-9

192. Jahrgang Nr. 46

Erschein! täglich außer Sonntag- und »>eieriag-

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schon Linien einzudringon, abgeschnitten und ein« gekesselt wurden.

Die eingeschlossenen Bolschewisten setzten sich ver­zweifelt zur Wehr, aber die Wucht der deutschen Angriffe drängte die abgeschnittenen und umschlos- Jenen Bolschewisten immer mehr zusammen. Wäh­rend die deutschen Truppen unermüdlich gegen dis eingekesseNen Kräfte vordrangen, wehrten sie gleich­zeitig starke Entlastungsangriffe des Gegners, die dieser zur Befreiung seiner Verbände angesetzt hatte, ab.

33 Durchbruchsversuche unternahm der eingeschlossene Feind aus dem Kessel. Aber alle Aus- hrüche des Gegners brachen im deutschen Abwehrfeuer oder in erbitterten Nahkämpfen zusammen. Pachdem diese Kämpfe abgeschlossen waren, wurden mehr als 1600 Gefangene und 3600 Tote des Feindes im Kessel gezählt. Auch die Verluste des Gegners bei seinen Entlastungsangriffen außerhalb des Kessels waren bedeutend.

Oie deutsche Winierfront unerschüttert.

Das Urteil in der Schweiz.

Bern, 23. Februar. (DNB.) Was sogar schon in der schweizerischen Linkspresse festgestellt werden war, schreibt am Montag auch dieNeus Zürcher Zeitung": Die Winterkämpfe in der UdSSR, haben nicht den von den Feinden der Achse erhofften Verlauf genommen.

Was die Erweiterung des deutschen Rückzuges über die Winterlinie hinaus oder gar die Umfassung deutscher Streitkräfte im Zuge der sowjetischen Oi- fensive betrifft, schreibt dieNeu? Zürcher Zeitung", so besteht heute kein Zweifel mehr, daß dieser Teil des bolschewistischen Planes nicht verwirk­licht worden ist. Von großer Bedeutung für die Sowjets wäre die Eroberung von Rsphew gewesen, das als eigentlicher Eckpfeiler der deutschen Stel­lungen zwischen Moskau und Smolensk gelten muß. Trotz ungeheurer Anstrengungen der sowjetischen 2lngreifer, trotz großangelegter Umfassungsmanöver konnten die Deutschen die Stellungen halten, und damit ist die deutsche W i n t e r f r 0 n t in ihrem wesentlichen Teil unerschüttert geblieben. Da es nirgends gelungen ist, sie mit größeren Kräf­ten zu durchbrechen, ist auch die von den Bolsche­wisten offenbar geplant gewesene Umfassung ganzer Armeen nicht gelungen.

Im Zeichen dieser erfolgreichen Verteidigung der Winterfront, sagt das Blatt weiter, hat sich bann auch seit Anfang Februar die Aenderung im Bilde der Winterkämpfe vollzogen. Die sowjetischen Groß- angrif'e wurden seltener, oft lösten sie sich in ein­zelne kleine Angrif'saktianen auf. Der deutsche Widerstand äußerte sich dagegen in trügen und stärkeren Gegenangri'fen. die stellenweise sogar zur Einschließung weitvorgevrellter sow- jetischerAngriffsspitzen führten.

Spanien: Deutschland -ist Sieger.

Madrid, 23. Febr. (DNB.)Aus der g»ößten Winterschlacht der Geschichte sind Deutschlands Sol­daten als Sieger hervorgegangen. Sie haben im Osten die Initiative nach wie vor in der Hand", schreibt die spanische ZeitungMadrid" zu den vom Oberkommando der Wehrmacht veröffentlichten Zahlen über die deutschen Erfolge im Osten.Jn- formaciones" nennt die letzten fünf Wochen im Osten einDesaster für die Bolschewisten".Pueblo" überschreibt den Bericht mit der lapidaren Feststek« hing:Die sowjetischen Durchbruchsversuche ge« scheitelt."

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Deutschlands Lebensgrundlage.

In der Geschichte der Nationalsozialistischen Deut­schen Arbeiterpartei stellt der 2 4. Februar 1920 einen besonders bedeutungsvollen Markstein dar, denn an diesem Tage wurde von Adolf Hitler in der ersten großen Kundgebung der Bewegung im Münchener Hofbräuhaus das Parteipro­gramm verkündet, in dem die Ziele der Be­wegung verankert waren. Nur jemand, der fana­tisch von seiner Aufgabe durchdrungen war, konnte zu jener Zeit vor die Oeffentl chkeit mit einem der­artig revolutionären Programm hintreten. In sei-^ nem WerkMein Kampf" hat der Führer selbst diesen denkwürdigen Tag ausführlich gewürdigt, und es ist gerade jetzt besonders aufschlußreich, sich diese Darlegungen vor Augen zu führen.

Wird der Saal des Hofbräuhauses gefüllt sein oder werden wir vor gähnender Leere sprechen? Ich hatte die felsenfeste innere Ueberzeugung, daß, wenn die Menschen kommen würden, der Tag ein großer Erfolg für die junge Bewegung werden müsse. So bangte icb dem damaligen Abend entgegen." Dies schreibt Adolf Hitler. Er führt dann aus, wie sich fast 2000 Menschen eingefunden hatten, wie es zu heftigen Zusammenstößen kam und wie er das Wort ergriff. Auch hier wollen wir den Führer selbst sprechen lassen:

Und nun ergriff ich das Programm und begann, es zum erstenmal zu erläutern. Von Viertelstunde zu Viertelstunde wurden die Zwischenrufe mehr und mehr zurückgedrängt von beifälligen Zurufen. Und als ich endlich die 25 Thesen Punkt für Punkt der Masse vorlegte und sie bat, elber das Urteil über sie zu sprechen, da wurden ie nun eine nach der anderen unter immer mehr sich erhebendem Jubel angenommen, einstimmig und immer wieder ein­stimmig, und als die letzte These so den Weg zum Herzen der Masse gefunden hatte, stand der Saal voll Menschen vor mir, zusammengeschlossen von einer neuen Ueberzeugung, von einem neuen Glau­ben, von einem neuen Willen. Als sich nach fast vier Stunden der Raum zu leeren begann und die Masse sich Kopf an Kopf wie ein langsamer Strom dem Ausgang zuwälzte, zuschob und zudrängte, da wußte

Stalin hat den 24. Jahrestag der Sowjetarmee benutzt, um sich in einem Tagesbefehl mit der mi­litärischen Lage zu befassen. Was er zu sagen hat, ist zweierlei: Einmgl, daß die Sowjets tausend und mehr Kilometer in das Innere ihres Landes zu- . nutgetrieben worden sind, und zum andern, daß eine mögliche Befreiung des Sowjetbodens oder die Vernichtung der Hitler-Clique nur begrüßt wer­den könnte". Er ist also in der Beurteilung der kommenden Dinge äußerst vorsichtig. Das wird man begreifen, wenn er sich das wenn auch nicht öffentlich zugestandene Ergebnis seines Krieges gegen Deutschland in seinen tatsächlichen Zahlen und tiefgehenden Auswirkungen betrachtet. Stalin führt die außerordentlich schweren Nieder­lagen der Sowjetarmeen auf das Ueberraschungs- moment zurück. Er hatte also nicht damit gerechnet, daß seine im Frühsommer vorigen Jahres bereits sehr weit gediehenen Uebersallsvorbereitungen von deutscher politi'cher und militärischer Seite recht­zeitig erkannt worden sind und ihm die Initiative in letzter Minute aus der Hand genommen wurde. 'Bis zum Einbruch des Winters hatte Stalin allein an ^Gefangenen über 4 Millionen Sowjet- armisten verloren. Die Produktion feiner in zwanzig Jahren entwickelten gigantischen Rüstungsindustrie wurde im Verlauf von etwa fünf Kriegsmonaten zum wesentlichen Teil vernichtet, so daß er sich hil'e- suchend nach London und Washington zur Liefe­rung von zßnf'en, Munition und Lebensmitteln wen"'-n, mußte. Es ist ihm dies alle" ..im Ra^ men des Möglichen" versprochen worden. Wie es mit der Lieferung steht, darüber hat sich Stalin in der Oef­fentlichkeit nicht geäußert. Aus unterrichteten Aus- landskreisen wurde aber in diesen Tagen berichtet, daß die Lebensmittelknappheit im Lande Stalins nicht nur bei der Bevölkerung, sondern jetzt auch bei der kämpfenden Truppe immer fühlbarer in Er- scheinung trete.

Stalins Verbündete, Churchill und Roose­velt, haben ihre Unterstützung jedoch außerdem von der Bedingung abhängig gemacht, daß die Sow­jets in ihren Angriffen gegen die Deutschen nicht

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