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Japans Aufbaupläne in der Güdregion

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Die punktierten Linien auf unserer Karte zeigen die Grenzen der bisherigen Hoheitsgebiete der Briten, Amerikaner und Japaner an. (Scherl-Bilderoienst-M.)

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worden waren, z e r st ö r l und die Stadt selbst g e - räumt worden sei. Nach einer Mitteilung des australischen Lustfahrtministers Im Rundfunk sind auch die Funkstationen von Vulolo (im ehemali­gen Kaiser-Wilhelm-Land) und Salamoa (auf der Samoa-Insel llpoln) durch japanische Luftan­griffe z e r st ö r t worden. An beiden Plätzen seien auch Flugzeuge am Voden vernichtet worden.

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Rabaul in japanischer Hand.

Vie Lage auf dem Bismarck-Archipel »beispiellos kritisch

dürfte.

Japanische Luftangriffe auf Niederländisch.Indien.

Tokio, 23. Jan. (Europapreß.) General S u cuki, der Präsident des japanischen Planungsam- tes, machte vor dem Reichstag interessante Ausfüh­rungen über die ersten Schritte zur Verwirklichung des großasiatischen Wirtschaftsraumes. Ein bereits vorliegender Plan sieht vor, daß einmal Regionen, die für die Verteidigung des Großrau- mes strategisch wichtig sind, dem japa­nischen Reich einoerleibt werden, weiter alle anderen Gebiete den Wünschen ihrer Einwoh-

Der Bismarck-Archipel ist ein 1600 Kilometer langer Jnselbogcn in der Südsee nordöstlich von Neu-Guinea, der aus zwei groben und etwa 200 kleineren Inseln besteht. Die beiden großen Inseln führten früher den Namen Neupommern und Neumecklenburg und werden jetzt Neubritan­nien und Neuirland genannt. Tropisches Klima und Feuchtigkeit begünstigen den Urwald und den dich­ten, aus Eukalypten und Kokospalmen bestehenden

Tokio. 23.Januar. (DRV.) Rach einem Do- mei-Verichl aus Melbourne vom Freitag hat der australische kriegsminlstcr Frincls Forde erklärt, dgh die Lage auf dem Vismarck-Archipel fett Frel- tagmorgenb e i f p i e l l o s kritisch- geworden ist. Dem australischen kriegskabinetl, das am Frei­tag zu einer Geheimsihung zufammengetreten ist. erklärte er, daß Habaul in japanische Hände gefallen ist. Am Donnerstagabend war bereits bekannt geworden, daß Rabaul (die Hauptstadt des australifchen Mandatsgebietes, das früher Deutsch­land gehörte, an der nördlichen Spitze von Reu- Pommern gelegen) am Donnerstagmorgen zweimal von je 40 japanischen Flugzeugen bombgrdiert worden sei. Seit 16 llhr Ortszeit bestehe keine drahtlose Der blndung mehr mit Rabaul. Forde bezeichnete es als möglich, daß die Funk­station im Augenblick des (Eintreffens japanischer

großer Odtr Stiller Ozean

Schanghai, 24. Ian. (DNB. Funkspruch.) Hafen von Belawan aus Sumatra erlebte am Donnerstag zwei Luftangriffe, bfi denen Scha­den an Gebäuden und Schiffen angerichtet wurde. Während bei einem Luftangriff auf Sabang an

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t e r Militärverwaltung gestellt, die für die Erhaltung von Frieden und Ordnung sorgen und sich besonders der Erschließung der Roh- ft o ff e widmen wird. Grundprinzip für die Ver­waltung wird sein, die Völker einer höheren Kul­turstufe zuzuführen. Hierbei werden die gesunden Gewohnheiten und Gebräuche der Völker, soweit nur irgend möglich, berücksichtigt. Die Freiheit der Religion wird überall zugestanden werden. Die na­tionalen Ziele des thailändischen Volkes Rück­gabe der Thailand entrissenen Gebiete werden volle Berücksichtigung finden. Im Rahmen der aus- bauenden Zusammenarbeit mit den Völkern Ost- asiens liegt ein Verzicht auf angelsächsische Ausbeu- tungsmethoden, Gewährung der Unabhängigkeit an die Philippinen und Burma im Rahmen

positiver Zusammenarbeit, und schließlich freundliche Einstellung zu Niederländisch - Indien, A u st r a l i e n und auch T s ch u n g k i n g im Falle einer Sinnesänderung.

Wichtiger als die politische Gestaltung ist die Lösung der wirtschaftlichen Probleme. Im einzelnen verlautet, daß die Gründung eines Grohkonzerns, der dadurch Monopolrechte erhalten könnte, nicht geplant ist. Vielmehr soll das Streben von erfahrenen, sich in Land und Leuten auskennen'den Kaufleuten in den Dienst des Auf­baues der neuen Regionen gestellt werden. Die Währung wird einstweilen der Militär-Pen sein. Die für die Erschließung der Rohstoffe ersor- forderlichen Kapitalien wird die neueBank zur Entwicklung der Südregionen" bereit­stellen. Der Handel zwischen Japan und den neuen Gebieten wird unter Staatsaufsicht erfolgen. Der Gütertransport wird durch die japanische Marine und Armee kontrolliert werden. Eines der wich­tigsten Probleme ist, zu verhindern, daß weiterhin Gummi, Hanf, Zinn und andere Erzeugnisse Süd-

Mandatsxeaierung, klopft Japans Wehrmacht be­reits vernehmlich laut an die Tore A u ft 1 .

eine ernste Warnung an das Dominion, feine ohne­hin nur geringe, noch dazu durch das Ausboraen erheblicher Truppenkontingente zur Verteidigung br~ Empire in Nprdafrika und Malaya geschwächte Ver- teidigungskraft nicht zu überschätzen und einen Aus­gleich mit der Vormacht des oftasiatiscken Raumes zu suchen, solange es noch Zeit ist, statt auf die Hilfe Englands und neuerdings auf die der USA. zu bauen, die, wenn sie jemals kommen sollte, ver­mutlich zu spät kommen wird.

In ähnlich prekärer Laae befindet sich auch schon Niederländisch-Jnoien, das mit der lang.

orgenvollen Notrufe würden sehr ernst genommen, versichern die englischen Blätter, können ihnen aber als einzigsten Trost nur in Aussicht stellen, daß Churchill in seinem bevorstehenden Bericht über die Kriegslage auch die Probleme Australiens beruh.

werde, womit den Australiern wenig geholfen

ner entsprechend und gemäß den Traditionen der Völker ihren gerechten Platz an der Sonne erhalten sollen. Anfangs werden alle besetzten Gebiete u n - ter Militärverwaltun Tl ,1L

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aus vorteilhaften wirtschaftlichen Beziehungen, frei­lich auch die unmißverständliche Warnung vor Dem Intrigenspiel Roosevelts und den Folgen, die es haben müßte, wenn man in Rio ihm $um Opfer fallen sollte. Aus den Worten der javanischen Staatsmänner konnte die Weltöffentlichkeit ent­nehmen, daß man in Tokio nicht im entferntesten daran denkt, das Ausbeutunassystem der angel- sächsischen Plutokratien, zu dessen Beseitigung man schon einen so gewaltigen Schritt vorwärts gemacht hat, durch irgendwelche anderen Methoden der Zwangsherrschaft zu ersetzen, vielmehr die Planung derSphäre des allgemeinen Wohlstandes" grosz- zügig und durchdacht in Angriff nimmt. Daß die ehemaligen Stützpunkte britischer Macht in Oft- afien, Hongkong und Singapur, mit der Halbinsel Malakka künftig Vorposten des japa­nischen Reiches gegen Süden und Bollwerke der Verteidigung des ostasiatischen Raumes werden sol- len, entspricht strategischen Notwendigkeiten, wie sie dieser Krieg erwiesen hat. Aber sowohl die Phi­lippinen wie Burma sollen dieEhrf der Unabhängigkeit" genießen, wenn sie bereit .sind, ebenso wie Thailand sich an dem Werk der allgemeinen Neuordnung und des Aufbaus in Dft- asien zu beteiligen. An die Adresse Australiens richteten die japanischen Staatsmänner in letzter Stunde ein erneutes Wort, das die Bundesregie­rung in Canberra vor die gleiche Entscheidung stellt wie die Philippinen und Burma. Falls Austra­lien seinen Widerstand gegen die japanische Poli- tit der Neuordnung nicht aufgebe, werde die japa­nische Wehrmacht sprechen, werde man sich in Can­berra jedoch eines Besseren besinnen, so werde Ja­pan nicht zögern, den Wohlstand und Fortschritt Australiens zu gewährleisten. Selbst Nieder- ländisch-Indien und Tschungking- China, die beide die Waffen gegen Japan er­hoben haben, sollen von der Neuordnung der groh- asiatischen Wohlfahrtssphäre nicht ausgeschlossen werden, wenn sie sich entschließen können, den Widerstand aufzugeben und Japans Führungs­anspruch anzuerkennen.

So haben sich in den Gedankengangen, wie sie die japanischen Staatsmänner über die künftige Gestaltung Ostasiens vor dem Reichstag darlegten, die auch von den Mächten der europäischen Achse immer wieder dokumentierten Ideale der politischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit freier Völker offenbart. Diesen Idealen wirk die Zukunft ge­hören, für sie kämpft Japan, für sie kämpft unter Führung Deutschlands der europäische Kontinent gegen Die Mächte der Vergangenheit, die sich ver­geblich gegen das Hsraofkommen einer neuen Zeit stemmen. Da Fr. W. Longa

Brandbomben geworfen. Ferner griffen japanische Kampfflugzeuge den Flugplatz von Palembang im Süden von Sumatra an. Die niederländisch- indische Luftwaffe hat einen Angriff auf die von )en Japanern besetzte Hauptstadt von Sarawak auf Nord-Borneo, Kutsching, durchgeführt.

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DernichtungSschlackt auf der Balanga-Halbinsel.

Tokio-, 23. Januar. (DNB.) Zu den Kämpfen auf den Philippinen wird hier bekannt, daß die japanischen Truppen in einer achtstündigen Schlacht die nordamerikanischen Streitkräfte auf der Dalanga-Halbinsel in der Gegend von Muron völ­lig vernichtet haben. Die Japaner rücken in - südlicher Richtung weiter vor.

Die Landungsmanöver der Japaner.

Lissabon, 23. Januar. (Europapreß.) Mond­freie Nächte und die seichten Küstenaewässer sind ' nach englischer Meinung die wahre Ursache für das erfolgreiche Vordringen der Japaner auf der ma­laiischen Halbinsel. Der Marinesachverständige der Times" meint, daß die Japaner die schlammige und seichte Küste nutzbar machten, um Tausende von Soldaten an Land zu setzen. Die britische Flotte sei machtlos, zumal die Landungen in ber Nacht vorgenommen werden könnten, und zwar in kleinen Booten, die direkt an der K ü ft e operieren könnten, was den tiefgehen- den Schiffen der britischen Krieasmarine nicht mög- ; lich fei. Auch die Luftwaffe habe noch feine Methode ausfindig machen können, um die Japaner in der Nacht zu entdecken. Auf die Frage, warum es der Flotte oder Luftwaffe nicht gelang, die Ja­paner vor dem Besteigen kleinerer Fahrzeuge mit geringem Tiefgang abzufangen, wird nicht einge­gangen.

Oschungelkrieg in Malaya.

T o k i o , 23. Januar. (DNB.) Ein Frontberichter, ftatter bei der japanischen Armee in Malaya schreibt, der Krich in Malaya bestehe hauptsächlich im Kampf um di e Brücken. Besonders der nördliche und der Mittelabschnitt Malayas sei von zahlreichen Flüssen durchschnitten. An den Ufern hätten britische und australische Truppen ihre Ver­teidigungsstellungen längs der Rückzugslinie nach Singapur errichtet. Da die Dschungel den Vor­marsch verlangsamen, so hätten sich die umsichtigen Japaner auf den Straßen gehalten, aus denen sie mit Panzern und mit motorisierten Ein­heiten wie eine Dampfwalze vorwärts rollten, wäh­rend die Infanterie und leichte Artillerie zu beiden Seiten der Straßen im Dschungel durch Flankierungsmanöver den Femd von hin­ten bedrohten und zum Rückzug zwangen. Die gleiche Taktik wurde bei den Flußübergängen be« obachtet. Der japanische Vormarsch ging so rasch vor sich, daß der ermüdete und verwirrte Feind nicht schnell genug zurückgehen konnte und sich zu­letzt von den einkreisenden Einheiten umzingelt sah.

Der Bericht schildert bann weiter, daß die Ge­sichter der Soldaten, durchweg junge kräftige Män­ner, von Insekten st ichen übersät seien» Sie seien zwar müde von dem furchtbaren Tempo, das sie vorlegen mußten, doch hätten sie die Schwüle der tropischen Hitze mit bemerkenswerter Ausdauer- ertragen und sehr wenig an Tropenkrankheiten ge­litten. Nachts bringe die kühle Brise etwas Erleich­terung. Glühwürmchen treten im Lager in Erschei­nung und lassen sich auf die Zweige und Blätter nieder» mit denen die Panzer tmb LKW.S gedarm

ostasiens in anglo-arnerikanische Hände gelangen. Auswanderer, welche Japan verlassen und in den neuen Gebieten siedeln wollen, werden

gestreckten Kette der Sunda-Jnseln von der Nord- »spitze Australiens nach Nordwesten wie eine Kar­riere sich vor den Indischen Ozean legt und deshalb den Kern der zweiten Linie im anglo-amerikanischen Verteidiaungssystem bildet, weshalb auch General Wave 11, der neue Oberkommandierende der al­liierten Streitkräfte in Südostasien, sein Haupt­quartier in Batavia, der Hauptstadt Javas, aufge­schlagen hat. Aber auch hier machen sich wie bisher überall in diesem pazifischen Kriege die erstaunlich unzulänglichen Vorbereitungen für eine Verteidi­gung geltend, von irgendwelchen Möglichkeiten zu einer eigenen Initiative ganz zu schweigen. Er­schreckt durch die ungeheure Aktivität der japanischen Wehrmacht, die dank einer glänzenden Schulung im Zusammenwirken aller Waffen und dank eines Führung und Truppe gleichermaßen beherrschenden Siegeswillens mit einer bewunderungswürdigen Präzision auch die schwierigsten Landungsmanöver meistert, ruft man Ebenso wie in der australischen Bundeshauptstadt Canberra auch in Batavia nach mehr Flugzeugen und mehr Truppen, weil man, auf sich allein gestellt, sich außerstande sieht, die zweite Linie gegen den japanischen Ansturm tu halten. Ihre strategische Bedeutung ift ohnehin schon erheblich entwertet, einmal durch die japa­nische Kontrolle der Malakka-Straße, die in einer Länge von etwa 1000 Kilometer der wichtigste Schiffahrtsweg zwischen Pazifischem und Indischem Ozean bildet, an ihrer schmälsten Stelle zwischen der Halbinsel Malakka und Sumatra aber nur etwa 100 Kilometer breit ist, zum anderen durch den japanischen Vormarsch in Süd- und Mittel-Burma, wodurch die zweite Linie des alliierten Verteidi­gungssystems bereits im Nordwesten überflügelt wird.

Diese Perspektiven haben schon fast das Jnteresie vom Schicksal Singapurs abgezogen, das sich in allernächster Zeit ebenso zwangsläufig erfüllen wird wie das Hongkongs und Manilas, obwohl Singapur als stärkster Eckpfeiler des oftgerühmten Festungsdreiecks HongkongSingapurPort Dar- win, ja geradezu als Symbol britischer Macht in Ostafien mit allen Mitteln moderner yortifitations- kunst ausgerüstet für die Briten als uneinnehmbar galt. Heute zittert man in England um Singapur, ja man hat es im Grunde schon ab geschrieben und ergeht sich bereits in den hefttgsten Anklagen gegen eine Regierung, die nach der Meinung ihrer Kri­tiker jedenfalls nicht alles getan hat, um Singa- )urs Ruf als uneinnehmbare Feste auch im Ernst­alle zu rechtfertigen. Singapur, das als Insel fe- tuna den östlichen Eingang der Malakkaftraße be­herrscht und mit seinen Riesendockanlagen dazu be­stimmt war, dem britischen Ostasiengefchwader bei seinen Operationen gegen Japan als Stützpunkt zu dienen, hatte deshalb sein Gesicht ganz dem Meere zugekehrt. Auf Minensperren und artilleristisch glän­zend ausgestattete Küstenforts hatte man baber das Hauptaugenmerk gerichtet und sich auf der Land­seite auf die Undurchdringlichkeit der malaiischen Dschungeln verlassen. Erst im vergangenen Früh­jahr waren den für die Verteidigung Singapurs Verantwortlichen Zweifel an der Mchtigkeit ihrer Rechnung aufgezogen. In aller Eile wurden in- d'ische, australische und neuseeländische Truppen nach Malaya geschafft und im Dschungelkrieg ausgebil­det. Mit ihnen hoftte man einem im Norden ge­landeten Eindringling durch eine offensiv geführte Verteidigung begegnen zu können. Die Ereignisse der letzten Wochen Haden gelehrt, daß dies ein Trust- schluß war. Die Japaner sind zwar tatsächlich tn Nordrnalana gelandet, um sich gleichsam durch die Hintertür der Seefestung Singapur zu bemächtigen. Aber sie zeigten sich im Dschungelkrieg trotz der ungeheuren Schwierigkeiten des Geländes und des Klimas den Empiretruppen erheblich überlegen so­wohl als Einzel kämpf er wie in der strategischen Führung. Der durchweg gebirgige Chara'kter ber schmalen, langgestreckten Halbinsel, die zwar eine Reche guter Straßen und auch eine Bahnlinie von Bangkok nach Singapur aufroeift, aber im großen Ganzen eine Wirrnis von Dschungeln, Gummiplan- tagen und Reisfelder ist, ist in seiner Unübersicht­lichkeit dein Verteidiger non Natur aus nicht gün­stig, weil er keinerlei Beobachtung hat und vor Überraschenden Angriffen sich nicht schützen kann. Die Japaner haben es geradezu meisterhaft ver­standen, sich diese Unübersichtlichkeit zunutze zu ma- chen. Wie sich der japanische Soldat in diesem Ge­lände bewegte und wie die japanische TruPpenfüh- rung durch geschickte Umfassunasoperattonen jeden Versuch der Briten sich festMsetzen vereitelte, das sind Zeugnisse höchster Leistungsfähigkeit der japa­nischen Kriegskunst

Die ungeheure Schlagkraft ber japanischen Wehr­macht, die der Feind durch den langen Krieg in China gelahmt glaubte und die man deshalb in London und Washington zu seinem Schaden völlig falsch eingeschätzt hat, läßt den Alliierten an kei­ner Stelle des weiten Kriegsschauplatzes Atem zur Bildung neuer Fronten. Das zeigt vor allem auch die in den letzten Tagen mit großer Energie vor­angetriebene Offensive in Burma, der des- halb besondere Bedeutung zukommt, weil sie einmal die japanischen Waffen schon auf indischen Boden trägt, zum andern Japan in den Besitz des Aus­gangspunktes der berühmten Durmastraße bringen wird, womit es in die Lage kommen wird, dem Marschall Tschiangkaischek die letzte Verbindung mit seinen Verbündeten im Süden abzuschneiden. Tschungking-China ist immer noch ein ungeheures Menschen-Reservoir, ober ohne ständige Zufuhr non Kriegsmaterial, wozu die Burma-Sttaße von Bri­ten und Nordamerikanern ausschließlich bestimmt war, wird es Tschiangkaischek bald an Ausrüstung K feine Truppen gebrechen, zumal von Norden

Ober die Turksib, die Turkestan-Sibirische Bahn und die alte Seidenstraße dirrch die Mongolei im­mer nur spärliche und langwierige Transporte Tschungking erreicht haben. Heute wird Stalin sein Kriegsmaterial ausschließlich für die eigenen Trup­pen brauchen, die im Winterkrieg gegen die deut­sche Ostfront einen ungeheuren Materialverschleiß haben, so daß der Sowjetdiktator immer wieder Churchill und Roosevelt um Nachschub an gehen muß. Der japanische Vormarsch in Burma ist also ein schwerer Schlag, vielleicht der entscheidende, ge­gen Tschiangkaischek, denn er ist geeignet, in abseh­barer Zelt eine immer noch sehr beträchtliche Trup­penmässe lahmzulegen, auf deren Einsatztätigkeit Briten «üd Nordameritaner in rhrvn ftrojegijchm

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Planungen gegen Japan nicht geringe Hoffnungen zesetzt hatten. Das Bündnis mit Thailand hatte Jen Japanern für ihre Operationen gegen Burma, bas sich ja mit einem langen schmalen Zipfel ent­lang ber thailändischen Grenze und bann noch auf ber Malayen-Halbinsel bis zum vielgenannten Isthmus von Kra hinltreckt, ein ausgezeichnetes Aufmarschgebiet verschafft, aus dem heraus ihre Armeen, nad)bem schon zu Beginn bes Krieges ganz im Süden Tenasserim und Mergui genommen wor­den waren, in drei Heeressäulen vorstießen. Die südliche drang auf Tavoy vor, die mittlere erreichte Moulmein am Golf von Martaban, der durch bas Schwemmland der Jrawadi-Mündungen vom Ben­galischen Golf abgetrennt wird und an dem auch Rangun lieat, die Hauptstadt Burmas, wichtigster Hafen und Ausgangspunkt der Eisenbahn nach La- shio, wo die Burma-Straße ihren Anfang nimmt, und die nördliche ist im Vormarsch über Den Sal- winfluß (auf manchen Karten auch Saluen bezeich­net) auf Shwegyn an der ?ben genannten Bahn­strecke selbst. Ueber die strategischen Absichten dieser Offensive fprad^en wir soeben, die politischen wurden hier gestern schon von anderer Seite erörtert. Daß burmanische Truppen bereits Front gegen die bri­tischen Zwingherren ihres Landes gemacht haben, dürfte die japanischen Spekulationen auf den Frei­heitsdrang ber Burman en gerechtfertigt erscheinen lassen.

Aus der soeben beendeten Sondersitzung des ja- panischen Reichstages gaben ber japanische Minister­präsident Togo und seine Kollegen Aufschluß über die militärische und politische Lage Japans nach den ersten sechs Kriegswochen. Sie legten aber auch Japans Kriegsziele bar, die im Sturz der hritisch-nordamerikanischen Weltherrschaft gipfeln. Ein System selbstsüchtiger Ausbeutung unterdrück­ter Völker durch raumfremde Mächte muß der Er­richtung, Entwicklung und Sicherung einer asiati- scheu Wohlfahrtssphäre weichen, die allen darin einbezogenen Völkern einen ihrer geschichtlichen Tra- bition und ihrer Kultur entsprechenden politischen Status einräumt und Raum läßt für wirtschaftliche Verbindungen und freundschaftliche Beziehungen mit allen Nationen, die bas Prinzip der Neuordnung Ostasiens unter japanischer Führung anerkennen. Das ist ein Programm, in dem sich Japan mit den Mächten der europäischen Achse zu enger Zusam­menarbeit gefunden hat, sie wurde eben erst durch den Abschluß der Militärkonvention zwischen den drei Mächten erneut bekräftigt. Aber auch an die sübamerikanischen Nationen, die gerade in Rio de Janeiro zu wichtigen Beratungen versammelt sind, ging die Einladuna Japans zur Aufrechterhaltung ver bislang freundschastllchen und beiderseits durch.

fähig ausgewählt werden. Alle Maßnahmen Dem einen großen Ziele dienen, Japan den gewinnen zu helfen.

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Busch. Der Hauptort bes Archipels Ist 9t a 6 Qttlll Der gesamte Archipel, der etwa eine Fläche vor 240 000 Quadratkilometer umfaßt, zählt nur eint halbe Million Einwohner, darunter 1938 noch 470 U Deutsche neben 3400 Briten und 1800 Chinesen.

Japanische Landung auf den Salomon-Inseln.

s l o ck h 0 l m, 24. Jan. (DRV.-Aunkspruch.) Rach I einer Meldung aus Melbourne gab die australische I Regierung bekannt, daß japanische Truppen ivl fUcta, dem Haupthafen der Insel B o uga in-1 vllle, der größten Jnsrt der Salomongruppe, geJ landet seien und daß weitere LandungevI bevor stünden oder bereits Im Gange feien.

*

Die Solomon-Inseln ober Salomonen bildenI die südöstliche Fortsetzung des Bismarck-Archipels und bestehen aus sechs größeren und einer Reihe! von kleineren Inseln, die sämtlich mit dichtem tro­pischen Urwald bestanden sind. Die teils unter au- tralischem Mandat stehende, teils zum britischen Kolonialbesitz gehörende Inselgruppe hat eine Ge­samtfläche von etwa 44 000 Quadratkilometer mit! rund 200 000 melanesischen Einwohnern, die z. T noch Menschenfresser sind. Von wirtschaftlicher Be­deutung sind nur die ausgedehnten Kokospalmen, Plantagen.

Bestürzung in Canberra.

Das Verständnis Churchills für die dringenden! Sorgen Australiens beweist, daß er nur für Eng­land, nicht aber für bas Imperium spricht" Mit, bieten Worten gibt die australische ZeitungSun- day Mirror" der allgemeinen Entrüstung Ausdruck, die die Ablehnung Churchills, noch in dieser Woche die Debatte im Parlament aufzunehmen, in Austra­lien hervorgerufen hat.Sunday Sun" lchreibt: Die Worte Churchills, daß er trotz aller Fehl- chläge an den Endsieg glaube, bedeuten keinen Trost für uns. Wir wissen, wie groß die Gefahr wird, wenn die reichen Gebiete von Niederländisch- Indien in die Hände ber Japaner gefallen sind/ Da es ben Briten nicht möglich ist, mit Taten zu unterstützen, versuchen die englischen Zeitungeü die hilfeflehenden Australier mit schönen Worten zu trösten. Die Unzufriedenheit Australiens und die

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