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21./22. November M2

Gießener Anzeiger iGeneral-Anzeiger für Vberhesien)

Er. 275 Zweiter Blatt

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Gießener wockenmarktpreise.

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Verdunkelungszeit:

21. November von 17.22 bis 7.25 Uhr.

22. November von 17.21 bis 7.27 Uhr.

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D3.-ftlaffe.

Holzheim M t v. Gießen I. Lang-Göns Mtv. Gießen II. Watzenborn Vrünin^e»

So streng die Kontrollmaßnahmen bei der Aus- nahe der Lebensmittelkarten vom Ernährungsamt an die Verteilungsstellen gehandhabt werden, um jeden unberechtigten Bezug von vornherein zu unter­binden, ebenso scharf und umfassend ist die Kon­trolle bereits beim Druck der Karten. Den Drucke­reien wird vom Landesernährungsamt auf Grund genauester Auswertung der Bogenqröße nur so viel Kartenpapier zur Verfügung gestellt, als zur .per-1 I stellung der erforderlichen Stückzahl, zusätzlich eines , Andruckboqens, notwendig ist; die Andruck-Makula- turstücke sind bei der Lieferung der Lebensmittel­karten an das Ernährungsamt mit abzugeben, so daß also auch in den Druckereien die Gewähr für unbedingte Genauigkeit der Lieferung gegeben ist und nicht ein einziges Stück der Kartenneben heraus" gehen kann. Diese Sicherunqsmaßnahme dient ebenfalls dem Ziele einer gerechten und ehr- lichen Versorgung aller Volksgenossen nach dem Grundsatz: Jedem das Seine!

noch die Berufsschule. Jede Mutter sollte sich über­legen, ob sie ihrer Tochter nicht diese gründliche Ausbildung geben möchte. Die Haushalte, tn die ein Lehrling kommt, werden von der NS.-Frauenfchaft überprüft.

Zuchtvieh-Absahveranstaltung in Gießen.

Aus der Stadt Gießen

Der rechte Tod.

* Gießen, 2l.Nov. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: Markenbutter, Y? kg 1,80 NM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 9 bis 10, Kartoffeln, 5 kg 51, Wirsing, % kg 6 bis 10, Weißkraut 5 bis 7, Rotkraut 6 bis 9, gelbe Nüben 10, rote Nüben 10, Spinat 12 bis 15, Nömifchkohl 10, Unterkohlrabi 5 bis 7 Grünkohl 6 bis 8, Schwarzwurzeln 30 bis 40, Feldsalat 47 bis 50. Aepfel 30 bis 40, Birnen 20 bis 30, Lauch 15, Sellerie 16, Endivien, das Stuck bis 12, Oberkohlrabi 10 bis 15, Rettich 8 bis 20.

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Holzheim Mtv. Kiehen I.

gm ersten Spiel der Rückrunde hat Holzheim die erste Jugendmannschast des Mtv. Gießen zu Gast. Das Vorspiel sah letztere mit 12:8 Toren als Sieger. Diesmal werden sie allerdings eine anders Leistung als am letzten Sonntag zeigen müssen. Die Gastgeber haben in den letzten Spielen berate» sen, daß sie jetzt wieder zu beachten sind.

Lang - Göns Mtv. Gießen TI.

Lang-Göns hat im letzten Treffen der VorrundS die zweite Garnitur der Gießener zum Gegner. Bet aller Anstrengung der Gäste werden sie doch Sieg Punkte der Platzmannschaft überlassen müssen

Untere Weggefährten: Die Lebensmittelkarten

Lin Besuch beim Ernährungdamt der Stadt Gießen.

tigkeit! , . .

'Wir haben uns bei unserem Besuch nur aus den Zweig des Ernährungsamtes beschränkt. Daneben besteht noch die Abteilung Wirtschaftsamt, die eben­falls eine sehr umfassende Organisation notwendig gemacht hat. Aus dem Bereich des Ernährungs­amtes fei hier das wichtigste über unsere Lebens- mittelkarten zufammengefaht.

*

An Brotkarten sind zur Zeit sieben verschiedene Arten im Umlauf: für Kinder bis zu drei Jahren, von drei bis sechs Jahren, von sechs bis zehn fah­ren für Personen von zehn bis zwanzig und für Personen über zwanzig Jahre, ferner die Karte L für alle Erwachsenen und die Karte für Wehrmacht- angehörige zum Bezug von Weizengebäck. Fleischkarten gibt es in drei verschiedenen Stufen, | nämlich für Versorgungsberechtigte bis sechs Jahre, non 6 bis 18 und für Personen über 18 Jahre. Bei den Fettkarten bestehen fünf verschiedene Grup­pen, nämlich für Personen bis drei Jahre, drei bis sechs Jahre, sechs bis 14, 14 bis 18 und über 18 Jahre. Außerdem gibt es Fettkarten für Selbst- versorger in sieben verschiedenen Versorgungsgrup­pen. Die Milchkarten sind nur in zweifacher Aus­fertigung vorhanden, nämlich über Yk und XA Liter.

1 Bei den Nährmittelkarten bestehen sechs verfehle-

falscher Kriminalbeamter verhaftet.

tinb. Darmstadt, 21. N-w. Der Leiter der SM» minalpvlizeist-U- Dormftabl teilt mit: D-r 24Iahrig« Karl Link aus firnntfiirt a. M., Hellerhosstrabe 18, wurde am 19. November von der Kriminalpol,zel* stelle Darmstadt sestgenommen, weil er sich M der Nacht zum 19. November in zwei Fallen als Sri« minalbeamter ausgegeben hat. Wegen fettics volks* schädigenden Verhaltens wurde er dem Richter zu- geführt und in Untersuchungshaft genommen Da ba<\ Verhalten des Festgenommenen einen die Auto­rität des Staates gefährdenden oerontwortungs. losen Mißbrauch staatlichen Hoheitsrechtes darstellt, wird er, um die Gemeinschaft vor ihm zu schützen und weiteren Straftaten dieser Art vorzubeugen, nach Verbüßung der gerichtlichen Strafe auf längere Zeit in ein Konzentrationslager eingewiesen werden.

G. A -Sport.

(Siebener Fußball.

Um die Kriegsmeisterschaft finden morgen fol- I gende Spiele statt:

Luftwaffe Friedberg Jlibba 1900 Gießen Bübingen Reichsbahn Gießen.

Goldene Hochzeit. Die Eheleute Reichs- bahnlokomotivführer i. R. Gustav Jr l e und Frau Maria, geb. Gröninger, Karl-Vogt-Straße 7 wohn- hast, können am 23. November in körperlicher und geistiger Frische das Fest der goldenen Hochzeit be- gehen Dem Jubelpaar gelten auch unsere herzlichen

Earstens dabei

Die Grün-Weißen fahren nach Budmgen. Auch hier ist die Angabe jdjroer. 3m Varst'iel der Alk.. Spiele gelang damals ein beachtliches Unentschieden, dem eine hohe Niederlage aus eigenem Platze folgte. Die Büdinger sind am vergangenen Sonntag aus» wärts nicht anqetreten, was auf Mannschaftsschwie. rigkeiten fchließen läßt. Vielleicht ist dies ein Um- tanb, der eine günstige Aussicht eröffnet.

Daubringen 1. 3gb. Garbenteich 1. 3gb.

Beibe Mannschaften treffen sich am kommenden Sonntag zu einem Freundschaftsspiel auf dem Wald­portplatz in Daubringen. Beide führen zur Zeit die Tabelle in ihrer Gruppe an.

Handball der HI.

fprechen werden.

Wintermäntel und Anzüge

ohne Bezugschein auf die zweite und dritte Reichs kleiderkarte.

Um Zweifeln entgegenzutreten, wird von amt­licher Seite darauf hingewiesen, daß »m Gegensatz zur vierten Reichskleiderkarte sowohl auf die zwei- ten als auf die dritten Reichskleiderkarten Winter- Mäntel, Herren- und Knabenanzüge sowie deren Einzelteile oder der zur Herstellung derselben be­nötigte Oberftoff während der gesamten Laufzeit der zweiten und dritten Reichskleiderkarten ohne Beflug- schein auf Bezugsabschnitte der zweiten und dritten ReichsNeiderkarten bezogen werden können

Wie seinerzeit bekanntgegeben wurde, ist die Gel tunqsdauer der zweiten Reichskleiderkarte bis zum 31 August 1943, dle der dritten Reichskleiderkarte bis zum 30. Juni 1944 verlängert worden.

Eine Hausfrau erzählt...

ZUM Leben führt.

Was es um den rechten Tod ist, das kommt immer wieder zum Ausdruck in der ungebrochenen Ueberzeuaung, die immer noch im schlichten Ge­müt des Volkes lebendig ist, daß unsere Toten, die einen rechten Tod gestorben sind, auch aus ihrer Welt noch segnend über unserem Leben walten und wirken. Das sind die Gräber, von denen der Dichter von Münchhausen sagt:

bene Arten, nämlich rosa für Versorgungsberechtigte bis zu drei Jahren, drei bis 18 Jahren und über 18 Jahre, blau für Personen von drei bis 18 uiw über 18 Jahre, schließlich die Nährmittelkarte für Selbstversorger in (Betreibe. Als einheitliche Kaiten in einmaliger Ausführung sind die Zuckerkarte, Mar- meladekarte, Eierkarte, der Kartoffelbezugsausweis und der Bezugsausweis für entrahmte Frischmilch! lim Umlauf. Zusatzkarten zum Bezug von Brot, Fleisch und Fett werden an Schwerst-, schwer., Lang- und Nachtarbeiter gegeben, die diese Morten über ihre Betriebsführer erhalten. Die Menge der zusätzlichen Brot-, Fleisch- und Fettrationen .st ver- 'schieden hoch bemessen, sie liegt aber entsprechend den erhöhten Arbeitsanforderungen, die an diese Männer gestellt werden, erheblich über der Normal-

Je länger du dort bist, Um so mehr bist du hier, Je weiter du fort bist. Um so näher bei mir. Du wirst mir notwendiger Als dos Brot ist, Du wirst lebendiger. Je länger du tot bist!"

Da ist dem Tode alle böse Macht genommen, da ist neues Leben ans Licht gekommen, da ist aus dem vernichtenden Tod durch die Tat das wahre Leben geworden, da ist rechter Tod gewesen. M.

Feierstunde am Totensonntag im großdeutschen Rundfunk.

Am Totensonntag bringt der großdeutsche Rund­funk in der Zeit von 10.15 bis 11 Uhr eine Feber- stunde zur Sendung, in der Frau Annemarie Mol­de r s, die Mutter unseres Fliegerhelden, und Ernst Laudin, der Vater zweier gefallener Soldaten,

gi8 Seit zwei Monaten habe ich nun einen Haushaltslehrling, und ich muh Ingen, er macht mir Zehr viel Freude. Es iff natürlich ganz etwas an bercs, so einen Lehrling im Haushalt zu Haven wie eine chausgehilstn Wahrend man °°n Letz e er doch unbedingt erwartet, daß sie gewisse! Brot en eiirfad) übernimmt und eine lpurbare Entlaftung für die Hausfrau bedeutet, steht hier das ^lernen des Lehrlings an erster Stelle. Das bedeutet, daß alle Arbeit Zunächst gemeinsam Ö^^^'^belf^ erst allmählich mit dem Lernen und immer beste ren Können wird der Lehrling selbständig und über nimmt eine Arbeit nach der andern allem Hi r beginnt nun die Freude beider Teile. Wie stolz is der Lehrling wenn er das erste Mittagessen ganz allein gekocht hat ober wenn der erste Wtaebadene Küchel gelungen ist! Die Freube teilt die Lchrfrau. Das Feld, bas ein Lehrling wahrend feiner Lehr zeit beherrschen lernen soll, ist sehr großi unb er- fordert Luft und Liede und viel Interesse des Mab chens für alle Belange des Haushaltes Es verlangt aber auch von der Lehrfrau viel Geduld und Muhe denn nicht alle Arbeiten des Hauses gefallen emem Mädchen, das eine kocht lieber bas andere naht lieber, und doch soll ein Lehrling alles lernen. Ganz von selbst wirb bas Verhältnis von Lehrf.au zu Lehrling, das anfangs durch einen Vertrag ge­regelt wird, ein Vertrauensverhältnis. So lernt das junge Mädel in zwei Jahren das, was ledes Mädchen, das einmal einen eigenen Haushalt haben möchte, braucht. Das Mädel bekommt vom ersten Monat an eine Entschädigung und besucht nebenbei

Neben diesen am weitesten verbreiteten Karten L gibt es die Mahl- und Brotkarte für Selbstversorger, , die in drei Arten (für eine, für fünf ober für zehn . Personen) besteht', die Bezugsberechtigten können I daraus bestimmte Mengen Brot ober Mehl beim I, Bäcker ober Mehl beim Müller direkt beziehen. I I Die Reise- und Gaststättenmarken, die in Gie­ßen noch für einige Zeit in der alten Form ausgc- geben werden, bis die alten Bestände aufgebraucht I sind, zeigen in der neuen Ausgabe ein verändertes, I nämlich ein kreisrundes Druckbild. Neben den Reise- und Gaststättenmarken gibt es die neuen Lebensmittelmarken, die wie folgt gekennzeichnet sind- gelb: Butler, hellbraun: Margarme, hellgrün: Schlachtfett, je Abschnitt 62,5 g, violett: Quart, K Abschnitt 125 g, rosa: Nährmittel, je Abschnitt 500 g, dunkelgrün: 1 Ei, hellblau: Milch, ie Abschnitt

I yK Liter Von besonderem Interesse sind noch die Urlauber-Lebensmittelkarten, die in sieben ver- schiebenen Ausgaben über je einen bis sieben Tage verabfolgt werben, ferner die Frifchsteischscheme, zu deren Bezug solche Selbstversorger berechtigt sind, denen neben ihrer Selbstversorgermenge noch em gewisser Versorgungsanspruch zusteht, und schließ­lich die grünen Berechtigungsscheine, die auf die ver­schiedenen Lebensmittel ausgestellt werden. Erheb­liche Bedeutung kommt ferner den Sonderbezugs- ausweifen, den sog. Hochzeitskarten, zu, die aus grünem Papier hergestellt unb sogar mit einem I Myrtenkranz versehen find; diese Karten, auf zwei bzw. drei Personen lautend, werben für grüne, sil­berne, golbene, biamantenc und eiferne Hochzeiten ausgegeben unb bieten bie Möglichkeit zum Bezug I zusätzlicher Lebensmittelmengen zur festlichen Aus-

I gestaltung des Hochzeitstages. Der Vollständig­keit halber sei noch daraus hingewiesen, daß auf. dem Ernährungsamt auch die Futtermittelscheine für Hunde zum Bezug von pflanzlichen Futtermit­teln ausgegeben werden.

Als Gießener Besonderheit besteht der rote Haus- Haltausweis mit Einlagebogen, mit dessen Benutzung zu Eintragungen eine gerechte Verteilung von Man­gelwaren sichergestellt werden soll.

* G a in b a ch , 20. Nov. Heute begingen der Muh. lenbesitzer Martin Kammer und Ehefrau Katha­rine, geb. Wolf, das Fest der goldenen Hoch-- z e i t. Beide erfreuen sich noch guter Gesundheit unb arbeiten noch' täglich in ihrem Betrieb. Kammer er­warb vor 35 Jahren die schon im 11-Jahrhundert 'ly Urkunden ermähnte KreuziNÜhle an her_ Ke4 er, heute Waschmülile genannt. Herzlichen Glückwunsch!

Frankfurter Schtachtviehmarkt.

* Frankfurt a. 9)1, 21. Nov. (Dor bericht.) L- notierten je 50 kg Lebensgewicht m RM.: Dd)fen 29 50 bis 47, Bullen 36 bis 45, Kühe 25,50 bis 45, Färsen 28,50 bis 46, Kälber 40 bis 59, Hammel 54, Schweine 59 bis 64. Marktverlauf: alles zugeteilt.

Der Landesverband der Rinderzüchter und der Landesderband der Schweinezüchter Hefsen-Naschu veranstalteten am gestrigen Freitag m der Zucht- vich-Versteigerungshalle Rhein-Main in Ziehen ihre letzte diesjährige Abfatzveranstaltuna von Höhensteckviehbullen unb Zuchtebern. Bei sehr star­kem Interesse der Käufer nahm die Veranstaltung einen flotten Verlauf. Sämtliche gekörten Eber wechselten bei lebhafter Nachsrage den Besitzer In den meisten Fällen mußte durch die Zuchtleltung bei Erreichen der festgesetzten Stopp-Preise Zutei- hing an die einzelnen Käufer erfolgen Auch das Interesse für Höhenfleckviehbullen war überraschend groß. Die Nachfrage konnte nicht restlos befriedigt werben. Die aus bem Protektorat Böhmen und Mähren erschienene Ankausskommission konnte m- folgebessen erstmalig keine Tiere zugete.lt erhalten.

Im einzelnen erbrachte bas Ergebnis ber ooiiber- körung folgenbes Bilb: Es würben emgeteilt 1 Uber in Wertklaffe I, 15 in Wertklasse II, 28 in Wert- klasse III unb 4 in Wertklasse IV. Bei den Bullen würben 11 in Wertklasse II, 6 tn Wertklasse III (Herdbuch-Klasse), 8 in Wertklasse III (Nicht-Herd, buch-Klasse) eingeteilt, ferner wurden der Wertklaffe IV 30 Bullen zugeteilt. Das Ergebnis der Körung bei den Bullen beweist, daß die Qualität der aufgetrie- i denen Tiere bei dieser Absatzveranstaltung nicht ; ganz dem Durchschnitt entsprach was allerdings nicht verwunderlich ist, da bie besten Vaterttere be- reits bei der großen Herbst-Abfatzveranstaltung am 2. Oktober zum Verkauf gelangten.

Außerbem waren 6 schwarzbunte Nleberungs- Bullen aufgetrieben, von benen 1 der Wertklcis e 11, 3 der Wertklasfe III unb 2 der Wertklasse IV zu- geteilt wurden. Diese Zuchtbullen fanden ebenfalls restlos Absatz, der Bedarf konnte auch hier nicht befriedigt werden.

Am 4. Dezember findet m Gießen nochmals eine Absatz-Veranstaltung von Rotoieh-Bullen -Rindern statt, womit dann die diesjährigen großen rxi..w.r SaMöh 'Rullpn Eber.

geben.

Feuer- unb diebessichere Stahlschränke werben vor uns aufgeschlossen. Ihr Inhalt besteht nicht aus Gelb oder Banknoten. Statt dessen erblicken wir ganze Reihen ansehnlicher Pakete. Aufschrift unb Inhalt machen sie als Lebensmittelkarten der ver- chiebensten Art erkennbar. Sie werben mit Recht o hoch bewertet, daß sie in Stahlfchränken ihre Intcrfunft haben. Manche Menschen sinb sogar der Meinung, diese Karten seien noch wichtiger als Geld. Diese Ansicht ist nicht ganz unzutrefsend, denn eine Mahlzeit kann man unter Umständen (wenn man zu­fällig kein Geld einstecken hat und in der Gaststätte^ bekannt ist) auch einmal ohne sofortige Bezahlung erhalten, niemals aber ohne vorherige Abgabe der entsprechenden Abschnitte der Lebensmittelkarten. In den Stahlschränken sind Karten für den laufenden und verflossenen Versorgungsabschnstt (als Restbestände bzw. Rücklieferung) mit den Stapeln der für die nächsten Wochen zur Aus­gabe vorgesehenen Formulare vereint-, sie alle zu- ammen bilden umfangreiche Packen und lassen ge­waltige Berge von wichtigen Nahrungsmitteln, aus einer Rci'he von Güterzügen unb sonstigen Fahr-

Vor einigen lagen haben mir die Aus-1 gäbe neuer Gaststätten' unb Lebensmittel­marken angefünbigt. In Kürze werben die Bezugskarten für die Sonderzuteilung zu Weihnachten folgen. Diese Neuerscheinungen lenken die Aufmerksamkeit auf bie Vielfältig­keit der Lebensmittelkarten hin, durch die die Lebensmittelversorgung unseres Volkes in gergeltcn Bahnen gehalten wird. Auf un­sere Bitte hat uns der Vorstand des Er- nährungsamtes der Stadt Gießen einen Einblick in die organisatorischen Arbeiten unseres Ernährunasaintes und zugleich einen Ueberblirf über unsere Lebensmittelkarten ge-

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der ersten, spätestens im Laufe der zwei en De-em berwoche zur Post zu geben. Wer dies nicht befolgt, kann nicht mit rechtzeitiger Zustellung feiner Seit- düngen mm Weihnächte est rechnen. Haltbare Bcr- pX9unb genaue SIuf|d)rift sind V°rbed'n«.,n«en für richtige Uebermittluna. In lebe Sendung 'st em Doppel der Aufschrift einzulegen. Feldpostpackchen sind nur bis 30. November mgelaffcn.

" Der Fürsorgeossizier der Maffen- I ff hält am kommenden Montag tn w,^nn c Sprechstunde für bie Hinterbliebenen von Gefallenen der Waffen-ff ab.

Canbfreis (Biebe*-

Heuchelheim, 21 Nov Der Landwirt unb frühere Kohlenhändler Heinrich B o 1 r m a n n Ul. kann am morgigen Sonntag, 22. Novernber n k - perlicher und geistiger Frische seineni 81. ®e- burtstag begehen. Dem Jubilar bringen mir unsere herzlichen Wünsche zu feinem Geburtstag unb für einen schonen Lebensabend dar.

Kreis Zrledberg.

zeugen transportiert, ahnen.

Die Handhabung dieses umfangreichen und doch so dringend notwendigen Kartenapparats erfolgt unter allen nur denkbaren Vorsichtsmaßnahmen, denndie Karte ist wichtiger als Geld". Es ist eine außerordentlich sorgfältig gestaltete Buchhaltungs-1 unb Verrechnungsorganijation vorhanden, in die Kontrollen und Gegenkontrollen eingebaut sinb, durch die an Hand der Numerierung der/Weg jeber einzelnen Karte von der Ausgabestelle bis zu ihrer letzten Station, bem Bezugsberechtigten, genau ver­folgt werben kann, ebenso wie der Rücklauf der Bestellscheine vom Verbraucher über den .Kaufmann zum Ernährungsamt. Der Sinn dieser ganzen Ein­richtung ist in die kurzen Worte zusammenzufassen: Jedem bas Seine nach bem Grunbsatz der Gerech-

Bei den bisherigen Begegnungen mar cs bem VfB.-R. Friedberg gelungen, den Lufttvasfensport- verein überzeugend zu schlagen. Erst vor wenigen Wochen mußten die Flieger in Friedberg eine 9:0. Niederlage cinfterfen. Sie werden bemüht sein, am kommenden Sonntag ein günstigeres Ergebnis zu erzielen, zumal sie nach bisher drei in dieser Serie gewonnenen Spielen vor dem VfB.-R. Friedberg an der Spitze stehen. Hiiizu kommt, daß das Spiel in Gießen auf bem Waldsportplatz stattfindet. In den I eiterigen Spielen war die LSV.-Mannschaft immer recht kampfstark und konnte gute Ergebnisse erzielen. Die Spielstärke von Friedberg ist als gut bekannt, und es muß von den Fliegern schon eine gute Portion,Siegeswillen mitgebracht werden, um diesmal Sieger zu werden. Voraussichtlich tritt der LSV. in nachstehender Besetzung an: Becker, Urnau, Lütkehoff, Müller, Rose, Grunert, Schleinitz, Schmitt, Brunner Schneider und Bos. Vor allem ist abzu­warten, wie sich in dieser neuen Zusammensetzung die Angriffsreihe bewährt. Ist Schmitt von seiner Erkraiikung, die ihn im Spiel gegen Wolfersheim sehr hinderte, wieder ganz hergestellt, so Durfte er Gelegenheit haben, einmal zu zeigen, daß mit diesem Sturm auch Tore geschossen werden können. Der neben ihm spielende Linksaußen Schleinitz muß seine Angriffe etwas entschlossener vartragen, dann dürsten Erfolge nicht ausbleiben. In bcr Mitte fpielt Brunner; mit seinen rechten Nebenleuten Schneider unb Bos, der zum erstenmal in der Mannschaft mit* : wirkt, wird er schon das rechte Verständnis finden. 1 Die Hintermannschaft ist gut und wird in der Lage - fein, dem Gegner die Torerfolge schwer zu machen. 1 Im Spiel in Nidda müßte nach her norfonntag- lichen Leistung ein Sieg der Vlau-Weißen im Be­reich der Möglichkeit liegen, doch weiß man, meld) gefährliche Gegner die Landmannschaften auf e ge- nem Gelände abgeben. Die Vlau-Weißen müssen nun auch noch für Löser und wahrscheinlich Kraft Ersatz einstellen. Dafür ist aber erstmals wieder

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Wenn in trüben, dunklen Novembertagen die 11 i, ichten, kalten Nebel ihre sckiweren, grauen Schwa­ll hm und Schleier um die stillen Streune und Grab Ilv ael weben und im kurzen, fahlen Lichte die letzte £iite erstirbt, bann steht auch bas Menschenherz lehr als sonst dem ernsten Gedanken der Ver- a nglichkcit unb des Todes offen. Unb heute, am werten Kriegstotenfest, wo Männer sterben im ßriege, da gedenken mir dieses Tages auch in fei- rm Uvfprünglichen, heroischen SinneVergiß he treuen Toten nicht" ... die ihr 2eben für ms dahingegeben haben. Dann erscheint dieser Tag pch in einem anderen Lichte als soirst.

Gewiß ist es so, daß von uns allen einmal die iqröerfte Probe gefordert wird in der Todesstunde, |: ober so, aber wie wir dann sterben können, darin j igt sich dann unsere Kraft oder unsere Ohnmacht.

Da bittet ein Kämpfer da draußen in seiner i rnfteften Stunde nicht um Verschonung,aber um as eine bitte ich dich, lieber Gott, laß mich recht erben! Nicht mit einem Wimmern auf den Lip- en, nicht mit einem letzten Jammern im Herzen! m einen frohen, glückhaften Soldatentod bitte ich ich" ... Unb ein anderer ganz ähnlich ...nicht m Erhaltung meines Lebens flehe ich zu dir, nur arum bitte ich, gib mir die Kraft, daß ich nicht feige ierbe in der schlimmsten Stunde und in der schwer en Not" ... unb ein Dritter bittet: ...Lieber lott, laß uns siegen! Unb wenn ich fallen soll, nimm ich der Meinen an und laß mich als anständigen l'erl fallen, wenn cs sein muß!" So war ihrer (fler größte unb einzige Sorge nicht der Tod als j solcher, sondern bcr rechte Tod!

Das ist vielleicht auch für uns alle bas rechte, irlöfenbe Wort angesichts des Todes: den Tod zu . berrainben durch rechtes Sterben! Aus dem tobe hilft und erlöst nur der rechte Tob!

Den rechten Tob finden wir durch die tapfere rgt, die immer über dem Tod steht und seine Ährecken überwindet. So haben auch jene Tapse- .1-en, ob sie gleich gefallen sind, in Wirklichkeit den Eob überwunden. Sie haben durch ihr Vorbild unb Beispiel nicht nur wieder neu den Grundstein zum Eapfersein und Aushalten gelegt, ihr Geist wird mmer wieder lebendig in dem Geist ihrer Nach- olger, die über ihre Gräber weiter vorwärts stür­men. So erlöst ihre Tat sie vom Tode der Ver- länglid)feit und des Vergessenseins. Durch Tapfer­keit und Treue gegenüber den Forderungen des Lebens, und seien sie noch so hart, wirb der Tod übcrroimben und das Leben erst recht gewonnen. Dann wird der leibliche Tod zum rechten Tod, der

Glückwünsche. ,

** 70 Jahre alt. Frau Marie Dorothea

Schwing, geb. Franz, Hinter dem Horst-Wessel- Wall 11 wohnhaft, wird am morgigen Sonntag, 22 November, 70 Jahre alt. Die Jubilarin, Jnhabe- rin des Ehrenkreuzes der Deutschen Mutter in Gold, erfreut sich noch bester Gesundheit. Wir gratulieren herzlich zum Geburtstag. . ..

** Vom Theater der Universitats- ft ab t Gießen wird uns mitgeteilt: Die 5. Mor­genveranstaltung schließt sich hem Tag der deutschen Hausmusik an. Die Aufführung erhalt ihre beson­dere Note durch das neuerliche Hervortreten der Arbeitsgemeinschaft Universität und Theater". Pro- sessor Rudolf Gerber, Direktor des Musikhistori- schen Seminars, gibt Einführungen in die zum Vor trag gelangenden Werke von Heinrich Schutz. Die musikalische Leitung hat Musikdirektor S o 11 n e r, her auch die Begleitung am Cembalo übernommen hat Als Gesangssolisten wirken mit: Barbara Boettcher. Valeska Lange, Gabriele Possinke, So- phie Schärtet, Lisel Schröter-Beckers-. Ludwig Dru- fiel, Adolf Richter. Als Jnstrumcntalsollstcn wirken eine mit: Franz Kcrzisnik, Gustav Landgraf und Ernst und Schneider. , m ,, ,

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