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Teile der 33 Sowjetarmee zerschlasen

griffen bei Tag und Nacht die mttilärifchen Anlagen der 3 nsel Malka an. In den Zlaatswerften von La Valetta, in Versorgungseinrichtungen, Betriebs­stoff-, Torpedo- und Munitionslagern riefen zahl­reiche Bombcnvolltreffer schwerste Zerstörungen her­vor. Die Angriffe auf die Flugplätze Luka, halfar und Lalafranca waren besonders erfolgreich; eine Anzahl von Flugzeugen wurde am Boden zerstört oder beschädigt.

Kampfsliegerverbände griffen in der letzten Nacht den kriegswichtigen britischen Hafen Grimsby an. In Großmühlen und Dockanlagen entstanden starke Brände und Explosionen.

Nach den im gestrigen Wehrmachtbericht gemel­deten schweren britischen Flugzeugverlusten, die sich auf 29 abgeschossene Flugzeuge erhöhten, flog die britische Luftwaffe weder bei Tage noch bei Nacht in das Reichsgebiet ein. 3n der Zelt vom 20.3. bis 10. 4. verlor die britische Luftwaffe 273 Flugzeuge; davon 97 über dem Mittelmeer und in Nordafrika. Während der gleichen Zeit gingen im Kampf gegen Großbritannien 66 eigene Flugzeuge verloren.

Flugzeuge; davon wurden 631 in Luftkämpfen und 95 durch Flakartillerie abgeschossen, der Rest am Boden zerstört. Während der gleichen Zeit gingen an der Ostfront SS eigene Flugzeuge verloren.

Im östlichen vlittelmeer versenkten deut­sche Unterseeboote aus dem britischen Nachschubver­kehr einen Tanker von 4000 BRT.. sechs Transport­segler sowie ein Bewachungsfahrzeug.

In der englischen Südküste wurden durch leichte deutsche Kampfflugzeuge bei Tage verschiedene Hafenanlagen, bei Nacht durch Kampfsliegerver­bände der Hafen von Southampton angegriffen und schwere Schäden verursacht.

Britische Bomber flogen während des gestrigen Tages unter starkem Jagdschutz in die be­setzten UJ e ft gebiete ein. Von deutschen Jägern gestellt, verloren fie in heftigen Luftkämpfen 17 Flugzeuge, darunter eine Anzahl viermotoriger Bomber, hierbei errang ein weiteres Jagdgeschwa­der im Westen seinen 1000. Luftsieg. In den geftri- gen Abendstunden griff eine geringe Anzahl briti­scher Flugzeuge Industrieanlagen in Augsburg an. Ls entstand geringer Personen- und Sach- schaden. Flakartillerie schoß drei der angreifenden Flugzeuge ab. 3n der letzten Nacht warfen brittsche Flugzeuge Bomben auf Wohnviertel in Ham­burg. Die Zivilbevölkerung hatte Verluste an Toten und verletzten. Line Anzahl von Hauser wurde zerstört oder beschädigt. Flakartillerie und Nachtjäger schossen sieben der angreifenden Bomber ab. Damit verlor die britische Luftwaffe am gestrigen Tage und in der letzten Nacht 27 Flugzeuge.

©er italienische Bericht.

Der italienische Wehrmachtbericht vom (Sonntag' meldet beschränkte Spähtrupp- und Artillerietätig' feit in der Cyrenaika, wo die anhaltenden ungün­stigen atmosphärischen Bedingungen und schwere Sandstürme auch die Tätigkeit der Luftwaffe ein« schränken.

Feindes und richtete wirksame Angriffe gegen rück­wärtige Verbindungen der Sowjets.

Bei der im Wehrmachtbericht vom 16.4. gemelde­ten Vernichtung einer feindlichen Kräftegruppe wurden Teile der 3 3. Sow­jetarmee zerschlagen und in mehrtägigen Kämpfen gegen zähen feindlichen Widerstand 45 Ortschaften und rund 1000 Bunker genommen. Der Feind verlor hierbei über 6000 Ge­sa n g e n e und 8000 Tote, 170 Geschütze, 269 Gra­natwerfer und Maschinengewehre sowie zehn Flug­zeuge, die durch Verbände des Heeres erbeutet oder vernichtet wurden. 3n der Zeit vom 21.3. bis 10.4.1942 verlor die sowjetische £uf(waffe 872

Der Wehrmachtbericht vom Gamstag.

DBB. Aus dem Führerhauptquartier, 18. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m 0 ft e n wurden vereinzelte örtliche griffe des Feindes abgewiesen. 3m Schwarzen Meer versenkten deutsche Kampfflugzeuge ein feindliches Handelsschiff von 7000 BRT. 3m mitt­leren und nördlichen Abschnitt der Ostfront waren eigene Angriffsunternehmungen trotz schwie­rigster Geländeverhältnisse erfolgreich. Die Luftwaffe zerstörte Truppen- und Panzerbereitstellungen des

Erneuerung der Treue und des Glaubens."

Reichsminister Or. Goebbels in der Feierstunde der RGOAp.zum Geburtstag des Führers

Beförderungen in der ff.

Berlin, 20. April. (DNB.) Der Führer hat in der ff folgende Beförderungen ausgesprochen: Zum . ff-Oberst-Gruppenführer den ff-Obergruppenführer Franz Xaver Schwarz; zum ff-Oberst-Gruppen- sührer und Generaloberst der Polizei den ff-Ober- gruppensührer und General der Polizei Kurt D a - l u e g e; zu ff-Obergruppenführern die ff-Gruppen­führer Eicke, Mazuw, Pohl, Scharfe, Schmitt; zu ff-Gruppenführern die ff-Brigadeführer Becker, Demelhuber, Hilgenfeld, Jung, Dr. Martin, Petri, Phleps; zu ff-Brigadeführern die ff-Oberführer Dr. Dermießen, Doering, v. Gottberg, v. Grolmann, Maximilian v. herff, Jungclaus, Dr. Kammler, Klingemann, Moerschel, Oberg, Rejnefarth, Klaus Selzner, Dr. Teitge, Freiherr v. Thermann, Dr. Wenzel, Winkelmann.

©erTag her Wehrmacht" brachte 47,3 Millionen.

Berlin, 18. April. (DNB.) Unter den WHW.- Sammlungen dieses Winters brachte schon derTag der Polizei" ein Rekordergebnis. DerTag der Wehrmacht" ist nicht dahinter zurückgeblieben. DA. nunmehr vorliegende Gesamtergelmis beträgt RM.

47 377 935,27. DerTag der Wehrmacht" im Jahre 1941 schloß mit einem Ergebnis von 30 258 490,59 RM. Die Zunahme beträgt also 17 119 444,68 RM., das sind 56,58 v. h. Diese gewaltige soziale Leistung der Heimat zeugt erneut von der engen Verbunden­heit des deutschen Volkes mit seiner Wehrmacht und seine Entschlossenheit zum endgültigen Siege.

Der Wehrmachiberichi

vom (Sonntag.

Britische Luftwaffe verlor vom 20. März bis 10. April 273 Flugzeuge.

DNB. Ans dem Führerhauptquartier, 19. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Erfolgreiche Luftangriffe richteten fich gegen den Kriegshafen Sewastopol und Hafenanlagen a n der Kaukafusküste. 3m mittleren und nördlichen Abschnitt der Ostfront brachten eigene Angriffsunternehmungen weitere Erfolge. An ein­zelnen Stellen fetzte der Feind seine Angriffe und Vorstöße vergeblich fort.

Starke Kampf- und Sturzkampffliegerverbände

habt, umgeben von seinen THitarbeifern, Poli­tikern, Generalen, eingehüllt in der Liebe von ungezählten Millionen Menschen und doch zu­letzt auf sich selbst ge ft eilt, die schwere Last der Verantwortung nur auf feinen Schul­tern tragend, um das Schicksal und Leben seines Volkes ringend.

So hoch mir im einzelnen auch gestiegen sein mögen, welche drückende Bürde der oder jener tragen mag, wir alle haben immer noch einen über uns, auf den wir uns berufen können, dem wir gehorchen dürfen, weil er führt und befiehlt, der uns die schwersten Gewichte abnimmt, wenn sie allzu lastend werden, der uns in den Stunden der Mutlosigkeit, des Zweifels oder der Ermüdung wie­der aufrichtet, uns mit neuer Kraft erfüllt, uns die großen Lehrer unserer Zeit und unserer Anschau­ung in die Erinnerung zurückruft und uns damit wieder neu belebt. Wir sehen immer noch über uns eine Kraft, die uns stützt und hält, fühlen uns geborgen in der schützenden Hut eines Mannes, der unserem Jahrhundert wegweisend voranschreitet. Wir brauchen nur zu folgen. Er aber muß die Bahn brechen. Er steht allein seinem und unserem Schicksal gegenüber, um den Titanenkampf, der uns um das Leben unseres Volkes aufgezwungen wurde, siegreich auszufechten.

Wenn wir heute am Vorabend feines 53. Geburts­tages die ganze Ration um die Lautsprecher ver­sammeln, dann ist das etwas anderes und viel mehr als eine feierliche Zeremonie, hier soll nur be­stätigt werden, was alle Deutschen fühlen und den­ken, und zwar heute tiefer und verpflichtender als je zuvor. Es ist gewissermaßen bie Erneuerung der Treue und des Glaubens, die so mil­lionenfach durch Taten und Leistungen, durch Opfer ohne Zahl, durch Einsatz von Blut und Leben und tausendfältigen bitteren Tod ihre Bewährung ge­funden haben, daß sie der Worte nicht mehr be­dürfen.

Wenn jemals die deutsche Ration sich vereint, «hat in einem Gedanken und in einem Wil- nn in dem, ihm zu dienen und seinem Gebot zu folgen. Diesmal sollen die Klänge der heroiscken Titanenmusik, die je einem faustischen deutschen Herzen entströmten, dieses Bekenntnis in eine ernste 'und weihevolle höhe erheben. Wenn am Ende unse­rer Feierstunde die Stimmen der Menschen und Instrumente zum großen Schlußakkord der Neunten Symphonie ansetzen, wenn der rauschende Choral der Freude ertönt und ein Gefühl für die Größe und Weite dieser Zeit in die letzte deutsche Hütte hineinträgt, dann wollen wir uns alle zugleich des Ernstes der Stunde bewußt werden und in ihm auch das Glück empfinden, Zeuge und Mit­gestalter dieser größten geschichtlichen Epoche unseres Volkes sein zu dürfen.

Man nenne die ewige Kraft, die über uns waltet, den Allmächttgen oder Gott oder das Schicksal oder den guten Vater, der, wie es im Schlußchor der Neunten Symphonie heißt, überm Sternenzelt wohnen muh: bitten wir diesen Allmächtigen, uns den Führer zu er­halten, ihm Kraft und Segen zu geben, fein Werk zu steigern und zu mehren, um Stand­haftigkeit des Herzens und Stärke der Seele zu verleihen, unserem Volke aber nach dem Kampf und Opfer den Sieg zu schenken und damit die Zeit zu erfüllen, die wir zum An­bruch brachten.

Es gibt fein größeres Glück auf Erden, als dem Genius seines Volkes und feinem Werke zu dienen. Machen wir uns dieses Glückes täglich teilhaftig. Die Schwere unserer Zeit ist auch ihre Größe. Wir möchten mit keiner anderen tauschen. In Dankbarkeit und Treue senden wir dem Führer unsere Grüße. Wie von einem unzerreißbaren Band fühlen sich Front und Heimat in dieser Stunde umschlungen; das Deutschtum in aller Welt ist vereint in dem heißen Wunsche, den wir noch jedesmal am Vor­abend des Geburtstages in die Worte zusammen­fassen: Er soll uns bleiben, was er uns war und ist: Unser Hiller!

ist er hindurchgeschritten, bewahrt und aufbewahrt für sein geschichtliches Werk.

Männer machen Geschichte. Auch der Führer ge­hört zu den Berufenen. Eines aber scheidet ihn von den anderen: schon oft hat ein Großer ein Reich geschaffen ober den Menschen ein Neues gewiesen und ebenso oft ist bas Werk wieder zerfallen, weil er es nur auf sich selber gegründet. Der Führer griff weiter, er stellte sein Werk auf das Leben. Ihm ging es nicht bloß um die Wiederaufrichtung des Reichs, sondern um seine Sicherung, nicht bloß um die Schaffung Großdeutschlands, sondern um feine Erhaltung. Mit wissender Hand verband er Zukunft und Gegenwart, indem er das Schicksal des Reichs auf die ewigen Grundsätze des Blutes stellte, die gleichermaßen Vergangenheit, Zukunft und Gegen­wart tragen.

In den Jahren des Friedens begingen mir des Führers Geburtstag mit Aufmarsch und Truppen­schau, und die Herzen der Seinen schlugen ihm zu. Dazu brauchte es freilich nicht viel, denn immer hatte bis dahin der Führer gegeben, und wir waren stets die Empfangenden gewesen. Nun begehen wir seinen Geburtstag im Sturme der Zeit, und er steht vor uns und fordert, nicht für sich, sondern für unser Volk und seine Zukunft. Opfer fordert er und Vertrauen. Die Opfer bringen wir schweigend in Erkenntnis der Größe der Stunde, das Vertrauen schenken wir freudig. In den Tagen des Sturmes erst recht! Denn davon lebt er und wir. Wilhelm Feldner.

Die Fugend grüßt den Führer.

Berlin, 19. April. (DNB.) Wie in jedem Jahr wollte aus diesmal die Hitler-Jugend als erste Gra­tulantin dem Führer ihre Glückwünsche sagen. In der mitternächtlichen (Senkung berichteten Jungen und Mädel des Reiches vor dem Mikrophon über ihre kleinen Beiträge im Kampf unseres Volkes. Ein Jungmädel aus der Heimat des Führers brachte zum Ausdruck, daß sie alle am liebsten in diesem Augen­blick einen Strauß schönster Frühlingsblumen als Gruß überbringen möchten. Statt dessen wollten sie nun dem Führer in feinem Hauptquartier erzählen, wie auch sie nach ihren Kräften und an ihrem Platz helfen, den Sieg zu erringen. Ohne Pathos, frisch und natürlich schliderte dann die Jugend ihre man­nigfaltigen Erlebnisse bei den vielen Hilfeleistungen, die ihnen in der Heimat zu einer Selbstverständlich­keit geworden sind. Die Glocken des Straßburger Münsters und die Lieder der jungen Natton gaben dem Gruß der Jugend die Weihe. Reichsjugend' führer Axmann beendete diesen Gruß mit den Worten an den Führer: Ihre Jugend ist stark und gesund, sie kann auch im Kriege trotz allen Ernstes fröhlich sein. Das danken wir Ihnen allein, mein Führer. Wir wollen diesen Dank durch unser Leben und durch unseren Kriegseinsatz in der Heimat sagen. Auch Ihre Jugend will fleißig die Steine zum Bau Ihres Reiches tragen und sie hoch auf- türmen zum Dom, der in die Ewigkeit ragt. Sie vereint sich gläubig in der Bitte zum Herrgott, daß er Ihnen für den gerechten Kampf dieser Erde Kraft und Gesundheit gebe, und daß er uns alle segnen möge durch Ihr siegreiches und langes Leben.

Beförderungen in der Wehrmacht.

B e r l i n, 20. April. (DNB.) Der Führer hat be­fördert: Im Heer: zum Generaloberst den General der Infanterie R u o f f, zu Generalen der Infan­terie die Generalleutnante Gercke, Strecker v. Bock- mann; zu Generalen der Panzertruppe den Gene­ralleutnant Beiei; zum General der Artillerie den Generalleutnant Gallenkampg; zu Generalleutnan­ten die Generalmajore Huber (Friedrich), Rosen­busch, Naumann, Bohnstedt, Wagner (Eduard), War- limont, v. Greiffenberg, v. Schell, Buhle; zum Ge­neralstabsarzt den Generalarzt Dr. Jäckel; zu Ge­neralstabsveterinären die Generalveterinäre Dr. Paulus, Dr. Neven; zu Generalmajoren die Ober­sten Fischer (Karl), hippler, hünermann, Dr. hör- mann, o. Claer, Lettow, Müller (Angelo), Dan­hauser, Leuze, Hübner (Kurt), Petersen (Wilhelm), Rüggenmann, Jordan (Gerhard), Wintergerst, Rit­ter von Mann Edler von Tiechler, Dipl.-Jng. Koch (Walther), Neumayr, Rosinger, Freiherr von Schlei- nitz (Joachim), Mack, Korte, Baron Digeon von Monteton (Albrecht), Richert, v. Eisenhardt-Rothe ihans Georg), Borners, Faulenbach, Deboi, Fischer (Hermann), Scheidies, Dr. Franck, Hörnlein, haccius, Rößler, Krech, Zednicdek, Ritter, Bößer, Meyer (Karl Ludwig), v. Basse, Hildebrand, Baarth, Traut, Ritter von hengl, hoecker, Kühlwein, von Bernuth, Kohler (Carl Eric), Poppe, Schmidt (Gustav), Ritter von Hauenschild, den Oberst (W.) Ohnacker; zu Generalärzten die Oberstärzte Dr. Wal­ter (Paul), Dr. Bayer, Prof. Dr. Habil-Muntsch, Dr. Schober; zum Generaloeterinär den Oberstvete­rinär Dr. Erban. Außerdem 227 Oberstleutnante zu Obersten; 28 Oberfeldärzte zu Oberstärzten; vier Oberfeldveterinäre zu Oberstveterinären; zwei Oberst­leutnante zu Obersten (Jng.)- zwei Oberstleutnante (TO.) zu Obersten (SB.).

In der Kriegsmarine: zu Admiralen die Vizeadmirale Schmundt, Fuchs, Warzecha, Fricke; zu Vizeadmiralen die Konteradmirale Schüßler, v. Heimburg, Reimer, Strähler, Arps, Stohwasser, Wolfram; zu Vizeadmiralen (Jng.) die Konteradmi­rale (Jng.) Stieringer, Stiegel; zu Konteradmiralen die Kapitäne zur See Scheurlen, Klüber, Klet­kamp, Fein, halwe, Zieb.

In der Luftwaffe: zu Generälen der Flieger die Generalleutnante Ritter, Siburg; zu General­leutnanten die Generalmajore Langemeyer, Fiebig, Schubert; zu Generalmajoren die Obersten Zech, Raithel, Olbrich, Baier, Metzner, Kathmann, heyden­reich.

Berlin, 19. April. In der Feierstunde der Reichsleitung der NSDAP, am Vorabend des Füh­rergeburtstages im großen Saal der Philharmonie waren alle Stände des deutschen Volkes vertreten, Reichsleiter, Reichsntinister, die Generalität der Wehrmacht, Staatssekretäre, schlichte Kämpfer im Braunhemd, vor allem Soldaten und Verwundete, Rüstungsarbeiter und -arbeiterinnen, führende Män­ner und Frauen des geistigen und künftterifchen Lebens, dazu das Diplomatische Korps. Die An­sprache hielt Reichsminister Dr. Goebbels, sie and in der festlichen Musik ihre Umrahmung. Wil­helm Furtwängler brachte mit feinen Philhar­monikern eingangs dieAir" aus der D-ckur-Suite von Johann 'Seb. B a ch zu Gehör, er beschloß die Feierstunde mit der IX. Symphonie Beet­hovens. Der Bruno Kittelsche Chor und als So­listen Erna Berger, Gertrude Pitzinger, Helge Ros- waenge, Rudolf Watzke wirkten mit.

Reichsminister Dr. Goebbels wies einleitend auf den FilmDer große König" hin, der die harten Proben und geschichtlichen Prüfungen zum Inhalt hat, denen Friedrich II. in der kritischen Phase des Siebenjährigen Krieges ausgesetzt war, bevor er seine Heere zum endgültigen Sieg gegen seine Feinde führen konnte. Der große Preußen- könig ersteht hier vor unseren Augen und mitfühlenden Herzen als ein ringender Titan, der sieben Jahre lang ein Inferno des Leidens der Schmerzen aller nur erdenkbaren körperlichen und seelischen Art, der tiefsten menschlichen Enttäuschun­gen und höchsten sachlichen Prüfungen durchschrei­ten mußte, bis er an jenem Tag, da Berlin seinen siegreich heimkehrenden König in rauschenden Fe­ten zujubeln wollte, einsam und verlassen, ein fast zahnloses, gichtgeplagtes Menschenwrack, in der Charlottenburger Schloßkapelle sitzt und in der Er- schütterung einer so lange ersehnten und kaum noch ür möglich gehaltenen Entspannung von unbenenn- baren Qualen und Beklemmungen in Tränen aus- brechend den rauschenden Klängen des Garunschen Tedeums lauscht. ,,*

Dieser Film zeigt, daß Friedrich II. deshalb der Große und mit Recht wohl auch der Einzige ge­nannt wird, weil er immer wieder und gerade un­ter der Wucht betäubender Schläge, die ihn manch­mal hart bis an den Rand des Absturzes warfen, die Kraft fand, sich über Prüfungen und Nieder­lagen triumphierend zu erheben und seinem Volke, seinen Soldaten, den zweifelnden Generälen, schwan­kenden Ministern, konspirierenden und ausbegehren- den Staatsbeamten ein leuchtendes Bei­spiel der Standhaftigkeit im Unglück zu geben.

Niemand, der nicht von dieser Darstellung auf das Tiefste ergriffen würde, ja, die Paralleli­tät zur Gegenwart ist in den Worten, die der große König spricht, in den selischen Krisen, die er mit seinem Volk kämpfend und leidend durchlebt, manchmal so verblüffend, daß die Schöpfer dieses Filmes sich genötigt sahen, gebührend darauf auf­merksam zu machen, daß er nicht etwa kurz vor Weihnachten zu bestimmten lehrhaften Zwecken, son- dem schon im Frühsommer 1940 ohne Zu­sammenhang mit den Aufgaben und Pflichten um erer Zeit geplant routbe, die aktuelle Prägnanz der Sentenzen und die Gleichartigkeit mancher hier geschilderten Vorgänge also nicht auf bewußte Pro­paganda zurückgeführt werden könne, sondern ihre Ursachen rn tief erliegenden geschichtlichen Gesetzen zu suchen habe. ,

Wie kaum jemals zuvor in unserer Geschichte hat sich das Schicksal unseres Volkes in der Hand einer Generation verdichtet. Ihr Lebens- und Behaup- tungswille muß darüber entscheiden, ob wir am An­fang einer neuen, nie dagewesenen historischen Ent­wicklung unserer nationalen Geschichte stehen, ober mit dem Abschluß der alten auch und überhaupt die Geschichte unseres Volkes beschließen. Jeder männ­lich und tapfer empfindende Mensch sieht in den Gefahren und Belastungen der Zeit nur die Prü­fungen, die ihrem dramatischen Höhepunkt voraus- zugehen pflegen und in denen sich die kämpfende Generation bewähren muß, wenn anders sie nicht auf der Waage des Schicksals gewogen und zu leicht befunden werden will.

Beneibensroert eine Generation, der in solchen gefährlichen Zeiten her Segeneinet

großen Persönlichkeit zuteil wird. Man ist im Verlause dieses ganzen Krieges hüben wie drüben nicht müde geworden, die größeren Chancen zum Sieg aus den mannigfaltigsten Ursachen heraus zu folgern. Man sah sie im Umfang eines wirtschaftlichen und militärischen Potentials, in der höheren Menfchenzahl, in der geographischen Lage, in der rühmenswerten Tapferkeit der Soldaten oder der härteren Moral des zivilen Lebens. Man stellte System gegen System und Anschauung gegen Anschau­ung, um daraus auf die günstigeren Aussichten zum Erfolg zu schließen. Uns scheint, daß auch hier wie zu allen Zeiten der Sieg dem zufallen wird, der über die überlegene Führung verfügt. Die Führung gibt den Ausschlag, hat sie zudem noch die besseren materiellen Chancen in der Hand, dann kann keine Macht der Welt ihr den Sieg entreißen.

Wir stehen am Enbe eines Winters, der an Härte, Länge unb AKsbauer seinesgleichen in der Erinne­rung der Menschen sucht. Er hat Führung, Front unb Heimat vor Proben gestellt, deren Größe unb Umfang uns heute erst bewußt werben, ba wir sie bestanden haben. Wenn wir als Volk irgendwo bewiesen haben, daß wir uns die uns und unseren Derbünbeten in der Zukunft zustehende Führungs­rolle auf unserem Kontinent nicht angemaßt haben, daß sie uns vielmehr nach vollem geschichtlichen Recht zusteht, bann hier. Eine Ration, die solche Prüfungen besteht, ist zum Siege berufen.

Wie oft in diesen schweren Wochen unb Monaten hat bas deutsche Volk im Geiste seine Blicke aufden Führer gerichtet. Niemals hat sich bas ganze Land ihm so verbunden gefühlt, wie in dieser harten Zeit, die keinen von uns schonend angefaßt hat. Wie haben wir alle uns gerade in diesen Monaten ihm verpflichtet gefühlt; wie war jedes Wort, bas er an die Nation richtete, allen Be­fehl! Das ganze Volk lebte unausgesprochen in dem dunklen Gefühl, daß er in den Tagen und Wochen, da wir uns mit unseren kleinen und großen Tages­sorgen beschäftigten, seinen gigantischen Kampf um die Ostfront kämpfte, daß er bis in die tiefen Nächte hinein planend, wägend und wagend in seinem Hauptquartier auf Posten stand und von hier aus an die Front, bis in ihre entferntesten Teile jene Willensströme gingen, die die hart kämpfenden Regimenter draußen bis zum letzten Soldaten er- füllten. v*

Nirgendwo wird die Kraft der Persönlichkeit stärker empfunden als an der Front. Der Soldat muh das Gefühl haben, geführt zu werden, weil er sonst den täglichen sich wiederholenden Einsatz seines Lebens nicht mehr verstehen kann. Und wann hätte er ein größeres Anrecht darauf, als gerade in den Stunden, in denen er sich auch ohne ständig erneuerten Befehl bewähren, in denen er das Leben der Nation als über dem eigenen Leden stehend empfinden muß, um das zu tun, was allein das Pflichtgefühl und das Gewissen gebietet, hier er­weist sich Der Wert der großen und mitreißenden Persönlichkeit, wie Goethe sagt, das höchste Glück der Erdenkinder. In dem Gefühl, daß einer über allem steht, alles weiß und alles mit in Rech­nung stellt, die Leiden und Scllmerzen feines Volkes auch ohne tägliches Aussprechen mitömpfindet, an jedem einzelnen Verlust, der eine Frau, eine Mutter oder eine verlassene Kinderschar trifft, mitträgt und doch die Kraft ausbringt, sie um des größeren natio­nalen Lebens feines Volkes willen zu fordern, in diesem Gefüllt läßt sich die Zeit mit allen ihren Opfern unb Belastungen leichter ertragen.

Es gibt nichts Schwereres, als die Verantwortung für die Zukunft eines großen Volkes auf sich zu nehmen. Dos erfordert nicht nur Mut, Bereitschaft zu jedem Wagnis, Tapferkeit der Seele und Stand­haftigkeit des Herzens, bas erfordert vor allem auch Verzicht. Unb im Verzicht wächst dann bie ge­schichtliche Persönlichkeit über Dinge unb Menschen hinaus in jene einsame höhe hinein, in der nur noch ber Dienst an der Sache um ihrer selbst willen das tägliche Gebot ist.

So hak das deutsche Volk den Führer in diesem Winker lm Geiste immer vor Augen ge­