Einzelbild herunterladen

Aus der Stadt Gießen. I Erlebnisberichte schaffender Menschen

Da« Ergebnis eines Preisausschreibens der OAZ.

. Männer beim Einkäufen

(Nachdruck verboten.)

43. Fortsetzung.

/

Berufsfürsorge für Kriegsversehrte

Bedeutungsvolle Anordnungen.

Der feurige Ofen

Roman von Hans von Hülsen

sich ohne längeren Aufenthalt über -agdad nach Indien begeben.

*

Mit dem DampferSerpa Pinton verlassen wei­tere portugiesische Truppen Lissaborum die Garm- fonen auf den Azoren zu verstärkt. Es sollen sich cm Bord ein Jnfan^eriebataillon, me Gruppe Kü­stenartillerie und zwei Flakbatter'n befinden.

Der Tenno empfing den Ministerpräsidenten Mandschukuos Tschangtsch " g1 / £er ipm- ein Handschreiben des Kaise'/ von Mandschukuo überreichte, sowie Ehrengabe für die kaiserliche Familie, darunter ein Schert, einen Mlm über die Zehnjahresfeier in Modschukuo und Gewebe, die Mandschukuo nach ein-a neuen Verfahren aus einer aus dem Stroh de Sojabohne hergestellten Kunstfaser hergestellt Wurden. Die Delegation Mandschukuos nahm aneinem Frühstück im kaiser­lichen Palast teil, an ^xn auch die Kaiserin, die Kaiserinwitwe sowie z^i Prinzessinnen teilnahmen.

Aus 4>em I^eich.

Drbefferuugeu in der Unfallversickerung.

Soft 28 Millionen Reichsmark.

Berlin, 17. März. (DNB.) Die am 28. Februar und 1. Marz durchgeführte 6. Reichsstraßen- s a m m l u n g des Kriegswinterhilfswerkes, für tue sich die Gliederungen der Partei-, SA., jj, und NS. - Fliegerkorps sowie Ehrenabordnungen der NSKOV. zur -Verfügung stellten, brachte 27 965 567,83 RM. Die gleiche Sammlung des Vor­jahres hatte ein Ergebnis von 19 332 931,41 PM., sie wurde also in diesem Jahre um 4 4,65 v. $). übertroffen.

Aus aller Welt.

Erna Sack in Istanbul.

Erna Sack traf mit dem Flugzeug in Istanbul ein Sie wird in Istanbul ein und in Ankara zwei Konzerte zugunsten des Roten Halbmondes geben Das Istanbuler Konzert ist bereits voll ausverkauft.

Wirbelsturm in den USA.

lieber den Nordosten des USA.-Staates Illi­nois gingen zwei schwere Tornados hinweg. Die W'.rbelstürmkatastrophe hat bisher über hundert Todesopfer gefordert. Tausende von Hausern sino zerstört. Auch über die Staaten Ke n t u ck y , T e n- nessee, Indiana und Mississippi sind die Wirbelstürme in nordöstlicher Richtung dahmge- b raust. __ ___________

In einem grundsätzlich wichtigen Erlaß hat der - Reichsarbeitsminister über die erhöhte Berufs, ursorge . nach dem Wehrmachtsfürsorge- und Versorgungs- i gesetz für Versehrte des gegenwärtigen Krieges u. a. ^"Jm^Rahmen einer erweiterten Berufsfürsorge für entlassene Soldaten und männliche Angehörige des Reichsarbeitsdienstes sieht die Berufsfursorge- Verordnung vor, daß die Versehrten im Wege der erhöhten Berufsfürsorge nach Möglichkeit m Ar­beitsplätze einzuweisen sind, in denen sie mindestens ihr früheres Arbeitseinkommen erreichen. Die Hau^- fürsorgestellen haben sich deshalb mit allem Nach­druck für eine Unterbringung der von ihnen be­treuten Versehrten in Arbeitsplätze emzusetzen. Die diesen Anforderungen entsprechen.

Das von der Berufsfürsorge-Verordnung gesteckte Ziel wird sich Nur erreichen lassen, wenn bet der Wahl des Arbeitsplatzes die Anlagen und L^iftungs- möalickkeiten des Versehrten m vollem Umfange berücksichtigt werden. Der Versehrte muß gegebenen­falls durch eine Ein- oder Umschulung so gesor^rt werden, daß er den Anordnungen eines Arbeits­platzes mit dem erstrebten Einkommen gewachsen ist. Nötigenfalls ist durch eine Eignungss-Mt-llung (psychologische Eignungsuntersuchung der 2Irbeits ämter oder psychotechnische Eignungsprüfungen der Lmuptfürsorgestellen) zu klären, welche Berufsmog- lichkeiten in Anbetracht der Versehrtheit noch ver- blieben sind. Pies gilt vor allem für Schwerstbescha- diqte, ferner für Angehörige v°n Spezia^erufen, deren Vermittlung erfahrungsgemäß oft Schw eng- keiten bereitet. Auch bet ihnen darf kein Mittel un versucht bleiben, sie einem Berufe zuzufuhren, der

1 sie von einer zusätzlichen Fürsorge unabhängig

es ist ein Herrenabend von strengster Observai^! also, am Donnerstag treffen Sie hier unfern Gene­raldirektor Schütte, der sich das Ganze mal ansehen will. Legen Sie dem nur getrost Ihre Schützlinge an den Busen. Er hat vielleicht mehr Herz als ich , schloß er und lächelte wieder zu Manon hinüber, so unverhohlen, daß es Fehr auffiel.Ja, un wenn die Herrschaften nun Lust haben, zeige ich Ihnen meinen vernünftigen Wigwam.

Fehr wollte nicht recht, er war innerlich etwas mißgelaunt übet den Verlauf dieses Gespräches, das er sich ganz.anders gedacht, aber Marion und sogar Fontana zeigten sich neugierig, sie.vergaßen foaar die Musik und so ging man ^hinüber zum Blockhaus, dessen rotes Ziegeldach durch ine dunklen Wipfel der Fichten leuchtete.

Suf dem Rückweg sagte Marion b :

Ich verstehe wirklich nicht, warum du m.ch bet diesem Gespräch mit Abbeg durchaus dabeihalien wolltest^ Ich habe nicht zu einem einzigen Wort ^Lr^hob'^Kopf, sah sie an, sah über sie

Dern^lin war da und Dr. Wulflarn.Guten Abend, lieber Schwiegersohn", sagte F-br und mußt« insgeheim lachen: es war das erstemal, daß er Den iunaen Arzt so anredete!

In der Tiefe eines Klubsessels saß Landrat Ollen- habt, eine Zigarre zwischen den Fingern, das feiste Prälatengesicht einem Herrn mit weinfrohlich.n Wangen und grauem Stachelkopf zugewendet.

Gestatten die Herren? Baron Fehr unser Generaldirektor, Herr Schutte aus Dresden Kognak. Baron? Kümmel oder Kirsch? Bitte nur zu befehlen!" Und er winkte seinen m Dienerlivree gesteckten Chauffeur heran, der ein Tablett nut ^^Fehr^ließ Kognak einschenken und eine

Zigarre ab, indem er sich neben dem Landrat nie- bEr|^a? Ganz wieder hergestellt? Alles gut °°r- beitt^" fragte Ollendahl: und da der andere bejahte ?.nd das ißauptoerdienst an der schnellen §«lun, Dr. Wulslam zuschob, erzählte der Landrat seinem Nachbarn zur Linken von dem merkwürdigen IW fall den der Baron gehabt habe ... ^.Bringe übrigens eine Neuigkeit nut - Ld-r eigentlich 3m ei' Erstens ist der pmg- Glumm. den Ibr F I meister wegen Wilddieberei angezeigt hat, heute zu drei Jahren Gefängnis verknackt worden ..

(Fortsetzung folgt.)

hinweg. ...

Er verstand es auch nicht.

War es vielleicht nur, weil er unbedingt ver­meiden wollte, daß sie unb

Schlosse blieben allein mit dieser verführerischen

das mußte wohl der letzte und geheimste Grund gewesen sein er machte sich das jetzt erj MflÄm Donnerstag verspätete Christian Fehr sich em wenig, weil Marion mit dem Wagen nicht recht­zeitig aus der Stadt zurückkam.

Er traf sie in der Diele und plauderte noch em Weilchen mit ihr, während er den Paletot anzog^ Reizend war sie anzuschauen m ihrem braunen Frühjahrskostüm, das sie heute zum erstenmal trug, und mit ihren frischen Farben! Sie schmollte em wenig, daß er sie den Abend über allem lasse, aber dann^schickte sie ihn selber weg:Eil dich, du kommst zu spät! Pünktlichkeit ist die Höflichkeit der Könige.

Die Reichsiegieruna hat das 6. Gesetz über Aenderunqen in der Unfallversicherung verabschie­det. Gegen Arbeitsunfall sind künftig all e auf Grund eines Arbeits-, Dienst- oder Lohnverhalt- niffes Beschäftigten versichert, so daß z. B. alle kauf­männischen Angestellten und sämtliche Hausange­stellte und Hausgehilfinnen bei ihrer beruflichen Arbeit und auf dem Wege nach und von der Ar­beits- und Ausbildungsstätte des Schutzes der Un­fallversicherung teilhaftig werden. Das System der Bern.sgenoffenfchasten und die Zugehörigkeit der ein leinen Betriebe zu Berufsgenossenschaften bleibt

u r . < « CCXx-. «x itrtn AOY

Versehrte vorübergehend ein Mindereinkommen in Kauf nehmen, wenn der neue Beruf mit Aufstiegs« Möglichkeiten und einer Altersversorgung verbunden t, die ihm Der frühere Arbeitsplatz nicht geboten

Eine Einwirkung auf die Betriebsführer, zum Ausgleich eines Unterschiedsbetrages zwischen Dem früheren und neuen Anbeitseinkommen den alten Lohn bei Verrichtung einer infolge der Versehrtheit geringer entlohnten Arbeit weiterzuzahlen, hat zu unterbleiben. Der Ausgleich erfolgt, soweit erforder­lich, durch Uebergangs- und sonstige Unter]tugungen der Wehrmacht und durch Uebergangsbeihilfen Der Fürsorgestellen. , .

Kann ein Versehrter seinen früheren freien Be­ruf wieder aufnehmen, so ist im Regelfälle anzuneh­men, daß er dann auch imstande ist, sich aus eigener

ZP. Amtlich wird mitgeteilt: »Deutsche Pässe, die bis zum Ende des Jahres 1939 ausgestellt worden sind, werden, mit Ablauf des 31. März 1942 un- gültig Personen, deren Pah demnach ungültig wird und die in nächster Zeit ins Ausland fahren muffen bemühen sich zweckmäßig baldigst um Ausstellung eines neuen Reisepasses, da sie smist Gefahr laufen, den Daß vor Antritt der Reise nicht mehr rechtzeitig zu erlangen. Den übrigen Personen wird in ihrem eigenen Interesse dringend geraten, sich eine Kennkarte ausstellen zu lassen.

^Äas unter früherem Arbeitseinkommen zu ver­stehen ist rgibt sich aus den Richtl men. Fehlen geeignete Anhaltspunkte für die Beurteilung, welches Einkommen für den Versehrten angermssen ist, 3-B. bei früheren unverhältnismäßig, hohem Emkommen aus freiberuflicher Tätigkeit, so ist als Maßstab das Normaleinkommen der m ähnlichen Verhältnisse lebenden Bevölkerungsschicht zugrunde zu legen. Wenn es auch in besonders gelagerten Fallen nicht immer gelingen wird, dem Versehrten auf fernem neuen Arbeitsplatz sein früheres Arbeitseinkommen sicherzustellen. so 'soll das jetzige Arbeitseinkommen aber möglichst einen Gesamtbedarf decken, wie ihn auch das Einsatzfamilienunterhaltsrecht bei den An­gehörigen des einberufenen Wehrdienstpflichtigen und (übergangsweise) bei ihm selbst als angemessen an­erkennt. Härten, die sich dabei ergeben, smd m ge­eigneter Weise auszugleichen. Im ubrigen^muß^der

Ein interessanter Versuch hat im Rhern-Mam- Gebiet einen erfolgreichen Abschluß gefunden. Kurz vor Der Jahreswende forderte Der Gauobmann Der Deutschen Arbeitsfront, Gauamtsleiter Eck die Schaffenden unseres Gaues in Form emes Preis­ausschreibens auf, Erlebnisberichte aus dem großen Aufgabengebiet Der Deutschen Arbeitsfront einzusenden. Ueber Dreihundert Männer und Frauen des Gaues Hessen-Nassau haben mit ihren Einsen­dungen dieser Aufforderung Folge geleistet. Es ist besonders bemerkenswert, Daß die Einsendungen aus allen Gegenden unseres Gaues und aus Den verschiedensten Berufen stammen. Dabei behandeln die Aufsätze die mannigfachsten Themen.

Die größte Zahl Der Einsender finden mir natür­lich in Der Gauhauptstadt Frankfurt am Main. Don den 99 Arbeiten, die mit einem Preis ausgezeich­net oder angekauft wurden, wurden 41 von Frank- urtern geschrieben. Es folgen Wiesbaden mit o, Mainz mit 4, Darmstadt, Gießen und Worms mit je 3, Wiesbaden-Biebrich, Frankfurt a. M.-Nied, Wetz 1 ar und Offenbach mit je 2 und Wmkel/Rh., HeidesheimMH., Frankfurt a. M.-Sosfenheirn, Frank­furt a. M.-Höchst, Lauterbach, Bad Ems, Wolf­gruben, . Herrnhausen bei Babenhausen, Erbach t. Odw., Höchst i. Odw., Höhr-Grenzhaufen, Griesheim bei Darmstadt, Oellinqen (OberwesterwaD), Heu­chelheim bei Gießen, Gr.-Gerau, Stadecken bei Mainz, Kelsterbach, Heringen bei Limburg, Rust selsheim, Obereschbach, Bergen-Enkheim, ^ckenbach (Oberwesterwald), Hanau, Hahn bei ^ungstadt, Wißmar über Gießen, Stockstadt/Rh., Bad Homburg v.d.H., Mainzlar bei Gießen, Frankfurt a. M.-Heddernheim und Alzey nut je einem preisgekrönten Einsender.

Sehr interessant ist die Verteilung auf die ver-

und Gegenrede. , ,,

Es ist freilich möglich, daß em solcher Mann m seiner patriarchalischen Gemütlichkeit mehr Zeit braucht, als unbedingt nötig märe. Er hat mancher­lei zu sagen, mas nicht zur Sache gehört ernste und heitere Betrachtungen. Und nur solche Kunden wären ein zwingender Grund zu verzweifeln und die Verkaufszeit zu verlänaern. Aber es gibt ia auch andere, und' so zwischendurch und vereinzelt also da können sie wirklich allerhand zur ällge- meinen Gesprächigkeit und Gemütlichkeit beitragen.

H. J.T.

Die MM M Wtslie«

IIUUI eins wvtiiyv ..t«.----- V,- r- < A.

denen sie sich Die Zeit kürzen und würzen, sich und sämtlichen Anwesenden.

Wenn solch ein Mann in den Laden kommt, kann es gemütlich werden, womöglich breitet sich im Handumdrehen eine Art gehobene Stimmung aus, und aus einer Schar von Käufern, Die Der Zufall zusammengeführt hat, kann, Das ist gar nicht aus­geschlossen, eine gesprächige Gesellschaft gutgelaun- ter Nachbarsleute werden, mit freundlicher Rede

Er liebte sie in diesem Augenblick so, Daß er am liebsten zu Hause geblieben wäre. Aber das ging ia nicht an er hatte seine Zusage gegeben und vielleicht erreichte er bei dem Generaldirektor, Del mehr Herz" besitzen sollte, als Abbeg, etwas in bei Sache, Die ihn so sehr beschäftigte

So küßte er Marion, schickte Fabian weg und setzte sich selbst ans Steuer. Wenige Minuten spater ah er Die erleuchteten Fenster Der Direktorvilla durch die Dunkelheit blinken. Vor Der Tur hielten ^Äbbeg^kam ti^mit ausgesuchter Liebenswürdig-

Kraft zu erhalten. ___.

Eine Umschulung in einen neuen Berus kommt nur in Betracht, wenn für den Versehrten m Dem alten Beruf keine Aussicht mehr besteht, das frühere Arbeitseinkommen zu erreichen. Auch dann ist mög­lichst ein verwandter Beruf zu.wählen, m Dem Der Versehrte feine Kenntnisse nutzbringend verwerten kann. So wirb es nach Der Art Der in Der Regel z.B genügen, wenn einem Bautischler Die Ablegung Der Meisterprüfung ermöglicht maro, es sei denn, daß eine besondere Begabung in Aus- nahmefällen Die von Dem Versehrten gewünschte Ausbildung zum Bauingenieur rechtfertigt. Emer Abwanderung von Versehrten aus ihren bisherigen landwirtschaftlichen Berufen muß in geeigneter Weile entgegengewirkt werden, wenn Die Art Der J5e|£ba* Digung den liebergang in einen la^wirtschaits- fremden Beruf nicht rechtfertigt. In Zweifelsfallen ist die Landesbauernschaft zu Hörem

Soweit eine notwendige Ausbildung besonders hohe Kosten erfordert, bestchen keine Bedenken, aus Mitteln Der Ausgleichsabgabe Zuschüsse zu gewah­ren. Im übrigen'bedeuten die Dergünitigungen Die alle staatlichen und gemeindlichen Ausblldimgsstat« fen den Versehrten gewähren, eine erhebliche Entla­stung Der Hauptfürsorgestellen.

Eine erhöhte Berufsfürsorge im Smne vorsteheu- Der Grundsätze erhalten außer Den Wehrdienst- und Einsatzbeschädigten Die Versehrten aller Personen­kreise, die eine Uebergangsbeihilfe erhalten. Damit werden grundsätzlich alle Versehrten erfaßt. Deren Beschädigung auf eine kriegerische Einwirkung zu«

Die^Hauptfürsorgestellen haben die Maßnahmen Der erhöhten Berufsfürsorge in enaer Fühlung mit Den Arbeitsämtern durchzuführen. Je nach Lage Der - einzelnen Fälle ist die NationalsozialisttschL Knegs-

schiedenen Berufe. Bei 38 Einsendern fehlt die Be­rufsangabe. Die übrigen Preisträger sind 7 Ange­stellte, 6 Stenotypistinnen, je 3 Arbeiter und Schrift­setzer 2 Buchdrucker und 1 Maschinentechniker, Landwirt, Elektroingenieur, Notariatslehrling, Ar­beiterin Soziale Betriebsarbeiterin, Schneider­meisterin, Staatsangestellter, Abteilungsleiter, Glas- maler, Kreisschulungsredner, Berghilfsarbeiter, Buchdruckermeister, Zigarrenfabrikarbeiter, Buch- Halter, Sprechstundenhilfe, Angestellte beim Reichs- arbeitsdienft f. d. roeibl. Jugend, Kontoristin, Jn- dustriemeister, Bäckermeister, Opernsängerin, Satt­lermeister, Mechaniker, Luftfahrttechniker, Chemie- laborant, Schriftgießer, Betriebsführer eines NS.- Miisterbetriebes, Maurer, Bankangestellter, Kontrol­leurin, Polizeireservist, Betriebsobmann, Druckerei (eiter, Verkäuferin, kfm. Angestellte, Buchhalterin und Reichsbahnbeamter. Also wirklich ein guter Querschnitt durch alle Berufe.

Der Gauobmann hat die Preisverteilung oorge- nommen. 84 Preise kommen zur Verteilung. Außer­dem wurden 15 Arbeiten von Dem (Baumart Der NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" für einen besonderen Zweck angekauft. Auch unter den nicht ausgezeichneten Arbeiten findet sich eine Neihe sol­cher, Die recht gute Gedanken enthalten. Ihre Ver­fasser werden bei einem neuen Preisausschreiben, das für den Herbst vorgesehen ist, Gelegenheit haben, ebenfalls einen Preis zu erringen. Unter den ausgezeichneten Preisträgern befindet sich auch eine Einsenderin aus Oberhessen, .nämlich Maqda Apitsch in Lauterbach, die für ihre ArbeitBegegnung mit Dem Führer mit einem der sechs 8. Preise in Höhe von je 25 RM. ausge­zeichnet wurde.

Abbeg streifte Marion mit em em lächelnden Blick?

Genau wie Sie, Baron. Von Hause aus habe ich Vavier gemacht. Aber dann kam ich zu meinem Konern zuerst auf einen rein kaufmännischen Post/n - und allmählich hat das Technische m.ch mX unb mehr interessiert, und ich habe mich hineingekniet. Darum ist mir sa dieser Ausbau hier in der Sophienau ein so willkommenes Obiekt. Allo was ich sagen wollte: ich bin für Ihre Gnaden-

molken da feiern wir em bißchen Die Einweihung der neuen Direktorvilla, die Einladung nn S is^heute vormittag abgegangen, Sie wer- d°°n1i° morgen erhalten ?.. untröstlich, Baronm.

Betreff: Allgemeine kostenlose Erfinderberatung, ins­besondere über die erfinderische Mitarbeit der Gefolgschaft.

Sämtliche Volksgenossen, die sich in Sachen einer Erfindung, insbesondere über Die erfinderische Mit­arbeit Der Gefolgschaft beraten lassen wollen, haben hierzu am Montag, dem 23 III 1942, vormittags zwischen 10 und 12 Uhr, im Hause der DAF., Gie­ßen, Schanzenstraße 18, kostenlos die Möglichkeit, Auskunft Zimmer 13.

Schulentlassung für Volksschulen am 21. März.

Um zu verhindern, daß bei der ersten Berpflich- tungsfeier der Jugend, die am 22 Marz stattfmdet, der Charakter der Feier, tue zugleich den Abschluß eines Lebensabschnitts darstellt, beeinträchtigt wird, hat der Reichserziehungsminister angeorhnet Dab an den Volksschulen Die Kinder, die ihrer Volks­schulpflicht Genüge geleistet haben, am 21. Marz entlassen werden.

Dor 1940 ausgestellie päffe werden ungültig.

Die Zeitläufte bringen es mit sich, daß Die Man­ner sich häufiger auf Den Einkauf begeben als früher. Nicht daß sie kaufen, was in ihr Fach schlägt, Handwerkszeug oder Schlips und Kragen,- etwas für ihren äußeren Menschen, nein, sie taufen nun öfter, was der Mensch inwendig braucht, die tägliche Speise und Nahrung, die hauswirtschaft­lichen Notwendigkeiten für Küche und Keller. Die Frauen beweisen ihre Tüchtigkeit auf anderem Ge­biet: Sie sind hilfreich eingesprungen, wo Not am Mann ist, und dafür nehmen die Männer, die Eh^ männer also man glaubt gar nicht, wie ritterlich sie sein können! ihnen zu Hause das eine oder andere ab, beispielsweise das Einkäufen, Das Em- holen, wie man es nennt.

Nun ftnD Männer beim Einkauf schon an und für sich ein Kapitel für sich, aber beim haus wirt­schaftlichen Einkauf sind sie es erst recht. Es soll nicht Die Rede sein von jenen, Die von Der Frau einen Zettel in Die Hand gedrückt bekommen und dann nur abzulesen brauchen, was daraus steht, ähnlich wie Kinder mit ihremMutter hat es aus­geschrieben". Von diesen Männern wäre nicht viel zii sagen. Sie erledigen ihre Sache brau und wacker, doch ohne besondere Eigentümlichkeit, sie fallen nicht weiter auf. £ L

Ader gibt es Männer, die sich ihrer Ausaade am Ladentisch mit sozusagen angeborenem Talent ent­ledigen. Sie haben vielleicht niemals Knigge gelesen, Doch auf Den Umgang mit Menschen verstehen sie sich wie Knigge persönlich, Sie haben die Ladentur noch nicht ganz hinter sich geschlossen, Da beherrschen sie sogleich Die Lage. Sie lassen eme passende Be­merkung fallen, über Das Wetter, über Die Lage auf Dem Gemüsemarkt oder so etwas, einige Worte von gemütlicher Spahigkeit, und Dann haben sie

Abbeg sah ihn von unten her mit seinen runden, glasigen Augen an. Er verstand nicht. Er war em Mann Der praktischen Geschäfte - und begriff diese halben Worte nicht. ,. hrirh

Bitte", sagte er, einigermaßen unverbindlich.

"Da ist Die Sache mit meinen alten Meistern", fing Fehr an.Ich wollt- schon längst ma- m.t Ihnen sprechen. Die haben nun durch die Neuord- nung der Dinge ihr bißchen Brot oer oren und smd zu alt, um es noch woanders zu finden. Haben sämtlich schon meinem seligen Papa gedient -es sind wirkliche Künstler ihres Fachs darunter. Und dieser Umschwung ist natürlich besonders hart für sie da sie sich dergleichen nie versehen haben. Auf der Sophienau starb man immer in den Sielen, wenn einen nicht norher -in elender Strohtod weg- raffte Sie merken das nicht so, Direktor , fuhr er rasch fort:Sie sind hier noch fremd. Aber es ist durch diese rigorosen Entlassungen im Dorf eme ganz üble Stimmung entstanden meine Tochter hat mir davon erzählt, die kommt ja als Arztfrau dauernd mit den Leuten in Berührung - eme Stimmung, die sich merkwürdigerweise nicht so sehr gegen Sie richtet wie gegen mich. Kurz - was rede ich so viel ich wäre Ihnen sehr verbunden, wenn Sie die alten Meister in irgendeiner Form wieder beschäftigten. Jetzt, wo Ihr Betrieb doch so energisch anläuft müßte es Ihnen, denke ich, möglich sein!

Abbeg lachte, zu Marion gewandt:

.Baronin, ich gratuliere Ihnen aufrichttg zu Ihrem Herrn Gemahl! Er ist wirklich em >9"! Mensch', wie mir mal lemand gesagt hat. Daß er sich um so ein paar Münnekens so Diel Sorge macht ... Aber von Den Gesetzen Der modernen

Wirtschaft, lieber Baron, - verzeihen Sie - da- es ist em von sind Sie unberührt wie ein neugeb- cnes Krnd. also, am Zu diesen ehernen Gesetzen gehört, datz em Be­trieb, der rationell produzieren soll keine Ver- sorgungsanstalt ist, wie Die weiland Baron Fehrjcye ^^Muß denn alles nach den Gesetzen der Wirtschaft ^^Ne^. All^^nicht^Aber Die Wirtschaft. -- Lieber Baron ich sage Ihnen rund heraus: ich bin Da nicht zuständig Personalvermehrung ist Sache der Generaldirektion in Dresden. Ich Me oon da meine strikten Richtlinien: Die und die Leute be kommst Du, so und so viel an der Zahl, barmt mM du auskommen. Allerhärteste Sparsamkeit ist m'r anbefohlen. Nicht nur, was dre Belegschaft be trifft, sondern auf allen Gebieten. Selbst beim Ma terial das wir verarbeiten. Ich muß bis an die gerade noch tragbare Grenze Der Qualität meiner ^S^lei^r^lasfabritation nicht ganz unbe- ^^^Weiß ^ch. Glasgalle und dergleichen. Explosions- aefahr. Na, Da ist vorgesorgt." g Sind Sie eigentlich Fachmann auf diesem Ge

unberührt. und gerechte °°u ^'Lg-^erer'R^en zur Ä mit

Rentenberechnung gewährleistet Die neue .nuuv c.....----«.«h

Festsetzung Des JahresarbeitsverDienstes. Als solcher gilt Der von dem Verletzten während Des letzten Jahres vor Dem Unfall bezogene Arbeitentgelt, so­fern Dies für Den Verletzten günstiger ist, ist Der Rentenberechnung Das 300fache des durchschnittlichen Verdienstes für Den vollen Arbeitstag in Dem Un­ternehmen zugrunde zu legen, in Dem Der 23er- letzte Den Unfall erlitten hat, und mindestens Das SÖOfadje Des Ortslohnes für Erwachsene. Wenn Die Berechnung des JahresarbeitsverDienstes zu Har- ten führt, ist er nach billigem Ermessen festzu etzen. Jeder, der z. B. vorübergehend in einem Unter­nehmen tätig ist, um einem Betriebsangehörigen einen bezahlten Urlaub zu verschaffen ober als Erntehelfer oder sonst vorübergehend m Der Land­wirtschaft eingesetzt ist, erhält bei einem Arbeits­unfall eine Rente, Die seine Ausbildung und Le­bensstellung berücksichtigt. Bei Unfällen, die sich fett 1929 und in den nachfolgenden Krisenjahren er­eignet haben, war es keine Seltenheit, daß infolge von Kurzarbeit und Feierschichten der Rentenberech­nung nur eine geringe Zahl von Slrbeitstagen zu- qrundegelegt werden konnte. Das Gesetz bestimmt Deshalb, daß derartige Renten so zu erhöhen sind, daß Die Zahl Der Arbeitstage im Jahr auf mmhe- ftens 280 und bei Saisonarbeitern auf minheftens 240 festzusetzen ist. Eine weitere Erhöhung sieht das Gesetz bei den Renten für Unfälle bis zum 31 Dezember 1932 vor. Eine Unfallanzeige an die Ortspottzeibehörden ist nur noch bei einem tödlichen Unfall erforderlich.