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illen der Kriegsausweiter
Schlacht in der Mrmarica siegreich entschieden
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in der Marmar! ca, westlich
Oie große Lust- und Seeschlacht im Miiielmeer
Auch deutsche See- und Luststreitkräste
mit großem Erfolg an der Zerschlagung der britischen Geleitzüge beteiligt.
Malta konnte nicht verstärkt werden
der
an der kandalakscha- auf Strecken der TNurman- der Feind in Luftkömpfen
Innenpolitik befindet, kommt auch in der lenfatio* Nellen Nachricht 311111 Ausdruck, daß einige führende Politiker des Landes über die Grenze geflüchtet sind. Es handelt sich hier um Persönlichkeiten, die wie Ali Mäher Pascha und der frühere Generalstabschef Masri Pascha — der schon vor einiger Zeit bei einem Fluchtversuch von den Briten verhaftet wurde — gegen die englandfreundliche Richtung der herrschenden Clique eingestellt sind. Unter den Geflüchteten befinden sich so angesehene Politiker wie Abdel Mu nein Pascha, Mohammed Tukor und Mansur Doud, Männer also, die in der ägyptischen Oes- fentlichkeit eine große Rolle gespielt haben. Nimmt man hinzu, daß die Briten in der geistigen Metropole des ägyptischen Nationalismus, nämlich in der berühmten mohammedanischen Universität Al Azhar, Hausdurchsuchungen vorgenommen haben, und man in Kairo einen britischen Handstreich auf dieses Zentrum des Widerstandes gegen die englandhörige Politik befürchtet, versteht man, daß gerade in Kreisen der nationalen Jugend die Vor
der Luftwaffe richteten sich gegen Eisenbahnanlagen im Raum um
me» 'M beacht :ani> 1U65 mit und
Tobruk, ist zugunsten der deutschen und italienischen Truppen entschieden. Rachdem die feindlichen Panzerkräfte bei A c r 0 m a zerschlagen waren und
m a n s k und erzielten Bucht Vombentrefser Bahn. Hierbei verlor
in der Verfolgung nach Rorden die Via V a l b i a überfchritten und die Küste erreicht wurde, sind die englischen und südafrikanischen Truppen in der Gazala-Stellung von ihrer Verbindung mit Tobruk abgeschnitten.
3m Angriff von Westen haben italienische Divisionen diese Stellung durchbrochen. 3n den Abendstunden des gestrigen Tages wurden auch südlich Tobruk stark befestigte Wüstenforts gestürmt und weiter nach Osten Raum gewonnen. Das Ausmaß des Sieges läßt sich noch nicht übersehen.
3m Kanal wehrten leichte Seestreitkräfte bei der Sicherung eines Geleits drei Angriffe feindlicher Schnellbookgruppen ab Und versenkten durch Artillerietreffer auf kurze Entfernung zwei britische Schnellboote. Weitere feindliche Boote wurden zum Teil unter Anwendung von Handgranaten schwer beschädigt.
3n Südwestengland wurden in der vergangenen Rächt militärische Anlagen mit Bomben belegt.
Einzelne britische Flugzeuge führten am gestrigen Tage unter dem Schuh von Wolken einen wirkungslosen Störangriff auf westdeutsches Grenzgebiet durch.
zehn' Flugzeuge. Rachtangriffe Flugplätze und Moskau.
Die Schlacht
Geknickte Hoffnungen.
Von unserer Berliner Schriftleitung.
Oer Wehrmachtbericht.
DRB. Aus dem Führerhauptquartier, 16.3uni. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
3m Vefestigungsgelände vor Sewastopol fanden gestern nur Kämpfe geringeren Umfangs statt. Die Luftwaffe vernichtete im Hafen der Südbucht einen feindNchen Zerstörer.
Der ostwärts L h a r k 0 w erkämpfte Brückenkopf über den Done; wurde nach Rorden erweitert. 3m übrigen scheiterten im mittleren und nördlichen Abschnitt der Ostfront örtliche Angriffe des Feindes.
Starke Kampffliegerkräfte bombardierten mit guter Wirkung einen feindlichen Flugplatz bei 2H u.r -
;tbH I U!W tjdot; tin.
K.S. Seck.
Wie bei einer Maschine ein Rad in das anders greifen muß, um den höchsten Nutzeffekt zu erreichen, hat die totale Kriegführung ihre verschiedenen Waffen zu Lande, zur See und in der Luft so genau abgestimmt, daß damit das Ziek, die Vernichtung des Gegners, ermöglicht wird. An und für sich ist N 0 r d a f r i k a nur ein einzelnes Glied der her Dreiverbands-
DRB.Aus dem Führerhauplquartier, 16. 3unl Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
3m TNittelmeer haben Verbände der deutschen Luftwaffe und Einheiten der d e u t sch e*fr Kriegsmarine im Zusammenwirken mit italienischen Luft- und Seestreitkräflen der britischen Flotte und der feindlichen Versorgungsschiffahrt schwere Ähläge verseht. Außer den bereits gemeldeten italienischen großen Erfolgen gegen den vom Atlantik kommenden Geleitzug wurde ein von Alexandrien kommendes und von starken Flottenkräften gesichertes britisches Geleit zerschlagen. 3n der Zeit vom 13. bis 15. 3uni wurden hierbei durch deutsche Lust- und Seestreitkräfle vier Kreuzer und
Unser Bild zeigt Generaloberst Rommel mit seinen Offizieren im Kampffeld. (PK.-Kriegsberichter Zwilling. sSchj)
Zerstörer, zwei Bewachungsfahrzeuge und sechs Handelsschiffe mit zusammen 56000 BRT. versenkt. Außerdem wurden ein Zerstörer und acht Handelsschiffe durch Torpedos getroffen, in Brand geworfen oder so schwer beschädigt. daß mit ihrem Verlust zu rechnen ist. weitere sechs Kriegsschiffe und sechs Handelsschiffe erhielten Bomben- oder Torpedotreffer. Von den zur Sicherung des Geleitzuges eingesetzten feindlichen 3 ä - gern wurden 33 im Luftkarnpf abgeschossen. Zehn deutsche Flugzeuge gingen verloren. Die Reste des Geleitzuges wurden zur Umkehr gezwungen. An dem Erfolg ist das Unterseeboot des Kapitänleutnants R e s ch k e durch die Versenkung eines britischen Kreuzers beteiligt.
würfe immer heftiger werden. So richtete kürzlich die nationalistische Vereinigung der ägyptischen Studenten in der Schweiz, „Misr", ein Telegramm an den Ministerpräsidenten, in dem dieser unverblümt daran erinnert wurde, daß es seine Pflicht sei, den Grundsatz einer wirklichen Unabhängigkeit „unter dem Schutz des jungen verehrten Königs Faruk, des Symbols der ägyptischen Unabhängigkeit", zu wahren. Die Studenten forderten Nahas Pascha auf, für die sofortige Entfernung der Engländer aus Aegypten zu sorgen und der Dynastie die Treue zu halten.
Nimmt man noch hinzu, daß in diesen Tagen die ägyptische Wochenschrift „Hurriyet el Schuub" heftig darüber Klage führte, daß die großen Vermögen in Aegypten sich in den Händen der „Fremden" — gemeint sind die Juden! — befänden, wovon auch die Banken — von der Misr-Bank abgesehen — keine Ausnahme machten, und daß auch der ägyptische Großgrundbesitz zum größten Teil sich in den Händen der „Fremden" befände, hat man das Ausmaß der heutigen Nöte und Sorgen Aegyptens vollständig vor Augen. Daß diese verworrene Lage durch die englische Herrschaft — die ja de facto eine solche ist — hervorgerufen wurde, darüber besteht bei allen nationalgefrnnten Aegyp- tern heute kein Zweifel mehr.
Roan, 16. Juni. (DNB.) Zu der Vernichtung der beiden englischen Geleitzüge wird amtlich ergänzend mitgeteilt:
Während am 14. 6. Verbände der Luftwaffe von Sardinien und Sizilien den vom Atlantik herkommenden britischen Geleitzug angriffen, hielten im öftlichey-Mittelmeer italienische und deutsche Erkundungsflugzeuge die Bewegung des zweiten stark., gesicherten, von Alexandrien w e st w ä r t s fahrenden feindlichen Geleifzuges unter Kontrolle. — Dieser aus etwa 20 Handels- und Sicherungsschiffen bestehende Geleitzug wurde um 18.55 Uhr südöstlich von Kreta von italienischen von den Aegäischen Inseln gestarteten Bombern erreicht, die ein großes Schiff, wahrscheinlich einen Kreuzer, trafen, auf dem ein großer Brand ausbrach. Deutsche Einheiten setzten die Schläge gegen die feindlichen Streitkräfte fort und erzielten Resultate, die soeben in einer Sondermeldung vom Oberkommando der deutschen Wehrmacht bekanntgegeben rouröen.
Am 15.6. wurde beobachtet, daß der Geleitzug auf der Höhe des Meridians von Apollonia seine Route änderte. Um 15.10 wurde er südlich der Insel Gaido in Richtung Alexandrien gesichtet. Daraufhin traten Bomber und Torpedoflugzeugoerbände von Libyen in Tätigkeit, die um 17.15 Uhr den Geleitzug auf dem Meridian von Marsa Luch in einer Position antrafen, die von Kreta und der Marmarica fast gleich weit entfernt ist. Die Bomber trafen ein Schiff mittlerer Tonnage
3er mit Torpedos trafen. Feindliche Jäger schossen eines unserer Torpedoflugzeuge ab und verloren selbst zwei Maschinen. Die 0 e u t s ch e Luftwaffe setzte die Angriffe gegen die übriggebliebe- nen Schiffe des Geleitzuges fort.
Der vom Atlantik kommende Geleitzug wurde am 14.6. auch von deutschen Kampfflugzeugen in Zusammenarbeit mit den italienischen Bombern und Torpedoflugzeugen im Seegebiet östlich von La Ga- lite angegriffen. In Luftkämpfen wurden zwölf feindliche Flugzeuge mehr, als am Montag gemeldet, abgeschossen. Am 15. 6. schossen italienische Jä-1 ger sieben Torpedoflugzeuge und vier Kampfflugzeuge vom Typ Blenheim ab. Bomberverbände von Sizilien warfen Bomben auf die übriggebliebenen Schiffe zwischen Pantelleria und der afrikanische^
Mittwoch, 17. Juni I<H2 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer biö 81/, Uhr desBormittags Anzeinen-Breise
für die Millimeter-Zeile von 22 Millimeter Brette: 7Rvf. für ftnmilienan- zeigen und private Gelegenheitsanzeigen
14Rvf. s. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenheitsanzeigen Platzvorichrift (vorherige Vereinbarung) 25°/o mehr
ja dadurch ausgelöst, daß die Versorgung des Landes mit Brotgetreide völlig versagte. Makram E'beid Pascha war der Ansicht, daß der tatsächliche Mangel an Getreide gar nicht so groß sei, daß vielmehr die Spekulation auf großen Vorräten sitze, die er durch die Erhöhung des Getreide
Aegyptens verworrene Lage
Von unserem B.-Berichtcrstattcr.
Preises um 50 v. H. „flüssig" machen wollte. Diese gegenüber den Aermsten der Armen, nämlich den Fellachen, höchst unsoziale Maßnahme hatte keinen Erfolg. Die Vorräte, die durch diese Preiserhöhung wirklich frei wurden, spielten in der Gesamtversorgung überhaupt keine Rolle. Makram Ebeid Pascha war von einer völlig falschen Voraussetzung ausgegangen; die Vorräte e x i st i e r t e n überhaupt nicht. Ja, die Lage ist so fataftro« phal, daß in Kairo, wo Ende Mai überhaupt kein Brotgetreide aufzutreiben war, plötzlich wieder weißes Mehl auf dem Markt erschien, weil die vorgeschriebenen Streckungsmittel Mais und Reis eben- falls fehlten.
Die Regierung Mußte sich notgedrungen an die brittschen Besatzungsbehörden wenden, damit die schwersten Gefahren gemeistert wurden. Für die Briten, die von Aegypten gerade wieder eine neue Getreideanleihe von 12 000 Tonnen gefordert hatten, war das natürlich eine sehr erwünschte Gelegenheit, ihre „Uneigennützigkeit" zu beweisen und die Agitation auf hohen Touren laufen zu lassen, daß die britische Besatzungsarmee sich „selbst versorge", wobei nicht gesagt wurde, daß diese Selbstversorgung auf Kosten der ägyptischen Vorräte ging und geht. Das ist der Hauptgrund der jetzigen Versorgungslage, die bedenklich einer Katastrophe zuneigt. Der andere hängt ebenfalls mit dem britischen Krieg zusammen. Die Schiffsraumnot hat nämlich die Einfuhr von Düngemitteln fast völlig lahmgelegt. Was das bedeutet, wird sofort klar, wenn man weiß, daß vor dem Kriege die Einfuhr an Düngemitteln der weitaus größte Poften der ägyptischen Einfuhrstatistik war und die der Kohle um das anderthalbfache überflieg.
Eine andere Schwierigkeit, mit der das Kabinett Nahas Pascha nicht fertia geworden ist, liegt auf finanz- und handelspolitischem Gebiet. Nach ziemlich genauen Feststellungen hat sich nämlich in Aegypten der Banknotenumlauf seit Beginn des Krieges verdoppelt, die Preise sind ungeheuer gestiegen, die Verknappung der Waren hat ein Ausmaß angenommen, das man nur besorgniserregend nennen kann. Auch hier sind die Briten die Hauptschuldigen, denn Aegypten muß für die Versorgung der englischen Nahostarmee monatlich rund drei Millionen englische Pfund aufbringen, das sind etwa 50 Millionen ägyptische Pfund im Jahr, also ein Betrag, der runfo 60 v. H. des gesamten ägyptischen Banknotenumlaufs ausmacht. Daß eine derartig brutale Aussaugung eines an sich armen Landes auf die Dauer zu Schwierigkeiten ungeahnten Ausmaßes führen muß, liegt auf der Hand, denn vpn den 16 Millionen Einwohnern find nicht weniger als 13 Millionen Dorfbewohner, die heute noch wie vor Jahrtausenden in unvorstellbarer Armut leben.
Bei all diesen Schwierigkeiten nimmt der Druck der Briten auf die ägyptische Regierung noch ständig zu. Nahas Pascha ist ganz und gar nicht der Mann, um ihm zu begegnen. Seine Feinde werfen ihm nicht mit Unrecht vor, daß er in der Opposition sich stets als wütender Englandfeind ae- bälde, um bann, einmal an die Macht gelangt, sofort ins Lager der Briten umzuschwenken. Nahas Pascha hat jedenfalls den Kredit, den die Wafd- partet durch die überragende Persönlichkeit ihres Gründers, des bedeutenden ägyptischen Nationalisten Zaghlul Pascha, besaß, in kurzer Zeit verschwen- bet, so daß die Vorwürfe, die gegen ihn laut ^werden, immer heftigere Formen annehmen. Seine Gegner führen schwerwiegende Beweise ins ^eld, so vor allem die Internierung Ali Mäher Paschas, jenes Mannes, der sich am unbedingtesten gegen den englandfreundlichen Kurs Aegyptens wandte. Von dem Vorwurf, daß Ali Mäher auf englische Weisung hin verhaftet wurde, konnte sich Nahas Pascha nicht reinwaschen; er versuchte nicht einmal, ihm zu begegnen. Jederrfalls hat es Nahas Pascha erreicht, daß jetzt sogar innerhalb der Wasd- Partei die Kritik laut wurde, was vor allem bei dem Besuch d s Herzogs von Gloucester und des ägyptischen Botschafters in London, Na - chaat Pascha, offenbar wurde. Der Verdacht, daß der Herzog sich deshalb nach Kairo begeben hatte, um eine Aktivierung der ägyptischen Politik im englischen Sinne — also in Richtung auf eine Teilnahme am Kriege — zu erreichen, genügte jedenfalls, um eine Anzahl ägyptischer Politiker von dem Empfang fernzuhalten, zu dem die britische Botschaft zu Ehren des Herzogs geladen hatte.
Die schleichende Krise, in der sich die ägyptische
großen Kette der Kriegführung Mächte, die nach dem Willen d Churchill und Roosevelt jetzt, aber nun wider deren Willen, alle Meere und Erdteile umspannt. Die
Küste ab. Jäger schossen eine Spitfire und wahrscheinlich eine Maschine des gleichen Typs ab, während zwei eigene Bomber nicht zurückkehrten. Von Sturzkampfbömbern wurde ein Dampfer von 15000 BRT. mittschiffs von zwei Bomben schweren Kalibers getroffen und sank, ein zweiter Dampfer von 6000 BRT. sank ebenfalls. Die Sturzkampfflieger schossen eine Hurriccme ab. Einige unserer Sturzkampfbomber erhielten Treffer, einer war zur Landung auf hoher See gezwungen. Jäger brachten sechs Hurricanes zum Absturz.
In den ersten Nachmitagsstunden richteten Torpedoflugzeuge Angriffe gegen einen Dampfer, der mit Feuer an Bord feine Fahrt unterbrochen hatte. In feiner Nähe befand sich ein anderes großes Schif, das von einem Torpedo in zwei Teile zerrissen und in wenigen Minuten versenkt wurde. Eines unserer Torpedoflugzeuge wurde durch Flaktreffer gezwungen, auf offener See niederzugehen.
(Nachdruck, auch" mit Quellenangabe, verboten.) Rom, Mitte Juni 1942.
Man kann nicht behaupten, daß durch die kürz- lid> erfolgte Ausbootung des ägyptischen Finanzministers Makram Ebeid Pascha aus dem Wasd-Kaoinett Nahas Paschas die Lage in Aegypten besser und klarer geworden ist. Nach wie vor bestehen starke Spannungen, da die nationalistisch gesinnten Kreise Aegyptens dem Premierminister Nahas Pascha vor allem seine Englandhörigkeit vorwerfen, die das Land immer mehr der Gefahr aussetzt, in den Krieg verwickelt zu werden.
Der abgesetzte Finanzminister Makran Ebeid Pascha spielte als Generalsekretär der Wafd-Partei*— einen Poften, den er eben« falls niederlegen mußte — und innerhalb des Kabinetts eine große Rolle, da er neben dem Finanz- Ministerium vor allem das Versorgungsministerium des Landes leitete, das neben dem von Nahas Pascha geführten Außenministerium bei der augenblicklichen Lage Aegyptens wohl als das wichtiaste angesprochen werden muß. Denn die Krise, die zum Rücktritt Ebeid Paschas führte, wurde
am Heck. Die Torpedoflugzeuge trafen trotz Störungsversuche der von Aegypten aufgestiegenen feindlichen Jäger mit zwei Torpedos einen Hilfskreuzer von 5000 Tonnen, der schwere Schlagseite zeigte. Die Wirkung eines weiteren Torpedos gegen einen 7000-Ton neu-Kreuzer konnte durch das Eingreifen feindlicher Jäger, die zwei Flugzeuge verloren, nicht genau beobachtet werden. Bomber bemerkten, daß drei Schiffe Kurs auf den Kreuzer nahmen, was vermuten läßt, daß dieser beschädigt wurde. Fast gleichzeitig wuyde der Geleitzug im gleichen Seegebiet von Torpedoflugzeugen der Aegäischen Inseln angegriffen, die einen Torpedobootszerstörer der Klasse „Jer- vis" versenkten und zwei weitere Kren-
Lage Nordafrikas ist jedock) geopolitisch und strategisch deshalb besonders bedeutungsvoll, weil es Italien nahe liegt und hinter Libyen der nahe Orient zum Aufmarschgebiet aller heterogenen Völ. kerschaften geworden ist, die unter Englands Knute leben. Die Libyen-Hoffnungen der Briten sind jetzt gründlich erfroren. Der Pleitegeier fliegt über die Reste der einst von ihrem Generalissimus so gelobten englischen 8. Armee, und Churchill dürfte wohl nicht dazu kommen, sein Wort vom 10. Mai wahr- zumachen: „Ich hoffe, daß ich in der nächsten Zeit erfreuliche Nachrichten bringen kann", nämlich aus Afrika. Das alte Wort des Aristoteles: Quid novi ex Africa? Was gibt es Neues aus Afrika, erhält für die Briten eine geradezu niederschmetternde Bedeutung.
Als unsere Truppe B i r Hacheim erstürmte, konnten sich die Briten damit herauslügen, es seien ja nur Fremde dort gefangengenommen worden. In Wirklichkeit hatten Panzer direkt aus Aegypten im letzten Augenblick in die Schlacht um Bir Hacheim eingreifen müllen und waren verloren gegangen. Nach dem Zusammenbruch dieses südlichen Eckpfeilers der britischen Stellung hat Generaloberst Rommel sofort mit starken Kräften nachgestoßen, die deutschen und italienischen Truppen haben über Acroma und die Via Balbia die Küste erreicht und damit die westlich davon stehenden Briten eingekesselt.
Diese Hiobspost kommt zusammen mit der V er « , nichtung van zwei G e I e i 13 ü g e n , ja sie hängt innerlich damit zusammen; denn die Geleitzüge, -außerordentlich sckyver geschützt, sollten den unentbehrlichen Nachschub bringen. Schon Churchill hatte darüber geklagt, praktisch sei das Mittelmeer für den Nachschub verschlossen, er müsse um das Kap der Guten Hoffnung herum zur Front gebracht werden. Wie wichtig die Versorgung der britischen Armee schien, geht schon aus dem starken Schutz dieses Geleits hervor. Diese englischen Konvois tüarcn von Gibraltar und Alexandrien ausgelaufen. Seit in der letzten Märzwoche die deutsche Luftwaffe einem nach Malta bestimmten Geleitzug die schwersten Verluste beibrachte, hatte England es nicht gewagt, neue Geleitzüge zu entsenden. Jetzt zwang die Not dazu, und das Ergebnis war das alte: die Geleitzüge sind vernichtet.
So beginnt sich das Schicksal der 8. Armee des
(92. Jahrgang Nr. 139 ÄMi G * •
W Eichener Anzeiger
infolge höherer Gewalt <
«.äw General-Anzeiger für Oberhessen rss»*


