Ansiedlerbetreuerin, ein neuer Beruf
an
Das Ehrenkreuz der deutschen Mutter
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29. Fortsetzung.
(Nachdruck verboten.)
Mar. einen mäßi- Mar-
Die Ansiedlerbetreuerin steht in ständiger Verbin- oung mit der Kreis- und Ortsfrauenschaftsleiterin, dem Kreisleiter, dem ---Arbeitsstab, dem Reichsnährstand, der NSV. und anderen Dienststellen, denen sie wertvolle Hinweise zu geben vermag, vo wird sie durch ihre Arbeit zur unentbehrlichen Helferin für die Siedler und alle, die im Wartheland eine deutsche Heimat aufbauen wollen.
Viele Frauen und Mädel aus unserem ©augebiet fanden als Ansiedlerbetreuerin bereits eine Auf-
Marburg-Gießen 4:2.
Die Universitäts-Fußballmannschaften von bürg und Gießen trugen am Mittwoch Freundschaftskampf -aus, den nach beiderseits gen Leistungen die gastgebende Universität bürg 4:2 gewann.
Die vielfältigen Aufgaben, die einer Bühnentanzgruppe gestellt werden, ließ sehr instruktiv der gestrige Tanz-Abend erkennen, welcher ein umfängliches Programm ernster und heiterer Gruppen- und Einzeltänze vorführte. E6 scheint uns bei der Gesamtwertung.weniger auf eine Aufzählung der ,1b Nummern umfassenden Vortragsfolge anzukommen, als auf die Feststellung, daß hier mit Lust "nd Liebe, mit viel Fleiß und tüchtigem technischen Kannen gearbeitet wird — Choreographie und Einstudierung: Inge Berg und Andreas Volpert —, und daß sich im Laufe der Zeit ein gut aufeinander abgestimmtes und eingespieltes Tanz-Ensemble herausgebildet hat, in dem auch die tänzerisch individuelleren Begabungen ehrgeizig entwickelt und herausLestellt werden.
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und so —", und dann meinte sie fassungslos in ihr Tuch.
Aber Wenig war nicht der Mann, sich von einigen Krokodilstränen rühren zu lassen.
„Hören Sie auf zu flennen", rief er, „Sie sollen die Wahrheit sagen, nichts weiter."
Aber aus Frau Hauckwitz war zunächst außer unartikulierten Heultönen nichts herauszube kommen. Der Kriminalrat ließ ihr Zeit, sich zu beruhigen.
Das dauerte etwa zehn Minuten. Dann trocknete ste sich ihr Gesicht ab und stopfte das Taschentuch entschlossen in ihre Handtasche.
.."Sind Sie jetzt so weit, daß mit Ihnen vernünftig zu reden ist?" fragte Wenig.
Frau Hauckwitz war sehr kleinlaut geworden.
„Was wollen Sie denn wissen?" fragte sie scheu zurück.
Aus der Giaöi Giehen.
Brigabeführer Schwarz /R
Sein kämpferischer Einsatz unvergessen.
Am 10. Mai starb in Berlin SA.-Briqadeführer Schwarz, Führer der Brigade 147, Leutnant der Reserve und Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Klasse (1940), des Blutordens, des Goldenen Parteiabzeichens und anderer hoher Auszeichnungen im Alter von 40 Jahren
Er war einer der ältesten Mitkämpfer der Ber- liner SA., der feine Gefolgschaftstreue durch schwere, m der Kampfzeit erlittene Verwundungen bekundete uno rastlos im Dienste der Bewegung tätig war. Seit dem Jahre 1937 gehörte er als Brigadeführer Sur Gruppe Hessen, wo er durch seinen kämpfe- nschen Einsatz und seine Ueberzeugungstreue bis in ö,c 5.??cJc,nßr ätzten schweren Erkrankung hinein vorbildlich wirkte.
Er wird in den Reihen aller seiner Kameraden unvergessen fein.
Kür Tapferkeit vor Sem Keinüe.
Der Oberfeldwebel Georg Müller aus Gießen, Werrastraße 9, wurde für Tapferkeit vor dem Feinde bei den Kämpfen im Osten mit dem Eisernen Kreuz I. Klasse ausgezeichnet.
Aorirag von Admiral z. D. Foerster. „Der Kampf Japans um den Großraum Offafien.“
Für die Veranstaltung, die die NSG. „Kraft durch Freude", Abt. Volksbildungswerk, in Zusammenarbeit mit der Deutsch-Iapanischen Gesellschaft am kommenden Sonntag durchführt, fetzt bereits lebhafte Nachfrage ein. Man kann ruhig sagen, daß der angesetzte Vortrag' dem Bedürfnis entgegenkommt, einmal aus berufenem Munde von der Wesensart unseres Bundesgenossen und von dem »sinn seines Kampfes an unserer Seite zu hören. Der Redner, Admiral z. V. F o e r fte r , ist Präsident der Deutsch-Japanischen Gesellschaft und des . Japan-Institutes, Berlin, und Vorsitzender des Ja- pan-Ausschusses der Deutschen Akademie. Die Deutsch-Japanische Gesellschaft ist die öffentlich anerkannte zwischenstaatliche Vereinigung für die kulturpolitischen Beziehungen zwischen Deutschland und Japan. Ihre Zweiggesellschaft Südwestdeutschland in Frankfurt a. M. trägt die Verantwortung für die Arbeit auf diesem Gebiet in unserem Bezirk. Sicher wird der zeitnahe und bedeutsame Vortrag auch in Gießen einen entsprechenden Widerhall finden. Bei der Veranstaltung wirken mit der Musikzug der SA.-^tandarte 116 (Leitung Obersturmführer ' Herrmann), die Marine-HI. und Herbert K ö ch- ' ling vom Theater der Universitätsstadt Gießen. 1 Kreisleiter Backhaus wird den Abend eröffnen, i
Anläßlich des Muttertages 1942 werden die nachgenannten kinderreichen Mütter in Gießen mit dem ifynen vom Führer verliehenen Ehrenkreuz der Deutschen Mutter ausgezeichnet.
1. Stufe:
Adele Bernard, Kornblumengasse 8; Wilhelmine Klein, Bleichstraße 31; Wilhelmine Lerch, Alicen- straße 42; Henriette Müller, Grünerweg 15; Marie Schwing, H. d. Westanlage 11; Emilie Künz, H.ü. Westanlage 11; Anna Nau,.Schottstraße 31; Auguste- Wagner, Glaubrechtstraße 10.
2. Stufe:
Anna Fischer, Steinftraße 85; Auguste Hainer, Nahrungsberg 37; Lina Kaiser, Maigasse 15; Frieda Klotz, Wetzlarer Weg 77; Maria Knodt, Hindenburq- wall 13; Emilie Konrad, Leimenkauterweg 29; Mar- garete Ludwig, Läufertsröderweg 39; Mathilde Meyer, Klaranlage 50; Madeleine Polster, Liebig- straße 80; Susanne Rademacher, Rodheimer Straße 35; Emilie Keil, Läufertsröderweg 26
3. Stufe:
Emma Albach, Schottstraße 42; Anna Altgeld, Hammstraße 10; Anna Balser, Walltorstraße 65 Anna Bellosf, Leimenkauterweg 7; Elise Blum, Lie- bigstraße 73; Alwine Bohne, Ludwigstraße 33; Elise Bohrmann, Crednerstraße 34; Margarete Debus nchottstraße 41; Elisabeth Dem, Leimenkauterweg 23;
Warnungaus Stendal
Roman von A. Lothar Philipp
Gießen-Wieseck.
3. Stufe:
Anna Elisab. Kießling, Alten-Busecker Straße 16: Lma Rohrbach, Gießener Straße 152; Ottilie Seibert, Gießener Straße 73.
Keine unnötigen Reifen zu Pfingsten.
Da die Kriegsverhältnisse in verstärktem Maße die Reichsbahn vor Transportaufgaben stellen, die nur unter restloser Ausnutzung der Betriebsanlagen, aller Betriebsmittel und Personale erfüllt werden können, muß auch zum bevorstehenden Pfingstfest die Bevölkerung aufgerufen werden, die Reichsbahn in ihren Anstrengungen, Lokomotiven, Wagen und Personale in gefordertem Umfange für" unsere Truppe bereitstellen zu können, tatkräftig zu unterstützen. Diese Unterstützung erfolgt am wirksamsten durch die Entlastung des Personenverkehrs, indem über Pfingsten alle Reisen, die nicht unbedingt nötig sind, unterbleiben. Reisen lassen sich meist aufschieben, kriegswichtige Transporte aber nicht.
Alarm, Alarm. ..!
Wenn die Sirene heult, dann besteht ernsthafte Gefahr, denn die feindlichen Flieger können im nächsten Augenblick ihre verderbenbringende Last gerade über deiner Wohnung ab werfen. Deshalb bleibe nicht faul und sorglos in deinem Bett liegen. Zu jeder Stunde, wenn die Sirene heult, ist Gefahr, und da bietet dir nur der Luftschutzraum den sichersten Schutz. Oder willst du dein Leben leichtsinnig aufs Spiel setzen?
Sie nahm die Karten mit spitzen Fingern hoch und legte eine nach der anderen wieder hin.
Das ist sie", sagte sie dann und reichte ihm die' Photographie der Norodna.
(Fortsetzung folgt.)
a l angesiedelten Familien auf, über- erteilt die Gaufrauenschaftsleitung Hessen-Nassau
all als alte Bekannte und Helferin m allen Nöten I Franksurt a. M.,. Hermann-Göring?User 25.
„Frau Hauckwitz!" rief Krähe und hielt ihr die Tür auf.
„Was lfaben Sie denn", fragte er verwundert, „Sie sind ja so erregt!"
„Erregt?" stiöß sie hervor, „wieso erregt? Schließlich kann ich mich erregen, wenn es mir paßt. Oder muß man da auch noch die'Polizei fragen?"
„Aber, Frau Hauckwitz", rief Krähe erstaunt, ..Sie sind ja ganz aus der Tüte! Wer hat Ihnen denn etwas getan?"
„Nehmen Sie Platz, Frau Hauckwitz", sagte der Kriminalrat und varf ihr einen ernsten Blick zu, „ich muß Sie jetzt vernehmen."
„Ich bin doch schon vernommen worden, wie oft soll denn das Theater noch gemacht werden."
„Eine Vernehmung ist kein Theater, Frau Hauckwitz", sagte Wenig tadelnd, „sondern eine ernste Angelegenheit, ernst besonders dann, wenn der Zeuge die Unwahrheit gesagt hat. Glauben Sie nicht, daß es Ihnen gestattet ist, die Polizei zu beschwindeln. Sie machen sich dadurch unter Umständen einer Begünstigung schuldig und können sofort eingesperrt werden."
Sie legte die rechte Hand auf die Brust und sagte mit einem frommen Gesichtsausdruck:
„Mein Gewissen ist rein, Herr Kriminalrat, was ich sage, ist die reine Wahrheit."
„Krähe, geben Sie mit mal das Protokoll über die^Vemehmung der Frau Hauckwitz!"
Sie bekam ein unbehagliches Gefühl. Die Art und Weise des Kriminalrats, der sonst freundlich und höflich zu ihr gewesen war und der sie nun auf einmal ernst und ganz sachlich behandelte, war ihr unheimlich.
Der Kriminalrat las das Protokoll durch. Dann strich er eine Stelle rot an und befahl*
übrigens schon jenseits des Tanzes und gehört, sich recht witzig und wirksam, in den Bereich des Kabaretts. Die technisch gediegene, saubere und raumsüllsnde Zusammenarbeit der ■ Gruppe bewahrte sich, außer in dem erwähnten Step, auch in der heiter bewegten, bunten und volkstümlichen Polka aus Smetanas „Verkaufter Braut", in der „Tarantella" und in dem abschließenden Kaiserwalzer von Strauß, der schon durch seine Ausdehnung nicht unbeträchtliche Anforderungen an alle Beteiligten stellt.
Theater der Ltniversitätsstadt Gießen
Ernste und heitere Tänze.
Frau Hauckwitz machte ängstliche Augen. Sie zermarterte ihren Verstand, um einen Ausweg zu finden, aber sie fand keinen.
„Wer hat Ihnen denn das erzählt?" fragte sie letzt frech, „natürlich der Hanke, das Ouatfchmaul, diefer erbärmliche Denunziant, der, aber ich — werde —" \
Plötzlich fuhr sie erschrocken zusammen, denn Wenig war aufgestanden und brüllte sie an:
"Ich verbitte mir Ihre Unverschämtheiten! Sie haben einen Zeugen, der die Wahrheit sagt, nicht Ouatschmaul und Denunziant zu nennen. Herr Hanke besitzt zum Glück mehr Verantwortungsgefühl als eie. Er hat Sie mehrfach darauf aufmerksam gemacht, daß es nicht angängig ist, fremden Personen öic Hausfchlüssel anzuvertrauen. Sie sind es, die aus Ihrer Wohnung ein Absteigequartier gemocht haben —"
„Das ist es ja", rief sie weinend, „deshalb eben — ich hatte — doch Angst — von wegen — Kuppelei
Wenig räusperte sich und beugte sich vor.
„tyrau Hauckwitz", sagte er mit Betonung, „wir sind hier dazu da, um Verbrechen aufzuklären. Und es ist Pflicht jedes anständigen Menschen, uns hierbei zu helfen und nicht, uns durch falsche Aussagen irrezuleiten. Wer eine falsche Aussage macht, vergeht sich gegen seine Pflicht und unterstützt das Verbrechen. Sie, Frau Hauckwitz, haben eine'falsche Aussage gemocht, und Sie haben heute die Dreistigkeit, diese falsche Aussage aufrechtzuerhalten. Wir wissen genau, daß Lanos mit Ihrem Wissen und Ihrer Einwilligung den Besuch einer Dame erhielt, die sogar; die Schlüssel zur Wohnung und zum Hause besaß, die sogar oft kam, wenn Lanos nicht zu Hause war. Sie werden nun als Zeugin im Prozeß vernommen werden und müssen Ihre Aussage beschwören, Frau Hauckwitz. Wenn Sie falsch schwören, kommen Sie ins Zuchthaus, das wissen Sie doch, nicht wahr? Also nun zum letztenmal: wollen Sie Ihre falsche Aussage aufrechterhalten oder nicht?" y
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Erfreuliche Einzelbegabungen kamen in den Solo- ^mzen Zum Vorschein, etwa in der von Katja Kröck getanzten „Erinnerung" (Sibelius) und im heftig bewegten, nationalspanisch akzentuierten „Tanz des Müllers" von de Falla' (Volpert); sehr hübsch und lustig die tänzerisch akkurat durchgearbeitete Bauernpolka (Inge Berg); ferner Schumanns „Gratulantin" und die Pjzzicato-Polka, mit denen Edith Stoll Temperament, Sinn für komische Wirkung und saubere Technik zeigte. Ein ^ganter argentinischer Tanz (Katja Krö'ck) und, auf Spitze getanzt, Chopins „Sylphide" (Brigitte Dietz) seien ebenso wie das dekorative „Duett m Schwarzweiß" (Kröck, Dietz) mit Anerkennung vermerkt. — Die Herren Hergert und Hahn hatten die musikalische Leitung und machten sich um die zuverlässige Begleitung verdient. — Es gab viel Beifall und freundliche Blumenspenden zum'Schluß.
Hans Thyriot.
Emer der schönsten und befriedigendsten Berufe, die es für eine Frau geben kann, ist der der Ansiedlerbetreuerin. Er ist allerdings nicht leicht Nur ein körperlich und seelisch starker und gesunder Mensch der mit Einsatzbereitschaft seine Aufgabe anzupacken gewillt ist, wird ihn ausführen können. Aber die Arbeit ist schön, sie hilft, deutschen Menschen im Ulten des Reiches eine neue Heimat zu finden und fester in ihr zu verwurzeln.
Wie wird man Ansiedlerbetreuerin? Die Vorbedingungen sind zunächst: Einsatzbereitschaft, politisch und weltanschaulich einwandfreie Haltung, Gesundheit und körperliche Leistungsfähigkeit, wenn möglich haus- und landwirtschaftliche Vorkenntnisse. Alter: 25 bis 45 Jahre. "
Wie sieht im einzelnen die Arbeit der Ansiedlerbetreuerin aus? Sie ist Betreuerin und Führerin für die Siedler aus dem Baltikum, aus Wolhynien Galizien, Bessarabien und all den anderen Gebietens die jenseits der Reichsgrenzen lagen. Sie besucht neu angefommerie Familien, trägt deren Namen und persönliche Angaben in Dorsspiel und Tagebuch ein <me hilft den Menschen, über die ersten Schwierig- ketten des Einlebens hinwegzukommen, indem sie selbst mit anpackt oder Wege weist, wie Hilfe und
Die künstlerisch reifste Leistung stand am Anfang öer tfolge: „Drei Frauen Und ein König" nach einer Musik von Corelli (Brigitte Dietz, Katja Kröck, Edith S t o l l, Andreas Volpert), bis auf we- nige, unzugehörige Ballett-Elemente eine schön und stilrem figurierte, in der tänzerischen Gebärdensprache sehr ausdrucksvolle Szene, die übrigens bereits in einer Morgenfeier gezeigt wurde. Die Linie, die von hier aus über die „Harlekinade" (Dietz, Kröck, Nerz, Stoll), einen dekorativen Bühnentanz, den Langsamen Walzer (Kröck, Volpert) und den Step-Tanz (Gruppe) zum „Späten Frühling" führt, mag die ganze Spannweite der Funktionen und Ausdrucksweisen andeuten; diese letzte Nummer eine burleske Pantomime (Stoll, Volpert), liegt
stine Menges, Bahnhofstraße 18; Luise Wilsch, Kleine Mühlgasse 7; Elisabeth Müller, Am Sandfeld 7; Karotin tz Müller, Goethestraße 54; Katharine Muth, Frankfurter Straße 103; Johanna Ortmüller, Klär- anlage 98; Margarete Pflicht, Liebigstraße 103; Khanna Pitzer, Dammstraße 34; Ottilie Reitz, Am Kugelberg 9; Johanette Röhm, H. d. Schießgärten 23; Franziska Ruckstuhl, Seltersweg 4; Lilli Rumpf, Ebelstraße 5; Marie Sauer, Walltorstraße 30; Ma- rie Schäfer, Walltorstraße 59; Christine Schmidt, Friedrichstraße 13; Elise Schmidt, Neustadt 51; Katharine Schmidt, Hammstraße 15; Therese schnelle, Seltersweg 52; Margarete Schott, Schif- fenberger Weg 32; Emilie Spruck, Schottstraße 45; Elise Stöhr, Kleine Mühlgasse 8; Elisabeth Storck, Wilhelmstraße 12; Rosel Triller, Graudenzerstraße 20; Franziska Völpel; Walltorstraße 7; Anna Wagner, Wettergasse 7; Margarete Wagner, Krofdorfer Straße 102; Ida Weber, Welckerstraße 4; Marie Weber, Liebigstraße 55; Emma Weichsel, Sy t. schießgärten 25; Bernhardine Weiler, Kaiser, allee 143; Katharine Wienhold, Friedensstraße 18: Gertrud Will, Hitterwall 43; Hedwig Wimmler, Sandfeld 15.
Modenschau im Eaf6 Wien.
Im Cafe Wien fand gestern, veranstaltet von I. M. Ewald Langen in Leverkusen, eine Frühjahrs- und Sommermodenschau statt, wie sie hier schon des öfteren gezeigt worden ist. An der Vorführung waren eine Reihe deutscher Mode- firmen gemeinschaftlich beteiligt. Die Ansagerin be> tonte, baß hier einige Ausschnitte aus der neuen Mode geboten werden und Anregungen gegeben werden sollen, wie man im Rahmen des gegenwärtig Möglichen kostbare Punkte spart, und wie die Kleiderkarte besonders vorteilhaft ausgenutzt werden kann. Gezeigt wurden, wie in den früheren Jahren, zunächst Handarbeitsmodelle, gestrickt und gehäkelt, Bolerokleider, Pullover und Trachtenjacken in ver- schied en en Farben und Formen, auch zweiteilige Kleider; besonderer Wert wurde auf die Verwendung von Resten gelegt. Rach farbigen Schnitten leicht selbst anzufertigen sind eine Reihe hübscher, modischer Sommer- und Nachmittagskleider mit vielfach betont sparsamer Stoffverwendung, weiter Dirndl-Kleider, Strandanzüge und Komplets Auf die Vorzüge licht-, lüft- und waschechten Materials wurde aufmerksam gemacht; Regenkleidung aus imprägnierten Stoffen wurde einer Spritzprobe unterworfen; Strümpfe gibt es neuerdings, 'welche die Trägerin ebenso unempfindlich gegen Regen- fprltzer wie gegen Mückenstiche machen sollen. Weiter sah man handgearbeitete Nachmittagskleider nach dem im Kriege besonders aktuellen Rezept: aus alt mach neu; reizende Sommerkleider, duftig und kleidsam in Schnitt und Farbenstellung, auch aus zweier-' lei und dreierlei Stoff gearbeitet. Kimono ist gegenwärtig große Mode: auch das wurde bei der Vorführung betont. Allgemeines Wohlgefallen erregte wiederum das hier schon mehrfach gezeigte Verwandlungskleid: ein Kleid, mit geringen Zutaten auf fedjs verschiedene Arten herzurichten, eine praktische Sache. Den Schluß machten, wie stets, sehr anregend einige ausgesucht hübsche Modelle für Braut- und Hochzeitskleider.
„Wie war das mit der Brcmt?" „
Si^ seufzte noch einmal tief auf.
-Nun ja, wo er doch so gut bezahlt hat, und was meine Schwaaerin ist, die sagt auch, man Tann öas nicht ganz verbieten, und am besten ist es man tut, als ob man das nicht merkt. Und Herr Lanos sagte, Fräulein Zirri —"
„Wie nannte er sie? Zirri?" warf Wenig ein.
„3a, Zirri, sie sei seine Assistentin, sagte er, und komme auch manchmal, wenn er nicht da fei, und deshalb gab ich ihm noch einen Wohnunqs-' und noch einen Hausschlüssel. Ob sie wirklich nachts über dageblieben ist, Herr Kriminalrat, mein heiliges Wort, das weiß ich nicht, denn ich bin nach zehn Uhr nicht mehr in sein Zimmer gegangen, weil ich mich vor ihm fürchtete —"
Wenig warf ihr die Photographien hin.
bei"?ft" maI nad)'- ob diese Zirri hier da.
freudig begrüßt. Sie zeigt der Mutter, wie sie die Wohnung zu einem wirklich deutschen Heim umgestalten, wie sie ihren Säugling pflegen und für die Heranwachsenden Kinder nähen kann. Sie holt sich einige Frauen zusammen, um ihnen Ratschläge für das Kochen und Einmachen zu geben. Sie bringt Kranke zum Arzt, hilft den Kindern bei den Schularbeiten, liest den Großeltern aus einem guten Buche vor und zeigt den Siedlern auf einer Landkarte, wo die deutschen Truppen stehen. Ungezählt sind die Fälle, in denen sie um besonderen Rat gefragt wird. Hier kennt sich eine Frau nicht im Gebrauch der Säuglingskleiderk-arte aus, dort möchte ein jungesPaar Hilfe beim Anlegen eines Ahnenpasses haben.
Emmi Dillemuth, Asterweg 69, Margarete Döring, Wiefecker Weg 13- Mathilde Eigenbrodt, Posener Straße 11; Friedörike Euler, H. d. Westanlage 5; Emma Faber, Frankfurter Straße 36; Katharina Flach, Neuenweg 30; Käthe Frischholz, Schottstraße 46; Marta, Genz, Wilhelmstraße H. V.A.; Lina Gerlach, Licher Straße 21; Margarete Gödicke, Neuenweg 50; Rosalie Groß, Friedensstraße 12; Katharina Hammel, Wasltorstraße 65; Katharina Hatz, Rodheimer Straße 35; Katharina Heeg, Annerod er Weg 25; Katharina Henkel, Kreuzplatz 6; Kätchen Herchenröder, Eich weg 6; Martha Heß, Grünerwea 15; Hermine Hinkler, Schwarzlachweg 41; Marie Hof, Frankfurter Straße 127; Käte Hofmann, Dammstraße 29; Marie Hofmann, Grabenstraße 4; Marie Hofmann, Leihgesterner Weg 127; Luise Jost, Sandgasse 41; Julie Kahn, Mühlstraße 29; Elsa Koch, Röntgenstraße 2; Emma Krack, Leihgesterner Weg 118; Gretel Kratz, Seltersweg 56; Hilde Krause, Wilhelmstraße 10; Käthe Krauß, Aulweg 82; Kriechbaum, Hilde, Crednerstraße 16; Hedwig Lange, An der Johanneskirche 6; Emilie Lehrmund, Kreuz- platz 13; Elisabeth ßeuning, Am Sandfeld 19; Elsbeth Leutert, Hitterwall 25.; Erna Linker, Ludwig- straße 16; Anna Lipp, Asterweg 7; Emma Lutz, Am Kugelberg 19; Marie Matt, Mühlstraße 2; Johanna Mattern, Gnauthstraße 12; Elisabeth Meisel, Werra- straße 19; Emilie Meisel, Kleine Mühlgasse 8; Chri-
„ßefen jSie diese Stelle einmal der Zeugin Hauck- ^rähe las:
Herr ßanos hat selten Besuche gehabt. Damen kamen nie zu ihm, höchstens mal ein Herr m irgendeiner geschäftlichen Angelegenheit.' Vermerk: auf erneutes Befragen beharrt die Befragte darauf, daß ßanos niemals Damenbesuch gehabt hat und daß sie von Beziehungen des Geflüchteten zu Damen keinerlei Kenntnisse hat!"
Schön. Und dann hier, diese Aktennotiz!"
Krähe las weiter:
„Aktennotiz. ,Bei einer Unterhaltung, die ich vor dem Kommen der Mordkommission mit Frau Hauckwitz hatte, sagte sie mir wörtlich: „Lanos bekam eigentlich gar keine Besuche. Höchstens, daß mal ein Herr zu ihm kam, dessen Namen ich nicht weiß, es war auch nicht immer derselbe Herr und es war auch nichts Besonderes." Gezeichnet: Wenig, Kriminalrat. Krähe, Kriminalsekretär.'" „So, Frau Hauckwitz", sagte Wenig jetzt, „was haben Sie dazu zu s-yen? Ist das richtig? Hallen ^ie Ihre damaligen Bekundungen aufrecht?"
„Ob ich was?"
„Ob Sie Ihre damaligen Aussagen heute be- ftätigen." '
„Na, hören Sie", fuhr sie auf, „was ich sage, ist wahr. Ich kann meine Meinung nicht von 'heute auf morgen ändern. Jedes Wort, das ich rede, ist lauteres Gold —"
„Da müssen Sie ja eine schwerreiche Partie sein", warf Krähe ein.
Aber Wenig war nicht geneigt, die Sache humoristisch zu betrachten. Krähe erhielt einen vorwurfsvollen Blick.
„Lassen Sie das, Krähe! — Sie wollen also behaupten -r heute noch behaupten, daß Lanos niemals Damenbefuch gehabt hat?"
„Nie!" beharrte sie, „so etwas hätte ich gar nicht geduldet. Erlauben Sie mal, ich bin eine anständige Fruu, und mein Haus ist ein anständiges Haus und kein Absteigequartier."
Kreiswandertag verlegt. Der Kreis- Wandertag des Kreises 23 Wetterau-Nord im NSRL., der am kommenden Sonntag stattfinden und in Staufenberg seinen Mittelpunkt finden sollte, wurde wegen des Muttertages auf einen späteren Zeitpunkt verlegt. ' -
* Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Slellvertteter bei
Hauplichrl,Leiters: EmV Blumschein. Berantworllich für Politik und
Dr. Fr. W. Lange; für bas Feuilleton: Dr. HmiS ötitiot: für Stabt Gießen, Provinz, Wirtschaft urtb Sport: Ernst Blumschein. Druck urtb «erlag: Brühlsche Univerjitätsbruckeret R. Lange R. ®. Verlagsletter: Dr.-Jng. Erich Hamann; Anzeigenleiter: Hans Beck. Anzetgenpretsliste Nr. 6.


