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Arbeitseinsatz und Lohnpolitik.
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Den altägyptischen Abcschützen darf man
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doppeln. Durch fortgesetztes Halbieren konnte dann dividieren.
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Zahlenbeispiele, nirgends findet sich auch mir die Andeutung einer richtiggehenden Erklärung, einer Theorie. Sollte diese nur mündlich überliefert sein?
Weise anständig zu behandeln. Dann beschäftigte sich der Generalbevollmächtigte mit lohnordnenden Maßnahmen, die zu einer weiteren Leistungssteigerung der Rüstungsproduktion beitragen werden. Durch die weit vorangetragene Rationalisierung der Betriebe seien Voraussetzungen dafür gegeben, stärker als bisher - auf der Grundlage des Lohn- und Preisstops zu einer wirklichen Lohn- und Akkordgerechtigkeit zu kommen. Die damit verbundene Leistungssteigerung werde dem ganzen Volk zugute kommen.
Siegerehrung in der Milchwirtschaft.
Um'die auch im Kriege von Jahr zu Jahr gesteigerte Milchanlieferung besonders zu würdigen, empfing Staatssekretär Backe eine aus den Landessiegern ausgewählte Ehrenabordnung von 52 der tüchtigsten Milcherzeuger und Melker aus allen deutschen Gauen. Da dem Oelfruchtbau Grenzen gesetzt sind, werden Milch und Butter für die Fettoersor- gung immer ausschlaggebend sein. Während früher ein Drittel des gesamten Fettbedarfs aus der Butter gedeckt wurde, muß die Milchwirtschaft jetzt über die Hälfte des Bedarfs aufbringen. Daß man diese Aufgaben lösen kann, haben die Sieger der Milcherzeugungsschlacht bewiesen.
Kleine politische Nachrichten.
Präsident Roosevelt hatte eine Besprechung mit Admiral Leahy, seinem Stabschef, ferner mit General Marshall, dem Generalstabschef der Armee, und Admiral King, dem Oberkommandierenden der Flotte.
der Astronom Bailly auf das Gelehrteste ausführte. Wir werden erkennen, warum nicht im entferntesten die Rede davon sein kann.
Zweifellos besaßen aber die Aegypter astronomische Kenntnisse, .die es ihnen ermöglichten, die Pyramiden nach den Himmelsgegenden auszurichten. Doch auch diese Kenntnisse illierstiegen nicht eine rein beobachtende Astronomie. Es genügte, den Lauf der Gestirne Jahrhunderte lang genau zu verfolgen, um ihre scheinbare Bewegung, ihren Auf- und Untergang mit großer Genauigkeit angeben zu können. Das war alles. Es blieben nun mehrere Schriftrollen erhalten, aus denen wir unsere Rückschlüsse auf die ägyptische Mathematik ziehen müssen. Die größte ist ein Papyrus von etwa 5>2 Meter Länge und 32 Zentimeter Höhe. Sie enthält über 80 Zahlenbeispiele, die das Multiplizieren und Dividieren lehren sollen. Der Aegypter stufte die Zahlen wie wir nach Zehnerpotenzen, besaß aber keine Ziffern. Seine Zahlenschreibung war deshalo schleppend, doch gewährte sie dafür den Vorteil, daß das Addieren und Subtrahieren einfach war. Der Abc- schütze hatte es damals gut, denn er brauchte kein Einmaleins. Dafür mußte er viel mehr und viel länger rechnen. Um etwa 221 mit 7 zu multiplizieren, verdoppelte er zunächst 221, was 442 gibt, und wiederholte das nochmals, was 884 gibt. Endlich addierte er die drei Posten: 221, 442 und 884 und hatte damit das Endergebnis 1547. Das ganze Kunststück bestand also in einem fortgesetzten Der-
Das Landestheater Tirol eröffnete seine neue Spielzeit mit der deutschen Erstausführung der mo. ralischen Komödie „Der Zerrissene" von Hans Mar-
Begriffe, und können als Vorstufe des modernen Denkens angesehen werden. Um alten Kulturen
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Bäuerliche Kultur erwächst aus der Dorfgemeinschast
Oer Gauleiter auf einem Gemeinschastsabend in Rheinhessen.
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(unter. Er nannte sich Schreiber, wie wir es vom „Titelblatt" des großen Papyrus wissen, der mit den verheißungsvollen Worten beginnt: „Vorschrift zu gelangen zur Kenntnis aller dunklen Dinge und aller Geheimnisse, die enthalten sind in den Gegensätzen" und uns verrät, daß der Schreiber Ahmes Verfasser dieses Papyrus war. Er lebte vor fast vier Jahrtausenden. — Alle Rollen enthalten nur
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Die verlockende These einer ägyptischen Geheim- JS^un, Wissenschaft muß also fallen gelassen werden und mit . ihr die Annahme, daß es^ sich bei den Papyri mit den Zahlenbeispielen nur um Uebungsbücher handelte. Rein, es waren nicht Uebungsbücher: viel-
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Tausende nordamerikanische Truppen und Bau- arbeiter sind damit beschäftigt, in der Panama- Kanalzone große Befestigungen anzulegen. Sie bauen Flugfelder, Batteriestellungen, Kasernen, Schiffsanlegeplätze und Waffenmagazine.
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Der Führer hat dem Staatsrat Dr. v 0 n S t a u ß, Vizepräsident der Deutschen Akademie und Vorstandsmitglied der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften anläßlich seines 65. Geburtstages in Würdigung seiner Verdienste um die deutsche Wissenschaft die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen und ihm die Auszeichnung durch den Staatsminister Dr. Meißner überreichen lassen. ~ *
Der inzwischen aus dem Wehrmachtdienst entlassene Generalleutnant z. P. Fet t hat die Führung des Gaukriegerverbandes Fulda-Werra wieder übernommen. Der Reichskriegerführer hat dem Ehrenführer des Gebietes Hessen-Nassau, Generalmajor a. D. W a i tz, für die bereitwillig übernommene stellv. Führung des Gaukriegerverbandes seinen besonderen Dank ausgesprochen.
Kunst und Wissenschaft.
„Ailm der Nation".
Der Reichsminister Dr. Goebbels hat dem unter der künstlerischen Oberleitung von Emil Jannings und unter der Regie von Wolfgang Liebeneiner gedrehten neuen Tobis-Film „D i e Entlassung" das höchste deutsche Filmprädikat „Film der Nation" zuerkannt. Der mit diesem Prädikat zur Verleihung kommende Filmring wurde Wolfgang Liebeneiner
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freilich nicht als einen Knirps vorstellen, er war ausgewachsener Mann, ein angesehener Staatsbe-
aus, die sie pflegten. Die neuere Geschichtsforschung räumte nun mit dieser Annahme, die auf griechische Schriftsteller zurückgeht, gründlich auf. Die Griechen lernten Aegypten erst in einem ziemlich späten Entwicklungsstadium kennen, da es eine Priesterschaft gab. Vorher aber, zu Zeiten unseres Schreibers Ahmes, versahen Laien die priesterlichen Pflichten nebenamtlich. Unter solchen Umständen kann es keine Geheimwissenschaft gegeben haben. Ihr widerspricht auch der niedrige Stand der Kenntnisse, den wir nachweisen konnten.
Bekennt man sich einmal zu dieser Ansicht, dann führt sie zu einschneidenden Folgerungen. Wenn das Titelblatt des Rechenbuches von Ahmes die „Kenntnis aller Geheimnisse" verspricht und nur ein Rechnen an Zahlenbeispielen lehrt, dann mußte * der Aegypter im Umgang mit Zahlen, im Grunde
von kommunistisch durchsetzten Organisationen hat für den 25. Oktober eine Kundgebung auf dem Trafalgar-Square angesetzt. Die für dieses Treffen in Aussicht genommenen Forderungen waren bereits in einem am Montagabend an Churchill gerichteten Telegramm enthalten. Darin wird die Regierung zum Handeln aufgefordert und außerdem die Verabschiedung bestimmter Persönlichkeiten verlangt. Es handelt sich um Männer, welche nach dieser Forderung „das politische Hindernis für die zweite Front bilden".
„Das Boot zieht Wasser."
Stockholm, 7. Oft. (Europapreß.) Der „Philadelphia Record" bezeichnete Stalins Erklärung als eine „Ungeschicklichkeit", „wenn wir Stalins Worte richtig verstehen", so schreibt das Blatt, „so verlangt er sofortige Hilfe und ruft danach über die Kopfe der Regierungen der Demokratien hinweg. Niemand wird Stalin schelten, daß er sofortige Hilfe braucht. 9tur Stalin sieht, wie die Städte und der Boden Rußlands sowie seine natürlichen Hilfsquellen vernichtet werden. Rußlands Armee erleidet schwere Verluste. Für Amerika aber ist der wichtigste Gesichtspunkt, wie man die Achsenmächte am besten schlagen kann, ob durch eine Landung in Europa ober durch weiteres Abwarten. Wir alle sitzen in ein und demselben Boot, und dieses Boot zieht Masser."
Die Botschafter der Vereinigten Staaten und Großbritanniens in Sowjetrußland, Admiral Stanley und Sir Archibald Clerk-Kerr, hatten in Kuibyschew eine Konferenz, nach der Admiral H. Stanley unmittelbar nach Moskau fuhr, um sich von dort zur Berichterstattung über die durch das Stalin- Interview aufgeworfenen Fragen nach Washington zu begeben. Stanley wird von den USA.- Militär- und Marineattaches begleitet.
Oie japanische Front auf den Aleute«.
Tokio, 6.DH. (Europapreß.) Ein Bericht eines japanischen Kriegskorrespondenten bei den Marinetruppen auf den besetzten Aleuten-Jnseln enthält die Mitteilung, daß die Insel K i s k a von den Japanern in Narukami umgetauft würden ist. Der Korrespondent berichtet, daß auf den Aleuten schon harter Winter herrsche und der erste Schnee die Insel in ein weißes Laken eingehüllt habe. Die ganze Insel habe Steppencharakter, auf ihr wachse kein einziger Baum. Sie sei fast ständig in dichten Nebel gehüllt, der von der Bering-See und dem Nordpazifik herüber- getrieben werde, so daß nur selten Sonne oder Mond zu sehen seien. Die japanischen Besatzungstruppen auf der Insel befänden sich ständig in Alarmzustand, um jeden Zoll der Insel, die 25 Meilen lang und 5 Meilen breit sei, gegen feindliche Angriffe zu verteidigen.
Aus dem Reich.
Das Ritterkreuz für einen Darmstädter.
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.sich aber, dank
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Oer Mann am Fenster.
Von Christian Bock.
Eines Tages schiebt sich vor dem Bürofenster draußen ein Balken vorbei. Ich höre Ruse unten vom Hof, und diese Rufe scheinen einem Mann zu gelten, der den Balken uor-meinem Fenster dirigiert, denn der Balken bewegt sich schwankend nach den Befehlen des Rufers auf dem Hof, links und rechts und weiter rauf!
Wie ich aufstehe und nach draußen sehe, ist da ein richtiges Gerüst errichtet, Leitern ragen links und rechts in die freie Luft, der Balken senkt sich und liegt nun wagerecht auf den Leitersprossen.
,Hst gut", höre ich jemand aus nächster Nähe nach unten antworten, und im nächsten Augenblick erscheint der Mann erschreckend nahe wie ein Gespenst am Fenster. Er sieht mich drinnen staunend vor dem Fenster stehen, lacht, mich freundlich an, und grüßt, gelassen einen Finger an die Mütze hebend. Er meint damit ungefähr: Grüß Gott, erschrecken sie nicht, mein Herr, ich bin der Maler und streiche hier draußen die Hauswand. Gute Freundschaft so lange!
Ich grüße zurück, und nun fängt er draußen an zu streichen. Er taucht seinen Streichbesen in einen Eimer, klatscht ihn an die Wand und streicht — rauf, runter, rauf, runter! Nach einer Weile höre ich den Mann draußen ein Sieb pfeifen. Jrgenb ein Sieb, das ich nicht kenne, aber es klingt gut, es ist hübsch und luftig unb scheint so recht komponiert für den Mann, der Wände streicht.
Es gibt -Büromenschen, die so ein Pfeifen stört, die den Federhalter auf den Tisch knallen und nicht mehr weiter machen, weil sie Pfeifen als büro- widriges Geräusch empfinden, das sie aus allen Gedanken reißt, die sie beruflich zu haben haben. Was mich angeht — mich stört das Pfeifen nicht, ich sinde es wunderbar, daß einer so pfeift und möchte beinahe mitpfeifen, aber ich kenne das Sieb nicht. Es ist schabe. Plötzlich wirb draußen aus dem Pfeifen Gesang. Der Mann am Fenster singt aus ben Balken bes Gerüsts munter mitten in ben Himmel. 2a, Pfeifen, das ging, das war nett — aber fingen? Muß das nun sein?
Ich sehe von meinem Schreibtisch auf unb zum Fenster hinaus, unb wie ich an bein Mann am Lentter vorbei feho. liht oben der liebe Gott im
Aus dem Musikleben.
Der diesjährige „T a g d e r Deutschen Hausmusik" findet am 14. November statt. Der Tag steht im Zeichen des Altmeisters der deutschen Hausmusik, Johann Sebastian. Bach; Leipzig ist daher auch zum Mittelpunkt des Tages ausersehen. — Ottmar G erster hat die Musik zu einem Weihnachtsmärchen „Die Mondschein-Prinzessin" von Karl Stadler vollendet, das noch in dieser Spielzeit zur Aufführung kommen wird. — Anton, Schoenma ker, der um die Mustkpflege in Wuppertal seit Jahren verdiente Geiger, wird m drei Konzerten mit seiner Partnerin Eva Kesselring die zehn Violin-Sonaten Beethovens den Wuppertaler Musikfreunden -Erschließen. Schoenmaker, der mit feinen zusammen mit Professor El'ly Ney in Wien veranstalteten Meisterkursen großen Erfolg hatte, ist Lehrer an - der neugearünbeten Landes- musikschule Luxemburg. — Die „Legende vom Prinzen Eugen", das neue Orchesterwerk von Theodor Berger, gelangt in Wien in einem Gastkonzert der Münchner Philharmoniker unter Oswald Kabasta zur Uraufführung. Die Berliner Erstaufführung findet unter Leitung von Hans Knapperts- busch statt. — Adelheid F u r t w ä n g l e r, die Mutter des Dirigenten, beging in Heidelberg ihren 80. Geburtstag.
Professor Dr. INayer geht nach Berlin.
Der 0. Professor für mittlere und neuere Geschichte, Dr. Theodor M a y e r, der feit Kriegs- bcginn Rektor der Philipps-Universität Marburg war, schied aus dem Lehrkörper der Universität aus, um als Präsident des Reichsinstituts für Aeltere Deutsche Geschichtskunde (Monumenta Germanrae historica) und als Direktor
Auf einer Tagung des Großen Beirats Reichsgruppe Industrie beim Reichsministerium . Bewaffnung unb Munition erklärte der Generalbevollmächtigte für ben Arbeitseinsatz Gauleiter Sauckel, die Landwirtschaft verfüge über eine Million mehr an Arbeitskräften als im Jahre 1939 und sei so groß, daß nach der Ernte und den Herbstbestellungsarbeiten während des Winters der Industrie weitere Arbeitskräfte zur Verfügung gestellt werden könnten. Aufgabe der Betriebsführer fei es, die ausländischen Arbeitskräfte durch richtigen Einsatz unb korrekte Behandlung zu einem Höchstmaß an Leistungen zu bringen, da Deutschland im Gegensatz zu englischen Methoden den größten Wert darauf lege, ausländische Arbeitskräfte in jeder
in Würdigung seiner hervorragenden Regteleytung verliehen. Das Prädikat erhielten bisher die Filme „Ohm Krüger", „Heimkehr" unb „Der große König ; - der deutsche Filmring wurde dabei an Emil Jannings, Gustav Ucicky unb Veit Harlan verliehen.
„Liebesgeschichten."
Die Aufnahme« zu dem U f a - F i l m „L i e bes- geschichten", der den Aufstieg eines Berliner Schusterjungen zum Operettenkomponisten behau- beit, wurden unter ber Regie von V. T 0 u r \ a n s ky beenbet. In ben Hauptrollen wirken Willy Fritsch, Hannelore Schroth, Hertha Mayen, Elisabeth Flickenschildt unb Joachim Brennecke mit. An der Kamera stand Igor Oberberg. Die Musik schreibt Peter Kreuder.
Intendant Möbes (Aschaffenburg) zurückgetreten.
Der Intendant des Aschaffenburger Stadttheaters Hans Möbes ist aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten. Der bisherige Oberspielleiter an ben Stadttheatern Bromberg und Danzig-Zoppot, Karl G l ä n z e r, übernimmt die künstlerische Leitung des Stadttheaters Aschaffenburg. Er war Oberspielleiter in Kassel, Magdeburg, Breslau und Plauen, wurde bann für ben Neuaufbau eines deutschen Theaters in Litzmannstadt eingesetzt und ging von dort «als Oberspielleiter nach Bromberg.
Eine peter-kreuber-premiere in Innsbruck.
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mehr besaß man damals noch keine abstrakten Beariffe, und wir vertreten hier die These, baß diese Papyri für den Aegypter als vollwertige Theorie galten! Sie leisteten nämlich dasselbe wie heute unsere eigenen Hausmittel, die allgemeinen
Himmel, und ich sehe wie er sich über ben Gesang des Mannes im Gerüst freut. Unb ob es bpran liegt, daß ich hinaufschaue, ich weiß es nicht — ber liebe Gott sieht jetzt an dem Sänger im Gerüst vorbei unb sieht mich drinnen im Büro fitzen unb feine Miene verfinstert sich. Er sieht mich an, das spüre ich, unb sein Blick sagt: Mensch, warum singst du nicht? Wie? Ober kannst bu nicht fingen? Oh, sage ich, ich weiß es nicht, ich habe so lange nicht gesungen. In meinem Beruf komme ich nicht mehr bazu, ich muß soviel telephonieren und in Büchern lesen unb nachbenken. Der Mann auf dem Gerüst singt immer noch, unb ich versuche sein Sieb ba wenigstens mitzupfeifen. Es gelingt nicht ganz unb außerdem fällt njir eben ein: darf ich überhaupt? Ich hole aus meinem Schreibtisch die Hausordnung heraus unb blättere darin unb finde richtig einen Satz, nachbem nicht nur bas Werfen von ©egenftänben aus bem Fenster verboten ist, son- bern auch ruhestörender Särm. Lieber (Sott, sage ich so nach oben hin, ich darf ja nicht singen, es ist mir verboten^. Unb ber Hebe Gott sieht mich an,
NSG. Gauleiter unb Reichsstatthalter Sprenger nahm an einem Dorfgemeinschaftsabend in Ober-Hilbersheim teil. In be? nach der Machtübernahme in Gemeinschaftsarbeit ausgebauten, festlich geschmückten Halle hatten die Angehörigen des Landvolkes Platz genommen, während in einem freien Raum vor ber Bühne neben ben Früchten ber Ernte die jüngsten Dorfkinber eine lebendige Umrahmung bildeten. Es folgte die- Einbringung des Erntekranzes, bem bie Dorfjugenb singend folgte, während bann nach altem Brauch ber Erntekranz aufgehängt wurde. Der Ortsgruppenleiter gab darauf der Freude Ausdruck, von ber bie Ortsgruppe Ober-Hilbersheim erfüllt fei, daß sie den Gauleiter als ihren Gast begrüßen dürfe. Wenn ber Gauleiter als erster Vertreter des Führers im Gau Hessen-Nassau und ungeachtet feiner vielen Aufgaben im Kriege diesen Dorfgemeinschaftsabend beuche, so komme bem eine symbolische Bedeutung zu Das Landvolk von Ober-Hilbersheim fühle sich in dieser Stunde als Vertretung des gesamten Landvolkes unseres Gaugebietes.
Darauf begann ber eigentliche Dorfgememschafts- abenb, zu dem die HI. noch zusätzliche Kräfte bereitgestellt hatt^ Ein bäuerliches Hörspiel leitete ein unb brachte bann in buntem Wechsel Vorführungen ber kleinen unb größeren Dorfjugenb. Es würbe damit ein Ausschnitt aus der Dorftulturarbeit gegeben, die ber Ortsgruppenleiter von Ober-Hilbers- heim in vorbildlicher Weise aufgebaut hat. Dies zeigte bie Pflege der Hausmusik, die durch die Darbietungen einer Blockflötengruppe sowie einer kleinen Dorfmusikkapelle besonders zum Ausdruck kam. Ganz besonders aber erfreuten die Chöre unb Lieber, bie von ben verfchiebenen Altersklassen vorgetragen wurden, unb bie Pflege einer guten Gesangskultur erkennen ließen. Die natürliche Frische der Dorfjugenb kam in hübschen Reigen unb Tänzen zum Ausdruck. Auch der Vortrag heiterer Dorferzählungen fehlte nicht.
Dann ergriff der @'a u l e i t e r das Wort. „Es war mir", so erklärte er, „ein Herzensbedürfnis, ber Einladung zum Dorfgemeinschaftsabend zu folgen. Wo ginge man auch schließlich lieber hin, als dorthin, wo man seine Jugend verlebt hat! Wenn es noch eines Beweises bedürfte, daß die Jugend Deutschlands Zukunft ist, dann ist das Erlebnis eines solchen Abends ganz besonders dazu geeignet. Die bäuerliche Jugend ist in erster Liine ber Bluts quell unseres Volkes. Sie ist mit dazu be
rufen, die Ewigkeit des Volkes zu sichern. Wenn unsere Gegner, vor allem bie Kriegsverbrecher Churchill, Roosevelt und Stalin wissen wollen; wer in diesem Kampfe siegt, bann gibt ihnen ein Blick auf bie in der HI. zusammengeschlossene deutsche Jugend bie Antwort. Wer einen rechten Begriff vom Einsatz ber Mädel und Jungen gewinnen will, der mag aufs Land zur bäuerlichen Jugend kommen, um hier Deutschlands Zukunft zu sehen. Diese Stunde hat es uns wieder gezeigt: der Führer hat es zur Tat werden lassen, daß das deutsche Volk eine Gemeinschaft geworden ist. Unb so kämpft auch bie ganze Nation vom Jüngsten bis zum Aeltesten iirti das eigene Lebensrecht. Wollen wir bie, Sage treffenb kennzeichnen, so ist festzustellen, daß ein Untermenschentum gegen das beste Volk auf ber Erbe im Kampfe steht. Wem könnte da die Entscheidung noch zweifelhaft sein? Wir müssen nur dafür sorgen, baß wir die besten Kräfte erhalten, bie in unserem Blute liegen. Darum bleibt das, was ihr bisher wart! Bewahrt euch eure gesunde Natürlichkeit, die aus eurer Jugend spricht! Bleibt rechte deutsche Bauern! Die Zukunft eurer Jugend aber ist sichergestellt. Eines steht fest: was usisere Soldaten erkämpft haben, gehört uns. Wir haben in ber Zukunft die Aufgabe, die Führung zu übernehmen, die nach diesem Kampfe beim deutschen Volke liegt. Bei ber Durchführung dieser Aufgabe ist uns das deutsche Bauerntum unentbehrlich. Das bäuerliche Volk ist unb bleibt das Rückgrat eines neuen Deutschland. Mit allen schaffenden Menschen bildet es bie aufbauenbe Gemeinschaft.
Die menschlichen Werte aber offenbaren sich uns burch die Seiftungen. Es gibt heute in unserem Volk keine anbers gearteten Vorrechte mehr, sondern nur das Recht der Leistung. Wenn dieser Grundsatz unser Volk beseelt und immer stärker wird, bann kann unser Bestand durch nichts mehr erschüttert werden. Weder durch Hetze noch durch Terror kann uns ber Feind^überwinden. Ob er die Städte ober neuestens auch Dörfer heimsucht, — überall tritt ihm die gleiche Entschlossenheit und mutige Haltung entgegen. Er wird höchstens das eine erreichen, daß wirlmmer härter und siegessicherer werden."
Die Rede bes Gauleiters, die immer wieder von Beifall unterbrochen worben war, löste höchste Begeisterung aus. Durch seine Teilnahme an' bem Dorfabenb in Ober-Hilbersheim hat unser Landvolk bie schönste Anerkennung für seine Arbeit unb für die Pflege seiner kulturellen Bestrebungen erhalten.
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lungen in sie hineintragen wollen, sondern -.tll0UllQ muß versuchen, mit ihren eigenen Mitteln vorzu- ‘S (Er gehen. Diese zu erschließen, bildet die Hanptschwie- 'ttn,
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Quellenstudium gelöst werden. ***-
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Berlin, 6. Ott. (DNB.) Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberleutnant Rudolf Schneider, Kompaniechef in einer Schnellen Abteilung. 1918 als Sohn des Stadtoer- waltungsoberirlspek'tors August Schneider i n Darmstadt geboren, arbeitete er sich als Chef einer Panzerjägerkompanie in schwerem feindlichen Feuer mit seinem Melder an ein beschädigtes Panzerabwehrgeschütz heran, dessen Bedienung ausgefallen war. In heldenmütidem einstündigem Kampf schoß er aus nächster Nähe insgesamt acht schwere feindliche Panzerkampfwagen ab und hatte dadurch ausschlaggebenden Anteil an der erfolgreichen Abwehr eines starken Panzerangriffs :~ Raume von Rschew.
und sagt ganz deutlich, ich habe es gehört: Ärmer Kerl!
Oas Rechenbuch des Ahmes.
Bon Dr. Franz von Krbek.
Die sagenumwobenen Pyramiden sind auch für uns moderne, von der Technik verwöhnte Menschen eindrucksvolle Bauwerke. Kein Wunder, daß man von jeher zu viel in sie hineingeheirnniste. Jrn vorigen Jahrhundert nahm man sorgfältige Vermessungen an ihnen vor, die eine Vermutung über besondere wissenschaftliche Kenntnisse ihrer Erbauer bestätigen sollten. Es zeigte sich, daß diese Vermutung nicht ganz unbegründet war. Die Aegypter müssen einen bestimmten geometrischen Satz gekannt haben, und man wollte daraus auf eine hochentwickelte Wissenschaft schließen. Zu Unrecht, denn schon eine experimentierende Geometrie verhilft zu ben nötigen Kenntnissen, unb es steht fest, daß man damals über dieses Stadium nicht hinausgelangt war. Können dann die Pyramiden als die zu Stein gewordene Mathematik der Aegypter gelten? — Man wollte sogar wissen, daß es sich um Reste eines Wissens handele, das gott- __________________ ______________....... ,..... n______
lichen Ursprungs war. Kein Geringerer als ein I Dann freilich muß es wirtlich eine Geheimwifsen-1 legen Newton vertrat diese Ueberzeugung, die später ^schäft gegeben habeL, Diese setzt aber Priester öor» I 'Da;*aI
yvpicc un unigang rna <zayien, im vsrunuc u ben Zahlen selbst, den Schlüssel zum Welt- tu geschehen erblicken, ein Gebaute, der die berühmte » These des Pythagoras bildet: „Die -Dinge sind jP Zahlen". Der gelehrte Grieche verbrachte längere Zeit in Aegypten und mag die Anregung zu seiner ; These aus Ahmes Rechen-Papyrus bezogen habew - Im Gegensatz zu diesem wurde er
der ihm zur Verfügung stehenden allgemeinen Be» Zr> ariffe, dessen bewußt, und darin erblicken wir < feine Leistung. Erst der Grieche, ein Arier also, w gelangte soweit, in abstrakten Begriffen zu über- । legen — damit beginnt aber schon unser heutige?
i Zeitalter des. wissenschaftlichen Denkens
nenwerk nach Nestroy, das seine Uraufführung im vorigen Jahr in Stockholm erlebt hat. „Der Zerrissene" ist der reiche Mann, dem früh schon nichts Menschliches noch Irdisches mehr fremd ist, für den das Leben keine Geschenke mehr birgt und der an seinem Nichtstun krankt. Nach Nestroys Posse hat Cremer ein bühnenwirksames Buch geschaffen, das in seiner volkstümlich deutlichen Charatterisierung menschlicher Schwächen und Tugenden und in seiner doch anziehenden Mischung von Scherz und Ernst vergnüglich moralisiert. Geschickt ist auch die Musik Peter Kreuders. Sie ist klangvoll, aber auch voller Anklänge. Manch netter Einfall läßt aufmerfen und weckt Verwunderung, warum der Komponist eigentlich soviel „zitiert". Neben leicht eingänglichen Melodien, neben Partien schöner Beschwingtheit, humoriger Tonmalerei, neben Klangbögen von lyrischem Aufschwung und schon großen Dpernftüs stehen lange Reihen von musikalischen „Zitaten", von denen ber Theaterzettel „Bajazzo" und „Gar« men" nennt. Der Nichtgenannten sind aber mehr. Die saubere Instrumentierung weist jene Klangfarben auf, die aus Kreuders Tanz- und Unterhal- tungskompositionen vertraut sind. Die Aufführung, musikalisch ausgezeichnet von Intendant M. A. Pflugmacher, szenisch von Dr. Sigfrid Färber betreut, fand herzlichen Beifall. E. K.Wiechmann.


