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Suf ein regielich vertretbares Maß zurucktreken. Die Taten dieser beiden Menschen sind der immense Gegenstand des Schillerschen Werkes, und die Regie mußte Darsteller (Karl und Franz) und Beweg­gründe (Tragik des Weltverbesserers, Fluch der Mittel, Verfallenheit an die Mithandelnden) in den Vordergrund der Szene stellen. Es mußte erstes Ziel des Regiewillens sein: diese stärkste Konzen­tration auf den handelnden Menschen, auf den ich- besessenen Täter, den Verbrecher Franz und den tragischen Idealisten Karl. Die Regieführung mußte innerhalb dieser dramatischen Bewegung realistisch, ja mitunter naturalistisch sein, zur Faßlichwerdung des gegenseitigen Bewegens von Idee und Tat, zur gegenständlichen Offenbarung der Unversöhnlichkeit von Tat und Idee, als sinnfällig bildhafte Vermitt­lung der Erfahrung des tragischen Ausgangs, bei der Herantragung der Idee an die Weltwirklichkeit. Dem Bemühen zur Verdeutlichung dieser Gegen­überstellung der treibenden Kräfte des Werkes diente auch die szenische Gruppierung in Bildeinheiten, die innerhalb des Handlungsablaufs das organisch zusammenfassen, was bis zu entscheidenden Punk­ten innerhalb der Tragödie vortreibt. So umfaßt der erste Teil die Verwirklichung des Herrschafts­strebens Franz Moors, der zweite Teil führt bis zum Entschluß Karls, mit der Räuberbande nach Franken zum väterlichen Schloß aufzubrechen, der dritte Teil bringt dann durch das wenn auch nicht direkte Zusammentreffen von Franz und Karl auf einem Schauplatz die endliche tödliche Lösung des Dramas.

Schillers eigenes Welterlebnis auf der Bühne Gestalt werden zu lassen, war mir das sublimste Bemühen meiner Regiearbeit.

Sprechstunde des Kreisleiters.

Die Sprechstunde des Kreisleiters findet am heu­tigen Donnerstag, 4. Juni, von 15 bis 17 Uhr, in Gießen, Lonystraße 18, statt.

Aml für Agrarpolitik.

Die Sprechstunde des Amtes für Agrarpolitik findet heute, Donnerstag, 4. Juni, von 15 bis 17 Uhr in Gießen, Lonystraße 18, statt.

Zusätzliche Krankenhilfe für Kriegshinterbliebene.

Die Rentner der Invalidenversicherung und der Angestelltenversicherung sind neuerdings für den Fall der Krankheit gesetzlich versichert. Der Reichs­arbeitsminister stellt im Einvernehmen mit dem Reichsinnenminister in einem Erlaß klar, daß bei Hilfsbedürftigkeit des Rentners die Fürsorgever­bände, die bisher die gesamten Kosten zu trogen hatten, nunmehr den Teil der Kosten übernehmen müssen den die Kasse nicht zahlt. Auch für die Kriegshinterbliebenen find die Krankenkassenleistun- gen beschränkt. Es werden zwar Krankenhilfe und Wochenhilfe, aber keine Barleistungen gewährt. Die Krankenhilfe umfaßt ärztliche Behandlung, gegebe­nenfalls Krankenhauspflege, Zahnbehandlung und Versorgung mit Arznei und kleineren Heilmitteln. Darüber hinausgehende Leistungen übernimmt die Krankenkasse nur, wenn sich die Versorgungsdienst­stelle, die Hauptfürsorgestelle oder der Bezirksfür­sorgeverband zum Ersatz der vollen Kosten ver­pflichten. Soweit hierbei neben den Dersorgungs- dienststellen und Hauptfürsorgestellen die Bezirks-

sursvrgeverbande In Frage kommen, werden sie In dem gleichen Erlaß ersucht, hilfsbedürftigen Kriegs­hinterbliebenen möglichst entgegenzukommen und ge­gebenenfalls für die Kosten der Mehrleistungen der Krankenhilfe in verständnisvollem Zusammenwirken mit den beteiligten Stellen einzutreten.

*

** Di e Wochen Märkte finden von der kom­menden Woche ab wieder dreimal wöchentlich statt.

greis BSdmgen.

* Alten st adt, 3. Juni. Beim Verladen von gepreßtem Heu auf dem hiesigen Bahnhof stürzte ein großer Ballen Preßheu beim Ankop­peln des Güterwagens herab. Der schwere Heu- ballen riß den Bahnschaffner Gans zu Boden, der so unglücklich fiel, daß ihm die Räder des Güter­wagens Arme und Beine abfuhren. Der bedauernswerte Mann war auf der Stelle t o t.

hat sich mit Ihren Kreditgenossenschaften im Jahre 1941 erfolgreich in den Verkehr mit Kriegsgefange- nenlagergeld eingeschaltet. An der eingeschlagenen Zinspolitik wurde auch im Geschäftsjahr festge­halten.

Zum Schluß der Tagung sprach Landesobmann Weintz von der Landesbauernschaft Hessen-Nassau den Genossenschaften Dank und Anerkennung aus, forderte aber gleichzeitig zu noch größerer Kraft- anstrengung auf. Neben der Erzeugungsschlacht müsse die Ablieferungsschlacht erfolgreich einhergehen. Ein Blick auf die Leistungen der Front werde jedem Ein­zelnen Appell sein, alle Kraft für den Endsieg ein- zusetzen.

G. A.-Gport.

Handball der HZ.

Mlv. Gießen Bannmeister.

Grüningen Mtv. Gießen 4:6 (1:4).

Leichter als erwartet konnte sich Gießen den Titel sichern. Obwohl die Mannschaft geschwächt antreten mußte, gelang ihr durch die bessere Leistung der Sieg. Die Umstellung bewährte sich aufs beste. Platz- und Witterungsverhaltnisse ließen zunächst kein flüs­siges Spiel aufkommen. Die Gäste fanden sich bald besser damit ab und konnten die ersten Erfolge an- bringen. Die Platzmannschaft versuchte immer wie­der, die gegnerische Hintermannschaft-zu bezwin­gen, scheiterte aber an deren Aufmerksamkeit. Mit klarer Ueberlegenheit für Gießen endete die erste Hälfte. Nach der Pause wurde das Spiel härter. Grüningen versuchte, unter allen Umständen dem Spiel eine Wendung zu geben. Es gelang ihnen, das Resultat zu verbessern, ohne aber verhindern zu können, daß Gießen noch zweimal erfolgreich war. Weitere Versuche der Platzmannschaft brach­ten nichts mehr ein, zumal sie durch zwei Heraus­stellungen geschwächt war. Die Gäste versuchten ge­gen Schluß zu weiteren Erfolgen zu kommen, jedoch vergaben sie durch Pech sichere Treffer. Mit dem Schlußpfiff konnte Gießen als Sieger und diesjäh­riger Bannmsister die Spielrunde beenden. Durch weitere Spiele muß die Mannschaft ihre Leistung steigern, damit sie den Bann in den folgenden Spie­len würdig vertritt.

DJ.-Klasse.

Grüningen M t v. Gießen (6:2 (4:0).

Gießen mußte hier das bessere Können der ©< ninger anerkennen. Durch zweckmäßigeres Spiel, aber auch körperliche Ueberlegenheit gelang Grü­ningen schon in der ersten Hälfte ein sicherer Vor­sprung. Nach Seitenwechsel konnte Gießen zwei Treffer aufholen. Grüningen gelang es jedoch, den alten Abstand wieder herzustellen.

Briefkasten der Redaktion.

ft. C., Gießen. Wenden Sie sich an das Wehr­bezirkskommando Gießen, wo Sie die gewünschte Aufklärung erhalten können.

Verduukelungszeit:

4. Juni von 22.37 bis 4.33 Uhr.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter de« Hauptschriftleiters: Ernst Blumschem. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein.

Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsbruckerei R. Lange K. G. Berlagsleiter: Tr.-Jng. Erich Hamann; Anzeigenleiter: Han4 Beck.

Anzeigenpreisliste Nr. 6.

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21t iHe: TNarktslraße 25, werktags von 17 bis 19 Uhr.

Nord:Einhorn", Lindenplah 1, Montag, 2Nittwoch und Freitag von 1 7 bis 1 9 llhr.

Oft: Licher Straße 19, Geschäftsstelle der DAF., werktags von 15 bis 1 8 Uhr.

Süd: hofmannftraße 1, Mittwoch und Samstag von 19 bis 21 Uhr. Liebigstrahe 58 (Autogarage), Mittwoch und Samstag von 19 bis 2 1 Uhr.

Unterhof und Oberhof (Bergwerk), Mittwochund Samstagvon 19 b i s 2 1 U h r.

Klein-Linden: SteinftraßeAltes Backhaus", Mittwoch und Samstag vonl9bis21Uhr.

2V ief eck: Schulftraße 3, Mittwoch und Samstag von 18 bis 22 Uhr.

Gute Genossenschafisarbeit im Kriege.

Als interne Arbeitstagung hielt der Ländliche Ge­nossenschaftsoerband Rhein-Main-Neckar e. 23. in Frankfurt am Main seinen ordentlichen Verbands- tag ab.

Den Geschäftsbericht für 1940 und 1941 erstat­tete Verbandsdirektor Fendt. Die Zahl der dem Verband angeschlossenen Genossenschaften ist von 2644 Ende 1939 auf 2288 Ende 1941 zurückgegan­gen. Diese Entwicklung entspricht dem Rationalisie- rung5Programm des Verbandes. Die gesunde Ent­wicklung des Genossenschaftsgedankens und die ge­steigerte Bedeutung der Organisation im Rahmen des kriegswirtschaftlichen Einsatzes ergibt sich aus der Steigerung der Zghlen der von den Ortsgenos- senschasten erfaßten Einzelmitglieder von 300 846 auf 310 664. Bei den 1057 Kreditgenossenschaften betrug die Zahl der Mitglieder 125 000, die Zahl der Sparer 427 000, die Höhe der Spareinlagen stieg in Verfolg des Appells zum Sparen. In das genossenschaftliche Warengeschäft waren ungefähr 1200 Genossenschaften eingeschaltet. Heroorzuheben ist die Steigerung der Milchanlieferung der 60 Ge­nossenschaftsmolkereien gegen 1939. Die im März 1941 gergünbete Viehzentrale Rhe in-Main-Neckar e.G.m.b.H. Frankfurt hat das seither von der Zen­tralgenossenschaft für Diehverwertung, Hannover, betriebene Nutzviehgeschäft übernommen. In den 80 Winzergenossenschaften des Verbandes ist flächen­mäßig etwa ein Zehntel des Weinbergbesitzes in un­serem Gebiet zusammengeschlossen. Der Rheingau

konnte 1941 die mengenmäßig größte Weinernte un­ter allen Weinjahren des 19. und 20. Jahrhunderts einbringen. Die als Bezirksabgabestellen für Obst und Gemüse eingesetzten 21 Genossenschaften haben in £en beiden letzten Jahren ihre Aufgaben als Treu­händer zwischen Erzeuger und Verbraucher zur Zu­friedenheit erfüllt. Von den 10 Eierverwertungs­genossenschaften wurden gegenüber 1939 im Jahre 1941 mehr als die dreifache Menge von Eiern er­faßt. Auch die übrigen Bezugs- und Betriebsgenos­senschaften trugen besonders durch den Einsatz von rund 6000 Landmaschinen zur Behebung des Man­gels an Arbeitskräften wesentlich bei.

Für die Bäuerliche Hauptgenossenschaft erstattete Direktor F l e i n e r t den Bericht des Vorstandes. Der im Berichtsjahr erzielte Umsatz-Warenausgang blieb gegenüber dem ^Vorjahr zurück. Die Erfassung landwirtschaftlicher Erzeugnisse, insbesondere Ge­treide, Speisekartoffeln, Heu und Stroh hat erfreu­licherweise wiederum eine Steigerung erfahren. Der Anteil an der Erfassung landwirtschaftlicher Erzeug­nisse beträgt 48,19 v. H. des Gesamtumsatzes. Auch die Flachsröste tonnte durch eine größere Ernte einen höheren Umsatz-erzielen.

Die Landesbauernkasse Rhein-Main-Neckar e.G. m.b.H. Frankfurt hat auch im 3. Kriegsjahr ihren Gesamtumsatz gegenüber dem Jahr 1941 behaupten können. Die Einlagen steigerten sich. Nennenswerte Kredite wurden von den angeschlossenen Genossen­schaften nicht beansprucht. Die Landesbauernkasse

Christiane

Ave Maria

02655 /

GLORIA

Deutsche Wochenschau

am 5. Juni 1942:

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am

Deutsche Wochenschau

ZIGARETTEN

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. Giessen

Die glückliche Geburt eines gesunden Töchterchens geben wir in großer Freude bekannt

Ursula Stnrm, geb. Lauenroth

Gustav A. Sturm, z.Z. im Felde

von 8- 9 Uhr Nr. 1121-1190 von 9-10 Uhr Nr. 1191-1250 von 10-11 Ubr Nr. 1251-1310 von 11-12 Uhr Nr. 1311-1870 (>. Juni 1942:

von 8- 9 Uhr Nr. 1371-1420 von 9-10 Uhr Nr. 1421-1470 von 10-11 Uhr Nr. 1471-1520

Gießen, den 2. Juni 1942.

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Die trauernd Hinterbliebenen.

Die Beerdigung findet Samstag, 6. Juni, vorm. 11.30 Uhr, auf dem Alten Friedhof statt.

_____________________________________________________02674

Montag, 15. Juni, im Theater der Universitätsstadt Gießen 20 Uhr

Bekanntmachungen.

Geflügelhaltung (Eiererfassung).

In der Bekanntmachung Nr. 1/42 des Eier­wirtschaftsverbandes Hessen-Nassau vom 10. Ja­nuar 1942 sind für die Ablieferung von Eiern durch die Geflügelhalter als Ablieferungstermine bestimmt:

Mind. 16 Eier je Henne od. Ente bis zum 31.3.1942,

30 ,, ,, ,, bis zum 30.6.1942,

14 bis zum 30.9.1942.

Bis Ende Juni haben daher die Geflügelhalter rund 76% ihres Ablieferungssolls zu erfüllen, d. h. bis zum 30. Juni 1942 müssen je Henne 46 Eier abgeliefert sein.

37jähriger

etwa Mitte Juni in Gießen, sucht die Bekanntschaft einer kultivierten Dame zwecksspät. Heirat.

Bildofferten unter 02652 an den Gießener Anzeiger erb.

mit:

Benjamino Gigli Käthe von Nagy Erna Berger Harald Paulsen

Ich wene hiermit auf diese Ablieferungspflicht Mn. Zuwiderhandlungen müssen mit £)to strafen geahndet werden.

Gießen, den 4. Juni 1942.

Der Oberbürgermeister.

I. V.: Nico laus.

Heute Donnerstag Wiederaufführung

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Täglich 3.00, 5.15, 8.00 Uhr Sonntags 2.30, 5.00, 8.00 Uhr Jugend hat keinen Zutritt.

Abenteuer im indischen Dschungel

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Die Wochenmärkte finden vom 9. Juni 1942 ab wieder dreimal wöchentlich, und zwar dienstags, donnerstags und samstags statt.

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Ab heute stndet die Ausgabe von Speisekartoffeln 02675

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