Ausgabe 
7.12.1879 Drittes Blatt
 
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Versammlung den Antrag der Baudeputation, diese Angelegenheit bis zur Einführung der all- gemeinen Bauordnung ruhen zu lassen.

Auf ein eingegangenes Gesuch um Ueberlasfung von Basallsteinen beschließt die Ber- sammlung, diese Steine zur Versteigerung zu bringen, da auch von anderen Seiten auf dieselben reflectirt werde.

Schließlich wurde zwei weiteren Gesuchen wegen Ueberlasfung von Labnkies und Ver­änderung des Trottoirs vor dem Rosenthal'schen Hause Genebmigung ertheilt, worauf die öffentliche Sitzung schloß.

Vermischtes.

sMtßverstänvnißO Der Bankier Goldberger hatte für eine seiner Soireen seinen Gästen eine autzero>ventliche Ueberraschung zuaedacht. Er hatte sich nämlich Fauteuils machen lassen, deren jedes eine Spieldose enthielt, welche, sobald man sich auf den betreffenden Stubl setzte, zu spielen begann, und solcher Fauteuils besaß er ein paar Dutzend je eine der bekanntesten Opern enthaltend. Während des Soupers hielt der Gastfreund den Moment für gekommen und befahl der Dienerschaft, noch einige Stühle herelnzubringen, da die andern alle besetzt wärm. Nachdem der Befehl vollzogen war, rief Herr Goldberger mit lauter Stimme:Johann, setz' Dir 'mal auf die Jüdin!" Eine neben ihm sitzende ältere Dame hatte den Auftrag des Bankiers mißverstanden und gedacht, der Diener solle sich auf sie setzen, weßhalb sie entsetzt aufsprang und sich anschickte, ven Speisesaal zu verlassen. Der Hausherr, der dies bemerkte, glaubte, die Dame sei keine Freundin der genannten Oper und wollte sich deshalb entfernen. Er faßte sie nun an der Hand und sagte:O, bitte, wenn Sie's nicht haben wollen, dann soll es auch nicht sein, und sich zu dem Diener wendend, rief er diesem zu:Johann, weißte was? Setz' Dir lieber auf die Martha!"

** Das baldige Erscheinen einer zweiten Auflage von<$hi Wort au alle Hausfrauen,* liefert den besten Beweis für die günstige Aufnahme, welche das Buch bei der Damenwelt gefunden hat. Wir empfehlen dies Buch, welches durch neue Aufsätze bereichert wurde, gern und bemerken dabei, daß dasselbe von der Firma Th. Hohenleitner in Leipzig und Basel gegen Briefmarke gratis und franko nach allen Gegenden versendet wird.

ZpielmerKe uni) Weihnachten.

Unzertrennlich, warum? hören wir dm Leser fragen, weil man die weltberübmten Spielwerke des Herrn I. H. Koller in Bern alljährlich um diese £eit anaekündiat "ub dann aus Tauienden von Weihnachtstischen als Glanzpunkt die kostba. st en Sachen überstrahlend, findet; es ist dieses auch ganz natürlich, da Herr Heller dieselben in emer Vollkommenheit erzeugt daß Jeder, der je eines seiner Werke gehört von dem Wunsche beseelt wird, ebenfalls eines zu besitzen. Was kann der Gatt? h?r

^ra»^Q-Qm ^Cr Brniit, der freund dem Freunde Schöneres und Willkommeneres schenken. es vergegenwärtigt glücklich verlebte Stunden, ist alleweil munter lackt und scherzt durch se.ne bald heitern, erhebt Herz und Gemüth durchfe n7 ernsten Wei^ versckeucht Traurigkeit und Melancholie, ist der hefte h/r ?yinfnm,n

treue ter Freund und nun gar den Leidenden, den Kranken,^dln an das Haus Ge" festelt.n! - mit einem Worte ein Heller'sches Spielwerk darf und fall in Salon, an feinem Krankenbette, überhaupt in keinem guten Hause fehlen^

xp f .Ur die Herren Wrrtbe gibt es keine einfachere und sicherere Aniiebunasfrast als solch' em Werk, um die Gäste dauernd zu fesseln; die aemackte»«aS hnt w? feiten, wie uns non mehrere« Seiten beftätiflt wirb Jnwft nut*id>tÄ 1teS fie veranlatzt, größere Werke anzuschaffen, nachdem sie die ersten mst Nuken weite? gegeben darum jenen Herren Wirthen, die noch nicht im Besitze e nesSmelwerkes N nicht warm genug anempfohlen werden kann, sich dieser so sicher erweisende» Zugkraft ohne Zögern zu bedienen, um so mehr, da bei größe?n Beträgen nickt alles auf einmal bezahlt werden muß. y ö veiragen nicht

Wir bemeiken noch, daß die Wahl der einzelnen Stücke eine fein durchdachte ist bie neuesten sowie die beliebtesten altern Opern, Operetten, Tänz/ 7nd Likd?? stnden sich m den Heller scheu Werken auf das Schönste vereinigt Her? Heller bat dw Ehre, Lieferant verschiedener Höfe und Hoheiten zu fern, ist überdieß auf den Aus stellungen preisgekrönt. Kurz, wir können für unsere Le er und Leserinnen keinen a»fricht.gern Wunsch aussprechen, als sich recht bald em Heller'sches Sp elwerk kommm lassen, reichhaltige lüuftnrte Preislisten werden franco zuaesandt

Wir empfehlen Jedermann auch bei einer kleinen Spieldose sich direkt an die ff°br-k zu wenden, da vielerorts Werke für Heller'sche angepriesen werden, die es nicht sind, fcdes seiner Werke und Dosen muß seinen vollen gedruckten Namen tragen roenn es atfct sein soll. Wer je nach Bern kommt, versäume nicht die Fabrik zu be­sichtigen, was bereitwillig gestattet wird. ü

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