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Freitag Vormittag entlassen. Die Aufnahme der Soldaten in ihren Quartieren Hruf gute gewesen fein, wie denn überhaupt die ganzen Manöver von Glück

Begleitet gewesen seren.

Gießen, 25. September. Schwurgerichtsoerhaudlung am24. September Johannes Dörr von Brauerschwend wegen Körperverletzung mit tödtlichem Derselbe war beschuldigt:

daß er am 20. Juli 1884 zu Brauerschwend den Peter Habermehl III. von mittels gefährlichen Werkzeugs vorsätzlich körperlich mißhandelt und durch diese Körperverletzung den Tod desselben verursacht habe-

» t&i®Erkannten den Johannes Dörr im Sinne des 8 227 rn.-Vt.-G-B. für schuldig und wurde dersklbe demgemäß in eine Gefängnißstrafe von einem Jahre, abzüglich 2 Monate Untersuchungshaft, vcrurtheilt.

1 tr^ In allernächster Zeit werden fich die Pforten unseres Museo- ? öub.rum dem Publikum öffnen. Die baulichen Veränderungen sind nahezu beendet, ein bequemer breiter Eingang ist bereit, eine große Menge von Zuschauern aufzunehmen und ihr bet einer etwa drohenden Gefahr einen schnellen, sicheren Rück- Eme hübsche Bühne dem Zwecke und allen billigen Anforderungen f?Efprechend, ist auch bereits aufgeschlagen, eS fehlen nur noch die Künstler, die uns filnfn0Phantasie gemalte Welt durch ihr Spiel in eine wirkliche verwandeln ^fU, und diese sind ja, wie wir hören, zum größten Thetl auch bereits tn unserer Stadt ein gezogen. Der Unternehmer, Herr I. Herrmann, richtet sein Augenmerk Ä Darsteller im Einzelnen tüchtige Schauspieler sind, als daß er

durch eine große Zahl derselben sich durch die Mehrausgabe Schaden zufüaen und brmg-n modle. W r gloubm sicher, daß d°s Unter, nehmen, auf soliden Grundsätzen aufgebaut, wie es ja auch anscheinend der Fall tsr pro|pertren wird.

nnk.-.^^^^Eptember Jedenfalls bei dem Versuche, der im Circus Frankloff aufgetretenen Miß Wanda nachzuahmen und mit dem Kopf Kunststücke zu .xecuttren, !n k f<^enleben verloren gegangen. Ein Sattlerlehrlmg probirte

c .ner Chaisen-Remise ein im Circus gesehenes Kunststück, steckte den Kopf tu eine Schlinge und - erhängte sich hierbei. Man kann sich lebhaft den Schmerz und Schrecken der Angehörigen denken, als sie Kunde vom Geschehenen erhielten.

mClla^eJr FüUchung-v und Veruntreuungen wurde gestern der Knecht einer hiesigen Kohlenhandlung verhaftet.

... .. Lokale«.

Gießen, 2cr. September. Gestern Abend 10 rein 11 Uhr nier,, , wleberauoen Manövern in die Garnison ein0evöcfL ' erSen w

. ?°"6- ns, 23. September. In der Nacht vom Samstag auf Sonntaa wurde dem Wirth Müller dahier mittelst Einbruch Wein und Eßwaaren aus fttnem Keller gestohlen Der Dieb wurde alSbald ermittelt und auf biesigem Rathhause vor- läusig eingesperrt. Dortselbst zertrümmerte er Thüren und Fenster und ergriff die eines auf dem Rathbause aufbewahrt gewesenen SicherheitS- wachtsäbels womit er seine Verfolger und Ergretfer bedrohte, hierauf rüsteten fich hststge Bürger mit Mistgabeln, Stangen rc. und eröffneten auf freiem Felde das Gefecht im Sturmlauf auf diesen Kellerratz. Leider erhielt hierbei ein Mann gehörigen Säbelhieb auf seinen Kopf. Nachdem dem Spitzbuben eine durchaus ^wünschte Tracht Prügel zu Theil geworden war, wurde derselbe sodann ge­bunden und der Behörde tn Gießen überbracht. rjß y)

?,?lsel, 22. September. Ein schrecklicher UnglückSfall ist am Sonntag in Rothniditmold vorgekommen. Der Bulle des Ortes stürzte sich nämlich auf einen an Der Heerde vorübergehenden Mann und als dieser sich schleunigst in retten suchte rannte er dem zu Hülfe eilenden Hirten die Hörner dergestalt in den Leid, daß derselbe sofort zufammenbrach. Gr mußte nach dem Landkrankenbaus geschafft werden, woselbst er bereits den schlimmen Verwundungen erlegen sein soll.

fln, Dassel, 23. September. Im Auftrage des Ministers Maybach werden jetzt Fulda-Frankfurt Versuche über die Verwendbarkeit deS elektrischen ÄLib* b6r E'senbahnzüge angestellt. Herr Maschinen-Jnspector

Oesterreich leitet dieselben und ist ein günstiges Resultat in jeder Beziehung zu n, Wiesbaden, 23. September. Die nunmehr definitiv abgeschlossene Rechnung Über das 15. Mittelrheinische Zurnfefö ergibt einen Einnahme-Ueberschuß von 11500 und soll eS in der Absicht der drei beteiligten Turnvereine liegen, den hiesigen Armen ein ansehnliches Geldgeschenk zuzuweisen.

Zur Erinnerung an das 15. Mittelrheinische Turnfest hat der Darmstädter Turnverein einer der Festjungfrauen, dem Fräulein Dietz, ein schweres silbernes, fein ciselirtes Armband mit einem Danksagungtzschreiben als Anerkennung übersandt.

Eschwege, 18. September. Vor einigen Tagen gingen die beiden Kinder deS Oeconomen Gleim in Rtttmannshausen, ein Knabe von 6 Jahren und ein 4jährigeS an den Bienenstand im Garten des Rachbars, der Knabe schlug in feiner Unwissenbeit mit einem Stock an einen Bienenstock, ein großer Schwamm der dadurch beide Kinder, am heftigsten das^eine schwächliche Mädchen ;

derselben eilten die Nachbarn herbei und befreiten mit eigener Gefahr k^ine Mädchen war derartig zerstochen, daß in kurzer Zeit Kopf und HalS unförmlich angeschwollen waren und baffelbe in der Nacht unter unsäglichen ^erhalten $en ^nabcn' bcr ra^er weggelaufen war, hofft man am Leben

. Q^7.r®,e Zuckerfabriken Ahlhausen, Böblingen, Heilbronn, Stuttgart, Waghäusel, und Züttlingen erlassen folgende Bekanntmachung:Die im Laufe dieses Sommer» Zucker hereingebrochene Krisis, welche einen Preisrückgang von mehr d!« 2Qifrf^a iUr Se bat» un? die Voraussicht auf dauernd niedrigen Preisstand } O i nl?en uns zu der Erklärung, daß wir in diesem Herbste nur solche

akkordirte Zuckerrüben annehmen können und werden, welche den in den Akkord- scheinen schon seit Jahren enthaltenen Bedingungen vollkommen entsprechen. Wir unsere Herren Akkordanten jetzt schon darauf aufmerksam, damit sie sich bet danach einrichten können, damit sie nicht entsprechende Rüben schon auf dem §Elde forgfäUig aussuchen lassen und so von vornherein Störungen bei der Ablieferung

Ältl Für die Familie deS ermordeten Briefträgers Kofiäth in Berlin bat ein ebeb Ehtger Gutsbesitzer tn Ungarn tn glänzender Weise gesorgt. Eines TageS erhielt grau K von ihm einen Brief, in welchem er ihr anbot, er wolle für sie und ihre

Snb5i!n0eJ' ba f4rCi?t(bA?0rfQKUT,bn kNchüitert habe und er ohne Kinder fet. Wenn Frau K. zu ihm übersiedeln wolle, so möge sie ihm antworten. Die Frau, durch ein solches Anerbieten eines Unbekannten stutzig gemacht, suchte sich zuerst MOO ^U£?°le£ traf l?er /in -weiter Brief und eine Anweffung auf

J?rau be2n ouch mit ihrer Tochter noch Ungarn übergesiedelt.

Der Sohn mußte zunächst noch hier Zurückbleiben, da er in die Lehre gegeben war 0k6fgern<SB(tfer,forgen. at,ft,tol"n- äut6 fQr will der WohIlhSl-r sp° l« in aut.

.. ^.^.^uchen. Maler Dieffenbach, der durch sein extravagantes Costüm so oft er fflr MPra^en bUf(6^2!lbcItkr^Ct8 bJe ^Eiterste Aufmerksamkeit deS Publikums für sich, ,a6er' bfe gleich costümirt mit sich führt, Mitleid nt c ne, ?anj barbarisch - spartanische Erzie-ungSweise bei freuen Kindern in Anwendung zu bringen. Wie Augenzeuaen versichern werden hf?

Sommer wie W'nter in^riitalUm **Sbe® bannm

etn großes Netz gesteckt und zum Abläufen und Lufttrocknen auf der Altane anfze- hängt, so ungefähr, wie es unsere Köchinnen mit dem Salat zu Ibun pflegen Da b° b e nmal ^achgesehen werden, wie es tn dem .Oberstübchen" deS «pcrrn au9jicqi.

K«PnOb< den letzten Manövern der österreichischen nhTrft bC bürdi5 ^uch in weiteren Kreisen Interesse erregen. Der

ihm ^rfntfnA ^?bc <20tl Wien garnisontrenden Regiments wendete sich «n den ÄePr her WiiJ nTDr. N-Uwirth in Angern mit der Bitte, ihm für die mmstteln cr commandtrt sei, in Angern ein Quartier auS-

P .^un wäre es ihm sehr erwünscht so schrieb der Oberst wenn die 7f!nc ^uXctl fctcn' Darauf erhielt der Oberst von Dr. Neuwirth Guathert 6"hrtefter Oberst! Der Eoentualttät, bei Juden ein-

^inb Sle durch die Umstande bereits enthoben. Es befinden sich

M^n0kTn ?ur lroeJ iüd sche Familien. Die eine beherbergt den Erzherzog gan"%«6^nen N?uwiNH^°° ®"f' anbire 5QmlIlc lft d'-j-vig-JhttS

Telegraphische Depesche«.

Wolff'» telegv. Gorrefporr-em-»«era«.

Berlin, 24. September. DerReichs-Anz." veröffentlicht die Ver­leihung des. Rothen Adlerordens 3. Klaffe an dm Grafen Herbert Bismarck und bringt die vom Minister des Innern, dem Arbeitsminister, dem Handelsminister und dem Finonzminister auf Grund des § 2 des Sprengstoff-Gesetzes erlassene Ausführungs-Verordnung zu diesem Gesetze.

Münster, 24. September. Se. Maj. der Kaiser ist mit Ihren K. K. Hoheiten dem Kronprinzen unv der Frau Kronprinzessin und den anderen Mit­gliedern des königlichen Hauses heute Nachmittag 1 Uhr 45 Min. hier einge­troffen. Am Bahnhofe fand großer Empfang durch die Spitzen der Militär- und Civilbehörden statt, hieraus begab sich Se. Maj. der Kaiser mit den übrigen Fürstlichkeiten unter begeisterten Begrüßungs-Zurufen der in den Straßen versammelten Volksmenge durch die festlich geschmückte Stadt nach dem Regie- rungsgebäude. Um 4 Uhr findet das Ihren Majestäten von den Ständen gegebene Diner statt, vor demselben werden Ihre Majestäten die Stände in einer Cour empfangen.

~ 3hre Maj. die Kaiser», welche gestern Abend hier eingetroffen ist, empfing heute Vormittag die Vorstände der Wohlthätigkeits-Vereine. - Die ganze Stadt ist prächtig geschmückt. In den Straßen wogt es von Fremden, welche auf Extrazügen hergekommen sind. Ueber hundert Kriegervereine nehmen an den Festlichkeiten Theil. Um 1 Uhr trafen Se. Maj. der Kaiser, Ihre K. K. Hoheitm der Kronprinz und die Frau Kronprinzessin, Ihre K. Hoheiten die Prinzen Wilhelm und Heinrich und Graf Moltke ein. Se. Majestät wurde von den Ständen begrüßt. Der Empfang Seitens der Bevölkerung war ein enthusiastischer. ö

London, 24. September. DasReuter'sche Bureau" meldet aus Wadihaifa von gestern: Ein in Ambukol eingetroffener Bote General Gor- don s benchtet, daß mehrere der Heereshausen, die sich zur Belagerung Khar­tums vereinigt hätten, abgezogen seien und daß die Verproviantirunq der Stadt ohne alle Schwierigkeiten von Süden her erfolge. General Gordon habe vier Dampfer abg°schickt um der Garnison von Sennaar Hülfe zu bringen: nach Rückkehr dieser Dampfer werde General Gocdon eine Expedition nach Berber bieten ^oOe*1' oon ^a*ro kommenden englischen Expedition die Hand

- Wie demReuter'schen Bureau» aus Tientsin vom heutigen Tage gemeldet wird, ,st der vor einiger Zeit abgesetzte Vicekönig Li-Hung-Tschanq in alle feine, Remter wieder eingesetzt worden, ö y

Kiew, 24. September. Well eine Anzahl Stuventen zur Feier des Universitätr-Jublläunis nicht zugelaffen wurde, entstanden zwischen dem Rector und den Studenten Mißhelligkeiten, in Folge deren nur gegen 30 Studenten rur Feier erschienen, während die übrigen am 20. ds. eine Straßenansammlunq herbe,führten und Abends in der Rectorwohnung die Fensterscheiben einschluqen Außer diesen Auftritten ist keine weitere Ruhestörung vorgekommen. $ 9 . «Hom r 24. September. Choleradertcht vom 23. bs MtS (S5 3n 2Ueffanbrta 3 Erkrankungen unb 3 TobesfSlle, in 2Iqutla 4 ^franfunaen °ht* QPc?atn?£^ Erkrankungen unb 1 Todesfall, tn Bergamo 18 @r/raÄuXn Jh 8 Todesfälle, in Campobasso 1 Erkrankung und 1 Todesfall, tn Caserta 19 ungen unb 1° Todesfälle, tn Cremona 10 Erkrankungen und 2 TodeStMe

23 Erkrankungen und 14 Todesfälle, in Genua 36 Erkrankungen und lO Todes fälle davon in Sprzzia 21 Erkrankungen und 6 Todesfälle in i ffru'

krankungs- und 1 Todesfall, tn Neapel 311 Erkrankungen und 151 ®

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mfT ßmSu3 * ^'krankungs- und 3 Tod-SsSllk. tn P°vM 3 Erkrankungen tn R-°M° i**Ä5 * * * «

dem Proteste der andern Vertreter der Mächte gegen bie SuSnenhirnnn^

Deutschlands, Oesterreich - Ungarns und Rußlands eine identische ^ran£re^.

Tie Suspeudirung der Schuldentllgung auch bald eine Zinsherabsetzung folgen werde, eine Maßregel, deren Ausführung sicherlich entschiedene Gegen-Vor­stellungen der europäischen Mächte in London zur Folge haben würde.

Die noch in voriger Woche erfolgte Veröffentlichung des neuen bel­gischen Schulgesetzes und dessen Unterzeichnung durch den König bedeutet einen durchschlagenden Erfolg des Cabinets Malou gegenüber der von der liberalen Partei Belgiens hervorgerufenen Opposition gegen das Schulgesetz. Da nun der liberale Ansturm nach dieser Richtung hin fehlgeschlagen ist, so wollen die Liberalen nunmehr ihre ganze Kraft auf die bevorstehenden Communalwahlen werfen und sich hierbei aber in den gesetzlichen Schranken halten. Bei der gegenwärtigen erregten Stimmung in Belgien ist indessen die Befürchtung nicht ausgeschlossen, daß es anläßlich der Communalwahlen zu erneuten, ernsten Ruhe­störungen kommen werde.

Die vom egyptischen Telegraphen in jüngster Zeit gemel­deten Nachrichten über die Erfolge des Generals Gordon gegen die Sudan- Rebellen, welche Erfolge sogar zu der Aushebung der Belagerung von Khartum geführt haben sollen, bestätigen sich nun doch. Ein Telegramm des französischen Consuls in Khartum meldet bestätigend, daß die Belagerung der Stadt aufge- hoben und die Umgegend von den Aufständischen geräumt worden sei. Die Verproviantirung des Platzes sei verhältnißmäßig leicht. In Folge dieser gün­stigen Nachrichten soll der Umfang der englischen Nil-Expedition reducirt und dieselbe in eine Art fliegendes Corps verwandelt werden. General Wolseley hat der englischen Regierung telegraphisch anempfohlen, vorläufig jede Truppen- verschiffung von England nach Egypten zu sistiren.

Kiew, 23. September. Anläßlich bet vorgestern fiattgefunbenen Excesse war heute tn ber Universität eine Bekanntmachung ausgehängt, wonach Zusammenrottungen von Personen untersagt unb ev-ntuell an solchen theilnehmenbe Stubenten sofort religirt würben ; eine weitere Publikation besagt, bie Universitäts-Vorlesungen begännen nicht vor bem 27. September, bis dahin fet ber Zutritt ber Studenten zur Universität nicht gestattet.

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