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Gutachten.
Im Auftrage des Kais. Königl. Numismatikers , Herrn Geheimen Rath Dr. Wahlmann, habe ich das mir von demselben übergebene und von den Herren Gebrüder von Schenk in Heidelberg in den Handel gebrachte „Doppelt geschlemmte Silicium" einer qualitativen sowie quantitativen analystischen Prüfung unterzogen und dabei festgestellt, daß dieses Putzpulver in sinniger Weise durch mehrfachen Schlcmmprozeß aus Kryolith 3Na Fl. + Al Fl3 gewonnen und somit ein neu gefundenes Calcmmsilicat ist.
Der Fluorgehalt ist an Flußspat, Natrium und Aluminium gebunden und wirkt ersteres entschieden reinigend auf alle Metalle, welche oxidirt erscheinen, während der Aluminiumgehalt ein Angreifen selbst der weichsten Metalle absolut verhindert. . , _.,
Doppelt geschlemmtes Silicium besitzt ein sehr gennges specifisches Gewicht, die damit verbundene Feinheit, welche bei Absiebung durch ein Sieb von 2000 Maschen pro □Zentimeter keinen Rückstand ergab, machen dieses Pulver zum Reinigen der Metalle außerordentlich geeignet und kann daher dasselbe empfohlen werden. Aus fünfmal zwölf Versuchen auf den verschiedensten Metallen wurden bei den Analysen keine Spuren von abgeputzten Metall- theilchen vorgefunden, wahrend Gegenversuche mit Putzpomade, Putzkalk und besonders Tribbel solche im überreichen Maße ergaben. Q
Eine Abschrift vorstehenden Gutachtens geht mit Erlaubniß des Herrn Auftraggebers an die Herren Gebrüder von Schenk in Heidelberg.
Wien, den 28. Dezember 1883.
gez. Prof. Dr. Sander.
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