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Freitag den 19. September

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Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

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Betreffend: Die Führung des Landeswappens. . ®e&en- Qm 16' eeptembcr 1884

Das Großherzogliche Kreisamt Gießen

an die Grotzherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.

Wir erinnern Diejenige, von Ihnen, welche noch im Rückstände find, an Erledigung der Verfügung vom 1. September 1884 bmnen drei Tagen.

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^olitiscke Ueberficht.

Gießen, 18. September.

Die laufenden politischen Fragen treten in dieser Woche weit vor dem großen Ereigniß der am 15. und 16. September in Schloß ^krerme- wice stattgesundenen Drei-Kaiser-Zusammenkunft Zurück, von ber bei allen Gutgesinnten die Ueberzeugung gilt, daß von ihr die gedeihlichste ^-oide-- runq des friedlichen Fortschrittes aus allen Gebieten und die Lösung brennender socialer Fragen zu erwarten ist. Es ist zur Zeit kein Preßorgan in der Lage, über die Specialitäten des Zwecks der Kaiserbegegnung zu berichten , aber den leitenden Kreisen nahe stehende Berliner und Wiener Zeitungen halten es für wahrscheinlich, daß nach der Zusammenkunft der drei Kaiser eine Art Wamsest an Die beteiligten Völker erlassen werden wird. Dasselbe dürfte vollständig den gehegten frohen Hoffnungen entsprechen und für Europa eine neue Aera des Frieden- und Fortschrittes einleiten.

Nachdem der Kronprinz des deutschen Reiches nebst dem Prinzen Heinrich Bayern, wo sie so viele Beweise der Gastlichkeit und Reichstreue erhalten, am Sonntag verlassen und sich an den Rhein nach schloß Benrath bei Düsseldorf begeben halten, hat der Kronprinz am Montag die Ver- tretünq seines kaiserlichen Vaters bei den großen Manövern des 7. und 8. Armee- Corps und den zu Ehren des Kaisers veranstalteten Festlichkeiten der Rhein- vrovinz übernommen. An fürstlichen Herrschaften sind in Schloß Benrath und Düsseldorf bereits anwesend: Die Frau Kronprinzessin, Prinzessin Victoria, der Großherzoa von Oldenburg, der Kronprinz von Schweden, die Punzen Wilhelm Heinrich, Friedrich Karl und Albrecht von Preußen, Pnnz Leopold yon Sanem, Herzog Georg von Oldenburg, der Fürst von Lippe-Detmold, der Erbprinz von Hohenzollern, der Erbprinz von Schaumburg-Lippe. Falls der Gesundheitszustand des Kaisers nach der Rückkehr aus Rußland em betrMgen- der ist wird sich der erlauchte Monarch am Donnerstag auch nach dem Rhem begeben, um die Paraden über das 7. und 8. Armee-Corps abzunehmen.

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?rd# vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Drmgerlvhn. urch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 60 Pi.

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Es bestätigt sich, daß der durch das Ableben des Lord Ampthill erledigte englische Botschafter-Posten in Berlin durch den bisherigen englsichen Gesandten in Brüffel, Lord Malet, besetzt worden ist und daß man sowohl in London als in Berlin in Lord Malet den Mann erblickt, um gewisse Ver stimmungen in den deutsch - englischen Beziehungen zu beseitigen.

Ueber die Vornahme der Reichstagswahlen steht nun so viel fest, daß sie, dem Wunsche der Regierung entsprechend, EndeOctober oder Anfangs November stattfinden sollen, also in einer Zeit, wo die ländliche Be völkerung nicht mehr durch Feldarbeiten verhindert wird, an den Wahlen theilzunehmen.^ Sonntag von mehr als 600 hervorragenden Mitgliedern der Rationalliberalen der Provinz Hannover besuchten und in der Börsenhalle zu Hannover stattgefundenen Parteiversammlung führte Rudolf v Bennigsen aus, daß das politische Heil Deutschlands in ^uem Zusammen­wirken der gemäßigt Liberalen und gemäßigt Conservativen zu erblicken sei und daß die Nationalliberalen unter Bekämpfung der Extremen der linken wie rechten Seite dieses sicher auch der Regierung am wunfchenswerthest- suchen. Die Parteiverhältnisie seien m Deutschland, zumal durch die durch Welfen, Polen und Elsaß-Lothringer verstärkte Centrumspartei so schwinge, daß im Reichstage nur eine Mehrheit aus gemäßigten Liberalen und 9^d&'0te Conservativen denkbar sei. Im klebrigen betonte Bennigsen, daß bi^twnal liberalen fest an dem Heidelberger Programm hielten -wonach sie s^ von der deutsch-freisinnigen Partei lossagten und die aus Deutschlands Macht und Größe, sowie innere Wohlfahrt gerichtete Politik des Fürsten Bismarck unter» ^De^Streit zwischen Frankreich und China befindet sich no4 aus demselben Fleck. Die Chinesen zeigen noch keine Neigung zui8» feit, der chinesische Staatsrath hat vielmehr n^e Cirmlarnote d e Mächte gerichtet, worin er die Befchuloigung eines Vertragsbruches L-euens

Betreffend: Die Auslegung de» $ 59 der Gewerbeordnung vom 1. Juli 1883. Sieben, den 17. September 1884.

Das Großherzogliche Kreisamt Gießen

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Der S 59 der Gewerbeordnung bestimmt:

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Tie Großherzoglichen Bürgermeistereien wollen die Polizeidiener hiernach bedeuten.

J Dr. Uoekmann. __________

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Mäusburg 4. irte Zimmer zu udwigsplatz^ unterer Stock, chen-

Brpler. iranftalten möbl- jubroiflftr. 61 t Küche zu Derrn. Mühlgasse 10.

' ~ Blsreffend: Die einheitliche Besehlsweise bei dem Turnunterricht. ließen, am 17. September 1884.

Die Großhcrzogliche Kreis-Schul-Commisston Gießen

an die Schulvorstände des Kreises.

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Benennungen ,» bebienen buben. D,

3U 81., H>. 3. 10252. Sbu.mll.bi, . 1. 1884.

Betreffend: Die einheitliche Besehlsweise bei dem Turnunterrichte.

Das Großhcrzogliche Ministerium des Innern und der Justiz

Abteilung für Schul-mgelrgenheiten

... hip ffirn6h Directiaiten der EUmnasien - Realschulen und Schullehrer-Seminarien, sowie an die Grotzh. Kreis-Schnleomimssionen.

Er ist bei den stattgehabten Inspektionen des Turnunterrichts die Wahrnehmung^^

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