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Beilage ju Nr. 32 desGießener Anzeiger".

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General Gordon ist in Erfüllung ferner fchwrerrgen Mission nach dem Sudan am vorigen Samstag in Korosko am Nil ange­kommen. Von hier aus hat er dann unverzüglich die Weiterreise durch die Wüste nach Berber angetreten, wo er am Donnerstag einzutreffen hofft. Berber (61 Mescheriff) ist der größte Ort von Mittelnubien, weitläufig vom rechten Nilufer bis an den Wüstenrand gebaut (3 Kilometer lang und 1 Kilo­meter breit). Die Stadt ist Sitz eines Gouverneurs, soll 2530,000 Ein­wohner zählen und liefert hauptsächlich Indigo und Lederwaaren. Von hier aus gehen Handelsstraßen nach dem eigentlichen Egypten, nach Suakim und nach Khartum, dem Ziele General Gordon's. Es geht das Gerücht, daß Baker Pascha, welcher von Suakim aus gegen den Mahdi operirt, einen c- Sieg über die Schaaren deffelben davon getragen habe.

Darmstadt, 31. Januar.

Gesetzentwurf,

die Herstellung mehrercr Helienliastnen betreffend.

(Foristyung aus Stc. 30)

Probet 34.

Nebenbahn von Hirschhorn über Waw-Mtchelbach, Rimbach, Heppenheim nach Lorsch.

Das betreffende Eisenbohn-Comite hat sich im März v. I. an Großh. Re­gierung und an dir Stände gcwcnder (conf. Beilage Rr. 214 zum 32. Protokoll 2. 5kr.^ und gebeten ^demnächst Veranlassung nehmen zu wollen, dah dem Projekt zur Er» bauung einer Esienbahit von Hirschhorn v>a Wald-Michctbach, Ntmdach, Fürtb, Heppenr herm, Lorsch, Wocms seitens der Stände des Landes die gebührende Berücksichtigung zu Theil werb'."

Am Schluß seiner Eingabe hatte das Comite bemerkt, cs beabsichtige, die er­forderlichen Voruntersuchungen der Lerrain-Vnhältn sse anstellrn zu lassen und solche demnächst mit technischem Gutachten und einer Rentabilttütsderechnung in Vorlage zu brtngrn. Diese Vorlage ist am 14. Januar l. I. erfolgt. Dre Kosten einer circa 51 Kilometer langen Rormalspurbahn mit einem 3900 Meter langen Tunnel durch t.e Krerdacher Höhe sind zu 3,900,000 JL veranschlagt. Daneben ist auch das Project einer Schmalspurbahn von 1 Meter Schienenadfland In Vergleich gezogen worden ; die Länge einer solchen Bahn wird zu 52.26 Kilometer angegeben und die Anlagekosten sind zu 1,737.000 JL berechnet wo ben. In den bemerkten Kosten sind 260,000 ** für Grunberwcrb bet Anlage einer Normalspurb hn und 203,000 Jk bet der 2Lahl der Schmalspur in Ansatz gebracht worden. Das Comite glaubt, daß die Gcländeerwerbungs- kosten von den betreffenden Communaloerbänden und Bahn-Interessenten übernommen werden würden, erachtet es aber nach den Verhältn ssen der betreffenden Gemeinden nicht für angängig, denselben weitere pecuniäre Leistungen für den Bahnbau

erhalten bleiben. r __ _ ,

Die für Wien und Umgegnd erlassenen Ausnahme-Maßregeln haben bereits ihre erste Anwendung gefunden. Eine Anzahl Individuen sind verhaftet und verschiedene verdächtige Personen aus Wien ausgemiesen worden. Ferner wurde die Schließung der Buchdruckerei von Wilhelm Jacoby am Schottenring verfügt, in welcher verschiedene socialistische Zeilfchrislen, unter ihnen dieZukunft" und dieWahrheit", hergestcllt wurden. Im Budget- ausjchuffe des Abgeordnetenhauses erklärte Ministerpräsident Gras Taaffe am Samstag, daß er einem eventuellen Ausschüsse gegenüber unter Voraussetzung der nölhigen Discretion nähere Mittheilungen über die Absichten der Negierung bezüglich des Ausnahmezustandes machen wolle. Er wünsche vor Allem Beruhi­gung der Bevölkerung, nicht aber das Gegentheil zu vernehmen. Jofefine Gallmeyer, die bekannte Wiener Soubrette, ist am Sonntag gestorben.

DieKrisendebatte" in der fran^öfifc^cn SDeputirtenfainmtner hat am Samstag mit einer kleinen Niederlage des Ministerpräsidenten Ferry ge­endet. Mit 254 gegen 249 Stimmen nahm die Kammer den Antrag des radikalen Deputirten Elemenceau an, eine Untersuchungs-Commission über die wirthschaitliche Nothlage und alle hiermit zusammenhängenden Fragen einzu- setzen. Herr Ferry hatte sich gegen den Antrag Clemenceau erklärt, indem er aussührte, daß eine Enquete über die Lage der Industrie und des Landbaues schon stattgefunden habe und speciell über die Lage der Pariser Industrie sei noch eine Enquete im Gange, trotzdem genehmigte aber die Kammer, wenn auch nur mit 5 Stimmen Majorität, den Antrag Clemenceau. Gleichzeitig wurde der Negierung auch im Senate eine Schlappe zu Theil. Mit 136 gegen 117 Stimmen lehnte der Senat Art. 5 des Gesetzes über die Bildung von Genossenschaften ab, welcher eine Vereinigung gewerblicher Syndicate gestattet, obwohl der Minister des Innern, Waldeck-Nousseau, lebhast für den Artikel eingetreten war. Nouher, derVicekaiser", einst einer der einflußreichsten Staatsmänner unter Napoleon Hl., ist am Sonntag in Paris verschieden; eine politische Nolle hatte er in den letzten Jahren nicht mehr gesvielt.

Aus dem britischen Jnselreiche kommt wieder einmal die Kunde von einer entdeckten angeblichen Dynamit-Verschwörungs Die Angelegenheit spielt diesmal in Schottland, in der Stadt Mull, roo sich eine Anzahl zum Theil noch jugendlicher Personen zu dem Zwecke vereinigt haben sollen, alle öffentlichen Gebäude zu zerstören und die Monarchie zu stürzen. Die Vorunter­suchung wurde bereits in voriger Woche abgeschlossen und sind in Folge der Resultate derselben sechs junge Männer in Hast genommen worden. .Die Untersuchungs-Acten wurden dem General-Procurat'or in Edinburgh geschiat.

In der Samstagö-Sitzung der italienischen Deputirtenkammer kam auch die Ermordung des italienischen Fischers Gadovani in Spalato (Dalma­tien) zur Sprache. Der Minister des Auswärtigen, Mancini, erklärte, daß es sich um ein Mißverständniß zu handeln scheine. Die Gemeindebehörde in Spa­lato sei correct vorgegangen. Weiter sprach sich Mancini über die Beziehungen Italiens zu Deutschland uno Oesterreich aus. Er sagte, daß er die Gesinnun­gen der großen Mehrheit der Italiener zu verdoUmetfchen glaube, wenn er vom Standpunkte der italienischen Interessen aus die aufrichtige Freundschaft würdige, welche Italien mit den beiden Kaiserreichen in Hinblick auf die Erhaltung des Friedens verbinde. Man würde sich täuschen, wenn man ihn, den Minister, für geneigt halte, diesen freundschaftlichen Beziehungen jemals die Rechte Italiens, besonders aber die nationale Würde desselben, in irgend einer Weise

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Politische Ueberfkcht.

Gieyen, 6. Februar.

lieber den Zusammentritt des Reichstages verlautet noch immer nichts Bestimmtes und doch ist es Zeit, daß die Reichsrcgierung sich hierüber vernehmen läßt. Es erwarten den Reichstag in dieser seiner letzten Session vor den Neuwahlen noch wichtige Ausgaben, vor Allem die UnfaUver- ficherungS-Vorlage und schon die Berathungen über letzteren Gegenstand werden eine geraume Zeit beanspruchen. Bis jetzt hieß es immer, daß der Reichstag Ende Januar einberufen werden würde, wir sind aber nun bereits im Februar und cs rührt sich noch immer nichts in dieser Hinsicht; eine osficiöse Mitlhei- lung über den Zeitpunkt des Zusammentritts des Reichstages könnte da nichts schaden. Dem Vernehmen nach soll dem Reichstag auch eine Vorlage über die Verlängerung des Socialistengesetzev gemacht werden und heißt es, daß der Reichstag aufgelöst werden würde, falls er der genannten Maßregeln nicht zu- stimmen sollte. Die Aussichten für die nochmalige Verlängerung des Soeialisten- gefetzes sind allerdings ziemlich zwelfelhaste, ob aber gegebenen Falls die Regie­rung den Reichstag so kurz vor den Neuwahlen auflöjen würde, erscheint doch f 0 ^Die Gerüchte über die Ersetzung des Sta tthalters von Elsaß-Lothringen, Feldmarschalls Frhrn. v. Manteuffel, durch den Oberst­kämmerer Grafen v. Stolberg-Wernigerode find wieder verstummt. Es wäre auch höchst auffallend gewesen, wenn an die Stelle Herrn v. Manteuffel's ein Mann getreten wäre,' der von beu Dingen, wie sie sich jetzt im Reichslande gestaltet haben, keine Ahnung hat. Zwar ist das Manteuffel'sche Regime von gewisser Seite her sehr verdächtigt worden, wobei verschiedene Vorkommniste der letzten Zeit mit ausgenutzt worden sind, aber das ändert mchts an der Thatfache, daß die große Atehrheit der reichsländischen Bevölkerung Vertrauen zu her Verwaltung deü Herrn v. Manteuffel gefaßt hat und auch im Vertrauen des Kaisers steht der jetzige Leiter der elsaß-lothringischen Angelegenheiten un- erschüttert da und dieses wird dem greisen Feldmarschall wohl auch noch länger

anzusinnen. , , , . . _

Eine Rentabilitätsberechnung ist der Vorlage nicht beigegeben worben; bas Comite überläßt cs Großh. Reg'erung, eine solche aufzustellrn, glaubt auch, daß die wahrschemliche Rentabilität her Bahn eine geringe fein werbe, findet aber, baß hierin kein Grund vorlieg--, von dem Bau der Bahn abzufehen, well die indirekten, wohl- lhätigen Wirkungen Der Bahn die birecten Opfer aufwtegen würden. Dabei wird ins- besondere noch auf bas gegenwärtige Bahnneg des GroßhcrzogihumS Bezug genommen und bemerkt, daß Der Odenwald nur an feinen Rändern von Eisenbahnen derühlt werben, baß über 15 Cuabratmeilen kreislichen LanbeS noch in ihrem Innern bet be­lebenden Verkehrslinien entbehren, während alle übrigen Bebingungcn für em wtrth- schaftlicheS Gebeihen vorhanden seien. Das Comite erachtet den Bahnbau aus Staatskosten als die aUeinige Losung der Unternehmerfrage für das vorliegende Pro» j-ct. .'^nen privaten Unternehmer ober em Consorlium von Capitalisten zu sinken, werde bei der geringen Aussicht auf eine verlockende Rentabilität, wie man sich nicht verhehlen könne, selbst unter Gewährung bes höchst zulässigen Staatsbeitrags mindestens schwer fallen. Bezüglich der Wahl der Spurweite für die Bahn gibt das Comite ter Normalspur entschieden den Vorzug und berührt hierbei andere Bahnproiecte durch den Odenwald, welche normalspurig zu bauen sein würden und deren Anschlüfse an die hier in Frage stehende Nebenbahnen wohl zu beachten feien. Wenn sich die Großh Negierung indessen für eine Schmalspurbahn entscheiden sollte, so würde man ouch hierfür sehr dankbar fein, sofern solche mit allen neueren Einrichtungen versehen werde, um dem jetzt vo> handenen Verkehrsbedürfniß zu genügen. Der Betrieb der Bahn könnte nach Ansicht des Comite'S der Hessischen Ludwigs-Elsenbahn-Gesellschaft übertragen werben, wodurch eine besondere Central-Verwaltung erspart würbe; auch könnten auf Station Lorsch Bauten und Beamten erspart werden.

In der kurzen Zeit, seit welcher das Project der Großh. Regierung in Vorlage gebrachr worden ist, war eine nähere Prüfung desselben nicht möglich. Eine eine aebendere Prüfung erfordert in Rücksicht auf die vielfach ungünstigen Terrainverhält. Nisse und die Länge der projectirten Bahnstrecke weitere Terrain-Ausnahmen, Nivelle­ments und Kostenberechnungen, welche längere Zeit in Anspruch nehmen; auch entstehen bierdurch nicht unbeträchtliche Kosten, für welche der Großh. Regierung zunächst ein

in Antrag gebrachten Nebenbahn-Projecien ist die 2ahl derselben auf 34 gestiegen und eine approximative Berechnung hat ergeben, baß «n ©autapltal von ca. 40,000,000 JL erforderlich sein würbe, um dieselben zur Aus­führung zu bringen. Voraussichtlich mürbe aber ber weitaus größere Theil der in Antrag ardrachten Nebenbahnen nur einen sehr geringen Nettoertrag zur Verzinsung des Baukavitals ergeben, und rs stände in Aussicht wollte man die sammtlichen Prostete sofort auf Staatskosten zur Ausführung bringen daß der gegenwärtig au8 der G oßh- Hauptstaaiskasse jährlich zu leistende Zuschuß zur Verzinsung der Eisen- bahnlchuld mindestens zu verdoppeln sein würde. Es ist deßhalb geboten, zunächst eine Auswahl solcher Prostete zu treffen, deren HerstrUung m erster Linie in s Auge zu fassen ist. Damit sollen andere Projecte nicht aufgegeben werden, wenn sich solche demnächst, bei weiterer Prüfung, als besonders nützlich erweisen Auch ist es er­wünscht, zunächst eigene Erfahrungen im Jolande bezüglich des Nebenbahnwesens zu sammeln und den Interessenten einzelner Projecte Gelegenheit zu geben, nach Maßgabe d:s Gesetzes vom...die Nebenbahnen betreffend, selbst die Initiative zur Ausführung

gif betn vorttegenden Gesetzentwurf sind 8 Nebenbahnen bezeichnet, deren Aus­führung aus Staatskosten oder mit Staatsbeihülfe in erster Linie empfohlen würden. 3m Me wenigften Wn.n;

es sind dihhald auch die meisten Nebenbahnen für diese Provinz in Avira» gebracht worden. Das bestehende Eisenbahnnetz ist dem Localverkehr nicht überall entsprechend; ihr die wiltbschastliche Entwicklung der Peovinz erscheint es noihwendig, durch Her­stellung von Nebenbahnen dem Localveekchr entsprechende Wege zu er ostnen, vorhandene E-w-rbszweig- zu ftütz-n, die gewerbliche TbSiigkeck zu sordern und für l°hn-nd---n Abstetz d-r landwirthscha tlich-n und s°rstwirthsch-si!ich°n Prodvcte zu sorgen Ein tLh b.r mrnrdni ist nicht dicht b-oöik-rt und d'e Bewohner sind wenig üer= m a nd ^rüher warm dieselben d.nch die Pr°vin,i°,strab-n-B°uschnid belastet und sitzt I-g-n ihnen die Kreisstratz-n größer« Lasten out. Unter diesen Berhöltn sten würde die Aussührung der °ls noihwendig «'kannten Nebendabnen mcht m nächster Zeit zu erwarten sein wenn der Staat nicht einkitt und den sr°8-r-n Theil der Baulaft über­nimm Hierbei kommt aber au» noch in Betracht, daß die Nebenbahnen als Zusuhr- stra^ oder Be' kehrsadern der Oberhessischen St°ais-ts«nbahnen zu betrachten sind, und daß -s rLihl^ch erscheint, den Bau und Betrieb der Nebenbahnen der Verwaltung d» Oderb-ssisch-n Eisenbahnen zu übertragen. Wenn die Neb^bahnen normalspung aedaut werden was stch in Rücksicht aus den vorwiegenden Guterverkegr - Hol,. St-^ne Kohlen Eisenerze rc - empfiehlt, so kann das B-tri-bsmalcrial der gegen- tigin OÄeisisch-., Etsenbahnen auch leicht sür die Nch-nbahnen verwendet werden und «S können die iür die einzelnen Nebenbahnen anzutchastenden Belrtebsmitte von der Großh. Dfieciion der Oberhesfischen Ellenboonen angemessen vertheilt und thun- lichst vorthellhast ausgenützt werden. Durch die Bereinigung der Verwaltung der^ be­stehenden Staatsbahnen mit der Berwaltung der zu erbauenden Nebenbahnen werden Im Betrted manniaiache Kosten erspart und Disterenzen, sowie Jnteressencollisionen Inebrer^erBerwallUn0en ver0mieden. Das für die Nebenbahnen ersorderliche Statious- und stugp?rs°näl kann zunächst bei der Verwaltung der Oberhessischen Eisenbahnen eingeüb^bezw aus dem vorhandenen Personal entnommen und dort durch vorgebildete 2,tbC'te2)iefneb^guCn8eerj.e6ob"nrbbk Großh. Regierung bestimmt den S.-nden in der aeaenwärtiaen Vorlage die Erbauung von 4 Nebenbahnen für die Provmz Oberheste« und zwar in der WUse zu prdponiren, daß der größere Theil der Bau osten vom Staat übernommen wird und daß der Betrieb aus Rechnung des Staats -rsolgt.

(Fortsetzung folgt.)

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kiarrenröhrchtn, Ilänspitze, breitem - ö. s. L Fuchs öelohmmg in der

Ditnsimädchen, uearbeit gründlich icht.

Marklsttagc 3.

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1. Fck>ruar, W, Gymafim^ öot 6erid)t. iltner.

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einzelne Personen lienbillets a Stuck s für die Hemn ick 1 X sind in sHerrn Ferber 814