C
; 194
A i.SL!
Literarisches.
XXX Die neue in Wiesbaden mit Beginn dieses Jahres unter dem Tttel „Rheinische Hausfrauenzeitung" erscheinende Zeitschrift, für die namhafte Schriftsteller und Schriftstellerinnen als Mitarbeiter gewonnen sind, bringt in ihrer ersten Nummer unter Anderm einen poetischen Gruß von Fr. von Badenstedt, eine Wethnachtsplauderet von Mari- Calm, Erinnerungen an eine edle Fürstin (Großherzogin Alice), eine Humoreske von Ba cm eist er und eine Novelle unseres Landsmannes Ernst Eckstein: „Der alte Schärtlin", deren localen Hintergrund die Stadt Gießen und ihre Umgebung bildet.
Das in der Postliste unter Nr. 4212a eingetragene Blatt kostet pro Quartal 1 Mark 50 Pfg.
731) Ueber die Höhe der Koeten, welche die Einrückung einer Anzeige In eine oder mehre Zeitungen verursacht, wird man sich niemals enttäuscht sehen, wenn man von der Annoncen - Expedition von VOLLER in
F l nl/v a' (^^rtürahs, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, die auch hinsichts der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Rath ertheilt
68* •*
SSM
*>'•'1
haben. Vorläufig läßt fich über letztere nichts schließen, so nahe auch die Vermutung liegen möchte, den Staub in Beziehung zu der seltsamen Röthung des Himmels zu bringen. Möglicherweise ist der Staubfall auch an anderen Orten beobachtet worden; j-denfall« dürfte es fich empfehlen, bei demnächstigen Schneefällen, aber auch bei Regen, darauf zu achten, ob etwa wiederum Staubtheilchen mit aus der Höhe herabgebracht werden.
— Ein Unlcum unter amerikanischen Richtern ist der Criminalrichter Rhtte in Kaukasus City, Mo. Er erschien um eine halbe Stunde später, als er selbst bestimmt hatte, auf der Richterdank, worüber er sich derart ärgerte, daß er sich selbst wegen Mißachtung des Gerichts um 10 S)oQ. strafte.
— [®robe Höflichkeit.) Hauptmann (einen Avantageur dem Unteroffizier zum Eknexerciren übergebend, bei Seite): „Behandeln Sie ihn anständig — der Kerl ist ein Baron!"
Tubuli ।
Air Anlage einer Aich zu Holzheim ft erforderliche Lieserm smswege vergeben ro
1) Lieferung von gui
Platten, mach 2) Lichnmgvochv! burger-Ochn,ve ' 3) Lieferung von
Gußrohr (206t veranschlagt zu
4) Liesening von In veranschlagt zu
5) Lieferung von £ (15 Ctvi. weit), M zu . .
)l)LiefeMgv.Rohi veranschlagt zu
*0 Lieferung v.Dach> '«Wü
o) Lieferung von schiebern, mach
Die mit entfprec ?5^nen Offerten, ^>Ngeboti w öl*
i L Ritta . l^gelt und portofrei i
Ä'**» ?.**!« u
Kege ? J?,®1*» de? -
uuä Verpachtungen. Stellen-Vakanzen etc.
-- -1 .. 73
Cd
EWKWWM
Me Vermehrung der Sperlinge, doch wird beschlossen, von der beabsichtigten Einstelluns eines bestimmten Betrages in das Budget für diesen Zweck abzusehen. - Einfriedigung des SchoorgrabenS betreffend, kommt die s. Z. durch wiederholte Zertungsnottzen geforderte Einfriedigung als besonders gefährlich bezeichneten Stellen deS Stadtbaches nnd SchoorgrabenS zur Tagesordnung. Es wird beschlossen, auf die in den bett. Blättern gemachten Andeutungen nicht einzugehen. — Dem Gesuch des Maurermeisters Vd- Größer!, um Erlaubntß zur provisorischen Ueberbrückung des SchoorgrabenS an dem Garten deS Bierbrauers Ehr. Lony wird unter den von Herrn Größer selbst gestellten Bedingungen stattgegeben. — D-e stattgehabte Verwerthung des E fts von den rÄts des Schiffenberger Weges gelegenen Gruben wird genehmigt; drsgl. die am 17. December ftattgehobte Holzverstetgerung. - In Ausführung polizeMcher Vorschriften In Betreff des Straßenverkehrs wird beschlossen, an den beiden Endpunkten solcher Straßen, welche von Fuhrwerk und Reitern nicht passtrt werden dürfen, die entsprechenden Warnungstafeln anbringen zu lassen. — Der Handelsoerein zeigt an, daß laut Generaloersammlungsbeschluß derselbe sich aufgelöst und beschlossen habe, 300 M ter Stadt zu übergeben zu dem Zwecke, daß die Zinsen dieses Kapitals alljährlich zu Gunsten der Bibliothek des Kaufmännischen Vereins verwendet werden. Im Falle der Auflösung dieses Verein? fällt das Kapital der Stadt zu mit der Bedingung, daß alsdann die Zinsen zu wohlthätigen Zwecken verwendet werden. Die Schenkung wird angenommen.
Gießen, 4. Januar. fTheater.) Das zum Vortheil des Herrn Ober- Regisseurs V. Muff gegebene Volksstück „Hopfenraths Erben" von Wilken soll mit freier Benutzung eines uns unbekannten Lokalstückes „Em Hamburger Nestküken" gearbeitet sein, indeß ist dasselbe so berlinisirt worden, daß es in mehr als einer Beziehung an die gute alte Berliner Posse erinnert, auch durch die Vernünftigkeit ihres Grundzuges, daß Reichthum allein nicht glücklich macht, sondern daß in der ehrlichen Arbeit Glück und Frieden zu suchen sind. An Kalauerhaftigkeit nimmt es die Posse mit allen ihren Geschwistern ohne Mühe auf.
Herr Muff gab einen großen Beweis künstlerischer Enisagungssähigkelt, daß er sich an seinem Ehrentage mit der kleinen episodischen Rolle des Droschkenkutschers begnügte und uns nur eine Probe seines tüchtigen Appetites ablegte. Er wurde bei seinem Erscheinen mit warmem Applaus empfangen. Die größte und wirksamste Rolle lag in dm Händen des Herrn Peters, welcher als Theaterkassirer Gelbsiegel berechtigte Triumphe feierte. Auch Herr Brautlecht (Butterhändler Dabelslein) errang 73lei Beifall. Frl. Hoffmann scheint das Publikum durch ihre elegante äußere Erscheinung für sich einzunehmen, es fehlt ihr auch im Spiele nicht an dem Wiener ,Feschen", aber von ihren Coupletoorträgen versteht man selten ein Wort. Herr Schreiner fügte sich als Liebhaber und Hochstapler ziemlich gut in den Rahme« einer Posse ein; dagegen stand Frau Brede (Christiane Hopfenrath) auf einer ihrem Talente sehr zusagenden Stelle. Zur Abrundung der Vorstellung trugen auch die übrigen Mitwtrkeuden bei, insbesondere Frl. Kohrs en I. (Rudolphine) und Herr Botgt (Hans).
Zu unserer Freude waren die Räume des Theaters nahezu vollbesetzt.
HaredeL und Verkehr.
Gießen, den 5. Januar. Auf dem heutigen Markt kostete: Butter per Psund 0.8»—0.90, Hühnereier per Stck. 7—8 Käse Stck. 5—9 Kasematte 3
Erbsen per Liter 20 Linsen 32 Tauben per Paar 80—1,20 X Hühner per, Stück 0.90—1.30, Hahnen per Stück M. 0.85—1.40, Enten pr. St. 180—2.00 ?,ch?nfleisch per Pfund 70—72 H, Kuh- und Rindfleisch 54—60 A Kalbfleisch 50 bis JsVnÄ1# Hammelfleisch 60-70 Kartoffeln per 100 Kilo
Mch pr-Ltr 13-itz Ganse pr. Pfd. H 52-66. Zwiebeln per Etr.
M 9—10. Weißkraut per Hundert JL 4—7.
Donnerstag sM in Ä trzÄi-t-
Schut , 91 Sitfc cq Elch«
" Stan*1 138 föH“"
(88,43 W 5 SirN«® (0,93 M
B ÄadHw' (7,38 Mm,
Sie Sufammenl ®as Bail- md M
SBiefetf, am
Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde.
Schom^TochEdeS $^gIÖ6ne®3r^nTe8's®ombw °uÄunn. ®arit T-chte^MZ NL-L E.N'-p Ludwig Euler -die
Elisab^Fonr?dine^LÄsebPau?ine, geborendden^Novmib^es^^' ^r-lin-
den ÄeeÄ“M- Frau, gedvrm
_ Beerdigte.
» was rr-s
L 3.,S'*SKIM»
,N$et
Ubr Ass, ! '?äÄ: : ,L"^i ; -teAA» ■xy?s**
VerWischteK.
Frankfurt, 2. Januar. Mitte voriger Woche starb dahier ein 62Jahre altes Fräulein, welches anscheinend in ganz ärmlichen Verhältnissen lebte. Nach chrem Tode ^and sich eine halbe Million Mark in Werthpapieren vor. Die Erblafferin hatte ihr Vermögen einem unserer Mitbürger vermacht, der cs seither unter Verwahrung größter Verschwiegenheit verwaltet hatte. Der Testaterbe ließ es nach dem „Jnt.-Bl." zum Prozeß nicht kommen, sondern begnügte sich für seine Mühewaltung mit einer Abfindungssumme von 20,000 Mark.
Iserlohn, 2. Januar. Am 30. v. M. hat sich hier ein schrecklicher Unglücks- iaU jugetragen. Es war gegen 5 Uhr Nachmittags, als plötzlich eine Detonation erfolgte, wie sie heft ger nicht gedacht werden kann. In dem G-sellschaftshause (Casino) ?? Dampfkessel der Heizanlage explodirt und hatte die Gewalt der Katastrophe \!??ri£flnbe ®c&öube, sowie mehrere Nachbarhäuser arg beschädigt. Leider ist auch her Verlust von zwei Menschenleben zu beklagen; ein achtjähriger Knabe erhielt durch einen Stein, der ihm an den Kopf flog, einen Schädelbruch, und eine 72jährige Fram hie beim Kastellan mit Reinigen beschäftigt war, wurde als Leiche unter den Trünrmern yervorgezogen. Ein vier Centner schwerer eiserner Träger wurde auf das Dach eines Hauses in einer Nachbarstraße geschleudert, durchschlug das Dach und fiel in eine ^«^»e^^statt, in der zum Glück Niemand arbeitete. Die neben dem Gesellschafts- ^aule stehende evangelische Kirche hat sich mit ihrem festen Gemäuer als Schutz für die * WÄ 6 UfCr ben,kfen' inb£m schwer- Balken und Stein-an .",?\ber holländischen Universitätsstadt Leiden ist eine Frau verhaftet worden S5-?.c stell' sechszehn ihrer Anverwandten im Laufe der letzten
Jahre allmalig vergiftet zu haben. Als Beweggrund der Tbat wird fiahnipr nL,. foU Me a"« fcUm ^fallen, und sogar sechs ihrer e^gemn Kinder
begonnen? mä 8cl)en gebracht haben. Eine umfangreiche Untersuchung hat
d-r'L-War°s *gU ere^te ftch am
WZSSWWZ
■flWOett. Ein Beobach,er >u ©tmbnm «na 1rl4iebc^n ®efte" Berichte ein, M-n 7V. Uhr Morgens o«d7sHE ttat bem«»?^'" Mittwoch den^DecL E^"ee eine schwarze Staubdecke. Unter be/feite^ntL 5 ‘SL bem frisch gefallenen » muß.- aIs7w.MgkMinLn°"°L
«Ä. tag man «lÄfi tth sofort nach Lln MchLngen ein og°°°er"
-°r 8 Uhr antras. erzählte dab cn,fen,tt” Ortschaft, den ich knr>
Grad; tagsüber wurde es aHmnUA ° -Cn^ ® ^ot Thauwetter ein bei «ährend der Nacht frisch gefallene SLn« Ä!? ®armer- Sonderbarerweise zeiate her ums-w-nig-r eine grflänin6 Sn Ilrt ni«n,eebJ.n 1M’ erQUe Staubdeck" sa/ dtt c* geregnet hatte. also e?ne§(a?tC kL°n?eTgc^cnbcn Tage hier un/tn
Ä sä «a s Ä
vtuuvt» geliefert
Auszug aus den Standesamtsregistern des Standesamts Gieße».
Aufgebote»
- . 6f?r L %?: Ferdinand Runae in Scheuern mit Auguste Louise
Henriette Prost, Tochter des verstorbenen Maurers Wilhelm Ferdinand Eduard Prost zu Meßm"' ,°anuar: 2* Fuhrmann Heinrich Stein mit Anna Marie Kloß
Eheschließungen.
<r Ai D^ember : 30. Fuhrmann Johann Ludwig Decker mit Katharine Schildwächter Tochter des v^storbenen Schneidermetsters Johann Heinrich Schildwächter zu Wen Januar: 2. Schäfer Johann Georg Lemp, Wittwer, mit Anna fflflrie SZS Tochter des Toglöhners Johannes Schomber zu Gftß-n. Schomber,
Geborene.
0Q <- ' ??* Müller Johann Hoffmann eine Tochter, Anna Louise
28. Dem Schuhmacher Johannes Sick eine Tochter. 28. Dem Schneidermeister Gntwlh Walther eine Tochter, Louise Emilie. 29. Dem Posthilfsboten
Sohn.^C°rl Heinrich. 30. Dem Schneider JoL^ttne? ZÄ T-ch.-k?JoÄnn- Gestorbene.
alt- 30. Heinrich Fritz Carl Emil Wilhelm Christian 1 (Uh» »Ja
Jakob Schmidt. - Januar: 1. Schuhmacher Philipn Kinkel Schissers
Louise Sophie, 14 Tage alt, Tochter des Fuhrmanns Justus Benner^11. * Marie


