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noch die Wahl zwischen Ziegler und Dorfeld. Es wurde hin und wider debattirt. Mit eschluß, betreffend die Wahl des Vereinslokc"
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Bezugnehmend auf die Annonce des Turnvereins Wieseck in Nr. 153 d. Bl-, unterzeichnet von 5 Vorstandsmitgliedern (der Vorstand zählt 9), sehen wir uns gezwungen, M^ende ^^g?/Woche "vürde vom Vorstand statutenmäßig eine Generalversammlung auf Dienstag den 28. Juni, Abends 9 Uhr, berufen. In dieser Versammlung waren von 122 stimmberechtigten Mitgliedern 107 erschienen. Man schritt nach Erledigung vorhergehender Punkte der Tagesordnung zur Wahl eines erforderlichen Vereinslokales. Nach Eingang in diesen Punkt erklärte der 1. Sprecher, der Vorstand babe von den drei hierzu in Vorschlag gebrachten Lokalen Einsicht genommen, wobei jedoch Duill von der Wahl Abstand genommen hätte; es bleibe mithin nur noch die Wahl zwischen Ziegler und Dorfeld. Es wurde hin und wider debattirt. Mit weiteren kurzen Worten brachte der 1. Sprecher den vom Vorstand gefaßten Beschluß, betreffend die Wahl des Vereinslokales, zur Kenntniß der Versammlung. Derselbe lautet: „Es geht ein jedes Mitglied nach Ablesung der Mitgliederliste an den zur Wahl bereit stehenden Tisch, auf welchem die Stimmzettel liegen, und schreibt seinen Namen Ziegler oder Dor seid (Vornamen kann wegbleiben)". Nachdem sämmtliche Stimmzettel abgegeben und man zur Feststellung des Resultats geschritten, fand sich hierbei ein Stimmzettel vor, welcher außer dem Namen Dorfeld auch noch den des Wählers auf der Rückseite enthielt- Von der Wahlcommission hierauf aufmerksam gemacht, erklärte der Schreiber dieses Stimmzettels, daß bei Wahlen, an welchen er sich bisher betheiligt habe, nach diesem Modus gewählt worden sei, und er den 1. Sprecher auch hiernach verstanden habe. Der 1. Sprecher erwiderte, diesen Stimmzettel nach Feststellung des Resultats zur Erledigung zu bringen. Das Resultat lautete, außer oben erwähntem Stimmzettel, 53 Stimmen für Ziegler und 53 Stimmen für Dorfeld. Nun sollte zur Erledigung oben erwähnten Stimmzettels geschritten werden; es entstand ein unbeschreiblicher Tumult. Der 1. Sprecher bat verschiedene Male um Ruhe, jedoch ohne Erfolg. Hierauf schloß derselbe ohne jede weitere Bemerkung die Versammlung.
Am darauf folgenden Sonntag erlaubte sich der 1- Sprecher ohne Einwilligung des Vorstandes, eine nochmalige Generalversammlung durch den Diener zu bestellen. (Das Statut schreibt aber vor, eine jede Generalversammlung muß 3 Tage vorher durch Anschlag am schwarzen Brett und Aufziehen der Flagge bekannt gemacht werden.)
Vor Eröffnung dieser Versammlung wurde dem 1. Sprecher von 4 Vorstandsmitgliedern erklärt, daß sie diese Generalversammlung nur für ungültig ansehen könnten, auch von Mitgliedern wurde ihm nach Eröffnung dieses nochmals erklärt unter Hinweisung auf das Statut. Er beachtete alle diese Vorschläge nicht, übertrug das Präsidium dem 2. Sprecher (blieb jedoch anwesend). Dieser nahm eine abermalige Wahl vor, in welcher, da sich vor und nach Eröffnung der Versammlung sammliche Mitglieder, welche am Abend vorher für Dorfeld gestimmt, entfernt hatten, Ziegler's Lokal einstimmig zum Vereinslokal gewählt wurde.
Hierauf sah man, im Vorantritt eines Tambours, eine einem Earnevalszuge gleichende, mit Fähnchen, Wappen, Diplomen und Gemälden beladene Menge sich nach dem in ihrem Sinne gewählten Vereinslokale bewegen.
Wir überlassen es der öffentlichen Meinung, sich hierüber ein Urtheil zu bilden, indem wir die Majorität für Dorfeld aufrecht erhalten.
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Beuern, den 2. Juli 1884.
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