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Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberhesien)

erkbank

Frauen eilen zur

Am Montag beginnt der Arbeitsgang zu den Betrieben.

Besagte Tante ist keine Kriegserscheinung, aber

ikiu ihre Dortrefflichkeit kommt heutzutage zu rechter Geltung Sie wird nämlich eingesetzt in Familien, AM mo in nächster Zeit ein Kind erwartet wird. Als der § Freundin oder Verwandte, oder als selbstlose fiel» ü.finl »rin scblecktbin arbeitet sie mit der Mutter

3h» oberste Leitung für die Tage, wenn die Mutter

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2*JM ich von der Geburt erholt.

e .ih Die Tante ist die Selbst

Stüde*.

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Gießkannen Wasser zu den Beeten schleppen muß.

Aber sie läßt sich durch nichts verdrießen, denn sie

je 88,»!

Das Arbeitsamt länger geöffnet.

Das Arbeitsamt Gießen und ferne Nebenstellen

an-Ap*;

Freiwillige für die Waffen-^.

Kavallerie, Panzerjäger, Flak, Kcadschützl l'ld Sanitätstruppen. Die Waffen-^

stellt ein

tm leichtesten auszukommen ist mit chm, wenn er lbwesend ist. Die Tante schickt ihm Päckchen ins <eld eine Tante, die etwas auf sich hält, hat nmer Rauchwaren bereit für die Männer ihrer reundinnen und sie meldet zu gegebener Zeit ie Geburt eines strammen Zungen. Ist aber der ater zu Hau^e, so begegnet ihm die Tante frei nötig mit dem Respekt, den er beanspruchen zu nüssen glaubt. Sie macht es ihm so behaglich, wie c es gewohnt ist, ohne sich mit besonderen Liebens- rürdigkeiten aufzudrängen, denn ein Mann, der ch gemütlich fühlen soll, darf sich nicht zu Dank ver-

'^eldepflichtigen werktags auch an den Spätnach- uittagen und abends bis 21 Uhr, an Sonntagen Mischen 9 und 15 Uhr zu Arbeitsberatungen und

ist. Diese bescheidene, in ihrer Auswirkung große Ge­sinnung ist in den Frauen lebendig, obwohl sie ge­nau wissen, daß von nun ab neben der täglichen Arbeit im Betrieb noch manche Abend- und Nacht­stunde des Schaffens im Haushalt hinzukommt, um auch daheim allesauf Draht" zu halten.

Aber gerade der Alltag ist die rechte Aufgabe für )as Einfühlungsvermögen der Tante, die ja ni Besuch, sondern Mutter-Ersatz ist. Sie kocht und väscht und macht rein und ein, sie prüft die Schul- irbeiten, sie vertritt die Mutter als Sammlerin und -etreut den Garten, der ihr zuliebe seine Unkraut- Ungezogenheiten nicht etwa ablegt, im Gegentell:

Tante zu Ehren geschieht höchst Ueberraschen-

« im gleichen Sinn wie die Mutter, und mit den ,'aufleuten stellt sie sich bald auf besten Fuß

Ihre vorzüglichste Geschicklichkeit aber zeigt sie iei der Behandlung des Hausherrn, denn wo ist der Familienvater, der nicht seine Eigenheiten hätte?

-erin schlechthin arbeitet sie mit der Mutter zusam- nen in allen Dingen des Haushalts und übernimmt

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Anweisungen in Arbeit geöffnet

Stärkster Widerhall.

es in der Werkstatt schmutzige, Fmger gebe« könne, erklärte die Frau mit froher stimme, schwarze Hände könnten ja mit Wasser und Sersc auch wieder sauber gemacht werden. Zn dieser aus­geschlossenen Bereitwilligkeit^ zur Arbeit wirb dra Frau nun den Weg zu ihre? neuen Wirkungsstätte antreten, sie wird sich dort als Kameradin im Dienste unserer kämpfenden Front einreihen in die große Gemeinschaft der schaffenden Helferinnen um ferer Rüstung, sie wird darin die Befriedigung der recht erfüllten Pflicht gewinnen, und sie wird außerdem ihren häuslichen Wirkungskreis noch xu betreuen wissen, daß keinerleiFehlanzeige Platz finden wird.

a Kriegsfreiwillige, b) Freiw llige mit Dienstzeit- Verpflichtung vorn vollendeten 17. bis 45. Lebensjahr, ^er Dienst in der Waffen-j- ist Wehrdienst Bei Eignung stehen dem Freiwilligen die Unterfuhrer- Vnd Führerlaufbahn sowie Sonderlaufbahnen osten. Einberufung zur Truppe erfolgt beschleunigt! An- snhmeuntersuchungen finden am 4. März, 14 Jübr, Burghof" zu Gießen statt. Meldungen von Frei­willigen werden dort angenommen. Arbeitsbuch und Wehrpaß sind mitzubringen. u __

Außerdem nimmt die Er > -Stelle Fulda-Werra CX) der Waffen-^ Kassel-Dilft., Löwenburgstr. 10, 2-1.36683 und 34441 ständig schriftliche Meldungen und übersendet auf Anford erung das ausführliche

Merkblatt.

Die Tante ist die Selbstlosigkeit in Person, denn 'je ist in dem Alter, wo der Mensch auf Eigengeltung Heise zu verzichten beginnt, aber sie ist gottlob noch ung genug, um mit den Kindern lustig zu sein und ich gegebenenfalls durch eine Ohrfeige Respekt zu .schaffen. Zwar zeigen sich die Kinder in den ersten lagen ihres Regimentes von der sogenannten besten lein Seite vor allem die kleinen Mädchen sind sehr iuf gute Wirkung bedacht, doch dann kommen 9 Ult ®ie Pilze nach warmem Regen allmählich, aber fieber' die lieben Ungezogenheiten wieder hervor, mb der Alltag behält sein Recht.

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rächtet fühlen.

Dank sagt er ihr auf andere, auf seine Weise. Kommt i ein Fre und, sieht die Tante in ihr umsichtigen, yVtft&fer. Wirken und bemerkt rreneiw. Wie hmmt es denn, daß so etwas N .es nicht ver- ratet ist?"Verheiratet?!" wendet der Vater iift empört ein.Wenn sie heiratet, wie sollen wir tenn dann das nächste Kind bekommen?!" H. G. $ür Lap'erkeit vor öem Keinöe.

' les, unvorhergesehene Schädlinge treten auf, oder -||er Sturm deckt den Geräteschuppen ab, ober die itie neit Sonne droht die Gemüse auszudorren, so daß die Lante abends nach aller Arbeit noch Dutzende von

Theater der Universitätsstadt Gießen

Daniel F. E. Auber: .Fra Oiavolo".

Seit einigen Tagen herrscht beim Arbeits­amt Gießen Hochbetrieb. Die zum Arbeits­einsatz vorgesehenen Frauen und Mädchen werden über die bestmögliche Art ihrer Ver­wendung in der Kriegsarbeit beraten. Dane­ben erscheinen aber auch Frauen, die sich für den Arbeitseinsatz freiwillig zur Verfügung stellen und den Rat des Arbeitsamtes über ihre zweckmäßigste Mitarbeit einholen. Mit Beginn der kommenden Woche gehts nun an die Arbeit.

Mit ihrem Arbeitseinsatz in den Betrieben wer­den unsere Frauen und Mädchen einer Notwendig­keit von weitreichender Bedeutung gerecht. Mehr denn je kommt es jetzt darauf an, bei der Mobil­machung aller Arbeitskräfte in der Heimat auch die Frauen zu einer starken Stütze unserer kämpfenden Front werden zu lassen. Diele Tausende von Frauen stehen bereits seit Zähren wacker in der Kriegsar­beit. Die meisten dieser Frauen waren vorher den Arbeitsplätzen in den Werkstätten ferngeblieben, weil sie zu Hause Aufgaben in Hülle und Fülle zu bewältigen hatten und die Kraft des Mannes allein genügte, um den Verpflichtungen gegenüber der Volksgemeinschaft und der eigenen Familie Genüge zu leisten. Mit dem Ausbruch des Krieges änderte sich das Bild. Die Männer eilten zu den Fahnen. Den materiellen Notwendigkeiten der Familien wurde vom Reiche durch großzügigen Familienun­terhalt Rechnung getragen. Dadurch wurde den Frauen die Sorge um den Lebensunterhalt der Familie ab genommen. Tausende dieser Frauen hät­ten also zu Hause dem Gang der Dinge zusehen

erchW loß Gleichmäßigkeit und gute Stimmung für die loljem 1, familiengemeinschaft unerläßlich sind, und deshalb «achtet sie genau die Gewohnheiten des einzelnen mb richtet sich banach. Auch ben Nachbarn begegnet

glichenheit und Abrundung. Zn der Behandlung bet Gefanasstimmen übt Ander äußerste Zurückhaltung und Rücksicht in der Auswahl der begleitenden Klangmittel. Das Orchester unter Otto Sollner schuf mit der in dezentesten dynamischen Schattin rungen gehaltenen Ouvertüre mit ihren tänzelnden Violinen in den lieb erleitun gen und den spritzigen Holzbläsern beim Hörer die Basis für das frohe Ausschwingen des Werkes. Die Rhythmen waren nervig herausgearbeitet und die Kantilene schmieg« fam und anmutig entwickelt.

Die Titelpartie, einst gern von den großen Säu­gern des vorigen Jahrhunderts vertreten, gibt durch die in ihr verkörperte Doppelnatur besonderen An­reiz. Adolf Richter war als Marquis wie als Bandit überzeugend in der Maske und setzte, zumal in den Ensembles, fein gesangliches Können ein. Die beiden Banditen Kurt B o s n y und Bernhard Schmitz bereicherten chre Aufgaben mit indivi­duellen Zügen. Das Engländer-Ehepaar Pamela (Barbara Boettcher) und Lord Kookburn (Lud­wig D r u f ch e l) zeichnete sich in maßvoller Gegen­sätzlichkeit ab, in feiner zierlicher Manier franzö­sischen Bühnengesanges bewandert und von reifer Stimmtechnik zeugend. Valeska Lange ließ die Zerline in Gefühlsfrische, Innigkeit und Herzhaftig­keit erstehen bei äußerst lebendigem Spiel, das sich auch im Gesanglichen voll ausprägte. Ein frischer Offizier mit Schneid und Haltung war Peter Paul Schade, seinen Höhepunkt in der Arie des letzten Aktes gebend. Den sorglichen Vater und wiederum servilen Wirt verkörperte mit reicher Bühnenerfah­rung Heinrich Kuhn a. G. vom Hessischen ßanbes- theater in Darmstadt. Die Chöre (Carl Willy Hahn) erklangen abgerundet und unterstrichen die Wirkung der Szene.

Das Haus folgte dem anregenden Spiel mit sicht­lichem Interesse und bezeugte es durch starken Beifall. Dr. Hermann Hering.

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Aubers komische Oper ,^Fra Diavolo" wird immer dazu angetan sein, für einige Stunden fes­selnd und angenehm zu unterhalten und damit hei­tere Ablenkung zu gewähren. Das war der Zweck dieser Oper zur Zeit ihrer Uraufführung, und so wird es auch bleiben. Die Handlung, aus der Feder eines der routiniertesten Bühnenschriftsteller, Eugene Scribes, entwickelt sich spannend, untermischt mit einer Dosis Räuber- und Banditenromantik. Dazu lenken die einzelnen Personen die Aufmerk­samkeit auf sich, der Titelheld mit seinem Doppel­leben als Räuberhauptmann und als Kavalier, die kontrastierenden Liebespaare, das eine in feiner Lebenssattheit des Belächelns, das andere (Zerline- Lorenzo) des Mitgefühls beim Hörer gewiß. Das kvmische Moment wird durch das Banditenpaar wirksam unterstrichen.

Die Spielleitung von Wolfram von Zastrow (a. G.) ließ diese Wesensseiten des Werkes sich deut- lich herausheben, stellte, zumal im letzten Akt, das Geschehen in den farbigen, lebendigen Rahmen der Dolksnähe und bereicherte durch mannigfaltige Ein-- zelzüge das anziehend Bildhafte. Die Ensemble- Gruppen erscheinen bei ihm weniger opernhaft gestellt, sondern sie fügen sich aus den Gegeben­heiten des Bühnenraumes und verbinden sich mit ihm zur lebensnahen Einheit. An diesen Möglich­keiten hatten die Bühnenbilder Karl Löfflers in ihrer vielfältigen Gliederung starken Anteil, sie waren ganz aus dem Empfinden des Südens heraus gestaltet in ihrer Farbenfreudigkeit und stilistischen Auswirkung. Namentlich das zweite Bild ließ die verschiedenen Handlungssituationen sich um einen Schauplatz herum zusammenfügen.

Dem verband sich in gewinnender Weise Aubers Musik mit ihrer flüssigen, einschmeichelnden und pointierten Melodik, reich an Einfällen, schwungvoll sprühend, dann zierlich graziös, griffsicher im Cha­rakterisieren von Gestalten und Situationen, nie versagend im Erfassen Les Ensembles in Ausge-

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Dr. Rauch den Leiterinnen der beiden ANST.« Gruppen und allen übrigen Mitwirkenden aussprach.

Gießener Voch-nmarkiprelse.

* G i e ß e n, 27. Febr. Auf dem heutigen Wochen? markt kosteten: Markenbutter, Yi kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8, Kartoffeln, 5 kg 55, Weißkraut, % Kg 10, Rotkraut 13, gelbe Rüben 14, rote Rüben 10, Unterkohlrabi 5 bis 7, Zwiebeln 14, Lauch 25, Sellerie 25, Endivien 35, Feldsalat, 1/io 8, Rettich, das Stück 10 bis 15 Rpf.

Verdunkelungszeit:

27. Februar von 18.55 bis 6.44 Uhr.

28. Februar von 18.57 bis 6.41 Uhr.

** Arbeitsjubiläum. Der Kaufmann Ernst Becher, Mühlstraße 32 wohnhaft, kann am kom­menden Montag, 1. März, auf eine 25jährige kauft männische Tätigkeit in der Samenhandlung Hein­rich Hahn zurückblicken. Der Jubilar hat durch seine vorbildliche Arbeit wesentlich zu der Entwicklung der Firma beigetragen und sich durch seine ausgezeich­neten menschlichen Qualitäten bei allen Mitarbei­tern und Geschäftsfreunden große Wertschätzung er­worben.

* Fahrplanänderungen treten am 1. März bei der Straßenbahn und im Obus-Betrieb in Kraft. Näheres in der heutigen Bekanntmachung der Stadtwerke.

**Rumänien, insbesondere die deut­sche Kultur in Siebenbürgen." Goethe- Bund, Kulturelle Vereinigung und Volksbildungs­stätte Gießen der NSG.Kraft durch Freude" wer­den im Rahmen des Gießener Vortragsringes am Donnerstag, 4. März, einen Lichtbildervortrag des hervorragenden Lichtblldners Kurt H i e l s ch e r ver­anstalten. Hielscher, der schon öfter mit besonderem Erfolg in Gießen sprach, hat so wird uns ge­schrieben seinerzeit aus Anlaß des 25jährigen Be­stehens des Goethe-Bundes Gießen als Ehren­geschenk einen seiner interessantesten Lichtbildervor^ träge zur Verfügung gestellt. Hielscher wird nun­mehr diese schone Jubiläumsgabe überbringen und seinen Lichtbildervortrag überRumänien, insbeson­dere die deutsche Kultur in Siebenbürgen" halten

Landkreis Gießen.

* Steinbach, 27. Febr. Der Rechner des hie­sigen Spar- und Kreditoereins, Landwirt Heinrich Mack 11., konnte gestern seinen 70. Geburts« t a g begehen. Dem Jubilar nachträglich unsere herz« liehen Glückwünsche.

Vom Fußball.

Nach der Anordnung des Reichssportführers, daß Sportreisen über 100 Kilometer in der jetzigen Zeit nicht auszuführen sind, werden die Spiele um den Tschammer-Pokal nur bis zum Gausieger ausge» tragen. Dadurch entfallen die für kommenden Sonn­tag vorgesehenen Spiele. Am 4. April treten die 24 I Sieger aus den einzelnen Kreisen des Sportgaues Hessen-Nassau mit den Gauligamannfchaften yt ersten ZMscheynmde an»

Von der Erg.-Stelle Fulda-Werra (IX) erhalten tir die Mitteilung, daß wiederum Freiwilligen die Möglichkeit gegeben ist, in die ®affen-ff einzu- leten. Die Divisionen der Waffen-ff kämpften auf Gen Kriegsschauplätzen und fieber jetzt in vorderster front im Kampf gegen den Br schewismus. Ihre solzen Taten sind ein Ruf an die deutsche Jugend lnd an die wehrhaften Männer. Dollmotorisiert um- tfien die Divisionen alle Truppen, wie Infanterie, l rtiUerie, Pioniere, Panzer, Nachrichtentruppen, ------ - "sten,Gebirgs-

M. 49 Zweiter Blatt

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Aus der Stadt Gieße«.

Tante auf Zeit.

Wir haben hier nur wenige Beispiele aus ein« ganzen Reihe von Unterhaltungen mit Frauen und Mädchen in der Stadt und auf dem Lande angc; führt. Wie diese Frauen, so äußerten sich alle übrt« gen vorbehaltlos im Geiste des schaffensfreudlgen Einsatzes der deutschen Frau für unseren Sieg. Mit dieser vorbildlichen Pflichterfüllung werden sich un­sere Frauen und Mädchen in dem Ringen um das Leben und den Bestand unseres Volkes und Reiches gewaltiges Verdienst erwerben, das auf einem nderen Blatt der deutschen Geschichte den Ruhm

Mozart-Abend der ATlST.

Die Arbeitsgemeinschaft Studentenbund Theater stellte nach den vorhergehenden Flex- und Nietzsche- Abenden ihre fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Künstlern des Theaters der Universitätsstadt und Angehörigen des NSDSTB. erneut unter Beweis. Diesmal hatten die Studentinnen der ANST. zu einem Mozart-Abend im großen Saal des Stu­dentenheims eingeladen.

Nach Einleitung durch das Allegretto Trio 5 für Klavier, Geige und Cello, durch Studenttnnen dar- geboten, die sich auch im weiteren Verlaufe des Abends mit dem Andante g-ckur-Konzert und dem Allegretto Trio 4 von Mozart für das Gelingen einsetzten, begrüßte die ANST.-Referentin der Hoch­schulgruppe Gießen die zahlreich erschienenen Gäste. In steigender Folge wickelte sich dann das umfang­reiche Programm ab, wobei durch den Vortrag von Arien, Duetten und Liedern Mozarts, für den sich in dankenswerter Weise Frau Liesel Schroter- Beckers, Frl. Gabriele P o s s i n k e und Herr D r u schel von Herrn Musikdirektor IIn er am Flügel begleitet zur Verfügung gestellt hatten, den Zuhörern ein musikalischer Genuß geboten wurde. Daneben erfreuten Frau Rietschel mit demTürkischen Marsch" und in harmonischem Zu­sammenspiel mit Herrn Dr. Rietschel auf Flügel und Klavier mit dem v-moU-Konzert, 1. Satz, Stu­dentinnen mit einem Flötenmenuett und einen Kanon.

Es ist ein nicht einfaches Unterfangen, die Einzig­keit der Musik Mozarts, die seine geniale Erschei­nung zu einem schlechthin Unvergleichlichen macht, in der knappen Zeitspanne eines Vortragsabends zu umreißen. Ist dies doch gelungen, so ist das neben den musikalischen Darbietungen in erster Linie das Verdienst von Professor Dr. Gerber, dessen Vorttag den Höhepunkt des Abends bildete. Er zeichnete ein klares, leuchtendes Bild des Men­schen Mozart und seines Lebensweges vom Wunder­kind, das die Menschen seinerzeit in Erstaunen und Begeisterung versetzte, bis zum sterbenden Kompo­nisten des Requiems dessen tragische Größe Goethe erkannte, als er sagte, Mozart hätte seinenFaust" komponieren sollen. Es war das Leben eines Men­schen, der die übersprachliche Göttlichkeit der Musik verkörpert als Uebergipfelung von allem, was Men­schen bisher zu sprechen, zu senken, zu erleben ver­gönnt war.

Lebendig stand die Gestalt Mozarts und sein Genius vor uns, als Professor Gerber geendet hatte. Das Bild wurde gerundet durch Dichterworte über Mozart von Mörike, Wilhelm Schäfer und Weinheber, die die Herren Mund und K ä ch l i n g in ausgezeichneter Lesung vermittelten, und mehre­ren Mozart-Briefen, die von ihm in den verschiede­nen Lebensphasen geschrieben an den Vortrag anfnüpften.

So war der Abend zu einem harmonischen Gan­zen zusammengefügt, das die strahlende Schönheit spiegelte, wie sie aus Mozarts Wesen und Werk erklingt. Die Gedanken aller klangen wohl in den herzlichen Dankesworten mit, die Prorektor Professor

und sich weiterhin nur ihren häuslichen Aufgaben widmen können. Sie strebten jedoch fteiwMg da­nach, chre Kräfte über den Familienkreis hinaus für die Volksgemeinschaft nutzbar zu machen. Zu diesem Zwecke meldeten sie sich freiwillig, ohne je- den Aufruf, in zahlreichen Betrieben, um dort die Lücken auszufüllen, die durch die Einberufung der Männer zu den Waffen entstanden waren. Seitdem stehen Tausende und aber Tausende von Frauen freiwillig in der Kriegsarbeit und nehmen außerdem am Abend und an den Sonntagen noch die Pflich­ten auf sich, die der häusliche Arbeitskreis und die Kinder oder hilfsbedürftige Verwandte mit sich brin­gen. Alle triefe Arbeiterinnen haben sich durch ihren vorbiMichen Einsatz das Recht auf dankbare Aner­kennung erworben, nicht zuletzt schon dadürch, daß sie ttotz ausreichender materieller Versorgung bis­her unermüdlich an ihren Arbeitsplätzen blieben und auch jetzt dort verbleiben und für Deutschland und seinen Sieg arbeiten.

Zu diesen Hunderttausenden von Frauen kommen nun die vielen Zehntausende neuer Arbeitskamera­dinnen, die mit ihrer Hände Arbeit an den Werk- plätzen unsere Rüstung noch mehr verstärken wol­len und durch ihren Einsatz außerdem die Möglich­keit eröffnen waffenfähige Männer für den Einsatz im Felde freizumachen. Wie einst ihre dienstälteren Kameradinnen, so werden auch die'se Frauen und Mädchen in den Betrieben herzlich und kamerad­schaftlich willkommen geheißen werden. Auf persön­liche Wünsche und Eignungen wird nach Möglichkeit Rücksicht genommen werden, ausschlaggebend ist aber in allen Fällen die kriegswichtige Bedeutung der Arbeitsaufgabe. Gewiß wird der Arbeitssaal vie­len Frauen und Mädchen Neuland sein, aber keine braucht deswegen Bange zu haben. In unseren Be- trieben ist gerade im Derlaufe des letzten Jahr­zehnts so vieles zur Verschönerung der Arbeitsplätze, zur hygienischen Ausgestaltung der Werkräume, für die soziale Betreuung der Bettiebsgemeinschast und nicht zuletzt auch für die Verbreiterung und Dertie- sung des 'Kameradschaftsgeistes getan worden, daß der moderne Betrieb in keiner Weise vergleichbar ist mit Arbeitsstätten von vor zehn oder zwanzig oder noch mehr Jahren. Damals konnte in vielen Fällen dieAngst vor dem Betrieb" bei den Frauen berechtigt erscheinen, jetzt aber ist eine solche Angst in keinerlei Hinsicht begründet. Die unter Leitung der Deutschen Arbeitsfront stehenden Organe zur sozialen Betreuung der Betriebe, die Einrichtungen zur Ausbildung bzw. Umschulung berufsfremder Ar­beitskräfte, in zahlreichen Betrieben auch besonders ausgebildete Frauen als Betreuerinnen aller mit­schaffenden Frauen und Mädchen, sowie mancherlei andere betriebliche Einrichtungen wie Gemeinschafts­säle schöne Freizeitgestaltung. Betriebsgärten zur Erholung während der Arbeitspausen usw., alles dieses wird den bisher berufsungewohnten Frauen und Mädchen die Eingliederung in die Front der schaffenden Heimat erleichtern und sie schon in kur­zer Zeit zu tatfreudig mitwirkenden Arbeitermnen im Dienste unserer Soldaten werden lassen. Darum werden unsere Frauen und Mädchen ^diese Arbeit auch als eine Freude und besondere Ehre emp­finden!

Wir haben uns in den letzten Tagen mit zahlrei­chen Frauen und Mädchen aus der Stadt und vom Lande unterhalten, die nunmehr zur Werkbank eilen, um mit ihrer Hände Arbeit Führer und Volk zu dienen. allen Frauen und Mädchen konnten wir die erfreuliche Wahrnehmung machen, daß sie nicht nur mit vollem Verständnis für die zertbe- dingte Mitarbeit der Frau, sondern auch nut tat« froher innerer Einstellung an die ungewohnte Ar- beitsaufggbe heranaehen.

Eine Frau in Gießen z. B. war vor ihrer Ver­heiratung als Lehrerin tätig. Seit vielen Jahren ist sie Hausfrau und Mutier. Neben diesen vielseiti­gen Verpflichtungen arbeitet sie in der Frauenschaft eifrig an den Aufgaben des Gemeinschaftslebens mit.'Im Rahmen der von der Frauenschaft durchae- tiihrten Urlaubsablosung schassender Frauen hat sie in einem Gießener Betrieb für eine Reihe von la­gen den Platz einer Arbeiterin eingenommen, die dadurch zu einem zusätzlichen Urlaub kam. Und auch jetzt ist diese Frau wieder als eine der ersten Den Weg zum Arbeitsamt gegangen, um sich für den Einsatz in einem Betrieb an einem Platze der hand- arbeitlichen Tätigkeit zur Verfügung zu stellen Mit ihr gingen andere Frauen ihres Wirkungskreises zum Arbeitsamt, um sich ebenfalls einem Arbeits­platz in einem Werksaal zuteilen .zu lassen. Alle dreie Frauen haben ihren Haushalt und ihre Familie zu betreuen, sie bleiben weiterhin für die ehrenamt­liche Tätigkeit im Dienste der Volksgemeinschatt eingesetzt, und nun nehmen sie noch die zusätzliche Arbeit in der Kriegswirtschaft auf sich. Dabei sind sie wie wir in der Unterhaltung erkennen konnten, durchaus nicht bange vor der verstärkten Pflicht lin Gegenteil ist die Ueberzeugung vorherrschend, oag diese Arbeit lediglich eine Selbstoerstandlichkelt ge- genüfrer den gewaltigen Leistungen imfer« Front

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34, z.Ü - Der Oberleutnant Hans Ruppel aus Gießen, icht. Ito ^arl-Dogt-Straße 1, der im Verbände eines Pio- [6U(ir.l' V icrbataiüons im Osten kämpft, wurde mit dem los?g. 1L!. ^riegsverdienstkreuz I Klasse mit Schwertern aus-

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Mit derselben Großzügigkeit des Denkens und der leistungswilligen Haltung gegenüber dem Erforder­nis der Zeit äußerte sich uns gegenüber eine Frau aus einem Vorort von Gießen. Der Wirkungskreis dieser Frau lag vor ihrer Verheiratung auf dem Gebiete der kaufmännischen Mitarbeit im Büro. Dann war sie mit bei der Kinderbetreuung tätig. In den langen Jahren der Ehe blieb aber die Auf­geschlossenheit der Frau gegenüber allen Notwen­digkeiten der Zeit wach und rege. Und so ist es ihr ganz selbstverständlich und einleuchtend, daß nun­mehr auch für die große Mehrheit aller Frauen die Gelegenheit zur Bewährung im Einsatz für ein t die Volksgemeinschaft gekommen ift Büro- oder besonderen -------- _ .. -

Derkaufstätigkeit schied die Frau von vornherein als unserer Frauen und Mädchen für alle Zeiten vev» undiskutabel aus. Und auf eine Bemerkung, daß | künden wird.

Marzey I ttcmaK »S 1 zioer Jie laßt pcy ourqj nicyis Deroneßen, oenn pe !at die schönste Freude und Belohnung: die Dank- auch larteit der Mutter, den Frieden der Familie. Sie , Ang I» ift nämlich klug genug, nicht etwa Neuerungen ein- s>a.d.tz : Phren zu wollen, auch wenn sie an Haushalt und !' Erhebung im stillen manches bemängelt. Sie weiß.

Der vorn Rüstungskommando' Gießen erlassene Aufruf an alle Männer und Frauen, die der Ar- l^itseinsatzpflicht nicht mehr unterliegen, sich zum freiwilligen Einsatz für unsere Rüstungsarbeit Mr Verfügung zu stellen, hat erfreulicherweise ein ciißerordentlich starkes Echo gefunden. In den vom ^isitungskommando für gestern und heute festgesetz- i n Beratungsstunden der freiwillig kommenden Per- hnen herrscht ein derartig starker Andrang, daß es V lbst beim Einsatz weiterer Berater nicht möglich ist, ii der vorgesehenen Sprechzeit alle Ratsuchenden ab- ^fertigen. Daher wird das Rüstungskommando die Sprechstunden für die Männer und Frauen des heiwilligen Arbeitseinsatzes bis auf weiteres an j dem Werktag von 8 bis 18 Uhr in der Zeughaus- «aferne durchführen, so daß sich also auch im Ver- icufe der kommenden Tage die fieiwilligen Hilfs- , l'äfte immer noch Rat und Ausku ft über die beste ^5^* lrt ihrer Mitarbeit bei den Berttungsstellen des -p r? m > ustungskommandos holen können.

tadt rsiebts z 18'3°1^ ! 'Halbn^