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RiticrtteuzträgerOberstAdam
In schwerem Abwehrkampf überlegene Feindangriffe abgeschlagen.
NSG. Für seinen hervorragenden erfolgreichen Einsatz bei den Abwehrkämpfen im Donbogen wurde der in Eiden bei Hanau geborene Oberst Wilhelm Adam, wohnhaft in Müfizenberg bei Friedberg, vom Führer m.t dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet.
Seit mehreren Wochen steht Oberst Adam mit einer unter seinem Befehl zusammengefaßten Kampfgruppe einem an Zahl und Material stark überlegenen Gegner in schwerem Abwehrkampf gegenüber und verteidigt erfolgreich eine vorgeschobene Stellung, die für die Kampfführung in diesem Abschnitt von großer Bedeutung ist. Immer neue Kräfte führten die Bolschewisten heran, um den Durchbruch zu erzwingen und die deutschen Stellungen aufzurollen. Schwierige Witterungsverhältnisse ermöglichten dem Feind die Annäherung bis auf nahe Entfernung und erschwerten die Abwehr. Oberst Adam leitete jedoch mit unerschütterlicher Ruhe, oft in vorderster Linie, den schweren Verteidigungskampf, organisierte den Widerstand persönlich an den gefährdetsten Stellen und spornte seine Soldaten durch sein Vorbild zu höchsten Leistungen an. Als der Gegner infolge seiner großen Ueber- macht und mit Panzerunterstützung schließlich an einer Stelle einbrach und die Derteidigungsstellen einzudrücken drobte, trat Oberst Adam rasch entschlossen an der Spitze einiger weniger schnell von ihm zusammengefaßter Soldaten zu e:nem kühnen Gegenstoß an, eroberte nach hartem Kampf seine Stellungen in vollem Umfange wieder zurück und fügte dem Feind schwere Verluste an Menschen und Material zu. Immer dort, wo die Gefahr am größten war, griff Oberst Adam selbst ein und stellte durch seine mitreißende Persönlichkeit, durch sein Draufgängertum und seine geschickte Führung die Lage wieder her. Seinem tapferen, entschlossenen Einsatz ist es in erster Linie zu danken, daß in diesem Abschnitt die Durchbruchsversuche der Bolschewisten blutig zusammenbrachen.
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Marktumschau für die Hausfrau.
NSG. Die Witterungseinflüsse des Winters haben nunmehr auch den Gemüsemarkt verengt. Besonders ist das Gemüse im Freioerkauf rar geworden. Immerhin ist aber die Auswahl durchaus annehmoar. Es gibt weiterhin Kohlrüben, weiße Rüben, Weißkohls Rotkohl und Wirsing. Auch Lauch ist gelegeitt- lich zu haben. Reichliche Mengen von Sauerkohl können die zeitwellig eintretenden Lücken gut ausfüllen, besonders wenn ein Teil des Sauerkohls roh verzehrt wird. Er läßt sich vortrefflich zu stark ritaminspendendem Salat verwenden, lieber d'.ese Bestände hinaus gibt es auch wieder italienilche Fenchelknollen (Finocchi), an die wir uns schon recht gut gewöhnt haben.
Sehr erwünscht taucht bereits der erste Chicoree auf. Dieses Gemüse lernten unsere Soldaten im ersten Weltkrieg in Belgien kennen und schätzen. Allmählich führte es sich auch in Deutschland em, genau wie heute italienische Gemüse bei uns bekannt werden. Der französische Name deckt eine im übrigen deutsche P stanze, die Wegwarte oder Zichorie, von der bei uns früher nur Die Wurzel als Kaffeezusatz verwertet wurde. Seit 1918 werden die gebleichten Triebe, eben die Chicorees, auch bei uns gezogen. Sie sind als Salat wie als Gemu e sehr gesund, gerade wegen ihrer Bitterkeit, an die man sich schnell gewöhnt. Uebrigens kann man den bitteren Geschmack durch Mischen mit geriebenen Aepfeln sehr mildern.
Wie ein erster schüchterner Frühlingsbote steht schon da oder dort der erste Schnittlauchtopf im Küchenfenster und gibt eine gesunde, wohlschmeckende Würze zum Butterbrot wie zur Suppe. Zum Brot muß der Schnittlauch mit der wichtigen Gartenkresse abwechseln. Die Hausfrau sollte gerade jetzt eifrig darauf bedacht sein, täglich wenigstens etwas Grünes auf den Tisch zu setzen. Es kommt dabei ja nicht auf große Mengen an. Auch der Rettich . darf nicht in Vergessenheit geraten. Mit etwas Salz als Salat ober als Brotbelag verwendet, fördert er i Appetit und Verdauung. Sein Saft mit etwas i Zucker (am besten Kandis) ergibt für Kinder ein i ebenso beliebtes wie wirksames Hustenmittel.
Am Sonntag früh verstarb plötzlich und unerwartet mein lieber, guter, unvergeßlicher Mann, der treusorgende Vater seiner Kinder, mein lieber Großvater, Bruder, Schwager und Onkel
Karl Jeschke
im Alter von 44 Jahren.
In tiefer Trauert
Frau Kath. Jeschke, geb. Maus und alle Angehörigen.
Gießen (An der Kläranlage 92), Berlin, Gütersloh i. W. und im Felde, 13. Januar 1943.
Die Beerdigung findet Donnerstag, 14. Jan., 14 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt.
Mit den Angehörigen trauern auch wir um unseren verstorbenen Arbeitskameraden.
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Schützt Mehl, Graupen unö Haferflocken.
Wenn auch der städtische Durchschnittshaushalt : im vierten Kriegsjahr schwerlich größere Mehlvorräte besitzt, so hat doch manche Hausfrau noch eine nicht angebrauchte Mehltüte als Reserve s ehen. Die Tüten wurden irgendwo, wo fte n.cht stören, abqestellt. Mehl in Tüten ist aber Nicht wohlaufgehoben Es gibt eine Reihe von Insekten, die sich an und in dem Mehl vergnügen, und es ist eine unangenehme Ueberraschung, wenn man einen schonen Kuchen backen will und das Mehl „lebt .
In großen Vorräten richten der Mehlkäfer und seine Larve, der Mehlwurm, v.el Schaden an, jedoch kann der Käfer, der über einen Zentimeter lang ist und nachts fliegt, schwerlich in halbwegs unbeschädigte Tüten eindringen um dort seine Eier abzuleqen. Ein gefährlicher Feind der kleinen Vorräte aber ist die Meblmotte, die der andern unbeliebten Motte, der Kleidermotte, sehr ähnlich ist. Sie selbst ist harmlos, die Raupe ist der Feind. Sie ist winzig klein, wenn sie schlüpft, nur einen Millimeter lang, deshalb kann sie sich durch die engsten Räume im Papier usw. hindurchzwängen und dadurch erklärt sich, daß sie in scheinbar dicht Erschlossenen Packungen und Behältern auftritt. Die sehr geschwinden Räupchen fp'nnen auch seidenartige Fäden: typisch sind die großen Klumpen, die sie aus Mehl und ihrem krümeligen Kot zusammen- spinnen. Gespinstfäden, die außen oder innen an den Tüten oder Behältern hängen, sind ein sicheres Anzeichen, daß sie sich schon eingenistet haben. Man siebt die Klumpen heraus, verbraucht das Mehl hintereinander weg und stellt stattdessen frisches Mehl in Reserve. Kein noch so kleiner Rest darf in der Nähe des Mehloorrats liegen bleiben.
Gießener Schlachtviehmarkt.
Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmartt (Schlachtviehverteilungsmarkt) in der Viehoersteige- runqshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 24 bis 46 Rpf., Bullen 35 his 44, Kühe 10 bis 44, Färsen 34 bis 46, Kälber 30 bis 57, Schafe 30 bis 52 Rpf. je kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise erzielt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,45 RM., bl (135 bis 149,5 kg 1,43, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,41, c (100 bis 119,5 kg) 1,37, d (80 bis 99,5 kg) 1,31, e bis k (unter 80 kg) 11,25, gl (fette Specksauen) 1,45, i (Altschneider)
** Der Gießener Konzertring veran- stattet am kommenden Montag, Januar, sem 7. Konzert (Gruppe B, Nr. 3) als Orches^r-Konzert im Theater der Universitätsstadt Gießen. Es spielt das Rhein-Mainische Landesorchester unter Lerttrng von Musikdirektor Willi Naue. Als Solistin wirkt die Sopranistin Felicie Hunl-Mihacsek v n der Staatsoper München mit.
*♦ Erfolgreiche Gießener Geflügel- z Ü ch t e r. Auf der vom 8. bis 10. Januar inJBubin« gen veranstalteten Kreis-Geflügelschau erzielten die Geßener Züchter I. Stork auf -schwarze Rheinländer" Imal f. g. E. und 2mal s. g. 1
Birken stock auf einen Stamm „Sllberhalsige Italiener" die Bewertung s. g-
Schweinemarkt in Friedberg.
* Friedberg, 13.Jan. Der heutige Schweinemarkt war infolge ungünstiger Umstande nur nut 10 Ferkeln beschickt. Die Tiere kosteten ie nach Dualität bis zu 50 RM. das Stück. Die Nachfrage war
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unsere innigstgeliebte Mutter, treusorgende Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante
Frau Lina Eckhardt, geb. Reichhardt nach kurzem schweren, mit großer Geduld ertragenem Leiden, im 58. Lebensjahre, kurz nach ihrem Sohne Ernst, der den Heldentod fürs Vaterland starb, zu sich in die Ewigkeit abzurufen.
ImNamen der trauerndenHmterbliebenen: Schütze Karl Eckhardt, z. Z. Im Lazarett, und Frau Gefreiter Hans Eckhardt, z. Z. Im Lazarett Liselotte Eckhardt, geb. Klein, mit Kind.
Gießen, Löberstraße 10, Ulfa, Berlin, Meerane, den 10. Januar 1943.
Die Beerdigung findet Donnerstag, den 14. Jan., 14% Uhr, auf dem Neuen Friedhof in Gießen statt. — Beileidsbesuche sind im Sinne der Entschlafenen nicht erwünscht.
Kundgebung der Kreisleitung Wetterau ffaff. Ls spricht Ritterkreuzträger Major Meiner» über den Heldenhasten Einsatz unserer tapferen Infanterie.
Der Eintritt ist srei. Besondere Einladungen ergehen nicht. Ls ist dafür Sorge getragen, datz jeder Besucher der Kundgebung Gelegenheit hat, den Vortrag selbs bei llebersüllung der Aula zu hören.
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Eine Frau aus Wisselsheim (Kreis Friedberg> hatte im Februar vorigen Jahres in einem Briefe den Bürgermeister von Wisselsheim, feine Stau uno seine Tochter schwer beleidigt. Für diese Stilubun- gen erhielt die Briefschreiberin durch Strafbefehl einen Monat Gefängnis zudiktiert. Dagegen legte sie Einspruch beim Amtsger cht Bad-Nauheim ein, das sie mangels ausreichenden Beweises freisprach. Der Vertreter der Anklagebehörde focht dieses Urteil durch Berufung an die Gießener Strafkammer an, vor der die Angeklagte gestern m der Berufungsverhandlung wiederum jede Schuld be» stritt. Jedoch wurde sie durch das Gutachten eines Sachverständigen und durch verschiedene mibe re Umstände — zum Beispiel hatte sie in dem Briefe Worte gebraucht, die sie vorher schon den Beleidigten zuaerufen hatte — überführt. Die Strafkammer hob das Urteil des Amtsgerichts Bad-Nauheim auf und verurteilte die Angeklagte zu 1 Monat Ge- fängni s._____
Houptfchriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter de4 Hauptichriftteiters: Ern» Blumschein. Verantwortlich für und Bilder' Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans 21)0not; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Erml B:umichem.
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