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Im französischen Staatsanzeiger wird der Jahr-

(Scherl-Archiv-M.)

kann, dann wird es überall hell fein, außer für

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©er Wettlauf um den Thron eine afrikanische Tierfabel.

Oie kleinen Nationen Europas sollen Moskau ausgeliefert werden

Helsinki, 9. Febr. (DNB.)Ajan Suunta" verweist auf die Meinung des USA.-Juden Walter Lipp mann in derNew York Herald Tribüne" über die Anwendung der Atlantik-Deklaration au

ich schon darauf fitze!" Es war Adowa. der Hirsch, er hatte sich beim Beginn in der Nahe M Elefanten gehalten, sprang dann auf ihn und sich am Schwänze fest; nur infolge feinerJn®} Haut und des starken Laufens merkte der Tlesav» nichts. Als er sich nun nach dem Sprecher um wandte, ließ sich Adowa auf den Thron gleiten, b der Elefant mußte ihn anerkennen. Seit dieser «o®* darf von dem Felle des Adowa nur der erste Haup^ ling der Gaor Gebrauch machen, der König Accra; er benutzt es zu seinem Amtshrch

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In den Gewässern von Algier versenkten zwei italienische U-Boote einen im Geleitzug fahrenden 10 000-Tonnen-Dampfer und ein Torpedoboot.

laufen. Wie man sich denken kann, erreichte o* Elefant zuerst den Thron. Als er sich aber barcu setzten wollte, schrie etwas hinter ihm:Zerdru- mich nicht, zerdrück mich nicht, siehst du nicht, DM *

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rnnjs fpLr nuf sa man Erfahrungen darüber befreit worden waren, trafen in Madrid em. Es habe, was ^die Sowjetunion unter einer Anpassung handelt sich um jungen, dievor Jahren^von der an ihre Volitik versiehe. Die im Herbst 1940 von eMstigen rotspanischen Neglerung nach der Sow- Molotow in Berlin vorgebrachte Forderung beweise jetunion verschickt und spater vonden Bolschewlsten die Absichten zur.Genüge. Finnland werde sich nicht zu Kriegsdiensten gezwungen worden waren.

Wie Adowa König wurde"' ist eine hübsche Tieo fabel betitelt, die von dem Ga-Stamme an Der Goldküste Afrikas erzählt wird, und die etwas o unsere vom Hasen und Igel erinnert Eines Taget kamen die Tiere des Waldes zusammen und berietn untereinander und fragten:Wer soll König unte' uns sein?" Sie brachten ihre Sache vor Gott, Den Schöpfer. Dieser entschied, daß der Besitz des Throns durch einen Wettlauf entschieden werden sollte; we. zuerst darauf sitze, dem solle er gehören. Alle Tierr stellten sich in eine Reihe, und bann begannen sie P

Nicht ohne humoristisches Interesse war die Furcht, die sich nach der Entdeckung der Röntgenstrahlen gewisser Kreise bemächtigte. Es gab Geschäftsleute, die die Unwissenheit des Publikums durch Anprei­sung von allerhand angeblichen Schutzmitteln gegen die indiskreten T-Strahlen ausnützten. So pries eine Londoner Firmax-strahlensichere Unterwäsche" an. Ein österreichischer Professor bot sich an, eine Röntgenaufnahme seines Kopfes machen zu lassen, aber als er nach der Aufnahme seine Schädel­knochen im Bilde sah, war er so entsetzt, daß er oer­bot, das Bild irgend jemandem zu zeigen. Er war von der Tatsache, seineneigenen Totenkopf" ge­sehen zu haben, so betroffen, baß er lange nicht schlafen konnte. Die amerikanische Fachzeitschrift Electrica! World" bemerkte über dengeisterhaften Versuch", das Skelett eines lebenden Menschen zu photographieren:Auch hat das Verfahren seine bedrohlichen Wirkungen. Wenn man durch Holz- und Steinwände auch im Dunkeln photographieren

penwitze der Weltgeschichte, daß dem Manne, der später an der Würzburger Universität eine der größten Entdeckungen der Welt machen sollte, von derselben Universität 1871 die Habilitation verwet- gert wurde, well er zwar den Schweizer Doktor, aber kein Abitur hatte. 1874 tonnte Röntgen sich in Straßburg als Privatdozent niederlassen. Er kam dann auf Umwegen über Hohenheim und Gießen, wo er von 1879 bis 1888 den Lehrstuhl für Physik bnnehatte, schließlich doch noch auf den Lehrstuhl der Physik nach Würzburg. Dn seinem 50. Lebensjahr

Generaloberst Haase wurde 1881 als Sohn eines Kaufmannes in Honnef am Rhein geboren. Nach der Reifeprüfung trat er 1901 in das wurttenAer« gische Feld art.»R egt. 65 in Ludwigsburg em. Nach dem ersten Weltkrieg, in dem er vor Warschau und Wilna, im Baltikum und in Flandern sowie vor Verdun gekämpft und das Ritterkreuz des Ham« ordens von Hohenzollem mit Schwertern erhalten hatte, würbe er im Frontdienst und in Generalstab* ' stellungen verwendet. 1925 kam er ins Reichswehr« Ministerium. 1935 wurde er Kommandeur ber 5 j Division, 1936 Kommandeur der 17. Jnfanterre-Dl^ vision in Nürnberg. Hier bereitete er auf zwet Reichsparteitagen die Wehrmachtvorführungen vor.» 1937/38 war er Inspekteur der Artillerie in Berlin. 1938 Kommandierender General des M. Armee­korps. Wahrend des Polenfeldzugs schlug er bit Schlacht in der Tucheler Heide, befreite Bronckxerg. und hatte maßgeblichen Anteil an dem siegreichen Ausgang der Schlacht an der Zura. Im Westfeldzux durchbrach er die Befestigungen bei Meziöres-Eihar« leville. Zu Beginn des Jahres 1941 übernahm tr als Generaloberst den Oberbefehl.Wer eine Arm« im Westen. Teile dieser Armee waren es, die ber Briten bei Dieppe eine blutige Abfuhr erteilten. Am 25.6. konnte Generaloberst Haase auf eine «n Erfol­gen reiche 40jährige aktive Dienstzeit zurückblickeii. Wenn heute die Artillerie in den harten M» wehrkämpfen die Infanterie aufs tatkräftigste unter- stützt und ihr im Angriff den Weg zum Siege bahnt o ist das nicht zuletzt ein Verdienst des General­obersten Haase, der stets in besonderer Treue ar seiner alten Waffe hing und für sie bahnbrechend gewirkt hat.

Oie Freiwilligen Feuerwehren.

Die Freiwilligen Feuerwehren sind durch Vv berufungen in ihrer Kräftezahl ebenfalls beehr- trächttgt worden. Deshalb war schon eine 21 up füllung aus der Hitler-Jugend erfolgt Ueberat vort, wo besonders tatkräftige ältere Ergänzung' kräste benötigt werden, hat sich nun die Dbcrftt SA.-Führung bereit erklärt, auch aus der SA- Kräfte für die Auffüllung der Feuerwehren abM'. stellen. Der Reichsminister des Innern hat die nach geordneten Stellen ersucht, sich mit dem Standard sichrer der SA. in Verbindung zu setzen. Die aur diesem Wege zur Feuerwehr tretenden SA.-Maiv ner und Angehörige der Wchrmannschaften leiste» I ihren Dienst im Rahmen des freiwilligen Einsätze» I

1 er sich bei seinem Berliner Besuch die Röntgen 1 strahlen vorsühren ließ, eine Revolverkugel in ber Nähe feiner rechten Schläfe festgestellt wurd^d» von einem früheren Attentat auf ihn herrühr«. I Auch ber Dolkswitz bemächtigte sich der Röntgev 1 strahlen. Zahlreich waren dieDurchleuchtung-' witze". Die politische Satire spielte auf die Ma» ner an, bei denen man trotz Durchleuchtung le® Rückgrat entdecken konnte.

haben.

Der freundschaftlicheRat" aber, den wie das genannte Blatt betont Großbritannien und di-e Vereinigten Staaten den kleinen europäischen Cärtoem geben, sich ber russischen Außenpolitik anzu- paffen, enthüllt aufs neue die verbrecherische Gleich- aültigke-tt, mit ber die angelsächsischen Mächte das Leben ünd die nationale Freiheit der kleinen Staa­ten Europas mißachten und mißbrauchen. Man irrt sich in Amerika, das die Blutherrschaft des Bolschewismus bisher nur vom Hörensagen kennt, wenn man glaubt, auch nur irgendein Staat des europäischen Konttnents habe das Verlangen, sich ins Schlepptau der Sowjetunion zu begeben. Die Völker des Abendlandes, angefangen von Finnland und vom Baltikum bis hinunter nach Spanien, haben die Schrecken der sowjetischen Anarchie am eigenen Leibe zur Genüge kennengelernt. Sie leh­nen es mit Entrüstung ab, sich von England und den USA. vorschreiben zu lassen, welche Konse­quenzen sie aus ihrerwirklichen" Lage ziehen sollen, sie haben diese Konsequenzen längst ge­zogen, denn in einem Punkte geben sie derNew York Herald Tribüne" recht, baß sie nämlich, auf sich allein gestellt, dem bolschewistischen Koloß keinen wirksamen Widerstand entgegenzusetzen vermöchten. Dies ist einer der wesentlichen Gründe dafür, wes­halb sich Europa um die Achsenmächte schart, um Seite an Seite mit ihnen die sowjetische Bedrohung ber Freiheit und Selbständigkeit seiner vielgestalti­gen Dölkersamilie für immer zu bannen.

Warum Stalin schweigt.

> Finnland kennt den bolschewistischen Imperialismus.

Röntgen wurde am 27. Marz 1845 in Lennep (Rheinland) geboren. Er verbrachte einen Teil feiner Kindheit tm Heimatland seiner Mutter, in Holland, und besuchte in Utrecht das Gymnasium. Obwohl er ein sleitzlg-r Schüler mar, flog er -Ine» Tage- aus ber Schule hinaus, weil er einen Mttschuler, der in ber Dberfetunba die Karikatur eines Lehrers an die Tafel gemalt hatte, nicht verraten wollte. Er ging bann an bas Züricher Polytechnikum, wo

Lissabon, V. F^br. (DNB.)Nichts wäre ae- fährlicher und unrichtiger als eine Politik, die die Westmächte von Rußland entfernen" schreibt die USA.-ZeitungNew Pork Herald Tribüne". Mit nößter Wahrscheinlichkeit könnten die Briten unb lmerikaner niemals eine so große militärische Macht in Osteuropa errichten, baß sie imstande wären, eine anttrussische Diplomatie zu unter- tützen. Großbritannien un-b die USA. müßten den Klein st aatenEukopas den freundschaftlichen, aber bestimmten Rat gebens auf jede M ach t- Politik zu verzichten unb sich stattdessen der Moskauer Außenpolitik anzupassen. Wenn die kleinen Staaten diesem Rat folgen wür­den, so hätten sie damit nur ihre wirkliche Lage eingesehen, denn allein seien sie völlig außerstande, Rußland militärischen Widerstand zu leisten. Eng­land unb die Vereinigten Staaten, so bemerktNew )ork Herald Tribüne" schließlich, werden nicht eingreifen, um den kleinen Staaten Europas zu helfen.

*

Ungeschminkter und treffender hat bisher wohl kaum jemals ein amerikanisches Blatt sowohl die gegenwärtige europäische Lage als auch die wah­ren Absichten der Politik ber westlichen Plutokra- tien beim Namen genannt. Es verdient habet be« andere Beachtung, daßNew York Herald Tri- ...... Feststellung, England und die USA. ............... in ber Lage, den imperialistischen Zielen des Bolschewismus durch Errichtung einer großen Militärmacht in Osteuropa wirksam ent- $egen$utreten, nicht nur die ganze Ohnmacht ent- jüllt, in der sich heute London und Washington Moskau gegenübersehen, sondern damit zugleich auch die geschichlliche Mission beweist, die bas Reich und feine Verbündeten mit ihrem Kampfe gegen das Sowjetungeheuer im Osten für die Völker des gesamten Abendlandes übernommen

in Ländern, die aus ihr unaufhörlich Nutzen ziehen, noch heute anonym angewendet wird.

Die Kunde von der Entdeckung des genialen deutschen Forschers verbreitete sich mit großer Ge­schwindigkeit über die ganze Welt. Seine Experi­mente wurden nachgeprüft und für richtig befunden. Ein Sturm der Begeisterung entfachte sich. Bon überall her kamen Ehrungen unb Einladungen, aber ber Gelehrte blieb kühl unb zurückhaltend. Auch den persönlichen Adel, der ihm vom Prinzregenten Luitpold von Bayern verliehen wurde, nahm er nicht an. Bezeichnend für die Gesinnung Röntgens ist die Selbstverständlichkeit, mit der er es ablehnte, seine Entdeckung geschäftlich zu verwerten. Er lehnte alle dahingehenden Angebote mit dem Bemerken ab, daß es der guten Traditton deutscher Professoren entspreche, daß ihre Erfindungen und Entdeckungen der Allgemeinheit gehörten. Nach gründlicher Durch­arbeitung seiner Entdeckung wirkte Röntgen noch zwanzig Jahre als akademischer Lehrer, zuletzt an ber Universität München, wo er noch als 70jähri- ger im Weltkrieg über Experimentalphysik las. Er starb am 10. Februar 1923.

Insel geführt hat.

Am Schluß des ersten Jahres nach dem Fall Singapurs steht der Vorstoß Wavells in den nördlichen Zipfel Burmas. Er bat als Ziel die Besetzung ber Hafenstadt Akyab. Doch hat General Irwin, ber Befehlshaber an Ort unb Stelle, schon erklärt, die territorialen Gewinne seien nicht entscheibenb. Jedenfalls stellen alle biefe Vorstöße nicht etwa, wie überschwengliche Journalisten im feinblichen Lager schon verkündeten, ben Beginn einer alliierten Offensive gegen Japan bar. Dagegen sprachen nicht nur Aeußerungen Roosevelts und anderer maßgeblicher Männer, sondern vor allem die angebahnten operativen Ziele. Es wird nur Der- sucht, den Japanern bestimmte Orte ober Inseln zu nehmen, welche biefe selbst als Ausgangspunkt neuer Offensiven benutzen könnten. England und die USA. befinden sich also auch dort, wo sie taktisch im Angriff sind, strategisch in ber Verteidi- gung. In Erinnerung an ben fluchtartigen Rückzug vor einem Jahr betrachtet man in England und in den USA. die geordnete Defensive als einen Fort­schritt. Auf ben Trümmern ihrer Illusionen züchten die Engländer das BlümchenWescheidenheit.

Kanada

als »Leih- und Pacht-Lieferant^.

Lissabon, 9, Febr. (Europapreh.) Kanada ist nun auch »Leih- und Pachtgeber" geworden. Es will einen erheblichen Teil feiner Rüstungsproduktion ohne finanzielle Gegenleistuna den verbündeten Staaten zur Verfügung stellen. FinanMinister Ilsey brachte einen entsprechenden Gesetzantrag im Parla­ment ein. Eine Milliarde Dollar wurde vom Parla- ment angeforbert, um biefe Abart des Leih- unb Pacht-Verfahrens zu finanzieren. Kanadifche Tanks, Geschütze und anderes sollen von einemKriegs- material-Zuteilungsamt" nach ben jeweiligen mili­tärischen Bedürfnissen verteilt werden.

Srofilietr

ganz im Fahrwasser ZrooskveltS.

Buenos Aires, 9.Febr. (Europapreß.) Die brasilianische Regierung hat sich verpflichtet, ihre Truppen auch außerhalb bes amerika­nisch e n K o n t i n e n t s einzusetzen, wie aus einer Mitteilung heroorgeht, die Außenminister Aranha der in Rio erscheinenden Zeitung0 Globe gab. Der Außenminister erklärte, Brasilien fei die 93er- pflichtung einqegangen, bie Anti-Achsenmachte ub er- all dort militärisch zu unterstützen, wo biefe es für erforbettich erachten. Auherbem habe bte Regierung - so fügte Aranha hinzu sich verpflichten müssen, keinen Sonderfrieden zu schließen.

Ableistung einer achtmonatigen, ArbeitsdiensipfllH einberufen. Die Einberufungen finden am 1. Marz, 1. Juli unb 1. November statt.

Mit ber Leitung des durch den Rücktritt voni Pro« feffor Fintzescu verwaisten rumänischen WirtschastK Ministeriums ist der Minister der Heeresausrüstung, General Dobre, betraut worden.

Innenminister Mach kündigte in einer Rede tzr Rosenberg die vollständige Aussiedlung ber Juden aus der Slowakei an. Bisher wurden rund 80 Pro. zent ber Juden ausgesiedelt. Mit der Erfassung ber restlichen 20 000 soll im März begonnen werden. Die Aktion soll sich auch auf die getauften Juden erstrecken. *

Auf einer Besichtigungsreise der brttischen Armee- depots in Nordafrika ist Generalleutnant Harry Willons durch ein Flugzeugunglück umgekommen.

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Der türkische Botschafter in Kuibyschew, Azikalk. ist nach einem achttägigen Aufenthalt in Kairo nach Ankara zurückgekehrt. Der türkische Botschafter in Teheran, Bemal Husni, und der türkische Gesandte in Sofia, Mentesch, wurden zur Berichterstattung nach Ankara berufen. *

Dn Alexandria wurde die Faruk-Universität er­öffnet. Es ist dies bie zweite Universität, über bie Aegypten verfügt, die erste ägypttsche Universität wurde durch den Vater König Faruks, König Fuad, in Kairo gegründet und trägt dessen Namen.

Aus dem Reich.

Generaloberst Kaase verstorben.

zuzulassen, daß die Bolschewisten uns als Volk er- morden."

Das Schweigen Stalins in einem Augen­blick, in dem auf angelsächsischer Seite lebhafte diplomatische Tätigkeit festzustellen ist, wird vdn der ZeitungKarjala" als ein zielbewußtes Ver­bergen der wahren Absichten des Bol- chewismus aufgefaßt, ber erst bann die Maske allen lassen werde, wenn der rechte Augenblick gekommen sei. Die Bolschewisten wollten sich alle Wege offenhalten, um so viel wie möglich rauben zu können. Moskaus imperialistische Gier reiche von Bessarabien über Polen und die Ostseestaaten bis nach dem nördlichen Norwegen. Während sich die Bolschewisten auf die Verwirklichung dieses von ihnen vorerst noch geheimgehaltenen Zieles vorbe­reiten, zerfleische sich die Kulturwelt in inneren Streitigkeiten, statt, einen gemeinsamen Ostwall gegen diese Gefahr zu bilden. Viele würden erst auf- wachen, wenn Stalin nicht mehr schweige; doch dann könne es bereits zu spät fein. Auch das sozial­demokratische Organ Finnlands stellt fest, daß der Sieg des Bolschewismus für ganz Europa bas größte Unglück bedeuten würde. Auch den Sozia- listen könne ein Sieg des Imperialismus bolsche­wistischer Prägung keine Freude bereiten.

Das Echo in (Schweden.

Stockholm, 9.Febr. (Europapreß.) Als zy­nische Großmachtmentalität bezeichnet Stockholms Tibningen" die Ausführungen ber New York Herald Tribüne" über die Notwendig­keit ber östlichen Randstaaten und insbesondere Finnlands, sich der Sowjetunion anzuschließen, da bie Westmächte ihnen keine Unterstützung gewähren könnten. Die in schreiendem Gegensatz zu der Atlan­tikerklärung stehenden Ausführungen ber USA.-Zei­tung, so schreibtStockholms Tibningen*, müßten auf alle kleineren Völker unb Staaten einen n i e berschmetternden Eindruck machen. Dieser Artikel lasse für bie Zukunft Finnlands und ber übrigen skandinavischen Völker nichts Gutes er­hoffen.

Lustkampf über Messina.

Rom, 10.Febr. (DNB. Funkspruch.) Italienische Jäger warfen sich am 8. Februar über Messina einem aus 15 viermotorigen Flugzeugen bestehenden Bom­berverband entgegen unb zwangen ihn, seine Bom­ben ins Meer zu werfen. In einem zehn Minuten Währenden Luftkampf über dem Meer gelang es, ein feindliches Flugzeug abzuschießen. Zwei weitere entzogen sich unter starker Rauchentwicklung und unter ständigem Höhenverlust dem Kampf, so baß mit ihrem Verlust gerechnet werben kann.

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Messina und Palermo wurden von feindlichen Flugzeugen angegriffen. Opfer und Schäden sind noch "nicht festgestellt. Sechs Flugzeuge wurden ab- geschossen, eines von unseren Jägern, drei von ber deutich-italienischen Bodenabwehr vor Palermo. Die Zahl ber Opfer des Luftangriffs auf Neapel ist auf 10 Tote und 60 Verletzte unter ber Zivilbevölkerung gestiegen.

Kleine politische Nachrichten.

NSG. Aus einer Dienstbesprechung ber Bann­führer unb Bannmädelführerinnen in der ©ebiets» führung Hessen-Nassau gab K-Gehietsführer Ober- bannfübrer Dr. Gauhl Richtlinien bekannt zur Durchführung eines Befehls des Reichsjugendfuh- rers, ber ben Führern ber Banne bie einheitliche Steuerung des Kriegseinsatzes überträgt

J -W je Bk Glc Mchaii Km ||M D »n Kirners.

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ihm bann der große Wurf. Die erste Teilung Röntgens erschien im Jahre 1896 in den Mitteilungen ber Würzburger Physikalisch-mebr- zwischen Gesellschaft mit ber schlichten Ueberschrift Heber eine neue Art von Strahlen". In einer für ihn charakteristischen Bescheidenheit nannte Röntgen seine Strahlen zunächst X-S t ra h- len, eine Bezeichnung, die von einer gebanten- losen Mitwelt übernommen und besonders in ben angelsächsischen Ländern noch heute benutzt wird, obgleich ein Würzburger Kollege Röntgens schon sehr bald den NamenRöntgenstrahlen" vorschlug, luhu, AT

Die Zurückhaltung eines deutschen Wissenschaftlers unsere Augen, und für diese wird es bald einen Er- hat also auch hier wieder einmal zur Folge gehabt, satz geben " Erwähnt sei noch, daß bei dem 75iähri-

Erwähnt fei noch, daß Röntgen selbst nicht wufjts. i ob er eine Wellenstrahlung oder eine Teilchenstn» lung vor sich hatte. Dieses Problem löste erst oot Laue durch den Nachweis der Beugung unb " mit der Wellennatur der Röntgensttahlen in Kw« » ftaflen. A. R

Wilhelm Konrad Röntgen.

Der Begründer der modernen Strahlenforschung.

Vor 20 Jahren, am 10. Februar 1923' starb der berühmte Phvsiker Wilhelm Kon- rad Röntgen. Er hat auf dem Gießener Alten Friedhof seine letzte Ruhestätte ge- funben.

Der Physiker Wilhelm Konrad Röntgen ge­hört zweifellos zu ben deutsa-en. Forschem, deren Arbeit der ganzen Menschheit zum Segen geworden ist. Man kann gerade heute, wo gewisse Nationen, die einen großen Tell chrer Existenz dem deutschen Kulturschaffen verdanken, im Bearift firtb, Europa und das deutsche Volk dem bolschewistischen Bar- barentum auszuliefem, den gewaltigen Anteil des deutschen Menschen auf allen Gebieten von Wissen­schaft, Technik unb Kunst gar nicht genügend unter- Ä. Was Röntgen mit feiner Entdeckung der schenkt hat, ist in seinen Auswirkungen un- geheuer. Heilkunde und Technik, Atomforschuna, Werkstoffkunde, Kunstwissenschaft, ja sogar Krimi, nalistik sind durch die Entdeckungder Rönt. genstrahlen nicht nur befruchtet, sondern zum Teil in ganz neue Bahnen gelenkt worden. Die Entdeckung dieser kurzwelligen Strahlen ist wißen- schastlich gesehen fast noch wichtiger als die Ent­deckung des Radiums, denn sie brachte nicht nur eine noch immer unabsehbare Fülle von praktischen Anwendungsmöglichkeiten, sie bildete den Anfang der modernen Sttahlenfarschung und damit die Er­schließung eines bis dahin ebenso unbekannten, wie weiträumigen Gebietes der Natur.

Somlnfons Australien und Neuseeland und der Verbindungen dorthin den USA. zufielen.

In beiden Räumen lag allerdings die taktische wie die sttategische Initiative immer noch so voll- ständig bei den Japanern, daß eine wirkliche Pla­nung der Angelsachsen nicht möglich mar. Als Auf­gabe stellten sie sich daher zunächst auch nur dieses: Der haltlose mückzug, der bisher ihre Kriegführung gekennzeichnet hatte, sollte möglichst in eine ge- ordnete Defensive übergeleitet werden. Für General Waoell, dem die Engländer in dem ihnen zugeteilten Raum den Oberbefehl übertragen hatten, hieß dies nichts weiter als die Befesti. gün g der indischen Ostgrenze. Er erhielt damit eine Aufgabe zugewiesen, die nicht übermäßig schwer zu lösen war. Die Natur hat zwischen Bur­ma und Indien so unzugängliche Gebirge aufge- türmt, daß selbst die vor keinem Hindemis zurück­scheuenden Japaner keine große Neigung verspü­ren konnten, die Eroberung eines Gebietes zu be­ginnen, das ohnehin außerhalb der von ihnen an­gestrebten ostasiatischen Sphäre liegt.

Schwieriger war die Aufgabe der Sicherung Australiens gegen den nach Meinung der Angelsachsen unmittelbar bevorstehenden Angriff i der Japaner. Durch die Entsendung zahlreicher Flugzeuge gelang den Nordamerikanern zum min­desten die Beruhigung der aufgeregten Australier. Msdann gingen die USA.-Strettkräfte zu örtlichen Vorstößen über, unter denen der Sprung nach Guadalcanar der bedeutsamste war. Hierbei und bei ben japanischen Vorstößen nach ben Mid - ways und ben Alöuten tarn es mehrfach zu größeren Gefechten zwischen See- und ßuftftreit» träfien beider Parteien, welche, wenngleich verlust­reich, doch nicht entscheidend in dem Sinne daß sie bie strategi che Lage im Pazifik verändert hätten. Auf Neugu nea löste ein javanischer Vor­stoß bis ist die Nähe von Port Moresby eine alliierte Gegenoperattdn aus, welche örtliche Erfolge brachte, aber nicht zur Vertreibung ber Japaner von dieser für die "Verteidigung Australiens vitalen

Berlin, S.Febr. Am S.Februar verstarb ta Berlin der Ritterkreuzträger Generaloberst ftutt hasse, Oberbefehlshaber einer Armee. Der rer hat für den Im Frieden und In zwei Kriege« hochbewährlen Offizier ein Staatsbegräbnis augeordnet. j unb

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