Das Geleitzugsystem
die Flotte.
kein Mittel mehr gegen die Ll-Bootgesahr Zu seinem 70. Geburtstag sind dem Reichsprotek« ( O ö tor m Böhmen und Mähren Reichsminister Frei-
Genf 5 ftebr (DRV.) Der U-Boot-Krieg tritt nicht realistisch, sondern ließen sich von eigenen ^errn von Neurath, so mele Glückwünsche in eine neue und intensive Phase ein, stellt „Eve- Wunschträumen leiten. Leider verlaufe dieser Krieg 5Ugc$angen, daß es chm nicht möglich ist sedem
nicht machtlos gegenüber.
(Nachdruck verboten.)
31 Fortsetzung.
aotfio verlangte der Präsident vom Kongreß eins Kred^itermächtigung von 210 Millionen Dollar fite
den Sieg z-u erzwingen.
Diesen Sieg werden wir erringen, nicht nur weil wir an ihn glauben, nicht nur weil wir ihn erringen müssen, wenn wir weiter leben wollen, sondern weil wir ihn mit der ganzen seelischen Größe, deren unser Volk fähig ist, Mann für Mann und Frau für Frau, feurigen Herzens erkämpfen.
Es sind in diesen Tagen gerade zehn Jahre vergangen, seit der Führer im Anschluß an die Ereig- rtiffe der Machtergreifung bei seiner ersten Rückkehr nach München an der Stelle, an der am 9. November 1923 die ersten Blutzeugen der nationalsozialistischen Bewegung ihr Leben gelassen hatten, einen Kranz niedergelegt hat, auf dessen Schleife die Worte standen: „Und ihr habt doch gesiegt!"
Durch unseren Kampf dereinst mit einem gleich stolzen Siegeswort das Heldenlied von Stalingrad zu überschreiben — das wird von nun an unser leidenschaftlicher Wille sein!
Und dies mag dann einmal nicht der letzte der Gründe fein, die wir anführen werden, um zu sagen: Deshalb haben wir gesiegt!
„Sie haben wirklich eine neckische Art, einen auf die Folter zu spannen, Axel!" unterbrach chn Sigrid lgchelnd; und energisch fügte sie hinzu: „Also nun mal heraus mit der Sprache: Was haben Sie über mich gesagt?"
„Daß Sie ein — hm — em dummes Gänschen seien! — Können Sie mir das verzeihen, Sigrid?"
„Das ist alles?" fragte sie verblüfft.
„Das ist alles, Sigrid. Und — wie gesagt: ich bin bereit, Ihnen jede gewünschte Genugtuung zu geben"!
Sie ließ ein silberhelles Lachen hören.
„Erwarten Sie etwa, Axel, daß ich mich nun zum Beispiel an Frank Duderstädt wende, damit er Ihnen eine Forderung auf krumme Säbel oder dergleichen schickt?"
„Nein, Sigrid, was ich erwarte, sagte ich ja schon: Sie können mir, wenn Sie wollen, eine kräftige Ohrfeige geben! — Aber, bitte, nicht hierher!" Er zeigte auf seine linke Wange, die mit einem breiten Heftpflaster bedeckt war. „Bitte, bedienen Sie fick!" fügte er lächelnd hinzu, indem er ihr abermals die rcd)te Gesichtshälfte hinhielt.
„Na schön!" sagte sie lachend. Sie hotte mit der Hand wie zu einem furchtbaren Schlag aus — und gab ihm dann einen kleinen, zärtlichen Klaps auf die Wange: „So! Jetzt sind wir quitt, Axel! Jetzt hab' ich mich gerächt!"
Er hielt ihre Hand fest und zog sie an die Lippen.
„Vielen Dank, Sigrid! — Eine solche Bestrafung und Rache lasse ich mir gern gefallen!"
Sie entzog ihm ihre Hand und wandte den Kopf fort, denn sie fühlte, daß sie rot geworden war. Um
Au verkleiden und um zehn Uhr in Dahlem zu sein... Uebrigens paßt die Beschreibung, die Otto mir von dem angeblichen Telephonarbeiter gegeben hat, ziemlich genau auf Herrn Brand."
„Ich kann es noch nicht glauben", erklärte Sigrid kopfschüttelnd. „Das Buch ,Ars magna Lull? gehört übrigens zu den Werken, die ich damals an Professor Beierfeld verkauft habe. Und ausgerechnet dieses Buch soll Brand nun gestohlen haben? — Warum und zu welchem Zweck?"
„Ja, wenn ich das wüßte", murmelte Axel nachdenklich. „Jedenfalls muß es mit diesem Buch von Raimundus Lullus irgendeine besondere Bewandtnis haben. Ich sehe hier so etwas wie einen Zusammenhang, Sigrid. Nehmen Sie einmal an, daß der Einbrecher, der damals in Ihre Wohnung eindrang, eben dieses Buch gesucht hat. Da er es bei Ihnen nicht fand, drang er in der folgenden Nacht bei meinem Onkel ein und ..."
„Um Gottes willen", flüsterte Sigrid tief erschrak- ken. „Das ist ungeheuerlich! Sie glauben doch nicht etwa, Axel, daß Brand Ihren Onkel erschossen hat?"
„Das habe ich ja noch nicht behauptet!" sagte Axel ernst. „Aber wenn der ^Bibliothekar' Brand wirklich der Mann ist, der heute vormittag in der Villa Beierfeld das Buch stahl, so wäre damit bewiesen, daß — wenn er schon nicht selbst der Mörder meines Onkels ist, — er doch zumindest mit dem Täter in sehr nahen Begehungen stehen muh!"
Sigrid war bleich geworden.
„Das — das traue ich Brand wirklich nicht zu", murmelte sie mit zuckenden Lippen. „Er macht doch einen so bescheidenen und anständigen Eindruck."
Axel wischte diesen Einwand gewissermaßen mit einer raschen Handbewegung fort:
,L)er Schein trügt sehr oft, Sigrid ...! Uebrigens habe ich gegen Brand bereits gestern abend Verdacht geschöpft, als ich ihn da im Keller in unmittelbarer Nähe des sogenannten Gespenstes antraf, obwohl er doch vorher behauptet hatte, daß er sehr abgespannt sei und sein Zimmer aufsuchen wolle... Glauben Sie mir, Sigrid, hier stimmt irgend etzvas
AUF MÖNCKEBERG fest del 'Teufel loi.
ROMAN VON OLAF BOUTERWEOK
Parolen. Der Rest der Büste wurde schließlich von der Polizei entfernt
Umbildung
des italienischen Kabinetts.
Mussolini
übernimmt das Außenministerium.
Rom, 6. Febr. (Europapreß.) Nach einem amtlichen Kommunique hat der Duce die Leitung des Außenministeriums übernommen. Graf Ciano wird auf drei. Jahre Mitglied des Großen Rates der faschistischen Partei. Gleichzeitig wurde der Unterstaatssekrekär im Ministerpräsidium General Luigi Russo durch den Vorsitzenden des Frontkämpferverbandes Nationalrat Amilcare Rossi ersetzt. Die Geschäfte des Unterstaatsfekre- tärs im Außenministerium führt weiterhin Gmseppe Bastian.ini. .
Das Justizministerium übernimmt der Nationalrat Alfredo de Marsico. Graf Grandi bleibt Präsident der Kammer der Fasci und der Korporationen. Das Finanzministerium übernimmt an Stelle von Thaon die Revel der Präsident des Haus-
Das Beiriebsschließungs-Geseh
Von unserer Berliner Schriftleitung.
abzulenken, zeigte sie auf eine Bank, die abseits unter einer alten, breitäftigen Linde stand: *
„Wollen wir uns ein wenig setzen, Axel?" Axel nickte. Während er sich dicht neben ihr nie- derließ, wollte er ihr nochmals eine längere Erklärung wegen des Summen Gänschens" geben, aber schon bei den ersten Worten winkte Sigrid entschieden ab: _ .
„Ach, lassen Sie das doch, Axel! Das Ganze tft ja nicht der Rede wert! Wenn man jedes Wort erst auf die Goldwaage legen würde, dann —" Sie vollendete den Satz nicht und fragte plötzlich in verändertem Ton: „Uebrigens, Axel, sagten Sie nicht vorhin, daß Sie eine Spur gefunden hätten?"
„Ja, das heißt, ich glaube, eine neue Spur gefunden zu haben. Doch zunächst eine Frage, Sigrid: Was hatten Sie eigentlich von diesem Herrn Brand?"
Sigrid zuckte die Achseln.
„Schwer zu sagen! Ich kenne ihn ja auch erst seit gestern. Wer ich'habe vorläufig doch den Eindruck, daß er ein sehr angenehmer junger Mann ist."
„Trotzdem! Irgend etwas scheint mit ihm nicht in Ordnung zu sein! Weshalb war er gestern im Keller, und weshalb vor allem fuhr er heute vormittag eigentlich nach Berlin?"
„Weshalb?" fragte Sigrid erftaunt. „Na, das wissen Sie doch, Ärel: weil er Herrn Lertzeck zur Charite bringen und zugleich Besorgungen machen wollte."
„Vielleicht war das nur ein willkommener Vorwand für ihn. — Offen gesagt, Sigrid, ich habe ihn im Verdacht, daß er heute vormittag in die Villa Beierfeld eingedrungen ist und dort ein Buch aus der Bibliothek gestohlen hat!"
„Das soll Herr Brand wirklich getan haben?" rief Sigrid entsetzt. „Wie kommen Sie zu dieser Vermutung, Axel?"
Axel berichtete ausführlich über das Telefongespräch mit seinem Diener. Dann fuhr er fort:
„Da Brand heute morgen bereits um neun Uhr , in der Charite war, hatte er genügend Zeit, um sich
keineswegs so, wie man sich das wünsche.^ Bildete man sich vor Kriegsausbruch ein, England yube infolge der technischen Entwicklung ausgehort, eine Insel zu sein, so zahle man für diesen Irrtum heute teuer. Wie sehr England eine Insel geblieben fei, beweise der Gegner mit seinen U-Booten. Bereits im ersten Weltkrieg habe Lord Jetlicoe einen wahren, aber leider von seinen spateren L0- miralskollegen vergessenen Ausspruch getan: Das deutsche U-Boot brachte bereits 1914/18 ganz England, seine Bevölkerung und sein Empire m eine tödliche Gefahr. In einer gleichen Lage befinde es sich heute. Wäre Lord Äellicoes Wort rechtzeitig verstanden worden, hätte man die Nutzanwendung aus ihm gezogen, bann ständen England und Amerika heute vielleicht der U-Boot-Gesahr
zugegangen, daß es chm nicht möglich ist, jedem einzelnen persönlich zu danken. Er bittet deshaD alle, die seiner gedacht haben, fernen Dank auf diesem Wege entgegennehmen zu wollen.
nicht! Entweder steckt er mit diesem ,GespensU unteS einer Decke, oder — was ich für noch wahrschein» licher halte — er ist es selbst, der diesen Unfug treibt!'7 —
15. Kapitel.
Inzwischen war Otto gekommen. In Axels Wage« und begleitet von Fox fuhr er heran. Sigrid entging nur mit knapper Not der Gefahr, von Fox um- gerissen zu werden. Lachend flüchtete sie — uns prallte sogleich mit Otto zusammen.
„Hoppla!" lachte sie übermütig; aber ihr Löchel« erstarb sofort, als sie den Kopf hob und in Ottos verwüstetes Gesicht blickte.
Zwei, drei Herzschläge lang starrte sie wiedtv diese gräßlichen und entstellenden Narben an, uuD ein kalter Schauer flog ihr über den Rücken, dotz da sie sich innerlich bereits auf diesen Anblick vorbereitet hatte, faßte sie sich sehr schnell. Kameraö- schaftlich streckte sie die Hand aus:
„Na, wir kennen uns ja schon, Herr Otto!"
Otto riß hastig die Mütze vom Kopf, wobei sein« blauschwarze Künstlermähne stark in Unordnung geriet; er nahm Sigrids Hand und verneigte
„Sehr erfreut, gnädiges Fräulein, daß Sie p<y meiner noch erinnern!"
Da Fox sich inzwischen etwas beruhigt hatte, tra> nun auch Axel heran, und nachdem Otto noch einntot ausführlich über den geheimnisvollen „Telephon arbeitet^ berichtet hatte, entwarfen sie alle drei M fammen einen Schlachtenplan. . u
Mit Sigrids Hilfe ließ es sich leicht und irmn£ i fällig bewerkstelligen, daß Brand bald darauf ® I her Halle unerwarteterweise mit Otto zusammenttO
Axel, der die beiden Männer miteinander W tannt machte, ließ Brand nicht eine Sekunde aj’ den Augen; und daher entging es ihm nicht, IN“ Brand bei dieser Begegnung außer ordentlich *** ruhig wurde. Er rückte ein paarmal seine Hon^ drille zurecht und war offensichtlich bemüht, se^ Gesicht abzuwenden. Nach einigen höflichen Reden- arten ging er auch schnell wieder in die BibttoMi । zurück (Sotifc&W Wt
in eine neue und intensive Phase em, stellt „Eve- ning Standard" fest. U-Boote erschienen auf den Weltmeeren in ganzen Rudeln. Daher wurden die nächsten Monate äußerst kritisch. Es gehöre schon sehr viel dazu, um den gewaltigen technischen Vorsprung der Deutschen in der Entwicklung der U-Boote aufzuholen. Das moderne U-Boot sei weit wider- standsfähiger als das des ersten Weltkneaes. Seme Stärke liege darin, daß langsam fahrende Schiffe gar keine Aussicht hätten, einem auf der Lauer liegenden U-Boot zu entkommen. Wie auf dem Wasser schwimmende Enten wurden sie abqeschosien. Selbst das Geleitzugsystem sei heute kein wirksames Mittel mehr, die U-Boote daran zu hindern, Transporter zu ver-
Londoner Lenin-Büste zerstört.
Stockholm, 5. Febr. (Europapreß.) Die im Vorjahr durch den Sowjetbotschafter Maisky enthüllte Lenin-Büste auf dem Holfordplatz in London ist von unbekannten Tätern zerstört worden. Das Kinn des steinernen Lenin wurde abgeschlagen, die Büste durch Hammerschlage demoliert und mit Schmieröl übergossen. Auf den Sockel und den Bürgersteig malten die Tater antikommunistische
Die Totalmobilmachung, die Umstellung auf die hunderprozentige Kriegsnotwendigkeit in der Heimat macht mit dem Betriebsschließungsyesetz einen großen Schritt vorwärts. Es setzt in Ergänzung des Gesetzes über die Arbeitsmeldepflicht die Arbeit^ (räfte frei, die schon in der Wirtschaft, aber noch nicht in der Kriegswirtschaft tätig sind. Das geschieht in dem Umfang, der mit der Sicher - ellung der lebenswichtige» Versorgung vereinbar
Am schwersten schneidet das Betriebsschließungs- gesetz in den Einzelhandel ein, der bisher nicht in dem gleichen Umfang wie die Industrie oder selbst das Handwerk für die Kriegswirtschaft eingespannt war. Vor dem Krieg waren in dem damaligen Deutschland 2,9 Millionen Menschen im Haisirel tätig. Heute sind es wohl 1,9 Millionen. Ein gutes Drittel — etwa 700 00C Männer, von denen aber mehr als die Hälfte über 50 Jahre alt ift Die hier liegenden Ard eitskraftreserv en sollen voll der Kriegswirtschaft zur Verfügung geteilt werden. Aber auchdie Räumlichkeiten. Mittelbare Sparwirkungen ergeben sich auf dem Gebiet der Heizung, der Licht- und Energieversorgung, der Postbestellung, der Spedition und der Reinigung. Man darf annehmen, daß etwa 100 OOO bis 120 000 Handelsbetriebe stillgelegt und damit rund 300 000 Menschen freigesetzt werden können. Bei der Gelegenheit erfährt man, daß in einzelnen Handelszweigen eine gewaltige Umsatzsteigerung eingetreten ist, z. B. beim Bürobedarf, was entweder auf eine unzulässige Kraftvergeudung im Federkrieg oder vielleicht teilweise auch auf Tauschhandel schließen läßt. Das sind aber Ausnahmen. Im Durchschnitt haben sich die Umsätze im Handel seit 1941 wesentlich vermindert und daraus werden jetzt die Folgerungen gezogen. Der Lebensmittel- handel, ferner der Handel mit landwirtschaftlichen Versorgungsartikeln wie Dünger, Saaten und Futtermitteln bleibt ausgenommen. Der Handel mit Möbeln, Büchern, Tabak usw. wird auf den tatsäch-
halts-Ausschusses der Kammer Baron Giacomo Acerbo. Im Erziehungsministerium wird Minister Bottai durch den Rektor der Universität Pisa,Nationalrat Biggini, ersetzt. Das Ministerium für öffentliche Arbeiten übernimmt Nationalrat Dr. Zomone B e n i n i an Stelle von Nationalrats Giuseppe G a r l o. Der Derkehrsminister H o st- Venturi im Derkehrsministerium wird durch Senator Vittorio Cini ersetzt, der Korporationsminister Ricci durch den Präfekten von Mailand, Tiengo. Das Ministerium für Volkskultur übernimmt der bisherige Unterstaatssekretär Polve- r e II i an Stelle von PavoIini. Im Ministerium für Währung und Wirtschaftsaustausch wird R i c c a r d i e durch Nationalrat Oreste Bonomi erseht. Im Ministerium für Kriegserzeugung wird der bisherige Unterstaatssekretär General Fava- g r o s s a in den Rang eines Ministers erhoben.
Neue Mer-Mittiarden-Forderung Roosevelts.
Lissabon, 6. Febr. (Europapreß.) Der USA.- Präsident Roosevelt leitete dem Kongreß eine neue Forderung zur Finanzierung der Kriegsausgaben in Höhe von vier Milliarden Dollar zu. Gleich
senken. . , . . , m
General Fuller, der bekannte britische Vorkämpfer der Tankwasfe im ersten Weltkrieg, meint, die Antiachsenlander beurteilten die militärische Lage
welchem unerbittlichen Kampfgeist der deutsche SÄ- dat erfüllt ist. Riesige Sowjetarmeen haben tn den großen Kesselschlachten des Sommers 1941 nach wenigen Tagen Kampf die Waffen gestreckt, schon nach 1 den ersten Angriffen auf Singapur haben die Briten die weiße Fahne auf ihrer größten Seesestung gehißt, im Sturme find die Amerikaner von den Philippinen meggefegt gewesen, auf denen sie sich . Jahrzehnte hindurch festgesetzt hatten — m hero- ischer Größe steht demgegenüber der deutsche 5ob ] bat mit unbeflecktem Ehrenschild hoch über allen seinen Feinden. Sie können ihn an Zahl übertreffen — fo war es noch immer in den großen Kriegen, die das deutsche Volk zu bestehen hatte — an soldatischer Kraft blieb er ihnen und bleibt ihnen auch in Zukunst unendlich überlegen. Hinter diesem stolzen Soldatentum aber steht diesmal auch eine hart gewordene Heimat, ein Volk, das unumstößliche Lehren aus einer großen, abe^r oft durch eigene Schuld unglücklichen Vergangenheit gezogen hat. Dieses Volk weiß, daß es in diesem Menschheitsringen sein ganzes nationales Leben und die Existenz jedes einzelnen zu verlieren, aber auch die stolze und freie Zukunft zu gewinnen hat, die ihm seit Jahrhunderten bestritten worden ift , L w
Die in solchem Wissen beruhende stärkste Antriebskraft zum höchsten Einsatz fehlt allen unseren Feinden, wir allein besitzen sie. Die anderen haben uns bedroht und überfallen, nicht weil wir ihre Existenz, ihren Besitz ober ihre Freiheit angegriffen hätten, nein, sie kämpfen gegen uns, weil sie uns nicht leben lasten wollen und weil ihre Machthaber Anspruch auf eine Weltherrschaft erheben, die — sei sie bolschewistisch ober rapitalistisch-amerikanvsck — das Ende nicht nur Deutschlaichs, sondern auch Europas bedeuten müßte.
Die geistige Kraft, die aus dieser Frontstellung des gegenwärtigen Krieges für uns und unsere in völlig gleicher Lage kämpfenden Verbündeten er- wäckfit, steht würdig an der Seite unserer finge- brochenen und sich weiter entfaltenden militärischen Stärke. Aus den Quellen solcher Erkenntnisse schöpfen wir jenen Fanatismus zum äußersten Einsatz, der in diesem Weltenkampf die letzte Entscheidung bringen wird.
Welcher Amerikaner vermöchte fanatisch dafür zu kämpfen, daß Roosevelt und die jüdische ^Wallstreet die Welt beherrschen, welcher Brite konnte mit glühendem Herzen der Bolschewisierung Europas zustreben? Wir Deutsche aber sind von der Leidenschaft des nationalen Erhaltungswil- | e n s besessen, weil wir wissen, daß nur durch den Sieg das Leben unseres Volkes und unserer Kinder gerettet und ihre Zukunft gesichert, wird.
Die zynischen Verbrecher, die diesen Krieg entfesselt .haben, weil sie ihn für eine „Wissenschaft', ein Spiel mit festen Regeln hielten und sich aus diesen Doktrinen den Sieg am Schreibtisch errechneten — sie haben schon mehrmals in diesem Kriege erleben wüsten, daß ihre Zahlen nicht stimmten und ihre mathematischen Exempel nicht aufgingen. Sie konnten nicht aufgehen, weil die Entschlossenheit und die Tapferkeit eines 90-Millionen-Volkes sich weder in Zahlen noch in Buchstaben ausdrücken läßt, und sie werden ihre größte Ueberraschung erst dann erleben, wenn die Leidenschaft des Lebenskampfes sich zur Glut fanatischer Empörung steigert, mit der wir entschlossen sind, unsere Existenz zu verteidigen und
lichen Bedarf beschränkt. Die Warenhäuser werden geschlossen. Ihre Räume werden zu einem guten Teil der unmittelbaren Kriegswirtschaft zur Verfügung gestellt. Eine Ausnahme, machen die Lebens- mitteiabteilungen. Wenn an einem Ort mehrere Warenhäuser bestehen, so können die nicht unbedingt notwendigen ganz geschlossen werden.
Auch in der Industrie werden biejemgen Betriebe, die bisher allgemeine Verbraucherwaren herstellten, daraushin durchgesehen werden, ob ihre Er- Zeugnisse künftighin noch notwendig sind. Große Reserven an Menschen, Energien und Materiatten stecken in der Industrie nicht mehr, denn sie wird heute durch Herstellungsanweisungen und Herstellungsverbote so weitgehend gelenkt, daß eine Verschwendung von Arbeitskraft und Rohstoffen kaum noch vochan- den sein dürfte. Größere Beiträge für die Rustungs- wirtschaft wird aber das Bank- und Versicherungsgewerbe noch leisten können. Zwar sind im Zuge der Rationalisierung des Bankwesens allein im Bereich des privaten Bankgewerbes schon mehr als 270 Bankstellen eingezogen worden jedoch wird es möglich sein, noch einmal soviel stillzulegen. Auch bei den Sparkassen und Genossenschaf ten hat schon eine ansehn, liche Zusammenlegung und innerbetriebliche- Ratio- nalisierung stattgefunden. Aber auch hier wird sich noch manche Arbeitskraft anderen Diensten zufuh- ren lassen. Im Verficherungsgewerbe werden durch die Beschränkung der Werbung, durch das Verbot für den Versicherungsnehmer, feine Versicherungsgesellschaft zu wechseln, durch die Vereinfachung des Verkehrs zwischen Versicherungen «nd Dersiche- rungsnehmer werden Haupt» und nebenberufliche Versicherungsvertreter in großer Zahl fteigesetzt werden können, um künftig einen kriegswichtigeren Arbeitsplatz zu besetzen. Von den Gaststätten wer- den alle Vergnügungslokale und Luxusgaststätten geschlossen, Versorgungebstriebe bleiben erhalten, auch Beherbergungsbetriebe mit ©aftftättten.
Feindliche Flugzeuge, die in mehreren Wellen an- griffen Krten am ^. Februar spät abends einen Einflug auf Turin und Umgebung durch. Viele Gebäude erhielten Treffer, Die Zahl der Opfer ist noch nicht festgestellt worden. Andere. Flugzeuge drangen bis in das Gebiet von Spezia vor und warfen Bomben, die Schaden von geringem Umfange heroorriefen. In der Nacht war auch Trapani Ziel von Einflügen. Ein feindliches Flugzeug stürzte brennend bei Bonagia ab.
Der britische Premierminister Winston Churchill hat am Mittwoch auf dem Luftwege Tripolis be- sucht und ist am Freitag „mit unbekanntem Ziel wieder von dort abgeflogen.
Der rumänische Wirischaftsminister Professor Fintzescu ist zurückgetreten. Eine Entscheidung über die Nachfolge wurde noch nicht getroffen.
Roosevelts Marineadjutant, Kapitän John Mac Crea, ist auf eigenen Wunsch feines Postens enthoben worden. Sein Nachfolger ist Konteradmiral Wilson Brown.
Die in Schonan (Singapur) herausgegebene indische Zeitung „Azad Hindustan" meldet, daß nach Aussagen von britischen Kriegsgefangenen von der Arakan-Front in Burma ein Drittel der britischen Truppen an Malaria erkrankt ist. Die Nachschub» schwierigkeiten seien wegen der Störungen oet Transporte durch indische Nationalisten in Assam unb Bengalen sehr groß.
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Wie aus Bagdad gemeldet wird, haben nord- amerikanische Truppen die Ueberwachung 'der Ps- troleumquellen in Iran und Irak übernommen. Bisher waren britische Truppen mit dieser Aufgabe betraut worden.
Kunst und Wissenschast.
60. Geburtstag Hermann Gradls.
Der Direktor der 1940 ins Leben gerufenen Aka- bemie der Bildenden Künste in Nürnberg, Professor Hermann Gradl, feiert seinen 60. Geburtstag. Gradl, ein Schüler der Münchner Kunstschule unter Professor Spieß, übernahm im Alter von 24 Jahren eine Lehrstelle für Weberei und Keramik an der damaligen Nürnberger Kunstschule, der späteren Staatsschule für angewandte Kunst. Als Maler ist Gradl Autodidakt. Nürnberg veranstaltet in der Fränkischen Galerie eine Sonderausstellung seiner Landschaften.
Gerhart Hauptmann auf fremden Bühnen.
Das Theater Chaillot in Paris führte Gerhart Hauptmanns „Rose Bernd" in neuer Inszenierung auf. Das Werk wurde in Anwesenheit von Vertretern des deutschen und des französischen Geisteslebens von den Besuchern gut ausgenommen. 3m Minsker Stadttheater fand die mit herzlichem Beifall aufgenommene Erstausführung des Mär- chendramas „Die versunkene Glocke" von Gerhart Hauptmann in der weißruthenischen Übersetzung der einheimischen Lyrikerin Natalie Arsenjew-Äu- schell statt.
„Der goldene Reiter."
Im Magdeburger Stadttheater wurde das Schauspiel „Der goldene Reiter", ein Werk des Chefdramaturgen der Magdeburger Städtischen Bühnen, Dr. Friedrich H edler, urauf gefügt Es ist erii Spiel um Otto den Großen und seinen Kampf um. ein einiges, starkes deutsches Reich. „Der goldene- Reiter" ist ein von Heinrich I. visionär gesehenes^ Bild, darin er Bestärkung seines Wunsches fano,. die Krone nicht dem Erstgeborenen, sondern dem: Tüchtigsten anzuverttauen. In starker Szenführungi zeigt das Schauspiel die schweren Kämpfe, die Otto« mit seinen Widersachern um des Reiches Einigunz zu bestehen hatte. Fünf Jahre dieses Kampfes wer* den in dramatisch spannenden Bildern verdeutlicht, bis endlich auch die letzten Gegner sich beugen, bt* zwungen von der Größe Ottos. Der Parallelen snck viele, die sich zwischen dieser großen Zeit der deutschen Frühgeschichte und dem heutigen Reich ziehe« lassen. Die Inszenierung des Intendanten Kurt Er* lieh, wirkungsvoll unterstützt von den Bühnenbilder«


