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Nordamerikaner besetzen weiter

streicht so nah vorbei, daß ich den Wind seiner Flügel spüren kann, und er schreit mir zu.

Ich habe gestern die Jungen dieses Vogels ge­sehen, er hat sünf Junge in seinem Nest. Sie recken sich, und ihre Schlünde schwanken wie seltsame rote Blümchen auf den haarigen Stielen der Hälfe. Einen Augenblick später welken sie wieder hin und sind gar nichts mehr. Ein zuckender Klum­pen, etwas gänzlich Mißratenes aus Flaum und bläulicher Haut. Mein kleiner Vogel aber sitzt im Busch und äugt umher, er singt auch ein bißchen und schaukelt auf einem Zweig; da sieht jeder, was für ein tüchtiger kleiner Bursche er ist.

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gerechnet mit uns Zusammenarbeiten! In Moskau scheint man vom deutschen Sauberkeitsgefühl keine Ahnung zu haben. Diese Behauptung ist in Wirk­lichkeit so unverfroren, so bodenlos dumm, daß sie selbst in England, wo man vor Moskau auf dem Bauche liegt, erhebliches Bauchgrimmen verursachen dürfte, denn Moskau fordert, daß die englischen Kriegsverbrecher nunmehr die letzte peinliche.Folge­rung aus ihrem 'Bündnis mit dem moskowitischen Dschingiskhan ziehen, daß sie auf das feierliche Wort verzichten, das sie den polnischen Emigranten gaben, daß sie einfach erklären: Wir finden die scheußlichen Mordtaten der jüdischen Henker Stalins an den Polen recht und geben Stalin ohne weiteres auch das preis, was wir den Polen garantierten. In Moskau versteht man, der englischen Regierung ein­zuheizen, daß sie Blut und Wasser schwitzt!

Geradezu prachtvoll in seiner Talmud-Argumenta­tion ist der Schlußsatz des Stalin-Artikels, der eine polnisch-bolschewistische Emigrantenregierung fordert. Er sagt, eine Vorbedingung für die Aufnahme guter Beziehungen zu Moskau durch eine bolschewistische Klüngelregierung in London sei:die Absage an eine Politik, die auf Beherrschung des ukrainischen und weißrussischen Bevölkerungsteiles gegen seinen Wil­len abzielt, das Bemühen um eine freundschaftliche Lösung der Grenzfrckgen und die Berücksichtigung der Rechte auch des jüdischen Volke s." Das ist etwas für die Synagogen in London, dieses Ein­treten Stalins für angeblich demokratische Rechte 'und jüdische Vorrechte, diese Forderung nach einem Aus­tausch der volnischen Emigranten von gestern in jüdische Bolschewisten von heute.

Auch hier erscheint wieder die Juhenfratze! Daß ihr Befehl nicht überhört wird, ist garantiert durch die jüdischen Kommandostellen in London und Wa­shington, die sich sicherlich durchzusetzen wissen werden.

Verhextes Fußballspiel.

Schelmengeschichte vonHansFriedrichBlunck

Ja, ja, erzählte der alte Knorrjohann, da hatte ich einen Freund Duckebuck, der wollte nie glauben, daß es mit den Unterirdischen in der Stadt oft genau so schlimm zugeht wie draußen in den Dör­fern. Mein Freund, der manche Fahrt mitgemacht hat, glaubte nicht an Spöker in der Stadt. Er ist. eines anderen belehrt worden, und das ist so ge­kommen:

Als Duckebuck einmal spät in der Nacht von seiner Spätschicht nach Hause ging, sah er plötzlich rund um einen großen Spielplatz alle Fenster auf­scheinen. Es war aber kein Licht in den Häusern, die Helle rührte auch nicht vom Mond her, die Fenster leuchteten auf allen Seiten zugleich. Da merkte er, daß irgendein Spuk im Gange war und wollte ihn sich anschauen. Er hörte auch, je näher er kam, manch Leben und Reden; soviel Lichterlaufen und Trappeln und Tappen auf Straße und Zweig und Pfannendach war noch nie gewesen.

Was ist beim da los? fragt sich Duckebuck. Da er­kennt er auf einmal viele hundert Unterirdische, die auf allen Zäunen und Stangen sitzen; mitten auf dem Spielplatz aber rennen einige winzige Knirpse mit einem Fußball und schreien einander an.

Nun ift mein Freund Duckebuck ein Mann, der keine Angst hat, nicht vor denen unter noch vor denen über der Erde. Er geht schnurstracks auf das

ierte General Andrews, der diesem seine Auffassun­gen vor einem Kongreßausschuß geäußert hatte, damals mit der öffentlichen Erklärung,weder dis Nation noch das Weiße Haus" teilen die Ansicht

die Silbernen eins gewinnen, zaubern ihm dis Sackgrauen so viel Blei in die Schuhe, daß ev sich kaum von der Stelle rühren kann.

Das ist nun gewiß unzulässig; Duckebuck strebt zur Mitte des Rasens und will eine Erklärung ab- geben. Da werden die Kleinen ganz unvernünftig, ein Stein nach dem andern fliegt Duckebuck zwischen die Stiefel, seine Pfeife klebt von Pech, und dio Mütze schwebt beständig einen halben Schuh über ihm.

Oh, was ist das für eine Geschichte, wenn die Unterirdischen beim Fußballspiel sind! Mein armen Freund winkt und trillert, aber die Kleinen hören nicht auf ihn. Duckebuck wird wütend, er steuert links, er steuert rechts,. hat er denn gar nichts mehr zu sagen? Da jagt ihm einer der kleinen Spie­ler den Ball unters Kinn, so daß alle Zuschauer Kl lachen anfangen. Als die andern Knirpse den Bei­fall hören, wollen auch sie ihre Kunst zeigen und setzen dem armen Duckebuck das Leder in den Nacken und dann vor den Bauch und dann gegen das rechte Ohr und gegen das linke Auge mein armer Freund pfeift und pfeift, sie sollen aufhören. Aber sie lassen nicht von ihm ab; es ist, als wenn jetzt alle nur noch mit ihm allein zu tun hätten.

Wie die Sache mit dem armen Duckebuck ohnS Hilfe ausgegangen wäre, weiß ich nicht. Ein Glück, daß über das Pfeifen ein Schutzmann gekommen ist. Und vor der gesetzlichen Macht haben die Unter­irdischen wohl Achtung, sie waren wie weggeblaseih als der Beamte erschien.

Der Schutzmann hat den armen Duckebuck airfge*

Buenos Aires, 5. Mai. (Europapreß.) Das! USA.-Marinedepartement teilt die B e s e tz u n g dev britischen Salomon-Insel Russet-Js- l a n d s durch nordamerikanische Streitkräfte mit Die Rüssel-Islands liegen in der Salomonengrupps

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nung der Agentur die Ueberbringung einer persön­lichen Einladung Roosevelts an Stalin.

Der USA.-Oberbefehlshaber in England tödlich verunglückt.

Stockholms. Mai. (Europapreß.) Generalleu- nant Frank Maxwell Andrews, Oberbefehls­haber der nordamerikamfchen Truppen im euro­päischen Kriegsgebiet, ist am Montag bei einem Flugzeugunfall getötet worden, wie in der Nacht zum Mittwoch amtlich bekanntgegeben wird. Der Unfall ereignete sich, wie es heißt,bei einer ver­lassenen Ortschaft von Island".

Andrews galt in den USA. als ein Pionier der Flugzeugtechnik. Er zählte zu den ersten nordameri­kanischen Fliegern, die Blindflugversuche unternah­men. Andrews gehört zu denjenigen Nordamerika-

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gerade eine Schlagaderblutung an einem Schwer verwundeten operiert werden mußte, dessen Leben

Glückwunsch vom Führer.

D9tB. Aus dem Führerhauptquartier, 4. Mai. Der Führer hat dem Präsidenten der chinesischen Nationalregicrung, W a n g t s ch i n g - w e i, anläßlich seines Geburtstages ein in herz­lichen ^Borten gehaltenes Glückwunschtelegramm übermittelt

Das EK. für zwei DNK.-Schwestern.

Berlin, 4. Mai. (DNB.) Der Führer verlieh als sechster deutscher Frau der Schwester Ilse Schulz aus Wesermünde und als siebenter deut­scher Frau der Schwester Grete Fock aus Kiel das Eiserne Kreuz II. Klasse.

Beide Schwestern gehören seit über zwei Jahren zu einem Feldlazarett, das stets in vorderster Linie auf afrikanischem Boden eingesetzt war. Sie betraten am 29. März 1941 Nordafrika, und schon am 7. April, also eine Woche nach ihrer Ankunft, zeichneten sie sich durch besonderen Mist bei einem schweren britischen Bombenangriff auf ihr Lazarett aus und bargen, ebenso wie zwei Wochen später, bei der Beschießung von Tripolis, trotz starken feindlichen Feuers die Verwundeten in ihren Schutzräumen.

Dor allem aber erhielten beide Schwestern die Auszeichnung für ihr tapferes Verhalten in Marsa Matruk. Dort warfen die Briten, am 14. September 1942 kund 100 Bomben rings um das Lazarett, als

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davon abhing, daß der chirurgische Eingriff unver­züglich durchgeführt wurde. Dreimal mußte die Operation wegen Bombeneinschläaen in unmittel­barer Nähe des ungeschützten Behandlungsraumes von neuem begonnen werden, aber ungeachtet der durch den Operationssaal schwirrenden Bombensplit­ter führten der Arzt und seine beiden Schwestern die Behandlung zum glücklichen Ende.

Jahrelang führten diese deutschen Schwestern ein entbehrungsreiches Dasein und waren immer bereit, ihr Leben für unsere verwundeten Astikakämpfer in die Schanze zu schlagen. Die für eine Frau seltene Auszeichnung mit dem E. K. II ist der verdiente Lohn für den unermüdlichen, mühevollen mnb tapferen Einsatz dieser beiden Schwestern.

967 englisch-amerikanische Flugzeuge im April abgeschoffen.

Berlin, 4. Mai. (DNB.) Die britische und nordamerikanische Luftwaffe verlor im Manat April über Europa und Nordafrika insgesamt 967 Flugzeuge. Von dieser Gesamtzahl wur­den über Norwegen, den besetzten Westgebieten und dem Reichsgebiet 482 feindliche Flugzeuge ab- geschossep, zum weitaus größten Teil mehrmotorige Bomber, die bei den britischen und nordamerika- mschen Terrorangriffen im April der deutschen Ab­wehr zum Opfer fielen. An diesen Abschüßen sind

deutsche Jäger, die Flakartillerie der Luftwaffe und Einheiten der deutschen Kriegsmarine beteiligt. 485 eindliche Flugzeuge wurden von der deutschen und italienischen Luftwaffe, von Einheiten der ver­bündeten Kriegsmarine und Verbänden der in Nord- afrika^kämpfenden.deutsch-italienischen Truppen, im Mittelmeerraum, in Nordafrika und über dem italienischen Heimatgebiet abgeschossen.

Oer USA.-Terror

gegen Italiens Frauen und Kinder.

R o m, 4. Mai. (Europapreß.) Die Empörung über die amerikanischen Fliegerangriffe auf Frauen und Kinder schlägt in Italien immer höhere Wellen. Die Zeitungen haben nach G r as­set o, nach Reggio Calabria und in alle Orte, wo nordamerikanische Flieger die Zivilbevölke- i

Moskau verlangt neue polnische Emigrantenregierung Unter Berücksichtigung der Rechte des jüdischen Volkes."

England schickte Schisse nach Tunesien.

Von Kriegsberichter Meyer-Wrekk.

DNB. . . . ., 4. Mai. (PK.) Gerade kommen die Flugzeuge von chrem Einsatz gegen den erkunde­ten englischen Geleitzug, der sich jetzt in Zickzackfahrt längs der nordafrikanischen Küste be­wegt, zurück. Die englischen Truppen, die der deutsch-italienischen Abwehrfront gegenuberstehen, . haben einen ungewöhnlich höhen Verschleiß an Kriegsmaterial aller Art. Darum auch dieses Geleit.

Wie Fackelscheine standen die Brände über dem nächtlichen Meer", versucht der Feldwebel, der als Beobachter im Flugzeug des Gruppenkommandeurs gegen den Geleitzug geflogen war, seine Eindrücke wiederzugeben. Fast sechs Stunden sind unsere Flie- # ger über See gewesen, aber man sieht es ihren Ge­sichtern an, daß sie gleich bei diesem Hieb erfolg-

richtet. Er hat wissen wollen, warum er'so unver­nünftig gepfiffen hätte, und mein Freund hat an* gefangen, ihm die Geschichte zu erzählen. Da haben sie ihm aus einer Ecke aber noch einmal ein Knäuel Garn in die Zähne gepfeffert, so daß Duckebuck kein Wort mehr herausbrachte. Es war wohl auch nicht richtig, dem Schutzmann von dem Spiel zu be­richten vielleicht war es nicht angemeldet, oM ich weiß nicht was.

Mein Freund sagt jedenfalls, daß er fein Leb^

reich waren.

Auf der Höhe von Bengasi haben sie das Ge­leit gestellt. Beim allerletzten Büchsenlicht. Bom­benvolltreffer auf fünf großen Frach­tern waren der beobachtete Erfolg dieser späten Jagd. Wohl hatte der Engländer olles nötige getan, den Anflug vvn deutschen Kampfflugzeugen zu ver­hindern. In Mengen waren die britischen Jäger unterwegs, ein englischer Fühlungshalter mar auf dem ersten Drittel der Anflugstrecke in Sichtweite bei den deutschen Flugzeugen, um die Jäger heran- zulotsen an ihr Ziel. Aber ungehindert weiter ging der brausende Flug über das Meer, bis tief unten, im fahlen Licht der letzten Abenddämmerung, die feindlichen Schiffe unter den Kanzeln lagen. Gut zu erkennen noch waren die dunklen Punkte in der bleigrauen Flut. Schon hämmerte die Flak aus allen Rohren herauf. Es ist, lvie immer das gleiche gewaltige Bild, diese leuchtend herauffliegenden Schnüre der^leichten Granaten, die runden schwarzen Wolken der berstenden schweren Geschosse. Ein dich­ter Vorhang aus Feuer und Eisen, aber er schützt jene nicht, die ihn nach oben schicken. Flugzeug auf Flugzeug stürzt, kippt ab, löst im Sturz die Vom- ben und zieht weg in großer Fahrt.

Es wurde schon dunkel" .berichtet der Feldwebel. Aber wir hatten das Ziel fest im Visier und stürz­ten darauf zu, lösten die Bomben und sahen sie bersten auf dem Deck eines Frachters, der gut seine 6000 Tonnen hatte. Dann' brannte es unten; wie Riesenfackeln sah das aus, und der Widerschein der Brände lag über dem Meer."

Bombenvolltrefstr auf fünf Transportern waren der beobachtete Erfolg dieses Schlages. Gerade jetzt, in diesem Augenblick, ertönt wieder das Dröhnen der Motoren der Flugzeuge, die aufs Meer hinaus- fliegen.

Und das ist der Erfolg: Was hier in schweren und kühnen Angriffen von unserer Luftwaffe ver­nichtet wird, steht nicht mehr gegen uns in Tunesien!

der in London über den Abbruch der Beziehungen zwischen der Sowjetunion und dem Emi­grantenklüngel Sikorskis entstanden ist. Eden überging in seiner Erklärung den Kernpunkt der Angelegenheit, nämlich den jüdischen Massen­mord in Katyn an den polnischen Offizieren. Hierzu stellt Eden fest:Es ist nicht notwendig, daß ich mich mit dem unmittelbaren Ursprung des Disputs befasse. Die britische Regierung hat nicht den Wunsch, irgend jemanden, außer dem gemein­samen Feind, für diese Ereignisse verantwortlich zu machen."

In echt englischer Manier und getreu dem Pro­gramm der englischen Außenpolitik, Europa dem Bolschewismus auszuliefern, identifizierte sich der britische Außenminister mit den Maß­nahmen der Sowjets und verstieg sich zu der Behauptung, daß der Mord von Katyn ein deutsches Märchen fei.- In seinen weiteren Ausführungen ver­stand es Eden, in vielen Sätzen nichts zu sagen und nur den beschwörenden Wunsch auszusprechen, daß die Sowjets und die polnischen Emigranten in Lon­don fick vertragen möchten. Auf die Frage eines Abgeordneten, ob die englische Regierung von der Absicht der polnischen Emigranten gewußt habe, an das Internationale Rote Kreuz wegen des sowjetischen Mordes in Katyn zu appellieren, drückte sich Eden von einer Antwort mit tiyi vielsagenden Worten: ,Hch glaube, daß ich für diese Angelegen­heit den besten Beittag leiste, wenn ich sage, je weniger Worte gemacht werden, desto besser."

Roosevelt machte mitStaiin konferieren

Lissabon, 5. Mai. (Europapreß.) Washington bemüht sich erneut um das Zustandekommen einer Konferenz zwischen Stalin, Roosevelt und E h u r ch i l l.United Preß" meldet am Dienstag­abend, Roosevelt plane die Entsendung des ehe­maligen USA-Botschafters in der Sowjetunion, Joseph Davis, mit einem Sonderauftrag nach Moskau. Dieser Sonderauftrag bedeute nach Mei-

Gewimmel um ben großen Fußball los. Bei den kleinen Leuten ist gerade ein gewaltiges Streiten und Stoßen und Schlagen im Gange; die Tor­wächter möchten einander zu Leibe, und die Zu­schauer verlangen, daß das Spiel weitergehe. Auf allen Bäumen pfeifen sie und wollen etwas für ihr Geld haben. Kaum aber sehen die Unterirdischen meinen Freund Duckebuck, da hört mit einemmal der große Lärm auf. Sie stecken noch einen Augenblick die Köpfe zusammen^ bann rennen viele sackgraue und silberne Hemden auf ihn zu, so daß er doch Furcht bekommt. Aber sie meinen es nicht arg, sie sagen nur feierlich, daß sie ein Wettspiel vor­hätten. Und bis jetzt hätten sich drei Schiedsrichter versucht, und alle taugten nichts. Nun müsse der berühmte Duckebuck einmal Unparteiischer sein, er werde aud) einen Beutel Geld dafür kriegen. Im nächsten Augenblick laufen sie schon an ihren Platz und wollen mit dem Spiel beginnen.

Als mein Freund hört, daß er ein berühmter Schiedsrichter sei, kann er es nicht lassen, anzuneh­men; er war wirklich ein erfahrener alter Fuß­baller und wußte auf dem Rasen Bescheid.

Aber mit dem Spiel der Unterirdischen kommt er nur schlecht zurecht. Erst scheinen sie sich noch Mühe zu geben, aber sobald der Mond aufsteigt, kann Duckebuck sehen, wie es bei ihnen zugeht. Es ge­fällt ihm gar nicht, daß die Knirpse immer gleich mit den Händen am Ball sind, derlei kann er nicht dulden.

Die Unterirdischen werden unzufrieden, weil' Duckebuck alle Augenblicke abpfeifen muß, wenn das Spiel just begonnen hat. Sie werden sogar unhöflich. Wo einer von ihnen an meinem armen Freund vorbeijagt, versucht er ihm ein Bein zu stellen oder ihn gegen den Absatz zu treten. Ja, es dauert gar nicht lange, und Duckebuck wird an-

Die Wiese über dem Tal.

Von Karl Heinrich Waggerl.

Meine Wiese liegt hinter dem Haus, sie ist ge­räumig und flach, das beste Stück Land über dem Tal, soweit ich schauen kann. Bäume schließen meine Felder ein, Erlen und niedrige Sträucher von allerlei Art, aber auch große Stämme, ein paar Eschen oder ein Ahorn mit einer prächtigen Fülle seiner Krone über dem Holz. Und weiterhin gegen den Berg stehen die Fichten, dort steht der tiefe, dunkelfarbige Wald.

An der Sonnenseite hebt sich der Boden ein wenig. Es ist ja steilich nichts Großartiges an Felsen und Schluchten, nur ein paar sanfte Wellen gegen den Himmel, ein Stück Zaun und ein Ge- kräusel von Farn und Sauerdornbüschen obenauf. Aber in jedem Jahr bricht dort der Frühling zu­erst aus der Erde, und dieser Frühling ist rührend nackt und bettelarm, er kann fast gar nichts geben, nur ein wenig grünes Kraut, ein paar wollige Blütenstengel vom Huflattich im alten Gras.

Auf diesem Hügel sitze ich, es ist Frühling. Wind komnst aus der Tiefe des Gebirges, lauer Wind, satt von Feuchtigkeit und vom Geruch der tauenden Erde. Die Wolken sind schon rund wie im Sommer, sie breiten schneeweiße Flügel aus und spreizen ihr Gefieder in der Sonne, göttliche Wolkentiere mit flaumiger Brust. Es liegt ein Klang in der Luft, ich selbst fühle diesen Ton in meinem ganzen Leibe und summe ihn laut vor mich hin, und der Wind trägt meinen Gesang weit über die Felder. Hier auf meiner Wiese ist der Wind immer unter­wegs, immer vergnügt und voller^ Einfälle. Ich habe ihn oft wie Wasser in den Bäumen gurgeln gehört, und ein anderes Mal stand ich lange im Kornfeld, da trieb er sich herum und pfiff auf einem gebrochenen Halm.

Und die Zeit wächst ungeheuer über mich hinaus. Ich bin kein Mensch mehr, noch jung, noch voll von Täuschungen des Blutes. Hier bin ich tausend Jahre alt und im Wesen nicht mehr verschieden von der Lust, vom Gras, vom Gestein der Berge. Gräser fügen sich in meine Hand, ein kleiner Vogel

rung bombardiert haben, Berichterstatter entsandt, deren Berichte grauenerregende Bilder wiedergeben. Die Bilanz nur für den einen Angriff auf Gros­se t o, der sich in seiner Brutalität wie ein Denkmal für die Gemeinheit der nordamerikanischen Flieger heraushebt, ergibt 145 Tote, davon 25 Kinder und 36 Frauen, und 300 Verwundete, von ihnen 42 Kinder. Diese Zahlen wirken um so erschreckender, wenn man berechnet, daß Grosseto nur eine kleine Stadt mit rund 25 000 Einwohnern ist. Gayda wid­met diesem Vorfall einen Leitartikel imGiornale d'Jtalia" und schreibt, daß der Feind diese bestialische Methode erst jetzt erdacht hat, nachdem sich ferne naiven Hoffnungen vom Spätherbst 1942, nach der Landung in Nordafrika sozusagen spazierenaehender- weise Sizilien besetzen und dann auch nach Italien übersetzen zu können, zerschlagen haben.

Ankara, 4. Mai. (Europapreß.) Die amtliche sowjetische Nachrichtenagentur Taß verbreitet eine Erklärung, wonach von Moskau die Umbildung der gegenwärtigen polnischen Emi - ?rantenregierung gefordert wird. St­örs k i wird darin beschuldigt, sich den reaktio­närsten Elementen der polnischen Emigranten, be­sonders in den USA., angepaßt zu haben, indem erZugeständnisse ausgesprochen sowjetfeindlichen Charakters" gemacht habe. Eineneue Regierung, deren Mitglieder die Kriegsnotwendigkeiten begrei­fen und genügend Verantwortungsgefühl gegenüber dem volnischen Volke und den Achsengegnern be­sitzen , sei notwendig. Vorbedingung sei die Absage an eine Politik, die aus Beherrschung des ukrainischen und weißruthe nifchen Bevölkerungsteiles gegen sei­nen Willen abziele, das Bemühen um eine freund­schaftliche Lösung der Grenzfrage und die Berück­sichtigung der Rechte auch des jüdischen Volkes. Nur eine solche Regierung könne verhindern, daß der gegenwärtige Bruch in den polnisch-sowjetischen Be­ziehungen zu einem politischen Sieg Deutschlands werde.

Diese Erklärung der Taß zeigt aufs neue, daß die jüdisch-bolschewistischen Massenmörder in der Sowjetunion ungehemmt über ihren Rafsegenossen und Londoner Agenten, den Juden M a i 5 k y, der von der britischen Regierung alsDiplomat" anerkannt ist, jeden beliebigen Druck ausüben kön­nen. Sie zeigt aber auch, daß England nicht einmal in der Lage ist, seinen besonderen Schützling S i - korski vor derartigen Moskauer Forderungen zu bewahren. Moskaus Bestrebungen, überall bolsche­wistische Organisationen zu schaffen, ist bekannt und wird durch die Taß-Auslassungen erneut demon­striert.

England betff die Mörder von Katyn.

Berlin, 4.Mai. (DNB.) Der britische Außen­minister E d e n gab am Montaa im Unterhaus eine Erklärung zu dem volnischen Wirrwarr ab,

zerteile rissen die Reste der zerschlagenen Formatio­nen von neuem vorwärts. Fortgesetzt prallten die Reserven der Bolschewisten und eigene Verstär­kungen in Angriffen und Gegenstößen auseinander, so daß der Kampf von Stunde zu Stunde härter wurde. Das erbitterte Ringen dauert noch an.

Gleichzeitig mit dem Hauptstoß an anderen Front­abschnitten geführte schwächere 9t ebenen griffe, die unsere Kräfte fesseln sollten, wurden von den Stellungstruppen glatt äbgewehrt. Die Luftwaffe half mit, den zähen Widerstand unserer unerschüt­terlich kämpfenden Jäger und Grenadiere zu ver­stärken. Immer wieder warfen sich unsere Jagd­flieger den bolschewistischen Flugzeugverbänden ent­gegen und zersprengten die feindlichen Nahkampf­staffeln. Gemeinsam mit ihren slowakischen und kroatischen Kameraden, die neun Lustsiege errangen, brachten sie bei nur einem eigenen Verlust 3 6 sowjetische Flu gzeuge zum Absturz. Ebenso pausenlos griffen unsere Sturzkampfge- schwader und schweren Kampfflugzeuge in die Erd- kämpfe ein. In laufenden Einsätzen bombardierten sie die vorgehenden bolschewistischen Schützenwellen und Panzer sowie die zu deren Unterstützung einge­setzten schweren Waffen.

geschrien, sobald er sich sehen läßt. Einmal wünschen die Hexer ihm einen Graben, gerade wo er steht, und er sinkt weg; einmal zaubern sie ihm einen riesigen Pfahl unter die Beine, so daß er immer höher und höher steigt und kaum weih, wie er wie- -..... v_____ ,o. ,_________ .. ..... -

ber nach unten kommen soll. Ja, als er den Sack-1 tag bei dem kleinen Volk nicht wieder Schiedsrichtes grauen ein Tor zuspricht, drshen die Silberhemden sein möchte. Drei Tage hat er gebraucht, um sich Zwölf schiefe Laternen um seinen Bauch, und als! von dem Schreck wieder zu erholen

nischen Offizieren, die auch politisch hervoraettetcn sind. Schon im Jahre 1935 propagierte er die Er­richtung von militärischen Stützpunkten in Süd­amerika und auf den vorgelagerten englischen, fran­zösischen und niederländischen Inseln im Atlantik und Pazifik. Präsident Franklin Roosevelt desavou-

Berlin, 4.Mai. (DNB.) Im Ostabschnitt des Kuban-Brückenkopfes haben sich am 3. Mai erneute, sehr harte Abwehrkämpfe aus einem an der kaukasischen Gebirgsschwelle entlang- führenden Angriff starker bolschewistischer Infan­terie- und Panzerkräfte ergeben. Der Feind bereitete den Stoß in der voraufgegangenen Nacht durch fortgesetzte Bombardierung unserer Artillerlestellun- gen, Gefechtsstände, Verbindungs- und Zuführungs­wege vor. Im Morgengrauen, während unsere Jagdflieger noch die bombentragenden Verbände des Feindes in heftigen Luftkämpfen hart bedräng­ten und vertrieben, setzte schwerer, sich bis zum Trommelfeuer steigernder Artilleriebeschuß ein.

Als die Bolschewisten unsere Stellungen für tuftnreif hielten, brachen sie auf verhältnismäßig chmalem Raum mit 80 bis 100 Panzern und tarken Jnfanterieverbänden vor. Gleichzeitig er- chienen neue feindliche Schlachtflugzeuge und Bom­berstaffeln und nahmen im Tiefflug mit Bomben und Bordwaffen unsere Widerstandsnester unter Feuer, an denen der sowjetische Ansturm immer wieder zerschellte. Trotz des Maf- senaufwandes der Bolschewisten an Menschen, Waf­fen und Panzern brachen die ersten Sturmwellen zusammen. Aber weitere Schützenlinien und Pan-

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