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Zweites Blatt

Samstag, 50. Moder 1920

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gbertzeffen)

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bleibe und schildert die Lage der Deutschen im Korridor. Er tefprid)t sodann den Gang der Ver­handlungen mit Polen in Paris und Waychau, die zu einer Regelung der Ei,'anbabn frage im Korri-

**VonderLandes-Universität. Die einstündige Vorlesung des Bankproku­risten Dünne über dieT e ch n i k der Bankgeschäfte" beginnt am Dienstag, 2. November, aberiba 8 Uhr ltzörsaal 45), die zweistündige Vor.'e ung be3 Prokuristen Will überGrundsätze und Zweck der Buchführung und Bilanzierung" am Freitag, 5. November, um 4 Uhr (Hör­saal 45).

** Aus dem Stadttheaterburea u. In letzter Stunde sei nochmals auf die heu­tige Aufführung vonM innavonBarn- Helm", die bei kleinen Preisen stattfindet und die letzte dieses Werkes ist, hingewiesen. Auch die Aufführung der übermütigen und witz gen Einakter-SerieM e n a g e r i e", von Curt Goetz, am Sonntag nachmittag dürfte die letzte des Werkes fein. Ausdrücklich sei nochmals darau-f aufmerksam gemacht, daß die Operettenaufführungen, also auch die am kommenden Sonntag, von nun an be­reits um 6 V$ Uhr beginnen.

** Zur Beachtung für Händler mit

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tabaksteuerp lickti gen Waren. Turtfi। 0- .....

Bestimmung des Ncichömmiiiers der Finanzen dür- ungunsttgiten Zertverhältnrisen so dedeuterrd<.

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darüber Aufschluß gibt. Finanzielle vom Au-land bedeutet für uns nur Notendruck. Die- hat feinen Zweck, müssen uns auf eigene Beine stellen

Aus Stadt nnd Land.

Gießen, den 30. Ott. 1920.

Allerseelen.

lieber Vie Ursache zur Einführung des Allerseelen festes, Oes christlichen Totenfestes, in der Kirche wird folgende Legende erzählt: Einst will ein Mann aus den Gluten des Aetna die armen Seelen wimmern gehört ha­ben. Dies deutete Abt Odilo von Clugny dar­auf, daß es noch an einem Kultakt fehle und führte 098 das Fest zum Tröste der armen Seelen eilt. Papst Johann XVIII. erhob es 1106 zum allgemeinen Kirchen feste, und das Konzil zu Trient bestimmte 1549 die Feier desselben. In der ersten Zeit gemeinsam mit Allerheiligen gefeiert, wurde ihm später ein besonderer Festtag für den 2. November ge­widmet.

Zu Allerseelen wird der Friedhof in vie­len Gegenden gereinigt, die Gräber werden mit Blumen, Laubwerk und bergt, geziert und auf ihnen Lichter angezündet und an den Grabstätten dann Gebete verrichtet. Am Vor­abend versammelt man sich in der Kirche oder am Familientisch. Im Gep räche gedenkt man der Abgeschiedenen, erzählt Züge aus ihrem geben und betet gemeinsam für sie. Für jede Seele, hie noch in der Erinnerung lebt, zün­det man ein Wachslicht an. Nach dem Gebete folgt eine aus bestimmten Gerichten bestehende Mahlzeit.

In einigen Gegenden wird an diesem Tage ein besonderes Gebäck gegessen. Das Allerheiligenlaibl in Tirol besteht teils aus weißerem und teils aus schwärzerem Mehl. Pa enkinder und Dienstboten bekommen das weißere und de Armen das schwärzere Brot. Die Bäcker verabreichen Allerheiligenspritzel. Andere Ausdrücke für diese Backwaren sind Seelenzopf, Seelstücke oder bloß: Seelchen.

qtv&ti Betriebe beflefrn zu lassen und itbcn intri- irri len Mitt 1 ont> ui rutikre u In der über# schiff isck.en Frage bdaen toir es gerne geseten. lucmi Due Sieg ennig jid# cr.ixa geJxi.nyr g- ytit hätte. Worum fei zum Be so e. .'em 'JJLn.n <e älvgierung noch Breslau gcgin^c i und bax Lu olnchUinge leg rußt. Auch wir wo.le.i teu e Au.- Lilimg Pveutzeis und roer.ea sie nicht du.ten. Pn-mben in be.eit, in tHei.je au z g Heu, wenn auch alle anderen oüooien da^u be e.t sind, Jbne bfe-fe Zustimmung ojt iiüttf. xer Geilt von Pots­dam sichert uns mehr Sympat./ie im Dife'.i und Lasten, als der ir-urbtemgige Gei t, der jetzt m B^r.in rrgiert. Esck» i h n>>.Ie nur Aube und Crouinig. Dte 9tcy e.ung Muse ein e esWiri- sd)o,'tsuv.'gramm fejQiMt, tem iaer miUrbei en köime. Ern geiwifer Geist zur Re.'iiion te> Fru- dmsrett agro fetemt sich iu zeigen. Ihn||i man unt r ft üben. (Beiml. )

9hg Criip > en (Unabfo. Rechtsioz ): Ueber- all her. sckst ft anrpf an ege (Kgm Jot Acteiterklaffe. Tie Macht ter B. urgovffte scheint zu wachen im Bunde mit der Mehrheitssozialdemokratie. Aber wir i to ixn Ta f aft uno £o fnung besce.t Spar- samkeit i,i gut, aber sie g.-nugt je», nicht Sparen könnte man freilich bei den Abwicklungsnellen und beim Etat des R<ichlspräs:tend.n, der über« flü.fifl ist und für Arbeuslvse txriocntet werden koimte.

Abg. Dr. Leim (Bayr. Vo.) meint, es sei immer gut, wenn dem deutschen Volke ein Mene­tekel an die Wand gemalt werde. Allerdings müßte die Art und Weise, wie die Völker Eurovas letzt miteinander verkehren, Eurova zum Ruin führen. Frankreich sei überall in der Welt verschuldet, oes- gleichen Italien und die neuen östlichen Länder. Amerika sei durch Arbeit reich gavorten. Der Redner belegt diese Behauvtung ziffernmäßig. Wir können unS nur erholen, wenn es unserm Nachbar gut geht. Daher müssen uns chauvinistische Ge­danken fern liegen. Was wir bereits getestet haben, sei im Auslande leider noch nicht bekannt. Hiev müßte ein Pwpagandabureau eingerichtet werden.

Deutscher Reichstag.

Berlin, 29 Oktober.

Vi-tträsrtent Bell erö'fnet bk ©tauig um t2 Ufr

Uba. Beuer m a nn <D. Vvhriü auf die i-iyrrrirfxmtv'n VerVltoisfe im Bte s^e*m stau lager h Rameln I)in nch betont, daß f-ttoterf in hvgieni- '6er wi.' in politischer Beziehung Gefahren ^nt* fohtn könnten.

£t(Mt*tfcfrt<tT Leschinsfy ermbTt da-auß H bflnMr sich in bfefem Fall- um JMvnierte rr* nitbf "M Für d-n F-ll ven

Einifm s"i das Eingreifen der SicheckfritÄvehr fibemdtetlt.

Ubg Freiherr v Lersner lD. Bp.l front d, ob die ffie-rtrnmq die .freimfehr dt noch in Cibirtrn befin^firfm erai'^eir-n vor dem

Antritt des Winters hunfwifete-n g^bmfr.

Henieningskommissar St ücklen erwidert ztu- fttmmmh.

Abg. Mumm '"dennchnall.^ fragt an, was bk fShr.erunn <rg*n die schwarz- Schmach im Rtein- Inbe Mi hm gedenke und verweist auf den Not- |4rei tvr teuffck-en sfrmten

Ein Nemennnncikommisfar envitert, bk ^e« errang habe eine Zickammenste^luna üter d-n Um- frtq her von brn farbigen Truvvm begangenen kHiralttaten verfaßt und fnrfe, baß te- französische fl!-aierung nunmehr endgültig ein Einsehen haben

gerüstet. Natürlich liegt uns an einer mögl chst r» Äm (ih-eugu". o, damit wir end i » dis Matz unsrer si «.iziehen Ve p'li >u. yt. I nen lei* rwm. Ui b.T die Befchtüsie L* er luj;nn:tf v n nn b ber 3kid>?taj re-ny vor Qkstf Xe iithr igi ive te i. ?kn: alzm jvru.'je i nxr Lebe smit e und Roh- iT'sf-'. Wollen die Alliierte.i u s w.e er lei u.igi-- fährg sehen, so müstai f e zunäcir't die eriortKrtidm Mirvck bc. eriCeJen Ta; ®e t t ich e a n Fru* txii5Txrt.aj ist, da ; er dem Geg e alle Roch.e gibt, uns aber nur P lichten auier egt Ter Tkck.er- bund lxrt br Ernnuttnigen 'XeutfcljLi. b ie.,r eu* täuscht. Tr kb^m nrüne eS te e.».t sei , i ti für uns einfach zu den Men zu le^e.i. V e l. i^k wäre es ziveT'mäßig, we.ui die Reg^rmig ourch einen Ausschuß diunal bte F age be^ Für u b 3Bü> r p. ü e.i Fe.x lte de..strbm b zum Beitritt aus fordern, so können wir ja fein eitip t» drn. Was Ijat der Enifluß des Versailler Vertrug's bisher gcb.ou^ ? Nicht den F.ie e i, nein, StV» g U ifrieben und Zersplitterung unter den Alliierten selbst. Das zeigt sich besonders bei der Verteilung der Beute und oer Vergebung dr Moncatc für unsere Kolonien. Auch wir h.tten Ansp.uch aus ist. Ausübung eines solchen Mandates, denn cs ist nicht zutreffend, daß wir uns kolonisatorisch nicht bewäbrt hätten. Der Redner kommt sodann aus die Belastung des F iedenslvrtrages yu sprechn, ber gerade F ankrcich die grö jten Von ilc geuüi.ci, erinm rt an das Saargebiet, die Rh.^ip.ooinz und Obe.schleskn und gedenN (er U bergri ie inib Ge- M.tjüt.n. Tv)tzrem he<rsde .e gute Sixle zu einer Verständigung mit Frankreich. Würdelos sei er, der Redner Arankveich gegenüber nie gc wesen, wie Graf Wenarp gemeint habe und wich den Botschafter in Paris müsse er gegen diesen Vorwurf in Schutz nehmen. Wir müssen der fran­zösischen Mentalität Rechnung tiagen und eine Verständigung herbeizusühren suchen. Tn jetzige französische Regierung ist bereit, dks.n Weg zu beschreiten. Wenigstens hat sich der Botschafter Laurent in diesem Sinne ausgelassen. WaS Belgien anbilange, so würde die Frag.' von Eupen und Malmedy noch Lange ein Hindernis für enge Beziehungen bleiben, desgleichen die Stirn* irung der b<'lgischen BrvSckerung Mit Italien habe sich bas Verhältnis rasch.r geb^fert und von Jugoslawien, zu dem wir gu'e B^iehungen pfleg­ten, werde unS auch die Abitiminung in ftänrten nicht treim.m. Mit der Tsch.^cho-Slowakei sind un­sere Beziehungen norma er Art. Der Redner be­dauert, daß die Verhcttid uwn mit Po'en so ivenig Erfolg haben. Er betont, daß Danzig, möge es nun polnuch oder engli.ch werdm, deutsch sei tmb

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g, ffit.=£inl 24.

| Auf eine Anfrage des Abg. Dr Riester |j I Pp i wegen des Einbruches frcnnöstscher Sol- |t>Ten in die Kirchwrifreier ^n Ober-Ina-slieim in DPieind^fsen, li*>bei die Ißiäfrige Ella Kaiser aus lihonfhirt a M tödlich verlebt nrtrbe, erwiderte ||*.r Rewerungskommissar, bnh im'er Botschafter 1t Pans beauftragt Wochen fei, bei der fran-ösi- l'-hm Regierung die Bestrafung ber Schuldigen «i Bpibem und GWugtuimg zu verlangen. Die Ant* lort der franzäsischen Regvcrnng sei noch nicht ein* |666T'flrn

Die Abg. Frau Dr. LuberS (Dem) fragt Mir, auf welcher Rechtsgnmdlage die Fran^own Mei Türen 40 Flugaeughallen errichtet hätten. Mn Reaienmgskommissar sagt, baß imfer Ein- llrrucb Hagener dabin beantwortet wachen sei, daß Mni mis militÄri'"rfi«m Grünen nicht ftattaeaebert Irechen fdrme Tie französische Regierung sei ieboch Plereit, das Erichringen ber Ernte auf den beschlag- Itthntm Gebieten zu gestatten.

Aba .H e v v (D. Bpt) fragt nach her Be- lIMagnahme her Domäne Armada bei Wiesbad-n Mirch bie Franzosen, wodurch die Milchversorgung Iber Umgebimg gefährdet werde.

J Ein Reaier'wg^fommissar erwidert, die Reaie- M^ng habe den Reich^ckomwiEar bei ber Rheinland- Mmmisfion anamn-fen, Pwtest zu erbeben und Die Anfhebimg ber Beschlagnahme zu fordern. DeS- Weichen sei die benttche Friedensbel^ation in Ians beauftragt worden, in Paris Einspruch zu

Die Jwtrrvellation betreffend bie Souveränität j liier Euven imb Malmeby wich nach ber Ev- lünntg der Regierung in nächster Zeit beant­wortet werden.

Nack Ecke^ignng kleinerer Vorlagen gebt bas saus zur Fortsetzung ber Etatsberatung über, mit | yr die JitterpeNation über die Dieselmotoren ver- tatbe'i wivd.

die zu einer Regelung ber Eifenbahr dor führen sollten. Auch bie Frage des Wasser* und Luf Verkehrs io l geregelt werden.

und ims nicht auf Erverimente einla'sen. Die Tieselnrotorensvchcrung sei uneiträgliri), genau wie der FiiedenSprrtzvag Der Redner verla-.'.g. eine B^lls- und Berufszählung um eine Grundlage für den WiederMifbau zu schaffen. Es müsse für le «ermann ein Ezi en^winin um fester ctz rcerteii. Tic Autonomie OberschUns sei iwtnxnr'ig die S^iati ierung unhutxbfübrtitiT. Ten Arb i em sc ein gl ichble bewos Adehreinllommon guvährt werden. Der Redner sckx'ießt mit ciiem Protest gegen die Angriffe Chrijpiens auf die katholische Kirck»e.

Nach einer Reitze persönlicher Bemerkungen vertagt das L>aus die SBib'rberatirg aut Sams­tag vormittag 10 Uhr. Schluß Vi9 Uhr.

X Hanau, 29. Oft. Ein Riesenwerk, bi? wich.ige Mainkanalisterungs- strecke von Offenbach über San au nach Aschaffenburg, steht vor feiner Vollendung. Die Arbeitsleistung, welche in ber Haupt­sache wahrend der Krieasjahre ausgefubrt I wurde, war ganz gewaltig Es erregt gerate- zu Erstaunen, daß in denl mißlichsten und > unoünstiasten ÄeitD«

Die Zurückhaltung biutidjer ßk* fangen er in Polen ist ein besonders harter Einniff in unsere Rechte und Gegenstand ernster Proteste. Ebenso macht unS die Regelung ber allgemcinen-wirtschastspvlitiichen Fragen mit Polen große Schwierigkci en Die Bor* wüist des Grasen Westarp wegen Oberich'es en twie er zurück. Die Re^.-rung sei nicht in ber Lage ge­wesen, ge^en den poinischen Aufstand Gewalt an* zuwer.ixn. Die Augen ber ganzen Welt ruhen auf Oberschlesiens Gruben, die wir m müß'en. Das Verkehrteste wäre, ans CberIweiten tiuen selb­ständigen Staat zu machen, de. bald ein Spielball affet Mächte sein mürbe. Deshalb werde es am besten fein, Oberschleffen eine Verfassung zu geben, die den Zusammen bon a mit Deut sch and gewähr- Eifle. Geivaittätigfecten aiti 'p.stoischer Sritr seien an ber Tagesordnung. Repressalien, wie z. B. die Störung polnisch'r Versamml. n e i im Ruhrgebiet hätten nur bas Gegenteil ber Absicht zur Folge gel abt: Neue Aufpeitschung der pv.nischm Leiben- ichasten. Vor solchen ^Ktfiofigfeiiat warne er ba­tet dringend. Was Litauen betreffe, so droht ber Fünfen, der infolge der Besetzung Wilnas durch die Polen unter ber Asche glimmt, jeden Augenblick zur Krfegsslamme zu merben. Wir werten tu dfe-sem Kampfe neutral bleiben und können deshalb den Hebert ritt von Maim schäften mid Material über die Grenze nicht bewilligen. Sintern aber können mir nickst, da wrr dn lange Grenze nt>! genüge d bejelpri können. Bezüglich Rutz actds stellt der Ätinisfer fest, daß wir mis nach bri Erfahrungen der letzten Tage etwaige Vertreter ober Prioatarsonen, die aus Russtand M uns kommen wollen, etwas genauer an (elfen werten. Wir er­kennen bie Sorvj-nregieru.tg nach wie vor an, verhalten uns aber im übrigen abw.i'.tend. Mit Ehina sind Berhandlun/,en winschaitspolittscher Art ein geleitet, die hoifentlich zu einem guten Ende führen. Auch mit Java t ist die Wiederher­stellung gu er Best Hungen in fortschreitender Ent- toit-T.ung. Der Redner tritt toi ter bin den Be­schwerten Trimborns über nicht genügende Berück­sichtigung des fattelildyen E erneut3 bei ter Be­setzung ter Stellen im Auswärtigen Amte ent­gegen^ die er für unbegrüntet bezeichnet. Trim- bont hab? einen Naiionali iertag wrangt, was er für selbstverstänb ich Hal e. Aber er vermiße auch ein National ied. Sein.s Erachtens sei ater jetzt nicht bie Zeit, um sich um solch? Tinge jn kümmern. Es genüge nich, b' teut'ch zu fein, der Deutsche muffe sich auch ein Ziel über Deutsch­land hinaus stecken. Tiefes Ziel müse fein, die .fer ter W l. in einer Rechtiorteung zu ammen« zusühren. Der Kampf für dieses Ziel werde unS mich die Achung uw\ das Vertrauen ter Welt rofeter erwerben. Für diefes Ziel werte er fämpien. (Beifall.)

Abg. St resem ann (Dt Vvt f kann nikA zugeben, daß Fra-kreich moralisch einen Anspruch auf innere Milchkühe habe, und bedauert, bau der Außenmirristrr diesen G^ichtsminkt mißer Acht gelassen habe. R^mer bespricht bann btc Demüti­gungen, denen wir von feiten tes Auslandes aus­gesetzt seien. $?ier müsse das Auswärtige Amt ein­greisen. Zur Sozia'isieru'gsfrage im ^oblenbcrg» bau fegte er, Olsten, Wasec w'ch Be 'e r mutzten ;u einem großen gemeinschaftlichen Konzern zu- fammengezogen werten. Den Arbeitern kann cs weniger an einer Dividente liegen, wohl ajer an einer Kapitalbeteiligung. Dazu kommt de Be­teiligung der Arbeiter an der Verwaltung, ^-ür die S^felisierungSrorschck g" ter Lsvrni t- sferimgskrnimüfton fntb nur nii>t zi baten Ein qn'sxr Teil imf-rer Fi mnzen ine d d?irck> bte gv.ch- Zahl ter Fnarz- und Stete denn e' im B^nrns mit B schlag lep-gt. Deshalb rege er an, bk' Bannte yrbl ler b u e < iri dr Z * bustriczentrcn se b' ä.tbig te: Ein re img ter St-uern zu befefien. Eine Gesundm.g nn eres krirtsckNftlichm Letets Ikrrn tun ).e n wir

feeltfd) geliuiten. Recmer mantt ixwur, nur Die

HfichSminister deS Aetlßern Dr. Simons bte sich zunächst gegen bfe Ausffltzruusen des fefen Westnrv. In ter Taktik sfete er auf an> dnem Boden. Erst aklmähdich dringe die Erkennt- iiS des ganzen Fmedensnertnages in unser Volk in, den cs bisher nicht für ernst genommen hefe. U-ifer guter Wille zur Leistung sei Porten* bn. Aber man verlange neben ter Kriensentschä- bi<unn hie Rnm-a'ion. die Wiederterstellunq der tetnöfifrhen Gebiete.' Länder sind nach, dem ifrieden-svertrag berechtigt., ihre Schäden bri ter ^yte-airtmatfuina^fommiffiou anrnmefeen. Die t'10000 Milchkühe sind nichts weiter, als bie Zahl ter Anmeldunten Zunächst tet die Wfehergut- i-<khimask>nnmMon nun bie nm uns zu liefernde scstznstellH. hierauf m -sfen foivdbl die be­reits im Durans gelieferten Kütze verrechnet wer­ten, als auch ein Mobics ber Ablieferung Verein­en wertem, ter un-S bie Mlieferung erträglich tutfrf. Zur Fnaae ter Dieselmotoren erklärte ber fiiniffer bfe Erregung ter 3;itaT<ffentenrmfe für tatbtigt. Schon im April dieses Jafe'es ist bie ferchen,ng erlrst>en worden, daß alle Dieselmoto- ». die in Schi'fsbauten zur SBcrtombung gelana^n 8mten, au- ter Industrie entfernt und zerstört »eben müßten Die deutsche Regierung betonte (rgenübrr, dafür svvnen zu wollen, boß di-ffe

Hotioren in ter Industrie verwendet werden leitet Der in Fra^r komm'-nte Artikel des Frie- !lte!sve-tranes vmlangt von uns den Abbruch, ater die Zerstörung ter Unterseeboote und be» Utigt ausdnlcklich bie Vermendiuvr des abgebro» I feien Ma'enals in ter Industrie. Die Zerstörung hlrft einfreteL wenn bie Industrie für bas I Daterial ferne Vrnw'enbuner hat. Die Marinekon- tostkmmiffiou betrachtet ten Dieselmotor unzu- Jffentermnfe als ein reines Krieasinstrumcmt. Wrc Gegner haben aber bereits etngefefei, ba'i j * Dieselmotor nichts weiter ist, als ein schnei- «ifenter, für industrielle Zjvecke glänzend sich nnenber Motor. Ter- Redner betont bann die Ge- 'chren, die bie Zerstörung dieser Motoren nach sich Ehen nxn-te Die Föten wären Arbeitseinsteslu» m und Arteits'o fekeit, ja, gany: Jnbuftrreir toür*

tem Uutergcmg pveisgegeben iverben. Der Rete * fährt da-m fort: Die Beziehurrgen zu ten aus- *rtixxm Mächten wollen wir soweit es an rms Jlt- g^m terteffern. Umso erfreulicher sei es, daß Vanb fetzt ebenfalls einen solchen Sch itt getan, i u<*m non ter Beschlagnahme deutschen Prrvat- roital^ Abstmrv nimmt. Mit Italien seren eben* ß Verhandlungen in ähnlichem Sinne geführt £tten, bic zur Freigabe von 260 Millimien ge- M hätten, desgleichen mit Javan. Dreie Ver- ^ndlmigen Hütten sich ater noch nicht günihg Wickelt, ebensoufenig die mit Belgien. Gegen bie gSP^r Konferenz habe sich in Frankreich großer *'Mörud) erhoben, die eine Auseincmdc^setzung

England zur Folge gehabt habe und die beute JJ nicht abgeschiossen fei. Wir müssen uns eben verhalte r. Brüssel habe ja feine bahn- latenten Erfolge für uns gezeitigt, aber immer» gewisse Aufklärung gebracht und den uj. mr eine Verständigung vorbereitet. Das

Eüiebnis, für bas er im Gegeniatz i «CS ^rasert, Wcstarv volles Verständnis habe. | hr't an Gens fest, itxeil e:- enw

St ar^U:1i "iit Teutschl-mrd für dis Rrtittge I 1-lüft baten für Gens zur Vertretung

«onnnifivn gewählt und halten mrs teeryü.

den Ländler taboksteuerpi iteige Daren, die nid>t mit ten rrr.'rb.rlidie.i Ste.e z r en versehen ft b, vom 1. D zemter 1923 ao ni.Irf mehr im Beiitz oder Geroahrsam babtm. Derartige Wi e.i, tu von bfefein Zeitpunkt ab angettoi e i i.« ten, ver­fallen gemäß 8 80 des Tab.u steue gt/ &co ter Be­schlagnahme. Äußerem fetz! sich te; £>ä. b er einer Beu ras ung nx gen Lteue. Hinte zeteng nach § 59 Ziffer 9 des tzfesetze.< aus. £>an. c , de i.ickü mit -t uryi.ei rersehe e tabaficuc p liditige Waren im Bsitz teben, deren £>e. fünft u .b Verlfeurruiig nicht mehr feftgn'telli werten kann, können während tes Monat« No ember 192 i, gege i Ent ichtung ter ermäßigten Ta.aksteuer eteu » ilieu z ir An­legung an diesen Waren bei ter für sie zuständigen Skucrihl.e caue.tKn.

** Der Evang. Arbeiterverein feiert am Sonntag, 7. November, fein Stif­tungsfest. Vorm. 97» Uhr ist ein Fest- gottesbienst in der Sladtkirck-c geplant, bei dem die Gesangsabteilung des Vereins mitwirkt. Die F stpredigt Hit Pfarrer Becker übernommen. Abends findet Saale beS L>o.els Ei. Horn ein Familienabend, be­stehend in musikalitchen Darbietungen, Gte langsvorträgen, Theateraufiührungen, Da­menreigen usw. statt, bei nwicher Gelegenheit aiuf) ,an 20 Mitglieter für 25jährige Mit- gltedschaft Ehrenurkunden überreucht werden sollen. Die Festanspraclie für diesen. Abend hat Landgeruhtsrat Neuenhagen über­nommen.

**FreundevolkstümNcherMu- sikpflege seien auf das Konzert deS Zither- und Mandolinenchors auf­merksam gemacht, das am Sonntag nachmit­tag 4 Uhr im Katholischen Vereinshaus statt­findet. Außer den Efefamtchören des Z i t h e r- :iiu 36pijaoag0uDl2© qu.n - u a u j i o g -uniffi uaqioat ßasstachao

Zitherbegleituirg zu Qfefoör gebracht. Ein ge­selliges Beisammensein soll das Ganze bo- schiießen. Nichtmitglieder e halten Ein­trittskarten beim Vereins-Vorsitzenden und an der Saalkasse. (Siehe Anzeige.)

Landkreis Gicßen.

-0 Großen-Linden, 28 Okt. Am Mitt- nvch hatte unser V o l k s h o ch s ch n l ve r e i n im Saale von Phil. Schaum IV. feinen ersten Dw- tragsabend. In ter volkswittsck>a'tlick?en Reihe sprach als erster Professor S ch l a r b von der Liga zum Schute ter deutsckren Kultur über die gegen*- närtigen Verh'iltnisfe in SowietruiAand ?ln bet Land von Schriften und Re>m ter führenden Männer in Moskau zeigte er, nne berm Ideen im Zusammenstost ter Harfen Wirklichtcit allmählich zur Militarisiening der Industrieartett, zu einem l,wchp.ozenlig-en Verfall tes Transportw-senS, zu junger und Verelendung ter ff-nrxu Masse tes Volkes geführt haben. Die politisch.' Macht ruht in ten frönten einer kleinen Gruppe, einer Cli- garchie, während bte große Masse noch nicht besser tetentelt wirb, wie in zoristtscher Zeit. Mehrere Fragen aus tem Kreise ber Zuhörer gaben dem Redner Gelegenh.it, f ine Ausführungen nach ver­schiedenen Seiten zu enteitern und zu vertiefen. Die F-.-uchtbardnt und Botenschäle des Lautes, bie TrariÄporvvege und die k-'i-'aerischm Verwick­lungen tes Ostens tourten an franb einer Wand­karte anschaulich erläutert. Mitt'noch, 10 Novem­ber, beginnt Frau Dr meb Marx von Gießen ihre Vorträge über Gesundheitslehr'' für Frauen.

th Linden struth, 27 Okt. An-feregt durch bas Beispiel rerfebiebener Nachbararmeirtom hat man nunmehr auch hier ten Plan gefaßt, bie Drainage ber Felbflur zur Ausfüllung zu bringen. Es hat sich zu bifern Zivecke eine Wassergenossenscha't gebildet, unb bte .K!!l'u-inkp"k- tion Gießen hat bereits im Laufe des Sommers eine Aufnahme des Feldes vorn chmen lassen. Wäh­rend des Winters sollen nun die Prvbegrabungen vorgenammen werben. Ob bie Arbeit bald unb in nelftem Umfange sie zur Aufnahme kommt, hängt wohl von ter Befchaftungsmöglichfeit ter nötigen Materialien ab. Wmn auch bas Anlagekapital für bas Unternehmen jetzt viel höher ist als in ber Borkriegsvttt, so gleicht sich dies durch bic höheren Preise aller landtoirtschaftticken Produkte hin­reichend wieder aus. Die Wollknapvhnt wah­rend tes Krieges hatte auch teer zur Anschaf­fung von Schafen gefütet Da teren Zahl jetzoch zur Errichtung einer (tenvinbefelyff tH nicht ausreichte, war mit einem ausnxirtigenSchasbefitzer ein Vertrag abgeschlossen Worten, wonach dieser gen en Auftrieb einer größeren Anzahl eigener Schafe bie h-esigen Scktafe rnidveidm liefe Inzwi­schen hat sich bte Zahl ber hier g hrltenen Schafe so vermehrt, baß mit Wirkung vom 1. November zur Errichtting einer selbständigen Ge­meindeschäferei geschritten worden ist.

Starkenburg und Rheinhessen.

mc. Von ber Bergstraße, 28. Okt. Die Weinlese ist beendigt. Der Ertrag ent­spricht einem Mittesherbst. Trotz ber schlech­ten Witterung im August würben teilweise recht hohe Mostgewichte festgestellt.

fressen Nas'nu.

mc. Frankfurt a. M., 28. Okt. Zwi­schen dem Magistrat und ber Eifenbehnbirck- tion schweben Vechnndlungen zur liebemafeme ter Hafenbahn durch den Staat. Die Stadtverwaltung erklärt, die jährlichen Zu­schüsse von bald zwei Millionen für die Bahn nicht rnchr tragen zu können, zumal die Bahn nahezu gänzlich dem fiskalischen Verkehr diene.

fd. B a d - W i l d u n g e n , 28 Okt. Ten Gi v fei" der Diebessreckiheit <rstieg in ter Nack-t j:rm Sonntag ein Mens >, ser aus tem 45 Meter hohen Sckwmstein der 8ieg<fei kletterte und büt b e Platinspitz' des Alitzobtei fers ab» feilte. Borütergehen.'e satten ivohl in ter stock­finsteren Nacht bas Geräusch au? frimmelshölren tybört, konnten sich aber feine fre-ckunst nidjt er­klären.

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