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JAUtn hnrt> in der

. Etatbrratung

weitcrgetahren. Kap. 9, üotterif, bas eine Er- V i-ung der Einnahmen um 100 750 Mark bringt, p.® yfrne Debatte angenommen. Ebenso Ka- ?! - .1®' direkte Steuern, mit einer Einnahme von 86 548 WO Mark uni) 62 500 Mark in 9ui»gabe; hxnit: Kap 11, Landtag, mit 80 Mark in Ein- Emen und 385 950 sviark in Ausgabe; Kap. 12, V'Chimtmininmum, in Einnahme 1400 Mark, in Ausgabe 252 735 Mark, unter Beibehaltung des -iU'cttorS des Presseamtes in dem seitherigen Ver- iL^llUd.- Kap. 13, auswärtige und Reichsver- Utnrsse, Einnahme 80366 Mark, dlusgabe £90 1/8 Maik; t>vop. 14, Oberrerhnungskammer, Jmrt) ausgesetzt. Tie folgenden Kap. 15, Berwal ^ngsgerrchts'lpf, Kap. 16, Hans- und Staatsarchiv, 1', Rhein schif fahrt, Kap. 18, Postgebühren, linocn gleichfalls v-hne Aussprache GenelMigung. or, 3n Kap. 19, Ministerium des Innern, bringt Knoblauch (So-.) eine 9irii)e von Be- saiwerden vor. Es seien heute noch Personen an leckender Stelle des Isforts, die den alten Guß in srd) 'l-aben, und seien vielfach noch Leute vorhanden, die sich bei der Arbeiterschaft mißliebig gemacht haben. Bei den Kveisdircttvren werde viel­fach rwch in der alten Form gearbeitet. Es sei eine Alr-ige Umarbeitung des Verwaltungsgesetzes und mc Aufhebung der Vorrechte der Standosherven rröng. Tic T r t e l s u ch t vieler Beamten erfordere eine Aenderung. Er bemängelt auch das Auftreten mancher Gendarmen, die alle ein sehr gutes Aus- srben zeigen. Ebenso fordert er einfachere Uniform bei der Sicherheitspolizei, Anpassung deren Führer an die moderne Zeck und schärfere Maßnahmen gegen die Zigeunerplage im Odenwald usw.

Abg. Dingeldey (D. Bp.) weist auf die große Bedeutung des Amtes und die Äerantwor- tuwc hin, die der Münster des Innern in der hei'lVen schweren Zeit hat unb kann feststellen, daß tvr Minister mit seinen Räten und Ausfüh­rung Avaauen im allgemeinen den Grundsätzen ent­sprich., Vic man an die rnnere Verwaltung stellen kann. 3k\t den Beamten müsse man in erster Linie Verlangen, daß sie sich auf den Boden des Ge- sttzeZ stellet und es gehe nicht an, wie es der Vorredner getan, die _ allgemeine Beschuldigung auszusprechen: man habe kein Vertrauen zu den Kreisdirekioren. Man solle bestimmte Beschuldi- gungerl aussprechen. Den kleinlichen Vorwürfen den Gendannen gegenüber sei zu beachten, daß drese Leute eine sehr undankbare, verantwortungs^ volle Ausgabe haben: hierdurch werde die Är- beitsfreudlgkeit der Leute sicher nicht gefördert. Auch bje Kritik der Sicherheitspolizei, die man sehr nötig habe, sei in dieser Form, besonders von einem Abgeordneten aus Darmstadt ,nicht an- «. Es sei auch in keiner Weise nachgewiesen, ter der Sicherheitspolizei auch Baltikum­truppen seien. Er erwähnt noch das Vorgehen des Ministeriums, welches ut der Durchführung! der städtischen Besoldungsord-nurrg hindernd in den Weg trat. Kleinlich sei auch, Privatgespräche von Beamten zur Veranlassung von Disziplinarmlter- suchungen zu nrachen, ivas er dem Minister zum Vorwurf ina.d)en müsse. 9ciur wenn alle Kreise den Beamten mit eirtsprvchmdcm Vertrauen entgegen» fern men, kann man den Bvamterikörper zu einem tauglidjen Instrument machen.

Abg. Diehl ( H. Bpt.) wendet sich gegen die von der linken Seite des Hauses wiederholt ge- vrachten Vorwürfe gegen den sogen. Ge'heimratS- geift. Von diesen Geheimräten werde meist soviel gearbeitet, daß sich auch mancher Volksvertreter daran ein Muster n^lMen könne. Bon dem Dienst­eifer und tent Pflichtgefühl loerbe nicht gesprochen.

Minister des Innern Tr. Fulda Muß es dem Anstandsgefühl des Abg. Knoblauch überlassen, ob es richtig sei, Verfehlungen, die man ihm vor Jäh­ren zum Borwurf mochte, heute wieder lauhugrcifen. Es komme bei ihm in.erster Linie auf die Tätigkeit des Beamten an und die politische Gesinnung könne nid>1 ousschbaggebend sein, so lange er nicht gegen die 'Ocutigeit Verhältnisse verstoße. Es fei unrecht, von (Mwimratsgeist zu sprechen, man stelle ihm frem Redner dadurch ein schlechtes Zeugnis aus. Er höre den Rat seiner Geheimräte gerne, werde sich aber alle Entschließungen selb- ständig vorbeihalten. Er hätte gewünscht, daß Abg. Knoblauch auch nur einen Fall genannt hätte, in welchem ein hessischer Staatsbeamter sabotiert habe, er hätte feine Klagen auch früher Vorbringen können und gerade er (Knoblauch) hätte G> legenheit genug, diese ihm (Redner) mitzuteilen, da er wohl wilse, daß er jederzeit zu fpredxm fei. Er nimmt bann nod) die Verwaltungsbeamten in Schuh. Er bespricht bann den Büdinger Fall. Der Fall roerbc noch untersucht. Die Be­rufung ber Reichswehr nach ,Büdingen war not­wendig. Eine Reform der Verwaltungsgesetze könne man nicht olptc weiteres vom grünen Tisch au's machen. Auf seinen Wunsch sei zur Einreichung von Vorschlägen und Anregungen bisher von keiner Fraktion entsprochen worden. Man müsse auch die reichsgesetzlichen Bestimmungen ab­warten, auch habe man trotz vermehrter Arbeits­last weniger Beamte zur Verfügung. Die Aende­rung ber Verwaltungsgesetze werde durch das Ge­samtministerium erledigt. Richtig sei

die große Titelsucht, die unter den jetzigen Beamten oft stärker sei wie in dem alten Obrigkeitsstaat Früher sollte ber Titel ein Ausgleich für den geringen Gehalt sein, heute sei dies doch nicht mehr nötig. Ein Titel müsse vorhanden sein, er müsse aber einfach, kurz und bündig sein. Auch die Einzel st ationie- rung der Gendarmen werde man fördern. Er Hütte gewünscht, daß ber Abg. Knoblauch die Bemerkung über das gute Aussehen ber Gendarmen im Zusammenhang mit der Hamsterkontrolle ge­bracht hätte, denn es gebe auch Gendarmen, denen es nicht so gut gehe. Freilich kommen auch Klagen über einzelne Gendarmen vor, doch fei eine all­gemeine Klage nicht berechtigt. Früher habe auch eine Bestimmimg über die einheitliche Verwendung des Hamstergutes gefehlt. Eme solche sei jetzt aetroffen. Auch müsse er die Ausführungen des Abg Knobaluch, daß die Sicherheitspolizei einen militärischen Anstrich habe, zurücktorisen Bei der Ausstattung der Uniform mußte man äuf die Anforderungen ber Mannschaften selbst, zu denen auch viele Arbeiter gehören, Rücksicht nehmen. Tie mcit-'ren Anstände des Abg. Knoblauch werde er prüfen. Der Vorfall in Friedbc rg habe sich nach eingehender Prüfung als harmlos er­wiesen die Vorwürfe, daß man die Selbstverwal­tung beschränken wolle, seien nur insoweit berech­tigt als man durch die reichsgesetzlichen Bestim­mungen Anordnungen zu tveffen habe^

Abg Knoblauch (Soz.) geht nochmals auf seine v°rb-r^n AnsjÜhrnngen nüber ein, die -r aer nüber den Widersprüchen des Abg. Dingeldev und des Ministers des Innern teils richtig stellt und Zurückweist. Er nermahrt M irnter gegen^ über den Angriffen deS Ministers -tr. Ful, a daß

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Anläßlich de tagrS der mngd lands unb Dmt gestern abend ii konzerl statt, öe vssnete das Pm Iviraim in Werner-^ni derbare Arie J Bach. Die ihn faltete sich fefai dem von Hugl tutbi. Neben schenen Einlac noai einLa! iwÄi Arivlo Mjdmme form gnj der San

Herr Gej der sich gütidl z M'! Wißlinioli, Largo von Hande erniler Aufsassun technisch kompiiz« der Matthan unifr" ton Mi «Mainz) sang i stimme eine A Haydn, wobei d Organs zu besoni üt genug" aus i A ktoie den 2 schlich dv Wx Lrgellonate in F- «ren beträchtliche^ Lrganist Görlach Ar können sch M8ener Aievlog tchöne künsilensch "chmcn derben.

t o m m e n st e u e r fstr das! Rechmmgsjahr 1^20 ac» folgt bekanntlich erst zu Anfang des -ö<n7re5 fte werd daher nwhl in den meisten <yalten bte Nachforderung nicht unerheblicher Steuerbeirige iur das Recl>nungsjahr 1920 zur Folge h^u. Um die Steuerpflichtigen vor den Schüvierigreitender späteren Zahlung aufgtlaufener Beträge möglichst zu fidiem, sind die Kassestellen angeimeien, tiov auszohlungeu in jedem Betrage aus du Rerchv- eintemmensteuer anzune'hmen. Tie Zahlungen )tnö an die für den Wot/nfitz des Steuerpflrchttgen am 1. April ds. Js. zuständige Kassenstelle Be- zirkskasse «oder Untererbebfti'lle zu leNlen. Im Interesse der Psliclstigen wird auch an dreier ötelto aus die Vorteile der Vorauszahlungen rm^vtnblrck. auf die Begleichung der im Frühjahr k. os. «rd- gi'lltig festzustellenden Steuerschuld hmgyvvesen. (Vgl. auch die.Bekanntmachung im Anzeigenteil dieses Blattes.)

** Diebstahl. In der vergangenen Nacht wurden aus einem Anwesen außerhalb der Stadt 6 große, graue belgische Riesen- Kaninchen gestohlen. Aus einer am Stadt­rande gelegenen Wirtschaft wurden durch Einbruch in das Lokal zwei Flaschen Schnaps/ 400 Zigarren, ebensoviel Zigaretten, etwa 150 Brotmarken, Butter- und Lebensmittel­marken entwendet. Vor Ankauf wird gewarnt. Festgenommen wurde ein Fremder, der gestern aus einer hiesigen Wirtschaft einen Geldbetraa entwendet hatte.

** Die Auszahlung der Familien- Unterstützungen findet für die Zeit vorn 1. bis 15. August am Samstag, 31. Jstfi, vor­mittags von 1012 Uhr im Stadthaus, Zim­mer Nr. 7, statt

** Freibank. Am Samstag, 31. Juli, 13 Uhr nachmittags, werden die Nummern 10011100 beliefert.

** Die Anhaltung und Rückbe­förderung eines Polentranspor- tes. Herr Reservelokomotivführer Muhl bittet uns um Aufnahme folgender Zeilen: Da mir von verschiedenen Seiten der Vorwurf gemacht wird, ich ließe eine gewisse Zeitungs­notiz unwidersprochen, so erkläre ich, daß mir die Neutralitätserklärung unserer Regierung schon am 24. Juli bekannt war und daß ich demgemäß gehandelt habe. Da ich den Zug, infolge der Weigerung des Stationsvorstan- des, einzugreifen, allein nicht revidieren konnte, so sprach ich mit dem Transportfüh­rer (Oberleutnant). Dieser verweigerte mir das Eingeständnis, daß er Munition habe, gab aber zu, Gewehre und Karabiner befänden sich im Zuge. Da die G. der d. Lokomotivführer und ihre Anwärter am 25. Juli betr. Neu­tralitätserklärung noch keine Stellung genom­men hatten und da weiter die Vorstände des Maschinenamts und der Betriebswerkmei­sterei Gießen uns Lokomotivführern noch keine Anweisung gegeben hatten, so mußte ich in diesem Sonderfall selbständig handeln. Diesen Polenzug, 78 Achsen stark und be­deutend schwerer als angeblich 720 Ton­nen, verweigerte ich in der Rich­tung Cassel weiterzufahren. Ich be­förderte den Zug rückwärts auf den Rangier­kopf und stellte ihn hier ab. Bis hierhin trage ich die Verantwortung. Genannter Polenzug wurde am 26. 7.30 Uhr abends wieder nach Coblenz transportiert.

** Eine öffentliche Eisenbah­ner-Versammlung wird am Samstag, 31. Juli, nachmittags 3 Uhr, im Cafe Lech veranstaltet. Hebet die Reichslohntarifver­handlungen wird Herr Collet-Cassel, Mit­glied der Zentrallohnkommission, sprechen.

Kreis Büdingen.

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Der Finanzausschuß

des Landtags beriet in einer hnittgen Donnerstag-- Sitzung Mnächst die Regierungsvorlage betr. die Baukostenzuschüsse die öhne Widerspruch angenommen wurde. Auch die Regvemngsvorlage betr. die Gewährung eines Vorschussesandie H a ndwe r kska m me r wurde angenommen. Durch eine weitere Vorlage wird die Regierung ermächtigt, für Notstandsarbeiten den Be­ttag bis zu 20 Millionen Mark zu verwenden. Auch wird das Nvtgesetz betr. die Berling^rung des Finanzgesetzi^s bis August dieses Jahres genehmigt. Schließlich wird nod) die Vorlage betr. das K u n st- straßengesetz, durch welchen der Kredit für Her­stellungen von einer Million auf zehn Millionen Mark ethöht wird, gutgeheißen.

Kreis Lauterbach.

Bodenschätze int Schlitzerland.

Q Schlitz, 28. Juli. Tie von der Zeche Luise" -Ober-Ohmen am nahen Eisenberge aus- geMrten Sd>ürfirngen noch Eisenerz sd-eineu nach den bis jetzt vorliegeirden Ergebnissen doch nicht den Erfolg zu haben, den man ursprünglich er- Itxrrtete. W!phl wurden bis zu 70pvozentige Eisen­erze gefmrden, aber in so geringer Menge, daß sich der Abbau faum ldhnen dürfte, zumal auch die Ab­beförderung der Evze aus dem verkehrsentlegenen Gebiet des Eisenbergs fe'br teuer würde. Sv dürfte es, wie in den 80er Jahren auch jetzt tvieber bei den Schürfungsversuchen bleiben, vorausg?setzt, daß die Sd'ürfiiugen in t|en niäichfton Tagen wider Erwarben bod) nickt nod) bessere Resultate zeitigen. Mit den Schürfmrgen nach T v r f soll nach der Grum­meternte von ber hessischen Regierung begonnen werden. Torfvorklommen finden sich im Schlitz- und Fnldagrund unb in den Seitentälern an verschie­denen Stellen. Bei BernSdausen wird er schon seit Jahren für die Mvorbäver in Bad--Salzschlirf abgebaut. Aud) Kali scheint im Shlitzerland an verschiedenen Stellen vorzuÜonnnen, mit Sicherheit tedenfalls bei Pfvrd t.

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11 u e r. Tie c n b- Snr Re,chsern-I

er mit den USP.-Leuten in einen Tops geroorfen toerbe. Ob bei der Sicherheitswehr die notige Sparsamkeit obwalte, möchte er doch ber^kifeln, da jetzt für die Sicherheitswehr 100 Rader für 200 000 Mk. gekauft wurden.

Abg. Kiel (U.S.P. verwckhrt sich dagegen, daß feine Partei gemeinsame Sache mit der fran­zösischen Regierung mache. . a.rt ,,,

Das Kapitel witt> genehmigt. -Schluß s/i2 Uhr.

Nächste Sitzung: Nachmittags Uhr.

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Die Finanzr^ letzte Verhandln!!

A«r Stadt und Land.

Gießen, den 30. Juli 1920.

Reue Richtpreise für Gemüse und Frühobst.

Laut Beschluß der ftädttschen Lebensmittel- Deputation werden folgende Richtpreise für den Klernhandet mit Gemüse und Frühobst als angemessen erachtet: Erbsen das Pfund 60 bis 70 Pf., Bohnen, grüne und gelbe, 40 bis 60 Pf., Karotten ohne Kraut 3040 Pf., Kohl­rabi, oberirdisch, 2030 Pf., Weißkraut 50 bis 60 Pf., Wirsing 5060 Pft, Römisrch-Kohl 25 bis 30 Pf., Zwiebeln ohne Schlotten 4050 Pf., Menggemüse 30 Pf., Salat das Stuck 1220 Ps., Gurken das Stück 612 Pf., Birnen das Pfund 11,20 Mk., Aepfel 11,20 Mk., Fallapfel 15 bis 25 Pf., Pflaumen 11,30 Mk., Reineclauden bis 25 Pf., Pflaumen 11,30 Mk., Mirabellcln 1,201,50 Mk., Reineclouden 11,20 Mk., Apri­kosen 2,50 Mk., Pfirsiche 2,50 Mk.

Es ist erfreulich, daß die stadttsche Lebeilsmittel- Deputaticm für den Kleinhandel mit Gemüse und «Frühobst so billige Richtweise festgesetzt hat. Ob man die angeführten Lebensmittel zu diesen Preisen bekommt unb billiger Meise erhalten kann, ist eine andere Frage. Die Früh-artoffeln sollen z. B. vom 1. August an 32 Pf. kosten, unter 1,101,20 Mk. ist das Pfund Kartoffeln jetzt aber nicht zu haben, denn es gibt keine deutschen, sondern mir belgische Kar Löffeln. Das Schlagwort ist die Miße ritte der Fiühkartoffel in Deutschland. Wenn die Verkäufer in jedem Fall gezwungen wurden, den dLack^veis zu liefern, daß sie zu dem Vben Preise tatsädstich belgische ober sonstwie ausländische Kartoffeln ver- °k-rufen, würde ilxnm ber Nachveis sicher nicht immer gelingen. Es wäre lohnend, wenn die Lebensmittel- Deputation diese Verhältnisse klarstellen könnte.

Gießener Kinderhilfstage.

Aus die vielfachen Anfragen über das Ergeb- nrs der Kin de r hi lfs t age sc,hierdurchaii5 zuverlasnger Quelle mitgeteilt, daß die B ü chf e n- s a mmlung durch Schulkinder 8076,14 Mk die y T?lcft im Mlofophen- die Zeichnungen bei d e r Mitteldeutschen Kreditbank 1915 Mk, andere Sammlungen und Spend en 987 Mark betrugen Tie Gesamteinnahmen er- gaben 19 221,17 Mk., von welcher Summe noch die nicht allzugroßen Unkosten abgeben. Alleii Vellern, Helfermnen, Spendern und Spendcrinmn sei neben der Freude und Genugtuung über den un­erwarteten schönen Erfolg des ganzen llntcrneh» 'men« auch noch an dieser Stelle l-erzlicher Dank gesagt.

Beranstaltunften.

^Lreita^SO. Juli: Hotel Enkhom, 8V, Uhr, Buchwald. Lichtspieltheater wie gestern.

n . ** Amtliche Personal nachrichten Uebectragen wurde am 22. Juli dem Lcbrer 1o° iU Babenhausen II (Str. Sdjottcn) k?5e^^Eblle an der Volksschule zu Wet- Jakob M Schulamtsaiiwärter

au§ Gernsheim eine Lehrerstelle

^°lÄuIe^5u Muschenheim (Kreis ^c&en) uno der Schulamtsanwätterin Ehristtne 11. <8® o rfe n b e r g (Kreis Friedberg Sine

D&ndr ne an SSoIKto'tle M Bi°l«iLciz n der Landesuniverfi-- föt- Vhil. Karl Hummel, der sich für das Fach der Geologie und Palaeontoloche an unserer Universität zu habilitieren wünscht halt am Samstag, 31. Juli, vormittags 11 Uhr c. t., un großen Hörsaal seine öffent­liche P robevo rlesung über das Thema:

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la. Grebenhain, 28. Juli. Arn Sams­tag mittag wurde die 18jährige Martha M o r - f ch e k von Ulrichstein, die ber dem hiesigen Gast­wirt Horn in Diensten steht, von dem 16jährigen Sohne des Hom im Borplatz des Hornschen Eis­hauses erschossen. Ob Unvorsichtigkeit oder ein Verbrechen! vorliegt, ist noch nicht festgestellt.

Hessen-Nassau.

fd. F r a n k f n r t a. M., 28. Juli. Durch Ver­mittlung des amerikanischen Bankiers James Speyer wird in Frankfurt in absehbarer Zeit eine Verteilungsstelle amerikani­scher Lebensmittel eingerichtet, wie sie be­reits in Hamburg besteht. Durch diese Stelle farm die Bevölkerung von Verwandten und Bekannten m Amerika LebcnsmittelscheckS beziehen, die zum Erwerbe von Lebensmittelpaketen in größerem Um­fang berechtigen.

bereit erklärt hat, ben Bäckern einen Zuschuß zu leisten.

O Fulda, 28. Juli. Die Stadtverordneten bewilligten in ihrer gestrigen Sitzung meh­rere Millionen für soziale Zwecke, Behebung der Wohnuiigsnot und Be­kämpfung der Teuerung So wurde u. a. für Beschaffung von Wohnungen Vr Million zur Verfügung gestellt. 22 Wohnungen sollen allein durch den Ausbau des Artillerie-Wagenhauses, 4 Wohnungen durch den Ausbau des T-achgei chosse-2 der Gendarnieriekaseme schon in nächster Zett gewonnen werden. Unsere Stadt ist beftrebt, auch weiterhin in der Bekämpfung der Wohnungsnot die führende Stelle in Hessen-Nassau beizubehalten. Infolge ber herabgesetzten Verkaufs­preise für Speck, Fett, Hülsenfrüchte und Kon- denzmilch sind Fehlbettäge von l1/» Millionen entstanden, die die Stadt decken will. Der Früh­kartoffelpreis wurde nach dem Einkommen der Bezieher gestaffelt. Er betrug 15 Mk. für Minderbemittelte 1. Grades (bis 10 000 Mk. Einkommen), 20 Mark für Minderbemittelte 2. Grades (bis 15 000 Mk. Einkommen), etwa 40 Mk. für Bemittelte (über 15 009 Mk. Ein­kommen). Den durch diese Feftsetzung entstehen­den Fehlbetrag von etwa 400 000 Mark will die Stadt übeniehmen. (Derart gestaffelte Kar- toffelpreise können doch recht ungerecht wirten, wett dabei weder die Kinderzahl noch die Tatsache be- rückftchtigt wird, daß m den Gasthäusern, auf die Viele gänzlick angewiesen find, doch auch Kartoffel« verbraucht werden.)

tot. Limburg, 27. Juli. Ausgebrochen sind gestern nachmittag 2 Strafgefangene aus dem hiesigen Gerichtsgefangnis. Die beiden Burschen, die frisch eingeliefert worden maren, benutzten die Gelegenheit der ärztlichen Unter» suchimg zur Flucht. In dem Augenblick, wo sie dem Gerichtsarzt vorgefühtt werden sollten, stießen sie diesen und den sie begleitenden Wächter zur Sette unb waren auf und davon. Weiter wurde mitgeteilt, daß die Flüchtlinge, die Richtung auf bte Lahtt zu einschttigen, bte Lahn durchschwammen und bann die Richtung Offenheim genommen haben. Die Verfolgung wurde sofort auf genommen. Z« etwa derselben Zeit gelang es einem Freien - bieder Sträfling seinen Wächtern zu ent­nommen; er war zu Arbeiten im Freien kom­mandiert.

In der Nachmittagssitzung

wird zunächst die Verlängerung des Ftncm^g sttzes bis August 1920 genehmigt. Bei Kap. 21 tntliiert Abg. n zer (T. Vp.) die schlechten Verkehrs- ver'h'Ulnifie im Obewixttd unb regt dte.Wr«raute nähme des Kraftwageiwerkehrs WeinheimTroscl an. Tie Abgg. Knoll (Zentr.) und Feld­mann (Tem.) bringen BesckKverven über die un­günstige Kreiseinteilung in Rhri^hefien, tporanl der Minister des Innern Tr. Fulda, soweit d^S möglich sei, Besserung verspridst, aber crtLirt, daß UlMrend der Besetzung weft-ntlick^ Blenderungen un­möglich seien. Bei Kap. 25, Polizei, erllttt der Minister des Innern auf eine Beschwerde oeS Abg. Kiel (U.S.P.), daß er mit aller Energu: dte Polizei unterstützen und gegen di: -weifekhaften Elemente, die Unrühe zu ftiftm verfuck^en, wrgel-cn werde. Bei Ättp. 30, Srird^en, entsteht eme längere Aussprockie, in der die Abgg. Tr. Diehl (5x11 Bp.) und Lenhart, die Ansprüche der Kivchc nacbwrisen. In Kap. 32, Tierärztlicher Dienst, )vird von tten Abgg. Fenchel, Tr. Dehlinger undHahn (Hess. Bp.), Gef se r (T.-Nll.), Feld­mann )Tem.), Hoffmann (Z.) eine aus­reichende Entschädigung ber Land­wirte für die Verluste der Maul- und Klauenseuche gefordert und vom Rcgierungs- tii'dje zu gesagt. Tann werden die weiteren Kapitel bis 43 o'hne wesentliche Beanstandungen erledigt.

Schluß abends 3/47 Uhr. Nächste Sitzung Frei-

Oertrefertag der evangelischen Thcoiogenschaften.

Tie Verhandlungen des ersten Ta­ges eröffnete die Andacht des Dekans der thes- logifchen Fakultät, Prof. D. Tr. Schian. Dan» übermittelte ein Vertreter des Vorstandes der deut­schen Studentenschaft deren Grüße und Wünsche für die Tagung.

Nach Feststellung der Anwesenheitsliste, Ge- nefrmigitng der vorläufigen Geschäftsordnung and Bildung des Bureaus erteilte der Vorsitzende der cvangelisch-thoobogischen Fachgruppe, der die Ver­handlungen leitete, dem Berichterstatter Gießen das Wort zum ersten Bericht: Grundsätz­liches zur OrganisativnIfra ge. Neben dem Zusammenschluß der Studentenschaft im All­gemeinen Studentenausschuß (A.St.A.) und der A.St.A. in der deutschen Studentenschaft, wie er sich kraftvoll auf dem letzten Deutschen Studenten­tag zu Göttingen verkörperte, muffe auch der Zu­sammenschluß der Studierenden einer Faiftttät in lebensfähiger Organisation erfolgen. Jeder Stu­dent der Theologie gehöre mit der Immatrikulation ber Theolvgeiischaft an, und alle evangelischen Thoologenschaften bilden die Evangelisch-theologische Fachgruppe. Angestrebt werden soll,' der Zusam­menschluß der Evangelisch-khWlogisck-ien Fad>gruppl mit den noch im Borberettungsdienst und den schon im Beruf stehenden Th«logen zu einem allge­meinen deutschen T'hevlvgcnbund. Tie Evangelisch-theologische Fachgruppe sei bei enger Zusammenarbeit mit dem Vorstand der Tteutschen Studentensck>aft in Fack>fmgen selb sandig, genau sowie die ettizelne Thvvlogenschaft dem A. St. A. gegenüber. Tie durch gegenseitiges Vertrauen er­wachsene Zusonrmenarbmt zwischm Fakultät und Theustogensck>aft erhalte einen rcd)tlid)en Ausvruck. Als Aufgaben ftevFachvrganisationen 'würden sich ergeben: a) Wahrnehmung der studen­tischen Selbstverwaltung im Bereich der Fackwrga- nisation. Tätige Mitarbeit bei der Verwaltung der Hochschuleinrichtimgen im Bereich der Fakultät, c) Vertretung der Fack-genosseii gegenüber Fakultät und Senat sowie gegenüber Staats- unb Kirchm- beworben, d) Besserung ber wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Notlage ber Fachgenvssen und durch eigene Einrichtungen, e) Ergänzung des wisftn- sdiaftlichen Hvchschulbetnebs vurch hiltureUe unb soziale Einrichtungen, f) Pflege der inneren Ge­meinschaft der Fachgenossen untereinander intb Wahrung des Zusammenhangs mit ber GesamtM- dentenschaft. g) Erzielung eines geistigen und ar* ganisatorischen Zusaamneithangs mit beit in Vor­bereitung unb Beruf stehntden Theologen.

Im Ivetten Bericht behandelte in grundhätzttcha Uebcrcinflimmung mit dem erften Beistchterstatt« ber Vertreter der Evangelisd>-thvologischeii Fach­gruppe Praktisches zur OrganisativnS- frage unb rollte auf Grund des von dem Tatt-

ba. Büocngen, 28. Juli. Im benach­barten Aulendieback) rundete am Samstag nachmittag der Blitz in dem Hause des Frdr. Kahn. Durch das rasche Eingreifen der Feuenvehr und die tatkräftige Hilfe der Ernwohnerichaft ver­brannte nur ber Dachstock, während das übrige Gebäude gerettet werden konnte. Das Haus liegt am Endpunkt des Ortsnetzes der elektrischen Licht- leihtng, so daß angenommen wird, daß der Blitz auf den Stänker über gesprungen und von dort in Haus eingedrungen ist.

r, E^rankfurta. M, 29. Juli. Die neuer- lich geplante Erhöhung des Bratvreises

I wuicke nunmehr bermifb^n hn ga <s.

scheu Studeirtentag in Göttingen bespvochenen neuen Studentenrechts nick der entspre- I chenden Verordnung des preußischen Ministers für Wissenschaft, Kunst unb Volksbildung vor allem die Fragen auf iKtd) dem Verhältnis der Fachgruppe zur deutschen Studeittensd>aft und der ern-elnen T'hco logen schäft zu ihrer Fakultät bzw. denr A.St.A. Sodann besprach er Den Entwurf der Satzungen für die Evangclisdtet'hcvlogische Fachgruppe bcionderS in seinen strittigen Tellen. Auf seinen Antrag wurde der Entwurf einem Ausschuß von sieben Mitgliedern zur Bearbeitung und Vorlage am 3. Lethaiidluugstag überwiesen.

Die Aussprache erfolgte auf Grund dec vorliegenden Leitsätze und klärte zunächst das Ver­hältnis zwischen der deutschen Studentenschaft und der Fachgruppe. Bei ber Abgrenzung ber Selbständigkeit der Fachgruppe wurde vor allem § 16 des neuen Studentenrechts erläutert. Der Fachgruppe stehe Selbständigkeit des Besdstießens und in r inen Fachfrag n auch des Hantelns unter enger Zusammenaroett mit dem Vorstand der deutschen Studentenschaft zu. Die Finanzierung der Fachgruppe werde durch die deutsche Stu- dentenschast und (auf dem Weg über den A.St.A., durch die Fachfchaften erfolgen müssen. Ferner wurde der allgemeine deutsche Theo log en- b unb besprock>en und der Vorstand der Evangc- lisdtoklieologischen Fad>grupp: mit feiner Erster« bung beauftragt. Aehnlich wie bei der Fad>gruppe (gegenüber ber deutsd-en Studentenschaft wurde die Selbständigkeit der Fachschaft und ihre Zu- ' rcXlc6 fttmmenarbeit mit dem A.St.A. bestimmt und re <9tabt I gleichzeitig ber Vorstanb ber Fachgruppe beauf-