fein wird. Bonder Her°uziehung bevEmüch-f räumten Sitzung der La«r^mmluug
Aus dem Reiche.
Die Mglerungsbildung in Gotha gescheitert.
Gotha, 29. Juni. In der auf heute zwecks Bildung der neuen Regierung anbe»
Radikalismus und Herrentum.
Für den Wiederaufbau der deutschen Bolks- wir^schaft bedarf es inneren Friedens und der Erneuerung und Stählung aller von der Kriegswirtschaft zermürbten produktiven Kräfte. Wie steht es in beiden Hinsichten? So wenig der äußere Friede, der von Versailles, ein wahrer Friede ist — er ist nur eine paragraphierte Zwangsherrschaft der Sieger — ebensowenig der innere —, er ist nur eine mühsame Aufrechterhaltung des äußeren Ganges des Wirtschaftslebens, unterbrochen durch eruptive Gewaltakte, die teils dem vergröberten Kampfe der Weltanschauungen, teils der nackten Habsucht entspringen. Zwischen den Mühlsteinen des Klassenkampfes werden die produktiven Kräfte beständig zerrieben, statt gesammelt und vermögt zu werden zur Verwendung nach dem einzigen Ziele unserer Emporhebung von tiefstem Sturz. Während die Technik allen Scharfsinn aufbietet, um jede Energievergeudung im Produktionsmechanis- mus auszuschalten, werden die geistigen und seelischen Kräfte, die diesen Mechanismus beherrschen und den Zwecken vollkommenster Bedürfnisbefriedigung dienstbar machen sollen, lahmgelegt im Streit ihrer Träger um die Berechtigung ihrer wirtschaftlichen Grundanschauungen und um die Konstruktion des Gehäuses der Volkswirtschaft. Bei aller Achtung vor der Wichtigkeit der Grund- formen des Wirtschaftslebens: unendlich wichtiger ist doch der Geist, der sie ausfüllt und belebt. Ob Kapitalismus, ob Sozialismus, ob Milchfarmen beider — entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg ist schließlich die Gesinnung, bte die wirtschaftenden Menschen beseelt, leitet, antreibt. Darum sieht und füllt auch der Sozialismus Mit der Frage, welches mindestens gleich wrrhame Motiv er aii die Stelle des Erwerbstriebes tm Wirtschaftsleben zu setzen vermag?.
Diese Gesinnung kann nur fern cm möglichst restloser Ausgleich zwischen individualistischer und sozialer Lebensauffassung, in den der uralte Kampf zwischen Individual- und Sozialprinzip frch auflöst. Noch immer tötet der bloße Buchstabe, macht der Geist aber lebendig. Unsere Wirtschaftsgesetzgebung seit der politischen Umwälzung lebt sich m der Häufung von Normen und Formen förmlich aus, zum Stolz ihrer Urheber, die jedoch irren, wenn sie meinen, durch die Formgebung allein zum Ziel einer möglichst reibungslos arbeitenden und der Hohe früherer oder gar vollkommenerer Lebenshaltung zuführenden Volkswirtschaft zu gelangen. Die Gesinnung ist die wahre Kraft, dre bte Rader in Schwung setzt und erhält — ober aber still-
in Hamburg eintreffen.
Die in der Montagausgabe des „Berliner Lok.-Anz." verbreitete Meldung, daß bei dem Schiffsunglück in der Newa-Mündung .3000 Kriegsgefange ertrunken seien, wird von der Reichszentralstelle als nicht den Tatsachen entsprechend bezeichnet.
Die Parlamentarische Unterstützung der Regierung.
Berlin, 29. Juni. Zwischen den drei Regierungsparteien des Reichstages wurden heute unter Zuzlchung vcn.So^aldemakraten. die Besprechungen darüber fortgesetzt, .n welcher besonderen Form durch eine Resolution die neue Regierung für ihre nächsten Aufgaben von einer ausreichenden Mehrheit gestützt werden kann. Es soll dabei nicht die Form eines ausdrücklichen Vertrauensvotums gewählt werden, sondern die Regierung soll unter Zustimmung der Sozialdemokraten nur ersucht werden, im Sinne ihrer Program merklärung die Geschäfte zu ühren.
Dr. Brauns Neichsarbeitsminister.
Berlin, 29. Juni. (Wolff.) Der Reichspräsident hat auf den Vorschlag des Reichskanzlers das Mitglied des Reichstage Dr. Brauns zum ReichHarbeitsminister ernannt.
Der RerchshauShalt für 1920.
Lebenrmittelunruhen.
Maßnahmen gegen die hohen Preise.
ma. Mainz, 30. Juni. Hier wurde eine Kommission gebildet, die aus Stadtverordneten aller Parteien, aus Arbeitervertretern und aus Vertretern des Kleider- und Schuhhandels besteht. Diese Kommission soll nach und nach in den in Betracht kommenden Geschäften durch E i n s i ch fiTll hme der Bücher usw. nachpcüfen, ob die Kleinverkaufspreise den Einkaufspreisen entsprechend festgesetzt sind. Es bestand Uebereinstimmimg darüber, baß in allen Fällen, in denen sich übermäßige Preisausschläge ergeben, mit rücksichtsloser Schärfe evtl, bis Mr Geschäftsschließung vorgegangen tocrböi soll.
Mainz, 29. Juni. (Wolff.) Der gestrige Tag ist im allgemeinen ruhig verlaufen. Es ist wohl noch vielfach zu Ansammelungen gekommen, aber nirgends wurde eine Störung der Ruhe und Ordnung wahrgenommen. Die Vertreter der Landwirtschaft auf den Hauptobstmärkten haben gegen dr« iFestsetzung der Höchstpreise protestiert, da solche nach Aufhebung der Zwangswirtschaft für Obst ungesetzlich seien. Von verschiedenen Rednern wurde unter stürmischem Beifall der Versammelten in dieser Protestversammlung der Anbau- und Lieferungsstreik angedroht. ..
Main z, 29. Jmn. (Wolff.) Die Stadt Mainz hat anläßlich der Lebensmittelkrawalle an btc. Reichsregierung das dringende Ersuchen gerichtet, dafür zu sorgen, daß der we ite r en V e r te u e- rung der öffentlich bewirtschafteten Lebens mittel und Gebrauchsgegen- stände Einhalt getan wird. Ferner rotrb em Abbau der Kartoffelpeise und der ungerechtfertigten Zuschläge aus die Gestellungskosten mancher Lebensmittel und Verbrauchsartikel verlangt.
Würzburg, 29. Juni. (Wölft.) Gestern abend kam es auch hier zu Lebensmittel- u n r u h e tl Eine nach Tausenden zahlende Men- schenmenge versammelte sich vor dem Ratlxms. Du Reichswehr hatte dasselbe besetzt und forderte du Menge auf, auseinanderzugehen. Als diese der Aufforderung nicht nachkam, schoß die Reichswehr auf die Menge, wobei es mehrere Tote unb V er wundete gab. Auch heute fanden an mey- reren Stellen der Stadt größere Ansammlungen statt, W) ist es M Zusammenstößen noch Nicht gekommen ‘ ' 1
zehrenbach im Reichsrat.
Berlin, 29. Juni. (WTB.)'Ter Reichs- rat nahm We den.Gesetzentwurf über die Entschädigung der Mitglieder des Reichstages an. Tie monatliche EntschähiMNg wurde auf 1500 Mark bemessen.
Zn der heutigen öffentlichen Sitzung. des Reichsrates stellte sich der Reichskanzler Feyren- b a ch vor. Er sagte dabei, er lege gvotzen Wert auf ein Vertrauensverhältnis und gemeinsames Arbeiten zwischen Reichsrat und Reichsregierungi Tie Interessen tion Reich und Ländern seren i<t doch in den wesentlichen Punkten dieselben; rn der großen schweren Not unserer Zeit leien hnr auseinander angewiesen. Wie er sich im einzelnen das Verhältnis zwischen Reich und Landern bente, 'habe er bereits in feiner Programmrede zum Ausdruck gebracht. Er würde W erfreut fern, wenn er den eigenen Anschauungen des Reichs,vats m diesen Punkten damit nälchrgeöommen Jet, und wenn die Anschauungen darüber uberevnsrimmen würden. 1
stehen läßt. . . , . v
Hier stehen sich nun zwei feindliche Pole . gegenüber, in denen alle Spannung erner himdert- . jährigen Konsliktszeit sich ansammelt und zur , Entladung kommt: Radikalismus und . H e r ren t u m. Der Radikalismus zieht seine , Nahrung aus den Begehungs- und Unterlalsungs- sünden besonders der Frühzeit, aber auch der Hohe- zeit dos Kapitalismus, in der der Arbeiter als lebendige Arbeitsmaschine der toten Ungegliedert und daher ebenso wie diese nur ME zum Zwecke dec Unternehmung war, als Mensch mit ^elbst- zweck also nicht zu Recht und Geltung kam. Erne Volkswirtschaftslehre, die — durchaus nawerweise, keineswegs aus Ueb.ftwollen gegen den Arbeiter den volkswirtschaftlichen Zweck der Unternehmung nur in der Schaffung möglichst großer Gütermengen (Tauschwerte), den privatwrrtschoftlichm nur in der Erzielung des größten Prosits sah, ohne in ersterer Hinsicht auf die Wichtigkeit der Verteil iiiig und ihrer Gesetze, m letzterer auf die Stellung der zum wirtschaftlichen Erfolg zusammenwirkenden Menschen im Produktionsprozeß und ihre dadurch bestimmte Lebmslage zu achten, schuf den Nährboden für bte .Kritik des Sozialismus, bie an diese Zustande ihre fcharft i Sonde legte. Der Sozialismus entstand aks das hohe Lied von der Arbeit und ihren heftigen, aber schwer gekränkten und verkümmerten Menschenrechten. Ihre Einsetzung m, diese Rechte — über bereit Wege bte Meinungen in seinem schoße freilich weit auseinander gingen — war ihm Befreiung und Erlösung der Menschlich
Wie steht es heute mit dem Hymnus auf die Arbeit? freute, wo die Arbeiter die politische und soziale Macht und im Wirtsch-ttsl-ben die volle Gleichberechtigung errungen haben, itnd Arbeitslust und Arbeitsenergie, ia selbst die elementare Erkenntnis von der Bedingtheit aller materiellen und geistigen Kultur durch Maß und Grad bet Arbeitsleistung, in jähem Absturz. Daß Geld nur eine Anweisung auf Ware ist, wo also Ware mangelt, diese Anweisung nichts ist, Ware aber nur durch Arbeit entsteht, dafür fehlt dem Radikalismus heute das Verständnis — oder der Wille zum Verständnis. Radikalismus erzeugt aus sich selbst heraus immer stärkeren Radikalismus, mit dem dadurch steigenden Fanatismus schwindet aber bie ruhige Erkenntnis. Der Radikalismus verfündigt sich heute nicht nur an der Wirtschaft des Volkes und damit am Volke selbst, sondern zugleich am klassischen Sozialismus, dessen entarteter Sproß er ist. Nach außen hin zur Macht gelangt, tft er qeiftig deklassiert und offenbart dies in dem Mangel teglichen Gefühls für das ungeheuere Maß von Verantwortung, das der Arbeiterschaft seit der Erlangung der Macht zufklllt
Das Herrentum betätigt sich vornehmlich in der trotzigen Festhaltung unterhöhlter, durch die Entwicklung innerlich unhaltbar gewordener Machtpositionen. Er läßt sich, was er nicht festhalten kamt, lieber aus den Händen rcipen, als daß er es vergibt. Die Wirkung ist dann stets die, daß der Wert der ertrotzten Zugeständnisse ihm nicht auf der Aktivsefte gebucht wird, tote es der Fall sein würde bei vorbeugende: Nach Neuigkeit geaeu Forderungen, deren Durchsetzung doch nur eine Frage der Zeit ist, lonoern a;if m: iMiu feite — auf Schuldtouto, statt auf Berbienstkonw,
Frankreichs KriegSgewinnsteuer.
Paris, 29. Juni. (WTB.) Havas. Der Finanzminister teilte im Minister rat mit, die Steuer aus den außerordentlichen Kriegs- gewinnen würden sechs Milliarden Francs einbringen. Der Ministerrat genehmigte den Antrag Morin, der die für den Wiederaufbau der befreiten Gebiete bestimmten Kredite auf 17 Milliarden festsetzt.
Aufhebung der Zwangswirtschaft in Frankreich.
Paris, 29. Juni. (Wolff.) Der .fr<rn- zösische Handelsminister Isaac erklärte in der gestrigen Kammersitzung, daß alle Lebensmittel, mit Ausnahme des G e t r e i d e s, demnächst für den Handel freigegeben würden.
Generalstreik in Italien.
Mailand, 29.Juni. (WB.) In einer Nachtsitzung beschloß die Arbeitskammer den von Dienstag ab zu proklamierenden Generalstreik.
Verbot der Kohlenausfuhr aus Amerika.
Amsterdam, 29. Juni. (WB.) Dem Neuyorker Korrespondenten der „Times" zufolge hat die amerikanische Staats-Handels- kommission eine Verfügung erlassen, die in ihrer Wirkung auf ein Verbotder Kohle naus fuhr nach Europa hrnauskommt. In der Verfügung wird bestimmt, daß die Staaten Neuenglands das Vorzugsrecht auf Kohlen haben. Man ertvartet aber, daß die Verfügung noch Abänderungen erfährt.
Der Friedensvertrag mit Oesterreich.
Paris, 29. Juni. (WTB.)>Ter Senat wird morgen die R a tifi zieru ng> des,Friedens- Vertrag es mit Oesterreich besprechender Bericht des Senators Jmbart be la Sour, der Umte verteilt wurde, befürwortet bte Ratifizierung des Vertrages.
Schleifung der DardanellenfortS.
Paris, 29. Juni. (Wolff.) Dem „Exchange Telegraph" zufolge haben die Allier- ten die Schleifung der Dardanellen- v r t s beendet.
London, 29. Juni. (Wolff.) JmUnter- 'Banfe sagte Lloyd George am eine Anfrage über das kommende Leipziger Verfahren siegen btc des Kriegsverbrechens Bei chuldigten, ein alliierter Ausschuß erwäge augenblicklich Schritte, nm sickterzustelleii, daß das VSrtetzren nicht ungehörig. hinausgezögert werde., yciajt* Zustandekommen des Kaiser p r o z e 1 s e s bedeute keine Pstichtversäumnis der englischen Regierung, da der Kaiser nicht! erreichbar sei. Er glaube nicht, daß der Kaiser weiteres Blutvermeßen wert 1 en Bottomley fragte, ob Lloyd George tatsächlich glaube, daß die Aufrechterhaltung! der Ausl t e - fernngsfvrderung M Blutvergießen fuhren würde. Lloyd George erwiderte: -Xn.(fAnh 'ftrt. abgelebm und es gibt nur einen Weg, um das Land M zwingen". Lluf bie Bemerkung, daß bte Auslieferung des vormaligen Kaisers auf jeder Wahterversammlung in Englanv ausdrücklich versprockMi worden sei, entgegnete Lloyd George, es sei nicht versprochen worden, bte Auslieferung des Kaisers zu erzwingen, wenn er sich in den Händen einer neutralen Macht befinde, die die Auslieferung ablehne.
Berlin, 29. Juni. (WTB.) Tas Kabmett befaßte sich in der heutigen Sitzung hauchtiEtch mit der 'weiteren vorläufigen Regelung des Reichshaushalts für 1920. Es gönnte sich ben Gründen, bie das frühere Kabinett zu seiner Zustiinmung veranlaßte, nicht verschließen und stimmte ballier dem Entwürfe zu. Im, übrigen wurde beschlossen, bie Frage der Vereinfachung der Reichsbchörden und der Neiiabgrenzung der Zuständigkeit unverzüglich in Angriff zu nehmen. Zusammentritt des RcichswirtfchaftSrats.
Berlin, 30. Juni. Dem l)eutigen Zusammentritt des Reichswirtschasts- rats widmen die Blätter verschiedene Wünsche und Hoffnungen. Die „V o s s i s ch e Zeitung" erinnert daran, daß das Ratesystem durchaus keine bolschewistische Errungenschaft sei. Der gesunde Gedanke, die Trager der Produktion an der Ausübung. der Staatsgewalt mitarbeiten zu lassen, spielte bereits 1905 eine Rolle. Der Reichswirtschaftsrat werde schon in seiner heutigen fassung den Versuch machen müssen, sich Rechte über das Maß hinaus zu erkämpfen, das ihm der Geist kurzsichtiger Politiker verwehrt habe. In der „Deutschen Allgemeinen Zeitung" wird gesagt: Noch ist das Fundament der improvisierten Spitzenorganisation relativ schwach. Durch Leistungen muß es die Fundierung verstärken, von der andererseits ihre Leistungsfähigkeit selber abhängt. Klassen erscheinen nach außen die Träger egoistischer Sonderinteressen von Gruppen, die an sich nicht produktiv frnb. Stände sind im Innern aber solidarisch, und diese Solidarität komme dem Ganzen zunutze, weil sie produktiv ist. Daß der Ständeegoismus nach außen nicht ebenso verheerend wirkt als der Klassenkampf, das zu verhüten ist die vornehmste Aufgabe des Reichswirtschaftsrats.
Die deutsche Delegation für Spaa.
B e r l i n, 30. Juni. Die „Voss. Ztg." hebt hervor, daß die deutsche Delegation für Spaa von einer Reihe namhafter Bankiers begleitet
Wie leidenschaftlich hat man sich gegen vertrag gewehrt, sich lieber durch Androhungen und Machtproben Zugeständnisse abzwingen laften, ’tatt paritätisch zu verliandeln. Heute muß man das Joch des Achtstundentages, des Betriebsrätegesetzes und andere Lasten auf sich nehmen, gegen >ie der Tarifvertrag federleicht wiegt und von denen man sich mit ihm ach wie gern loskaiften würde. Rechtzeitiges Einlmken nach der Richtung des Ausgleichs der widerstrebenden, Interessen sollte dem fd>on durch seinen Beruf auf das kühle, rechnerische Abwägen eingestellten Unternehmer näher liegen als doktrinäre Versteifung, die weit mehr dem Wesen des Radikalismus der an bereit Seite entspricht. Mit biefem Kurs wird er burd) das brandende Meer sicherer zum Ziele gelangen als bitrrf) das starre Feschalten an gerader Fahrt gegen Kräfte, bie, vom Sturm der Zeit getragen, nicht nieberzwingbar frnb.
Sri -»ÄSKiSÄM sofort aufzuheben und den Reichskommissav Die internationale Finanzkonferenz. abzuberufen. Nachdem der einzige demo-
Paris, 29. Juni. (WTB.) Havas Der kratische Abgeordnete den Sitzunäsraum ver- Völkerbundrat hat den Zusammentritt der Jntn- lassen hatte, wurde die Dringlichkeit des Am nationalen Finanzkonferenz in Br nssel auf den träges mit 9 gegen 9 Stimmen ab ge- 2 3 Juli festgesetzt. In einem Schreiben an ^h^t. Nach einer kurzen Unterbrechung gaben Ministerpräsidenten zeigt Bonrgoois bwfem & darauf die Unabhängigen folgende Grim Namen des Völkerbundes das Datum der Kon-
ferenz an und weist auf bA Notwendigkmt hm, die Verhängung des Ausnahme-
L L ÄTeteinÄ und durch diEnschung to W
ber Verminderung des Papiergeldumlautes und der kommissars sind im Gebiete des Freistaaten Sanierung Wechselte Mge, bie Scgtimffe @otba rechts- und v«f-ssungswndnge Zu- ber Konferenz mitznteilen. Bourgeois erklärt, die stände eingetreten. Die Rechte der Landesvev Einladung Deutschl ands zu dieser Kon- sammlung sind verletzt, die Schließung des ferenz sei nötig; die Form der Einladung konnte f^heren Landtages und die Neuwahlen für aber erst nach der Konferenz von Spaa j€^igen Landtag sind verfassungswidrig
werdeii. erfolgt, die politische Freiheit der Beamten
Eine internationale Handelskammer, test bedroht, die Pressefrecheit eingeschränkt
Paris, 28. Juni. (Wolff.) Heute wurde nsw. Die Fraktion der U.S. P.D. sieht dahier eine internationale Handels- rin eine schwere Gefahr für die,verfasfungs- k ammer qearündet und damit der inter- mäßigen Rechte des Landes und sieht sich nicht nationale Handelskongreß geschlossen, an imstande, sich an der parlamentarischen Arbeit dem Vertreter Amerikas, Eiiglands, Frank- zu beteiligen. Sie wird ihre parlamentarische reichs, Italiens und Belgiens teilgenommen Mitarbeit verweigern " — Darauf verliefen hüben. sie den Saal und machten die Weiterverhanv-
DaS Verfahren gegen die lung, vor allem die Regie rungsbil-
„Kriegsverbrecher". düng, unmöglich.
Der englische Botschafter für Berlin.
London, 29. Juni. (WTB.) Bonar Lato teilte im Unterhause die Ernennung .Lord b'Abernons zum britischen Botichafter in Ber- Im Reuter erfährt, Lord d'Abemions werde London in kürzester Zeit verlassen, um den Botfchafter- posten in Berlin aufzunehmen. Seme Ernennung habe zeitweiligen Charakter und stehe im Zusammenhang mit den wirtschaftlichen Problemen, die eine hervorragende Rolle in Deutschlands internationaler Lage spielen.
Kriegsgefangenenheimkehr.
BSrlin, 29. Juni. (WB.) Die Reichs- zentralsteNe für Kriegs- und Zivilgefangene teilt mit: Der Dampfer „M o u n t V e r n o n" liegt wegen Havarie in Norfolk fest. Die auf dem .Dampfer „Mount Vernon" befindlichen Kriegsgefangenen, und zwar 390 Deutsche, 169 Oesterreicher und 130 Ungarn werden mit dem Dampfer „Antigone" etwa am 10. 7.
tir. 151 «Erft« Blatt (70. Jahrgang 2:,
Monatlich Mark 3.60, Ea B| M y EfljjC M W H ® W HP UÄ E| W fei M örtlich 35 Pf., auswärts
vierteljährlichMark 10.80 U W M W WZ M H W Z M M V N K M H 45 Pf.; für'Reklame.
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Üsä; General-Anzeiger für Oberhessen WW
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