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Zwetter Blatt

Glehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesfen)

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Farbdruck tierboten.)

Mirnms 8freie der. öhntib und vergaß.

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(Fortsetzung folgt.)

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rÜckaesteLlteii Punkte (Militär geickchtsbarkeit ableben muffe.

Nächste Sitzung 19. Mai, 3 Uhr.

Schluß nach 3 Ubr.

MM M eonntag, 2, Mai

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aber bellte sich sein Geficht plötzlich auf, er rief:

Auf i<Len Fall is das Planchen nicht langen ober?

Keine Spur, antwortete ich lächelnd.

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waren Diel zu pfiffig, als daß es gelungen wär!. Tenken Sie jetzt ja nicht, daß ich die Mrit-ilung nicht schätze, die Sie mir heut nacht gütigst g-* macht haben. Sie wird sich als sehr wertvoll erweisen.

Tann dachte ick plötzlich an die fünfzehn Pfund von der Gräfin, die ich noch unberührt bei mir trug. Ta Kun mir ein (SebanBe.

Aus jeden Fall reden Sie nichts baren! tagt? ich. Ich werbe diese Adresfe in Bakham einem Privatdetekiw mit gercven Jnstru.trmen üb'i» <eben. Wir werben bann sehen, was sich daraus ergibt.

Jawoll, bemerkte Mimms und narb mit er» freutet Mfirnc auf, mtr werden sehen, was sich f daraus ergibt.

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Auf jcbai Fall muß es ein mehr od.T arrager zweideutiger Geselle s-in, ter in eure ®e chichte wie die unsrige da, verwickelt ist. W-nm dem so ist, würbe er vor dem (gebauten nicht zurück* schrecken, sich in dm Befitz les Eigmtums ber Gräfin zu setzen. Folgen jte mir?

Glenn f, £*err Tottor, gewiß. Ich sehe, worauf Sic firnauswollen, sagte er mit dem B.nuchmen unb Blicke cires? Mannes, der m.chr als einen

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teile der aufenotdentlichen Kriegsgerichte ntrb in allen drei Stellungen angenommen.

Zweite Beratung eines Ge'etz-ntwurss betr. Aufhebung der Miluärgeiichts'oarüit.

Abg. v. Gräf (D.-Ntl.) beantragt Absetzung Don der Tagesordnung. Es bandele sich um eine Lebensfrage des deutschen Volkes.

Abg. Studien Soz.) wdeickpricht dem.

Abg. Geyer (USP ) Wibmtnidit ebenfalls. Tie Rechte wolle nur ein Stück Militarismus retten.

Abg. Graf zu Dohna (D. Ntl.) stimmt dem Abg. Gras zu.

Abg. von Gräf (D. Ntl.) will die 8dd)hine sähigkeit des Kaufes bezweifeln, wenn es zur Ab­stimmung über seinen An:v.g kommt.

Reichs ustizmii i'er Blunck: Tie Regierung legt den drin^mdsten Wen aus die Abstimmung dieses Gesetzes.

Präsident Fehrenbach schlägt vor, bte Per- banbfimgen dieses Punktes ter Tagesordnung vor­läufig midju ef-en, cteno tic des nächsten betr. die Stellung der Heeresjustiliare und bet bei chnm beschränkten Sekretäre. Dies gfichieht.

Ter Gesetzentwurf über dc steuerlich! B - Handlung bter im ReichSausgleickisgesetz und im Enl- eigm'ngsgesetz geieglien An p ü^e und V rbinc- lichkeiten wird an den 6. Ausschuß zurückverwiesen.

Eine Reiche von AuSschußücricknen wirb ge­nehmigt.

Präsident Fehren bach erklän, daß die B- schlußunsäbigkeit des Hauses unzweifelhaft be­stehe und das Daus von einer Beratung der zu-

Jch begleitete ihn zum Daustor. Als ich bieH für die Nacht absckfioß, bemerkte ich im Dnefkastm einen Bries. Offenbar war Billy zu beschäftigt gewesen, um ihn zu beme.ckm und auf rnctnen Sckfreibtisch zu legen, wie esine Pflicht gewesen wäre. Ich ging auf mein Zimmer zurück und machte den Brief auf. Es nur eine flüchtig' Mit­teilung, die Tick Molyneux für mich niedergitritzelt hatte. Sie lautete:

L'iebcr Perigort»!

Ich w.Tbc dee cerflirte Frau nickt aus meinen Ged arten los, noch die ung'.wölmlich.' Gfeschickte, die Du mir heute mittag erzählt hast. Wenn sich irgend etwas Deiterts regt, so schreib' mir ein Wart od:r was bester ist, fahre herunter und teile mir allts per­sönlich mit. Es stehen Dir, wie ich fürchte, un­angenehme Geschicktem b'vor. Ich wnß zwar, daß es nichts aus Gottes Erdboden gibt, wavurch Du in £>arriid) gerätst. Aber ich rate Dir: sei aus dem Posten und für jeben §all grüstet.

Mit Gruß

Tein Dick.

Ich lachte über Dicks Besorgtheit, fo gut sie auch gemeint sein mochte.

Soll ich ihm wchl von meiner Unterredung mit der Qfeäit schreiben? tagte ich mich. Na, warum nicht gerade eine Andeutung, um sfine Neng.er aufzustacheln? Ich stoppte mir ge­mächlich mei ie P'cife, setzt: sie tn Brand und schrieb das Folgende:

\tV\ 1Ö0. n, Dir. L U. öild erb.

Deiela IfirBew julele Win

(Abt. 5'fitbtalblct! 11

Montan, 3. Mal iin

8 Ubr, im Psalm h»

Schanzenittüfi, Wichtige öcibmkM Erflh. all. ÜeidMiX autb beriu9.,bnnix stL.hauorvSisti

.aiedrr zu sch.i fern.

Darum lich, Öerr Tottor?

Weil Ihnen eine birze Überlegung tagen ijirb, daß die Slnftifter dieser Geschürt' zu schon- finnig sein werden, ihren gegmwärtgen Aufcnt- «altshrt durch ein io einfache» Ervmnungszeich'n -» derraten. Möglicherweise war 's nur eine List, um uns von der Spur abzubringen.

Ja, das is möglich.

Aber cs ist noch wabrfdvinlicficr, mein.-r An- ficht nach wenigstens, daß es das Werk irgend­welcher ifeute war, die fintm behilflich frnd ihren Plan auszusühren. Sie geben ja |ctb?r zu. daß t» Mann, ber den Gang zu Ihrer W-chmmg ge- aabe.i hat, ein gewandter Bursche g^veten ist.

Das habe ich gesagt, Herr Doktor, erwidert: Airnrns gewichtig, und hab' auch Wohl gewußt, was af> sagte.

Gut also, fuhr ich fort, ein Mensch, der sich durch eine St inmautr geräuschlos ein Lock ma- a}en kann, bas groß genug ist, baß er beguem hui- t-techscklüv'e.i Davji, bat «ich möglüierwei e zuvor mamir gübt, daß er durch eine Gesän gmsmiuer Rurchgebrockten ist.

Ja, weiß Gott, das is möglich.

Zeit gingen die Werte für den öffentlichen Berühr sogar nur bis 50 Ps. Nur für den inneren Tienit- betneb gab cs WeNzeichen zu 1 und 2 Mk. Erst unter Staatssekretär v. Podbielski wurden dann Marken bis zum Betrag ron 5 Mk ausgegeben, bei denen es bisher verblieb. Die BerkehrSannalten und Oberpostdirektionen haben aber wiederholt höhere $krte auch für die Reichspost vor geschlagen und beantragt. Die hohen Porto gebühren, be­sonders für Pakete las en sie mehr und mehr vermissen. Das Reichspostministerium Hal deshalb

Versuche Frank urtS bit Regierungssitz "ä Wiesbaden nach Frankfurt zu verleset» und bte dauernde Zfeilxhal tma eines Te les der Regierung in Frankfurt aus Ferner lehnte maw die ^tngltebCTumi des Kreises Höchst an den txut- delskammerbezirk Frankfurt ab

Grad in inner Selbstockt mg gefal en ist. Dann nnb

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nach der Karlsnide. marich 41/, Ubr w wozu die Miialikd« AnaeKörigen | einladet

Ter Yarii-n

Freitag, 30. April

Samstag, 1. Mai

Die Erhebung der Kurtaxe nnd der Babegelder in Bad-Nauheim. B^m den­jenigen Personen, bte die Kurmittel gehraucheN wollen, aber nicht im Besitze einer AuÄDeiSfarte ober Kurkarte sind, wirb jedesmal ein Zuschlags von 4 Mark (statt der bisherigen 2 Mark) erljobcn.

Verfahren in Militärversorgunqs- fachen. Eine Reihe von Bemsungn: gegen Mili- tärrentenbcl'dxibe gebt bei dem Hachen Mi itär- versorgungsgeiicht offenbar wegen UnknmtniS bet genauen Adresse des MilitärversorgungsgerichtS verspätet ein. Es wird deshalb hiermit zur öfsent- lichm stenntnis gebracht, daß bte genaue Adresse vorgenannten Mt.ilärversorgirrgsgerichrS die fol­gende ist, ,L>essisches Mi.itärverforgung-serickft bei dem Ober Versicherung SEt Darmstadt, Neckar- stvaße 1".

Die Mühle des 2. Fiedler in Lon­dorf ist vom 16. Mai bjs 15. August 1920 ge­schlossen.

Aus Statt und (and.

Giek,e n, den 30. Apnl 1920.

Auslandsschäden.

Nach Mitteilung des Verbandes bet im Aus­lände geschädigten Julandsdeutsch-n ist zum Leiter der Spruchkommission De sen-Nas au Gelieimer Re- gierungsrat Tecklenburg ernannt worben. Tie Spruchkommission ist zur Aburteilung von An­trägen, Beihilfen von ber Regierung eingesetzt wor­ben. Es steht daher zu erwarten, daß dies" Kommis­sion etwa Mitte Mai ihre Tätigkeit aufnimmt, so daß bann bas inzwischen bei b?m Verband ber im Ausland geschädigten Fnlandsdeutschen E. V. ge­sammelte und vorgevrüste Material dieser Kvm- imiffwn vorgelegt nxrben kann, nach deren Urteil alsdann die Auszahlung ber Voventschäbigungen beginnen wirb.

Wie wir weiter vernehmen, ist ein Ueberein­kommen zwisckfen ber beutschen unb ber frantö- sischen Rechnung zustande gekommen, wonach wech­selseitige Vertreter in Berlin unb Paris ausge­tauscht werben sollen, die bi? Geschäfte der in 8 12 ber Anlage zum Abschnitt 3 des Teiles 10 des Friedensvertrages von Versailles vorge, ebenen Vertreter wahrnehmen. Danach wird von feiten "Deutschlands in Paris ein Buveau für private Guter unb Interessen errichtet, zu dessen Leitung Derr Konsul Dr. Taehnbarbt vom 33 .eher auf bau- Ministerium in Aussicht genommen ist.

Fenier ist mit Frankreich die Vereinbarung ge- troffen worben, daß Gegen stände von geringem Wert, persönliche Gebrauchsgegenstände oier Fa milienanbenfen herausgegeben narben, jedoch müs­sen die für Aufbenxrhning, Verpackung und Ver­sendung entstehenden Kosten voransbe^ahlt werden, lieber Näheres orientiert erforderlichenfalls der Verband ber im Ausland geschädigten Inlands­teil ticken G. V., Zweigstelle in Frairfturt a M., Neckarstraße 9, die auch weitere Anträge auf Vor- .entschäbigung für im Auslattd erlittene Schäden entgegennimmt.

** Mangel an Chemikalien bei den Universitäten. Den Universitäts- institulen fehlt es an den notwendigsten Chemikalien, wie Formalin, Glyzerin und Xylol zur Konservierung der Präparate und Ausführung der notwendiasten mikrosko- pfichen Untersuchungen. Trotz der größten Be­mühungen ist es nicht möglich, die Chemikalicn zu beschaffen. Weiler wird es in kurzer Zeit unmöglich sein, die für die Krankenhäuser nob= wendigsten mikroskopischen Untersuchungen, I sowie wissenschaftliche Arbeiten auszuführen. Der Abg. Trimborn hat jetzt an die Regierung die Anfrage gerichtet: Sind der Neichsregie-' rung diese außerordentlich bedauerlichen Zu­stände bekannt? Was gedenkt sie zur Behebung derselben zu tun?

** Deutsche Briefmarken zu 10 und 20 Mk. gelangen demnächst zur Ausgabe. Im Gegensatz zu anderen Po'kverwaltimgen hat die Reichs post große Zurückhaltung bei der Ausgabe hochwertiger Briefmarken früher gez i.gt. Seiner

die Rcichsdruckerei beau.tragt, die Uebergabc 10- und 20-Mk.-Marken vorzubereiten. Straßeilbriefkasten der Reichstost werden jetzt angesirichen. Nachnahmesendungen nach Freistaat Danzig bürien nicht ZablkaNen gefügt werben. Es müifen Nachnahme karten Paketkarten mit auhängender PoiLnweisung

5tr. 101

3lr. 102

Lieber Dicks

Ich habe heute abend ein? b'Tbe Stunde bei ihr verbracht Sie ließ mich holen. Si- tO nicht bloß prächfig, so' dern ger-^>.';u anMung»- würdig. Ich kann mit» nicht entichl eßm. zu glauben, daß si? im entfernte tm in di-, Sache verwickelt ist. Menn Wir uns wieder Hen, alle Einzelheiten! Es paßt mir ganz gut, morgen ober übermorgen zu Dir hteiauszufachren.

Besten Gruß

Tein Julrus Perigmd.

Nachschrift: Laß Dir keine grauen Samt wegen mir wachsen, ich halte gecab: gegen­wärtig die Augen gut offen.

Nach dieser V rrichtung üb-r'iefr. ich mich bm Genüssen nuiner P'eife imb genehmigte rod) ernnt KernenBuchanan^. Sch.ag du ITr d-veht. ich das Gas bis aut ein kleines Flämmcken herunttr, für den Fall, daß ich während ber Nacht herans- geläutrt werden würde, und b:gab mich frinnit n s Bett. Aber ich wir noch ni bi- lange eia» geschlafen, da wurde ich durch ein schönes Läutm meiner Nachtglocke wvber g.iucdt. Ich sprang mis dem Bert und blickte dürchs Fenster aut 0t: Straße: vor mei em Toc hielt ein EänpLmer. Ich ickaute aut die Uhr: cs nxir ynxi Uhr. EilenoS fieib.te ich mich an, stieg bte Tr:ppc hinunter, brehte in meiiTm Zimmer bas Gas ans unb rtt* gelte bte Joau^tür auf. Ein junger sJ3Umn stand

VereiT Ruderspf. GieflenlSt

wendet roitben. Die Zalilkarten w teen häufig mit einer Stecknadel an ben Nachuahmebri.fi fenbungen be'e.rigt, so baß sie untetro gs abiallen. Die Karten sind haltbar anzubringen.

** Wehrpflichtersatz. Die Aushebung ber allgemeinen Wehrpflicht nötigt, ber Iugcnb eine methobische Ausbilbung beS Körpers gewähr­leisten, fic zu volter E itwicklung unb Beherrschung der Kräfte führen und wiberstandsfähig machen gegen bie Unbilden der Witterung. Das Turnen, das Bewegungsspiel wie jeder oernünitige körper­liche Sport bat damit eine ganz andere Bedeutung für die Ertüchtigung der Jugend gewonnen als bisher. Der prcutz. Minister für Volksbildung bat deshalb im Einverständnis mit dem Finanzminister eine Reilie von Anordnungen zur Förderung dieser Bestrebungen getroffen. Alle EiurickSungen bei floatlidrit Ansta.ten der Unterrickstsverwaltung, bte bem Turnen ober dem Sport bienen, iinb auf Aittrag auch ben Verbänden unentgeltlid) zur Ver­fügung zu fteiien, bie solche Leibesübungen treiben unb beten Mitglieder vorwiegend aus Minder­jährigen bestehen. Tie Bedür.ni s? ber Schule gehen natürlich vor. Die Ueber.a fung erfolgt auf Wider­ruf. l^tn faltbar ist aber nur geltend zu machen, wenn . rnstliche Beeiiittäckstigungcn der Anstalts- interessen eintoeten. B i der Uekrlaifung muß auch jede irg?ndwie geartete daitpslicht des Staates oder der Anstaltsbcamten ausg.'schlos en fern. Ter übrrnebmenbe Bcroand muß sich verpflichten, für jedes Dericktulden eines seiner Mitglieder zu haften. Ein Entgelt ist in demselben Umfange wie von ben Schüterii zu entrußten.

** Ein Nassauisches Krieger-Ge- d e n k b u ch Ter Verein für Nassauische Alter- tumskmtbe unb Geschichtsforschung bc ab fickst igi den gefallenen Nassauern zum bleibenden (ffedächmis ein Tentmal i.i Form eines Gebenklmches zu fetzen. Rn diesem föudje soll der Name eines :esen im Weltkriege gefallenen Nassauers Aufnahme finden. Jede Gemeinde wird ein solches Buch erhalten

Landkreis Gießen.

X Ober-Sörgern, 30. ?lpril. Jvhannes Sbeier und Ehefrau Luise, geb. Wolf, feiern mor­gen bei bester Gesundheit bas Fest der golbenm Hochzeit.

Starkenburg und Rheinhessen.

ch. Bingen, 27. April. Ein 20 Jahre alter Mann würbe als bes Mordes an bem Förster Peter Ta in mei verdächtig feftgenommen. Er hat bis letzt die Tat geleugnet, bat aber einen Nev-olver [Mifen Kalibers, aus bem ein Schuß fehlte, im Besitz Don dem Ei enbahiitclegrapyislen Schrader wurde er als derjenige, ber ihn im Walbe schlug und mit bem Revolver bedrohte, ernannt unb ein anderer Herr ernannte ihn als denjenigen wieber, ber ihm am Sonntag nachmittag in dem Zick-Zack- Weg rerl ächtig auffiel. Weiter wird mitgeteilt, daß ber Ti er ber 20 Jahre al:e Tütfr Marius- Al i-Miswn sei, ber sich seit einiger Zett in der Gegend als Straßen Händler aufhalte.

Hessen-Nassau.

ra. Bieden ko p s, 29. April. Unserem Land­rat Muser, welcher noch nicht ein Jahr an der Spitze des Hinterlanbkreises gestanden, wurde bie kommissarische Verwaltung des Kreises Kreuznach übertragen _

Frankfurt a M., 29. April. Das Lebensmittelamt beschloß den Abbau der st ä d ti­sch c n K r i e g s k ü che n b iszum 1. Juli 1920, da bie Zahl der ausgegebmen Portionen sich seit 1917 von 19 009 auf 70 000 im März b I verringert unb b e Siabt infalgdcffen steigende Zuschüsse la* ftm muß Tie Gäste find bann auf ben Beuch ber von ber Gesellschaft für Volkswohlfahrt getroffenen Einriästungen angewiesen.

--Frankfurta M., 29. April. Eine Reu- Dorfcr Firma spendete für die Frankfurter Kin­derhilfe 100000 Mk.

Frankfurta. M., 29. April. Das städ­tische Arbfitsamt, eine Gründung des verstorbenen iSozialpolitikers Dr. Flesch feiert am 1. Mai fein 25jähriges Bestehen

= Wiesbaden, 29. April. Die Vollver­sammlung ber Wiesbadener Handelskammer sp-ach sich mit aller Entschiedenheit gegen die ständigen

deutsche Nationalversammlung.

175. Sitzung.

Berlin, 29 Apnl.

Präsident Fehreubach eröffnet bte Sitzung rm 10.29 llhr

Nach Erledigung von Petitionen und des mündlichen Berichts des Ausschufies betreffs der Dohnungs, Siedelungs- unb Hcimstättenfrage -7trb in bte Berotmig des Gesetzentwurfs übet Maßnahmen gegen den Wohnungsmangel em* tc treten.

Abg Dr. Runkel (D. Vpt ): Wir können oem Gesetz zusnmmen, nach ber Beränbenmg, oie ed im Ausschuß erfahren hat.

Abg. Kraut (D.-Nat.): Die ben Behörden yigcräumtai Vollmachten im Zusammenhaiig mit oer Wohnungsnot gehen uns zu wert.

Abg. Soll mann (S.)t Das Gesetz ent- oricht dem Geist bei Dersasmng.

Das Gesetz wicb in zweiter unb dritter Lesung angenommen.

Es folgt die zweite Beratung des Gcsetzent- iurfd eines Kreishfimstätteilges. tzcs.

Abg. Soll mann (©.): Der Gesetzentwurf mrd den Erwartungen ber Bevölkerung nicht »recht.

Abg. Hage mann (Z.): Der löesetzentwurf rächt einen Schritt vorwärts auf bem Wege des Ziedelungswcfens.

Abg. H e i b s i ck (Dem.): Das Gesetz ist eine »tappe auf bem Wege der sozialen Fürsorge.

Abg. Frau v. Gierke (D.-Natl.): Die Spe- Motion muß bei dem Kauf und Verkauf der Heimstätten ausgeschlos'en b.ciben.

Abg. Tt. Runkel (D. Vpt.): Tie Zcnttal- 4ckle, die das Gesetz vorsieht, muß weiter aus- «ebaut werden. _ _

Abg Zubeil (eoj.): Ter Entwurf ent* -tickst nicht unteren Envartungni.

?lbg. Frau Zeltler (Ztt.): Wir können teiS Geictz als Ganzes araiefanen.

Reichsirbeitsmiiifitet Schlicke erfärt, baß Ick Entscheb g.mgen bezüglich der Wertsteigerungen ficklig te.f.lnen werden soll.

Zu 8 2d wirb ein Antrag Tt. Runkel ange* kommen, wonach bie Ent ignung gegen angemefa ime Entsch. d gimg zu er eigen Hai.

Tas Gesetz wirb angenommen, ebenso in dritter 2tefung.

Zwecke Beratung des Ce ctzcmtwnrss übet die i irch innere Unrifaen ve nur'achten Schäden.

>?lbg. W a l d st e i n (Dem.): Der Entwurf trägt öe Spuren b s Kompromis es an 'ich. Immerhin Ltbeiitet fiiö Kompromiß, des Ausfams'eL (ine er­bliche Sktbciferung gegenüber der Regtrrungs- «rlagc.

Abg. Tr. Hers selb (Ztr.): Wir stimmen «m Gesetz zu

Abg. Bruhn (D. Ntl.): Wir müssen gegen *5 Gesetz stimmen.

Tas Gesetz wirb in zweiter imb dritter Le­ung angenommen.

Einspruch des Reickörats g^gnt bte Bfichlüsse wt 9ia* oalDer'amm.'ir. g über ben Entwurf bes Last geb ii Ire g.'fetzes w gen gebühvenpflichttg.-r Tienstpostfallen nnb Briefe.

Abg Waldstein (Dem.) berichtet, daß der - usüidnif- empfiehlt, in birfem Punkt vorläufig fce Regierungsvorlage wieder herzustelleii, bi: neicksregierung aber zu ersuchen, durch Gesetz bie tage filsbald endgültig zu regeln.

Reickis.-of-nlii.istet Giesberts erklärt sich «mit unverstanden. Bis zum Herbst werbe eine < rtfpredk* b S.-orfage eingereicht.

Tie Ausichußle chlü s. neben angenommen.

Ein Ofe-setz betrefft-nb lieb rnahme einer Haf^ mng bes Reiches für Lasten bes Saarbrücker Uiiappschastsvereins wirb in allen brei Lesungen nfebigt.

Der mündliche Bericht bes 18. Ausschusses für Vt Ausführung des Ftiedensvcrttags, über cinge- «ingenc Petitionen wirb cr.cbigt und eine Ent- ckließung bes Aussckru ses betrefienb angemessene Sttschädigung bet Tierhalter, bie Vieh an bie Sirtarte abivben müssen, nachdem die Abgg. Dr. Höficfc (D.-Natl.), Schiele (D.-Natl.) dafür nib bie Abgg. M ichelsen (S.) unb Henke D.S.) dagegen gesprochen haben .

Zweite Beratung bc5 von allen Parteien des d-ufes eingebrachten Gesetzentwurfes über Aende nng ber Leistungen unb ber Bcittäge der Jnva- : Ifocmwrficbcnmg.

Das Gesetz wird tn zweiter imb dritter Lesung I I (Ligenommen ____

Erste Beratung eirfes vom Abg. Lvchncider- Sachsen (Dem.) imb Gen. eingebrachten (Me& ntmurfa über weitere Ausdehnung der Bersichc rmgspfiicht in bet Angestelltenver icktetung.

Nach längerer Gefchästsordmmgsdebatte wirt d« Gesctentwurf an b.-n 5. Ausschuß verwieien.

Ter 'Antrag Tr. Pachnicke ^ifenr) u. Een. «tr Wäsche für Krankei'häufet urro. nfird erlogt

Ein Gcsetzimtwurf, ci igebracht von allen Po - ,ten, 5 tt Wüder u wihmc e fah cu r-rn Ur*

Die Gräfin.

Roman von G. SB. Appleton.

Aus dem Amtsverkündigung^blatt.

Tas Amtsverkünbiyungsblatt Nr. 56 vom 29. April enthäl t: T te Tienst raume bes ztreisamts am 1. Mai geicblosien. Ausfall des SckmlUnterrichts am 1. Mai. ReichStass* wähl 1920 T abali«id*teu<rorbnung. Eo- hebung ber Kur tert zu Bad-Naut^irn Ver­fahren in Militärverforgun^-fiachcn. Sckflietzung einer Mühle.

ReiLstaaSwahl 1920.

Mit brr Adhalnmg her Reid-slagSwahl em 6. Juni 1920 ist nunmehr bcuimnU zu rrdjeicn. T-a bis zum Grfdxnntn bes neuen Reidiswahl- gesetzes unb ber Reidisivahlorbiiuiig iiodi minge Zeit verstreichen wirb, macht bas Kreisamt eintf- mctlen auf folgenbeS aufmerkiam:

Wahlkreise. Der BolkSstaal Hessen btlbet nach Beschluß ber Nationalveisammlung nur einen Wahlkreis, ber bie Bezeiktriuiig ..He>sen-Darm- ftoöt" uw) vvraussuh lich bie Nr. 22 fuhren wird.

Aktives Wählte d> t. Reichs, agswähler ist, wer am Wahltag Neich:-augehöriger unb zwan­zig Jahre alt ist Ausgeschlossen vom Wahlrecht ist: 1. wer entmündigt ist ober unter vorläufiger Dormundschast oder wegen geistigen Hfedrecheii- unter Pilegcsckxift steht. 2. wer rechtskräftig durch Richtersptuck bie bürgerlichen Ehitenrrch e verloren hat Die Ausübung des Wahlrechts ruft für die Soldaten während der Dauer her Zugehörigkeit jur Wehrmacht Behindert in ber Ausübung ihres tz3a hl rechts find Personen, Die wegen Geisteskrank* beit ober Geistessd)iväche hi einer H»ckl> ober Pflege- anftait untergebracht sind, ferner Stvaf- und Un­tersuchungsgeiangene sowie Personen, die i..felge geridytlidier oder polizeilidier Anorbnung in Ver­wahrung gehalten werden. Ausgenommen sind PetsonCT, die sich aus politisd>en Grüiiden in ^ckwbhosl befinden. Zu den Soldaten gehrten die Mannschasten, Unteroffiziere und Offiziere befc Reichs Heeres und der Reick-smanne.

Wälslerliste und Wahlkartei. Für jede Reichslagsivahl ist von den Geineinden ebie Liste der Reichstagswähler nach Zu- und B.cname, Alter, Beruf, Wohiwrt oder Wot?nung in alpha­betischer Ordnung unter fort lauten ber Nummer ciuszuslellen. Vor dem Einttag jeder einzelnen Per­son ist tkwen SVahlrectst genau ju prü en. In die Listen sind alle Reick^tagSivähler cinjutragm, dir in der Gemeinde, wofür die Liste anjulefen ist, sich nicht bloß vorübergehend oder gelegentlich auf- l/iUeii. Personen, deren Waftredit ruft oder be­hindert sind, sind in die Listen nidst auijunebmen.

Die Arbeiten sind unter allen Umstäiteen so ju beschleunigen, daß die Listm in der Zeit vom 9. bis 16. Mai 1920 auSg.left werben können.

Die Wahlbezirke (frich.-r etimmfh.-ni te) bleiben dieselben wie diejenigen bet ber Wahl zur verfassunggebenden Teutidxn Na:ionalVersamm­lung vorn 19. Januar 1919. Hiernach bilbeit a) die Geineinden Heuchlheim, Lich (mit Albachnc Hof, Eolnhausen, Müftsackven, Meilbachj und Wieseck je zwei Wahlb.-zirke nut den Ansangsbuch staben A bis K unb L bis Z. b) Zum Wahlbezirl Bersrob gtk-ört Wlnnerov, zum Wahlbezirk Eber- ftabt gehört Arnsburg, zum Wcchloezi.k Muschen- ftim gehört Hos-Güll, zum 2üahch-zirk Oben* hausen gehört Appenborn, zum Wah.l»ezirk Ra- bertshauien gehört Ringe s-xiusen, zum Wahl­bezirk Robftim gelzört Hoi-Graß, zum Wahfi>ez»rk Ruttershausen gchört Kirck-borg. zum WabUezirk Saasen gehört Bollnbach, BeitSbetg unb W'r.erg, zum Wahlbezirk Stauicnberg FnedelHausen.

Watzenborn-Steinberg bildet ein Wahlbezirk, c) Die Einteilung der Stadt Gießen (mit Schissen* berg unb HerniwaU» in Wahlbezirke wirb noch besonders bekanntgemacht.

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