Einzelbild herunterladen

I "T" n £

£

Jotort

6n? Voll

Stilki linA**

ssa'J*- DsZM

7« Abt, Nidda.

Herrentraaen

Jt.®» M 9tt.X$. ^36, v. Siück «.60 Ult ^vnuu^Pisu-bu!;

\6 ^kvtschdationklt

»eher Abend r 1920, abends 7'/, 11 bt Nl, srosftk Laat.

i#fOler:

1M; gefpt om Hm

Damm, Smmnet 3t Damm, Deutsche Lrgin agerak von vomira^

i Drama von

' Dr. Reinhard Goeriar

tn der Rickerschen ml . Saalöffnung tz>/, W Stoffe iu haben.

mgen 2*|( Stunden.

> Juwelen, Platins

Silber, auch

!' t

Uhren, Gold

ch-

verloren^

in,

es

K

I.

!

nt*

ich hi­er is-

?ne

neu

*s

Kuhmist BHO .Watt) I« 0i$3jEbehtre6#i I Verschiedene!

en ich

u- dIc c« ct ter nie

>en ,fn <v »SB

Schneidert

8»

llMünzen ItaifuuWfliW'® 1D. Kaminki I MarkteUta. "

WJM 'Ä« 0I7M an den "»er erteilt «gJJ Un.m« L« «aichiae v» ^ s.

MD

IQ w

-Sjfgtiw

AmtrverlündigUMblatt

für die provinzialdirettion Gderheffen und für dar Kreisamt Gießen.

Erscheint nach Bedarf: Montaq.Dienstag, Donnerstag u. ftreitaq. Nur durch die Poft zu beziehen gegen MK. 2.50 oierleljährl. Postzeitunqf>llft« Nr.

Nr. $6 29 Januar 1920

Inhalts Ueberjicht: Bekanntmachung über Kleie aus (Betreibe. - Verkehr mit dem besetzten Gebiet. Postpaketoerkehr mit dem Saar« gebiet. Herabsetzung der Verbraucherration für Kartoffeln. - Ausmahlen des Getreides der Selbstversorger. - Bestellung von Nährmitteln.- Iuckeroerbrauchsregclung. Zulassung zum Schlagen der Oelfrüchte für Selbstversorger. Feldbeieinigung Nöthges.

Bckantttmachuug

über Stiel: aus Getreide. Vom 22. Januar 1920.

Aus Gruno der §§ 1 AL iah 1 Satz 3 und 11 der Verordnung s§ ^Rcichswirtschaftsministers über Stiele auS Getreide vom 19. Tl> jcniLcr 1919 , R.ichs-Gesctzblatt S. 2109 ff.) wird das Nach slebenoe bestimmt:

§ 1. Tie Abgabe und Bertetlung der Kleie aus Getreide wird insofern abweichend von den Vorschriften der Verordnung des N.ichsivirlschaftsininisierü vom, 19. Dezember 1919 geregelt, als ti: Vei.immung:n in S 4 unserer Ausführungsverordnung vom

.! die Ernte 1919 r i er i in in Gtt nng bleiben. Tana.ch sind die ^oinmunalverbände auch ferner v.rpjlichlet. die beim Ausmahlen ihres Getreides anfallend« Klei: 3 rüjtui'etwigcn und der LanLesfuttermillelstellc zur Ver­fügung zu stellen.

§ 2. Tie Landes futtermittel st ell? tot den Kommunalv-.n bänden sür die nach £ 1 zur Verfügung gestellte Kleie 29 Mk. je 100 Kilo- Aramin brutto sür netto olMe Sack zu vergüten.

t; 3. Tie Höchstpreise sür Kleie dürfen bei Lieferungen der Landesfuttermittelstelle folgende Preise bei 100 Kilogramm brutto für netto ohne Tack nicht übersteigen:

1. Bei Lieferung an die örtlickxn Vertcilungsstcllen:

u) für Lieferungen, die nich über Lager gehen, frei Empfangs oder Vertcilungsstation 30 Mk.,

b' sür Lieferungen ab Lager der Geschäftsstelle 32,50 Mk.

2. 93ti Lieferung unmittelbar an die Verbraucher:

a.i sür Lieferungen, die nich. über Lag'r gehen, frei Empfangs­oder Verteilungsstation 30,75 Mk.,

bi für Lieferung.n ab Lager der Geschäftsstelle 33,25 Mk.

Erfolgen die Lieferungen im Falle vom 1 a und 2 a in La­dungen unter 10 Tonnen > 10 000 Kilogramm', so erhöht sich der Abgabepreis um die Steigerung des Frachtsatzes.

d 4. Tie örtlichen Verteilnngsstellen können bei der Abgabe der Kleie an die Verbraucher zu den unter § 3 Ziffer la und b ansgesü ir!cn Preisen noch 75 Pf. nnd außerdem ihre Auslagen sür TVrad;' und Fuhr lohn znschlagen.

£ 5. Tie Vorschriften in den §§ 3 und 4 gelten sinngemäss auch für die Preise und Zuschläge, die die neben der Landes-- lUtttrinittel stelle mit der Verteilung der Kleie betraut'n Stellen erheben dürfen.

; li Tic Lcntt e ssnl t er mittel st eile nnedsWkuiächigt, fernerhin etwa -'itwcneige Aendernngen des Kleiepreises fcstzusetz^n.

§ 7 Tiefe Bekanntntachung tritt mit dem Tage ihrer Ver- tündiAMg in Kraft.

T a r m st a d t, den 22. Januar 1920.

hessisches Landes-ErnälnungSarlst. Neumann.

Sma .Ministerium. Tarmstadt, den 20. Januar 1920. Zu Nr. St. M. 1211.

B e t r.: Verkehr mit dem besetzten Gebiet.

Infolge ter mit der Ratifikation des Friedensvertrages in Kraft < --irrteilen neuen VerketoSbestimmnngen im besetzten (Gebiet genügt lünftig zur Einreise in dasselbe für Reisende, die im n n - b e j e tz t e n Gebiet ilren Wohnsitz toben, der Besitz eines von der znständig.'n deutschen Betord: ausgestellten deutschen Reife pa'ses mit Lichtbild. Ein besonderes französisckxs Visum ist nicht mehr ei forderlich Für Reisen in das Sa ar gebiet gel­ten diese B e ft i m mung e n nich t. In solchen Fällen sind die deutstlieu Reisepässe mit 2 Lichtbildern und einem besonderen Antrag iri: bis!-er an das Hessische Verkehrskommissariat in Tarm­stadt zu richten, welches die französische Einreisegenehmigung er­wirkt.

Für Personen, welche im besetzten Gebiet ihren Wohnsitz laben, genügt znr Reise nach dem nnbesetzten Gebiet der Besitz der daselbst bereit ausgestellten roten Identitätskarte.

Wir empfehlen Ihnen, Vorstehendes, soweit noch erforderlich, in der üblichen Weise znr allgemeinen Kenntnis zu bringen.

Ulrich.

Betr.: Wie oben.

An das Poli^ciamt (Mienen, die Bürgermeistereien der Laiid- nemei-'hen ^es Krei'tS und das Poli^eikommifsariat Arnsburg.

Obige Bekanntmachung ist ortsüblich zu veröffentlichen

Wieder!?Kl weisen wir daraus hin, daß zur Ausstellung von Reise­

pässen für die Bewohner der Stadt Gießen das Polizeiamt Gießen, dagegen für die Landgemeinden des Kreises wir zuständig sind.

Diejenigen Bewohner der Landgemeinden, die einen Reisepaß beanspruchen, toben unter Vorlage eines Paßberichtes, der von der zuständigen Bürgermeisterei erteilt fein muß, und eines un- ausgezogenen BrustdiloeS, Viiirftmnat, ans neuester Zeit in unserem Tienstgebäude, Zimmer 9, nur in der Zeit von 812 Uhr vor­mittags vorzuspreä)en. Lichtbilder, die den obigen Anforderungen nicht entsprechen, iverden von uns zurückgewiesen.

Gießen, den 24. Januar 1920.

_____________Kreisamt Gießen. I. V.: Weicker.__

Bekanntmachung.

Betr.: Postpaketverbehr mit dem Saargebiet.

9tarf)acm mit Inkrafttreten des Friedensvertrags von Ver­sailles die Zollgrenze zwischen dem Saargebiet und dem übrigen Deutschland eingerichtet worden ist, müssen Pakete nach dem Saar­gebiet, di: vorläufig nur bis 5 Kg. zulässig finb, von je einer Aoll- inlal serklärnng in deutscher imo in französischer Sprache, einem Anmeldeschein hir die Statistik des Warenverkehrs, einer Aussuhr- erklärung und, wei^t zvllfteie Einful-r der Pakete in das Saar­gebiet beansprucht wird, auch von einem Ursprungszeugnis be­gleitet sein. Znr Paketkarte ist der Auslandsvordrnck zu ver­wenden. Päckchen dürfen nach dem Saargebiet nicht mel-r ab­gesandt werden.

Gießen, den 26. Januar 1920.

_____________Kreisamt Gießen. I. V.: W e l ck e r._______________ Bekanntmachung

betreffend Herabsetzung der Verbraucherralion für Kartoffeln. Vom 22. Januar 1920.

Im Einvernehmen mit der Reichskartoftelstelle wird hier­mit d>ie den Verbrauchern zustehende Ration an Kartoffeln von 7 Pfund pro .Kopf und Woche auf 5 Pfund herabgesetzt

Darm st a d t, den 22. Januar 1920.

Hessisches Landesernähmngsamt. 9? e u m a n n.

Dem Oberbürgermeister z u Gießen und den Bürgermeistereien der Landgemeinden des Krei­ses wird empfohlen, vorstehende Bekanntmach­ung in ortsüblicher Weise zu veröffentlichen

Gießen, den 26. Januar 1920

____________jlreisamt Gießen. I. V.: Tr. S ie g-e r t.____________ Bekanntmachung.

Betr.: Ausführung der R«ichsgetreideordming; hier: das Aus­wahlen des Getreide:- der Selbstversorger im Enitejahr 1919.

In Abänderung der Bekanntmachung vom 16. Oktober 1919 lAmlsverkiindigungsblatt Nr. 108 vom 21. Oktober 1919) wird auf Anordnung der Reichsgetreidestelle bestimmt:

Tie Ausmal',lunsi von Früchten der Selbstversorger tot vom heutigen Tage ab bis auf weiteres bei Roggen und Weizen zu 90 vom Hundert zu erfolgen. Bei Annahme eines Sitzes von 3 Prozent für Verstaubung tot der Müller an den Selbstversorger außer der sich ergebenden Kleie wenigsteiis abzuliefern:

für 24 kg Roggen oder Weizen 21,6 kg Mehl,

für 48 kg Roggen oder Weizen 43,2 kg Mehl,

für 72 kg Roggen oder Weizen 64,8 kg Mehl,

für 96 kg Roggen oder Weizen 86,4 kg Mehl,

für 120 kg Roggen oder Weizen 108,0 kg Mehl

nsw für je 12 kg Roggen oder Weizen 10,8 kg Mehl mehr.

Gerste ist bis auf weiteres wenigstens zu 85 Proz. auszumahlen. Gießen, den 26. Januar 1920.

Kreisamt Gießen. I. V.: Dr. Siegert.

An den Oberbürgermeister zu Gießen, die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises, das Polizeiamt Gießen und die Gendarmerie des Kreises.

Tie porstelende Bekanntmachung ist ortsüblich zur öffentlichen Kenntnis zu bringen. Selbstversorger und Müller sind besonders auf ihren Inhalt in geeigneter Weise aufmerksam zu machen. Auf die Durchführung der Vorschriften der Bekanntmachung ist streng­stens zu ach'cn. Zuwiderlandlungen sind anzuzeigen.

Gießen, den 26. Januar 1920.

Kreisamt Gießen. I. V : Dr. Siegert.

r zahlen 10 Proz von 5000 M. Kavitalzinsen, vavrend er doch gar kein arbeitsloses Einkom- 1101 v Verkauft er seine Wertpapiere und

Geschäfts schulden, so hat er 20 000 TO. Emkomrnen, ohne daß er Kapital- nckragsstener zu entrichten hat.

Die Kapitalertragssteuer kann nicht ohne Ruck- .cht aus die perchnluhe Leistungsfähigkeit des bfllchtigen emgesührt werden.

3. Nun soll die Reichseinkommensteuer durch rrnzufügen von foldxit <2 teuer gebieten vervoll- iänbigt werden, die mit ihr in en xr Verbindung leben. Das Erg än zu n g s steve r gesep jo'l mstelle des Besivsteuergesetzes treten, durch das *r Vermögenszuwachs der Jahre 1917, 1918 ib 1919 en aßt wird.

Diese Steuer soll nicht nur den Teil des Ein- vmmens, der nicht verbraucht worden ist, sondern ruch Einkünfte erfassen, die gar nicht mehr vor- xtnden sind, weil sie der Zensit verbraucht hat. ter Reichsfinanzminifier bat die Steuer damit be- jrünbet, daß der virtuelle, der mögliche, Ber- nögenszuwachs besteuert werden müsse, der, wenn tr verbraucht werde, steuerlich nicht oder doch sehr schwer zu erfassen sei. Also eine Steuer aus die üiA genützte Sparmöglichkeit Derrn jemand "0000 TOk Einkommen hat und behauptet, er habe ftieses Einkommen verbraucht, so wird ihm nach dem bisherigen Rechte schwer beizukommen fein; das Gegenteil wird nicht ermittelt werden können. Ist iser Verbrauch tatsäcAich erfolgt, so besteht erst recht tone Möglichkeit der Besteuerung mehr. Eine Ähere Steuer für den übermäßigen Aufwand wird Ae Sporsamkeft fördern.

Tie Besteuerung des Aufwandes, falls er iber bestimmte Bcharfsgrenzen (die das Gesetz br­ummt) hinausgeht, soll die steuerliche Kehrseite zur velastung der Ersparnisse in Form von Ein- wrnmenÜberschüssen bilden. Ter Aufwand soll -reimal so hoch besteuert werden, als die E r s p a r- ^lsstz.

Ankommenden wurde

etn herzlicher Emptang be-

Ihr fuhren die in Ostpreußen Be- Stettin ihrer engeren Heimat

reitet. Abends 7 U! beimateten über < entgegen.

Kabinettskrise in England.

Daris, 29. Jan. «'Wolfs.) Havas meldet ans London: Die Demission des Ministers der Arbeitcrpanei Barnes wird lehr ernst beurteilt. Man befürchtet, dost die drei anderen Arbeiter­minister sich ebenfa ls zurückzieheu, wodurch die Koalition jeden Schein von ArbeitetDcrtrctung verloren hätte.

London, 29. Jan. (Wolfs.) Lloyd Ge­orge richtete einen Brief an Henderson, in dem er ihm mitteiX daß er gemäß seinem Versprechen vom Aumst le'ftcn Jalwes sich mit der italienischTn und fran'.ösi chrn Regierung übet die Erteilung von Pässen an Macd 0 -

Der Gießener Aufruf zum Protest gegen die Auslieferung deutscher Staatsangehöriger hat eine unge­wöhnlich starke Wirkung gehabt. Die große Versammlung in der Neuen Aula gestern abend verlief zwar äußerlich ruhig, aber es lag in ihr wie eine elektrische Spannung. Die Teilnehmer brauchten ja nicht erst überzeugt zu werden, daß es ein Frevel ist, was uns zugemutet wird, und als Pros. Dr. Küntzel aus Frankfurt temperamentvoll und klar aus tiefster Gewissensprüfung heraus noch einmal alle rum Thenra gehörigen Feststellungen der Vernunft, der Gerechtiakeit und Ehren­haftigkeit nebeneinanderstellte, da durchlebte man etwas von der unzerstörbaren Einheit unseres Volkes. Es bleibt wahr und es wird immer Harcr: moralisch hat uns die En­tente nicht besiegt, sie erlebt vielmehr in ihrem geräuschvollen Feldzug geistiger und sittlicher oder vielmehr unsittlicher Art immer weiter um sich greifende Enttäuschung und Abweisung. Das der Redner von dem furcht­losen, herzhaften und wirkungsvollen Be­kenntnis des kleinen Holland sagte, fand ein lautes Ecftv ides Beifalls im Saale. Beson­ders aud) seine Beweisführung, daß die Schuldaushäufung auf das Haupt unseres früheren Kaisers eine Entstellung der ge­schichtlichen Wahrheit, eine Entstellung auch der ganzen Wesensart Wilhelms II., und nichts als eine arglistische. s ruppellos ego­istische Politik der Entente sei, nahm alle Gemüter gefangen. Wir spüren nichts von sittlichem Wollen der IGegner, sondern nur ihr haßerfülltes Bestreben, alles was deutsck)e Einheit und Kraft trägt oder stützt, nieder­zuschlagen und zu zertrümmern. Deutsche

Umerik« und der FriedeuSvertrag.

Amsterdam, 29. Jan. (Wolff.) Dem ^Telegraai" wird aus Wasch g <m gemeldet: In einer stürmischen Sitzung der Senatoren beider Richtungen wurde erttärt, daß noch fein Weg gefunden sei, der zur Ratifizierung des Friedensvertrages fLtoe. Senator Hitch- axf erklärte, daß. frlls fein Ausgleich geschaffen würde, er den Kampf in den Stroit tragen werde.

Wilson.

Haag, 29. Jan. (Wolff.) TerNienwe Eou- rarrt" meldet aus Washington, daß Wilson sich »^Wiederherstellung seiner Gc undh.it zu längerem Aufenthalt nach Kvliiomitn be- seben und wahrscheinlich eine Zeittang in San Tiesa wohnen werde.

Amsterdam, 29. Jan. (WTB.) Wilson bat im Kongreß darauf gedrungen, die Maßnahmen zur Linderung der Lebensmfttelnot tn Europa M beschleunigen.

SteBfag, 50. Januar 1920

ier

erei: k hnlstr. 7.

hu.>uqint von Anzeige« f. die iaqesnitmmer vt* zum 9birtiminaq vorher ohne jed. 'tk'rt'iiu tichkeit. Drei* für l mm höhe für Anzeige» o.34mm Ereile örth-t) 25 bt, an8ioäit6 30 'üf.; für Netinme- A «zeigen von 70 mm Breite 90 Vi. 8ei Play- »orfrtiriii20*; ifftUlafl. Hauotlchri (leitet: Ang. Goeiz. Verantioortluv fm Polit k. Ang. Gioetj; sür den übriaen Zetü Dr. Remdoto Zenzi sür den Anzeigenleü: d. Beck, sämtlich tn Gießen

e, Trouc und Anstand aber lassen sich t nie de ktreten, und darum protestieren in heiliger Entrüstung gegen die schmach- e, ehrl, se Zumutung, daß wir die deut- t Bolki-genossen, die deutsche Ansprüche dcutschik Interessen vertreten Haden, dem und dtkr Rechtsverzerrung unserer Geg- überliefern sollen. An der Kundgebung en Anetehörige aller bürgerlichen Par tt beteilligt.

Gestern abend krnb in der neuen Universftäts- eine gutbesuchte Kundgebung gegen die irenbe 'Luslieferung deutscher StaatSangehö- " statt. Sie war veranlaßt, durch eine Anzahl tner unb Frauen aus allen bürgerltrfjen Par- i und B erulsständen, mit Ausnahme der Christ- n Volks Partei. Diese lehnte eine Beteiligung mit Begründung ab, daß sie wemgstens in Der enthrfttnt den Ansck»ein vermeiden müsse, Ein- ganiKuionen mißbilligten das Vorgehen ter ierung, und der Regieruiigsparteien, obwohl (Sinertorganifationen nur einen Tett der Re- lngspuneien barftellten. Hier hieße es mit zu- nengeibiffcnen Zähnen Ordre Datieren.

Ten Vorsitz der Versammlung führte der or der Landesuniversität, Prof. Tr. Kalb- i s ch, der in seiner Begrüßungsansprache darauf nes, daß es sich bet der AusltetzTrung deutscher ttsanMftöriger nickü um eine Sach« brr Par- i, soopern um eine deutsche Sache, um eine ischentoche handele. Er bezeichnete das Vvrgelien tottimte als ein Bubenstück, bei dem es darum' un sei, eines Volkes Ehre ^u vernicksten.

Ter Redner des Abends, Pros. Dr. Küntzel inffunt a. TO.) wies in feiner Einleitung daraus daß <ts sich bei dem Vorgehen unserer Feinde Austicserung deutscher Staatsangehöriger nicht einen Rechts st andpunkt tondele, denn n solchen könne Rechnung getragen werden, h bie Uebertragung der Angelegenheit an einen ralew Gcrichtsbos. Es bestehe vielmehr die Ab- in ttller Welt der Eiirdruck erweckt iuertjen, sie tzäe Entente von Beginn des Krieges an rein moralischen und ideellen Zielen ge» t worden, während Deutschland nur von len Motiven durchdrungen gew.'sen sei. Es ober auch weiter die Erinnerung übertüncht

-kn, daß es während des Krieges Momente ge ­lt h-t^, wo die englische Seeherrschaft zu wanken nn. Bei bet Auslieferung deutsche. Staats^ höriger handele es sich in erster Linie auch um re t lpieren U-Boot-Kommandanten die bis zum n tjugcnblüf treu ihre Pflicht erfüllt hätten, entrfeild aber suchten die Feinde die Haupt- d au dem Kriege Kaiser Wilhelm II. schreiben, der stets nur von den chelsten Mv-- i geleitet, leider aber zu sehr von der Aus- iöffi U der übrigen Monarchen überzeugt ge­lt fti. Wenn wirklich diese einzelne Person donvlschuld am Kriege trage, so sei es nicht aiiiMid), warum man von dem ganzen deut-

Volke so große Opfer (roie z. B. die A rs^ nbin; der Handelsflotte) verlange. Es sei roudentlich bedauerlich, daß deutsche Staats- Itö^lge der Entente für Deutschland belasten- Milerial geliefert hätten, wie z. B. Kautskh h Veröffentlichung der Ran:>notizen des Kai- ohne dabei die historischen Vorgänge zu ichhen. Es sei der Entente einzig und allein m zu tun, unsere Kräfte zu zermürben. Des- ser in diesem Augenblick mit großer Freude eg tröffen, daß das kleine Holland seinen Sinn Anstand, für Recht und Gerechtigkeit gezeigt

^Beifall), daß es den Mut gehabt, der nie die Maske vom Gesicht zu reißen und uweisen, wohin das Vorhaben unserer Feinde en soll. Glücklicherweise sei die Entente des denswerkes von Versailles noch nicht froh >d>en, es bröckele und gähv: überall. Die von .... Grinden in scheinheiliger Weise verheißene Selbst! Bestimmung und Freiheit der Völker werde jetzt wich da verlangt, wo man es nie erwartete. Die '.kluslieserung beutl'djer Staatsangehöriger werde nicht von allen Enlentestaaten ge billigt^ so baff Frankreich und Englanl in dlleser Hinsicht fast völlig allein stän den Wir dürften deshalb auch den Mut

nicht verlieren, mußten vielmehr aus unseren mitro- nalen Erfahrungen Lehren ziehen und. die uns zngemniete Schmach nicht vergeisen. Ter Pvotes: sei nidfrt umsonst, wenn er aerwächst zu einem brau­sender Cl)or der Erhebung mner^alb des deutschen Vater «ndes, damit bi? Feinde sehen, man könne uns l.utf Gut und Geld nehmen, nicht aber eine derart lge Schmach aufedegen, wie die Auslieferung bcutfdKr Staatsangehöriger Auf jeden Fall hätten wir v?r der Welt unsere Ehre noch nicht verloren.

Z sicher 23eirall belohnte den Redner für seine packe, t<n Ausiührungen, woran? folgende End l'djlicljimg cinstimmige Annahme fand:

Tie am 29. Januar 1920 'm der neue.! Umv rsüätsaula zahlreich erschienenen Einwohner Gützcns, verschiedenen politischen Richtungen und Bern 'jsständen angefjörenb, erheben feierlichen Ein- itTruf'i gegen das uns im aufgcjnnmgenen Frie densc»ertrag gestellte Verlangen auf Auslieferung ceutf per Sttmtsangehöriger an unsere Feinde Nien ials ist einem Volk eine ähnliche Schmach zu gemyitet worden

Nicht die Stimme der strafenden Gerechtigkeck, sond:rn unversöhnlicher Haff, der Teutschland mc ralif'ff) vernich en möchte, spricht aus diesem Ver­lang? m, dessen Ausführung auch bei uns urroer- fobnl leben Haff erzeugen muffte. Widersprich! cs doch seit Menschengedenken jedem bestehenden Rechi. das; um Ang-Engten Kläger und Richter meiner Perl kn gegenüberstehen. .

Wir erwarten daher von der Rernerung, oah sie lios Aeußcrste tut, um eine torartige Schmack von ,ms abzuwenden."

Mit dem LiedeDeutsckland, Deutschland über allt-Ä" schloß die eindrucksvolle Kundsebun«.